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Sportfreunde Lotte

deutscher Fußballverein

Der VfL Sportfreunde Lotte ist ein Sportverein mit rund 1.500 Mitgliedern in sechs Abteilungen aus der Gemeinde Lotte in der westfälischen Region Tecklenburger Land (Kreis Steinfurt). Die erfolgreichste und bekannteste Abteilung des Vereins ist die in der 3. Liga spielende Fußballmannschaft.

Sportfreunde Lotte
Vereinswappen der Sportfreunde Lotte
Basisdaten
Name Verein für Laufspiele
Sportfreunde Lotte e. V. von 1929
Sitz Lotte, Nordrhein-Westfalen
Gründung 1929
Farben Blau-Weiß
Mitglieder 1.500 (1. Juli 2017)[1]
Vorstand Hans-Ulrich Saatkamp (Vorsitzender)
Florian Heinrichs
Sven Westerhus
Heinz Budke
Website sf-lotte.de
Erste Mannschaft
Cheftrainer Ismail Atalan
Spielstätte FRIMO Stadion
Plätze 10.059
Liga 3. Liga
2017/18 16. Platz
Heim
Auswärts

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Der Verein wurde 1929 unter dem Namen Turnverein Lotte gegründet und beschränkte sich zunächst ausschließlich auf das Turnen. Nach der Neugründung des Vereins unter dem Namen VfL Sportfreunde Lotte am 9. Februar 1946 wurden neben dem Turnen auch Abteilungen für Fußball und Handball eingerichtet.

Nachdem die Fußballer über viele Jahre in der Spitzengruppe der Verbandsliga gespielt hatten, gelang mit der Verbandsliga-Meisterschaft in der Saison 2003/04 der Aufstieg in die Oberliga Westfalen. In der Saison 2007/08 erreichte man dort den vierten Platz und qualifizierte sich somit für die neue dreigleisige Regionalliga. Die Saison 2008/09 beendeten die Sportfreunde unter Trainer Maik Walpurgis auf Platz 10 und qualifizierten sich durch die Finalteilnahme im Westfalenpokal für die 1. Hauptrunde des DFB-Pokals 2009/10. Dort wurde den Sportfreunden der Bundesligist VfL Bochum zugelost, der sich knapp mit 1:0 durchsetzen konnte.

Nachdem die Sportfreunde Lotte die Regionalligasaison 2011/12 in der Weststaffel als Tabellenzweiter mit einem Punkt Rückstand auf die zweite Mannschaft von Borussia Dortmund beendet hatten, legten sie beim DFB Beschwerde ein und forderten eine Aufnahme als 21. Mitglied in die 3. Liga 2012/13, weil Spieler von Rot-Weiss Essen gestanden hatten, am 36. Spieltag vor einem Spiel gegen Borussia Dortmund II gegen die eigene Mannschaft gesetzt zu haben.[2] Dieser Einspruch wurde am 25. Mai 2012 abgewiesen, da keine Spielmanipulation nachgewiesen werden konnte und zudem die Einspruchsfrist abgelaufen war.

 
Blick auf einen Teil der Haupttribüne des Frimo Stadions

Am Ende der Saison 2012/13 wurden die Sportfreunde Meister der Regionalliga West und sicherten sich damit die Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur 3. Fußball-Liga, in der sie in zwei Spielen gegen den Nordost-Meister RB Leipzig antraten. Das Auswärtsspiel ging 0:2 verloren, daheim führten die Sportfreunde nach 90 Minuten mit 2:0, scheiterten aber in der Verlängerung (2:2) und verfehlten damit den Aufstieg in die 3. Liga. In den folgenden Saisons spielten die Sportfreunde Lotte zwar vorne mit (2. Platz 2013/14, 6. Platz 2014/15), verpassten aber eine neuerliche Qualifikation für die Aufstiegsrunde. Diese wurde in der Saison 2015/16 erneut erreicht. Die Sportfreunde Lotte wurden mit 83 Punkten Meister der Regionalliga West. In der Aufstiegsrelegation zur 3. Liga setzen sie sich gegen Waldhof Mannheim, den Meister der Regionalliga Südwest, mit 2:0 nach Hin- und Rückspiel durch und stiegen zum ersten Mal in die 3. Liga auf.

In der Saison 2016/17 trafen die Sportfreunde in der 1. Runde des DFB-Pokals auf den Bundesligisten Werder Bremen, den sie am 21. August 2016 mit 2:1 besiegten. Mit 10.059 Zuschauern wurde in diesem Spiel ein neuer Vereinsrekord aufgestellt. In der 2. Runde konnten sich die Sportfreunde im heimischen Frimo Stadion vor 8.763 Zuschauern gegen einen weiteren Bundesligisten, Bayer 04 Leverkusen, mit 6:5 n. E. durchsetzen. Im Achtelfinale wurde der Zweitligist TSV 1860 München mit 2:0 bezwungen. Als Gegner im Viertelfinale wurde Borussia Dortmund ausgelost. Das Spiel konnte am 28. Februar 2017 jedoch wegen eines Unwetters nicht stattfinden[3] und wurde verschoben auf den 14. März 2017. Für die Austragung wich man an die Bremer Brücke im benachbarten Osnabrück aus. Hier schied Lotte im Viertelfinale gegen Borussia Dortmund mit 0:3 aus.[4] Die Klasse konnten die Sportfreunde in ihrer ersten Drittligaspielzeit halten, sie schlossen die Saison 2016/17 auf Platz zwölf ab.

ErfolgeBearbeiten

Platzierungen der letzten JahreBearbeiten

  • 1988/89: 1. der Bezirksliga Westfalen Staffel 10
  • 1989/90: 10. der Landesliga Westfalen Staffel 4
  • 1990/91: 4. der Landesliga Westfalen Staffel 4
  • 1991/92: 2. der Landesliga Westfalen Staffel 4
  • 1992/93: 2. der Landesliga Westfalen Staffel 4
  • 1993/94: 4. der Landesliga Westfalen Staffel 4
  • 1994/95: 2. der Landesliga Westfalen Staffel 4
  • 1995/96: 1. der Landesliga Westfalen Staffel 4
  • 1996/97: 6. der Verbandsliga Westfalen Staffel 1
  • 1997/98: 3. der Verbandsliga Westfalen Staffel 1
  • 1998/99: 5. der Verbandsliga Westfalen Staffel 1
  • 1999/00: 4. der Verbandsliga Westfalen Staffel 1
  • 2000/01: 8. der Verbandsliga Westfalen Staffel 1
  • 2001/02: 5. der Verbandsliga Westfalen Staffel 1
  • 2002/03: 5. der Verbandsliga Westfalen Staffel 1
  • 2003/04: 1. der Verbandsliga Westfalen Staffel 1
  • 2004/05: 8. der Oberliga Westfalen
  • 2005/06: 5. der Oberliga Westfalen
  • 2006/07: 8. der Oberliga Westfalen
  • 2007/08: 4. der Oberliga Westfalen
  • 2008/09: 10. der Regionalliga West
  • 2009/10: 2. der Regionalliga West
  • 2010/11: 3. der Regionalliga West
  • 2011/12: 2. der Regionalliga West
  • 2012/13: 1. der Regionalliga West
  • 2013/14: 2. der Regionalliga West
  • 2014/15: 6. der Regionalliga West
  • 2015/16: 1. der Regionalliga West
  • 2016/17: 12. der 3. Fußball-Liga
  • 2017/18: 16. der 3. Fußball-Liga

PersönlichkeitenBearbeiten

Kader der Saison 2018/19Bearbeiten

Stand: 31. Januar 2019[5]

Nr. Nat. Spieler Im Verein seit Letzter Verein
Torwart
01 Deutschland  Steve Kroll 2018 Wormatia Worms
12 Deutschland  Tobias Trautner 2019 Kongsvinger IL
30 Deutschland  Norman Quindt 2018 TSG Neustrelitz
Abwehr
02 Deutschland  Michael Schulze 2017 Eintracht Braunschweig
04 Deutschland  Kevin Pytlik 2018 Wuppertaler SV
05 Deutschland  Matthias Rahn 2014 KSV Hessen Kassel
16 Kanada  Adam Straith (C)  2017 FC Edmonton
21 Deutschland  Thomas Blomeyer 2019 MSV Duisburg
23 Deutschland  Alexander Langlitz 2014 Rot-Weiss Essen
26 Deutschland  Noah Awassi 2018 FSV Union Fürstenwalde
27 Deutschland  Sascha Härtel 2019 FC Erzgebirge Aue
Mittelfeld
03 Deutschland  Tim Wendel 2013 TSV Havelse
06 Deutschland  Jonas Hofmann 2018 1. FC Nürnberg II
08 Niederlande  Jules Reimerink 2018 VfL Osnabrück
10 Deutschland  Maximilian Oesterhelweg 2017 SV Elversberg
14 Deutschland  Tino Schmidt 2018 SV Babelsberg 03
15 Deutschland  Paterson Chato 2018 Borussia Dortmund II
22 Deutschland  Lars Dietz 2018 1. FC Union Berlin
24 Polen  Jarosław Lindner 2016 SV Wehen Wiesbaden
25 Deutschland  Jeron Al-Hazaimeh 2018 Preußen Münster
28 Deutschland  Joshua Putze 2017 Energie Cottbus
Angriff
09 Kroatien  Toni Jović 2019 vereinslos
11 Deutschland  Danny Breitfelder 2018 Chemnitzer FC
13 Deutschland  Gerrit Wegkamp 2018 VfR Aalen
17 Deutschland  Justin Eilers 2019 vereinslos
19 Deutschland  Sinan Karweina 2018 1. FC Köln U19
29 Deutschland  Felix Drinkuth 2019 SC Paderborn 07

