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Der SV Lurup ist ein Sportverein aus dem Hamburger Stadtteil Lurup, der vor allem durch seine Fußball-Abteilung bekannt wurde. In der Vergangenheit machte diese oft Schlagzeilen durch den Plan seines Mäzens Uwe Einsath, möglichst bald in der zweiten Liga zu spielen.

SV Lurup
Vereinswappen
Basisdaten
Name Sportverein Lurup Hamburg
von 1923 e.V.
Sitz Hamburg
Gründung 1923
Farben rot-weiß
Website www.svlurup.de
Erste Mannschaft
Spielstätte Stadion an der Flurstraße
Plätze 6000
Liga Bezirksliga Hamburg-West
2018/19 4. Platz
Heim
Auswärts

Neben Fußball werden im Verein auch Leichtathletik, Judo, Ju-Jutsu, Karate, Fitness, Yoga, Tai-Chi, Schwimmen, Rehabilitationssport, Basketball, Turnen, Gymnastik, Tanzsport, Schach, Badminton, Bahnengolf, Handball, Tennis, Tischtennis (in einer Spielgemeinschaft mit dem SV Eidelstedt), Skat und Boxen angeboten.

GeschichteBearbeiten

Die vollständige Gründungshistorie des SV Lurup ist sehr kompliziert und wird hier nur teilweise skizziert. Der Verein entstammt dem ATSB (Arbeitersport). 1933 wurde er von den Nationalsozialisten mit dem DFB-Verein FC Blau-Weiß Schenefeld zwangsfusioniert. 1946 wurde der Verein als TSV Lurup wiedergegründet, der dann 1949 den Namen SV Lurup und 1978 den vollständigen Namen SV Lurup Hamburg erhielt. Bis Mitte der 1970er Jahre schrieb der Verein kaum Erfolge. Erst mit dem Einstieg der Stauerei Tiedemann als Sponsor kam der Erfolg. In der Saison 1977/78 stand man in der Aufstiegsrunde zur Oberliga, holte hier allerdings nur ein einziges Unentschieden. 1980 wurde der Kader mit den Ex-Profis Detlef Spincke (Hamburger SV), Wolfgang Kulka (FC St. Pauli) und Harald Klimmek (HSV Barmbek-Uhlenhorst) aufgewertet.

Im selben Jahr stieg man in die Oberliga Nord auf. Aufgrund interner Streitigkeit zog sich der Hauptsponsor Tiedemann dann zurück. Uwe Einsath, der Besitzer eines Gerüstbauunternehmens, übernahm das Kommando. Nach der Saison 1983/84 stand man sogar gemeinsam mit dem FC St.Pauli in der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga, in der die Mannschaft allerdings ziemlich schnell keine Chance mehr zum Aufstieg hatte. Aufgrund vereinsinternen Widerstandes gegen die Professionalisierung des Vereines zog sich Einsath kurz darauf als Sponsor zurück. Der Verein stieg in der Folgezeit bis in die Verbandsliga (5. Liga) ab. 1989 stieg man wieder in die 4. Liga und nach der Wiederkehr von Uwe Einsath 1992 in die Oberliga (3. Liga) auf (1. Saison in der Oberliga Nord 1992/93). Bis 1997 blieb der SV drittklassig, konnte aber bereits in der Saison 1993/94 nur knapp dem Abstieg entgehen. In dieser Zeit holte der Verein renommierte Trainer und Spieler, darunter den Argentinier Gustavo Acosta, die Ex-Profis Bernd Buchheister und Oliver Dittberner oder Trainer wie Horst Wohlers, Willi Reimann und Dietmar Demuth. Einsaths Traum von der 2. Bundesliga erfüllte sich nicht. Seit einiger Zeit widmet sich der Verein wieder verstärkt der Jugendarbeit, und Sponsor Einsath reduzierte seinen finanziellen Einsatz deutlich. Seit 2004 spielt man – mit Ausnahme der Saison 2007/08 – auch nur noch in der 5. Liga (siehe Fußball-Oberliga Hamburg).

2007/08 spielte der SV Lurup in der Oberliga Nord, obwohl der Verein die Hamburg-Liga nur als Tabellensechster und mit einem negativen Torverhältnis absolvieren konnte, da die besser platzierten Hamburger Vereine auf den Aufstieg verzichteten. Als Tabellenvierzehnter konnte man sich jedoch nicht für die neugeschaffene Regionalliga Nord qualifizieren und stieg in die Oberliga Hamburg ab.[1] Die Spielzeit 2009/10 konnte man dort nur als 15. beenden und stieg in die sechstklassige Landesliga ab. 2012 stieg der Verein erneut in die Oberliga Hamburg auf, konnte sich dort jedoch nur eine Saison halten, ehe man 2013 in die Landesliga zurückkehrte. 2015 stieg der Verein als Erstplatzierter der Landesliga Hammonia erneut in die Oberliga Hamburg auf. Da aber die gesamte erste Mannschaft aufgrund vereinsinterner Diskrepanzen den Klub verließ, konnte Lurup in der Saison 2015/16 nur mit seiner vorherigen zweiten Mannschaft in der Oberliga antreten.

Dies führte nach nur einem Punkt und 252 Gegentoren aus 34 Saisonspielen zum direkten Wiederabstieg. In der folgenden Landesligasaison 2016/17 wurde die Mannschaft mit drei Punkten und 192 Gegentoren in die Bezirksliga durchgereicht.

StadionBearbeiten

Der SV Lurup spielt im Stadion An der Flurstraße, das offiziell für 6000 Zuschauer zugelassen ist. Die Sportanlage wurde 1952 eingeweiht. Im Jahr 1982 folgte der Bau einer überdachten Sitzplatztribüne, die mit einem Spiel gegen den englischen Klub Crystal Palace (3:1) eröffnet wurde.

FrauenfußballBearbeiten

Die Frauenfußballabteilung wurde 1997 gegründet. In den Anfangsjahren gab es nur Mädchenmannschaften. Nach der Jahrtausendwende schaffte die Frauenmannschaft einen steilen Aufstieg. Nach dem Aufstieg in die Landesliga 2002 folgten zwei weitere Aufstiege mit dem Erreichen der Regionalliga Nord. Diese Klasse konnte nicht gehalten werden, und so stieg die Mannschaft wieder in die Verbandsliga ab. Dort schaffte sie den direkten Wiederaufstieg. Nach der Hinrunde der Saison 2006/07 stand man auf Platz 2 und wurde am Ende Neunter. In der nachfolgenden Saison brach die Mannschaft trotz guter Hinrunde auseinander, es drohte das jähe Ende des Luruper Frauen- und Mädchenfußballs. Aufgefüllt mit Spielerinnen der bereits während der Saison abgemeldeten 2. Frauen-Landesliga-Mannschaft spielte man die Regionalliga-Saison 2007/08 noch zu Ende und stieg als Vorletzter ab. Mit neuem Trainer und zusätzlichen Spielerinnen eines Nachbarvereins startete man in der Bezirksliga, schaffte als Meister den sofortigen Aufstieg in die Landesliga und wurde dort in der Saison 2009/10 Dritter. Bereits 2009 wurden C-Mädchen, später D-Mädchen und 2011 auch B-Mädchen-Mannschaften gegründet.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten