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Der FSV Zwickau (ausgeschrieben: Fußball-Sportverein Zwickau e. V.) ist ein Fußballverein in der westsächsischen Stadt Zwickau. Er wurde am 28. August 1912[2] gegründet und gehört der 3. Liga an.

FSV Zwickau
FSV Zwickau Logo.svg
Basisdaten
Name Fußball-Sportverein Zwickau e. V.
Sitz Zwickau, Sachsen
Gründung 1912/1990
Farben Rot-Weiß
Mitglieder 2.119 (1. Oktober 2017)[1]
Website fsv-zwickau.de
Erste Mannschaft
Cheftrainer Joe Enochs
Spielstätte GGZ-Arena Zwickau
Plätze 10.134
Liga 3. Liga
2018/19 7. Platz
Heim
Auswärts

Strukturelle EntwicklungBearbeiten

Die Wurzeln des FSV liegen im Zwickauer Stadtteil Planitz. Dort spielte vor dem Zweiten Weltkrieg der Planitzer SC, der von 1933 bis 1944 in der Gauliga Sachsen vertreten war. Nach Kriegsende wurden in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) alle Sportvereine auf Dauer aufgelöst. Zur Weiterführung des Sportverkehrs wurden lose organisierte Sportgemeinschaften (SG) erlaubt, die anfangs nur auf lokaler Ebene Wettkämpfe austragen durften. Planitzer Sportler gründeten am 15. März 1946 die SG Planitz, die sich in der Folge zunächst im Kreis Zwickau, ab 1947 im Land Sachsen an den Fußballmeisterschaften beteiligte.

Um den Sportgemeinschaften in der SBZ eine gesicherte Finanzierung und Logistik zu gewährleisten, wurde der Sportbetrieb ab 1948 über Betriebssportgemeinschaften (BSG) organisiert. Dies nutzten mehrere Zwickauer Sportgemeinschaften, um mit Hilfe des Fahrzeugwerks Horch und unter Hinzuziehung von Fußballspielern der SG Planitz am 15. März 1949 die Zentrale Sportgemeinschaft (ZSG) Horch Zwickau zu gründen. Nachdem im Mai 1950 in der inzwischen gegründeten DDR die republikweit agierende Sportvereinigung Motor für den Bereich Maschinen- und Fahrzeugbau ins Leben gerufen worden war, wurde am 14. Mai 1950 die ZSG in die BSG Motor Zwickau umgewandelt.

1968 wurde die BSG Motor zum Vorreiter der betriebsbezogenen Namensänderungen bei Betriebssportgemeinschaften. Als erste BSG in den höheren Fußball-Ligen legten die Zwickauer den Namen der Sportvereinigung ab und verwiesen ab 1. Februar 1968 mit der neuen Bezeichnung BSG Sachsenring deutlich auf ihren Trägerbetrieb VEB Sachsenring Automobilwerke (vormals Horch) hin. Am 31. März 1969 schloss sich die BSG Aktivist Karl Marx Zwickau der BSG Sachsenring an. Die in der zweitklassigen DDR-Liga spielende Fußballmannschaft trat künftig als BSG Sachsenring II an. Nach der politischen Wende von 1989/90 wurde das Verbot der Bildung von Vereinen hinfällig und die politische Beeinflussung des Sports durch die DDR-Regierung beendet. Beides nahmen Mitglieder der Sektion Fußball der BSG Sachsenring zum Anlass, am 31. Januar 1990 die Ausgliederung und Gründung des eingetragenen Vereins Fußball-Sport-Verein (FSV) Zwickau zu beschließen.[3]

Zeitleiste
15. März 1946 SG Planitz
15. März 1949 ZSG Horch Zwickau
14. Mai 1950 BSG Motor Zwickau
1. Februar 1968 BSG Sachsenring Zwickau
1. Januar 1990 FSV Zwickau (lt. Satzung)
Historische Logos:

Entwicklung im FußballBearbeiten

BetriebssportgemeinschaftBearbeiten

1948 hatte sich die SG Planitz für die Teilnahme an der 1. Fußball-Ostzonenmeisterschaft qualifiziert und besiegte im Endspiel die SG Freiimfelde Halle durch ein Tor von Horst Weiß mit 1:0. Als Vierter in der Finalrunde Sachsen 1949 verpasste die neu gebildete ZSG Horch Zwickau die Teilnahme an der Ostzonenmeisterschaft 1949, erreichte aber in den Qualifikationsspielen der Halbfinalverlierer im FDGB-Pokal gegen die SG Zeiss Jena (1:1 n. V., 2:2 n. V., 3:0) die Teilnahme an der Ostzonenliga (später DDR-Oberliga), die 1949/50 in ihre erste Saison ging. Dort wurde die ZSG mit 20 Siegen, einem Unentschieden und fünf Niederlagen erster Fußballmeister der DDR. Die Stammelf setzte sich aus folgenden Spielern zusammen:

Max Hofsommer (16 Spiele/Tore -) – Egon Jugel (19/-), Helmut Schubert (18/-) – Manfred Fuchs (22/-), Gottfried Lenk (21/14), Herbert Heinze (26/11) – Lothar Kunack (24/6), Siegfried Meier (26/6), Heinz Satrapa (23/20), Karl Dittes (16/3), Johannes Breitenstein (21/1)

Bis 1983 spielten die Zwickauer ohne Unterbrechung in der DDR-Oberliga. Als BSG Motor wurden sie 1963 und 1967 DDR-Pokalsieger, 1975 holten sie als BSG Sachsenring ihren dritten Pokalerfolg. Im Europapokal der Pokalsieger 1975/76 errang die BSG Sachsenring ihren größten internationalen Erfolg. Nach der Eliminierung von Panathinaikos Athen (0:0, 2:0), AC Florenz (0:1, 1:0/5:4 E) und Celtic Glasgow (1:1, 1:0) erreichten die Zwickauer das Halbfinale und unterlagen erst dort dem späteren Pokalsieger RSC Anderlecht mit 0:3 und 0:2. Nach Gründung der Sport- bzw. Fußballclubs war Zwickau mehrfach Abschluss der Saison die bestplatzierte BSG in der Oberliga. 1983 musste Sachsenring Zwickau erstmals aus der Oberliga absteigen. Die Folgejahre waren von mehreren Auf- und Abstiegen zwischen DDR-Liga und Oberliga geprägt. Die letzte Saison im DDR-Fußball-Spielbetrieb beendete die BSG Sachsenring 1989/90 auf Platz vier in der DDR-Liga.

Fußball-Sport-VereinBearbeiten

Der neue Verein FSV Zwickau spielte 1990/91 in der zweitklassigen Liga des Nordostdeutschen Fußballverbandes weiter. Als Sieger der Staffel B qualifizierten sich die Zwickauer für die Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga, wurden aber nur Dritter und mussten 1991/92 in der Fußball-Oberliga Nordost, der damals 3. Spielklasse im DFB-Ligensystem, antreten.

Von der Saison 1994/95 bis 1997/98 spielte der FSV Zwickau in der Zweiten Bundesliga. Während der vier Serien im Profifußball wurde 1995/96 sogar der Aufstieg in die 1. Liga knapp verpasst. Im Jahre 1998 stieg die Mannschaft wieder in das Amateurlager ab. Vorausgegangen war Ende 1996 die Entlassung des Erfolgstrainers Gerd Schädlich. In der Mitte der ersten Halbserie 1999/2000 spitzte sich die finanzielle Lage des FSV zu, welche in der Zahlungsunfähigkeit des Vereins gipfelte. Das Insolvenzverfahren wurde nach längerer Zeit erfolgreich abgeschlossen. Seitdem hießen die Ziele beim FSV Zwickau Konsolidierung der Finanzen und sportlicher Neuanfang. 2005 stieg der Verein aus der Südstaffel der Oberliga Nordost (damals vierte Liga in Deutschland) in die Landesliga Sachsen ab, der direkte Wiederaufstieg gelang. Ab der Saison 2006/07 spielte der FSV Zwickau wieder in der NOFV-Oberliga Süd (fünfte Liga nach Gründung der 3. Liga in Deutschland). Nach nur einem Punkt aus vier Spielen wurde Trainer Heinz Dietzsch im September 2007 entlassen und von Peter Keller abgelöst.

Nachdem bekannt wurde, dass der Verein Schulden in Höhe von ca. 700.000 € hat, musste der Verein am 8. März 2010 erneut Insolvenz anmelden. Nach erfolgreichem Abschluss des zweiten Insolvenzverfahrens 2010 spielte der FSV Zwickau weiter in der fünften Liga und stand 2012 bereits Wochen vor Saisonschluss als Aufsteiger in die Regionalliga Nordost fest. Dort beendete der Verein die Saison 2012/13 als Tabellendritter hinter RB Leipzig und dem FC Carl Zeiss Jena. In der Spielzeit 2014/15 verspielte der FSV Zwickau in einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem 1. FC Magdeburg erst am vorletzten Spieltag die Meisterschaft der Regionalliga Nordost und damit die Relegation um den Aufstieg in die 3. Liga.

Ein Jahr später erreichte der FSV Zwickau die Aufstiegsspiele: In der Saison 2015/16 belegten die Sachsen aufgrund des besseren Torverhältnisses den ersten Platz vor dem punktgleichen Berliner AK. In den Spielen um den Aufstieg in die 3. Liga traf das Team von Trainer Torsten Ziegner auf die SV Elversberg. Das Hinspiel im Saarland endete 1:1. Das Rückspiel im Plauener Vogtlandstadion ging mit 1:0 für den FSV aus, wodurch dieser in der Saison 2016/17 zum ersten Mal in die 3. Liga aufstieg. Nach einer schwachen ersten Halbserie und finanziellen Problemen, die eine Nachlizenzierung erforderlich machten,[4][5] beantragte der FSV Zwickau keine Lizenz für die 2. Bundesliga.[6] Nach 38 Spieltagen entwickelte sich der FSV Zwickau jedoch zum zweitbesten Rückrundenverein, punktgleich hinter Holstein Kiel, und beendete die Saison auf Tabellenrang 5.[7][8]

Die zweite Mannschaft des Vereins beendete die Saison 2010/11 in der Bezirksklasse als Erster und stieg in die Bezirksliga auf. In der Spielzeit 2011/12 beendete die zweite Mannschaft die Saison auf Platz 1 und spielte ab 2012/13 in der Landesliga Sachsen. Nach der Saison 2015/2016 wurde die zweite Mannschaft aufgelöst.[9]

ErfolgeBearbeiten

1948 Ostzonenmeister SG Planitz
1950 DDR-Meister BSG Motor
1963 FDGB-Pokalsieger
1967 FDGB-Pokalsieger
1975 FDGB-Pokalsieger BSG Sachsenring
1976 Halbfinale EC Pokalsieger
1985 Oberliga-Aufstieg
1988 Oberliga-Aufstieg
1994 Aufstieg 2. Bundesliga FSV Zwickau
2006 Aufstieg NOFV-Oberliga
2012 Aufstieg Regionalliga
2016 Aufstieg 3. Liga

StatistikBearbeiten

PlatzierungenBearbeiten

Saison Ligenniveau Liga Platz
1949/50 1 DDR-Oberliga 01.
1950/51 1 DDR-Oberliga 03.
1951/52 04.
1952/53 03.
1953/54 11.
1954/55 05.
1955 04.
1956 11.
1957 10.
1958 08.
1959 08.
1960 04.
1961/62 05.
1962/63 07.
1963/64 12.
1964/65 08.
1965/66 10.
1966/67 03.
1967/68 07.
1968/69 05.
1969/70 05.
1970/71 06.
1971/72 07.
1972/73 08.
1973/74 08.
1974/75 07.
1975/76 09.
1976/77 08.
1977/78 10.
1978/79 12.
1979/80 08.
1980/81 11.
1981/82 12.
1982/83 1 DDR-Oberliga 14.
1983/84 2 DDR-Liga 01.
1984/85 2 DDR-Liga 01.
1985/86 1 DDR-Oberliga 14.
1986/87 2 DDR-Liga 02.
1987/88 2 DDR-Liga 01.
1988/89 1 DDR-Oberliga 13.
1989/90 2 DDR-Liga 04.
1990/91 01.
Saison Ligenniveau Liga Platz
1991/92 3 NOFV-Oberliga Staffel Süd 01.
1992/93 05.
1993/94 3 NOFV-Oberliga Staffel Süd 01.
1994/95 2 2. Bundesliga 16.
1995/96 05.
1996/97 14.
1997/98 2 2. Bundesliga 17.
1998/99 3 Regionalliga Nordost 04.
1999/00 3 Regionalliga Nordost 18.
2000/01 4 NOFV-Oberliga Staffel Süd 04.
2001/02 06.
2002/03 06.
2003/04 08.
2004/05 4 NOFV-Oberliga Staffel Süd 14.
2005/06 5 Landesliga Sachsen 01.
2006/07 4 NOFV-Oberliga Staffel Süd 09.
2007/08 14.
2008/09 5 07.
2009/10 09.
2010/11 09.
2011/12 5 NOFV-Oberliga Staffel Süd 01.
2012/13 4 Regionalliga Nordost 03.
2013/14 06.
2014/15 02.
2015/16 4 Regionalliga Nordost 01.
2016/17 3 3. Liga 05.
2017/18 15.
2018/19 7.

In der ewigen Tabelle der DDR-Oberliga belegt Zwickau den 9. Platz.

SpielerBearbeiten

TrainerBearbeiten

Eine chronologische Übersicht der Trainer des Vereins seit Gründung.

Amtszeit Trainer
1949–1950 Friedrich Müller
1950 Hans Ulbricht
1950 Herbert Melzer
1951–1955 Erich Dietel
1955–1957 Hans Höfer
1957–1964 Karl Dittes
1964–1965 Horst Oettler
1965–1966 Heinz Werner
1966–1967 Horst Oettler
1967–1968 Joachim Seiler
1968–1969 Manfred Fuchs
1969–1971 Horst Scherbaum
1971–1976 Karl-Heinz Kluge
1976–1978 Hans Speth
1978–1979 Gerhard Bäßler
Amtszeit Trainer
1979–1981 Peter Henschel
1981–1982 Gerald Kunstmann
1982–1984 Manfred Kupferschmied
1984–1988 Jürgen Croy
1988–08/1989 Udo Schmuck
09/1989 (interim) Dietmar Pohl
10/1989-12/1990 Harald Irmscher
1991–1996 Gerd Schädlich
1996–1997 Joachim Streich
1997 Heinz Werner
1997–1998 Charly Körbel
1998 Hans-Uwe Pilz
1998–1999 Hans-Jürgen Dörner
1999 Hans-Uwe Pilz
1999–2002 Konrad Weise
Amtszeit Trainer
2002–2003 Robby Doege
2003 Peter Brändel
2003–2004 Bernd Tipold
2003–2004 Jens Große
2005 Klaus Georgi
2005–2006 Uwe Ferl
2006–2007 Heinz Dietzsch
2007–2009 Peter Keller
2009 Dirk Barsikow
2009 Matthias Zimmerling
2009–2010 Dirk Barsikow
2010–2012 Nico Quade
2012–2018 Torsten Ziegner
2018 Danny König
Seit 2018 Joe Enochs

