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Torjägerkanone
Entwicklung der Toranzahl bei Bundesliga-Torschützenkönigen

Die Torjägerkanone ist eine Auszeichnung für den besten Torjäger der deutschen Fußball-Bundesliga, den so genannten Torschützenkönig. Jeder mit der Kanone ausgezeichnete Spieler erhält ein eigenes Exemplar der Auszeichnung, das nach der Überreichung in sein Eigentum übergeht. Seit 2004 erhält die Torschützenkönigin der Frauen-Bundesliga ebenfalls die Torjägerkanone.

GeschichteBearbeiten

Sie wurde vom damaligen Sportmagazin am Ende der dritten Bundesliga-Saison 1965/66 zum ersten Male an den erfolgreichsten Torschützen vergeben, und zwar an Lothar Emmerich von Borussia Dortmund, der 31 Tore erzielt hatte. Am häufigsten erhielt die Auszeichnung Gerd Müller, der insgesamt sieben Mal ausgezeichnet wurde. Zehnmal wurde die Kanone am Ende der Saison an zwei Spieler vergeben, die mit der gleichen Zahl erzielter Tore an der Spitze standen.

Seit der Fusion von kicker und Sportmagazin 1968 wird die Auszeichnung vom Kicker-Sportmagazin vergeben.

AussehenBearbeiten

Hervorgerufen durch Modellwechsel bzw. Firmenaufgabe von Herstellern, hat sich die Form der Torschützen-Kanone im Laufe der Jahre mehrfach geringfügig verändert. Sie ist aus massivem Eisenguss gefertigt. Die derzeitige Fassung wiegt ca. 3,2 kg. Das Rohr der Kanone ist 26 cm lang, die Ausmaße der hölzernen Bodenplatte betragen 43 × 22 cm.

Aíltons KanoneBearbeiten

Im März 2007 bot der Steuer- und Spielerberater Werner Helleckes des Torschützenkönigs von 2004 Aílton die von diesem gewonnene Torjägerkanone zusammen mit anderen Trophäen und persönlichen Gegenständen Aíltons im Zuge einer Versteigerung beim Internetauktionshaus eBay an, weil dieser nach Helleckes Auskunft Schulden bei ihm hatte.[1] Bei einem Gebot von über 600.000 € stoppte ebay auf Grund einer durch Aílton erwirkten einstweiligen Verfügung die Auktion.[2]

Siehe auchBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. „Ex-Berater verhökert Ailtons Trophäen“, sportbild.de, 7. März 2007
  2. „ebay stoppt Auktion“, Kölner Stadt-Anzeiger, 9. März 2007