1. FC Magdeburg

Fußballverein aus Magdeburg, Sachsen-Anhalt, Deutschland

Der 1. Fußballclub Magdeburg e. V., kurz 1. FC Magdeburg, 1. FCM oder FCM, ist ein Fußballverein aus Magdeburg, der Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt. Er wurde am 22. Dezember 1965 durch die Ausgliederung der Fußballsektion des SC Magdeburg gegründet. Der Verein ist mit 10.492 Mitgliedern (Stand: 7. März 2023) der größte Sportverein in Sachsen-Anhalt.[2][3] Der Club trägt seine Heimspiele seit 2006 am Heinz-Krügel-Platz in der MDCC-Arena aus.[4] Am 30. Juni 2017 wurde die Ausgliederung der Lizenzspielerabteilung in die 1. FC Magdeburg Spielbetriebs GmbH abgeschlossen. Sie befindet sich zu 100 Prozent im Besitz des 1. FC Magdeburg e. V.[5] Der Verein spielt in den Farben Blau und Weiß.

1. FC Magdeburg
Emblem des 1. FC Magdeburg
Verein
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Name 1. Fußballclub Magdeburg e. V.[1]
Sitz Magdeburg, Sachsen-Anhalt
Gründung 22. Dezember 1965
Farben Blau-Weiß
Mitglieder 10.492 (Stand: 7. März 2023)[2]
Präsident Jörg Biastoch
Fußballunternehmen
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Name 1. FC Magdeburg Spielbetriebs GmbH
Gesellschafter 1. FC Magdeburg e. V.
Geschäftsführung Otmar Schork (Sport)
Alexander Wahler (kaufmännisch)
Website 1.fc-magdeburg.de
Erste Mannschaft
Cheftrainer Christian Titz
Spielstätte MDCC-Arena
Plätze 30.098
Liga 2. Bundesliga
2021/22 1. Platz   (3. Liga)
Heim
Auswärts
Ausweich

Der 1. FC Magdeburg zählt zu den erfolgreichsten und populärsten Vereinen in der Geschichte des DDR-Fußballs und mit 72 Europapokalspielen sowie 30 Spielen im UEFA Intertoto Cup zu den bekanntesten DDR-Fußballclubs in Europa. Der FCM spielte, mit Ausnahme der Saison 1966/67, von 1960 bis 1991 in der DDR-Oberliga und wurde dreimal Meister. Außerdem gewann der Club siebenmal den FDGB-Pokal und ist mit der SG Dynamo Dresden Rekordpokalsieger. 1974 gewann die Mannschaft von Trainer Heinz Krügel den Europapokal der Pokalsieger und erreichte den größten Erfolg der Vereinsgeschichte. Nach der Wende verpassten die Magdeburger den Sprung in den bezahlten Fußball und spielten von 1991 bis 2015 überwiegend im regionalen Amateurbereich. 2015 stieg der FCM in die 3. Liga auf und etablierte sich in den folgenden Jahren im Profifußball. Mit dem Aufstieg in die 2. Bundesliga als Meister der 3. Liga erreichte der 1. FC Magdeburg 2018 den größten sportlichen Erfolg seit der Wiedervereinigung.[6] Nach dem direkten Wiederabstieg spielte der FCM von 2019 bis 2022 erneut in der 3. Liga. 2022 wurde der Verein erneut Drittligameister[7] und spielt seit der Saison 2022/23 wieder in der 2. Bundesliga.

GeschichteBearbeiten

1945 bis 1979: Von den Anfängen bis zum EuropapokalsiegBearbeiten

1945 bis 1960: Die Vorläufer des 1. FC MagdeburgBearbeiten

 
SC Aufbau Magdeburg

Vor dem Ersten Weltkrieg waren in Magdeburg die Vereine Cricket-Victoria und FC Victoria aktiv. Beide spielten zwischen 1933 und 1942 zeitweise in der Gauliga Mitte, eine der damals 16 höchsten Fußballklassen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden sie – wie alle ostdeutschen Sportvereine – auf Betreiben der sowjetischen Besatzungsmacht auf Grundlage der Direktive Nr. 23 des Alliierten Kontrollrats auf Dauer verboten. Zur Weiterführung von Sportwettkämpfen wurden zunächst auf regionaler Ebene einfach organisierte Sportgemeinschaften (SG) zugelassen. Als Vorläufer des 1. FC Magdeburg gründete sich im Herbst 1945 die SG Sudenburg, die sich im Mai 1949 mit der SG Lemsdorf zur SG Eintracht Sudenburg zusammenschloss.

Nachdem 1947 Sportwettkämpfe über die Stadt- und Kreisgrenzen hinaus zugelassen worden waren, beteiligte sich die SG Sudenburg in der Saison 1947/48 an den Spielen des Fußballbezirks Magdeburg-Süd und belegte dort unter sieben Mannschaften den vierten Rang, der jedoch weder für die weiteren Qualifikationsrunden zur 1. Ostzonenmeisterschaft noch für die ab 1948 eingerichtete Landesklasse Sachsen-Anhalt reichte. Erst in der Spielzeit 1949/50 spielte die SG Eintracht Sudenburg in der Landesklasse, in der sie in der Staffel Nord den dritten Platz erreichte. Bis zu 12.000 Zuschauer verfolgten dabei die Heimspiele auf dem Sportplatz am Königsweg.

Nach der Einführung des Systems der Betriebssportgemeinschaften (BSG) in Ostdeutschland übernahm am 12. Juli 1950 das ehemalige Friedrich Krupp AG Grusonwerk, später als Schwermaschinenbau-Kombinat „Ernst Thälmann“ (SKET) bekannt, als Trägerbetrieb die SG und wandelte sie in die BSG Krupp Gruson Magdeburg um. Nach Umwandlung des Trägerbetriebes in einen Volkseigenen Betrieb bekam die BSG 1951 den Namen Stahl Magdeburg und nach Gründung der zentralen Sportvereinigung Motor für den Bereich Maschinenbau 1952 die Bezeichnung BSG Motor Mitte. Entsprechend den Vorgaben musste eine breite Palette von Sportarten angeboten werden, überregionale Bedeutung erlangte jedoch nur die Sektion Fußball.

Im Jahre 1951 wurde die Mannschaft Landesmeister und qualifizierte sich für die neue DS-Liga (später DDR-Liga). In der ersten Saison in der zweithöchsten Spielklasse erreichte Stahl Magdeburg den vierten Platz. Mit einem Schnitt von 11.000 Zuschauern hatte der Club den zweithöchsten Schnitt der zweiten Liga hinter Chemie Chemnitz. In den 1950er Jahren besaßen die Magdeburger erfolgreiche Torschützen. 1952 wurde Günter Thorhauer mit 12 Treffern Zweiter der Torschützenliste seiner Ligastaffel, ein Jahr darauf wurde Siegfried Koch mit 23 Toren zweitbester Schütze aller 26 DDR-Liga-Mannschaften.

In den folgenden Jahren gab die nunmehrige BSG Motor Mitte stets den Aufstieg in die Oberliga als Saisonziel aus. Jedoch nach guten Spielen, in denen die Spitzenreiter bezwungen wurden, folgten Leistungsabfälle, und es fehlte an Kontinuität, um am Ende einer Saison ganz oben zu stehen. Daher belegten die Magdeburger in den Jahren 1953 bis 1957 die Plätze zwei, drei oder vier. Als Mitte der 1950er Jahre die Sportvereinigungen ihre Schwerpunkt-Sportklubs entwickelten, wurde 1955 der SC Aufbau Magdeburg gegründet, dem am 23. August 1957 die Sektion Fußball der BSG Motor angegliedert wurde. Auch im Sportclub bildeten die Fußballmannschaften nur eine unter mehreren Sektionen. Als Sektion Fußball des neu gegründeten SC Aufbau Magdeburg verpasste der Verein 1957 abermals den Aufstieg. Die Saison 1958 sollte die schlechteste für die Magdeburger während ihrer DDR-Liga-Zugehörigkeit werden. Nach einer Niederlagenserie musste Trainer Johannes Manthey gehen, und für ihn wurde Fritz Wittenbecher verpflichtet. Wittenbecher führte den von Manthey begonnenen Umbau der Mannschaft fort und formte ein Team, das im folgenden Jahr den angestrebten Aufstieg in die höchste DDR-Fußballklasse Oberliga schaffte.

1960 bis 1965: Erstmals in der DDR-Oberliga und VereinsgründungBearbeiten

Nach neun Jahren in der zweitklassigen DDR-Liga spielten die Magdeburger ab 1960 in der höchsten Spielklasse des Landes, der DDR-Oberliga. Die Platzkapazität des Germerstadions reichte bei einigen Spielen nicht mehr aus, sodass die Heimspiele im Grubestadion ausgetragen wurden. 35.000 Zuschauer beim Spiel gegen Vorwärts Berlin bedeuteten einen neuen Rekord für den SC Aufbau. Drei Spieltage vor Saisonende sicherte sich Magdeburg durch ein 3:0 gegen den SC Lokomotive Leipzig den Klassenerhalt. Am Ende der Saison erreichte der SC Aufbau den siebenten Platz.

In den drei folgenden Spielzeiten kämpften die Magdeburger lange Zeit gegen den Abstieg, der Klassenerhalt wurde meistens erst an den letzten Spieltagen gesichert. Dafür gab es in der Saison 1963/64 eine Premiere. Nach Erfolgen über Aktivist Zwickau, Chemie Zeitz, Dynamo Berlin und dem SC Motor Jena stand der SC Aufbau im Finale des FDGB-Pokals. Der Gegner am 13. Juni 1964 war der SC Leipzig im Dessauer Paul-Greifzu-Stadion. Nach einer 2:0-Führung des Favoriten aus Leipzig drehten die Magdeburger das Spiel und kamen in der dritten Minute der Nachspielzeit zum 3:2-Siegtreffer durch Hermann Stöcker, der zur erstmaligen Europapokalteilnahme berechtigte. Als erster internationaler Gegner wurde Galatasaray Istanbul zugelost. Im Jahr 1965 erreichten die Magdeburger einen weiteren Mittelfeldplatz. Als erste Mannschaft überhaupt verteidigten sie den Pokaltitel im DDR-Fußball. Im Finale in Berlin ging Vizemeister Motor Jena mit 1:0 in Führung. Wie im Vorjahr drehten die Magdeburger das Spiel und errangen mit einem in der letzten Minute verwandelten Foulelfmeter den Sieg.

1965 beschloss die DDR-Sportführung, den Fußballsport intensiver zu fördern, und veranlasste die Bildung von Fußballklubs durch Herauslösung der erfolgreichsten Fußballsektionen aus den bestehenden Sportvereinen. Am 22. Dezember 1965 wurde der 1. FC Magdeburg gegründet. Für den FCM verlief die erste Saison nicht optimal, die Mannschaft stieg als Tabellenletzter in die DDR-Liga ab. Im Europapokal erreichte Magdeburg dagegen nach einem 8:1 über den FC Sion, dem höchsten Sieg in der Magdeburger Europapokal-Geschichte, das Viertelfinale. Dort setzte sich der Titelverteidiger West Ham United mit 1:0 und 1:1 durch.

1965 bis 1971: Aufschwung des 1. FC MagdeburgBearbeiten

Nach dem Abstieg übernahm der ehemalige Trainer der DDR-Nationalmannschaft Heinz Krügel das Traineramt beim FCM. Über die gesamte Saison gab es ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Post Neubrandenburg. Erst am letzten Spieltag fiel die Entscheidung um den Aufstieg im direkten Duell mit Neubrandenburg. Das 1:1 vor 45.000 Zuschauern reichte dem FCM, um den Wiederaufstieg zu schaffen.

Im darauffolgenden Jahr in der DDR-Oberliga errang der Klub als Neuling den dritten Tabellenplatz. Mit dieser Platzierung kehrte der FCM auf die internationale Bühne zurück. In der Sommerpause 1968 spielte der FCM erstmals im Intertoto-Cup und traf dabei auf die Teams Odra Opole, Jednota Trenčín und Hvidovre Kopenhagen. Im Folgejahr hatte der FCM bis zum letzten Spieltag die Chance auf den ersten Meistertitel, zwei Niederlagen in den letzten beiden Spielen bedeuteten in der Endabrechnung jedoch erneut den dritten Platz. Der Höhepunkt der Saison folgte zwei Wochen nach Abschluss der Punktspiele. Nach Siegen über Neubrandenburg, Zwickau, Chemie Leipzig und den BFC Dynamo trat man im Finale des FDGB-Pokal im Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion gegen den FC Karl-Marx-Stadt an. Nach zwei Toren von Jörg Ohm und weiteren Toren von Joachim Walter und Jürgen Sparwasser gewann der FCM mit 4:0 und feierte den dritten Pokalerfolg.

In der folgenden Europapokalsaison gewann der FCM in der ersten Runde gegen MTK Budapest. In der zweiten Runde verlor man gegen Academica Coimbra. In der Oberliga knüpften die Magdeburger nicht an die guten Leistungen der Vorjahre an. Die Saison 1970/71, die mit dem vierten Platz beendet wurde, nutzte der Klub zur weiteren Verjüngung der Mannschaft.

1971 bis 1979: Das goldene JahrzehntBearbeiten

 
Wolfgang „Paule“ Seguin 1974

In den 1970er Jahren wurde der Oberliga-Fußball der DDR in erster Linie vom 1. FC Magdeburg und der SG Dynamo Dresden geprägt. Diese Erfolge hat der FCM seinem Trainer Heinz Krügel zu verdanken, unter dessen Regie der Verein zwischen 1969 und 1974 neun DDR-Nationalspieler hervorbrachte, von denen vier im Aufgebot für die WM-Endrunde 1974 standen. Die sportlich erfolgreichsten Jahre des Magdeburger Fußballs begannen 1972, als man mit der bis zu diesem Zeitpunkt jüngsten Meistermannschaft, zum ersten Mal den DDR-Meister-Titel errang. Höhepunkte waren dabei das 2:1 gegen Dynamo Dresden vor 38.000 Zuschauern im Rahmen der Flutlichteinweihung des Grube-Stadions und ein 5:0 gegen Carl Zeiss Jena vor 45.000 Zuschauern. Mit 22.231 Zuschauern pro Spiel wurde ein neuer Besucherrekord aufgestellt.

In der folgenden Saison wurde in der Oberliga der dritte Platz belegt. Der erste Auftritt im Europapokal der Landesmeister brachte zwei Siege gegen den finnischen Titelträger Turku PS. Im Achtelfinale wartete mit dem italienischen Meister Juventus Turin ein wesentlich schwererer Gegner. 45.000 Zuschauer unterstützten ihren Klub zu Hause beim Rückspiel. Zwei 0:1-Niederlagen bedeuteten jedoch das Aus. Trotz des Ausscheidens aus dem europäischen Wettbewerb blieben die Magdeburger in der Saison 1972/73 nicht ohne Titel. Über die Stationen Motor Babelsberg, Dynamo Schwerin, Hansa Rostock und Rot-Weiß Erfurt zogen die Magdeburger zum vierten Mal in das FDGB-Pokalfinale ein. Gegner am 1. Mai 1973 im Dessauer Paul-Greifzu-Stadion war der 1. FC Lokomotive Leipzig. Wie bereits neun Jahre zuvor besiegte der FCM den gleichen Gegner, dieses Mal vor über 10.000 mitgereisten Anhängern, mit 3:2.

Der 1. FC Magdeburg nach dem Gewinn des Europapokals der Pokalsieger 1973/74

Die Spielzeit 1973/74 gilt bis heute als die erfolgreichste Saison der Vereinsgeschichte. Nachdem die Mannschaft zur Winterpause mit drei Niederlagen auf dem zweiten Tabellenplatz gelegen war, blieb sie in der Rückrunde unbesiegt. In der Schlussphase der Meisterschaft trafen an den letzten drei Spieltagen die drei direkten Konkurrenten Magdeburg, Jena und Dresden jeweils direkt aufeinander. Die junge Magdeburger Mannschaft, die mit einem Durchschnittsalter von 22,3 Jahren die jüngste Meistermannschaft in der Geschichte der DDR-Oberliga war und damit auch die Meistermannschaft von 1972 unterbot, musste ihre Duelle auswärts bestreiten und gewann beide Spiele mit 2:1 (Jena) und 1:0 (Dresden). Neben dem zweiten DDR-Meistertitel war der Gewinn des Europapokals der Pokalsieger der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte des FCM. Nachdem in den Runden zuvor NAC Breda, Baník Ostrava, Beroe Stara Sagora und im Halbfinale Sporting Lissabon besiegt wurden, siegte die Mannschaft im Endspiel im Rotterdamer Stadion De Kuip vor der Minuskulisse für Europapokalendspiele von 4644 Zuschauern gegen den Titelverteidiger AC Mailand nach Toren von Enrico Lanzi (Eigentor) und Wolfgang Seguin mit 2:0 und wurde somit zum einzigen Fußballklub der DDR, dem ein Europapokal-Triumph gelang. Darüber hinaus ist der 1. FC Magdeburg bis heute zusammen mit der Europapokalsiegermannschaft von Celtic Glasgow 1967 der einzige Verein, der ausschließlich mit Spielern aus der eigenen Region den Europapokal gewann. Dabei war die Tatsache, dass sämtliche Spieler aus dem Bezirk Magdeburg kamen, selbst für den DDR-Fußball ungewöhnlich.

Die Austragung des Europäischen Supercups gegen den Sieger des Europapokal der Landesmeister FC Bayern München wurde vom Fußballverband der DDR verboten. Der Zufall sorgte dafür, dass der Supercup im Achtelfinale des Europapokals der Landesmeister 1974/75 „nachgeholt“ wurde. Im Hinspiel im Münchner Olympiastadion führten die Magdeburger zur Halbzeit mit 2:0, in der zweiten Halbzeit drehte der FC Bayern das Spiel und gewann am Ende mit 3:2. Die 1:2-Niederlage im Rückspiel ließ die Magdeburger ausscheiden. Dennoch wurde in der Saison 1974/75 ein weiterer Titel an die Elbe geholt. Die Magdeburger Heimbilanz von elf Siegen und zwei Unentschieden legte den Grundstein für den dritten und letzten DDR-Meistertitel. Bereits einen Spieltag vor Schluss sicherte sich der FCM den Meistertitel vor Carl Zeiss Jena und Dynamo Dresden.

 
Der Gerd Müller des Ostens: Joachim Streich 1974

Auch der dritte Auftritt im Europapokal der Landesmeister war nur von kurzer Dauer. In der ersten Runde 1975/76 kam es zum Aufeinandertreffen mit dem schwedischen Titelträger Malmö FF. Einer 1:2-Niederlage in Malmö folgte ein 2:1-Erfolg in Magdeburg, sodass ein Elfmeterschießen den Sieger ermitteln musste. Obwohl die Schweden nur zweimal vom Punkt trafen, zogen sie dennoch in die nächste Runde ein, da von den fünf Magdeburger Schützen einzig Wolfgang Steinbach traf. In der Oberliga verpasste der FCM die Verteidigung des Meistertitels und erreichte mit dem dritten Platz die Qualifikation für den UEFA-Pokal.

Im Jahre 1976 endete die Trainerkarriere von Heinz Krügel beim 1. FC Magdeburg, als er auf Druck verschiedener SED-Funktionäre wegen politischer Unzuverlässigkeit abgelöst wurde. Krügel lehnte unter anderem die politische Einmischung und 1974 eine Spionageaktion gegen den Trainer des FC Bayern München Udo Lattek ab. Sein Nachfolger wurde Klaus Urbanczyk. In seiner ersten Saison führte er die Mannschaft nach Erfolgen über den AC Cesena, Dinamo Zagreb und Videoton Székesfehérvár ins Viertelfinale des UEFA-Pokals. Wie bereits fünf Jahre zuvor war der spätere Sieger Juventus Turin zu stark für die ersatzgeschwächte Magdeburger Mannschaft. Platz zwei am Ende der Oberliga-Saison bedeutete die erneute Teilnahme am UEFA-Pokal-Wettbewerb.

Im Herbst 1977 bezwangen die Magdeburger in zwei UEFA-Pokal-Spielen den Bundesliga-Tabellenführer FC Schalke 04 mit 4:2 und 3:1. Damit ist der FCM die einzige Mannschaft, die Schalke im Europapokal im Parkstadion eine Niederlage zufügte. Auch in dieser Europapokal-Saison war im Viertelfinale gegen den späteren Sieger PSV Eindhoven Schluss, wobei die Niederländer das Duell erst in der vorletzten Minute des Rückspiels für sich entschieden. In der Oberliga errangen die Magdeburger wiederum den zweiten Platz. Der Höhepunkt der Saison war der Sieg im FDGB-Pokal. Durch ein Kopfballtor von Mannschaftskapitän Manfred Zapf bezwang der FCM den späteren Meister Dynamo Dresden im Berliner Stadion der Weltjugend mit 1:0. Der Pokal ging durch den fünften Pokalerfolg endgültig in den Magdeburger Besitz über.

Nach dem fünften Pokalsieg startete der FCM erstmals nach dem Europapokal-Sieg 1974 erneut im Europapokal der Pokalsieger. Das dritte Mal in Folge kam das Aus im Viertelfinale. Banik Ostrava gelang im Rückspiel fünf Minuten vor dem Ende der entscheidende Siegtreffer. Auch in dieser Spielzeit besiegte der FCM im FDGB-Pokalfinale den zukünftigen Meister. Ein Tor von Wolfgang „Paule“ Seguin in der 101. Minute bedeutete einen 1:0-Sieg über den BFC Dynamo und Pokalsieg Nummer sechs. Spätestens mit diesem Sieg war der Ruf des Magdeburger Klubs als Pokalmannschaft besiegelt. In der Oberliga blieb der FCM erstmals seit 1972 ohne Meisterschaftsmedaille und wurde am Ende Vierter.

1979 bis 2002: Wendejahre und InsolvenzBearbeiten

1979 bis 1989: Mittelmaß in MagdeburgBearbeiten

In der Sommerpause 1979 beendeten Manfred Zapf und Jürgen Sparwasser ihre Karrieren. Im FDGB-Pokal 1979/80 schied der FCM bereits im Achtelfinale aus, in der Oberliga erreichten die Magdeburger einen vierten Platz und im Europapokal war gegen Arsenal London in der zweiten Runde Schluss. Im Rückspiel gegen die Engländer erzielte Dirk Stahmann das einhundertste Tor in der Europapokalgeschichte der Magdeburger.

Abgesehen vom dritten Platz in der Saison 1980/81 blieben seit Ende der 1970er Jahre für den 1. FC Magdeburg die großen Erfolge in der Oberliga aus. In den Spielzeiten 1981/82 und 1982/83 belegte der FCM jeweils den sechsten Tabellenplatz. Daher wurde Klaus Urbanczyk im April 1982 durch Claus Kreul abgelöst. Das Erreichen eines UEFA-Cup-Platzes war das einzige realistische Ziel. Hier schied man jedoch meistens in den ersten Runden aus, wenn auch oft gegen namhafte Gegner. 1981 schied der FCM in der zweiten Runde gegen das italienische Spitzenteam Torino Calcio aus. Ein Jahr später besiegelte Lothar Matthäus das Ausscheiden gegen Borussia Mönchengladbach in der ersten Runde. Nach einem 3:1 im Hinspiel mussten die Magdeburger fünf Minuten vor dem Ende die 0:2-Niederlage durch ein Tor von Lothar Matthäus hinnehmen.

 
Mannschaftsfoto FDGB-Pokal 1983

Mit dem siebten Gewinn des FDGB-Pokals 1983 trumpften die Magdeburger noch einmal auf. Mit etwa 25.000 mitgereisten Anhängern, die ihr Team beim 4:0-Erfolg im Stadion der Weltjugend gegen den FC Karl-Marx-Stadt unterstützten, wurde der Vereinsrekord an auswärtigen Zuschauern aufgestellt. Der Pokalsieg bescherte den Magdeburgern noch einmal ein Highlight im Europapokal der Pokalsieger 1983/84. Rund 70.000 Karten hätte der FCM für das Erstrunden-Heimspiel gegen das europäische Topteam des FC Barcelona verkaufen können. Die 32.000 Zuschauer, die eine Karte bekommen hatten, sahen dann, dass der FCM mit den großen Clubs in Europa nicht mehr mithalten konnte. Angetrieben von Bernd Schuster und einem mit drei Toren überragenden Diego Maradona gewannen die Katalanen mit 5:1. Für den FCM war das die höchste Niederlage seiner Europapokalgeschichte. Das Rückspiel in Barcelona verlor man mit 0:2.

Nach dem Karriereende der erfolgreichen Generation der 1970er Jahre wurden viele junge Spieler in den Kader integriert. Sie schafften es aber nicht, an die sportlichen Erfolge der 1970er Jahre anzuknüpfen. 1983/84 und 1984/85 wurde der fünfte Platz erreicht. Die Magdeburger hatten den Anschluss an die Oberliga-Spitze verloren, die nun von den Mannschaften BFC Dynamo, Dynamo Dresden und 1. FC Lok Leipzig gebildet wurde. Der ausbleibende Erfolg schlug sich auch in den Besucherzahlen nieder. Während bis zur Saison 1976/77 pro Partie durchschnittlich 18.000 und mehr Zuschauer in das Ernst-Grube-Stadion strömten, lag der Saisonschnitt zu Beginn der 1980er Jahre nur noch bei rund 13.000 Besuchern. Ab Mitte der 1980er Jahre lagen die Zuschauerzahlen bei etwa 10.000.

1985 beendete Joachim Streich seine aktive Spielerkarriere und wurde danach neuer Trainer des FCM. Er war zu diesem Zeitpunkt der jüngste Oberliga-Trainer. Ein erster Erfolg war das Erreichen des Europapokals nach dem vierten Platz 1985/86. Die folgende Europapokalsaison war für den FCM jedoch nach zwei Spielen wieder vorbei. Athletico Bilbao setzte sich mit einem 2:0 und einem 0:1 durch. Streich setzte die Verjüngung im Kader konsequent fort und holte hoffnungsvolle Nachwuchsleute wie Markus Wuckel, Dirk Schuster, Stefan Minkwitz oder René Schneider in die Mannschaft. Die junge Mannschaft hatte in den nächsten Jahren keine sportlichen Erfolge vorzuweisen. Der siebte Platz in der Saison 1987/88 war die schlechteste Platzierung seit 1970.

1989 bis 1995: Absturz in den AmateurfußballBearbeiten

In der Saison 1989/90 spielte der FCM mit jungen Spielern wieder um die Meisterschaft mit. Am letzten Spieltag trat die Mannschaft beim direkten Mitkonkurrenten aus Chemnitz an, verlor mit 0:1 und belegte in der Endabrechnung den dritten Platz. Der dritte Platz berechtigte zur Teilnahme am UEFA-Pokal und damit zur vorerst letzten Teilnahme an einem europäischen Pokalwettbewerb. Am Tag der deutschen Wiedervereinigung erzielte Heiko Laeßig bei Rovaniemi PS das bis dato letzte Europapokaltor. In der zweiten Runde nutzten mehr als 600 Magdeburger die neue Reisefreiheit und begleiteten ihr Team zum Spiel bei Girondins Bordeaux. Mit zwei 0:1-Niederlagen verabschiedeten sich die Magdeburger von der internationalen Bühne.

 
Dirk Heyne am 3. November 1990 in Cottbus

Durch Managementfehler verloren die Magdeburger in der Zeit nach der Wende den Anschluss an den Spitzenfußball. In der Saison 1990/91 waren nach dem dritten Platz im Vorjahr die Hoffnungen groß, dass die Qualifikation für die erste oder zweite Bundesliga gelingt. Doch der Abgang von Trainer Joachim Streich sowie verschiedener Spieler zu bundesdeutschen Vereinen konnte nicht kompensiert werden, der FCM wurde Tabellenzehnter. In der anschließenden Qualifikationsrunde zur 2. Bundesliga wurde kein Sieg errungen, was zur Folge hatte, dass der FCM ab 1991 in der drittklassigen Oberliga Nordost-Mitte spielte. Während der Saison 1991/92 lieferte sich der FCM lange Zeit ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Staffelsieg mit dem 1. FC Union Berlin. Am Ende wurde der FCM mit 13 Punkten Rückstand Zweiter. Dadurch wurde die einzige Teilnahme an der Amateurmeisterschaft möglich, bei der der FCM mit nur einem Remis aus vier Spielen den letzten Gruppenplatz belegte.

In der Saison 1992/93 waren die Magdeburger von den vorderen Plätzen weit entfernt und belegten am Ende den achten Platz. Dafür gelang durch einen 3:2-Erfolg gegen den Halleschen FC erstmals der Gewinn des 1991 ins Leben gerufenen Sachsen-Anhalt-Pokals, welcher zur Teilnahme am DFB-Pokal 1993/94 berechtigte. Nach einem Freilos in der ersten Runde war der damalige Zweitligist Wuppertaler SV zu Gast in Magdeburg. Nach einem dramatischen Spielverlauf, der FCM hatte nach einem 0:2-Rückstand in den letzten vier Minuten zwei Tore geschossen und hatte auch in der Verlängerung ausgeglichen, gewann der FCM mit 8:7 nach Elfmeterschießen und empfing in der dritten Runde den Titelverteidiger Bayer 04 Leverkusen. Der Bundesligist gewann im für lange Zeit zum letzten Mal ausverkauften Ernst-Grube-Stadion mit 5:1. In der Oberliga verfehlte der FCM am Ende der Spielzeit die Qualifikation zur neuen viergleisigen Regionalliga aufgrund des schlechteren Torverhältnisses gegenüber Hertha Zehlendorf. Ausgerechnet am 20. Jahrestag des Europapokalgewinns wurden zwei Elfmeter verschossen. Die daraus resultierende 1:2-Niederlage gegen den VfB Lichterfelde ließ den FCM in der Qualifikation für die Regionalliga scheitern.

So spielte der Verein ab der Saison 1994/95 in der viertklassigen Oberliga Nordost-Nord. Diese Saison war für den ehemaligen Europapokalsieger der vorläufige Tiefpunkt, sowohl sportlich als auch vom Zuschauerinteresse. Der Zuschauerschnitt betrug 444, und der Abstieg in die Verbandsliga wurde nur knapp abgewendet. Erst am letzten Spieltag gelang der Klassenerhalt durch einen 5:2-Erfolg bei Preußen Berlin.

1995 bis 2002: Von der Pokalsensation zur InsolvenzBearbeiten

Nach einem Jahr im Mittelfeld der Oberliga Nordost-Nord setzte sich der FCM neue Ziele. Der neue Präsident Eckhard Meyer wollte „innerhalb von zehn Jahren Bundesligafußball in einem modernen Magdeburger Stadion“ sehen. Zusammen mit dem neuen Manager Hans-Dieter Schmidt stellte er ein Team aus gestandenen Profis wie Frank Lieberam und Jörg Kretzschmar sowie Talenten aus dem eigenen Nachwuchs zusammen, das sich in der Spielzeit 1996/97 in der Oberliga Nordost-Süd den Aufstieg zum Ziel setzte. In dieser Saison war mit Fortuna Magdeburg ein zweiter Verein aus Magdeburg in die Oberliga aufgestiegen. Sowohl beiden Lokalderbys als auch dem Schlüsselspiel gegen den FSV Hoyerswerda wohnten bis zu 10.000 Zuschauer bei; insgesamt kamen wieder durchschnittlich rund 3000 Zuschauer zum FCM ins Ernst-Grube-Stadion. Am Ende stieg der 1. FC Magdeburg als Staffelsieger in die Regionalliga Nordost auf.

 
Ernst-Grube Stadion

Nachdem in der Spielzeit 1997/98 der Klassenerhalt in der Regionalliga und der zweite Landespokal mit einem 4:1 über Lok/Altmark Stendal gesichert worden war, spielte der FCM im folgenden Jahr bis wenige Spieltage vor Saisonende um den Aufstieg in die zweite Bundesliga mit. Am Ende erreichte man den dritten Platz. Trotz namhafter Neuzugänge wie Bodo Schmidt wurde im nächsten Jahr nur der zehnte Platz erreicht. Damit stand nach drei Jahren wegen der Regionalligareform ab 2000/01 erneut die Viertklassigkeit in der Oberliga an. Der dritte Gewinn des Landespokals gelang der zweiten Mannschaft des FCM.

Im DFB-Pokal 2000/01 sorgte die Magdeburger Mannschaft für Aufsehen, als sie gegen den 1. FC Köln, den FC Bayern München und den Karlsruher SC gewann und erst im Viertelfinale am späteren Sieger FC Schalke 04 knapp mit 0:1 scheiterte. In dieser Spielzeit erzielte der FCM in der Oberliga Nordost-Süd 120 Tore. Am Ende der Saison schaffte die Mannschaft den Wiederaufstieg in die Regionalliga in den Relegationsspielen gegen den Sieger der Oberliga Nordost-Nord, BFC Dynamo. Finanziell war der Aufstieg allerdings nicht abgesichert. So war der Etat für die Regionalligasaison in Höhe von sechs Millionen DM nur unzureichend gedeckt, weshalb eine Bürgschaft in Höhe von fünf Millionen DM erbracht werden musste. In einer zweitägigen Spendenaktion sammelten Fans mehr als eine Million DM, was zwei lokale Banken veranlasste, für den restlichen Betrag zu bürgen. Zudem wurde der Landespokal zum vierten Mal, dieses Mal wieder durch die erste Mannschaft, gewonnen.

In der Saison 2001/02 schaffte der FCM in der Regionalliga den sportlichen Klassenerhalt. Mit über 4500 Zuschauern pro Spiel wurde der Besucherschnitt erneut gesteigert. Dennoch kam es zum vorläufigen Tiefpunkt der Vereinsgeschichte: Wie im Vorjahr stellte der DFB Auflagen zur Erteilung der Lizenz. Eine zweite sichere Finanzierung gelang dem Klub jedoch nicht. 2002 wurde ein Insolvenzverfahren beantragt, was mit dem Zwangsabstieg aus der Regionalliga verbunden war.[8]

2002 bis 2015: Von der Insolvenz in den ProfifußballBearbeiten

2002 bis 2006: Neuaufbau für Liga 2Bearbeiten

 
Heinrich-Germer-Stadion

Alle Spieler der ersten Mannschaft bis auf den neuen Mannschaftskapitän Mario Kallnik verließen den Verein. Die zweite Mannschaft rückte aus der Verbandsliga auf, um in der Oberliga den Klassenerhalt zu schaffen, was mit einem zehnten Platz gelang. Durch einen 2:0-Sieg über den 1. FC Lok Stendal wurde zum fünften Mal der Landespokal gewonnen. Trotz der Rückschläge änderte sich der Zuschauerschnitt nur unwesentlich.

In den folgenden Jahren wurde der Verein neu strukturiert. Die finanzielle Konsolidierung stand nach der Insolvenz im Mittelpunkt. Der 1. FC Magdeburg setzte sich das Ziel, mittelfristig in der 2. Bundesliga zu spielen. 2004 beschloss der Magdeburger Stadtrat den Abriss des Ernst-Grube-Stadions und Neubau einer modernen Fußballarena. Dadurch musste der FCM ab Februar 2005 seine Heimspiele im Heinrich-Germer-Stadion austragen.

Die Mannschaft wurde in dieser Zeit unter der Führung ihres neuen Trainers, dem Magdeburger Urgestein Dirk Heyne, und des neuen Managers Bernd Hofmann neu aufgestellt und erreichte den dritten (2003/04) und den fünften Platz (2004/05), bevor der Club in der Saison 2005/06 als Oberliga-Meister in die Regionalliga aufstieg. Mit einem 1:0-Sieg über den SV 09 Staßfurt wurde zum sechsten Mal der Landespokal gewonnen.

2006 bis 2009: An der Schwelle zum ProfifußballBearbeiten

In der Saison 2006/07 sollte der Klassenerhalt geschafft werden. Mit dem neuen Stadion im Rücken begann die Mannschaft – nach anfänglichen Schwierigkeiten zu Beginn der Saison – nach der Winterpause eine Siegesserie. Es sah lange Zeit danach aus, als würde dem FCM nach dem FC Gütersloh und dem FC Carl Zeiss Jena als dritte Mannschaft der Durchmarsch von der vierten in die zweite Liga gelingen. Obwohl drei Spieltage vor Schluss der Vorsprung auf einen Nicht-Aufstiegsplatz fünf Punkte betragen hatte, wurde die Mannschaft von Dirk Heyne am letzten Spieltag vom VfL Osnabrück abgefangen und belegte nur den dritten Platz. Die entscheidende Partie gegen den FC St. Pauli war mit über 25.000 Zuschauern das erste ausverkaufte Punktspiel im neuen Stadion.[9] Im Landespokal machte die zweite Mannschaft erneut das vorzeitige Ausscheiden der „Ersten“ wett und holte durch ein 3:0 gegen Preußen Magdeburg den siebten Titel für den Verein.

 
1. FC Magdeburg gegen Eintracht Braunschweig 2008

Die Vereinsführung gab für die Saison 2007/08 die Qualifikation zur dritten Liga als Ziel aus. Noch vor dem Start der Regionalliga stand die erste Runde im DFB-Pokal an. Bundesligist Borussia Dortmund war zu Gast und siegte mit 4:1. In der Liga konnte die Mannschaft nicht an die Erfolge aus der Vorsaison anknüpfen. Vor allem der Abgang des besten Stürmers Aleksandar Kotuljac konnte nicht kompensiert werden. Als die Mannschaft nach der Hinrunde unterhalb des zehnten Platzes stand, wurde Dirk Heyne im Dezember von seinen Aufgaben entbunden und durch Paul Linz ersetzt.[10][11] Trotz prominenter Neuverpflichtungen in der Winterpause verpasste der Club am letzten Spieltag den Sprung in den bezahlten Fußball und spielte ab der Saison 2008/09 in der nun viertklassigen Regionalliga. Das Zuschauerinteresse war trotzdem ungebrochen, der Zuschauerschnitt bei den Heimspielen lag bei 12.000. Im Landespokal erreichte die Mannschaft das Finale gegen den Halleschen FC, das mit einer 3:4-Niederlage nach Elfmeterschießen endete.

Für die neue Spielzeit wurde der FCM als Aufstiegsfavorit gehandelt. Nach einem Saisonstart mit drei Niederlagen in vier Spielen startete die Mannschaft eine Siegesserie, sodass der Club in der Winterpause den zweiten Platz belegte. Nach einem missglückten Rückrundenstart mit nur einem Sieg aus den ersten sechs Spielen nach der Winterpause und einem Rückstand von zehn Punkten auf Holstein Kiel wurde im März 2009 Paul Linz von seinen Aufgaben freigestellt. Steffen Baumgart übernahm als verantwortlicher Übungsleiter. Am Ende der Saison erreichte die Mannschaft den vierten Platz und das Endspiel um den Landespokal. In einer Neuauflage besiegten die Magdeburger den Halleschen FC vor knapp 13.000 Zuschauern mit 1:0. Der Zuschauerschnitt lag bei über 8600 Besuchern pro Punktspiel und war der höchste der 54 Regionalligisten.

2009 bis 2012: Tristesse und sportlicher AbsturzBearbeiten

Mit dem Sieg im Landespokal war die Qualifikation für die 1. Hauptrunde des DFB-Pokals 2009/10 verbunden. Dort traf man auf Bundesligaabsteiger Energie Cottbus und verlor mit 1:3. Zur Winterpause der Saison 2009/10 belegten die Magdeburger den fünften Tabellenplatz. Die Zielsetzung konnte nicht erreicht werden. Daraufhin wurde im März Trainer Baumgart beurlaubt und durch den Leiter des Nachwuchsleistungszentrums Carsten Müller ersetzt, der die Mannschaft bis Saisonende betreute. Am Ende wurden der Aufstieg und der Gewinn des Landespokals verpasst; der Zuschauerschnitt sank in der Folge deutlich.

 
Der Abwärtstrend konnte auch von Ruud Kaiser nicht gestoppt werden

Nachdem zweimal der Aufstieg in die 3. Liga verpasst worden war, sollte die Saison 2010/11 zum Neuaufbau der Mannschaft unter Trainer Ruud Kaiser genutzt werden. Dafür mussten 13 Spieler den Verein verlassen. Im Gegenzug wurden mehr als zehn neue Akteure verpflichtet. Der Saisonstart war erfolgreich mit zehn Punkten aus den ersten vier Spielen. In den folgenden Wochen rutschte die Mannschaft bis zur Winterpause auf den 13. Tabellenplatz ab. Auch in der Rückrunde trat trotz weiterer Neuverpflichtungen keine Verbesserung ein, sodass Kaiser im März 2011 von seinen Aufgaben freigestellt und durch den bisherigen Trainer der 2. Mannschaft Wolfgang Sandhowe ersetzt wurde. Der Klassenerhalt wurde erst durch eine Serie von vier Siegen in den letzten vier Spielen sichergestellt. Fünf Siege in 17 Heimspielen bedeuteten am Ende die schlechteste Heimbilanz des FCM seit der Vereinsgründung. Als Konsequenz aus dem sportlichen Misserfolg trat das komplette Präsidium um Volker Rehboldt zurück.[12] Neuer Präsident wurde Peter Fechner.

Der Abwärtstrend setzte sich auch in der Saison 2011/12 fort. Der neue Sportchef Detlef Ullrich leitete einen erneuten Umbruch ein und verpflichtete überwiegend junge Spieler. Nach einem Saisonstart mit nur einem Sieg aus den ersten zehn Spielen wurde Wolfgang Sandhowe als Trainer beurlaubt. Der bisherige Co-Trainer Ronny Thielemann wurde Cheftrainer. Aber auch Thielemann konnte den Negativtrend nicht stoppen, sodass er in der Rückrunde nach einer Reihe von Misserfolgen zum Assistenten von Carsten Müller degradiert wurde. Sportdirektor Detlef Ullrich, der zwischenzeitlich auch den Cheftrainerposten übernommen hatte, wurde noch vor Saisonende freigestellt.[13] Ronny Thielemann wechselte zur neuen Saison in die Nachwuchsabteilung. Der 1. FC Magdeburg beendete die Saison auf dem letzten Platz, stieg jedoch nicht ab, da die Regionalliga im selben Jahr reformiert wurde. Die Fans stellten gegen Saisonende die Unterstützung ein, um einen Protest gegen den Misserfolg der letzten Jahre zum Ausdruck zu bringen. Die Saison ging mit nur einem Heimsieg als eine der schlechtesten Spielzeiten in die Vereinsgeschichte ein. Neben dem sportlichen Absturz sorgte der Fall Daniel Bauer bundesweit für Aufsehen. Nach dessen Angaben bedrohten Magdeburger Fans den Kapitän vor seinem Wohnhaus. Bauer löste daraufhin seinen Spielervertrag auf.[14]

2012 bis 2015: Von der Aufbruchstimmung in den ProfifußballBearbeiten

Für die neue Spielzeit wurde die sportliche Leitung komplett ausgetauscht. Für das Präsidium wurde Mario Kallnik verpflichtet. Er war verantwortlich für Sport und Finanzen. Andreas Petersen von Germania Halberstadt wurde als neuer Cheftrainer präsentiert.[15] Die ehemaligen Spieler Frank Windelband und Christian Beer vervollständigten den Trainerstab. Marco Kurth wurde neuer Kapitän. Die neue sportliche Führung analysierte sämtliche Strukturen und verpflichtete zwölf neue Spieler, außerdem erhielten mehrere junge Spieler aus dem eigenen Nachwuchs einen Vertrag für die erste Mannschaft. 13 Spieler verließen den Verein. Sportlich war in der Saison 2012/13 ein klarer Aufwärtstrend zu erkennen. Die Mannschaft beendete die Spielzeit auf dem sechsten Platz. Am 31. Mai 2013 gewann der FCM vor 13.300 Zuschauern den Sachsen-Anhalt-Pokal. Im Finale wurde Germania Halberstadt mit 3:1 nach Verlängerung bezwungen. Damit hatte der 1. FC Magdeburg das Startrecht für den DFB-Pokal 2013/14. Dort traf die Mannschaft wie bereits 2009 auf Energie Cottbus und unterlag mit 0:1.

 
Torjäger Christian Beck

Für die Saison 2013/14 wurde von der Vereinsführung das Ziel „Obere Tabellenhälfte“ ausgegeben. Kurz nach dem Start der Saison wurde Marco Kurth nach Differenzen mit Cheftrainer Petersen als Kapitän abgesetzt. Er beendete daraufhin seine Karriere. Sein Nachfolger wurde Marius Sowislo. In der Liga setzte sich der Aufschwung fort und der FCM war lange Zeit einziger Verfolger der TSG Neustrelitz. Mit sieben Punkten Rückstand startete die Mannschaft in die Rückrunde. Das entscheidende Aufeinandertreffen verlor der Club mit 1:2. Somit war das Aufstiegsrennen entschieden. Der Vertrag mit Cheftrainer Petersen lief am Saisonende aus; wegen seiner fehlenden Fußballlehrerlizenz wurde von einem weiteren Engagement abgesehen.[16] Am 14. Mai 2014 verteidigte der FCM den Landespokal. Im Finale siegte die Mannschaft beim Halleschen FC mit 3:0 in der Verlängerung. Die Mannschaft verbesserte sich auch im zweiten Jahr nach dem Umbruch und beendete die Saison auf dem zweiten Platz.

Am 1. Juli 2014 übernahm Jens Härtel den 1. FC Magdeburg.[17][18] Ronny Thielemann wurde erneut Co-Trainer. Als Ziel wurde der Aufstieg ausgegeben. Die Punktspielsaison begann für den selbsterklärten Staffelfavoriten mit lediglich elf Punkten aus den ersten zehn Partien. Nach der Heimspielniederlage am 10. Spieltag gegen die TSG Neustrelitz stand Härtel in der öffentlichen Kritik, blieb aber Trainer. Im Anschluss begann der FCM eine Serie, die zum Abschluss der Hinrunde auf Platz drei führte. In der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals 2014/15 traf die Mannschaft am 17. August 2014 auf den FC Augsburg und besiegte den Bundesligisten mit 1:0. In der zweiten Runde unterlag man Bayer 04 Leverkusen nach dramatischem Spiel im Elfmeterschießen. Im Landespokal unterlag die Mannschaft im Halbfinale dem Halleschen FC. Die Rückrunde war geprägt durch ein Kopf-an-Kopf Rennen um den Staffelsieg mit dem FSV Zwickau. Am 17. Mai 2015 stand der 1. FC Magdeburg durch einen 4:1-Auswärtssieg bei Hertha BSC II am vorletzten Spieltag vorzeitig als Meister der Regionalliga Nordost fest.[19] In den Aufstiegsspielen zur Dritten Liga traf man auf den Sieger der Regionalliga Südwest, Kickers Offenbach. Das Hinspiel gewann der FCM zuhause durch ein Tor von Nicolas Hebisch 1:0. In Offenbach geriet man früh in Rückstand, konnte das Spiel aber noch vor der Halbzeit durch Lars Fuchs und Felix Schiller drehen. Das 3:1 und die endgültige Entscheidung zugunsten des FCM besorgte Hinspieltorschütze Hebisch. Somit spielte der 1. FC Magdeburg ab der Saison 2015/16 im deutschen Profifußball.[20][21][22]

Seit 2015: Profifußball in MagdeburgBearbeiten

2015 bis 2018: Auf der Euphoriewelle in die 2. BundesligaBearbeiten

Durch den Drittligaaufstieg ließ der Verein, 25 Jahre nach der Wende, den Amateurfußball hinter sich. Sportlich musste die Mannschaft den Abgang von Leistungsträger Nico Hammann verkraften, der sich dem SV Sandhausen anschloss. Der Kader wurde überwiegend mit Spielern aus der Regionalliga verstärkt. Das Härtel-Team startete überraschend gut in die Saison. Die ersten drei Heimspiele, allesamt Ostderbys, wurden gewonnen. Nach einer starken Hinrunde setzte sich die Mannschaft in der oberen Tabellenhälfte fest. Außerdem stieg der Zuschauerschnitt auf über 18.000 Zuschauer an. Am 22. Dezember 2015 feierte der Verein mit einem Festakt seinen 50. Geburtstag, zu dem ehemalige Spieler und Trainer, aber auch hochrangige Landespolitiker, wie Ministerpräsident Reiner Haseloff und Oberbürgermeister Lutz Trümper geladen waren. Im Januar 2016 sorgte der Verein mit der Verpflichtung von Maik Franz als Assistent der Geschäftsführung für Aufsehen. Er soll die Sportkompetenz im Verein stärken und ein Scoutingsystem aufbauen.[23] Der FCM beendete die Saison auf dem vierten Platz. Im Landespokal wurde das Finale gegen den Halleschen FC mit 1:2 verloren.

 
DFB-Pokalspiel gegen den FC Augsburg (2017)

Im Sommer 2016 verließen acht Spieler den Verein, darunter beendeten die Publikumslieblinge Lars Fuchs, Silvio Bankert und Matthias Tischer ihre Karrieren. Fuchs wurde Trainer der U17 des FCM, Tischer Torwarttrainer der ersten Mannschaft und Bankert zweiter Co-Trainer von Jens Härtel. Sieben neue Spieler wurden verpflichtet. Am 21. August 2016 wurde das Erstrundenspiel im DFB-Pokal gegen Eintracht Frankfurt nach Elfmeterschießen verloren. Die Hinrunde wurde am 17. Dezember 2016 auf Platz 2 abgeschlossen. Abseits der sportlichen Erfolge sorgte der Verein für Negativschlagzeilen. Das Sportgericht des DFB hat den FCM wegen Ausschreitungen beim Pokalspiel gegen Frankfurt zu zwei Zuschauerteilausschlüssen und einer Geldstrafe verurteilt. Nachdem bei einer baudynamischen Untersuchung in der Drittliga-Partie gegen Hansa Rostock festgestellt worden war, dass durch rhythmisches Hüpfen der Fans die Gefahr von Statikproblemen bestand, sprach die Stadt Magdeburg im November 2016 eine Nutzungsuntersagungsverfügung für alle Tribünen und Blöcke der MDCC-Arena aus. Dies führte zu einer heftigen Auseinandersetzung zwischen Fans, Verein und der Stadt. Am Ende stimmten die Magdeburger Ultras einem „Hüpfverbot“ zu. Am 8. Juni 2017 hat sich der Magdeburger Stadtrat für einen Stadionumbau zur notwendigen Ertüchtigung der Fantribüne und des Gästeblocks entschieden. In der MDCC-Arena finden zukünftig 30.000 Zuschauer einen Platz. Die Umbaukosten belaufen sich auf 5,9 Millionen Euro. Der FCM beendete die Drittligasaison erneut auf Platz vier und gewann durch einen 1:0-Sieg gegen Germania Halberstadt den Landespokal.