Kader 2019/20Bearbeiten

SpielerBearbeiten

Nr. Nat. Name Geburtstag Im Verein seit
Tor
01 Deutschland  Johannes Brinkies (C)  20.06.1993 2016
26 Deutschland  Max Sprang 04.07.2000 2017
29 Deutschland  Matti Kamenz 09.08.1998 2018
Abwehr
02 Kanada  Marcus Godinho 28.06.1997 2019
03 Deutschland  Christopher Handke 14.02.1989 2019
04 Deutschland  Ali Odabas 20.10.1993 2019
05 Deutschland  Maurice Hehne 24.04.1997 2019
17 Deutschland  Morris Schröter 20.08.1995 2015
25 Deutschland  Sascha Härtela. 09.03.1999 2019
28 Deutschland  Nils Miatke 30.01.1990 2016
30 Deutschland  Julius Reinhardt 29.03.1988 2018
Mittelfeld
07 Deutschland  Janik Mäder 27.09.1996 2018
08 Deutschland  Leon Jensen 19.05.1997 2019
10 Deutschland  Christian Bickel 27.01.1991 2018
11 Deutschland  Fabio Viteritti 22.05.1993 2019
13 Deutschland  Mike Könnecke 23.08.1988 2016
18 Osterreich  Sebastian Wimmer 15.01.1994 2019
19 Deutschland  Davy Frick 05.04.1990 2011
20 Deutschland  René Lange 22.11.1988 2015
23 Deutschland  Marius Hauptmann 14.09.1999 2019
Angriff
09 Deutschland  Gerrit Wegkamp 13.04.1993 2019
15 Deutschland  Ronny König 02.06.1983 2016
21 Deutschland  Denis Jäpel 26.05.1998 2019
32 Deutschland  Elias Hutha. 10.02.1997 2019
a. ausgeliehen
  • Stand: 28. August 2019[10]

Transfers Saison 2019/20Bearbeiten

Zugänge
Nationalität/Name Position abgebender Verein Zeitpunkt
Kanada  Marcus Godinho Abwehr Heart of Midlothian Sommer 2019
Deutschland  Christopher Handke Abwehr 1. FC Magdeburg
Deutschland  Sascha Härtel Abwehr FC Erzgebirge Aue (Leihe)
Deutschland  Marius Hauptmann Mittelfeld Dynamo Dresden
Deutschland  Maurice Hehne Abwehr Hannover 96 II
Deutschland  Elias Huth Sturm 1. FC Kaiserslautern (Leihe)
Deutschland  Denis Jäpel Sturm FC Carl Zeiss Jena
Deutschland  Leon Jensen Mittelfeld F91 Düdelingen
Deutschland  Ali Odabas Abwehr SSV Jahn Regensburg
Deutschland  Fabio Viteritti Mittelfeld Energie Cottbus
Deutschland  Gerrit Wegkamp Sturm Sportfreunde Lotte
Osterreich  Sebastian Wimmer Abwehr FC Viktoria Köln
Abgänge
Nationalität/Name Position aufnehmender Verein Zeitpunkt
Osterreich  Nico Antonitsch Abwehr FC Ingolstadt 04 Sommer 2019
Deutschland  Anthony Barylla Abwehr 1. FC Saarbrücken
Deutschland  Nico Beyer Abwehr Berliner AK 07
Deutschland  Tarsis Bonga Sturm Chemnitzer FC
Vereinigte Staaten  Orrin McKinze Gaines II Mittelfeld SV Darmstadt 98 (Leihende)
Vereinigte Staaten  Bryan Gaul Abwehr Ziel unbekannt
Deutschland  Julian Hodek Mittelfeld BFC Dynamo
Deutschland  Kevin Hoffmann Mittelfeld SSV Jahn Regensburg (Leihende)
Griechenland  Alexandros Kartalis Abwehr PAS Ioannina
Deutschland  Lion Lauberbach Sturm Holstein Kiel
Deutschland  Manolo Rodas Mittelfeld Kickers Offenbach
Deutschland  Alexander Sorge Abwehr Türkgücü München
Deutschland  Toni Wachsmuth Abwehr Karriereende und Wechsel ins Vereinsmanagement

Trainer- und BetreuerstabBearbeiten

Name Funktion
Joe Enochs Trainer
Danny König Co-Trainer
Steffen Süßner 2. Co-Trainer und Torwarttrainer
Toni Wachsmuth Sportdirektor
Mario Kallisch Mannschaftsleiter
Jens Schubert Mannschaftsleiter
Bernhard Karich Mannschaftsarzt
Uwe Flötgen Mannschaftsarzt
Reha-Zentrum Zwickau Physioteam

StadionBearbeiten

WestsachsenstadionBearbeiten

 
Eingangsturm des Westsachsenstadions

Das traditionelle Heimstadion des FSV Zwickau war das bis 2010 genutzte Westsachsenstadion. Es sollte zu einer drittligatauglichen Spielstätte umgebaut werden; der Umbau wurde jedoch seitens der Stadt Zwickau wegen zu hoher Kosten gestoppt.

Sportforum „Sojus 31“Bearbeiten

 
Sportforum „Sojus 31“

Ab der Saison 2011/12 trug der FSV Zwickau seine Heimspiele im Sportforum „Sojus 31 in Zwickau-Eckersbach aus.[11] Das Sportforum erfüllt zumindest die Anforderungen an eine Regionalligaspielstätte, verschiedentlich wurde aber Kritik an den Stahlgerüsttribünen geäußert. Gegnerische Fans hatten in der Vergangenheit wiederholt Tribünen bzw. die Umzäunung demontieren können; das Spiel gegen den 1. FC Magdeburg in der Saison 2014/15 musste wegen eines solchen Vorfalles längere Zeit unterbrochen werden.[12][13][14]

GGZ-ArenaBearbeiten

 
Stadionbaustelle im Mai 2016

Am 26. April 2012 beschloss der Stadtrat von Zwickau in einer Grundsatzentscheidung den Neubau eines Fußballstadions im Stadtteil Eckersbach.[15] Am 26. September 2013 wurde ein entsprechender Bebauungsplan verabschiedet.[16] Die Kosten der Spielstätte mit etwa 10.000 Plätzen – Erweiterungsoption binnen 10 Jahren, je nach sportlichem Erfolg, bis 15.000 Plätze – beliefen sich auf etwa 21 Millionen Euro.[17] Die Umbaukosten für das Westsachsenstadion hätten demgegenüber etwa 25 bis 30 Millionen Euro betragen. Der symbolische erste Spatenstich war am 6. Februar 2015 erfolgt.[18]

Das neue Stadion erfüllt sowohl die Anforderungen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) für die 3. Liga als auch Anforderungen der FIFA für mögliche internationale Spiele. Die Stadionmiete für den FSV Zwickau bemisst sich an der Ligazugehörigkeit und beträgt 350.000 Euro für die 3. Liga. Im Falle des Nichtaufstiegs und Verbleib in der Fußball-Regionalliga hätte die Miete 250.000 Euro betragen.[19]

Da der Stadionneubau in Eckersbach nicht rechtzeitig zum Saisonbeginn fertig wurde, trug der FSV die ersten Heimspiele der Saison 2016/17 im DDV-Stadion in Dresden aus.[20]

Das erste Pflichtspiel im neuen Stadion war das DFB-Pokal-Erstrundenspiel gegen den Hamburger SV am 22. August 2016.[21] Am 21. September 2016 gelang dem FSV mit dem 4:0 über Jahn Regensburg der erste Heimsieg. Marcel Bär erzielte dabei einen Hattrick (1:0, 2:0, 3:0).[22]

FansBearbeiten

Es existiert eine Ultra-Gruppierung namens „RED KAOS“.[23] Daneben wird noch eine Fanfreundschaft zu Dynamo Dresden gepflegt.[24]

LiteraturBearbeiten

  • Andreas Baingo, Michael Horn: Die Geschichte der DDR-Oberliga. Die Werkstatt, Göttingen 2004, ISBN 3-89533-428-6, S. 348.
  • Hanns Leske: Enzyklopädie des DDR-Fußballs. Verlag Die Werkstatt, Göttingen 2007, ISBN 978-3-89533-556-3, S. 195.
  • Deutscher Sportclub für Fußballstatistiken e.V. (Hrsg.): DDR-Chronik – DDR-Fußball 1949–1991. Bände 1–8. Berlin 2011.
  • Norbert Peschke, Dieter Völkel, Frank Kruczynski (Fotos): Die Geschichte des FSV Zwickau. Von Wespenstichen und Haldenbeben. Hrsg.: Fußball-Sport-Verein Zwickau e.V. Zschiesche, Wilkau-Haßlau 2012, ISBN 978-3-9815145-0-6.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Mitglieder. In: fsv-zwickau.de. FSV Zwickau e.V., 28. September 2017, abgerufen am 28. September 2017.
  2. 100 Jahre Fußball in Zwickau. FSV Zwickau, abgerufen am 20. März 2017.
  3. Karl-Heinz Platz Fußball im Bezirk Karl-Marx-Stadt 1952-1990/Teil 4 1980/81-1989/90 DSFS 2005
  4. 3. Liga: Zwickau fehlen mehr als 400.000 Euro. In: mdr.de. 15. Dezember 2016, archiviert vom Original am 3. April 2017; abgerufen am 2. April 2017.
  5. 3. Liga: FSV Zwickau fehlen noch 40.000 Euro. In: mdr.de. 17. Januar 2017, archiviert vom Original am 3. April 2017; abgerufen am 2. April 2017.
  6. Zweitliga-Lizenz: 16 Drittligisten haben Unterlagen eingereicht. In: liga3-online.de. 16. März 2017, abgerufen am 2. April 2017.
  7. Spieltag/Tabelle:: 3. Liga:: Ligen Männer:: Ligen & Wettbewerbe:: DFB - Deutscher Fußball-Bund e.V. In: dfb.de. Abgerufen am 28. Mai 2017.
  8. 3. Liga 2016/2017 » Rückrundentabelle. In: weltfußball.de. Abgerufen am 28. Mai 2017.
  9. FuPa.net: FSV Zwickau meldet U23-Mannschaft ab
  10. Team, fsv-zwickau.de
  11. Zwickau stoppt Stadionbau vollständig. Abgerufen am 5. September 2011.
  12. Spielunterbrechung bei Fußballspiel FSV Zwickau gegen Magdeburg. In: welt.de. 12. Oktober 2014, abgerufen am 14. April 2015.
  13. Zwickau gewinnt gegen Magdeburg. Spielunterbrechung nach Randalen. In: freiepresse.de. Freie Presse, 11. Oktober 2014, abgerufen am 14. April 2015.
  14. Polizei prüft Sabotage-Verdacht. Wurde die Tribüne beim FSV Zwickau manipuliert? In: focus.de. 13. August 2012, abgerufen am 14. April 2015.
  15. Zwickau.de: Frühzeitige Bürgerbeteiligung gemäß § 3 Abs. 1 Baugesetzbuch für den Bebauungsplan Nr.104, Zwickau- Eckersbach, südlich Sternenestraße (Memento vom 21. Januar 2018 im Internet Archive) (PDF.Datei)
  16. Beschlussniederschrift der Stadtratssitzung vom 26. September 2013. (PDF; 217 kB) In: zwickau.de. Rat der Stadt Zwickau, 26. September 2013, abgerufen am 31. Mai 2016.
  17. News der Regionalliga Nordost – Neue Liga, neues Stadion, altes Personal. In: leipzig.sportbuzzer.de. Abgerufen am 31. Mai 2016.
  18. Symbolischer Spatenstich für das neue Stadion. In: zwickau.de. 6. Februar 2015, abgerufen am 31. Mai 2016.
  19. Termin für Spatenstich in Zwickau steht fest. In: stadionwelt.de. 9. Januar 2015, abgerufen am 31. Mai 2016.
  20. Hammer! Erstes FSV-Heimspiel gegen Magdeburg in Dresden. In: Tag24.de. 6. Juli 2016, abgerufen am 6. Juli 2016.
  21. FSV Zwickau – Hamburger SV, DFB-Pokal. In: kicker.de. Abgerufen am 28. Juni 2016.
  22. BR.de: 8. Spieltag der 3. Liga: Regensburg kommt in Zwickau unter die Räder, 20. September 2016
  23. Red Kaos. In: redkaos.de. Archiviert vom Original am 22. November 2015; abgerufen am 17. November 2017.
  24. Ultras Dynamo. In: ultras-dynamo.de. Archiviert vom Original am 31. Mai 2016; abgerufen am 31. Mai 2016.