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Holstein Kiel

deutscher Fußballverein

Die Kieler Sportvereinigung Holstein von 1900 e. V. (kurz die KSV Holstein oder die Kieler SV Holstein), allgemein bekannt als Holstein Kiel, ist ein rund 2.350 Mitglieder[1] zählender Sportverein aus Kiel. Bekannt ist der Verein vor allem durch seine Fußball-Abteilung, deren erste Mannschaft bis zur Einführung der Bundesliga 1963 jeweils der höchsten deutschen Spielklasse angehörte. Die größten Erfolge in der Vereinsgeschichte sind der Gewinn der deutschen Meisterschaft 1912 und zwei Vizemeisterschaften 1910 und 1930. Die Vereinsfarben des im Volksmund Die Störche genannten Klubs sind Blau, Weiß und Rot. Die erste Fußballmannschaft der Herren spielt seit der Saison 2017/18 in der 2. Bundesliga und trägt ihre Heimspiele im derzeit 10.700[2] Zuschauer fassenden Holstein-Stadion aus.

Holstein Kiel
logo
Verein
Name Kieler Sportvereinigung Holstein
von 1900 e. V.
Sitz Kiel, Schleswig-Holstein
Gründung 7. Oktober 1900
Farben Blau-Weiß-Rot
Mitglieder 2.345 (17. August 2018)[1]
Präsident Steffen Schneekloth
Website Holstein-Kiel.de
Erste Mannschaft
Cheftrainer Tim Walter
Spielstätte Holstein-Stadion
Plätze 10.700 Plätze[2]
Liga 2. Bundesliga
2017/18 3. Platz
Heim
Auswärts
Alternativ

Neben Herrenfußball bietet der Verein auch Handball, Frauenfußball, Tennis und Cheerleading an. Die Handballdamen der KSV wurden 1971 Deutscher Meister sowie 1964 und 1970 Vizemeister. Die Frauenfußballmannschaft besteht seit 2004 und spielte nach dem Aufstieg 2005 insgesamt neun Jahre in der 2. Bundesliga (Stand: 2018).

Inhaltsverzeichnis

GründungsgeschichteBearbeiten

Vorgängerverein Kieler Fußball-Club Holstein (FC Holstein Kiel)Bearbeiten

 
FC Holstein von 1902

Der Kieler Fußball-Club Holstein (kurz FC Holstein Kiel oder FC Holstein von 1902) wurde am 4. Mai 1902 von den Schülern Friedrich Brügmann, Walter Duden und Hans Gosch der Oberrealschule 1 (heute Hebbelschule) gegründet.[3] Von Beginn an war der ehemalige Schülerverein der dominierende Verein in Kiel und binnen weniger Jahre einer der stärksten Fußballvereine in Deutschland. 1908 erfolgte die erste Umbenennung zum Fußball-Verein Holstein von 1902 (kurz: FV Holstein Kiel) und 1914 die zweite durch die Eingliederung der Sparten Leichtathletik und Hockey zum Sportverein Holstein von 1902 (kurz: SV Holstein Kiel). Das Logo des Vereins war ein einfaches großes weißes „H“ (Holstein) links auf der Brust der blauen Trikots. Ab 1914 stand das „H“ in einem weiß umrandeten Kreis mit dunklem Hintergrund.

Fusionspartner Kieler Fußball-Verein von 1900 (KFV von 1900)Bearbeiten

Der Ursprung des Kieler Fußball-Vereins von 1900 (kurz: KFV von 1900) steht neben der stetig steigenden Fußballbegeisterung in Deutschland zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Verbindung mit zwei aus Süddeutschland stammenden Studenten (Namen unbekannt), die im Februar 1899 dem Kieler Männer-Turnverein von 1844 (kurz: KMTV) beigetreten waren und den Fußballsport in Kiel einführten. Anfang 1900 zog es Arthur Beier, einen weiteren fußballbegeisterten Süddeutschen, der beim FC Phönix, einem Vorläufer des Karlsruher SC, gespielt hatte, an die Kieler Förde.[4]

 
1.KFV von 1900

Unter seiner Führung entstand die Fußballabteilung des KMTV von 1844. Am 7. Oktober 1900 fuhren Arthur Beier und acht weitere Mitglieder (Andrae, Beiler, Blaschke, Hudemann, Leuenhagen, Niederehe, Roland und Stange) der Spielabteilung des Kieler Männer-Turnvereins nach Lübeck, um dort, ohne Einwilligung des Kieler Turnrats, ein Fußballspiel gegen eine Mannschaft der Lübecker Turnerschaft auszutragen. Dieses Ereignis bedeutet die eigentliche Gründung des KFV von 1900 und damit die Geburtsstunde des Kieler Fußballsports. Die Gründung des Kieler Fußball-Clubs Holstein veranlasste den Verein Ende August 1902 dazu, sich in 1. KFV von 1900 umzubenennen. Einen Monat zuvor hatten einige junge Spieler den KFV von 1900 verlassen und am 23. Juli 1902 den FC Kilia Kiel gegründet.

Im Fußballsport gab der 1. KFV trotz seiner Pionierstellung nicht den Ton an, in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg geriet er mehr und mehr ins Hintertreffen. Er konzentrierte sich später mehr auf die Leichtathletik und galt ab 1909 als einer der führenden Leichtathletikvereine Norddeutschlands.

 
Stammbaum der Kieler Sportvereinigung Holstein von 1900 e. V.

FusionBearbeiten

Am 7. Juni 1917 tagten im Zentral-Hotel, dem Vereinslokal des 1. KFV, in gemeinsamer Sitzung die Mitglieder des SV Holstein von 1902 und des 1. KFV von 1900 und fassten bei einer Stimmenthaltung einstimmig folgenden Beschluss: „Die Beschlüsse der beiden Vereine über ihren Zusammenschluss unter dem Namen Kieler Sportvereinigung Holstein von 1900 e. V. (kurz: Holstein Kiel oder KSV Holstein) werden gutgeheißen.“

Hauptinitiator der Fusion war neben dem späteren Präsidenten Ernst Föge,[5] der stets engagierte Kieler Fußballpionier und KFV-Mitbegründer Georg P. Blaschke,[6] der schon seit 1909 die Vision verfolgte, einen dauerhaft wettbewerbsfähigen Verein in Kiel zu etablieren. Ein weiterer, nicht unerheblicher Grund für die Fusion war die immense Schwächung der Vereine aufgrund der zunehmenden Strapazen im dritten Kriegsjahr des Ersten Weltkriegs.

Der deutlich mitgliederschwächere 1. KFV von 1900 schloss sich also dem erfolgreichen SV Holstein Kiel an und ging völlig in ihm auf, was nicht nur im heutigen Namen Holstein Kiel zu erkennen ist. Der vom FV Holstein 1911 erbaute Holstein-Platz (heute Holstein-Stadion) wurde als Spielstätte erkoren und die Spieltracht der KSV Holstein entsprach ebenfalls dem Blau-Weiß-Rot des FV Holstein. Der 1. KFV verzichtete auf seine 1914 errichtete Spielstätte sowie auf die Vereinsfarben Schwarz-Grün und sein Vereinswappen. Ein Überbleibsel des 1. KFV war die Berufung auf dessen Gründungsdatum in der Vereinssatzung, was im Fußball nach Vereinsfusionen gängige Praxis ist (siehe beispielsweise Hamburger SV oder VfB Stuttgart).

Das offizielle Gründungsdatum der KSV Holstein ist der 7. Oktober 1900. Seinen heutigen Namen trägt der Verein seit dem 7. Juni 1917. Der Vereinsname leitet sich vom südlichen Landesteil Holstein der damaligen preußischen Provinz Schleswig-Holstein ab.

 
1. KFV von 1900
 
FV Holstein von 1902
 
FV Holstein von 1902 auf der Viktoria
 
Logo des FV/SV Holstein Kiel (1910–1921), stilisierte Darstellung
 
Logo aus dem Jahr 1931
 
Kopf des Vereinsmagazins 1950[7]
 
80er Jahre
 
aktuelles Logo

Vereinsfarben und VereinswappenBearbeiten

 
Blau-Weiß-Rote Spieltracht mit Vereinswappen 1957

Die Vereinsfarben Blau, Weiß und Rot entsprechen den schleswig-holsteinischen Landesfarben. Holstein spielte die ersten Jahre in quergestreiften blau-weiß-roten Hemden und schwarzen Hosen. Ab 1906 trug man ein weißes Trikot mit diagonalen Querstreifen in den Vereinsfarben. Spätestens seit 1910 trägt man die bis heute gültige Tracht: blaue Hemden, weiße Hosen und rote Stutzen.

Das Wappen von Holstein Kiel existiert seit 1921[8] und veränderte sich von der Grundstruktur (Kieler Wappen, Farbe, Schriftzug) seither nicht wesentlich.[9] Von 1910 bis 1917 wurde ein weißes H auf dem Trikot getragen. Dieses H wurde von 1917 bis 1921 in einem weiß umrandeten Kreis mit dunklem Hintergrund auf dem Trikot verwendet. Das Logo des Fusionspartners 1. KFV von 1900 war das Kieler Stadtwappen. Der FV Holstein hatte ein rundes Wappen mit dem Schriftzug in blauer Schrift: F.V. Holstein v. 1902 E.V. Kiel. In der Mitte des Logos befand sich ein weißes H und im Hintergrund ein rotes F und V.

