Anouk Vergé-Dépré

Schweizer Volleyball- und Beachvolleyballspielerin
Anouk Vergé-Dépré
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Porträt
Geburtstag 11. Februar 1992
Geburtsort Bern, Schweiz
Größe 1,85 m
Hallen-Volleyball
Position Aussenangriff/Annahme
Vereine
bis 2010
2010–2011
Volley Köniz
Sm’Aesch Pfeffingen
Nationalmannschaft
U19-Nationalmannschaft
Beachvolleyball
Partnerin 2009 Joana Winter
2011–2016 Isabelle Forrer
2017 Joana Heidrich
Nationale Rangliste Position 2[1]
Weltrangliste Position 8[2]
Erfolge
Schweizer Meisterin U15/U18
2010 – Schweizer Meisterin U21
2012 – Siegerin Masters Baden
2012 – Weltmeisterin U21
2012 – Schweizer Meisterin
2013 – EM-Fünfte
2013 – Schweizer Vizemeisterin
2014 – 2. Platz Masters Biel/Bienne
2014 – Schweizer Vizemeisterin
2015 - 2. Platz Masters Biel/Bienne
2015 – Schweizer Meisterin
2015 – 2. Platz Sotschi Open
2016 – Siegerin Xiamen Open
2016 – Olympia-Neunte
2016 – 3. Platz FIVB Saisonfinale Toronto
Stand: 23. November 2016

Anouk Vergé-Dépré (* 11. Februar 1992 in Bern) ist eine Schweizer Volleyball- und Beachvolleyballspielerin.

KarriereBearbeiten

Vergé-Dépré begann bereits im Alter von zehn Jahren mit dem Volleyball. Sie wurde von ihrem aus Guadeloupe stammenden Vater Jean-Charles Vergé-Dépré und ihrer Mutter Sandra Bratschi, die beide in der ersten Schweizer Liga spielten, animiert und gefördert.[3] Als Beachvolleyballerin gewann sie insgesamt dreimal die Schweizer Meisterschaft der U15 und U18.[4] 2009 erreichte sie mit Joana Winter den fünften Rang bei der U19-Weltmeisterschaft in Alanya. 2010 wurde sie Schweizer Meisterin der U21.

Mit Volley Köniz, bei dem ihr Vater als Trainer arbeitete, schaffte sie 2010 den Aufstieg in die erste Liga.[5] Anschliessend wechselte die Aussenangreiferin zu Sm’Aesch Pfeffingen[6]. Sie wurde als Youngster of the Year 2011 mit dem Swiss Volley Award ausgezeichnet.[7]

2011 bildete sie ein neues Beachvolleyball-Duo mit Isabelle Forrer. Beim Challenger-Turnier in Seoul wurden Forrer/Vergé-Dépré gleich Dritte und beim Masters in Niechorze belegten sie den 13. Platz. Die ersten gemeinsamen Grand Slams verliefen weniger erfolgreich. In Kristiansand erreichten sie als Gruppenzweite die Hauptrunde der Europameisterschaft und schieden gegen die Norwegerinnen Maaseide/Tørlen aus. 2012 gewannen sie das Masters-Turnier in Baden. Bei der EM in Scheveningen kamen sie als Gruppendritte in KO-Phase und mussten sich im Achtelfinale den Tschechinnen Háječková/Klapalová geschlagen geben, womit sie das Turnier auf dem neunten Platz beendeten. Ebenfalls Neunte wurden sie bei den Grand Slams in Berlin und Klagenfurt sowie beim Masters in Warna. Mit Nina Betschart wurde Vergé-Depré 2012 in Halifax U21-Weltmeisterin.[8] In Bern setzte sie sich mit Forrer im Endspiel der Schweizer Meisterschaft gegen Heidrich/Kayser durch und gewann erstmals den Titel.[9] In die internationale Saison 2013 starteten Forrer/Vergé-Dépré mit einem neunten Platz beim Satellite-Turnier in Antalya. Beim Masters in Baden wurden sie Vierte. Danach belegten sie bei den Grand Slams in Den Haag und Rom jeweils den 17. Platz, bevor sie zur Weltmeisterschaft in Stare Jabłonki reisten. Als Gruppendritte gelangten sie in die Hauptrunde und verloren dort das erste Spiel gegen die späteren Viertplatzierten Ross/Pavlik aus den USA. Beim Grand Slam in Long Beach wurden sie Neunte. Dann spielten sie die EM in Klagenfurt, wo sie das Auftaktspiel gegen ihre Schweizer Kontrahentinnen Kayser/Eiholzer gewannen und als Gruppendritte in die KO-Phase gingen. Dort gelangen ihnen zwei weitere Siege, bevor sie im Viertelfinale den späteren Finalistinnen Liliana/Baquerizo unterlagen und das Turnier als Fünfte abschlossen. In Warna wurde Vergé-Dépré mit Betschart U22-Europameisterin.[10] Im Oktober wurde sie mit Forrer beim Grand Slam in São Paulo. Bei der Schweizer Meisterschaft wurden die Titelverteidigerinnen Forrer/Vergé-Dépré im Finale von Tanja Goricanec und Tanja Hüberli entthront.[9]

