Kuno Böge

war ein deutscher Fußballtrainer

Kuno Böge (* 10. August 1926;[1]2007 in Lägerdorf)[2] war ein deutscher Fußballtrainer.

Kuno Böge (hintere Reihe, ganz links) in der Saison 1978/79 als Trainer von Holstein Kiel

LebenBearbeiten

Böges Heimatverein war der TSV Lägerdorf, für den er als Torwart spielte.[1]

1961 übernahm Böge das Traineramt beim TSV Lägerdorf.[3] Später saß er bis 1971 beim Itzehoer SV auf der Trainerbank,[4] trat mit der Mannschaft in der Oberliga Nord an und führte den ISV unter anderem zum Gewinn des schleswig-holsteinischen Landespokalwettbewerbs.[2] Ab 1971 betreute er den BSC Brunsbüttel als Trainer. In der Saison 1972/73 wurde Böge mit Brunsbüttel Vizemeister Schleswig-Holsteins, der punktgleiche Meister Flensburg 08 besaß lediglich das bessere Torverhältnis.[5] Hernach war Böge bis 1978 Trainer des VfR Neumünster,[6] erreichte mit der Mannschaft 1977/78 die Aufstiegsrunde zur Oberliga Nord.[7]

Im Vorfeld der Spielzeit 1978/79 trat Böge das Traineramt bei Holstein Kiel an, die Mannschaft war zuvor in die 2. Fußball-Bundesliga aufgestiegen. Böge löste Aufstiegstrainer Gerd Koll ab, der aus beruflichen Gründen zurücktrat. Holstein schaffte unter Böge als Tabellenvierzehnter den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga und erreichte im DFB-Pokal das Achtelfinale.[8] Nach der Saison 1978/79 trennten sich Böge und Holstein Kiel.

Mitte Oktober 1979 wurde Böge als Nachfolger von Werner Pokropp[9] Trainer des FC St. Pauli (damals Oberliga). Böge führte die Mannschaft 1981 zum Gewinn des Meistertitels in der Oberliga Nord[10] und ins Endspiel um die deutsche Amateurmeisterschaft, welches aber verloren wurde.[11] Er blieb bis Frühjahr 1982 bei St. Pauli im Amt.[12]

Bis 1987 war er Trainer von Holsatia Elmshorn (zuletzt in der Verbandsliga Hamburg) und ab 1987 in derselben Spielklasse bei Raspo Elmshorn.[13] Die Elmshorner betreute er ebenfalls in der Saison 1988/89.[14] Böge brachte sich später beim Itzehoer SV zeitweise auch in die Vorstandsarbeit ein.[2]

Beruflich war Böge in einem Zementwerk in Lägerdorf tätig.[2]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Kuno Böge. In: dfb.de. Abgerufen am 3. März 2021.
  2. a b c d Fußballtrainer Kuno Böge. In: Fussball, 04/2007. Abgerufen am 3. März 2021.
  3. 75 Jahre TSV Lägerdorf: Auf und ab in Lägerdorf. In: Regionalsport. 30. April 2020, abgerufen am 3. März 2021.
  4. Nicht nur ehemalige Mitglieder des Itzehoer SV trauern um Günther Fuchs. In: Norddeutsche Rundschau. 13. Dezember 2020, abgerufen am 3. März 2021.
  5. "Mehr als vier Jahrzehnte für den Fußball". In: Ball-Spiel-Club Brunsbüttel e.V. Abgerufen am 3. März 2021.
  6. Geschafft: Holstein Kiel steigt auf! In: Hamburger Abendblatt. 19. Juni 1978, abgerufen am 3. März 2021.
  7. „Junge Hüpfer“ überfielen Routiniers aus Neumünster. In: Hamburger Abendblatt. 5. Juni 1978, abgerufen am 6. März 2021.
  8. Aufstieg in die 2. Liga Nord. In: Holstein Kiel. Abgerufen am 3. März 2021.
  9. St. Paulis Trainer heißt Kuno Böge. In: Hamburger Abendblatt. 17. Oktober 1979, abgerufen am 26. März 2021.
  10. Der FC St. Pauli weiß noch nicht, wie es weitergeht. In: Hamburger Abendblatt. 18. Mai 1981, abgerufen am 27. März 2021.
  11. FC St. Pauli von allen verlassen? In: Hamburger Abendblatt. 15. Juni 1981, abgerufen am 27. März 2021.
  12. Vereinshistorie. In: FC St. Pauli. Abgerufen am 3. März 2021.
  13. Kurz notiert. In: Hamburger Abendblatt. 26. November 1987, abgerufen am 3. März 2021.
  14. HSV will endlich den Aufstieg. In: Hamburger Abendblatt. 11. August 1988, abgerufen am 5. März 2021.