Geschichte/sportlicher WerdegangBearbeiten

Erstklassigkeit – erfolgreichste Zeit (1900–1933)Bearbeiten

Saisondaten 1903–1933
Saison Liga Platz Tore Punkte
1903/04 I1 1. 7:2 6:2
1904/05 -2 - - -
1905/06 I 1. 25:4 12:0
1906/07 I 1. 38:4 16:0
1907/08 I 1. 50:5 16:0
1908/09 I 1. 56:3 16:0
1909/10 I 1. 57:4 20:0
1910/11 I 1. 31:2 8:0
1911/12 I 1. 35:2 12:0
1912/13 I 1. 27:9 11:1
1913/14 I 2. 58:18 28:8
1914/15 -2 - - -
1915/16 I 1. 52:3 10:0
1916/17 I 1. 74:9 18:0
1917/18 I 1. 70:9 24:0
1918/19 I 1. 44:11 22:4
1919/20 I 1. 51:12 24:4
1920/21 I 2. 41:4 26:10
1921/22 I 1. 33:10 20:4
1922/23 I 1. 65:5 27:1
1923/24 I 1. 46:8 25:1
1924/25 I 1. 49:6 20:0
1925/26 I 1. 67:13 20:0
1926/27 I 1. 54:16 17:3
1927/28 I 1. 47:5 12:2
1928/29 I 2. 38:20 12:6
1929/30 I 1. 74:13 25:3
1930/31 I 1. 83:18 27:1
1931/32 I 1. 104:16 28:0
1932/33 I 1. 49:5 14:0
1 vollständige Spielklassenbezeichnung
siehe unter Ligazugehörigkeit

2Saison fiel aus

Die ersten und größten Erfolge der Vereinshistorie feierte Holstein Kiel in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Der Spielbetrieb in Kiel wurde 1903 mit der Gründung des Verbandes Kieler Ballspielvereine (VKB) erstmals organisiert. Auf Druck des DFB und seiner Regionalverbände schlossen sich am 15. April 1905 die sieben Fußballverbände aus Hamburg-Altona, Bremen, Kiel, Hannover, dem Herzogtum Braunschweig, Mecklenburg und Unterweser zum Norddeutschen Fußball-Verband (NFV) zusammen. Die jeweiligen NFV-Bezirksmeister (1907 neun Bezirke) spielten erstmals ab 1906 um die Meisterschaft des NFV, deren Sieger sich für die deutsche Meisterschaftsendrunde qualifizierte. Holstein wurde stets Bezirksmeister im Bezirk Holstein/Lübeck und scheiterte von 1906 bis 1908 im Halbfinale der norddeutschen Meisterschaft an Victoria Hamburg und 1909 an Eintracht Braunschweig.

1910 gewann man erstmals die norddeutsche Meisterschaft durch ein 7:1 gegen Werder Bremen und qualifizierte sich damit erstmals für die deutsche Meisterschaftsendrunde. Bei der erstmaligen Teilnahme erreichte man gleich das Finale und spielte am 15. Mai 1910 im Kölner Weidenpescher Park gegen den damaligen Topclub Karlsruher FV, der fünf Nationalspieler in seinen Reihen hatte. Im Endspiel unterlag die Mannschaft mit 0:1 n. V. und wurde deutscher Vizemeister.

Daten zum Endspiel um die deutsche Meisterschaft 1910

1911 verteidigten die Störche durch ein 6:1 im Finale gegen Eintracht Braunschweig die Meisterschaft des NFV und scheiterten im Halbfinale der deutschen Meisterschaftsendrunde am späteren Deutschen Meister Viktoria 89 Berlin. Seit 1911 trägt Holstein Kiel seine Heimspiele am Holstein-Platz (heute Holstein-Stadion) aus. Das heutige Holstein-Stadion gehört somit zu den traditionsreichsten Spielstätten im deutschen Fußball.

Am 26. Mai 1912 feierte Holstein Kiel den größten Erfolg der Vereinsgeschichte mit dem Gewinn der deutschen Meisterschaft. Als Meister des NFV (Finale gegen Eintracht Braunschweig 3:2) gewann man das Endspiel mit 1:0 gegen den Deutschen Meister von 1910, den Karlsruher FV. Ernst Möller schoss das entscheidende Tor gegen die Badener, die acht Nationalspieler in ihren Reihen hatten, durch einen verwandelten Elfmeter. 10.000 Zuschauer[10] im Hamburger Stadion Hoheluft bedeuteten damals einen neuen norddeutschen Zuschauerrekord. Der Verein sicherte damit dem NFV den ersten Meistertitel. Holstein Kiel gewann 1912 auch die Deutsche Akademiker-Meisterschaft durch ein 2:0 über den VfB Marburg und ist damit erster „Doublesieger“ im deutschen vom DFB organisierten Fußball.

Daten zum Endspiel um die deutsche Meisterschaft 1912

 
Meistermannschaft 1912

Die Mannschaft zählte von 1909 bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs zu den stärksten Mannschaften in Deutschland und wurde im Juni 1914 vom Deutschen Fußball-Bund mit der Ehre bedacht, Deutschland bei den Baltischen Spielen in Malmö zu vertreten. Durch ein 7:0 über eine russische und ein 1:0 gegen eine schwedische Auswahl wurde die Holstein-Auswahl Turniersieger. Der Verein bestritt schon zuvor internationale Freundschaftsspiele oder ging auf Freundschaftsspiel-Tour, um gegen erstklassige internationale Vereine anzutreten. Bereits 1912 reiste die Meistermannschaft[11] nach Moskau, und der Verein lud Mannschaften aus Dänemark, zum Beispiel AB Kopenhagen, Kjøbenhavns Boldklub oder BK Frem København, regelmäßig zu Freundschaftsspielen nach Kiel ein. Kein Jahr verging, in dem nicht mehrere oder zumindest eine ausländische Mannschaft gegen Holstein Kiel spielte.[12]

Nahezu alle Fußballer stammten bis dahin aus dem Bildungsbürgertum und weniger aus Arbeiterkreisen, wie man angesichts der boomenden Stadt Kiel Anfang des 20. Jahrhunderts vielleicht vermuten könnte. Obwohl durch die Marine viele sportbegeisterte Soldaten in die Stadt kamen und den Fußballboom förderten, bildeten seinerzeit die vielen Mitglieder aus akademischen Schichten das Rückgrat der damaligen Fußballbewegung in Kiel. Bereits 1914 hatte die Stadt Kiel 2033 aktive Mitglieder, was etwa einem Prozent der Gesamtbevölkerung entsprach und im Verhältnis zu anderen norddeutschen Städten (Hamburg 4631 und Lübeck 785 aktive Mitglieder) enorm war.[13] Die KSV Holstein belegt in der Ewigen Endrundentabelle der Vereine, die von 1903 bis 1914 um die deutsche Meisterschaft spielten, den vierten Tabellenplatz (9 Spiele, 6 Siege, 0 Unentschieden, 3 Niederlagen, 19:11 Tore, 18 Punkte). Vor der KSV stehen der Karlsruher FV, der Berliner TuFC Viktoria 1889 und an der Spitze dieser ersten Ewigen Tabelle im deutschen erstklassigen Fußball der damalige Rekordmeister VfB Leipzig.[14]

Daten zur Ewigen Endrundentabelle von 1903–1914

Nach dem Ersten Weltkrieg dominierte die KSV weiter in ihrem Bezirk und qualifizierte sich stets für die norddeutsche Meisterschaft. Zu einer Besonderheit kam es in der Saison 1928/29, als sich neun Vereine aus dem Hamburger Raum und Holstein Kiel dazu entschlossen, die „Runde der Zehn“ als eigene Spielklasse ins Leben zu rufen. Holstein wurde in dieser Runde Vizemeister hinter dem Hamburger SV. 1926, 1927 und 1930 gewannen die Störche nochmals die norddeutsche Meisterschaft und wurden in den Jahren 1922, 1923, 1928, 1929, 1931, 1932 Vizemeister. Stets kam es dabei zu Duellen mit dem immer stärker werdenden Hamburger SV. Die beiden Mannschaften teilten sich alle norddeutschen Titel von 1921 bis 1933 (HSV 10 Titel, KSV 3 Titel). Neben drei Viertelfinalteilnahmen 1927, 1928 und 1932 und zwei Halbfinalteilnahmen 1926 und 1931 wurde am 22. Juni 1930 zum dritten Mal das Endspiel um die deutsche Meisterschaft erreicht. In einem der spannendsten und torreichsten Endspiele der deutschen Fußballgeschichte verlor die KSV vor rund 40.000 Zuschauern im Düsseldorfer Rheinstadion mit 4:5 gegen Hertha BSC.

