Hauptmenü öffnen

Im FDGB-Pokal 1966/67 wurden Wiederholungsspiele zur Entscheidung von nach Verlängerung unentschiedenen Partien angesetzt. Pokalsieger wurde die BSG Motor Zwickau, die mit ihrer dritten Finalteilnahme den zweiten Titelgewinn erreichte und sich damit für den Europapokal der Pokalsieger 1967/68 qualifizierte, während Finalist Hansa Rostock auch seine vierte Finalteilnahme nicht zum Titelgewinn nutzen konnte.

1. HauptrundeBearbeiten

ZwischenrundeBearbeiten

Die Spiele fanden am 7. Oktober 1966 statt.

Ergebnis


TSG Wismar II 2:1  ASG Vorwärts Neubrandenburg
SC Fortschritt Weißenfels 0:2  FC Rot-Weiß Erfurt
ASG Vorwärts Cottbus 5:0  FSV Lokomotive Dresden
BSG Stahl Eisenhüttenstadt 4:0  BSG Motor Bautzen
BSG Motor Hennigsdorf 1:2  FC Energie Cottbus
BSG Aktivist Zwenkau 1:1 n. V.  BSG Aktivist Karl-Marx Zwickau

WiederholungsspielBearbeiten

Ergebnis


BSG Aktivist Karl-Marx Zwickau 0:1  BSG Aktivist Zwenkau

2. HauptrundeBearbeiten

Die Spiele fanden am 15. Oktober 1966 statt.

Ergebnis


BSG Motor Steinach 0:1  BSG Motor Zwickau
BSG Stahl Riesa 1:2  FC Carl Zeiss Jena
1. FC Magdeburg 0:2  Berliner FC Dynamo
BSG Stahl Eisenhüttenstadt 1:2 n. V.  SG Dynamo Dresden
ASK Vorwärts Leipzig 4:1  BSG Wismut Aue
BSG Post Neubrandenburg 1:2  Hallescher FC Chemie
BSG Motor Weimar 1:0  BSG Wismut Gera
ASG Vorwärts Meiningen 1:0  BSG Chemie Leipzig
FC Energie Cottbus 0:1  1. FC Lokomotive Leipzig
FC Rot-Weiß Erfurt 5:1  BSG Chemie Zeitz
BSG Lokomotive Kirchmöser 0:3  BSG Lokomotive Stendal
ASG Vorwärts Cottbus 1:2 n. V.  FC Karl-Marx-Stadt
BSG Chemie Veritas Wittenberge 2:5  FC Vorwärts Berlin
TSG Wismar II 0:4  FC Hansa Rostock
Berliner FC Dynamo II 8:0  BSG Aktivist Zwenkau
BSG Motor Köpenick Berlin 0:0 n. V.  1. FC Union Berlin

WiederholungsspielBearbeiten

Ergebnis


1. FC Union Berlin 0:4  BSG Motor Köpenick Berlin

AchtelfinaleBearbeiten

Die Spiele fanden am 3. Dezember 1966 statt.

Ergebnis


FC Carl Zeiss Jena 1:0  BSG Lokomotive Stendal
1. FC Lokomotive Leipzig 0:0 n. V.  BSG Motor Zwickau
FC Karl-Marx-Stadt 1:2  FC Hansa Rostock
BSG Motor Weimar 1:1 n. V.  SG Dynamo Dresden
Hallescher FC Chemie 5:1  ASK Vorwärts Leipzig
FC Vorwärts Berlin 2:0  BSG Motor Köpenick Berlin
Berliner FC Dynamo II 2:2 n. V.  FC Rot-Weiß Erfurt
Berliner FC Dynamo 4:1  ASG Vorwärts Meiningen

WiederholungsspieleBearbeiten

Ergebnis


BSG Motor Zwickau 3:0  1. FC Lokomotive Leipzig
SG Dynamo Dresden 2:0  BSG Motor Weimar
FC Rot-Weiß Erfurt 3:2  Berliner FC Dynamo II

ViertelfinaleBearbeiten

Die Spiele fanden am 10. Dezember 1966 statt.

Ergebnis


Berliner FC Dynamo 1:2 n. V.  Hallescher FC Chemie
FC Carl Zeiss Jena 0:2  FC Hansa Rostock
BSG Motor Zwickau 2:0  FC Rot-Weiß Erfurt
SG Dynamo Dresden 2:4  FC Vorwärts Berlin

HalbfinaleBearbeiten

Die Spiele fanden am 12. April 1967 statt.

Ergebnis


BSG Motor Zwickau 2:0  Hallescher FC Chemie
FC Hansa Rostock 0:0 n. V.  FC Vorwärts Berlin

WiederholungsspielBearbeiten

Ergebnis


FC Vorwärts Berlin 0:1  FC Hansa Rostock

FinaleBearbeiten

StatistikBearbeiten

Paarung BSG Motor ZwickauFC Hansa Rostock
Ergebnis 3:0 (2:0)
Datum 30. April 1967
Stadion Stahl-Stadion, Brandenburg
Zuschauer 10.000
Schiedsrichter Helmut Bader (Bremen/Rhön)
Tore 1:0 Albert Beier (23.)
2:0 Hartmut Rentzsch (45.)
3:0 Peter Henschel (48.)
BSG Motor Zwickau Jürgen CroyHarald Söldner, Alois Glaubitz, Albert Beier, Erwin ErdmannHarald Irmscher, Horst JuraVolkmar Resch, Hartmut Rentzsch, Peter Henschel, Hartmut Hoffmann
Trainer: Horst Oettler
FC Hansa Rostock Jürgen HeinschDieter Wruck, Kurt Zapf, Peter SykoraHerbert Pankau, Manfred RumpGünter Madeja, Heino Kleiminger, Jürgen Decker, Klaus-Dieter Seehaus, Werner Drews
Trainer: Gerhard Gläser

SpielverlaufBearbeiten

So klar wie letztlich das Ergebnis ausfiel, war auch die Ausgangslage. Motor Zwickau reiste in Bestbesetzung mit dem späteren Oberligatorschützenkönig Rentzsch in Brandenburg an, während den Rostockern mit Hergesell und Sackritz zwei wichtige Abwehrspieler und mit Barthels und Wolfgang Wruck zwei etatmäßige Stürmer fehlten. In seiner Not hatte Rostocks Trainer Gläser den 38-jährigen längst in den Ruhestand verabschiedeten Kurt Zapf in der Verteidigung aufgeboten.

Zwickau startete furios, hatte schon in den ersten fünf Minute klare Torchancen. Während die Sachsen im modernen 4-2-4-System spielten, kam Hansa Rostock im althergebrachten 3-2-5 daher, spielte zögerlich und unbeweglich. Kam man trotzdem einmal gefährlich vor das Zwickauer Tor, haperte es mit der Chancenverwertung. Obwohl Rostock nach der ersten Drangphase der Motorelf ein gewisses Gleichgewicht herstellen konnte, war doch der Zwickauer Führungstreffer in der 23. Minute hoch verdient. Irmscher schoss einen Freistoß wuchtig durch die Rostocker Abwehrmauer, sodass Torwart Heinsch nur noch abprallen lassen konnte. Abwehrspieler Beier stieß blitzschnell vor und vollendete per Kopfball. Rostocks Ausgleichsbemühungen blieben anschließend in der sicher stehenden gegnerischen Abwehr hängen, Drews aus wenigen Metern vor dem Tor verschossene Großchance war symptomatisch für die Schuss-Schwäche der Ostseestädter. Kurz vor dem Pausenpfiff sorgte Zwickaus Torjäger Rentzsch für die Vorentscheidung. Erneut mit einem Kopfball auf Flanke seines Linksaußen Hoffmann erzielte er das 2:0. Den Rest besorgte sein Sturmpartner Henschel drei Minuten nach Wiederanpfiff. Nach einem Sololauf auf der rechten Seite überspielte er zum Schluss Oldie Zapf aus und schob überlegt mit dem linken Fuß den Ball in das Rostocker Tor. Danach verflachte die bis dahin rassig Partie, Rostock resignierte und Zwickau verwaltete seinen beruhigenden Vorsprung. Die besten Akteure des Spiels standen verständlicherweise auf Zwickauer Seite, an Torwart Croy kam kein Rostocker vorbei, Regisseur Irmscher dirigierte das Spiel seiner Mannschaft souverän. Aus dem Rostocker Torso fielen lediglich Seehaus und Madeja mit guten Ansätzen auf.

Kommentar des DDR-Nationaltrainers Soos: „Ein überaus verdienter Sieg der Zwickauer, die frischer und zügiger spielten und ihren Gegner jederzeit im Griff hatten. Die Rostocker dagegen litten an ihren bekannten Sturmschwächen und ihrer geringen Durchschlagskraft.“ (Deutsches Sportecho 2. Mai 1967)

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten