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Kleiminger als Nationalspieler 1964

Heino Kleiminger (* 3. Februar 1939 in Wismar; † 16. April 2015 in Rostock) war ein deutscher Fußballspieler. Der Stürmer erzielte zwischen 1956 und 1970 62 Tore in 186 Spielen in der DDR-Oberliga für FC Hansa Rostock. In den Jahren 1963 und 1964 trat er zudem vier Mal für die Fußballnationalmannschaft der DDR an für die er fünf Treffer erzielte.

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LaufbahnBearbeiten

Kleiminger begann seine fußballerische Laufbahn im Alter von zwölf Jahren bei der westmecklenburgischen Betriebssportgemeinschaft (BSG) Motor Wismar, die zu dieser Zeit in der zweitklassigen DDR-Liga vertreten war. Dort spielte er fünf Jahre in den Jugendmannschaften und ging danach 1956 17-jährig zum DDR-Oberliga-Klub SC Empor Rostock, dem späteren F.C. Hansa Rostock. Er gehörte damit zur jungen, hauptsächlich aus Norddeutschland stammenden, zweiten Generation der Emporspieler, nachdem die Mannschaft 1954 vom erzgebirgischen Lauter an die Ostsee umgesiedelt worden war. Zwischen 1956 und 1957 gehörte Kleiminger zum Kader der DDR-Juniorennationalmannschaft, für die er drei Länderspiele bestritt.

Das erste Oberligaspiel bestritt er am 23. September 1956 gegen Motor Zwickau wo er bei der 3:6-Heimniederlage einen Treffer erzielte. Kleiminger war bis 1969 beim Rostocker Klub aktiv und wurde hauptsächlich als Halbstürmer eingesetzt. Er brachte es auf 186 Oberligaspiele und erzielte 62 Tore. Diese Jahre gehörten zu den erfolgreichsten des SC Empor und FC Hansa, der in dieser Zeit viermal den zweiten Platz in der Oberliga erreichte und dreimal im Finale des DDR-Fußballpokals stand.

Zwischen 1963 und 1964 kam er auch zu vier Länderspielen, in denen er fünf Tore schoss. Vier Tore schoss er allein beim 12:1-Sieg gegen Ceylon (heute Sri Lanka) am 12. Januar 1964 in Colombo. Alle vier Spiele waren Vorbereitungsspiele der DDR-Olympiaauswahl, bei denen nach dem damaligen Reglement Spieler, die in der WM-Qualifikation eingesetzt wurden, nicht spielberechtigt waren. Wegen einer Verletzung konnte Kleiminger das Olympia-Turnier 1964, bei dem die DDR-Mannschaft Bronze holte, nicht mitspielen. Insgesamt nahm Kleiminger an neun Spielen der DDR-Olympiaauswahl teil, die jedoch nicht alle als offizielle Länderspiele gewertet wurden. Hinzu kommen neun Länderspiele mit der DDR-Nachwuchsnationalmannschaft sowie vier B-Länderspiele.

Nach seiner Oberligalaufbahn war Kleiminger noch einmal von 1970 bis 1974 bei der TSG Wismar in der zweitklassigen DDR-Liga aktiv. Danach arbeitete er als Jugendtrainer und war von 1976 bis 1980 Übungsleiter bei der TSG Bau Rostock, dem späteren Rostocker FC.

Er überstand 1997 einen schweren Herzinfarkt und 1998 eine Bypassoperation. Später war er Übungsleiter in Kritzow (1996 bis 2000). Er ließ sich in Graal-Müritz nieder und trainierte dort von 2005 bis 2006 den sechstklassigen mecklenburgischen Landesligisten TSV Graal-Müritz. Noch mit 67 Jahren übernahm er für eine Saison den Trainerposten des fünftklassigen Verbandsligisten SG Warnow Papendorf.

FamilieBearbeiten

Heino Kleiminger war ein Neffe des mecklenburgischen Pädagogen und Heimatforschers Rudolf Kleiminger, Cousin des ehemaligen Rostocker Landessuperintendenten Matthias Kleiminger und Großcousin des SPD-Politikers und früheren Rostocker Bundestagsabgeordneten Christian Kleiminger. Der ehemalige Oberligaspieler Ralf Kleiminger ist sein Sohn. Außerdem war er mit dem international bedeutenden Physiker und NS-Gegner Gustav Mie („Mie-Streuung“) verwandt. Im April 2015 erlag Kleiminger im Alter von 76 Jahren einem Krebsleiden.[1][2]

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Heino Kleiminger – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Der F.C. Hansa trauert um Heino Kleiminger - fc-hansa.de
  2. Hansa-Nationalspieler Heino Kleiminger ist tot - rostock.sportbuzzer.de (Memento des Originals vom 18. April 2015 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/rostock.sportbuzzer.de