Daten zum Endspiel um die deutsche Meisterschaft 1930

Die KSV Holstein belegt in der Ewigen Endrundentabelle der Vereine, die von 1903 bis 1933 um die deutsche Meisterschaft spielten, den sechsten Tabellenplatz (26 Spiele, 16 Siege, 0 Unentschieden, 10 Niederlagen, 73:54 Tore, 48 Punkte). Vor der KSV stehen der VfB Leipzig, die SpVgg Fürth, der Hamburger SV, Hertha BSC und an der Spitze dieser Ewigen Tabelle der damalige Rekordmeister 1. FC Nürnberg.[15]

Daten zur Ewigen Endrundentabelle von 1903–1933

Erstklassigkeit – Gauliga (1933–1945)Bearbeiten

Saisondaten 1933–1945
Saison Liga Platz Tore Punkte
1933/34 I 3. 64:28 26:10
1934/35 I 3. 53:27 25:11
1935/36 I 4. 55:53 19:17
1936/37 I 2. 65:25 25:11
1937/38 I 4. 65:50 25:19
1938/39 I 3. 69:49 25:15
1939/40 I 03. 1 30:31 11:90
1940/41 I 5. 71:52 24:20
1941/42 I 3. 52:27 22:14
1942/43 I 1. 94:20 34:20
1943/44 I 1. 105:220 30:60
1944/45 I abbr. 7:2 2:0
1 Gauliga Nordmark wurde in zwei Staffeln geteilt

Nach der nationalsozialistischen Machtergreifung spielte Holstein Kiel in der Gauliga Nordmark, eine von anfangs 16 Gauligen im nationalsozialistischen Deutschland. Die Gauliga Nordmark wurde vom Eimsbütteler TV und vom Hamburger SV dominiert. Beide Vereine teilten sich alle neun Nordmark-Titel untereinander auf, wobei der Eimsbütteler TV fünfmal und der Hamburger SV viermal die Meisterschaft gewann. Die KSV belegte fünfmal den dritten Platz und als beste Platzierung 1937 den zweiten Platz; somit verpasste der Verein die Teilnahme an der Endrunde der deutschen Meisterschaft, da sich nur der Nordmark-Meister dafür qualifizierte. In der Ewigen Tabelle der Gauliga Nordmark belegt Holstein Kiel den dritten Platz hinter dem Hamburger SV und dem Eimsbütteler TV (164 Spiele: 90 Siege, 22 Unentschieden, 52 Niederlagen; 524:341 Tore, 202:126 Punkte).

Wie zuvor spielte man auch gegen erstklassige internationale Gegner und machte zum Beispiel 1936 eine Reise nach Polen, wo die Mannschaft gegen ŁKS Łódź und Warta Posen spielte und Ungarn, wo die KSV unter anderem vor 40.000 Zuschauern gegen MTK Budapest FC spielte. Durch den Kriegsbeginn 1939 und die Stellung Kiels als Kriegsmarinehafen kamen unzählige Soldaten in die Stadt, unter ihnen auch Fußballer, die als „Gastspieler“ bei Holstein und anderen lokalen Vereinen aufgenommen wurden. Einer der prominentesten Gastspieler war der spätere Nationalspieler und Weltmeister Ottmar Walter, der in der Saison 1942/43 für die Störche spielte.

Zur Saison 1942/43 wurde die Gauliga Nordmark aus logistischen, aber auch Kostengründen wegen des Zweiten Weltkriegs in die Ligen Hamburg, Mecklenburg und Schleswig-Holstein unterteilt. Holstein Kiel, nun in der Gauliga Schleswig-Holstein, erreichte als Meister zweimal die Endrunde um die deutsche Meisterschaft. 1943 schlug die KSV im Viertelfinale sensationell den Topclub FC Schalke 04 vor der damaligen Kieler Rekordkulisse von 18.000 Zuschauern[16] mit 4:1, verlor das anschließende Halbfinale gegen den späteren Deutschen Meister Dresdner SC aber mit 1:3. Das Spiel um Platz 3 am 26. Juni 1943 im Berliner Poststadion konnte mit 4:1 gegen den österreichischen Hauptstadtclub First Vienna FC 1894 gewonnen werden.

Daten zum Spiel um Platz 3 der Endrunde um die deutsche Meisterschaft 1943

Die KSV Holstein belegt in der Ewigen Endrundentabelle der Vereine, die von 1903 bis 1945 um die deutsche Meisterschaft spielten, den siebten Platz (34 Spiele, 21 Siege, 1 Unentschieden, 12 Niederlagen; 94:66 Tore, 64 Punkte). Vor der KSV stehen Fortuna Düsseldorf, Hertha BSC, der Dresdner SC, der Hamburger SV und an der Spitze die damalige gemeinsamen Rekordmeister 1. FC Nürnberg und FC Schalke 04.[17]

Daten zur Ewigen Endrundentabelle von 1903–1945

Der Verein erreichte bis dato 13-mal die Endrunde um die deutsche Meisterschaft (1910–1913, 1926–1932, 1943 und 1944). Dabei zog der Verein dreimal (1910, 1912, 1930) ins Endspiel sowie fünfmal (1911, 1913, 1926, 1931, 1943) ins Halbfinale ein. Da der Spielbetrieb in der Gauligasaison 1944/45 nach nur wenigen ausgetragenen Spielen kriegsbedingt abgebrochen werden musste,[18] wurde kurzfristig eine Stadtliga (die so genannte Gauliga Schleswig-Holstein – Staffel Kiel) unter Beteiligung der Störche ins Leben gerufen, deren Spielbetrieb aber auch bald darauf beendet werden musste.

Erstklassigkeit – Oberliga (1945–1963)Bearbeiten

Saisondaten 1945–1963
Saison Liga Platz Tore Punkte Zuschauer(ø)
1945/46 I 2. 45:3 10:2
1946/47 I 2. 13:8 7:5
1947/48 I 10. 035:65 014:30 11.0900
1948/49 I - 017:13 09:7 9.750
1949/50 I 11. 051:49 028:32 10.0000
1950/51 I 03. 063:59 040:24 8.937
1951/52 I 05. 065:54 034:26 9.933
1952/53 I 02. 066:38 039:21 10.4670
1953/54 I 09. 050:68 029:31 6.034
1954/55 I 10. 052:64 027:33 6.633
1955/56 I 04. 051:37 035:25 9.067
1956/57 I 02. 046:38 039:21 9.467
1957/58 I 08. 048:46 030:30 6.833
1958/59 I 10. 057:54 027:33 6.900
1959/60 I 09. 050:52 027:33 6.500
1960/61 I 07. 049:49 029:31 5.027
1961/62 I 05. 084:52 037:23 7.133
1962/63 I 05. 073:58 034:26 6.767

Durch die Luftangriffe auf Kiel im Zweiten Weltkrieg war die Stadt fast vollkommen zerstört. Viele Anlagen der KSV Holstein waren durch Bomben getroffen worden, wodurch einige Abteilungen wie beispielsweise Schwimmen nicht wieder neu aufgebaut werden konnten und aufgelöst wurden. Von 1945 bis 1947 spielte Holstein Kiel um die Bezirksmeisterschaft und wurde 1947 in der anschließenden Endrunde um die schleswig-holsteinische Landesmeisterschaft Vizemeister. Somit qualifizierten sich die Störche für die neu gegründete höchste Spielklasse, die Oberliga Nord, in der der Verein bis zur Einführung der bundesweiten Bundesliga 1963 spielten.

Gleich zweimal wurde der Verein in den ersten Nachkriegsjahren vom Spielbetrieb ausgeschlossen. Zunächst von der britischen Militärregierung von Mitte Juli bis Anfang Oktober 1946. Hintergrund war, dass der damals zuständige Kieler Verband für Leibesübungen (KVL) den Vizemeister der Bezirksmeisterschaft Holstein Kiel (aufgrund bisheriger beständiger Leistung) statt des Bezirksmeisters Eckernförder SV für die Teilnahme an der später ohnehin im Viertelfinale abgebrochenen norddeutschen Meisterschaft nominiert hatte. Nach einem nicht genehmigten späteren Entscheidungsspiel, das Holstein mit 4:2[19] gewann, war das Urteil der britischen Militärregierung gefallen. Der Holstein-Vorstand wurde auf Lebenszeit gesperrt, der KVL aufgelöst und Kiel als Spielort für drei Monate bis zum 1. Oktober gesperrt.[20]

Gleich für den Rest der Saison wurden die Störche nach dem achten Spieltag in der Oberligasaison 1948/49 vom weiteren Spielbetrieb ausgeschlossen. Grund war, dass der Verein in der Vorsaison 1947/48 durch den Einsatz von Willy Hamann (SpVgg Weiden) die Wechselsperre missachtet hatte.[21] Ankläger war Hannover 96, das in der Vorsaison 1947/48 aus der Oberliga Nord abgestiegen war und einen garantierten Platz für die Oberligasaison 1949/50 erhalten hatte.[22] Holstein Kiel drohte nach dem Urteil der finanzielle Ruin, da der Verein wie Hannover 96 ein dreiviertel Jahr lang nur Freundschaftsspiele und keine Punktspiele mehr bestreiten konnte.[23] Da jedoch die Oberliga Nord zur Saison 1949/50 von 13 auf 16 Teams aufgestockt wurde, durfte die KSV wie Hannover 96 wieder in die Oberliga Nord zurück.

 
Oberliga Nord Spielszene vor 25.000 Zuschauern gegen den HSV im Februar 1957 im Holstein-Stadion

Die Oberliga Nord war eine von insgesamt fünf Oberligen in Deutschland, deren Meister und teilweise auch Vizemeister am Ende einer Saison um die deutsche Meisterschaft spielten. 1953 und 1957 nahm Holstein als Vizemeister der Oberliga Nord an der Endrunde um die deutsche Meisterschaft teil, jedoch ohne Erfolg. 1953 spielte man in der Gruppe 1 und traf dort auf die Mannschaften 1. FC Kaiserslautern, Eintracht Frankfurt und den 1. FC Köln. Mit fünf Niederlagen, einem Unentschieden (2:2 gegen den 1. FC Köln) und einem Torverhältnis von 8:16 Toren beendete man die Gruppenphase als Letzter. 1957, bei der letzten Teilnahme an einer Endrunde um die deutsche Meisterschaft in der Vereinsgeschichte, scheiterte der Verein in der Vorqualifikation zur Gruppenphase mit 2:3 n. V. an Kickers Offenbach.

Teilnahmen an den deutschen Meisterschaften von 1910 bis 1957

Die KSV Holstein belegt in der Ewigen Endrundentabelle der Vereine, die von 1903 bis 1963 um die deutsche Meisterschaft spielten, Platz 15 (41 Spiele, 21 Siege, 8 Unentschieden, 18 Niederlagen, 104:85 Tore, 65 Punkte).[24]

Daten zur Ewigen Endrundentabelle von 1903–1963

Vor Gründung der 1. Bundesliga im Sommer 1963 entwickelte der Deutsche Fußball-Bund einen Verteilerschlüssel zur Ermittlung der ersten 16 Bundesligavereine. Neben wirtschaftlichen Kriterien und einer Zwölfjahreswertung, welche die sportlichen Leistungen ab der Saison 1951/52 berücksichtigte, war im Norden der Republik zusätzlich die Abschlusstabelle der letzten Oberliga-Nord-Saison 1962/63 entscheidend für die neue bundesweite Liga. Holstein Kiel belegte in jener Saison Platz 5 und verpasste damit knapp die Teilnahme an der Bundesliga. In die neue bundesweite Liga wurden der Hamburger SV, Werder Bremen und Eintracht Braunschweig aufgenommen. Die in der Zwölfjahreswertung vor den Braunschweigern platzierten Vereine VfL Osnabrück, FC St. Pauli, Hannover 96 und Holstein Kiel legten dagegen Protest ein. Der DFB begründete seine Entscheidung damit, dass die genannten Vereine „aufgrund ihrer sportlichen Vergangenheit als gleichwertig anzusehen sind“, und deshalb „der diesjährige Tabellenstand den Ausschlag geben müsse“. Braunschweig, das in der Saison 1962/63 Dritter der Oberliga Nord wurde, erhielt also die Bundesligalizenz.[25] In der Ewigen Tabelle der Oberliga Nord von 1947 bis 1963 belegt Holstein Kiel Platz 6 hinter Eintracht Braunschweig, VfL Osnabrück, FC St. Pauli, Werder Bremen und dem Hamburger SV (452 Spiele: 188 Siege, 102 Unentschieden, 162 Niederlagen; 857:794 Tore, 469:419 Punkte[26]).

Nach der verpassten Bundesliga-Qualifikation ging die Mannschaft auf Freundschaftsspielreise, diesmal in den hohen Norden nach Island. Dort traf man auf Einladung von Fram Reykjavík unter anderem auf den isländischen Rekordmeister KR Reykjavík (2:0-Sieg) und die isländische Fußballnationalmannschaft (4:2-Sieg). Schon vor der Reise kam es zu internationalen Freundschaftsspielen, wie so oft in den 1950er und 1960er Jahren.[27] Besonders bemerkenswert war die Partie am 9. Mai 1962 gegen Ipswich Town. Holstein Kiel schlug den amtierenden englischen Meister mit 2:1 (1:1), obwohl in der Startelf vier Amateurspieler gestanden hatten.[28]

Zu einer Premiere im deutschen Fußball kam es am 26. Oktober 1957, als zum allerersten Mal im deutschen Fernsehen ein Ligapunktspiel in voller Länge übertragen wurde. Auf der Adolf-Jäger-Kampfbahn in Hamburg-Altona traf im Spiel der Oberliga Nord Altona 93 auf Holstein Kiel (0:0).[29] Ein weiterer Erfolg vor der Gründung der Bundesliga war der Gewinn der damals beim Publikum noch sehr beliebten deutschen Amateurmeisterschaft 1961. Mit 5:1 gewannen die Amateure der KSV das Endspiel gegen den Siegburger SV 04 – vor mehr als 70.000 Zuschauern im Niedersachsenstadion in Hannover.[30]

Daten zum Endspiel der deutschen Amateurmeisterschaft 1961

Zweitklassigkeit – Regionalliga (1963–1974)Bearbeiten

Saisondaten 1963–1974
Saison Liga Platz Tore Punkte Zuschauer(ø)
1963/64 II 05. 072:48 043:25 3.794
1964/65 II 01. 094:41 052:12 7.319
1965/66 II 03. 068:41 043:21 4.649
1966/67 II 03. 068:32 045:19 6.600
1967/68 II 08. 047:37 033:31 3.531
1968/69 II 08. 047:51 032:32 2.532
1969/70 II 03. 064:37 044:20 4.828
1970/71 II 04. 066:50 042:26 4.188
1971/72 II 11. 048:56 030:38 2.356
1972/73 II 07. 063:47 037:31 3.241
1973/74 II 13. 054:73 031:41 3.206

Aufgrund der misslungenen Qualifikation für die Bundesliga spielte Holstein Kiel fortan in der neu geschaffenen Regionalliga Nord (zweitklassig). Sie war von 1963 bis 1974 eine von fünf zweitklassigen Ligen in Deutschland. Die Regionalliga Nord bestand wie die Oberliga Nord aus Vereinen der vier Fußballverbände Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Bremen und Hamburg.

Die erfolgreichste Regionalliga-Nord-Spielzeit war die Saison 1964/65. Im Sommer 1965 spielte die KSV als Meister der Regionalliga Nord um den Aufstieg in die Bundesliga, scheiterte in der Aufstiegsrunde jedoch an Borussia Mönchengladbach. Nach zwei Siegen, zwei Unentschieden, zwei Niederlagen und einem Torverhältnis von 6:6 Toren stand die KSV am Ende auf Platz 3.

Spieldaten zur Bundesliga-Aufstiegsrunde 1965

 
Mannschaftsehrung zum Gewinn der Regionalliga Nord in der Saison 1964/65

1966, 1967 und 1970 wurde die KSV Dritter und verfehlte die Aufstiegsrunde nur knapp. Die Gründung der Bundesliga machte sich allmählich in den gesunkenen Zuschauerzahlen bemerkbar und der Verein geriet Anfang der 1970er Jahre in finanzielle Nöte. 1973 verkaufte der Verein aufgrund von Schulden seine Sportanlagen an die Stadt Kiel, welche der Verein 1950 zum 50. Vereinsjubiläum von der Stadt Kiel zu Ehren noch geschenkt bekommen hatte. Holstein Kiel zählt neben dem FC St. Pauli, VfL Osnabrück, Arminia Hannover, VfB Lübeck, VfL Wolfsburg und Bremerhaven 93 zu den Vereinen, die alle elf Spielzeiten von 1963 bis 1974 in der Regionalliga Nord gespielt haben. In der Ewigen Tabelle der Regionalliga Nord von 1963 bis 1974 belegt Holstein Kiel Platz 4 hinter dem VfL Wolfsburg, VfL Osnabrück und FC St. Pauli (364 Spiele: 174 Siege, 84 Unentschieden, 106 Niederlagen; 691:513 Tore, 432:296 Punkte[31]).

Für die 1974/75 neu gegründete zweigleisige 2. Bundesliga erhielt die Regionalliga Nord insgesamt sieben Plätze. Diese wurden nach einer Fünfjahreswertung vergeben, wobei die Regionalliga-Nord-Saisons 69/70 und 70/71 einfach, 71/72 und 72/73 zweifach, die Saison 73/74 aber vierfach gewertet wurden. Bei Punktgleichheit entschied die bessere Platzierung der Saison 1973/74. Die KSV Holstein belegte bei dieser Fünfjahreswertung mit 91 Punkten Platz 8, punktgleich mit dem VfB Lübeck (9) und dem TSR Olympia Wilhelmshaven (7). Olympia Wilhelmshaven war mit Platz 7 in der Abschlusstabelle der Saison 1973/74 besser platziert als Holstein Kiel (13) und der VfB Lübeck (16) und sicherte sich so einen Platz in der 2. Bundesliga Nord. Holstein Kiel war damit zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte drittklassig und spielte fortan in der 1974/75 wiedergegründeten Oberliga Nord.

Dritt- und Zweitklassigkeit – Oberliga und 2. Bundesliga (1974–1994)Bearbeiten

Saisondaten 1974–1994
Saison Liga Platz Tore Punkte Zuschauer(ø)
1974/75 III 10. 053:43 035:33 1.3240
1975/76 III 13. 045:52 031:37 2.0240
1976/77 III 03. 054:25 047:21 4.3040
1977/78 III 04. 064:41 044:24 3.7240
1978/79 II 14. 040:62 035:41 8.1580
1979/80 II 14. 061:76 033:43 5.9470
1980/81 II 19. 048:81 031:53 4.2070
1981/82 III 07. 052:36 037:31 2.2010
1982/83 III 03. 056:46 040:28 2.0760
1983/84 III 07. 055:50 036:32 1.2670
1984/85 III 14. 051:67 030:38 646
1985/86 III 15. 048:51 028:40 760
1986/87 III 04. 059:44 040:24 841
1987/88 III 05. 056:38 043:25 2.2270
1988/89 III 04. 063:51 043:25 1.2550
1989/90 III 07. 055:47 040:28 901
1990/91 III 04. 054:33 042:26 849
1991/92 III 07. 051:44 034:30 683
1992/93 III 05. 045:34 036:24 977
1993/94 III 07. 052:55 030:30 902

Die Oberliga Nord (nun drittklassig), in den Anfangsjahren noch Amateur-Oberliga Nord genannt, bestand wie ihr gleichnamiger, jedoch höherklassiger Vorgänger (1947–1963) aus Vereinen der Verbände Hamburg, Bremen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. In den ersten beiden Spielzeiten, 1974/75 und 1975/76, belegte die KSV den 10. und den 13. Platz. Nach der Saison 1976/77 spielte die Mannschaft als Drittplatzierter um den Aufstieg in die 2. Bundesliga Nord, scheiterte in der Aufstiegsrunde jedoch an Rot-Weiß Lüdenscheid; man beendete die Runde mit zwei Siegen, vier Niederlagen und einem Torverhältnis von 9:11 Toren auf dem dritten Platz.

Daten zu den Spielen der Aufstiegsrunde für die 2. Bundesliga 1977

In der Saison 1977/78 war Holstein Kiel als Viertplatzierter berechtigt, an der Aufstiegsrunde zur 2. Fußball-Bundesliga Nord teilzunehmen. Zuvor musste die Mannschaft jedoch den Verlierer des Endspiels um die Westfalenmeisterschaft, den 1. FC Paderborn (heute: SC Paderborn) schlagen. Nach zwei Unentschieden (jeweils 2:2) gewann die KSV das entscheidende dritte Spiel auf neutralem Platz in Osnabrück mit 5:3 (1:1 n. V.) nach Elfmeterschießen. In der Aufstiegsrunde traf der Verein auf OSV Hannover, Olympia Bocholt und Wacker 04 Berlin. Durch einen 1:0-Heimsieg über Wacker 04 Berlin sicherten sich die Störche am letzten Spieltag Platz 2 und stiegen in die 2. Bundesliga Nord auf.

Daten zu den Spielen der Aufstiegsrunde für die 2. Bundesliga 1978

 
Mannschaft von Holstein Kiel in der Saison 1978/79

Die 2. Bundesliga Nord bestand aus Vereinen der Verbände von Nordrhein-Westfalen, Westberlin, Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein. Von 1978 bis 1981 spielte die KSV in der damals noch zweigleisigen 2. Fußball-Bundesliga. 1978/79 und 1979/80 erreichte die Mannschaft Platz 14. Die Saison 1980/81 beendete man auf Platz 19. Durch die Zweitliga-Reform 1981/82, die eine eingleisige, bundesweite Liga mit sich brachte, wurde die KSV wie 22 andere Vereine in der damals zweigleisigen 42 mannschaftsstarken zweiten Spielklasse, wieder drittklassig. Neben technischen Qualifikationskriterien entschied eine Dreijahreswertung darüber, wer in die neue 2. Bundesliga aufsteigen durfte. Am Ende sollten aus dem Norden und dem Süden jeweils zehn Mannschaften vertreten sein. Holstein Kiel belegte in dieser Wertung Platz 19 im Norden und musste daher in die drittklassige Oberliga Nord.

In der Oberliga Nord (damals drittklassig) spielten die Störche durchgehend von 1981 bis zur Drittliga-Reform 1994/95. Die erfolgreichste Spielzeit war die Saison 1982/83. Am Ende belegte Holstein Kiel den 3. Tabellenplatz; 1987, 1989 und 1991 wurde Platz 4 erreicht. Größtenteils belegte man einstellige Tabellenplätze jedoch ohne im Aufstiegsrennen zur 2. Bundesliga eine Rolle zu spielen. Zu Beginn der 90er Jahre geriet der Verein in enorme finanzielle Schwierigkeiten. Die unattraktive Liga, was die sinkenden Zuschauerzahlen verdeutlichen und leere Kassen zwangen den Verein fast in den Ruin. Im Holstein-Stadion zerfiel zusehends die Bausubstanz und einige Tribühnenbereiche wurden gar komplett gesperrt. 1994 stand der Verein nach 1989 (damals streichten Banken Schulden von 400.000 DM) zum zweiten Mal kurz vor dem Konkurs und der Schuldenstand (180.000 DM) war kaum zu beweltigen. Die glorreichen Zeiten der Vergangenheit waren kurz vor dem 100 Jährigen Vereinsjubiläum weit in die Ferne gerückt.[32] Durch Investitionen von Sponsoren und Gründung einer Sport-Marketing GmbH wurden noch rechtzeitig die Weichen für professionelle Weiterarbeit gestellt, so dass der Verein nur hauchdünn an der Insolvenz und somit der Löschung aus den Vereinsregistern vorbei rauschte.

In der Ewigen Tabelle der Oberliga Nord von 1974 bis 1994 belegt Holstein Kiel Platz 4, hinter dem VfB Oldenburg, dem VfL Wolfsburg und Werder Bremen II (566 Spiele, 243 Siege, 150 Unentschieden, 173 Niederlagen; 913:757 Tore, 636:496 Punkte[31]).

Dritt- und Viertklassigkeit – zwischen Ober- und Regionalliga (1994–2007)Bearbeiten

Saisondaten 1994–2007
Saison Liga Platz Tore Punkte Zuschauer(ø)
1994/95 III 11. 044:45 033:35 864
1995/96 III 18. 034:53 035 568
1996/97 IV 06. 042:39 046 319
1997/98 IV 01. 069:29 071 1.1700
1998/99 III 14. 044:60 041 2.0510
1999/00 III 08. 062:57 051 1.8940
2000/01 IV 01. 076:22 074 1.0160
2001/02 III 13. 036:51 042 2.5250
2002/03 III 13. 054:54 042 1.9800
2003/04 III 12. 052:56 042 2.4950
2004/05 III 10. 054:46 048 3.5250
2005/06 III 04. 064:42 066 4.3320
2006/07 III 15. 042:52 048 4.7920

In der Saison 1994/95 führte der DFB die Regionalligen als neue dritthöchste Spielklasse ein. Die Platzierungen 1–14 der Abschlusstabelle der Oberliga-Nord-Saison 1993/94 entschieden darüber, wer sich für die neue, zunächst dreigleisige Liga qualifizierte. Zum Abschluss belegte die KSV den 7. Tabellenplatz und war somit für die Regionalliga Nord qualifiziert. Diese bestand wie ihr gleichnamiger, jedoch höherklassiger Vorgänger (1963–1974) aus Vereinen der Verbände Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein. Nachdem man in der Premierensaison Platz 11 belegt hatte, stieg Holstein Kiel im Jahr darauf als Tabellenletzter aus der Regionalliga Nord ab. Am Ende fehlten zwei Punkte, um die erstmalige Viertklassigkeit zu verhindern; fortan spielte man in der 1994/95 gegründeten Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein.

Nach zwei Jahren in der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein kehrte Holstein Kiel im Sommer 1998 wieder in die Regionalliga Nord zurück und spielte dort bis zum erneuten Abstieg im Sommer 2000. Diesmal hatte die Drittliga-Reform 2000/01 Auswirkungen auf den Abstieg. Die vier Regionalligen wurden auf zwei Staffeln (Nord und Süd) reduziert. Kiel stieg als Achtplatzierter erneut in die Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein ab, da sich nur die ersten sechs Teams für die neue zweigleisige Regionalliga qualifizierten.

Nach dem zweiten Abstieg in die Viertklassigkeit gelang der direkte Wiederaufstieg. Aufgrund der Drittliga-Reform 2000/01 stiegen die Meister der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein und der Oberliga Niedersachsen/Bremen nicht wie gewohnt direkt auf; sie mussten fortan gegeneinander um den Aufstieg in die neue zweigleisige Regionalliga spielen. Holstein Kiel traf als Meister auf den Niedersachsen/Bremen-Meister 1. SC Göttingen 05 (heute I. SC Göttingen 05). Der 1. SC Göttingen 05 setzte sich in den Aufstiegsspielen nach einem 0:2 im Hinspiel mit 3:0 im Rückspiel durch. Doch aus wirtschaftlichen Gründen (Insolvenz, mangels Masse nicht erfolgreich beendet) wurde den Niedersachsen die Lizenz für die Regionalliga Nord verweigert und der Verein aus dem Vereinsregister gestrichen, wodurch die KSV als erster Nachrücker nun doch in die Regionalliga Nord aufgestiegen war.

Daten zum Rückspiel der Aufstiegsrunde zur Regioanlliga Nord 2001

In der Ewigen Tabelle der Regionalliga Nord von 1994 bis 2000 belegt Holstein Kiel Platz 14 (136 Spiele, 46 Siege, 34 Unentschieden, 56 Niederlagen; 184:215 Tore, 172 Punkte).

In der zweigleisigen Regionalliga (damals drittklassig) kämpfte die KSV erneut gegen den Abstieg und belegte vier Jahre in Folge hintere Tabellenplätze. Die gleichnamige, jedoch geografisch größere Regionalliga Nord existierte von 2000 bis 2008 und bestand vornehmlich aus Vereinen aus drei (NFV, NOFV und WFLV) der insgesamt fünf deutschen Regionalverbände. Die Saison 2005/06 in der Regionalliga Nord endete nach der Herbstmeisterschaft auf dem 4. Tabellenplatz. Am Ende der Saison 2005/06 erklärte die Deutsche Fußball Liga (DFL), dass das Stadion von den für die Lizenzierung zuständigen DFB-Kontrollgremien als nicht mehr drittligatauglich eingestuft wurde. Es erfolgten Modernisierungsmaßnahmen am Holstein-Stadion, womit der Verein die von der DFL und dem DFB geforderten Sicherheits- und medientechnischen Lizenzauflagen erfüllte.

