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Der Chemnitzer Fußballclub e. V., kurz Chemnitzer FC oder CFC, ist ein deutscher Fußballverein aus Chemnitz. Er wurde am 15. Januar 1966 als Fußballclub Karl-Marx-Stadt gegründet. 1990 wurde der Name in Chemnitzer Fußballclub e. V. geändert. Seine Heimspiele trägt der Chemnitzer FC im Stadion – An der Gellertstraße (ehemals Stadion Chemnitz) aus, welches 15.000 Zuschauer fasst.

Chemnitzer FC
Vereinslogo
Verein
Name Chemnitzer Fußballclub e. V.
Sitz Chemnitz, Sachsen
Gründung 15. Januar 1966
Farben Hellblau-Weiß
Mitglieder 2.707 (31. Januar 2019)[1]
Vorstand Andreas Georgi (Vorsitzender)
Thomas Sobotzik
Fußballunternehmen
Name Chemnitzer FC Fußball GmbH
Gesellschafter 91 %: e. V.
09 %: Minderheitsgesellschafter
Geschäftsführung Thomas Sobotzik
Website chemnitzerfc.de
Erste Mannschaft
Cheftrainer David Bergner
Spielstätte Stadion – An der Gellertstraße
Plätze 15.000
Liga 3. Liga
2018/19 1. Platz (Regionalliga Nordost)
Heim
Auswärts

Zu den größten Erfolgen des Clubs zählen der Gewinn der DDR-Meisterschaft 1967 sowie der Einzug ins Achtelfinale des UEFA-Pokals 1989/90.

Aus der Nachwuchsarbeit des Vereins ist unter anderem der ehemalige Kapitän der deutschen Nationalmannschaft, Michael Ballack, hervorgegangen. Heute verfügt der Chemnitzer FC über ein vom Deutschen Fußball-Bund zertifiziertes Nachwuchsleistungszentrum und bietet jungen Talenten die Möglichkeit, in einer Eliteschule des Fußballs parallel einer sportlichen und schulischen Ausbildung nachzugehen.

Seit dem 1. Januar 2019 ist die Fußballabteilung in die Chemnitzer FC Fußball GmbH ausgegliedert[2], deren Anteile zu 91 Prozent vom e. V. und zu neun Prozent von sechs weiteren Gesellschaftern gehalten werden.[3]

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Strukturelle EntwicklungBearbeiten

Als nach dem Zweiten Weltkrieg die sowjetische Besatzungsmacht aufgrund der Direktive Nr. 23 des Alliierten Kontrollrats alle bisherigen Sportvereine auf Dauer zerschlagen hatte, verlor Chemnitz für lange Zeit seine Bedeutung als sächsische Fußballhochburg. Bis in die 1940er Jahre hinein hatten sowohl der Polizei SV Chemnitz als auch der Chemnitzer BC die Stadt in der Gauliga Sachsen vertreten, eine der damals 16 höchsten deutschen Fußball-Ligen. Ein Neuanfang begann im Laufe des Jahres 1946 mit locker organisierten Sportgemeinschaften, die zunächst nur auf lokaler Ebene Sportwettkämpfe austragen durften. Auch in Chemnitz wurden mehrere dieser Sportgemeinschaften ins Leben gerufen, im Fußballsport war die SG Chemnitz Nord am erfolgreichsten.

Im Rahmen der Einführung des Systems der Betriebssportgemeinschaften übernahmen die Fewa-Werke Chemnitz 1948 die SG Nord und wandelten sie in die BSG Fewa Chemnitz um. Nach Gründung der zentralen Sportvereinigung für den Bereich der Chemieindustrie wurde die BSG im Januar 1951 in Chemie Chemnitz umbenannt. Am 10. Mai 1953 wurde Chemnitz in Karl-Marx-Stadt umbenannt, und so nahm auch die BSG den neuen Namen Chemie Karl-Marx-Stadt an.

Als die Sportvereinigungen begannen, eigene Sportschwerpunkte zu bilden und die bisherige BSG Chemie in die Trägerschaft des Schwermaschinenwerkes Fritz Heckert überging, wurde die BSG am 3. März 1956 in den Sportclub Motor Karl-Marx-Stadt umgewandelt. Ab 1963 entfiel der Zusatz „Motor“. Im Zuge der Förderung des DDR-Fußballs wurde schließlich die Sektion Fußball aus dem Sportclub herausgelöst und am 15. Januar 1966 als Fußballclub Karl-Marx-Stadt neu gegründet. Nach dieser langen Reihe von Struktur- und Namensänderungen blieb der FC Karl-Marx-Stadt bis zum Ende der DDR bestehen.

Nach den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Veränderungen infolge der deutschen Wiedervereinigung mussten sich die ostdeutschen Sportklubs in bürgerliche Vereine umbilden. Zunächst hatte man in Chemnitz erwogen, den traditionsreichen Chemnitzer BC wiederzubeleben, doch schließlich wurde am 12. Juni 1990 als Nachfolger des FC Karl-Marx-Stadt der Chemnitzer FC in das Vereinsregister der Stadt Chemnitz (Rückbenennung am 1. Juni 1990) eingetragen.

LogohistorieBearbeiten

Sportliche EntwicklungBearbeiten

Nach dem Zweiten WeltkriegBearbeiten

Ab 1946 beteiligte sich die SG Chemnitz Nord an der Fußball-Bezirksstaffel Chemnitz, in der sie 1947 den ersten und 1948 den dritten Platz belegte. Als in der Saison 1947/48 der Fußballbezirk in zwei Staffeln spielte, gewann die SG Nord zwar ihre Staffel, unterlag in drei Endspielen um die Chemnitzer Meisterschaft der SG Einheit Meerane (1:3, 2:1, 2:3). 1950 wurde der Nachfolger BSG Fewa Zweiter der Bezirksstaffel Ost und qualifizierte sich damit für die ab 1950/51 eingeführte zweitklassige DDR-Liga.

1950er und 1960er JahreBearbeiten

Ab Januar 1951 trat die BSG unter dem Namen „Chemie“ an und schaffte 1954 den Aufstieg in die DDR-Oberliga. Nach dem Abstieg 1957 spielte der nunmehrige SC Motor wieder in der I. DDR-Liga und wurde dort sofort in die drittklassige II. DDR-Liga durchgereicht. Nach dem umgehenden Wiederaufstieg gelang 1962 die Rückkehr in die Oberliga. 1958 wurde kurzzeitig Lokalrivale Motor West Karl-Marx-Stadt als zweite Mannschaft in den SC Motor integriert. Nach dem Abstieg der ersten Mannschaft in die II. DDR-Liga wurde die 2. Mannschaft bereits 1959 wieder als BSG Motor West eigenständig. Mitte der sechziger Jahre liefen die Spieler erstmals in himmelblauen Trikots auf, die bis heute das Markenzeichen des Clubs sind.

Die Meistersaison 1966/67
Innerhalb von drei Jahren war es dem seit 1963 beim FCK wirkenden Trainer Horst Scherbaum gelungen, eine mit jungen Talenten gespickte, homogene Mannschaft um die 1963 vom SC Wismut Karl-Marx-Stadt gekommenen erfahrenen Spieler Albrecht Müller und Dieter Erler zu formen. In Scherbaums dritter Spielzeit startete der FCK im Sommer 1966 eine Serie von 16 ungeschlagenen Punktspielen in Folge, sodass man bereits zu diesem Zeitpunkt souverän an der Tabellenspitze der Oberliga stand. Am Ende der Saison wurden die Karl-Marx-Städter mit sieben Punkten Vorsprung vor dem 1. FC Lokomotive Leipzig neuer DDR-Fußballmeister. Über die ganze Saison hinweg konnte Scherbaum eine Stammelf spielen lassen, in der keiner der Spieler weniger als 22 der 26 Punktspiele absolvierte:

Manfred Hambeck (28 Jahre/26 Punktspiele)
Claus Rüdrich (26/18), Fritz Feister (24/26), Peter Müller (20/26)
Albrecht Müller (27/24), Joachim Posselt (22/26)
Rolf Steinmann (24/23), Dieter Erler (27/21)
Eberhard Schuster (26/26), Manfred Lienemann (20/21), Eberhard Vogel (23/24)

Im Laufe der Saison wurden außerdem Claus Kreul (9 Spiele), Friedrich Hüttner (7), Manfred Matyschik (6), Hans-Heinrich Wolf (2) und Volker Benes (1) eingesetzt. Als bester Torschütze hatte sich Rolf Steinmann mit 10 Treffern ausgezeichnet.

Bilanz der Meisterschafts-Saison: 14 Siege, 9 Unentschieden, 3 Niederlagen / 39:23 Tore / 37–15 Punkte

In der folgenden Saison traten die Himmelblauen im Europapokal der Landesmeister an, unterlagen aber bereits in der ersten Runde dem belgischen Vertreter RSC Anderlecht mit 1:2 und 1:3. Damit begann der allmähliche Niedergang des Überraschungsmeisters von 1967. In den folgenden beiden Jahren landete die Mannschaft mit den Rängen 6 und 7 nur noch im Mittelfeld.

1970er und 1980er JahreBearbeiten

1970 stieg der FCK erneut aus der Oberliga ab, jedoch gelang in der folgenden Spielserie der sofortige Wiederaufstieg. Am Ende der Saison 1971/72 gewann der FCK überraschend den einmalig ausgespielten Fuwo-Pokal. In den siebziger und achtziger Jahren spielte der FC Karl-Marx-Stadt ununterbrochen in der Oberliga und stand am Saisonende meistens im Mittelfeld der Tabelle. In der Ewigen Tabelle der DDR-Oberliga nimmt der FCK den zwölften Platz ein. Nach Platz drei in der Saison 1988/89 kehrten die Himmelblauen noch einmal auf die internationale Bühne zurück. Im UEFA-Pokal schaltete der FCK 1989 Boavista Porto und den FC Sion aus, erst in der dritten Runde schieden die Karl-Marx-Städter nach zwei Niederlagen (0:1, 1:2) gegen den späteren Pokalgewinner Juventus Turin aus.

Bilanz der FDGB-PokalspieleBearbeiten

Achtmal stand der SC/FC Karl-Marx-Stadt im Halbfinale der DDR-Fußballpokal-Wettbewerbe. Dreimal erreichte er das Endspiel, doch nie gewannen die Karl-Marx-Städter den FDGB-Pokal. Die Endstationen waren

  • 1960: 1:7 gegen den SC Motor Jena im Halbfinale
  • 1969: 0:4 gegen den 1. FC Magdeburg im Finale
  • 1970: 1:2 gegen den FC Vorwärts Berlin im Halbfinale
  • 1972: 0:1 gegen den FC Carl Zeiss Jena im Halbfinale
  • 1983: 0:4 gegen den 1. FC Magdeburg im Finale
  • 1984: 1:2 gegen den Berliner FC Dynamo im Halbfinale
  • 1987: 1:3 gegen den 1. FC Lok Leipzig im Halbfinale
  • 1989: 0:1 gegen den Berliner FC Dynamo im Finale

1990er Jahre bis 2010Bearbeiten

 
Altes Logo – neuer Name: Jens Schmidt, Tino Müller, Detlef Müller und Lars Hermel in der Spielzeit 1989/90

1990 wurde der Verein aufgrund der schlechteren Tordifferenz gegenüber Dynamo Dresden Vizemeister der DDR. Im UEFA-Pokal 1990/91 war nach zwei 0:2-Niederlagen gegen Borussia Dortmund bereits nach der ersten Runde Schluss. Mit dem fünften Tabellenrang in der letzten Oberligasaison 1990/91 qualifizierten sich die Chemnitzer für die 2. Bundesliga und schlossen die erste Saison 1992 mit einem achtbaren vierten Rang ab. 1993 gelang dem CFC der Einzug ins Halbfinale des DFB-Pokals. Nachdem die Mannschaft zuvor unter anderem Werder Bremen aus dem Wettbewerb geworfen hatte, scheiterte sie am Überraschungsteam Hertha BSC Amateure. Nach fünf Jahren Zugehörigkeit stiegen die Chemnitzer 1996 aus der Zweiten Liga ab. Die folgenden drei Jahre spielte der Club in der Regionalliga Nordost. 1997 und 1998 konnte der Verein zweimal in Folge den Sachsenpokal gewinnen und sich somit die Teilnahme am DFB-Pokal im darauffolgenden Jahr sichern. Die Himmelblauen schlossen dann die Saison 1998/99 als Meister ab, setzten sich in den Aufstiegsspielen gegen den VfL Osnabrück durch (0:1, 2:0) und kehrten somit in die 2. Bundesliga zurück. Nur zwei Jahre später stieg der CFC jedoch nach einer desolaten Saison mit nur drei Siegen aus 34 Spielen als Tabellenletzter wieder ab (Ewige Tabelle der 2. Bundesliga: Platz 46). Danach spielte der Verein in der Regionalliga Nord und kämpfte dort regelmäßig gegen den Abstieg. In der Saison 2005/06 stieg man als Tabellenletzter in die Oberliga Nordost/Süd ab. In der gleichen Spielzeit wurde zum dritten Mal der Sachsenpokal gewonnen und man qualifizierte sich damit für den DFB-Pokal. In der Saison 2006/07 schied man im DFB-Pokal in der ersten Runde gegen den damaligen Bundesligisten Alemannia Aachen aus. Der Club wurde Zweiter hinter dem FC Energie Cottbus II und verpasste so den Aufstieg in die Regionalliga nur knapp. In der Saison 2007/08 qualifizierte sich der Verein als Zweiter für die neue dreigliedrige Regionalliga. Als Sieger des Sachsenpokals 2009/10 qualifizierte er sich für den DFB-Pokal 2010/11.

Die Zeit ab 2010 – Rückkehr in den ProfifußballBearbeiten

In der ersten Hauptrunde im DFB-Pokal der Saison 2010/11 traf man auf den Bundesligisten FC St. Pauli. Das Spiel konnte der CFC überraschend mit 1:0 für sich entscheiden und somit in die zweite Hauptrunde einziehen, wo man auf den Bundesligisten VfB Stuttgart traf. Dort verlor der CFC vor 17.145 Zuschauern im Stadion an der Gellertstraße mit 1:3 nach Verlängerung. Am 33. Spieltag in der Regionalliga Nord machte der CFC den Aufstieg in die 3. Liga mit einem 1:0-Sieg über den RB Leipzig perfekt und feierte damit seine Rückkehr in den deutschen Profifußball.

In der folgenden Saison waren die Himmelblauen in der Hinrunde zunächst dauerhaft in der unteren Tabellenhälfte. Jedoch konnten sie sich im Laufe der Rückrunde, dank einer Serie von 16 ungeschlagenen Spielen, bis auf den Relegationsplatz vorarbeiten. Der 3. Tabellenplatz konnte jedoch nicht gehalten werden und so schloss der CFC die Saison als bester Aufsteiger auf Platz 9 ab.[4] Zusätzlich schaffte man die Qualifikation für den DFB-Pokal für die nächste Saison durch einen 5:4-Sieg nach Verlängerung im Sachsenpokal gegen den VfL 05 Hohenstein-Ernstthal.

Während der Saison 2012/13 konnte sich der Chemnitzer FC dauerhaft im oberen Mittelfeld der 3. Liga positionieren. Damit konnte der Verbleib in der Drittklassigkeit auch für die kommende Saison gesichert werden. Am 15. Mai 2013 kam es zur Wiederauflage des Sachsenpokal-Finales von 2011, bei dem sich RB Leipzig und der Chemnitzer FC in der Red Bull Arena gegenüberstanden. Nachdem der Chemnitzer FC zur Halbzeit bereits mit 2:1 in Führung lag, wurde das Endspiel mit 2:4 verloren.[5]

Die Saison 2013/14, dritte Saison für den CFC in der 3. Liga, war die bis dahin schwächste. Nachdem die Mannschaft zwischenzeitlich in Abstiegsgefahr geriet und der langjährige Trainer Gerd Schädlich am 12. Spieltag, nach einer desaströsen Mannschaftsleistung bei der 0:4-Heimniederlage gegen Preußen Münster, auf der Pressekonferenz direkt nach dem Spiel seinen Rücktritt erklärte, belegte die Mannschaft unter ihrem neuen Cheftrainer Karsten Heine am Saisonende noch den 12. Platz. Auch aufgrund der Verpflichtung des neuen Sportdirektors Stefan Beutel, welcher in der Winterpause Jörg Emmerich ablöste, schrieb der Club sportlich wieder positive Schlagzeilen. Neben dem Klassenerhalt feierte der Verein mit einem 3:2 nach Verlängerung gegen den FC Oberlausitz Neugersdorf den mittlerweile siebten Gewinn des Sachsenpokals.

In die Drittliga-Saison 2014/15 startete der CFC zunächst erfolgversprechend. Auch im DFB-Pokal 2014/15 sorgten die Chemnitzer für Furore: Im legendären Erstrundenspiel gegen den Bundesligisten 1. FSV Mainz 05 stand es nach 90 Minuten 3:3, zum Ende der Verlängerung 5:5. Das Elfmeterschießen gewann der Club mit 5:4.[6] In der zweiten Runde unterlagen die Chemnitzer Werder Bremen mit 0:2. Zu Beginn der Rückrunde verlor der CFC im Punktspielbetrieb seine gute Ausgangsposition. Am Ende reichte es mit Platz 5 für das bisher erfolgreichste Abschneiden in der 3. Liga. Der Sachsenpokal konnte bereits zum 8. Mal gewonnen werden.

Eine durchwachsene Saison erlebten die Anhänger der Himmelblauen im Spieljahr 2015/16. Im DFB-Pokal wurde für die erste Hauptrunde Borussia Dortmund zugelost. Das Heimspiel verloren die Chemnitzer trotz ansprechender Leistung mit 0:2. Im Sachsenpokal schied man im Achtelfinale gegen Dynamo Dresden aus. In den Punktspielen konnte die Mannschaft ebenfalls nur wenig überzeugen. Nach dem 28. Spieltag und der 0:2-Niederlage gegen die SG Sonnenhof Großaspach wurde Trainer Karsten Heine aufgrund von Erfolglosigkeit entlassen; die Mannschaft war mittlerweile auf Tabellenplatz 17 abgerutscht. Sven Köhler übernahm seinen Posten und durch einen starken Endspurt konnte am Ende noch der 6. Tabellenplatz erreicht werden.

Die Saison 2016/17, in welcher sich der Gewinn der DDR-Meisterschaft 1966/67 zum 50. Mal jährte, verlief sportlich entgegen den Erwartungen[7] eher bescheiden. Die erste volle Saison unter Cheftrainer Sven Köhler und seinem Co-Trainer Ulf Mehlhorn endete mit dem 8. Tabellenplatz, wobei der Verein im Saisonverlauf zwar niemals auf einem Abstiegsplatz stand, aber mit nur zwei Spieltagen auf Tabellenplatz 3 auch nicht nachhaltig in das Aufstiegsrennen eingreifen konnte. Am 2. August 2016 wurde das neue Stadion mit einem Freundschaftsspiel gegen Borussia Mönchengladbach offiziell eröffnet. Unruhe im Umfeld kam zum einen durch immer lauter werdende Kritik an Cheftrainer Sven Köhler auf[8], einzelne Äußerungen von Spielern ließen auch ein gestörtes Verhältnis zur Mannschaft vermuten. Weitere Unruhe gab es aus finanziellen Gründen, als der neue kaufmännische Geschäftsführer Dirk Kall ein großes finanzielles Defizit bei den Himmelblauen aufdeckte. Der Spielbetrieb konnte fortgesetzt werden, nachdem der Stadtrat eine Zahlung von 1,26 Millionen Euro wegen der vorzeitigen Auflösung eines Erbpachtvertrages im Zuge des Stadionneubaus genehmigte und der Energieversorger eins energie in sachsen Eigenkapital in Höhe von 1,5 Millionen Euro zur Verfügung stellte, welches innerhalb von 10 Jahren zurückzuzahlen ist. Vorstand und Aufsichtsrat traten zurück und wurden neu gewählt. Steffen Ziffert wurde neuer Vorstand Sport und beurlaubte den bisherigen Sportdirektor Stefan Beutel gegen Saisonende. Der Chemnitzer FC und Cheftrainer Sven Köhler einigten sich nach gemeinsamer Abstimmung darauf, den auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern. Die Lizenz für die Saison 2017/18 geriet in große Gefahr und konnte nur durch einen immensen Kraftakt aller Beteiligter unter strengen Auflagen erhalten werden. Immerhin konnte der Sachsenpokal im Finale gegen den 1. FC Lok Leipzig mit 2:1 gewonnen werden, welcher für die Teilnahme am DFB-Pokal berechtigt. Als Glückslos wurde für die erste DFB-Pokalrunde der Deutsche Rekordmeister FC Bayern München gezogen.

Insolvenz 2018Bearbeiten

Am 10. April 2018 gab der Verein die Insolvenz bekannt. Die laufende Saison war sportlich schwierig. Der Verein befand sich in der 3. Liga auf Platz 18 im Abstiegskampf mit 7 Punkten Rückstand auf Platz 17 und fünf ausstehenden Spieltagen.[9][10] Als Insolvenzverwalter wurde der Kölner Rechtsanwalt Klaus Siemon bestimmt. Der nach Paragraf 6 der DFB-Spielordnung fällige Abzug von 9 Punkten wurde am 23. April 2018 vom DFB verhängt und am 2. Mai rechtskräftig. Dies hat den Abstieg in die Regionalliga zur Folge.[11] Als neuer sportlicher Leiter wurde Thomas Sobotzik am 3. Mai 2018 bekannt gegeben.[12]

Weitere Entwicklungen 2019Bearbeiten

Nach längerem Streit zwischen Vereinsführung und der Stadt Chemnitz zur Höhe der Stadionmiete im Falle des zu erwartenden Aufstiegs in die 3. Liga wurde dem Verein diese mit Stadtratsbeschluss am 6. März 2019 auf dem Niveau der Regionalliga belassen.[13]

Kontroverse Trauerfeier zu Ehren Thomas HallersBearbeiten

Nach dem Tod des in der rechtsextremen Szene aktiven Hooligans Thomas Haller wurde vor dem Spiel gegen VSG Altglienicke am 9. März 2019 eine Traueraktion im Stadion durchgeführt. Haller war Gründer von HooNaRa, auch war dessen Sicherheitsfirma bis 2007 für den Verein tätig.[14] Es wurde das Bild Hallers auf der Videowand eingeblendet und ein Banner mit Kreuz über dem Fanblock ausgebreitet. Pyrotechnik kam zum Einsatz. Auch der Stadionsprecher verlas einen Text. Es erfolgte eine Trauerminute. Der Spieler Daniel Frahn hielt nach einem Tor ein T-Shirt der Hooligan-Szene hoch. Die gesamte Aktion erreichte eine hohe mediale Aufmerksamkeit.

Infolgedessen legte der Vorstand Thomas Uhlig am 10. März 2019 seine Ämter nieder. Am 11. März 2019 trennte sich der Verein von seiner Fanbeauftragten und SPD-Abgeordneten im Stadtrat, Peggy Schellenberger, die über Facebook eine Beileidsbekundung abgegeben hatte. Auch der Stadionsprecher und ein Mitarbeiter der Kommunikationsabteilung wurden von ihren Aufgaben freigestellt. Der Spieler Frahn bekam eine Geldstrafe vom Verein für die nicht abgesprochene Aktion, außerdem wurde er vom Verband für zwei Spiele gesperrt und ist für zwei weitere auf Bewährung.[15][16] Es wurde durch den Verein Strafanzeige „gegen Unbekannt wegen aller in Betracht kommenden Delikte“ gestellt.[17][18] Während vom Insolvenzverwalter weiterhin von einer Erpressungssituation und Nötigung gesprochen wurde, ist eine solche der ansässigen Polizeibehörde nicht bekannt gewesen. Medien berichteten zudem von einem internen Chat-Verlauf, in dem u. a. Peggy Schellenberger sowie Thomas Uhlig involviert waren. Dort wurden zwar ansatzweise Bedenken geäußert, Thomas Haller sei eine brisante Persönlichkeit gewesen und eine Trauerfeier zu seinen Ehren daher kritisch, doch führten diese nicht zum Untersagen der später durchgeführten Aktionen, sondern wurden vielmehr als kontrollierbar eingestuft und das Image des Herrn Haller als mittlerweile rehabilitiert.[19][20][21]

Namen und ZahlenBearbeiten

Meisterschaftsplatzierungen seit 1950Bearbeiten

Saisondaten 1950–1959

Saison LigaNr. Liga Platz (von) Punkte Tore
1950/51 2 DDR-Liga (Staffel Süd) 06 (10) 20-16 35:24
1951/52 2 DDR-Liga (Staffel 2) 02 (12) 32-12 51:19
1952/53 2 DDR-Liga (Staffel 1) 07 (13) 24-24 39:34
1953/54 2 DDR-Liga (Staffel 1) 01 (14) 41-11 59:22
1954/55 1 DDR-Oberliga 10 (14) 25-27 34:43
1955* 1 DDR-Oberliga 14 (14) 06-20 16:42
1956* 1 DDR-Oberliga 09 (14) 23-29 24:48
1957* 1 DDR-Oberliga 14 (14) 16-36 31:62
1958* 2 1. DDR-Liga 14 (14) 14-38 33:52
1959* 3 2. DDR-Liga (Staffel 4) 01 (14) 44-08 77:23
* Zwischen 1955 und 1960 wurde nach sowjetischem Vorbild im Kalenderjahr gespielt.

Saisondaten 1960–1969

Saison LigaNr. Liga Platz (von) Punkte Tore
1960* 2 1. DDR-Liga 08 (14) 27-25 47:43
1961/62 2 1. DDR-Liga 02 (14) 59-19 73:48
1962/63 1 DDR-Oberliga 12 (14) 23-29 39:44
1963/64 1 DDR-Oberliga 04 (14) 29-23 31:29
1964/65 1 DDR-Oberliga 11 (14) 23-29 36:41
1965/66 1 DDR-Oberliga 07 (14) 28-24 29:33
1966/67 1 DDR-Oberliga 01 (14) 37-15 39:23
1967/68 1 DDR-Oberliga 06 (14) 25-27 33:30
1968/69 1 DDR-Oberliga 07 (14) 26-26 35:36
1969/70 1 DDR-Oberliga 13 (14) 19-33 27:42
* Zwischen 1955 und 1960 wurde nach sowjetischem Vorbild im Kalenderjahr gespielt.

Saisondaten 1970–1979

Saison LigaNr. Liga Platz (von) Punkte Tor
1970/71 2 DDR-Liga (Staffel Süd) 01 (16) 50-10 72:16
1971/72 1 DDR-Oberliga 12 (14) 19-33 34:48
1972/73 1 DDR-Oberliga 05 (14) 30-22 33:32
1973/74 1 DDR-Oberliga 09 (14) 24-28 42:46
1974/75 1 DDR-Oberliga 10 (14) 22-30 28:38
1975/76 1 DDR-Oberliga 11 (14) 21-31 25:41
1976/77 1 DDR-Oberliga 09 (14) 22-30 35:39
1977/78 1 DDR-Oberliga 07 (14) 24-28 34:37
1978/79 1 DDR-Oberliga 08 (14) 22-30 32:38
1979/80 1 DDR-Oberliga 11 (14) 19-33 26:38

Saisondaten 1980–1989

Saison LigaNr. Liga Platz (von) Punkte Tore
1980/81 1 DDR-Oberliga 09 (14) 21-31 37:54
1981/82 1 DDR-Oberliga 09 (14) 24-28 50:38
1982/83 1 DDR-Oberliga 09 (14) 26-26 41:41
1983/84 1 DDR-Oberliga 06 (14) 30-22 37:34
1984/85 1 DDR-Oberliga 09 (14) 21-31 39:48
1985/86 1 DDR-Oberliga 08 (14) 26-26 33:32
1986/87 1 DDR-Oberliga 08 (14) 24-28 27:34
1987/88 1 DDR-Oberliga 08 (14) 25-27 40:45
1988/89 1 DDR-Oberliga 03 (14) 30-22 38:36
1989/90 1 DDR-Oberliga 02 (14) 36-16 35:20

Saisondaten 1990–1999

Saison LigaNr. Liga Platz (von) Punkte Tore
1990/91 1 NOFV-Oberliga 05 (14) 29-23 24:23
1991/92 2 2. Bundesliga (Gruppe Süd) 04 (12) 36-28 35:30
1992/93 2 2. Bundesliga 07 (24) 50-42 64:56
1993/94 2 2. Bundesliga 09 (18) 39-37 34:44
1994/95 2 2. Bundesliga 09 (18) 34-34 47:50
1995/96 2 2. Bundesliga 15 (18) 42 43:51
1996/97 3 Regionalliga Nordost 04 (18) 64 60:27
1997/98 3 Regionalliga Nordost 08 (18) 51 54:36
1998/99 3 Regionalliga Nordost 01 (18) 77 59:12
1999/2000 2 2. Bundesliga 11 (18) 43 42:49

Saisondaten 2000–2009

Saison LigaNr. Liga Platz (von) Punkte Tore
2000/01 2 2. Bundesliga 18 (18) 16 24:78
2001/02 3 Regionalliga Nord 06 (18) 51 53:40
2002/03 3 Regionalliga Nord 11 (18) 44 47:55
2003/04 3 Regionalliga Nord 11 (18) 43 31:49
2004/05 3 Regionalliga Nord 14 (19) 40 33:38
2005/06 3 Regionalliga Nord 19 (19) 21 35:78
2006/07 4 NOFV-Oberliga Süd 02 (16) 57 48:19
2007/08 4 NOFV-Oberliga Süd 02 (16) 57 55:25
2008/09 4 Regionalliga Nord 07 (18) 45 50:42
2009/10 4 Regionalliga Nord 03 (18) 61 58:34

Saisondaten 2010–2019

Saison LigaNr. Liga Platz (von) Punkte Tore
2010/11 4 Regionalliga Nord 01 (18) 82 82:23
2011/12 3 3. Liga 09 (20) 55 47:43
2012/13 3 3. Liga 06 (20) 55 56:47
2013/14 3 3. Liga 12 (20) 49 43:46
2014/15 3 3. Liga 05 (20) 59 44:36
2015/16 3 3. Liga 06 (20) 55 52:46
2016/17 3 3. Liga 08 (20) 52 54:51
2017/18 3 3. Liga 19 (20) 22 (31) 48:74
2018/19 4 Regionalliga Nordost 01 (18) 77 82:36

Legende:
blau und fett → (ost-)deutscher Meister

  • ↓ abgestiegen
  • ↑ aufgestiegen
  • ErfolgeBearbeiten

    RegionalBearbeiten

    Sachsen  SFV

    Pokal

    • Sachsenpokal-Sieger: 1997, 1998, 2006, 2008, 2010, 2012, 2014, 2015, 2017, 2019 – Sächsischer Rekordpokalsieger

    NationalBearbeiten

    Deutschland Demokratische Republik 1949  DFV

    Liga

    Pokal

    Deutschland  DFB

    Liga

    Pokal

    EuropapokalbilanzBearbeiten

    Saison Wettbewerb Runde Gegner Gesamt Hin Rück
    1967/68 Europapokal der Landesmeister 1. Runde Belgien  RSC Anderlecht 2:5 1:3 (H) 1:2 (A)
    1989/90 UEFA-Pokal 1. Runde Portugal  Boavista Porto 3:2 1:0 (H) 2:2 n. V. (A)
    2. Runde Schweiz  FC Sion 5:3 1:2 (A) 4:1 (H)
    Achtelfinale Italien  Juventus Turin 1:3 1:2 (A) 0:1 (H)
    1990/91 UEFA-Pokal 1. Runde Deutschland Bundesrepublik  Borussia Dortmund 0:4 0:2 (H) 0:2 (A)

    Legende: (H) – Heimspiel, (A) – Auswärtsspiel, (N) – neutraler Platz, (a) – Auswärtstorregel, (i. E.) – im Elfmeterschießen, (n. V.) – nach Verlängerung

    Gesamtbilanz: 10 Spiele, 2 Siege, 1 Unentschieden, 7 Niederlagen, 11:17 Tore (Tordifferenz −6)

    TrainerhistorieBearbeiten

    Nr. Trainer Amtszeit
    01 Karl Haueisen 1952–1953
    02 Heinz Hartmann 1953–04/1955
    03 Rolf Kukowitsch 08/1955–12/1955
    04 Walter Fritzsch 02/1956–12/1957
    05 Fritz Wittenbecher 02/1958–05/1958
    06 Hans Höfer 05/1958–09/1960
    07 Siegfried Seifert 09/1960–02/1961
    08 Heinz Werner (1) 03/1961–1963
    09 Horst Scherbaum 1963–1968
    10 Bringfried Müller 1968–1970
    11 Heinz Weber 1970–1971
    12 Gerhard Hofmann 1971–12/1974
    13 Dieter Erler 12/1974–08/1975
    14 Herbert Naumann 09/1975–03/1976
    15 Manfred Kupferschmied 04/1976–12/1980
    16 Manfred Lienemann (1) 01/1981–1985
    17 Heinz Werner (2) 1985–1988
    18 Hans Meyer 1988–1993
    19 Reinhard Häfner 1993–05/1996
    20 Christoph Franke (1) 05/1996–09/2000
    Nr. Trainer Amtszeit
    21 Josip Kuže 09/2000–11/2000
    22 Manfred Lienemann (2) 11/2000–12/2000
    23 Dirk Karkuth 12/2000–08/2001
    24 Matthias Schulz 08/2001–10/2002
    25 Dirk Barsikow (1) 10/2002–11/2002
    26 Joachim Müller (1) 11/2002–2003
    27 Frank Rohde 2003–09/2004
    28 Dirk Barsikow (2) 09/2004–03/2005
    29 Dietmar Demuth 03/2005–12/2005
    30 Joachim Müller (2) 12/2005–04/2007
    31 Tino Vogel 04/2007–04/2008
    32 Christoph Franke (2) 04/2008–06/2008
    33 Gerd Schädlich 07/2008–10/2013
    34 Karsten Heine 10/2013–03/2016
    35 Sven Köhler 03/2016–06/2017
    36 Horst Steffen 07/2017–01/2018
    37 David Bergner seit 01/2018

    PräsidentenhistorieBearbeiten

    Nr. Präsident Amtszeit
    01 Alfred Bernhardt
    02 Erich Baumgärtel
    03 Herbert Voigtländer
    04 Werner Günther
    05 Heinz Gensel bis 1956
    06 Karl Schneider 1956–1959
    07 [N.N.] Illing 1959–1966
    08 Werner Thomßen 1966–1970
    09 Karl-Heinz Müller 1970–1976
    10 Hans Groschwald 1976–1981
    11 Roland Hauschild 1981–1990
    12 Karl-Heinz Friedrich 1990–09/1990
    Nr. Präsident Amtszeit
    13 Werner Thomßen 1991–1994
    14 Winfried Maier 1994–07/1997
    15 Lutz Waszik (1) 07/1997–02/2000
    16 Klaus Schreiter 05/2000
    17 Claus-Peter Nofri 06/2000–11/2000
    18 Eberhard Langer 11/2000
    19 Lutz Waszik (2) 11/2000–12/2001
    20 Bernd Robert Leichthammer 12/2001–06/2002
    21 Frank Kapp 05/2003–10/2006
    22 Mathias Hänel 10/2006–11/2017
    23 Andreas Georgi seit 02/2018

    SponsorenhistorieBearbeiten

    Überblick über die Trikotsponsoren seit 1990:

    Erste MannschaftBearbeiten

    Aktueller KaderBearbeiten

    • Stand: 16. Juni 2019
    Nr. Nat. Name Geburtstag Im Verein seit
    Tor
    01 Tschechien  Slowakei  Jakub Jakubov 01.02.1989 2018
    22 Deutschland  Joshua Mroß 12.10.1996 2019
    Deutschland  Florian Sowade 06.01.1997 2018
    Abwehr
    03 Osterreich  Niklas Hoheneder 17.08.1986 2018
    05 Bulgarien  Kostadin Velkov 26.03.1989 2018
    13 Deutschland  Clemens Schoppenhauer 23.02.1992 2019
    20 Deutschland  Pascal Itter 03.04.1995 2018
    Deutschland  Fabian Müller 06.11.1986 2018
    25 Deutschland  Sören Reddemann 16.05.1996 2019
    29 Deutschland  Matti Langer 27.02.1990 2018
    38 Deutschland  Tobias Müller 31.05.1993 2018
    Mittelfeld
    04 Bulgarien  Georgi Sarmov 07.09.1985 2019
    06 Deutschland  Griechenland  Joannis Karsanidis 25.06.1993 2018
    10 Brasilien  Marcelo Freitas 01.06.1994 2019
    14 Deutschland  Tim Campulka 28.04.1999 2014
    17 Deutschland  Erik Tallig 10.01.2000 2009
    19 Deutschland  Nils Blumberg 02.01.1997 2019
    21 Deutschland  Jakob Gesien 11.01.1998 2018
    27 Deutschland  Timo Mauer 26.05.1997 2018
    28 Deutschland  Pelle Hoppe 07.06.1999 2019
    31 Deutschland  Paul Milde 25.01.1995 2018
    Angriff
    11 Deutschland  Daniel Frahn 03.06.1987 2016
    16 Deutschland  Rafael García Doblas 27.09.1993 2018
    32 Deutschland  Tarsis Bonga 10.01.1997 2019
    33 Deutschland  Dejan Bozic 22.01.1993 2018

    Trainer- und BetreuerstabBearbeiten

    Name Funktion
    David Bergner Cheftrainer
    Sreto Ristić Co-Trainer
    Thomas Köhler Torwarttrainer
    Torsten Bittermann Mannschaftsbetreuer
    Dirk Harlos Mannschaftsarzt
    Jörg Leibiger Mannschaftsarzt
    Sebastian Lange Physiotherapeut
    Olaf Renn Physiotherapeut
    Florian Braband Physiotherapeut

    Transfers der Saison 2019/20Bearbeiten

    Zugänge
    Nat. Name abgebender Verein Transferperiode
    Abwehr
    Deutschland  Sören Reddemann SV Wehen Wiesbaden Sommer 2019
    Deutschland  Clemens Schoppenhauer VfR Aalen
    Mittelfeld
    Deutschland  Nils Blumberg Hertha BSC II Sommer 2019
    Brasilien  Marcelo Freitas Energie Cottbus
    Bulgarien  Georgi Sarmov FK Etar Weliko Tarnowo
    Sturm
    Deutschland  Tarsis Bonga FSV Zwickau Sommer 2019
    Abgänge
    Nat. Name aufnehmender Verein Transferperiode
    Tor
    Deutschland  Lucas Hiemann unbekannt Sommer 2019
    Abwehr
    Deutschland  Michael Blum unbekannt Sommer 2019
    Deutschland  Valentino Schubert unbekannt
    Deutschland  Nigeria  Deji Beyreuther Eintracht Frankfurt (Leihe beendet)
    Deutschland  Kristian Taag BFC Dynamo
    Mittelfeld
    Deutschland  Dennis Grote Rot-Weiss Essen Sommer 2019
    Albanien  Liridon Vocaj unbekannt

    Ehemalige SpielerBearbeiten

    SC / FC Karl-Marx-StadtBearbeiten

    siehe auch: Liste der DDR-Oberligaspieler des FC Karl-Marx-Stadt

     
    Eberhard Vogel war der FCK-Spieler mit den meisten Länderspieleinsätzen

    DDR-NationalspielerBearbeiten

    Folgende Spieler trugen während ihrer Zeit beim Verein das Trikot der DDR-Nationalmannschaft:

     
    Ulf Mehlhorn, 1990

    Weitere bedeutende SpielerBearbeiten

     
    Michael Ballack war bis 1997 Spieler des CFC

    Chemnitzer FCBearbeiten

    Zweite MannschaftBearbeiten

    Als Bezirksmeister von Karl-Marx-Stadt konnte sich die 2. Mannschaft des FCK mehrmals in den Annalen des DDR-Fußballs verewigen. Zuletzt gelang der Reserveelf 1983/84 der Titel in der Karl-Marx-Städter Bezirksliga, nachdem im Anschluss an den Sieg in Staffel 2 der Erste der Staffel 1, die ASG Vorwärts Plauen, in den beiden Endspielen um die Bezirksmeisterschaft besiegt wurde. In den Aufstiegsspielen für die zweitklassige Liga konnte sich das Team jedoch nicht durchsetzen und blieb auch bis zum Rückzug der Mannschaft im Sommer 1989 stets drittklassig.

    In den 1970er-Jahren war der Karl-Marx-Städter Zweitvertretung im Zuge der Erweiterung der Liga auf 60 Mannschaften in fünf Staffeln durch die Bezirksmeisterschaft 1972 der Sprung ins Unterhaus gelungen. Nach Rang 8 1972/73 musste das Team als Tabellenletzter 1973/74 (jeweils in Staffel D) wieder in die Bezirksliga absteigen. Für eine weitere Spielzeit, 1975/76 und dieses Mal in Staffel E, gehörte der FCK II zu den Teilnehmern der Liga. Im Zuge der vorläufigen Auflösung der 2. Mannschaften beziehungsweise deren Umwandlung in die Teams der Nachwuchsoberliga im Sommer 1976 stehen in der Ewigen Tabelle der DDR-Liga für die FCK-Reserve drei Spielzeiten mit 66 Partien und ein 121. Rang zu Buche.

    Nach der Wiedervereinigung reüssierte die 2. Mannschaft des Chemnitzer FC zunächst im Fußball Sachsens: 1991/92 holte das Team den Titel in der Bezirksliga Chemnitz (5. Spielklasse). Im Jahr darauf gewann die Amateurelf des CFC die Landesliga Sachsen und qualifizierte sich somit für die drittklassige Amateur-Oberliga im NOFV-Bereich. Der Sprung in die 1994 wieder eingeführte Regionalliga als dritthöchster Spielklasse gelang der CFC-Reserve als 14. der Staffel Süd der NOFV-Amateur-Oberliga 1993/94 aber nicht. Für drei Spielzeiten konnte sich das Team in der viertklassige Oberliga halten, bevor 1996/97 der Abstieg in die Landesliga und bereits ein Jahr später in die Bezirksliga Chemnitz quittiert werden musste.

    Die zweite Mannschaft, vor allem mit Spielern bis 23 Jahren im Kader, wurde zur Saison 2015/16 durch den Chemnitzer FC vom Spielbetrieb abgemeldet. Sie spielte in ihrer letzten Saison in der fünfklassige Oberliga.

    FrauenfußballBearbeiten

    Die Wurzeln der Frauenfußballabteilung des Chemnitzer FC liegen bei der BSG Wismut Karl-Marx-Stadt. Die Mannschaft gewann 1980 die „Bestenermittlung“, die inoffizielle Meisterschaft der DDR. In den Jahren 1983, 1985, 1987 und 1990 wurde man Vizemeister und 1988 gewann man den „Pokal des demokratischen Frauenbundes“. Als Fünfter der Oberligasaison 1990/91 verpasste man den Sprung in die Bundesliga. Nach der Saison wurde die Sektion vom Chemnitzer FC übernommen und stieg gleich in der ersten Saison aus der Oberliga Nordost ab. In den folgenden Jahren wurde die Frauenmannschaft des CFC zur Fahrstuhlmannschaft und stieg insgesamt viermal in die Regionalliga auf und ebenso oft wieder ab. Lediglich zwischen 2004 und 2007 konnte sich die Mannschaft in der Regionalliga Nordost über einen längeren Zeitraum halten.

    In der Saison 2010/11 spielte die Mannschaft in der Landesliga Sachsen, die man auf dem ersten Rang abschloss, und stieg nach den folgenden Relegationsspielen gegen den SC 1903 Weimar zum insgesamt sechsten Mal in der Vereinsgeschichte in die Regionalliga Nordost auf. 2011/12 konnte man nach einem Trainerwechsel in der Winterpause, Markus Seiler wurde neuer Cheftrainer, und einer starken Rückrunde noch den Klassenerhalt erzielen. Die Saison 2012/13 wurde auf dem zwölften und damit letzten Platz in der NOFV Regionalliga abgeschlossen. Erst am letzten Spieltag wurde der Abstieg mit einer 1:2-Niederlage beim BSC Marzahn besiegelt.

    Im Juli 2011 wurden die CFC-Damen Deutscher Meister im Beachsoccer. Im Sommer 2012 verlor man das Finale und wurde Vizemeister.

    Erfolgreichste und bekannteste Fußballerin, die in Diensten der „Himmelblauen“ stand, ist die Nationalspielerin und Weltmeisterin Anja Mittag, die heute beim VfL Wolfsburg aktiv ist.

    LiteraturBearbeiten

    • Gerhard Claus: 100 Jahre Chemnitzer Fussball. Bilder, Geschichten, Tabellen. Chemnitzer Verlag, Chemnitz 1999, ISBN 3-928678-58-2.
    • Norman Schirmer: Bin beim Club. Chemnitzer FC und seine Fans. Geschichten aus dem wilden Fußballosten. Books on Demand, Norderstedt 2007, ISBN 978-3-8370-0039-9.

    WeblinksBearbeiten

      Commons: Chemnitzer FC – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

    EinzelnachweiseBearbeiten

    1. Freie Presse: Insolvenzverwalter: CFC braucht Geld der Mitglieder., 31. Januar 2019
    2. Chemnitzer FC Fußball GmbH gegründet, chemnitzerfc.de, 18. Oktober 2018, abgerufen am 11. März 2019.
    3. Weitere Investoren im Anflug! CFC-GmbH gut bei Kasse, tag24.de, 22. Februar 2019, abgerufen am 11. März 2019.
    4. Lutz Bartel: Grauer Herbst, himmelblauer Frühling und Aprilwetter. Website des Chemnitzer FC, 16. Mai 2012, abgerufen am 19. Mai 2017.
    5. Guido Schäfer: RB Leipzig nach Gala im DFB-Pokal. kicker Online, 16. Mai 2013, abgerufen am 19. Mai 2017.
    6. Chemnitz schießt Mainz aus dem Pokal raus – 10:9! Fink setzt dem Wahnsinn die Krone auf. kicker online, 15. August 2014, abgerufen am 19. Mai 2017.
    7. Trainer-Umfrage: Das sind die Top-Favoriten auf den Aufstieg. liga3-online.de, abgerufen am 30. Juni 2017.
    8. Chemnitz unter Druck, Köhler bemängelt fehlendes Vertrauen. liga3-online.de, abgerufen am 30. Juni 2017.
    9. Chemnitzer FC stellt Insolvenzantrag In: Kicker, 10. April 2018, abgerufen am 10. April 2018.
    10. Chemnitzer FC meldet Insolvenz an In: MDR Sachsen, 10. April 2018, abgerufen am 10. April 2018.
    11. 'PUNKTABZUG FÜR CHEMNITZER FC RECHTSKRÄFTIG'
    12. 'Thomas Sobotzik wird Sportdirektor des Chemnitzer FC'
    13. Beschluss des Stadtrates zur Stadionmiete
    14. Trauerminute und Pyro-Show für verstorbenen Hooligan beim Chemnitzer FC
    15. Verband sperrt Chemnitz-Stürmer Frahn
    16. Sportgericht sperrt Frahn für zwei Spiele und zwei auf Bewährung
    17. Weitere personelle Konsequenzen
    18. MDR: Reaktionen auf Traueraktion
    19. Exklusive Dokumente: So kam es wirklich zum Nazi-Skandal beim CFC - Insolvenzverwalter Klaus Siemon hält an Nötigungs- Vorwurf fest. In: TAG24. TAG24 NEWS Deutschland GmbH, 14. März 2019, abgerufen am 14. März 2019.
    20. CFC-Ex-Ehrenrat: "Keine akute Bedrohungslage" - Stellungnahme: Mario Lengtat widerspricht Siemon. In: Blick Chemnitz. Verlag Anzeigenblätter GmbH Chemnitz, 14. März 2019, abgerufen am 14. März 2019.
    21. Pressekonferenz zu den aktuellen Ereignissen beim CFC in Chemnitz - ungeschnitten!!! In: Youtube. Fernsehen in Dresden GmbH, 14. März 2019, abgerufen am 14. März 2019.

    Koordinaten: 50° 48′ 16,4″ N, 12° 56′ 19,5″ O