 
Jens Härtel (2018) nach dem Aufstieg des 1. FC Magdeburg
 
Empfang der Mannschaft durch die Stadt Magdeburg (2018)

Mit zehn Zugängen startete die Mannschaft in die Saison 2017/18. Am 13. August 2017 schlug der FCM in der ersten DFB-Pokal-Hauptrunde den Bundesligisten FC Augsburg, schied aber in der zweiten Runde gegen Titelverteidiger Borussia Dortmund aus. Die Punktspielsaison begann denkbar schlecht: Deutlich verlor der als Aufstiegskandidat gehandelte FCM mit 1:4 bei der SG Sonnenhof Großaspach. Die Hinrunde wurde auf dem zweiten Platz beendet. Mit einem 2:1 bei Verfolger SV Wehen Wiesbaden am 13. April 2018 stellte der FCM die Weichen endgültig auf Aufstieg; eine Woche zuvor war bereits der Karlsruher SC mit 2:0 besiegt worden. Der Aufstieg in die 2. Bundesliga stand am 35. Spieltag nach einem 2:0-Heimsieg gegen Fortuna Köln fest.[24] Am 12. Mai 2018 siegte die Mannschaft, begleitet von fast 6000 Fans, bei Sportfreunde Lotte und sicherte sich somit die Meisterschaft der 3. Liga. Mit 85 Punkten wurde der Punkterekord von Eintracht Braunschweig eingestellt. Dazu wurden 27 Siege eingefahren, der Bestwert der zehnjährigen Geschichte der 3. Liga.[25] Außerdem wurden Jens Härtel als bester Trainer und Philip Türpitz als bester Spieler der Drittligasaison 2017/18 geehrt.[26] Am 21. Mai 2018 verteidigte die Mannschaft im Landespokalfinale gegen Lok Stendal den Titel.

2018 bis 2021: Umbruch und AbstiegssorgenBearbeiten

In der Saison 2018/19 spielte der 1. FC Magdeburg in der 2. Bundesliga. Neben dem Hamburger SV zählte der Verein zu den Neulingen der Liga. Der erste Sieg der Zweitliga-Historie des 1. FC Magdeburg gelang am 8. Spieltag mit einem 1:0 beim SV Sandhausen. Weil die Mannschaft aber in den ersten 13 Spielen insgesamt nur 9 Punkte erzielen konnte, wurden Cheftrainer Jens Härtel und Co-Trainer Ronny Thielemann am 12. November 2018 freigestellt.[27] Zwei Tage später wurde Michael Oenning als neuer Cheftrainer vorgestellt.[28] Im Winter wurden die Spieler Jan Kirchhoff, Giorgi Loria, Timo Perthel und Steven Lewerenz verpflichtet. Trotz eines kleinen Aufschwungs zu Beginn der Rückrunde und einzelnen Achtungserfolgen (u. a. einem 2:1-Auswärtssieg beim Hamburger SV) konnte der direkte Abstieg in die 3. Liga nicht verhindert werden. Im eigenen Stadion gelangen dem FCM dabei lediglich zwei Siege. Oennings zum Saisonende auslaufender Vertrag wurde nicht verlängert.[29]

Eine schnelle Rückkehr in die 2. Bundesliga wurde angepeilt, doch zunächst konnte man weder an die sportlichen Erfolge noch an die personelle Kontinuität der Härtel-Jahre anknüpfen. Am 21. Mai 2019 hatte man Stefan Krämer als neuen Cheftrainer präsentiert[30], sich aber nach nur 20 Spielen wieder von diesem getrennt. Als Nachfolger wurde Claus-Dieter Wollitz geholt[31], auf den die Magdeburger Fans mit Ablehnung reagierten. Unter ihm gelang dem Team in sieben Spielen nur ein Sieg, sodass der Club nach dem 27. Spieltag nur noch einen Punkt vor den Abstiegsplätzen lag. Bei diesem Tabellenstand wurde die Saison aufgrund der COVID-19-Pandemie zunächst unterbrochen und ab Ende Mai vor leeren Rängen fortgeführt. Nach anhaltender Erfolglosigkeit wurde Wollitz am 10. Juni 2020 freigestellt; auch Sportdirektor Maik Franz wurde seines Amtes enthoben. Geschäftsführer Mario Kallnik übernahm die sportliche Leitung und installierte U-19-Trainer Thomas Hoßmang interimsweise[32], der die Mannschaft zum Klassenerhalt führen konnte. Im Anschluss wurde sein Cheftrainervertrag bis Juni 2022 verlängert.

Wegen der anhaltenden Pandemie musste man auch in der neuen Saison 2020/21 – mit Ausnahme der ersten vier Heimspiele, bei denen jeweils ca. 5000 Fans zugegen waren – ohne Zuschauer spielen. Schon früh geriet Magdeburg erneut in den Abstiegskampf, woraufhin sich Mario Kallnik im November wieder aus der sportlichen Führung zurückzog. Ihm folgte Otmar Schork, der langjähriger Geschäftsführer beim SV Sandhausen gewesen war.[33] Als es Hoßmang auch zu Beginn der Rückrunde nicht gelungen war, den FCM aus der Abstiegszone zu führen, trat er von seinem Amt zurück. Neuer Cheftrainer wurde am 12. Februar 2021 Christian Titz.[34] Mit einer zwischenzeitlichen Serie von elf ungeschlagenen Spielen und neuer Offensivstärke – als essentiell erwies sich hier vor allem die Verpflichtung von Barış Atik, der in 15 Spielen 15 Scorerpunkte sammeln konnte – schaffte der FCM bereits am 35. Spieltag den Klassenerhalt. Zum Ende der Saison verließ mit Christian Beck der letzte Spieler, der beide Aufstiege erlebt hat, den Verein. Im letzten Spiel gegen die SpVgg Unterhaching erzielte er sein 149. und letztes Pflichtspieltor für den 1. FC Magdeburg. Er ist damit der drittbeste Torschütze der Vereinsgeschichte.

Seit 2021: Rückkehr in die 2. Bundesliga unter Christian TitzBearbeiten

 
Drittligaspiel: 1. FC Magdeburg vs. FSV Zwickau am 24. April 2022. Jubel nach dem 3:0 durch Kai Brünker

Im ersten Heimspiel der Saison 2021/22 wurde gegen den SC Freiburg II zum ersten Mal seit dem 29. Februar 2020 (Heimspiel gegen Carl Zeiss Jena vor 17.000 Fans) wieder eine fünfstellige Zuschauerzahl zugelassen. In der Hinserie konnte der FCM nahtlos an den erfolgreichen Schlussspurt der Vorsaison anknüpfen und sich früh an die Tabellenspitze setzen. Mit einem 5:2-Auswärtserfolg bei 1860 München am 18. Spieltag sicherte sich der Club die Herbstmeisterschaft. Auch im neuen Jahr blieb der FCM zunächst ungeschlagen und konnte sich zunehmend von der Konkurrenz absetzen. Beim 5:4-Sieg gegen den SC Verl am 34. Spieltag stellte Barış Atik vorzeitig einen neuen Drittliga-Rekord für die meisten Scorer-Punkte innerhalb einer Saison auf. Eine Woche darauf, am 24. April 2022, siegte der FCM mit 3:0 gegen den FSV Zwickau und schaffte damit schließlich den vorzeitigen Zweitligaaufstieg sowie die zweite Drittligameisterschaft in der Vereinsgeschichte.[35][36][37] Die 26.340 Zuschauer bedeuteten zudem einen neuen Zuschauerrekord in der MDCC-Arena.

Für die Saison 2022/23 wurde von der Vereinsführung um Otmar Schork das Ziel, „eine sorgenfreie Saison“ zu spielen, ausgegeben.[38] Hierfür wurden 14 Neuzugänge verpflichtet, darunter der ehemalige italienische Nationalspieler Cristiano Piccini. Die Hinserie beendete man mit 17 Punkten auf einem direkten Abstiegsplatz.

VereinsstrukturBearbeiten

StrukturBearbeiten

Die Mitgliederversammlung ist das oberste Beschlussorgan und wählt die Mitglieder des Aufsichtsrats. Der Aufsichtsrat bestellt das Präsidium des Vereins und die Geschäftsführung der Spielbetriebs GmbH. Die Mitglieder beider Gremien führen ihre Ämter ehrenamtlich aus. Am 19. Februar 2017 votierten auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung 1221 stimmberechtigte Mitglieder für die Ausgliederung der Lizenzspielerabteilung aus dem eingetragenen Verein (e. V.). Matthias Niedung führt seit dem 3. Mai 2022 den Aufsichtsrat und löste nach 11 Jahren Lutz Petermann an der Spitze des Kontrollgremiums ab.[39][40] Niedung ist kein klassischer Vertreter aus der Politik oder Wirtschaft. Er kommt von der Basis und sitzt seit November 2015 als Vertreter der aktiven Fanszene im Aufsichtsrat.[41] Der bisherige AR-Chef Petermann wurde zu seinem Stellvertreter gewählt.

Der ehemalige Geschäftsführer der Magdeburger Weiße Flotte GmbH Peter Fechner war vom 15. April 2011 bis zum 30. Juni 2022 Vereinspräsident.[42] Mit einer Amtszeit von mehr als 11 Jahren war er der längste amtierende Präsident in der Geschichte des 1. FC Magdeburg. Am 1. Juli 2022 trat Jörg Biastoch die Nachfolge an.[43][44] Fechner bleibt dem Verein als Ehrenpräsident erhalten. Nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga und sportlich enttäuschenden Jahren wurde die Führungsebene der GmbH im November 2020 umstrukturiert.

Mario Kallnik führte die Spielbetriebs GmbH vom 1. Januar 2016 bis zum 31. März 2022 in alleiniger Verantwortung und trieb die Professionalisierung des 1. FC Magdeburg voran.[45] Nachdem er sich im November 2020 aus der sportlichen Leitung zurückgezogen hatte, verantworte er noch den kaufmännischen Bereich.[46] Am 2. Mai 2022 gab er bekannt seinen Vertrag nicht verlängern und den 1. FCM nach 21 Jahren verlassen zu wollen.[47] Seine Nachfolge als kaufmännischer Geschäftsführer trat am 1. Juli 2022 Alexander Wahler an.[48] Den gesamten sportlichen Bereich verantwortet seit dem 7. November 2020 Otmar Schork. Am 1. April 2022 wurde er vom Aufsichtsrat zum Geschäftsführer Sport befördert.[49]

 
Von 2016 bis 2022 war Mario Kallnik (2014) Geschäftsführer der 1. FC Magdeburg Spielbetriebs GmbH

AufsichtsratBearbeiten

  • Vorsitzender: Matthias Niedung, Berater für Datenschutz und IT-Sicherheit
  • Stellvertreter: Lutz Petermann, Prokurist und Generalbevollmächtigter Projekte Ennex Solutions GmbH
  • Thomas Fischbeck, Vorstand MWG-Wohnungsgenossenschaft Magdeburg
  • Peter Lackner, Geschäftsführer Wohnungsbaugesellschaft Magdeburg mbH
  • Maik Nicklaus, Geschäftsführer MN Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH
  • Robert Weidemann, Geschäftsführender Gesellschafter Weidemann-Gruppe
  • Andreas Fedorczuk, Technischer Geschäftsführer Städtische Werke Magdeburg GmbH und Co. KG

PräsidiumBearbeiten

  • Präsident: Jörg Biastoch (verantwortlich für Struktur, Führung, Mitgliederverwaltung, Presse und Kommunikation)
  • Vizepräsident: Hagen Hoffmann (verantwortlich für Recht)
  • Marius Sowislo (verantwortlich für Marketing und Sport)
  • Dirk Weber (verantwortlich für Geschäftsstellenorganisation, Finanzen und Controlling)

SponsorenBearbeiten

WirtschaftspartnerBearbeiten

 
MDCC-Arena

Der FCM kooperiert seit Jahrzehnten mit zahlreichen Unternehmen. Zu DDR-Zeiten war das in Magdeburg ansässige Schwermaschinenbau-Kombinat „Ernst Thälmann“ (SKET) Partner des Vereins. Nach der Wende kämpfte der Club um die Unterstützung der regionalen Wirtschaft.

Der 1. FC Magdeburg erfreut sich eines großen Businessnetzwerks aus Persönlichkeiten der unterschiedlichsten Branchen. Im Rahmen der 5 Partnerkategorien (Platin, Gold, Silber, Bronze und Hospitality) bietet der Verein seinen Wirtschaftspartnern individuelle Werbepakete. Die grundlegenden Rechte, welche im Rahmen eines Engagements eingeräumt werden, können je nach Wunsch und Ziel des Vertragspartners gestaltet und ergänzt werden. Platin-Partner des 1. FC Magdeburg sind Hasseröder, Humanas, die Städtischen Werke Magdeburg (SWM) und die Wobau Magdeburg (Stand Juli 2022).[50] Seit 2021 ist das Pflegeunternehmen Humanas Trikotsponsor des 1. FC Magdeburg.[51] Der geschäftsführende Gesellschafter der Humanas GmbH & Co KG Jörg Biastoch übernahm am 1. Juli 2002 das Präsidentenamt des Vereins. Ausrüster ist seit 2004 das Unternehmen Uhlsport. Der Vertrag läuft bis 2023.[52]

Hauptsponsor Zeitraum Branche
Jägermeister 1990–1996 Spirituosenhersteller
Gothaer Versicherungen 1996–1998 Versicherung
Plan-Bau JK 1998–2001 Bauunternehmen
AMIS 2001–2002 Finanzdienstleistungen
MEDENT 2003–2005 Gesundheitswesen
MDCC Magdeburg-City-Com 2006 Telekommunikation
Wernesgrüner 2006–2010 Bierbrauerei
Camp David 2010–2011 Modeunternehmen
Ottostadt Magdeburg 2012 Stadtmarketing
LITHOSCAN crossmedia 2012 Druck und Direktmarketing
eab Solar 2012–2014 Elektro-/Solartechnik
FAM Magdeburger Förderanlagen und Baumaschinen 2014–2018 Tagebau-, Lager- und Umschlagtechnik
sunmaker 2018–2021 Sportwetten
Humanas seit 2021 Pflegeunternehmen

Namensrechte der MDCC-ArenaBearbeiten

Das Stadion wurde 2006 unter der Bezeichnung „Stadion Magdeburg“ eröffnet. Im Juli 2009 wurde der Telekommunikationsanbieter „MDCC Magdeburg-City-Com“ durch einen Sponsoringvertrag mit der Stadt Magdeburg Namensgeber, woraufhin das Stadion in MDCC-Arena umbenannt wurde. Der Vertrag läuft bis zum 30. Juni 2024, erlaubt bei einem finanziell höheren Angebot jedoch einen Quereinstieg. Die Fans des 1. FC Magdeburg setzen sich für eine Umbenennung in „Heinz-Krügel-Stadion“ ein.[53] Im Sprachgebrauch ist der Name „Heinz-Krügel-Stadion“, kurz „HKS“, bereits etabliert. Teilweise wird auch der Name des vorherigen Stadions an gleicher Stelle, Ernst-Grube-Stadion, verwendet.[54]