Nach der Saison 2006/07 stieg der Verein zum dritten Mal in die Viertklassigkeit ab. Seit Einführung der Drei-Punkte-Regel 1995 war noch kein Absteiger aus den ersten drei Ligen mit einer so hohen Punktzahl abgestiegen. Am Ende kamen gleich vier Vereine auf 48 Punkte, von denen Holstein Kiel das schlechteste Torverhältnis hatte und daher in die 2004/05 wiedergegründete viertklassige Oberliga Nord abstieg. In der Ewigen Tabelle der Regionalliga Nord von 2000 bis 2008 belegt Holstein Kiel Platz 7 (210 Spiele, 77 Siege, 57 Unentschieden, 76 Niederlagen; 302:301 Tore, 288 Punkte).

Viert-, Dritt und Zweitklassigkeit – jüngste Vergangenheit (seit 2007)Bearbeiten

Saisondaten 2007–2017
Saison Liga Platz Tore Punkte Zuschauer(ø)
2007/08 IV 0 1. 73:28 69 02.657
2008/09 IV 01. 54:22 73 03.939
2009/10 III 19. 43:61 38 03.850
2010/11 IV 06. 65:36 55 02.446
2011/12 IV 02. 73:31 75 03.779
2012/13 IV 01. 74:27 67 03.628
2013/14 III 16. 42:38 45 05.340
2014/15 III 03. 53:30 67 06.222
2015/16 III 14. 44:47 48 05.193
2016/17 III 02. 59:25 67 05.711
2017/18 II 03. 71:44 56 10.523
2018/19 II

Am Ende der Saison 2006/07 stieg Holstein Kiel in die Oberliga Nord (damals viertklassig) ab, die in der Saison 2004/05 aus den beiden Oberligen Hamburg/Schleswig-Holstein und Niedersachsen/Bremen wiedergegründet worden war, um das Leistungsgefälle zur zweigleisigen Regionalliga zu reduzieren. Die Oberliga-Nord-Saison 2007/08 verlief für die Störche sehr erfolgreich. Zwei Spieltage vor Saisonschluss gewann die Mannschaft die Meisterschaft durch einen 2:0-Auswärtssieg gegen die II. Mannschaft von Eintracht Braunschweig. Aufgrund der Drittliga-Reform von 2008/09, die eine eingleisige, bundesweite 3. Liga zum Ergebnis hatte, stieg der Meister der Oberliga Nord nicht, wie bis dahin üblich, direkt in die dritthöchste Klasse auf. Vielmehr qualifizierten sich die ersten fünf Mannschaften der letzten Oberliga-Nord-Saison 2007/08 direkt und eine weitere Mannschaft über eine Aufstiegsrunde für die neue dreigleisige Regionalliga (viertklassig). Die Regionalliga Nord bestand damals vornehmlich aus Vereinen von den Regionalverbänden des NFV und des Nordostdeutschen Fußballverbandes NOFV.

Am 4. Juni 2008 gewann Holstein Kiel zum zehnten Mal den Schleswig-holsteinischen Landespokal (SHFV-Pokal). Im Endspiel schlug die KSV den Erzrivalen VfB Lübeck mit 1:0 und qualifizierte sich somit für den DFB-Pokal 2008/09.

In der Spielzeit 2008/09 gehörte Holstein Kiel von Beginn an zu den Teams an der Tabellenspitze der Regionalliga Nord. Nach der Hinrunde stand man auf Platz 1 vor dem 1. FC Magdeburg und dem Halleschen FC. Am letzten Spieltag kam es zum Fernduell mit Halle um den Aufstieg in die 3. Liga. Holstein Kiel gewann das letzte Ligaspiel gegen den VfB Lübeck mit 1:0, während der Hallesche FC gegen den VFC Plauen mit 0:1 unterlag. Damit wurde Holstein Kiel Meister der Regionalliga Nord und stieg in die 3. Liga auf. Der Verein spielte damit zum ersten Mal in seiner langen Vereinsgeschichte in einer bundesweiten Liga. Doch nach einer Saison stieg man direkt wieder ab und spielte ab der Saison 2010/11 wieder in der viertklassigen Regionalliga Nord. In der ersten Saison nach dem Abstieg belegte der Verein Platz 6 der Tabelle. 2011/12 verpasste man am letzten Spieltag den Aufstieg; trotz einer Heimbilanz von 15 Siegen und zwei Unentschieden (so zuletzt in der Saison 1986/87) fehlten am Ende zwei Punkte auf den Aufsteiger Hallescher FC. In der Ewigen Tabelle der Regionalliga Nord von 2008 bis 2012 belegt Holstein Kiel Platz 3 (102 Spiele, 60 Siege, 23 Unentschieden, 19 Niederlagen; 192:89 Tore, 203 Punkte).

In der Saison 2012/13 nahm der Verein an der neu reformierten Regionalliga teil, die anstelle von drei seitdem aus fünf Staffeln bestand. Obwohl die Regionalliga viertklassig blieb, beschränkt sich die Liga auf die Bundesländer Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen und Niedersachsen und erinnert somit geographisch wieder an die alte Oberliga (1947–1963, 1974–1994) und die alte Regionalliga (1963–1974, 1994–2000). 2013 gewann Kiel die Meisterschaft sowie die anschließenden Aufstiegsspiele gegen den KSV Hessen Kassel mit 2:0 und 2:1 und kehrte in die 3. Liga zurück.

Daten zum Rückspiel der Aufstiegsrunde zur 3. Liga 2013

Die erste Saison nach dem Wiederaufstieg 2013 endete fast mit dem direkten Wiederabstieg. Durch einen 3:1-Auswärtssieg beim späteren Aufsteiger SV Darmstadt 98 konnte am letzten Spieltag der Klassenerhalt noch gesichert werden. In der Saison 2014/15 qualifizierte sich Holstein Kiel durch einen 3. Platz für die Relegationsspiele zur 2. Bundesliga gegen den TSV 1860 München. Nach einem 0:0 im heimischen Stadion verlor man im Rückspiel in München nach einer Führung durch ein Tor in der Nachspielzeit noch mit 1:2 und verpasste somit den Aufstieg.

Daten zum Rückspiel der Relegation zur 2. Bundesliga 2015

Nach einer Saison im unteren Mittelfeld der Liga schaffte Holstein Kiel im darauffolgenden Jahr am 37. Spieltag der Saison 2016/17 durch einen 1:0-Auswärtssieg bei der SG Sonnenhof Großaspach den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Der Verein erreichte damit nach 36 Jahren wieder die Zweitklassigkeit.[33] Nach dem Aufstieg in die 2. Bundesliga und den Gewinn der Herbstmeisterschaft zur Hinrunde der Saison 2017/18[34] kürte der Landessportverband Schleswig-Holstein erstmals den Verein zur Schleswig-Holsteinischen Mannschaft des Jahres 2017.[35] In der Saison 2017/18 qualifizierte sich der Verein durch Erreichen des dritten Tabellenplatzes für die Relegationsspiele zur 1. Bundesliga gegen den VfL Wolfsburg. Nach einer 3:1 Niederlage in Wolfsburg verlor man auch das Rückspiel im heimischen Holstein-Stadion 0:1 und verpasste somit den Aufstieg.

Daten zum Rückspiel der Relegation zur 1. Bundesliga 2018

DFB-Pokal und VorgängerBearbeiten

Der NFV schrieb 1924 erstmals einen Pokalwettbewerb aus, der sich jedoch keiner sonderlich großen Popularität erfreute und deswegen 1928 wieder eingestellt wurde. Teilnahmeberechtigt waren die damaligen Sieger der NFV-Kreise. Holstein Kiel gewann drei der vier Austragungen (1925 7:0 gegen Bremer SV, 1926 3:1 gegen Eimsbütteler TV und 1928 3:1 gegen Phönix Lübeck) und erreichte 1927 das Finale (1:3 gegen Hamburger SV). Nach Einführung des Tschammer-Pokals 1935, dem Vorgänger des heutigen DFB-Pokals, erreichte Holstein Kiel bei der ersten Teilnahme die 2. Schlussrunde, 1937 das Achtelfinale und 1943 das Viertelfinale. Der größte Erfolg war die Halbfinalteilnahme 1941. Der Verein erreichte als erste schleswig-holsteinische Mannschaft ein deutsches Pokal-Halbfinale, verlor dieses jedoch beim FC Schalke 04 mit 0:6. Auf dem Weg dahin schlug man den Hamburger SV mit 2:1, den SV Werder Bremen mit 2:1, im Achtelfinale Blau-Weiß 90 Berlin mit 4:0 und im Viertelfinale 1. SV Jena (heute: FC Carl Zeiss Jena) mit 2:1.

 
DFB-Pokal Spielszene gegen Arminia Bielefeld im Januar 1966 im Holstein-Stadion

Für den seit 1952 ausgetragenen DFB-Pokal qualifizierten sich die Störche 23-mal. Für Holstein Kiel endete das Turnier elfmal in der 1. Runde (1971/72, 1975/76, 1980/81, 1994/95, 1996/97, 2003/04, 2005/06, 2007/08, 2008/09, 2014/15, 2015/16), sechsmal erreichte die Mannschaft die 2. Runde (1974/75, 1979/80, 1983/84, 1991/92, 2002/03, 2017/18), einmal die 3. Runde (1981/82), viermal war im Achtelfinale Schluss (1961/62, 1965/66, 1970/71, 1978/79) und einmal im Viertelfinale (2011/12). 2011/12 erreichte Holstein Kiel nach Erfolgen über den Zweitligisten Energie Cottbus, den Zweitligisten MSV Duisburg sowie den Bundesligisten 1. FSV Mainz 05 erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg wieder das Viertelfinale im deutschen Pokalwettbewerb, in dem man dem damals amtierenden Deutschen Meister und späteren Pokalsieger Borussia Dortmund mit 0:4 unterlag. Holstein Kiel und der 1. FC Magdeburg (Pokalsaison 2000/01) sind die einzigen beiden Vereine in der deutschen Pokalhistorie, die als Viertligisten das Viertelfinale erreicht haben.

Von 1952/53 bis 1973/74 qualifizierte sich Holstein Kiel über den norddeutschen Pokal/NFV-Pokal (1952–1974) für den DFB-Pokal. Mit Einführung der zweigeteilten 2. Bundesliga in der Saison 1974/75 wurde das Qualifikationssystem für die Teilnahme am DFB-Pokal geändert. Neben den Teilnehmern aus der 1. und 2. Bundesliga waren fortan die Landesverbände für die Ermittlung und Benennung der „Amateurteilnehmer“ über die Austragung eines Verbandspokals zuständig. Holstein Kiel trat – mit Ausnahme des Zeitraums der Zugehörigkeit zur 2. Liga – seitdem im SHFV-Pokal an, um sich für den DFB-Pokal zu qualifizieren. Seit Einführung der eingleisigen 3. Liga in der Saison 2008/09 qualifizieren sich ebenfalls die vier Erstplatzierten für die DFB-Pokalrunde. In der Saison 2014/15 qualifizierte sich Holstein Kiel vorab durch den dritten Platz in der 3. Liga erstmals auf diesem Wege für den DFB-Pokal und wiederholte dies 2017/18 durch Platz zwei in der Abschlusstabelle.

Teilnahmen am Tschammerpokal und DFB-Pokal von 1935 bis 2018

Daten und NamenBearbeiten

 
Deutscher Meisterwimpel von 1912
 
Viktoria, Pokal des Deutschen Meisters (von 1903 bis 1944)

Für eine detaillierte Übersicht aller Spielzeiten siehe Saisonbilanzen von Holstein Kiel

VereinserfolgeBearbeiten

Vor Einführung der Gauligen 1933 wurde Holstein Kiel sechs Mal in Folge (1906–1911) Meister vom Bezirk Holstein/Lübeck, fünf Mal Meister des Bezirks Holstein (1912, 1913, 1917, 1919, 1920), Stadtmeister von Kiel in den Kriegsjahren 1916, 1918 und Meister der Nordkreisliga 1922; außerdem zehn Mal Meister der Bezirksliga Schleswig-Holstein (ab 1929 Oberliga Schleswig-Holstein: 1923–1928 und 1930–1933).[38][39]

Ligazugehörigkeit seit 1903Bearbeiten

Seit 1903 spielte Holstein Kiel in den folgenden Ligen (I = höchste Spielklasse, II = zweithöchste Spielklasse, III = dritthöchste Spielklasse, IV= vierthöchste Spielklasse). Liga-Umbenennungen beziehungsweise Liga-Reformen sind mit inbegriffen.

 
Abschlussplatzierungen von 1903 bis 2017

Insgesamt verbrachte der Verein 60 Jahre in der Erstklassigkeit, 15 Jahre in der Zweitklassigkeit, 31 Jahre in der Drittklassigkeit und acht Jahre in der Viertklassigkeit; dreizehnmal wechselte der Verein dabei seine Ligazugehörigkeit.

 

Ewige TabellenBearbeiten

Nach aktuellen LigenBearbeiten

Die Jahreszahlen in Klammern stehen für den Zeitraum der Existenz der jeweiligen Liga

Stand 19. Mai 2018

Nach ehemaligen LigenBearbeiten

Die Jahreszahlen in Klammern stehen für den Zeitraum der Existenz der jeweiligen Liga

Nach SpielklassenBearbeiten

Die Jahreszahlen in Klammern stehen für den Beginn der Spielklassen-Zählung unabhängig von Liga-Reformen

  • Ewige Tabelle der ersten Spielklasse in Deutschland (1933-heute): Platz 32[50]
  • Ewige Tabelle der zweiten Spielklasse in Deutschland (1963-heute): Platz 39[51]
  • Ewige Tabelle der dritten Spielklasse in Deutschland (1978-heute): Platz 5[52]
  • Ewige Tabelle der vierten Spielklasse in Deutschland (1994-heute): Platz 72[53]

Stand: 14. Juli 2018

Spieler und TrainerBearbeiten

Kader der Saison 2018/19Bearbeiten

Stand: 31. August 2018[54]

Trikotnummer Name Nationalität geboren am im Verein seit letzter Verein
Torhüter
01 Timon Weiner Deutschland  18. Jan. 1999 2018 FC Schalke 04 U19
18 Kenneth Kronholm Deutschland  14. Okt. 1985 2014 SV Elversberg
35 Dominik Reimann Deutschland  18. Juni 1997 2018 Borussia Dortmund
Abwehr
02 Arne Sicker Deutschland  17. Apr. 1997 2009 FT Eider Büdelsdorf U13
03 Dominik Schmidt Deutschland  01. Juli 1987 2015 Preußen Münster
05 Stefan Thesker Deutschland  11. Apr. 1991 2018 FC Twente Enschede
06 David Kinsombi (C)  Deutschland  12. Dez. 1995 2017 Karlsruher SC
15 Johannes van den Bergh Deutschland  21. Nov. 1986 2017 SpVgg Greuther Fürth
19 Patrick Herrmann Deutschland  16. Mär. 1988 2011 VfL Osnabrück II
20 Jannik Dehm Deutschland  02. Mai 1996 2018 TSG 1899 Hoffenheim II
24 Hauke Wahl Deutschland  15. Apr. 1994 2018 FC Ingolstadt 04
29 Tobias Fleckstein Deutschland  24. Apr. 1999 2018 FC Schalke 04 U19
Mittelfeld
07 Jae-Sung Lee Korea Sud  10. Aug. 1992 2018 Jeonbuk Hyundai Motors
08 Alexander Mühling Deutschland  05. Sep. 1992 2016 SV Sandhausen
09 Mathias Honsak Osterreich  20. Dez. 1996 2018 FC Red Bull Salzburg
10 Heinz Mörschel Deutschland  24. Aug. 1997 2018 1. FSV Mainz 05 II
11 Masaya Okugawa Japan  14. Apr. 1996 2018 FC Red Bull Salzburg
13 Dominic Peitz Deutschland  11. Sep. 1984 2016 Karlsruher SC
16 Philipp Sander Deutschland  21. Feb. 1998 2015 Hansa Rostock U17
17 Steven Lewerenz Deutschland  18. Mai 1991 2015 Würzburger Kickers
22 Atakan Karazor Deutschland  13. Nov. 1996 2017 Borussia Dortmund II
26 Jonas Meffert Deutschland  04. Sep. 1994 2018 SC Freiburg
27 Kingsley Schindler Deutschland  12. Juli 1993 2016 TSG 1899 Hoffenheim II
Sturm
14 Aaron Seydel Deutschland  07. Feb. 1996 2017 1. FSV Mainz 05
23 Janni Serra Deutschland  13. Mär. 1998 2018 Borussia Dortmund II
28 Noah Awuku Deutschland  09. Jan. 2000 2013 FC Kilia Kiel U13
30 Benjamin Girth Deutschland  31. Jan. 1992 2018 SV Meppen

Transfers zur Saison 2018/19Bearbeiten

Stand: 2. Oktober 2018

Zugänge Abgänge
Sommer 2018
a. ausgeliehen
w.a. war ausgeliehen

Trainer und Teamverantwortliche 2018/19Bearbeiten

Stand: 31. August 2018

Name Funktion Nationalität
Tim Walter Trainer Deutschland 
Rainer Ulrich Co-Trainer Deutschland 
Patrick Kohlmann Co-Trainer Deutschland  Irland 
Patrik Borger Torwarttrainer Deutschland 
Fabian Wohlgemuth Sportdirektor Deutschland 
Timm Sörensen Fitnesstrainer Deutschland 
Martin Mrugalla/Eckhardt Klostermeier Mannschaftsarzt Deutschland 
Sebastian Süß/Tim Höper/Fabian Franzen/Maurice Van Johnson Physiotherapeut Deutschland 
Jan Uphues Teammanager Deutschland 
Tim Petersen Betreuer Deutschland 

Holstein Kiel/Namen und ZahlenBearbeiten

Für eine detaillierte Übersicht zu wesentlichen Daten und Persönlichkeiten (Nationalspieler, Rekordspieler, bekannte Spieler etc.) siehe Holstein Kiel/Namen und Zahlen.

Trainer seit 1947Bearbeiten

Alle bisherigen Trainer der KSV Holstein sind in der Liste der Trainer der KSV Holstein aufgeführt.

VereinsumfeldBearbeiten

Stadion/SpielstätteBearbeiten

 
Holstein-Stadion 1911

Holstein Kiel trägt seine Heimspiele im Holstein-Stadion im Kieler Norden im Stadtviertel Wik aus.[55] Das Stadion wurde nach vier Monaten Bauzeit am 15. Oktober 1911 vom FV Holstein ursprünglich als Holstein-Platz eröffnet. Davor spielte der FV auf dem Gutenbergplatz und ab 1907 wie sein späterer Fusionspartner, der 1. KFV, am neu eröffneten Städtischen Sport- und Spielplatz an der Eckernförder Chaussee. Der Holstein-Platz wurde mit der Zeit erweitert und vergrößert (1921 nach einer Windhose und 1927 durch Generalumbau) und bot 1943 Platz für rund 18.000 Zuschauer.