2014 gewannen sie ihre Vorrundengruppe bei der EM in Quartu Sant’Elena, verloren aber das Achtelfinale gegen die Deutschen Bieneck/Großner und wurden somit Neunte. Dieses Ergebnis gab es für Forrer/Vergé-Depré auch beim Grand Slam in Stavanger. Vier weitere Grand Slams beendeten sie auf dem 17. Platz. Beim CEV-Masters in Biel/Bienne kamen sie bis ins Finale. Wenige Tage später erreichten sie auch wieder das Endspiel der Schweizer Meisterschaft, das sie gegen Heidrich/Zumkehr verloren. Eine weitere Finalteilnahme gab es für die Schweizer Vizemeisterinnen beim Satellite-Turnier in Stuttgart. Zum Jahresabschluss wurden sie Neunte der Xiamen Open. Mit demselben Resultat eröffneten sie die World Tour 2015 bei den Luzern Open. Es folgten drei schwächere Turniere, bevor Forrer/Vergé-Dépré Fünfte des Grand Slam in Sankt Petersburg wurden. In der Vorrunde der WM in den Niederlanden gewannen sie gegen Heidrich/Zumkehr und setzten sich als Gruppenzweite vor ihren nationalen Konkurrentinnen durch. In der ersten Hauptrunde schieden sie dann gegen die Australierinnen Bawden/Clancy aus. Erfolgreicher waren sie bei der EM in Klagenfurt. Dort kamen sie als Vorrundenzweite bis ins Achtelfinale gegen die neuen Europameisterinnen Laura Ludwig und Kira Walkenhorst. Eine Woche nach der EM erreichten Forrer/Vergé-Dépré zum zweiten Mal in Folge das Endspiel des Masters-Turniers in Biel/Bienne. Ausserdem gab es zwei neunte Plätze bei den Grand Slams in Long Beach und Olsztyn. In Bern gewannen sie mit einem Sieg gegen Goricanec/Hüberli ihren zweiten gemeinsamen Titel bei der nationalen Meisterschaft. Auf der World Tour blieben sie als Zweite der Sotschi Open und Dritte in Xiamen ebenfalls erfolgreich.

Zu Beginn der Saison 2016 spielten sie drei Turniere in Brasilien und wurden Vierte des Grand Slam in Rio sowie Neunte der Maceió und Vitória Open. Danach gewannen sie das Endspiel der Xiamen Open gegen die Österreicherinnen Stefanie Schwaiger und Barbara Hansel und feierten damit ihren ersten Turniersieg auf der World Tour.[11] Bei den Fuzhou Open wurden sie Vierte und in Antalya Neunte. In Biel/Bienne erreichten sie bei der Europameisterschaft als Gruppenzweite die erste KO-Runde, die sie gegen Eiholzer/Gerson gewannen. Im Achtelfinale unterlagen sie dem deutschen Duo Borger/Büthe im Tiebreak. Bei den folgenden Majors in Poreč und Klagenfurt belegten sie die Plätze neun und fünf. Als bestes Schweizer Team in der Olympia-Rangliste qualifizierten sie sich für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro. Dort unterlagen sie in der Vorrunde dem US-Duo Walsh/Ross erst im Tiebreak und kamen als Gruppendritte ins Achtelfinale, in dem sie sich Ludwig/Walkenhorst geschlagen geben mussten. Beim FIVB Saisonfinale in Toronto gewannen Forrer/Vergé-Dépré das Spiel um Platz Drei gegen das brasilianische Duo Larissa/Talita mit 2:0.

2017 spielt Vergé-Dépré mit Joana Heidrich.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Swiss Beach Team Ranking (Memento vom 8. August 2016 im Internet Archive)
  2. FIVB-Weltrangliste (Stand: 7. November 2016)
  3. Der Traum vom olympischen Sand Volleyball: Vergé-Dépré setzt sich hohe Ziele. Basler Zeitung, 6. November 2010, abgerufen am 9. August 2016.
  4. Anouk Vergé-Dépré Beach Volleyball. Experience Panasonic, abgerufen am 9. August 2016.
  5. Saisonmagazin 2009-10. (PDF; 533 kB) (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 10. August 2016; abgerufen am 10. August 2016.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.vbckoeniz.ch
  6. VBC Köniz Saisonmagazin 2010-11 (Memento vom 10. August 2016 im Internet Archive) abgefragt am 10. August 2016
  7. Swiss Volley Indoor Awards 2011. Swiss Volley, abgerufen am 9. August 2016.
  8. Erfolgreiche Berner Beachvolleyballer. Berner Zeitung, 4. September 2012, abgerufen am 9. August 2016.
  9. a b Ergebnisse der Schweizer Meisterschaften (Memento des Originals vom 24. August 2016)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.volleyball.ch (PDF)
  10. Betschart holt mit Vergé-Dépré auch U22-EM-Gold. (Nicht mehr online verfügbar.) Swiss Volley, 18. August 2013, archiviert vom Original am 9. August 2016; abgerufen am 9. August 2016.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.volleyball.ch
  11. Turniersieg für Forrer/Vergé-Dépré in Xiamen. SRF, 17. April 2016, abgerufen am 8. August 2016.