Die Spielstätten des VereinsBearbeiten

Heinrich-Germer-StadionBearbeiten

 
Heinrich-Germer-Stadion

1920 wurde im Magdeburger Stadtteil Sudenburg ein neues Stadion errichtet. Der „Sportplatz am Königsweg“ wurde zur Heimspielstätte des MSC Preussen 1899. Beim Luftangriff auf Magdeburg am 16. Januar 1945 wurde die gesamte Anlage fast vollständig beschädigt. Nach dem Zweiten Weltkrieg trafen sich dort die jungen Magdeburger Heinz Brauer, Kurt Holke und Ernst Kümmel mit ihren Sportkameraden um in der SG Sudenburg ihrem Hobby dem Fußball nachzugehen. Die SGS wurde zur Keimzelle des späteren 1. FC Magdeburg. Bis Juni 1951 trugen auf dem Traditionsrasen die SGS, die BSG Krupp-Gruson und Stahl Magdeburg ihre Heimspiele aus. Dort gelang der Mannschaft 1949 der Aufstieg in die Landesklasse und 1951 in die DS-Liga. Der Besucherrekord wurde am 11. Februar 1951 im Spiel gegen die Genossenschaft Halle erreicht. 18.000 Zuschauer sahen die Begegnung. Im August 1951 begann auf Initiative des Stadtrates für Kultur und Bildung Heinrich Germer umfangreiche Renovierungsarbeiten. Unter anderem wurde der vorhandene Kriegsschutt beseitigt, neue Traversen angelegt und ein Rasen gesät. Das neue Stadion wurde am 30. August 1952 mit einem Freundschaftsspiel vor 20.000 Fans gegen Motor Zwickau eingeweiht. Es erhielt den Namen Heinrich-Germer-Stadion. Bis in die Mitte der 1960er Jahre spielten dort die Fußballmannschaften der Vorläufer des 1. FC Magdeburg, die BSG Stahl Magdeburg, Motor Mitte Magdeburg und der SC Aufbau Magdeburg. Am 22. März 1955 wurde der Zuschauerrekord von 22.000 Besuchern beim Punktspiel der zweitklassigen DDR-Liga Motor Mitte Magdeburg gegen den 1. FC Lok Stendal aufgestellt. Die ersten drei Oberligaheimspiele des FCM fanden ebenfalls im „Germer-Stadion“ statt. Nach dem Abstieg in die zweitklassige DDR-Liga wurde das Sudenburger Stadion am Frühjahr 1966 wieder als Heimspielstätte genutzt. Nur zu Spielen die ein hohes Zuschauerinteresse versprachen wich man ins Ernst-Grube-Stadion aus. Dazu gehörten alle Europapokalspiele des 1. FC Magdeburg. Eine Premiere gab es am 3. Oktober 1979. Zum ersten Mal fand in Sudenburg ein Europapokalspiel statt. Die Begegnung gegen den FC Wrexham gewann der FCM mit 5:2 nach Verlängerung. Es folgten drei weitere Europapokalbegnungen gegen Arsenal London, FK Moss und AC Turin. In dieser Zeit war das Stadion mit 18.000 Zuschauern viermal ausverkauft.[55]

Ernst-Grube-StadionBearbeiten

 
Ernst-Grube-Stadion

1955 wurde das Ernst-Grube-Stadion mit einem Fassungsvermögen von 45.000 Zuschauern im Stadtteil Brückfeld eröffnet, in das der FCM schließlich Mitte der 1960er Jahre zog. Das Ernst-Grube-Stadion wurde in den folgenden Jahren mit einer Haupttribüne, Flutlichtmasten sowie einer elektronischen Anzeigetafel ausgestattet. Während Bauarbeiten zwischen Mai 1979 und Mai 1981 spielte der DDR-Oberligist wieder im „Germerstadion“. Während dieser Zeit fanden dort auch die Europapokalspiele statt. Zu Gast waren der FC Wrexham, der FC Arsenal, Moss FK und Torino Calcio. Nach Abschluss der Renovierungsarbeiten blieb das Grubestadion für weitere 23 Jahre die Heimat des FCM. Dort erlebten die Fans einige Erfolge, aber auch die schwierigen Jahre nach der Wende. Neben mehreren Länderspielen der DDR-Fußballnationalmannschaft waren im Stadion bekannte Mannschaften wie der FC Bayern München, Malmö FF, Juventus Turin, FC Schalke 04 und PSV Eindhoven zu Gast. Wegen des zunehmenden Sanierungsbedarfs der Anlage nach fast 50-jährigem Bestehen beschloss der Magdeburger Stadtrat im Jahr 2004 den Abriss der alten Anlage und den Neubau eines modernen Fußballstadions. Als das Ernst-Grube-Stadion abgerissen wurde, spielte der 1. FC Magdeburg zwischen Februar 2005 bis Dezember 2006 wieder im Heinrich-Germer-Stadion, das zu diesem Zweck umfangreich modernisiert wurde. Es wird heute von den Fußballmannschaften des Magdeburger FFC und der Preußen Magdeburg sowie dem American-Football-Team der Magdeburg Virgin Guards genutzt.

MDCC-ArenaBearbeiten

 
MDCC-Arena

Am 10. Dezember 2006 wurde die MDCC-Arena von Franz Beckenbauer eröffnet.[56] Die neue Arena verfügte zunächst über 22.750 Sitz- und 4500 Stehplätze. Bei Bedarf konnten die Stehplätze in 2250 Sitzplätze umgewandelt werden. Das Eröffnungsspiel gegen Werder Bremen am 23. Januar 2007 vor 24.053 Zuschauern gewann der Bundesligist mit 3:0. Wegen seit 2016 bekannter Probleme mit der Statik beschloss der Magdeburger Stadtrat umfangreiche Umbaumaßnahmen. Im Juni 2017 entschieden sich die Stadt Magdeburg und der 1. FC Magdeburg für einen Ausbau des Stadions auf 30.000 Plätze. Die Zahl der Stehplätze wurde im Zuge des Umbaus auf etwa 13.000 erhöht. Im März 2018 wurde bekannt, dass sich die Kosten auf 10,7 Millionen Euro belaufen würden. Der Start des Umbaus erfolgte Anfang 2019. Dabei zog der „Block U“ auf die Südtribüne um. Ende September wurden die Blöcke 3 und 4 wieder freigegeben, sodass „Block U“ auf die Nordtribüne zurückkehren konnte. Ende Januar 2020 wurde der Block 7 umgebaut und der Ausbau auf eine Kapazität von 30.098 Plätzen abgeschlossen. Aufgrund von Sichtbehinderungen und Sicherheitsaspekten stehen bei Heimspielen künftig rund 28.000 Plätze zur Verfügung – je nach Sicherheitseinstufung des jeweiligen Spiels. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit einer Sektorentrennung der Blöcke 3–6 bei Heimpartien mit großer Zuschauerauslastung oder Spielen mit erhöhter Sicherheitseinstufung.

ErfolgeBearbeiten

 
Die Mannschaft des 1. FC Magdeburg nach dem Gewinn des Europapokals der Pokalsieger 1974
 
Der 1. FC Magdeburg nach dem Triumph im FDGB-Pokalfinale 1978
 
Der Aufstieg in die 2. Fußball-Bundesliga 2018 gilt als größter sportlicher Erfolg seit der Wende

InternationalBearbeiten

Europa  UEFA

NationalBearbeiten

Deutschland Demokratische Republik 1949  DFV
Deutschland  DFB

RegionalBearbeiten

Deutschland  NOFV

Deutschland  FSA

JuniorenBearbeiten

Deutschland Demokratische Republik 1949  DFV
Deutschland  DFB
Deutschland  NOFV

Sonstige ErfolgeBearbeiten

In der Ewigen Tabelle der DDR-Oberliga belegt der FCM den achten Platz. Der Club absolvierte 30 Spielzeiten in der höchsten Spielklasse des DDR-Fußballs und war von 1967 bis 1990 ununterbrochen in der ersten Liga vertreten. Von 793 Spielen wurden 365 gewonnen, 238 verloren und 190 Partien endeten Remis. Das Punkteverhältnis (Zwei-Punkte-Regel) beträgt 920:666 und das Torverhältnis 1351:1046.

Der 1. FC Magdeburg wurde 1974 DDR-Mannschaft des Jahres. Dreimal wurde ein Magdeburger zum Fußballer des Jahres gewählt. Jürgen Pommerenke wurde 1975 mit dem Silbernen Fußballschuh ausgezeichnet. Joachim Streich 1979 und 1983. Der Verein stellte in seiner Geschichte neunmal einen Torschützenkönig. Vier Titel gingen an Joachim Streich. In den Jahren 1977 (17 Tore), 1979 (23 Tore), 1981 (20 Tore) und 1983 (19 Tore). Jürgen Sparwasser war erfolgreichster Torschütze in der DDR-Liga 1967 (22 Tore). Arek Zarczinski in der Saison 1996/97 (20 Tore) in der Oberliga Nordost. Christian Beck holte 2013/14 (22 Tore) und 2014/15 (20 Tore) die Kanone in der Regionalliga Nordost. In der Saison 2016/17 (17 Tore) war er außerdem bester Torjäger der 3. Liga.

Bislang wurde dreimal ein Tor eines Spielers des FCM von den Zuschauern der ARD-Sportschau zum Tor des Monats gewählt (Stand Juli 2021). Petr Maslej wurde für sein Fallrückziehertor im DFB-Pokal-Spiel gegen den Karlsruher SC am 28. November 2000 ausgezeichnet. Christian Beck wurde die besondere Ehre zweimal zuteil. Er wurde für seinen Hackentreffer beim Drittligaspiel gegen den Halleschen FC am 25. November 2017 und für sein Fallrückzieher gegen Preußen Münster am 10. Februar 2018 ausgezeichnet.[57][58]

Erste MannschaftBearbeiten

Kader der Saison 2022/23Bearbeiten

  • Stand: 8. Januar 2023[59]
 
Alexander Bittroff
 
Amara Condé
 
Connor Krempicki
 
Barış Atik
 
Kai Brünker
Nummer Nationalität Name Geburtstag im Verein seit letzte Station
Tor
01 Deutschland  Dominik Reimann 18. Juni 1997 2021 Holstein Kiel
28 Deutschland  Tim Boss 28. Juni 1993 2022 SV Wehen Wiesbaden
30 Deutschland  Noah Kruth 24. Juni 2003 2018 SV MeppenJ
39 Deutschland  Tom Schlitter 17. Mai 2002 2019 FC Rot-Weiß ErfurtJ
Abwehr
02 Italien  Cristiano Piccini 26. Sep. 1992 2022 FK Roter Stern Belgrad
04 Luxemburg  Eldin Dzogovic 8. Juni 2003 2019 Eintracht TrierJ
05 Deutschland  Jamie Lawrence 10. Nov. 2002 2022 FC Bayern München II
06 Deutschland  Daniel Elfadli 6. Apr. 1997 2022 VfR Aalen
07 Deutschland  Herbert Bockhorn 31. Jan. 1995 2022 VfL Bochum
12 Kanada  Belal Halbouni 30. Dez. 1999 2022 Werder Bremen II
15 Deutschland  Daniel Heber 4. Juli 1994 2023 Rot-Weiss Essen
19 Deutschland  Leon Bell Bell 6. Sep. 1996 2019 1. FSV Mainz 05 II
21 Deutschland  Tim Stappmann 17. Juli 1999 2022 Rot-Weiß Oberhausen
22 Deutschland  Tim Sechelmann 15. Jan. 1999 2021 1. FC Köln II
24 Deutschland  Alexander Bittroff 19. Sep. 1988 2020 KFC Uerdingen 05
25 Elfenbeinküste  Silas Gnaka 18. Dez. 1998 2022 KAS Eupen
27 Deutschland  Malcolm Cacutalua 15. Nov. 1994 2022 FC Erzgebirge Aue
31 Osterreich  Maximilian Ullmann 17. Juni 1996 2023 FC Venedig
33 Deutschland  Leon Schmökel 9. Juni 2002 2018 Hallescher FCJ
Mittelfeld
08 Deutschland  Moritz Kwarteng 28. Apr. 1998 2022 Hamburger SV
13 Deutschland  Connor Krempicki 14. Sep. 1994 2021 MSV Duisburg
16 Deutschland  Andreas Müller 20. Juli 2000 2020 FC-Astoria Walldorf
20 Deutschland  Julian Rieckmann 1. Aug. 2000 2021 Werder Bremen II
29 Deutschland  Amara Condé (C)  6. Jan. 1997 2021 Rot-Weiss Essen
Angriff
03 Niederlande  Luc Castaignos 27. Sep. 1992 2023 OFI Kreta
09 Deutschland  Kai Brünker 10. Juni 1994 2020 SG Sonnenhof Großaspach
10 Deutschland  Jason Çeka 10. Nov. 1999 2021 FC Schalke 04 II
11 Marokko  Mohammed El Hankouri 1. Juli 1997 2022 FC Groningen
14 Deutschland  Maximilian Franzke 5. März 1999 2020 FC St. Pauli
17 Brasilien  Léonardo Scienza 13. Sep. 1998 2022 FC Schalke 04 II
18 Deutschland  Florian Kath 21. Okt. 1994 2020 SC Freiburg
23 Turkei  Barış Atik 9. Jan. 1995 2021 SG Dynamo Dresden
26 Deutschland  Luca Schuler 22. März 1999 2021 FC Schalke 04 II
37 Japan  Tatsuya Itō 26. Juni 1997 2022 VV St. Truiden
J Jugendabteilung

Kaderveränderungen zur Saison 2022/23Bearbeiten

  • Stand: 8. Januar 2023
Zugänge
Zeitpunkt Spieler abgebender Verein
Sommer 2022 Ömer Beyaz VfB Stuttgart (Leihe)
Herbert Bockhorn VfL Bochum
Tim Boss SV Wehen Wiesbaden
Malcolm Cacutalua FC Erzgebirge Aue
Daniel Elfadli VfR Aalen
Mohammed El Hankouri FC Groningen
Silas Gnaka KAS Eupen
Belal Halbouni Werder Bremen II
Ole Hoch VfB Germania Halberstadt (Leihende)
Jamie Lawrence FC Bayern München II (Leihe)
Cristiano Piccini FK Roter Stern Belgrad
Leon Schmökel VfB Germania Halberstadt (Leihende)
Léonardo Scienza FC Schalke 04 II
Tim Stappmann Rot-Weiß Oberhausen
Winter 2022/23 Luc Castaignos Vereinslos
Maximilian Ullmann FC Venedig (Leihe)
Daniel Heber Rot-Weiss Essen
Abgänge
Zeitpunkt Spieler aufnehmender Verein
Sommer 2022 Korbinian Burger FC Erzgebirge Aue
Sirlord Conteh SC Paderborn 07
Nico Granatowski Vertragsende; Ziel unbekannt
Philipp Harant BSG Chemie Leipzig
Ole Hoch VfB Germania Halberstadt
Sebastian Jakubiak Vertragsende; Ziel unbekannt
Tobias Knost SC Verl
Benjamin Leneis FC Augsburg (Leihende)
Adrian Małachowski SV Waldhof Mannheim
Tobias Müller SC Paderborn 07
Raphael Obermair SC Paderborn 07
Henry Rorig VfL Osnabrück
Luka Sliskovic FC Schaffhausen
Winter 2022/23 Ömer Beyaz VfB Stuttgart (Leihende)

Trainer- und BetreuerstabBearbeiten

 
Christian Titz
Nat. Name Funktion im Amt seit
Trainerstab
Deutschland  Christian Titz Cheftrainer 12. Feb. 2021
Deutschland  Silvio Bankert Assistenztrainer 1. Juli 2017
Deutschland  André Kilian Assistenztrainer 17. Feb. 2021
Schweiz  Daniel Widmer Assistenztrainer 10. Juni 2022
Deutschland  Matthias Tischer Torwarttrainer 1. Juli 2016
Deutschland  Jannik Kirchenkamp Athletiktrainer 10. Juni 2022
Deutschland  Kevin Waliczek Videoanalyst 1. Apr. 2014
Medizinische Abteilung
Deutschland  Oliver Poranzke Mannschaftsarzt 1. Juli 2018
Deutschland  Jan Schüttrumpf Mannschaftsarzt 1. Juli 2015
Deutschland  Stefan Wiegand Mannschaftsarzt 1. Juli 2015
Deutschland  Tino Meyer Physiotherapeut 1. Juli 2013
Deutschland  Philipp Brix Physiotherapeut 1. Juli 2019
Sportliche Leitung
Deutschland  Otmar Schork Geschäftsführer Sport 7. Nov. 2020
Deutschland  Christian Hock Sportkoordinator 10. Juni 2022
Deutschland  Heiko Horner Mannschaftsleiter 1. Juli 2000

NachwuchsleistungszentrumBearbeiten

KonzeptBearbeiten

 
Wurde vom 1. FC Magdeburg ausgebildet: Marcel Schmelzer

Das Nachwuchsleistungszentrum wurde 2017 nicht in die 1. FC Magdeburg Spielbetriebs GmbH ausgegliedert und befindet sich auch weiterhin unter dem Dach des eingetragenen Vereins. Der Club kooperiert mit dem Sportgymnasium Magdeburg und der angeschlossenen Sportsekundarschule „Hans Schellheimer“. Sie wurden 2009 vom DFB als „Eliteschulen des Fußballs“ ausgezeichnet. Außerdem arbeitet der 1. FC Magdeburg in der Nachwuchsförderung mit dem SC Magdeburg, TuS Magdeburg-Neustadt, Fortuna Magdeburg, Magdeburger SV Börde, Germania Halberstadt, Burger BC 08 und JFV Weißenfels zusammen. Ziel ist die flächendeckende Verbesserung der Jugendarbeit in Magdeburg und Sachsen-Anhalt.[60] Leiter des Nachwuchsleistungszentrums ist der ehemalige FCM-Cheftrainer Thomas Hoßmang.[61]

Seit 2001 richtet der Verein jährlich den Pape-Cup aus. Es handelt sich um ein renommiertes Hallenturnier für C-Junioren. Der Wettbewerb wird seit 2015 in der GETEC Arena ausgetragen. Neben dem gastgebenden 1. FC Magdeburg und zwei Qualifikanten aus der Umgebung treten 15 C-Jugendmannschaften von Bundesligavereinen sowie prominente Mannschaften aus dem Ausland gegeneinander an.[62] Rekordgewinner mit drei Titeln ist Borussia Dortmund (Stand April 2021). Der FCM konnte den Pape-Cup bislang noch nicht gewinnen.

Der SC Aufbau wurde dreimal DDR-Juniorenmeister (1963, 1964, 1965), was mit der heutigen A-Jugend zu vergleichen ist. Der 1. FC Magdeburg holte zwei Titel (1970, 1989) an die Elbe. Auf Ebene der B-Junioren gewannen die Magdeburger drei DDR-Jugendmeisterschaften (1966, 1968, 1980). Außerdem ist der FCM mit sieben Titeln Rekordmeister der DDR-Schülermeisterschaft (1966, 1969, 1971, 1972, 1977, 1978, 1987). Den Junge Welt-Pokal konnte der Club 1970 und 1984 gewinnen. Die A-Jugend des FCM war 1999 das erste Team aus den Neuen Bundesländern, das mit dem Sieg im DFB-Junioren-Pokal einen gesamtdeutschen Titel gewinnen konnte.

Der 1. FC Magdeburg bildete die früheren Bundesliga-Spieler Maik Franz, Sebastian Hähnge, Christopher Kullmann, Marcel Maltritz, Bastian Reinhardt, Jan Sandmann und Marcel Schmelzer aus.[63]

Zweite MannschaftBearbeiten

Die Zweite Mannschaft des 1. FC Magdeburg spielte zu DDR-Zeiten meist in der drittklassigen Bezirksliga Magdeburg. Nach der Wende wurde die Zweite Mannschaft aufgelöst. 1993 wurde ein neues Team gegründet und der Punktspielbetrieb in der Stadtliga Magdeburg wieder aufgenommen. In den folgenden Spielzeiten schaffte die U23 drei Aufstiege und spielte ab der Saison 2000/2001 erstmals in der Verbandsliga Sachsen-Anhalt. Im Rahmen der Insolvenz und dem verbundenen Lizenzentzug musste die erste Mannschaft 2002 aus der Regionalliga in die viertklassige Oberliga absteigen. Die U23 übernahm das Spielrecht und wurde aus der Verbandsliga zurückgezogen. Die Zweite Mannschaft startete mit einem neuen Team erneut in der Stadtliga Magdeburg. Ab 2004 schaffte die U23 drei Aufstiege in vier Jahren und war ab 2007 wieder in der Verbandsliga vertreten. 2008 stieg die Mannschaft in die Oberliga Nordost auf. Nach nur einer Spielzeit in der Oberliga stieg die U23 als Tabellenletzter wieder in die Verbandsliga ab. Im folgenden Jahr erreichte das Team die Meisterschaft. Die Zweite Mannschaft machte 2000 und 2007 das vorzeitige Ausscheiden der ersten Mannschaft aus dem Landespokal wett und gewann mit Erfolgen über den VfL Halle 96 (3:2) und Preußen Magdeburg (3:0) den Pokal, sodass die erste Mannschaft im DFB-Pokal antreten konnte. Im Juni 2014 meldete der Verein das Startrecht der U23 für die Verbandsliga aus strategischen Gründen ab. Sie trat seitdem in der Stadtoberliga Magdeburg an, bis 2017 der Aufstieg in die Landesklasse Sachsen-Anhalt gelang. Um die Durchlässigkeit aus dem Nachwuchsleistungszentrum zu verbessern, will der FCM zur Saison 2022/2023 in der Verbandsliga Sachsen-Anhalt ein U23-Team installieren.

PersönlichkeitenBearbeiten

Ehemalige SpielerBearbeiten

 
Manfred Zapf (rechts) und Jürgen Sparwasser (links) nach dem Gewinn des Europapokals der Pokalsieger am 8. Mai 1974 im De Kuip in Rotterdam

Der 1. FC Magdeburg stellte in seiner Vereinsgeschichte 19 Spieler an die Fußballnationalmannschaft der DDR ab. Rekordnationalspieler ist Joachim Streich mit 102 Auswahleinsätzen, gefolgt von Martin Hoffmann mit 66, Jürgen Pommerenke mit 57 und Jürgen Sparwasser mit 53 Länderspielen. Mit Marcel Schmelzer, Dirk Schuster und René Schneider schafften nach der Wende drei frühere Magdeburger den Sprung in die Deutsche Fußballnationalmannschaft. 1991 verpflichtete der FCM für ein kurzes Intermezzo Anatoliy Demyanenko von Dynamo Kiew. Er absolvierte 80 Länderspiele für die Nationalmannschaft der UdSSR. Derzeit spielt mit Eldin Dzogovic, ein Spieler aus der Profimannschaft des 1. FC Magdeburg, für die Luxemburgische Fußballnationalmannschaft (Stand Juni 2022).

Wolfgang Seguin absolvierte die meisten Pflichtspiele für den 1. FC Magdeburg. Zwischen 1964 und 1981 kam er auf 529 Einsätze, gefolgt von Manfred Zapf mit 467, Wolfgang Steinbach mit 433 und Dirk Heyne mit 408 Einsätzen. Erfolgreichster Torjäger in der Vereinsgeschichte ist Joachim Streich mit 223 Pflichtspieltoren, gefolgt von Jürgen Sparwasser mit 173, Christian Beck mit 149 und Günter Hirschmann mit 124 Treffern. Streich wurde 2021 in die Hall of Fame des deutschen Fußballs aufgenommen. Dienstältester Mannschaftskapitän ist Manfred Zapf. Er war von 1968 bis 1979 Spielführer. Weitere prägende Kapitäne waren Jürgen Pommerenke (1979–1984), Dirk Stahmann (1985–1992), Mario Kallnik (2002–2008) und Marius Sowislo (2013–2018). Der bisher jüngste in einem Pflichtspiel eingesetzte Spieler war Sandy Enge. Bei seinem Debüt im August 1988 war er 17 Jahre und 58 Tage alt. Ihm gegenüber steht mit Andrzej Wojcik der älteste Spieler der FCM-Geschichte. Er war bei seinem Abschied im Februar 2000 36 Jahre und 302 Tage alt.

Darko Churlinov ist derzeit der einzige aktive Bundesligaspieler, der vom 1.FC Magdeburg ausgebildet wurde (Stand Juni 2022). Auch Maik Franz, Sebastian Hähnge, Dirk Heyne, Christopher Kullmann, Marcel Maltritz, Jan Sandmann und Marcel Schmelzer schafften den Sprung ins Oberhaus. Für den Wechsel von Stürmer Marius Bülter zum 1. FC Union Berlin erhielt der Verein im Sommer 2020 rund 1,6 Millionen Euro.[64] Es war die bisher höchste Ablösesumme, welche der FCM für einen Spieler erhalten hat.

TrainerhistorieBearbeiten

Trainer Zeitraum Sportliche Erfolge
Johannes Manthey 1. Juli 1951 bis 30. Juni 1955 Manthey war der erste Trainer des damaligen Zweitligisten BSG Stahl Magdeburg, der kurz darauf in BSG Motor Mitte umbenannt wurde. In der Saison 1954/55 verpasste er mit seiner Mannschaft den Aufstieg in die DDR-Oberliga und wurde von Heinz Joerk abgelöst.
Heinz Joerk 1. Juli 1955 bis 31. August 1956 Im Sommer 1955 wechselte Joerk von Motor Dessau zur BSG Motor Mitte Magdeburg. Im Herbst 1955 erreichte er in einer Zwischenrunde zur Umstellung der Fußballsaison auf das Kalenderjahr in der zweitklassigen DDR-Liga den Platz 7. Als sich in der Folgesaison nach dem 16. Spieltag abzeichnete, dass der angestrebte Aufstieg in Gefahr geriet, wurde Joerk nach einer 0:4-Niederlage in Jena am 23. September 1956 entlassen.
Johannes Manthey 30. September 1956 bis 27. April 1958 Am 30. September 1956, als sich die Mannschaft in akuter Abstiegsgefahr befand, kehrte Johannes Manthey zurück. Er brachte die Magdeburger noch auf Platz drei und erlebte 1957 die Eingliederung seiner Mannschaft in den SC Aufbau Magdeburg. Nach einem schlechten Start in die Saison 1958 wurde Manthey nach dem 8. Spieltag am 27. April 1958 entlassen.
Fritz Wittenbecher 1. Juni 1958 bis 30. Juni 1962 Noch im Laufe der Saison 1958 übernahm Fritz Wittenbecher den Trainerposten. Er führte die Mannschaft 1959 zum Aufstieg in die DDR-Oberliga. Als er in den folgenden zwei Spielzeiten nicht über Mittelfeldplätze hinaus kam, wurde er nach Abschluss der Saison 1961/62 abgelöst.
Ernst Kümmel 1. Juli 1962 bis 31. Dezember 1965 Kümmel gewann 1964 und 1965 den FDGB-Pokal und führte den Verein in seine ersten Europapokalspiele. 1965 wurde der 1. FC Magdeburg gegründet. Als die Mannschaft 1966 in akute Abstiegsgefahr geriet, wurde er freigestellt.
Günter Weitkuhn 1. Januar 1966 bis 30. Juni 1966 Günter Weitkuhn sollte die Mannschaft zum Klassenerhalt führen. Er konnte den Abstieg nicht verhindern. Sein Nachfolger wurde Heinz Krügel.
Heinz Krügel 1. Juli 1966 bis 30. Juni 1976 Krügel gelang mit dem 1. FC Magdeburg im ersten Jahr der Aufstieg in die DDR-Oberliga. Als Aufsteiger erreichten die Magdeburger sofort den dritten Platz und gewannen 1969 den FDGB-Pokal. 1972 gewann der FCM seine erste Fußballmeisterschaft. Unter der Regie von Heinz Krügel folgten 1974 und 1975 zwei weitere Titelgewinne. 1973 gewann der Verein zum zweiten Mal den FDGB-Pokal. Alle nationalen Erfolge wurden überstrahlt vom Gewinn des Europapokals der Pokalsieger. Am 8. Mai 1974 gewann der 1. FC Magdeburg in Rotterdam mit 2:0 gegen den AC Mailand. Unter Krügels Leitung wurden sieben Spieler zu Nationalspielern, darunter Martin Hoffmann, Jürgen Pommerenke und Jürgen Sparwasser. 1976 wurde Krügel vom DDR-Fußballverband als Trainer auf Lebenszeit gesperrt mit der Begründung, er habe die Leistungsentwicklung der Spieler des DDR-Olympiakaders des 1. FC Magdeburg ungenügend gefördert. 1996 wurde er vom DFB rehabilitiert. Er ist bis heute der erfolgreichste Trainer der Vereinsgeschichte und genießt bei den Fans Kultstatus.
Klaus Urbanczyk 1. Juli 1976 bis 10. April 1982 Im Juli 1976 übernahm Klaus Urbanczyk den Trainerposten von Heinz Krügel. Mit ihm erreichte der Verein 1977 und 1978 die Vizemeisterschaft. 1978 führte er die Mannschaft ins Viertelfinale des Europapokals. 1978 und 1979 führte er den FCM zu zwei weiteren Pokalsiegen. Als sich anschließend keine weiteren Erfolge einstellten und die Magdeburger in der Saison 1981/82 in Gefahr gerieten, einen Platz für die Teilnahme am Europapokal zu verspielen, wurde Urbanczyk vom Verein entlassen.
Claus Kreul 11. April 1982 bis 30. Juni 1985 Claus Kreul konnte den FCM nicht in die Spitzengruppe zurückführen. Die Magdeburger waren nach zehn Jahren erstmals nicht im Europapokal vertreten. Die Saison 1982/83 verlief für den Klub nicht besser, wie im Vorjahr wurde nur Platz sechs erreicht. Im FDGB-Pokal führte Kreul den 1. FC Magdeburg zu seinem siebten Pokalgewinn. Nach zwei weiteren Spielzeiten wurde Kreuls Tätigkeit in Magdeburg nach Abschluss der Saison 1984/85 beendet.
Joachim Streich 1. Juli 1985 bis 30. Juni 1990 Da der 1. FC Magdeburg Mitte der 1980er Jahre in der DDR-Oberliga enttäuschende Resultate erzielt hatte, drängte die Klubleitung Streich, unmittelbar nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn den Trainerposten zu übernehmen. Eher unwillig wurde Streich zu Beginn der Saison 1985/1986 unmittelbar nach seinem Rücktritt als aktiver Spieler Cheftrainer. Er übte diese Tätigkeit bis zum Ende der Saison 1989/1990 aus, konnte aber auch nicht an die erfolgreichen Zeiten früherer Jahren anknüpfen. Unter seiner Leitung erreichte der FCM 1988 mit dem siebten Platz das schlechteste Ergebnis seit 18 Jahren.
Siegmund Mewes 1. Juli 1990 bis 30. Juni 1991 Unter der Leitung von Siegmund Mewes verpasste der FCM nach der Wende den Sprung in die 2. Fußball-Bundesliga und stieg in die drittklassige Oberliga Nordost ab. Mewes wurde noch vor Abschluss der Saison 1990/91 als Trainer entlassen.
Joachim Streich 1. Juli 1991 bis 22. März 1992 Im August 1991 übernahm erneut Joachim Streich den Trainerposten beim 1. FC Magdeburg. Als sich abzeichnete, dass der FCM wieder nicht die 2. Bundesliga erreichen würde, wurde er am 22. März 1992 vorzeitig entlassen.
Wolfgang Grobe 28. März 1992 bis 31. Oktober 1992 Unter der Leitung von Wolfgang Grobe konnten keine sportlichen Erfolge erzielt werden. Die Mannschaft stagnierte im Mittelmaß. Im Oktober 1992 wurde er beurlaubt.
Jürgen Pommerenke 15. November 1992 bis 20. November 1993 In den Jahren 1992 und 1993 betreute er Magdeburgs Amateuroberliga-Mannschaft. 1993 konnte erstmals der Sachsen-Anhalt Pokal gewonnen werden.
Frank Engel 3. Dezember 1993 bis 30. Juni 1994 Betreute die Mannschaft nur 21 Spiele. Und verließ den Club im Sommer 1994.
Martin Hoffmann 1. Juli 1994 bis 4. März 1996 Zwischen 1988 und 1993 arbeitete er als Nachwuchs- und Assistenztrainer beim 1. FC Magdeburg. Vom August 1994 bis zum Februar 1996 war er Cheftrainer der Magdeburger.
Hans-Dieter Schmidt 1. Juli 1996 bis 15. November 1999 Im Jahre 1996 übernahm er den Managerposten. Im September 1996 wurde er zusätzlich Trainer und stieg mit der Mannschaft in die Regionalliga auf. Außerdem wurde 1998 zum zweiten Mal der Landespokal gewonnen. Nach schwachem Saisonstart wurde Schmidt im November 1999 entlassen.
Jürgen Görlitz 15. November 1999 bis 30. Juni 2000 Betreute die Mannschaft nach der Trennung von Hans-Dieter Schmidt als Interimstrainer. Der FCM verpasste unter seiner Leitung die Qualifikation zur neuen zweigleisigen Regionalliga.
Eberhard Vogel 1. Juli 2000 bis 30. Oktober 2001 Der zehnte Platz im dritten Jahr der Regionalligazugehörigkeit bedeutete für Magdeburg ab 2000 die erneute Viertklassigkeit. Im DFB-Pokal 2000/01 sorgte Vogel mit seiner Mannschaft für Aufsehen, als sie nacheinander gegen den 1. FC Köln, den FC Bayern München und den Karlsruher SC gewann und erst im Viertelfinale am späteren Sieger FC Schalke 04 knapp mit 0:1 scheiterte. Innerhalb dieser Spielzeit erzielte der FCM in der Oberliga Nordost-Süd 120 Tore. Am Ende der Saison schaffte die Mannschaft den Wiederaufstieg in die Regionalliga in den Relegationsspielen gegen den Sieger der Oberliga Nordost-Nord, BFC Dynamo. Als der Klassenerhalt in der Folgesaison in Gefahr war, trennte sich der Verein von Vogel.
Joachim Steffens 4. November 2001 bis 30. Juni 2002 In der Saison 2001/02 schaffte der FCM in der Regionalliga unter der Leitung von Vogels Nachfolger Joachim Steffens den sportlichen Klassenerhalt, wobei an den letzten beiden Spieltagen der jeweils höchste Heim- und Auswärtssieg der gesamten Regionalligasaison gelang. Im Sommer 2002 folgte die Insolvenz des Vereins und Steffens verließ den Club.
Martin Hoffmann 1. Juli 2002 bis 17. April 2003 Martin Hoffmann betreute die erste Mannschaft nach der Insolvenz und dem Zwangsabstieg in die Oberliga erneut. Nach einer Serie von zehn Spielen ohne Sieg wurde er als Cheftrainer der ersten Mannschaft freigestellt.
Dirk Heyne 18. April 2003 bis 9. Dezember 2007 Als Nachfolger von Martin Hoffmann übernahm Heyne im April 2003 die 1. Mannschaft. Seine größten Erfolge mit dem FCM waren der Regionalliga-Aufstieg in der Saison 2005/06 sowie der dritte Platz in der Saison 2006/07, in der der Verein in letzter Sekunde den Durchmarsch in die zweite Fußball-Bundesliga verpasste. Am 9. Dezember 2007 wurde Heyne aufgrund der sportlich unbefriedigenden Hinrunde in der Regionalliga-Saison 2007/08 vom Präsidium entlassen.
Paul Linz 11. Dezember 2007 bis 31. März 2009 Als Nachfolger von Dirk Heyne verpasste Linz die Qualifikation zur Dritten Liga. In der Folgesaison wurde Linz vorzeitig entlassen, da der geplante Aufstieg verpasst wurde.
Steffen Baumgart 1. April 2009 bis 23. März 2010 Gewann 2009 den Landespokal. In der Liga sollte er den 1. FC Magdeburg zum Aufstieg führen, wurde jedoch wegen ausbleibenden Erfolgs vorzeitig beurlaubt.
Carsten Müller 24. März 2010 bis 30. Juni 2010 Der Leiter des Nachwuchsleistungszentrums übernahm als Interimstrainer für elf Spiele.
Ruud Kaiser 1. Juli 2010 bis 16. März 2011 Der erste ausländische Trainer der Vereinsgeschichte wurde im März 2011 nach sportlicher Talfahrt und akuter Abstiegsgefahr vom Präsidium entlassen. Er konnte die Erwartungen nicht erfüllen.
Wolfgang Sandhowe 17. März 2011 bis 25. Oktober 2011 Sandhowe übernahm die erste Mannschaft im März 2011 und rettete den FCM vor dem Abstieg in die Oberliga. Im Oktober 2011 wurde er beurlaubt, nachdem in der Regionalliga kein Aufwärtstrend zu erkennen war.
Ronny Thielemann 26. Oktober 2011 bis 19. März 2012 War zunächst Co-Trainer von Sandhowe und übernahm im Oktober 2011 die Mannschaft als Cheftrainer. Er konnte den Abwärtstrend nicht beenden und wurde im März 2012 erneut Assistenztrainer. Im Sommer 2012 wechselte er ins Nachwuchsleistungszentrum des Vereins und übernahm die A-Junioren. 2014 wurde er Co-Trainer von Jens Härtel und hatte somit entscheidenden Anteil am Aufschwung des 1. FC Magdeburg. Im November 2018 verließ er zusammen mit Härtel den Verein.
Detlef Ullrich 20. März 2011 bis 3. Mai 2012 Ullrich war Sportdirektor in der Saison 2011/12, stellte den Kader zusammen und übernahm ab März 2012 für sieben Spiele als Cheftrainer. Im Mai 2012 wurde er als Trainer und Sportdirektor entlassen. Bis Saisonende übernahm Carsten Müller die Mannschaft.
Andreas Petersen 1. Juli 2012 bis 30. Juni 2014 Petersen wechselte von Germania Halberstadt zum 1. FC Magdeburg. Er führte die Mannschaft in der Saison 2012/13 auf Platz 6 und 2013/14 auf Platz 2. Außerdem wurde in seiner Zeit 2013 und 2014 der Landespokal Sachsen-Anhalt gewonnen. Petersen erhielt wegen der fehlenden Fußballlehrerlizenz keinen neuen Vertrag. Sein Nachfolger wurde Jens Härtel.
Jens Härtel 1. Juli 2014 bis 12. November 2018 Mit Jens Härtel begann beim 1. FC Magdeburg eine neue Zeitrechnung. In der Saison 2014/15 führte er die Mannschaft gemeinsam mit seinem Co-Trainer Ronny Thielemann zur Regionalliga-Meisterschaft. In den folgenden Aufstiegsspielen zur 3. Liga setzte sich der Club gegen Kickers Offenbach durch. Damit gelang dem FCM 25 Jahre nach der Deutschen Wiedervereinigung der Sprung in den gesamtdeutschen Profifußball. 2016 und 2017 erreichte die Mannschaft den vierten Platz und stieg 2018 als Meister der 3. Liga in die 2. Bundesliga auf. Am 12. November 2018 wurde Härtel vom Verein freigestellt, nachdem der Saisonstart misslungen war.
Michael Oenning 14. November 2018 bis 19. Mai 2019 Oenning übernahm die Mannschaft auf einem direkten Abstiegsplatz und konnte den Wiederabstieg nicht verhindern. Der Verein leitete daraufhin einen Umbruch ein. Oennings Vertrag ließ man zum Saisonende auslaufen.
Stefan Krämer 17. Juni 2019 bis 22. Dezember 2019 Für die Saison 2019/20 wurde Stefan Krämer als neuer Cheftrainer engagiert. Als die Mannschaft zur Winterpause nach 20 Spielen nur auf dem zwölften Tabellenplatz standen und die Vereinsführung den mittelfristig angepeilten Wiederaufstieg gefährdet sah, wurde die Trennung von Krämer vollzogen.
Claus-Dieter Wollitz 23. Dezember 2019 bis 10. Juni 2020 Nach der überraschenden Freistellung von Stefan Krämer präsentierte die sportliche Leitung im Dezember 2019 den ehemaligen Trainer von Energie Cottbus, Claus-Dieter Wollitz, als neuen Cheftrainer. Die Führung kündigte eine „neue Zeitrechnung“ an. Wollitz sollte den Verein „schnellstmöglich“ in die 2. Bundesliga zurückführen. Nach lediglich zehn Punkten aus elf Spielen und einem schlechten Auftreten der Mannschaft nach der Corona-Pause trennte sich der abstiegsbedrohte FCM am 10. Juni 2020 von Wollitz, Co-Trainer René Renno und Sportdirektor Maik Franz.
Thomas Hoßmang 10. Juni 2020 bis 9. Februar 2021 Der langjährige Leiter des Sparkassen-Nachwuchsleistungszentrums übernahm am 10. Juni 2020 zunächst interimsweise die Drittligamannschaft des 1. FC Magdeburg. Unter seiner Führung gelang dem Club am 37. Spieltag der Saison 2019/20 durch ein 2:0-Auswärtssieg beim FC Ingolstadt 04 der Klassenerhalt. Im Juli 2020 einigte sich Geschäftsführer Mario Kallnik mit Hoßmang auf eine Vertragsverlängerung bis Juni 2022. In 22 Spielen der Saison 2020/21 holte er mit der Mannschaft lediglich 21 Punkte. Am 9. Februar 2021 trat Hoßmang als Cheftrainer zurück. In Folge übernahm er wieder das Nachwuchsleistungszentrum
Christian Titz seit 12. Februar 2021 Am 12. Februar 2021 übernahm Christian Titz für den zurückgetretenen Thomas Hoßmang als Cheftrainer, um die „Mission Klassenerhalt in der 3. Liga“ anzugehen, welche gelang. In der Saison 2021/22 führte Titz den FCM als zweiter Trainer zur Meisterschaft in der 3. Liga zum Aufstieg in die 2. Bundesliga.

FankulturBearbeiten

FanszeneBearbeiten

 
Blick auf „Block U“ (2022)

Der 1. FC Magdeburg stellt eine der größten und lautstärksten Fanszenen im deutschen Fußball.[65] Aufgrund der sportlichen Berg- und Talfahrt schwankte der Zuschauerzuspruch seit der Vereinsgründung 1965 deutlich. Trotzdem konnte sich der Club immer auf eine große Unterstützung verlassen. Nach dem Aufstieg in die 3. Liga nahm das Interesse am 1. FC Magdeburg wieder zu. Heute besuchen im Schnitt zwischen 15.000 und 20.000 Fans die Heimspiele. In der Saison 2022/23 stellte der FCM mit 13.050 verkauften Dauerkarten einen neuen Rekord auf.[66] Auswärts unterstützen zwischen 1.000 und 3.000 Fans die Mannschaft. Das Gästekontigent ist in der Regel vergriffen. Der Vereinsrekord wurde 1983 gegen den FC Karl-Marx-Stadt aufgestellt: 25.000 Fans unterstützten den FCM im FDGB-Pokalfinale im Stadion der Weltjugend.[67] Der Heimrekord stammt vom 4. März 1972 gegen den FC Carl Zeiss Jena mit 45.000 Zuschauern.[68] Die dominierende Fangruppierung ist die „Blue Generation“. Die Ultras haben sich in der MDCC-Arena für die Nordtribüne (auch „Block U“ genannt) als Standort entschieden, um von dort die Mannschaft lautstark und optisch durch Choreographien zu unterstützen. Die Fanszene lehnt Montagsspiele ab und setzt sich für das legale Abbrennen von Pyrotechnik ein.[69]

FreundschaftenBearbeiten

Zu DDR-Zeiten pflegten die Magdeburger keine fanfreundschaftlichen Beziehungen zu den Anhängern der gegnerischen Vereine. Es herrschte in der Regel eine allgemeine Abneigung und Rivalität gegen alle anderen Mannschaften der DDR-Oberliga. In den 1990er Jahren entwickelte sich eine enge Beziehung zu den Anhängern von Eintracht Braunschweig.[70] Eine intensive Freundschaft besteht außerdem mit der Fanszene des polnischen Vereins Hutnik Kraków.[71][72] Eine Freundschaft pflegen gewaltbereite Fußballanhänger des BFC Dynamo zu denen des 1. FC Magdeburg und besuchen auch regelmäßig Spiele.[73][74]

RivalitätenBearbeiten

Hallescher FCBearbeiten

Der Kampf um die Vorherrschaft in Sachsen-Anhalt und auch die Rivalität zwischen den Städten Halle und Magdeburg begründet die Rivalität zwischen dem 1. FC Magdeburg und dem Halleschen FC. Diese Entwicklung ist der Wende geschuldet. Zu DDR-Zeiten waren Halle und Magdeburg gleichrangige Bezirkshauptstädte. Nach der deutschen Einheit fand am 28. Oktober 1990 in Dessau die erste konstituierende Sitzung des Landtages von Sachsen-Anhalt statt. Die Abgeordneten hatten darüber abzustimmen, ob Magdeburg oder Halle Landeshauptstadt werden sollte. Halle unterlag knapp mit acht Stimmen: Das Ergebnis fiel mit 57 zu 49 Stimmen zu Gunsten von Magdeburg aus. Die Brisanz des „Sachsen-Anhalt-Derbys“ und die Rivalität beider Vereine hat sich erst in den folgenden Jahren entwickelt. Zählt eine Begegnung zwischen FCM und HFC, für die Fans und Spieler, heute zu den Saisonhighlights, so fanden die Landespokalspiele zwischen beiden Vereinen 1993 und 1994 gerade einmal vor 1100 bzw. 300 Zuschauern statt. Erst in den späten 1990er Jahren entbrannte allmählich eine Rivalität. Im Jahre 2000 trafen beide Teams nach sechs Jahren erstmals wieder in einem Punktspiel aufeinander. Mit der Etablierung der beiden vorherrschenden Fanszenen, der „Blue Generation“ auf der einen und der „Saalefront“ auf der anderen Seite, wurde der Derbycharakter vor allem durch aufwendige und spektakuläre Choreographien untermauert. Die Rivalität wurde im Oktober 2016 durch ein tragisches Ereignis überschattet. Nach dem Tod von Hannes Schindler boykottieren die Magdeburger Ultras sämtliche Spiele gegen den HFC. Nie wurde geklärt, ob die Hallenser Schuld am tödlichen Sturz des jungen FCM-Fans aus einem Regionalzug tragen. Die Behörden fanden dafür keine Beweise und stellten die Ermittlungen ein. Die Magdeburger sind von der Hallenser Schuld überzeugt und fordern eine vollständige Aufklärung. Im Februar 2020 wurden die Ermittlungen wieder aufgenommen.[75][76][77][78]

Dynamo DresdenBearbeiten

Eine große Rivalität besteht zu den Anhängern der SG Dynamo Dresden. Sie geht bis in die 1970er Jahre zurück, als beide Mannschaften regelmäßig untereinander um den Meistertitel spielten. Das Spiel zwischen dem 1. FC Magdeburg und Dynamo Dresden wird in Anlehnung an El Clásico aufgrund seiner Bedeutung im ostdeutschen Fußball als der Elb-Clásico bezeichnet. Insgesamt gab es mit Stand Juli 2021 83 Spiele zwischen dem 1. FC Magdeburg und Dynamo Dresden. Von diesen 83 Spielen konnte Dresden 41 gewinnen, 22 mal gewann Magdeburg und 20 mal wurde unentschieden gespielt. Die Spiele fanden dabei zwischen der ersten, der DDR-Oberliga, und der vierten Liga und im FDGB-Pokal statt.[79]

Hansa RostockBearbeiten

In der Saison 2015/16 wurde die Rivalität zu Anhängern des F.C. Hansa Rostock wiederbelebt. 25 Jahre nach der Wende spielten beide Vereine erstmals wieder in einer Liga. So wurde das Hinspiel am 23. September 2015 in Rostock (1:1) von schweren Ausschreitungen beider Fanlager und einer minutenlangen Spielunterbrechung überschattet. Im Vorfeld des Rückspiels am 5. März 2016 in Magdeburg (4:1) kam es zu mehreren Demonstrationen durch die Magdeburger Fanszene gegen „Kartenwillkür“, da der 1. FC Magdeburg dem F.C. Hansa Rostock nur 700 personalisierte Tickets zur Verfügung stellen wollte.

Fanclubs und OrganisationenBearbeiten

In den Fanclubs des 1. FC Magdeburg sind knapp 2000 Fans organisiert. Derzeit hat der Verein 96 registrierte Fanclubs (Stand Juli 2022), 41 sind direkt in Magdeburg und 70 insgesamt in Sachsen-Anhalt beheimatet.[80] Außerdem hat der FCM Fanclubs in Hanoi und Sendai.[81] Ende der 1970er Jahre bildeten sich innerhalb der Fanszene die ersten Fanclubs, welche mit selbstgemachten Schärpen und eigenen Fahnen auftraten. Die bekanntesten Fanclubs zu DDR-Zeiten waren die Domspatzen und die Ankerfront. Mit dem sportlichen Niedergang reduzierte sich auch die Anzahl der Fanclubs. So waren 2006 nur noch 20 Fanclubs beim Verein gemeldet. In den 2010er Jahren stieg die Zahl wieder an.

Am 26. Juli 2002 wurde der „FanRat e. V.“ gegründet. Nach der Insolvenz wollten die Fans mehr Einfluss auf die Vereinsarbeit nehmen, um die Interessen der Fans gewichtig zu vertreten und um eine erneute Zahlungsunfähigkeit zu vermeiden. Der Fanrat verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke. Er unterstützt den 1. FC Magdeburg insbesondere in Fragen der Fanbetreuuung und Vereinsarbeit, bei der Traditionspflege und der Förderung des Zusammenwirkens der Fans durch Veranstaltungen jeglicher Art. Ziel ist die Förderung des Fußballsports in Magdeburg.[82] Außerdem stiftete der Fanrat das Heinz-Krügel-Denkmal, das seit dem 17. August 2014 vor der MDCC-Arena steht.[83]

Das „Fanprojekt Magdeburg e. V.“ wurde 1990 als erstes Fanprojekt in den Neuen Bundesländern gegründet. Aufgrund fehlender öffentlicher Mittel wurde die Arbeit gegen Ende der 1990er Jahre eingestellt. Das neue „Fanprojekt Magdeburg“ wurde 2008 gegründet und wird vom Paritätischen Wohlfahrtsverband Sachsen-Anhalt finanziell getragen. Die Arbeit des Fanprojekts Magdeburg orientiert sich an den gesetzlichen Bestimmungen des SGB VIII (Kinder- und Jugendhilfegesetz) und am Nationalen Konzept Sport und Sicherheit. Das Fanprojekt ist eine zentrale Anlauf- und Beratungsstelle für Fans und Fußballinteressierte im Umfeld des 1. FC Magdeburg. Außerdem bietet das Fanprojekt Unterstützung beim Ausleben der Fankultur (z. B. bei der Durchführung von Choreografien) und anderen positiven Aktionen rund um den Fußball in Magdeburg an. Der Verein vermittelt bei Konflikten zwischen Fans und Polizei, den Ordnungskräften oder dem Verein und beraten Fans beispielsweise zum Thema Stadionverbot. Zusätzlich bietet das Fanprojekt Magdeburg jugendlichen Fußballfans die Möglichkeit, in einem offenen Treff mit Gleichgesinnten in Kontakt zu treten und eigene Veranstaltungen umzusetzen.[84]

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: 1. FC Magdeburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

LiteraturBearbeiten

Anmerkungen zu den ZuschauerzahlenBearbeiten

  1. Infolge der COVID-19-Pandemie mussten die letzten fünf Heimspiele der Saison ohne Zuschauer ausgetragen werden. Der Zuschauerschnitt bezieht sich auf die restlichen 14 Heimspiele.
  2. Infolge der COVID-19-Pandemie mussten 15 Heimspiele ohne Zuschauer ausgetragen werden. Bei den restlichen vier Spielen war nur eine geringere Auslastung des Stadions erlaubt. Der Zuschauerschnitt bezieht sich auf diese vier Spiele.
  3. Bei einem Teil der Heimspiele waren infolge der COVID-19-Pandemie nur unterschiedliche Teilauslastungen des Stadions erlaubt.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Vereinsdokument vom 21. November 2019: Satzung 1. FC Magdeburg e. V., In: 1.fc-magdeburg.de, abgerufen am 7. Juli 2022.
  2. a b Mitgliederzahl. 1. FC Magdeburg, abgerufen am 9. März 2023.
  3. 1. FC Magdeburg, In: bundesliga-wirkt.dfl.de, abgerufen am 6. März 2023.
  4. Vereinsinformation: Das Stadion - MDCC-Arena, In: 1.fc-magdeburg.de, abgerufen am 7. Juli 2022.
  5. Vereinsmitteilung vom 19. Februar 2017: Außerordentliche Mitgliederversammlung des 1. FC Magdeburg, In: 1.fc-magdeburg.de, abgerufen am 7. Juli 2022.
  6. Vereinsmitteilung vom 21. April 2018: 1. FC Magdeburg schreibt Vereinsgeschichte, In: 1.fc-magdeburg.de, abgerufen am 7. Juli 2022.
  7. Vereinsmitteilung vom 7. Mai 2022: Der FCM feiert die Meisterschaft, In: 1.fc-magdeburg.de, abgerufen am 7. Juli 2022.
  8. Artikel vom 6. Juni 2002: 1. FC Magdeburg vor dem Zwangsabstieg, In: rp-online.de, abgerufen am 7. Juli 2022.
  9. Vereinsmitteilung vom 3. Juni 2007: Aufstieg knapp verpasst, In: 1.fc-magdeburg.de, abgerufen am 7. Juli 2022.
  10. Vereinsmitteilung vom 9. Dezember 2007: 1. FC Magdeburg entbindet Dirk Heyne von seinen Aufgaben, In: 1.fc-magdeburg.de, abgerufen am 7. Juli 2022.
  11. Vereinsmitteilung vom 11. Dezember 2007: Paul Linz neuer Trainer des 1. FC Magdeburg, In: 1.fc-magdeburg.de, abgerufen am 7. Juli 2022.
  12. Artikel vom 18. Oktober 2010: Präsidium des FCM macht Platz für den Erfolg, In: kicker.de, abgerufen am 7. Juli 2022.
  13. Vereinsmitteilung vom 3. Mai 2012: Detlef Ullrich mit sofortiger Wirkung beim 1. FC Magdeburg frei gestellt, In: 1.fc-magdeburg.de, abgerufen am 7. Juli 2022.
  14. Artikel vom 19. November 2011: Daniel Bauer: „Ich fühle mich ungewollt“, In: tagesspiegel.de, abgerufen am 7. Juli 2022.
  15. Vereinsmitteilung vom 27. April 2012: Andreas Petersen wechselt als Trainer zum 1. FC Magdeburg, 1.fc-magdeburg.de, abgerufen am 7. Juli 2022.
  16. Vereinsmitteilung vom 19. März 2014: Vertrag mit Trainer Andreas Petersen wird nicht verlängert, In: 1.fc-magdeburg.de, abgerufen am 7. Juli 2022.
  17. Vereinsmitteilung vom 16. April 2014: Jens Härtel wird ab Sommer 2014 Trainer des 1. FC Magdeburg, In: 1.fc-magdeburg.de, abgerufen am 7. Juli 2022.
  18. Artikel vom 16. April 2014: Jens Härtel ist neuer FCM-Trainer, In: volksstimme.de, abgerufen am 7. Juli 2022.
  19. Vereinsmitteilung vom 17. Mai 2015: Meister der Regionalliga Nord-Ost, In: 1.fc-magdeburg.de, abgerufen am 7. Juli 2022.
  20. Vereinsmitteilung vom 31. Mai 2015: Wir sind dann mal oben..., In: 1.fc-magdeburg.de, abgerufen am 7. Juli 2022.
  21. Artikel vom 31. Mai 2015: Platzsturm in Offenbach überschattet Magdeburg-Aufstieg, In: spiegel.de, abgerufen am 7. Juli 2022.
  22. Vereinsmitteilung vom 2. Juni 2015: Begeisternder Empfang am Alten Markt, In: 1.fc-magdeburg.de, abgerufen am 7. Juli 2022.
  23. Vereinsmitteilung vom 3. Januar 2016: 1. FC Magdeburg beruft Assistent der Geschäftsführung Sport, In: 1.fc-magdeburg.de, abgerufen am 7. Juli 2022.
  24. Vereinsmitteilung vom 21. April 2018: 1. FC Magdeburg schreibt Vereinsgeschichte, In: 1.fc-magdeburg.de, abgerufen am 7. Juli 2022.
  25. Vereinsmitteilung vom 12. Mai 2018: FCM so heißt’er Unser Deutscher Fussballmeister, In: 1.fc-magdeburg.de, abgerufen am 7. Juli 2022.
  26. Vereinsmitteilung vom 12. Mai 2018: Türpitz und Härtel erfolgreich: Spieler und Trainer der Saison gewählt, In: 1.fc-magdeburg.de, abgerufen am 7. Juli 2022.
  27. Vereinsmitteilung vom 12. November 2018: 1. FC Magdeburg stellt Chef- und Co-Trainer frei., In: 1.fc-magdeburg.de, abgerufen am 7. Juli 2022.
  28. Vereinsmitteilung vom 14. November 2018: Michael Oenning wird Cheftrainer des 1. FC Magdeburg, In: 1.fc-magdeburg.de, abgerufen am 7. Juli 2022.
  29. Vereinsmitteilung vom 16. Mai 2018: 1. FCM mit verändertem Gesicht in Liga 3. In: 1.fc-magdeburg.de, abgerufen am 7. Juli 2022.
  30. Vereinsmitteilung vom 21. Mai 2019: 1. FC Magdeburg begrüßt Stefan Krämer in der FCM-Familie. In: 1.fc-magdeburg.de, abgerufen am 7. Juli 2022.
  31. Vereinsmitteilung vom 23. Dezember 2019: 1. FCM begrüßt Claus-Dieter Wollitz, 1.fc-magdeburg.de, abgerufen am 7. Juli 2022.
  32. Vereinsmitteilung vom 10. Juni 2020: Cheftrainer Wollitz freigestellt - Thomas Hoßmang übernimmt In: 1.fc-magdeburg.de, abgerufen am 7. Juli 2022.
  33. Vereinsmitteilung vom 7. November 2020: 1. FCM verpflichtet Otmar Schork als Sportdirektor In: 1.fc-magdeburg.de, abgerufen am 7. Juli 2022.
  34. Vereinsmitteilung vom 12. Februar 2021: Christian Titz wird neuer Cheftrainer In: 1.fc-magdeburg.de, abgerufen am 7. Juli 2022.
  35. Vereinsmitteilung vom 24. April 2022: Es ist geschafft! In: 1.fc-magdeburg.de, abgerufen am 7. Juli 2022.
  36. Artikel vom 24. April 2022: 1. FC Magdeburg kehrt in die Zweite Fußball-Bundesliga zurück In: spiegel.de, abgerufen am 7. Juli 2022.
  37. Vereinsmitteilung vom 25. April 2022: Pure Emotionen In: 1.fc-magdeburg.de, abgerufen am 7. Juli 2022.
  38. sportschau.de: FCM-Sportgeschäftsführer Otmar Schork wünscht sich "sorgenfreie Saison". Abgerufen am 5. Oktober 2022.
  39. Vereinsmitteilung vom 3. Mai 2022: Aufsichtsrat hat sich einstimmig konstituiert, In: 1.fc-magdeburg.de, abgerufen am 7. Juli 2022.
  40. Artikel vom 5. Mai 2022: Rollentausch im FCM-Aufsichtsrat: Matthias Niedung neuer Vorsitzender, In: mdr.de, abgerufen am 7. Juli 2022.
  41. Artikel vom 6. Mai 2022: Ein Fanvertreter führt jetzt den 1. FC Magdeburg, In: mz.de, abgerufen am 7. Juli 2022.
  42. Vereinsmitteilung vom 23. Februar 2011: Aufsichtsrat benennt Vorsitz und Präsidenten, In: 1.fc-magdeburg.de, abgerufen am 7. Juli 2022.
  43. Vereinsmitteilung vom 8. Juni 2022: Dr. Jörg Biastoch wird Präsident des 1. FC Magdeburg, In: 1.fc-magdeburg.de, abgerufen am 7. Juli 2022.
  44. Vereinsmitteilung vom 1. Juli 2022: Viel Erfolg, Jörg Biastoch und Alexander Wahler, In: 1.fc-magdeburg.de, abgerufen am 7. Juli 2022.
  45. Vereinsmitteilung vom 15. September 2015: Strukturveränderungen werden vorangetrieben, In: 1.fc-magdeburg.de, abgerufen am 7. Juli 2022.
  46. Vereinsmitteilung vom 1. November 2020: FCM stellt sich in Sportlicher Leitung neu auf, In: 1.fc-magdeburg.de, abgerufen am 7. Juli 2022.
  47. Vereinsmitteilung vom 2. Mai 2022: Mario Kallnik verlängert seinen Vertrag nicht, In: 1.fc-magdeburg.de, abgerufen am 7. Juli 2022.
  48. Vereinsmitteilung vom 8. Juni 2022: Alexander Wahler wird kaufmännischer FCM-Geschäftsführer, In: 1.fc-magdeburg.de, abgerufen am 7. Juli 2022.
  49. Vereinsmitteilung vom 6. April 2022: Otmar Schork verlängert Vertrag, In: 1.fc-magdeburg.de, abgerufen am 7. Juli 2022.
  50. Vereinsinformation: Unsere Partner, In: 1.fc-magdeburg.de, abgerufen am 7. Juli 2022.
  51. Vereinsmitteilung vom 17. Juni 2021: Humanas wird neuer Trikotpartner, In: 1.fc-magdeburg.de, abgerufen am 7. Juli 2022.
  52. Vereinsmitteilung vom 17. April 2018: uhlsport und der 1. FC Magdeburg verlängern Ausrüstervertrag bis 2023, In: 1.fc-magdeburg.de, abgerufen am 7. Juli 2022.
  53. Artikel vom 30. Januar 2020: Krügel-Stadion bleibt für FCM ein Traum, volksstimme.de, 30. Januar 2020, abgerufen am 7. Juli 2022.
  54. Artikel vom 14. November 2017: Das Stadion des 1. FC Magdeburg, volksstimme.de, 14. November 2017, abgerufen am 7. Juli 2022.
  55. Vereinsinformation: Das Heinrich-Germer-Stadion, In: 1.fc-magdeburg.de, abgerufen am 7. Juli 2022.
  56. Artikel vom 10. Dezember 2006: Neues Magdeburger Stadion eröffnet, In: tagesspiegel.de, abgerufen am 7. Juli 2022.
  57. Artikel vom 2. Dezember 2017: Christian Beck schießt das Tor des Monats November, In: sportschau.de, abgerufen am 7. Juli 2022.
  58. Artikel vom 25. März 2018: Christian Beck schießt das Tor des Monats Februar, In: sportschau.de, abgerufen am 7. Juli 2022.
  59. Spieler, 1.fc-magdeburg.de
  60. Vereinsinformation: Kooperationsvereine des NLZ, In: 1.fc-magdeburg.de, abgerufen am 7. Juli 2022.
  61. Vereinsmitteilung vom 29. April 2021: Hoßmang zurück im NLZ, In: 1.fc-magdeburg.de, abgerufen am 7. Juli 2022.
  62. Pape-Cup: Die Besten U-15 Nachwuchsteams zu Gast in Magdeburg
  63. Vereinsinformation: Ausgebildete Spieler, In: 1.fc-magdeburg.de, abgerufen am 7. Juli 2022.
  64. Artikel vom 23. April 2020: Magdeburg kassiert bei Bülter-Wechsel 1,6 Millionen Euro, In: volksstimme.de, abgerufen am 23. Juni 2021.
  65. Artikel vom 25. April 2022: Magdeburg Roar, In: 11freunde.de, abgerufen am 22. Juli 2022.
  66. Vereinsmitteilung vom 7. Juli 2022: Vielen Dank für Eure Unterstützung, Clubfans!, In: 1.fc-magdeburg.de, abgerufen am 22. Juli 2022.
  67. Artikel vom 7. Juni 1983: FDGB-Pokal bleibt Domäne des 1. FCM!, In: fcc-supporters.org, abgerufen am 22. Juli 2022.
  68. Artikel vom 7. März 1972: Spielrausch im Spitzenduell: 5:0!, In: fcc-supporters.org, abgerufen am 22. Juli 2022.
  69. Artikel vom 8. Februar 2022: „Keine Montagsspiele – FCM & seine Fans setzen ein Zeichen“, In: faszination-fankurve.de, abgerufen am 22. Juli 2022.
  70. Artikel vom 20. Juli 2019: FCM und Eintracht in aller Freundschaft, In: volksstimme.de, abgerufen am 22. Juli 2022.
  71. Artikel vom 20. Februar 2014: So tickt die Fanszene des 1. FC Magdeburg, In: volksstimme.de, abgerufen am 22. Juli 2022.
  72. Artikel vom 27. Juli 2010: Auswärtsfahrt nach Krakau, In: fanprojekt-magdeburg.org, abgerufen am 22. Juli 2022.
  73. Daniel George: Vor FCM-Spiel gegen Union Berlin: Horror-Szenario ohne Grund? In: MDR Sachsen-Anhalt. 7. Dezember 2018, archiviert vom Original am 12. April 2019; abgerufen am 10. März 2019.
  74. cbo: „Weichgespültes Abkommen“ FCM-Hooligans wollen zum Derby nach Halle kommen. In: Mitteldeutsche Zeitung. 22. November 2016, abgerufen am 10. März 2019.
  75. Artikel vom 30. September 2017: Nach dem Tod von Fan Hannes spricht jetzt sein Bruder: „Es gibt zu viele Menschen, die den Fußball kaputt machen“, In: sportbuzzer.de, abgerufen am 23. Juli 2022.
  76. Artikel vom 29. Januar 2020: Er starb, weil er ein Fan war, In: zeit.de, abgerufen am 23. Juli 2022.
  77. Artikel vom 27. Februar 2020: Zeugin sagt im Fall Hannes aus, In: volksstimme.de, abgerufen am 23. Juli 2022.
  78. Artikel vom 20. Februar 2020: Ermittlungen im Fall Hannes wieder aufgenommen, In: liga3-online.de, abgerufen am 23. Juli 2022.
  79. Die Historie des „Elb-Clásico“. In: dynamo-dresden.de. Archiviert vom Original am 11. Mai 2021; abgerufen am 10. April 2020.
  80. Vereinsinformation: Die Fanclubs des 1. FC Magdeburg, In: 1.fc-magdeburg.de, abgerufen am 7. Juli 2022.
  81. Artikel vom 26. Dezember 2015: FCM-Fanclub aus Hanoi sendet Weihnachtsgrüße, In: volksstimme.de, abgerufen am 7. Juli 2022.
  82. Vereinsinformation: Der FanRat e. V., In: fcmfanblock.com, abgerufen am 7. Juli 2022.
  83. Artikel vom 18. August 2014: Denkmal für Heinz Krügel eingeweiht, In: volksstimme.de, abgerufen am 7. Juli 2022.
  84. Vereinsinformation: Unser Auftrag , In: fanprojekt-magdeburg.org, abgerufen am 7. Juli 2022.
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Stadien MDCC-ArenaErnst-Grube-StadionHeinrich-Germer-Stadion
Saisons 2017/18 • 2018/19