TrainerteamBearbeiten

Name Funktion
Ismail Atalan Trainer
Joseph Laumann Co-Trainer
Johannes Thienel Athletiktrainer

Transfers der Saison 2018/19Bearbeiten

Zugänge
Nat. Name abgebender Verein Transferperiode
Deutschland  Jeron Al-Hazaimeh Preußen Münster Sommer 2018
Deutschland  Noah Awassi FSV Union Fürstenwalde
Deutschland  Danny Breitfelder Chemnitzer FC
Deutschland  Paterson Chato Borussia Dortmund II
Deutschland  Junior Ebot-Etchi SC Weiche Flensburg 08
Deutschland  Jonas Hofmann 1. FC Nürnberg II
Deutschland  Sinan Karweina 1. FC Köln U19
Deutschland  Steve Kroll Wormatia Worms
Deutschland  Noah Plume TSV Havelse
Deutschland  Kevin Pytlik Wuppertaler SV
Deutschland  Norman Quindt TSG Neustrelitz
Niederlande  Jules Reimerink VfL Osnabrück
Deutschland  Tino Schmidt SV Babelsberg 03
Deutschland  Toni Stelzer Dynamo Dresden U19
Deutschland  Aygün Yildirim SC Wiedenbrück
Deutschland  Dennis Rosin Werder Bremen II 29. August 2018
Deutschland  Lars Dietz 1. FC Union Berlina. 31. August 2018
Deutschland  Gerrit Wegkamp VfR Aalen
Deutschland  Thomas Blomeyer MSV Duisburga. Winter 2018/19
Deutschland  Felix Drinkuth SC Paderborn 07a.
Deutschland  Justin Eilers vereinslos
Deutschland  Sascha Härtel FC Erzgebirge Auea.
Deutschland  Tobias Trautner Kongsvinger IL
Kroatien  Toni Jović vereinslos
Abgänge
Nat. Name aufnehmender Verein Transferperiode
Deutschland  Dennis Brock Bonner SC Sommer 2018
Deutschland  David Buchholz SV Straelen
Polen  André Dej SSV Jahn Regensburg
Deutschland  Mats Facklam Eintracht Norderstedt
Deutschland  Benedikt Fernandez Karriereende
Deutschland  Kevin Freiberger Rot-Weiss Essen
Deutschland  Tim Gorschlüter Karriereende
Deutschland  Tobias Haitz Karriereende
Deutschland  Moritz Heyer Hallescher FC
Deutschland  Marco Hober Borussia Dortmund II
Deutschland  Michael Hohnstedt BSV Rehden
Deutschland  Kevin Pires-Rodrigues Preußen Münster
Deutschland  Bernd Rosinger FC 08 Homburg
Deutschland  Maximilian Rossmann Heracles Almelo
Deutschland  Max Wegner SV Meppen
Deutschland  Junior Ebot-Etchi TSV Steinbach Haiger Winter 2018/19
Deutschland  Nico Neidhart FC Emmen
Polen  Marcus Piossek SV Meppen
Deutschland  Noah Plume TSV Havelsea.
Deutschland  Dennis Rosin SV Elversberg
Deutschland  Toni Stelzer BFC Dynamo
Deutschland  Aygün Yıldırım SC Verla.
Deutschland  Yannick Zummack FC Teutonia 1905

Transfers der Saison 2019/20Bearbeiten

Abgänge
Nat. Name aufnehmender Verein Transferperiode
Deutschland  Paterson Chato SV Wehen Wiesbaden Sommer 2019
a. ausgeliehen
w.a. war ausgeliehen

Ehemalige SpielerBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Sportfreunde Lotte – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Kicker.de: Vereinsdaten - Sportfreunde Lotte
  2. Lotte fordert Aufstockung der dritten Liga. Der Spiegel, 21. Mai 2012, abgerufen am 21. Mai 2012.
  3. Alexander Krei: Spielabsage: Das Erste zeigt "Tatort" statt Pokal. In: dwdl.de. DWDL.de, 28. Februar 2017, abgerufen am 28. Juli 2018.
  4. Trotz schwacher Halbzeit: BVB steht im DFB-Pokal-Halbfinale gegen den FC Bayern. Focus, abgerufen am 6. August 2017.
  5. Mannschaft, sf-lotte.de