 
Alte Gegengerade 2005

Nach dem Zweiten Weltkrieg war das Stadion durch Bombentreffer schwer beschädigt und der Verein begann 1949 mit dem Wiederaufbau. Nach dem Bau der neuen Haupttribüne und der Erweiterung der Traversen auf der Gegengerade im Jahr 1950 bot das Stadion 30.000 Zuschauern Platz. 1957 wurde die Flutlichtanlage eingeweiht, 1965 die Spielstätte offiziell in Holstein-Stadion umbenannt. In den folgenden Jahren (Ausnahme: 1975 und 1978) wurden keine gravierenden Veränderungen am Stadion vorgenommen, so dass es zusehends zerfiel. Zur Jahrtausendwende sank die genehmigte Zuschauerkapazität aufgrund von Teilsperrungen von Tribünen kurzfristig auf 8.000 Plätze. Nach Sanierungsarbeiten konnte das Stadion wieder komplett betreten werden und die Gesamtkapazität stieg wieder auf 13.500.

2006 erfolgten Umbau- und Sanierungsmaßnahmen (Investition: 1,8 Millionen Euro), nachdem der DFB das Stadion als nicht mehr drittligatauglich eingestuft hatte. Die Zuschauerkapazität sank durch den Umbau auf 11.386 Plätze. Im Sommer 2009 erfolgten weitere Umbaumaßnahmen (4,05 Mio. Euro) am Stadion, großteils für die Erweiterung des Nachwuchsleistungszentrums Projensdorf. Der Bau von neuen fernsehtauglichen Flutlichtmasten (mind. 800 Lux) und weiteren Anforderungen, die der DFB für den Drittliga-Spielbetrieb verlangt hatte, wurden erfüllt. Von 2011 bis 2015 erfolgten weitere Investitionen (2 Mio. Euro), die eine Anzeigetafel, eine Rasenheizung mit neuer Drainage sowie Umbaumaßnahmen im Sanitär- und Verpflegungsbereich mit sich brachten. Durch den Aufstieg in die 2. Bundesliga 2017 sind abermals Investitionen nötig, um die DFL-Anforderungen für den Spielbetrieb zu erfüllen. Die Kosten für die Erweiterung auf 15.500 Plätze wurden auf über 12 Mio. Euro veranschlagt. Das Stadion bietet aktuell 10.700 Zuschauern Platz.

Panoramabild, aufgenommen 2017 von der Haupttribüne. Mit Erweiterung der Stahlrohr-Tribünen auf der West- und Nordtribüne und neuen LED-Banden

Das Trainingszentrum von Holstein Kiel befindet sich zwischen den beiden Stadtvierteln Suchsdorf und Steenbek-Projensdorf und ist circa drei Kilometer in nordwestlicher Richtung vom Holstein-Stadion entfernt. Auf dem 4,5 Hektar großen Gelände befinden sich 6 Rasenplätze, zwei Kunstrasenplätze, eine Kunstrasen-Halle und einen Kraftraum.[56] Im Sommer 2009 wurde mit einem Neubau für die Geschäftsstelle sowie anderen Modernisierungsmaßnahmen auf dem Gelände des Trainings- und Nachwuchsleistungszentrums Projensdorf begonnen. Das Nachwuchsleistungszentrums, welches seit 2007 vom Deutschen Fußball Bund als DFB-Leistungszentrum offiziell anerkannten wurde, heißt seit Oktober 2016 Citti-Fussball-Park und erhielt im gleichen Zeitraum vom DFB die Zertifizierung mit einem von maximal drei Qualitätssternen.[57]

Maskottchen und SpitznameBearbeiten

 
Weißstorch

Seit der Spielzeit 2006/07 hat Holstein Kiel wieder ein Maskottchen, das anlässlich eines Heimspiels gegen den 1. FC Union Berlin „Stolle“ getauft wurde. Die Holstein-Fans waren aufgefordert worden, Namensvorschläge abzugeben, aus denen eine Jury den passendsten aussuchte. Der traditionsreiche Spitzname von Holstein Kiel lautet Die Störche. Das Maskottchen selbst ist ein Storch in voller Fußballmontur in den Vereinsfarben Blau-Weiß-Rot.

Der Ursprung des Spitznamens Die Störche ist nicht geklärt. Einerseits existierte bereits um 1900 ein erstes Vereinslokal mit dem Namen „Zum Storchennest“[58] in der Gutenbergstraße in der Nähe des heutigen Holstein-Stadions. Andererseits erinnert die Spieltracht von Holstein Kiel mit den weißen Hosen und den roten Stutzen an einen Weißstorch. Vermutlich ist die Bezeichnung Die Störche sowohl auf die auffällige Bekleidung als auch auf das Vereinslokal zurückzuführen.

Seit den 1950er Jahren ist der Spitzname in der Sportpresse ein Begriff und die KSV wurde in den Oberliga-Vorschau-Karikaturen schon regelmäßig als Storch dargestellt. Dies bedeutet nicht, dass der Spitzname nicht älteren Ursprungs sein könnte, da die Berichterstattung vor dem Ersten Weltkrieg zunächst knapp und sehr sachlich war. In den 1920er und 1930er Jahren nahm sie schon mehr Raum ein, aber auch in den Fachpublikationen wurden meist die offiziellen und nicht die umgangssprachlichen Bezeichnungen benutzt.

Sponsoren und AusrüsterBearbeiten

Die KSV Holstein spielte in der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga 1978 erstmals mit einem Werbeaufdruck auf dem vereinseigenen Trikot. Als erstes befand sich Damp 2000, das 1972 errichtete Ferienzentrum in Damp, welches bis 1980 auf den Kieler Trikots warb.

Die KSV schloss danach mit mehreren weiteren Firmen Trikotsponsor-Verträge. Von 1981 bis 1984 mit Denimil, 1984/85 die Kieler Volksbank, 1985/86 NTKV, 1986/87 mit Sport Aktuell und Gothaer, 1987 bis 1989 Gothaer, 1989 bis 1992 Störche 2000, 1992/93 bkt-Computer, 1993/94 Solterbeck, 1994 bis 1996 Karlsruher Versicherungen, 1996 bis 2000 Veltins und 2000/01 Gimborn. Von 2001 bis 2005 war die Supermarktkette Markant Trikotsponsor und seit der Saison 2005/06 ist es die Hypermarktkette famila. Beide Unternehmen gehören zur Bartels-Langness GmbH & Co. KG mit Hauptsitz in Kiel. Firmengründer Hermann Langness war seit 1906 Mitglied des 1. KFV und nach der Fusion 1917 weiterhin Mitglied der neugegründeten KSV Holstein. Von 1930 bis 1938 und von 1949 bis 1952 war er Präsident von Holstein Kiel und sein Enkel Hermann Langness pflegt diese Familientradition als Mitglied des ersten Aufsichtsrats (2007) in der Geschichte von Holstein weiter.

Ein weiterer Sponsor ist die Citti Unternehmensgruppe (Gesellschafter Bartels-Langness und Gerhard Lütje[59][60][61]), ein Zustelldienst für Großverbraucher sowie Betreiber von Supermärkten und Einkaufsparks. Daneben gibt es einen breiten Sponsorenpool[62] aus lokalen und regionalen Unternehmen wie die Förde Sparkasse, NordwestLotto Schleswig-Holstein, Markant (Supermarktkette) und Flensburger Brauerei wie auch nationalen Unternehmen wie Sinalco und Puma.

Erster Trikotausrüster der KSV war der Sportartikelhersteller Puma in den Jahren 1978 bis 1988. Von der Saison 1988/89 bis 1991/92 und von 1994/95 bis 2016/17 war adidas jahrelanger Ausrüster von Holstein Kiel. Zwischenzeitlich auch der britische Sportartikelhersteller Umbro von 1992 bis 1994. Seit der Saison 2017/18 ist der Sportartikelhersteller Puma erneut Ausrüster von Holstein Kiel.[63]

VereinsleitungBearbeiten

Funktion Name
Präsidium Steffen Schneekloth (Präsident), Wolfgang Schwenke (Vizepräsident und Geschäftsführer)
Aufsichtsrat Stefan Tholund (Vorsitzender), Axel Hüsgen, Hermann Langness, Gerhard Lütje, Jürgen Weber, Wolfgang Homeyer, Walter Jonat
Geschäftsführung Sport Fabian Wohlgemuth (Sportdirektor)
Marketing/Vertrieb Klaus Kuhn

Stand: 10. Juni 2018[64][65]

Derbys und RivalitätenBearbeiten

 
Spielszene aus dem Derby gegen den VfB Lübeck im Oktober 1965 in Kiel (Endstand 1:1)

Die wichtigsten Spiele der KSV Holstein sind die Begegnungen beziehungsweise Derbys gegen den VfB Lübeck. Diese Rivalität ist vor allem durch die Frage der Nummer 1 im Bundesland Schleswig-Holstein begründet. Die Gesamtbilanz seit der ersten Begegnung in der Saison 1932/33 sieht aus Holsteiner Sicht nach bisher über 120 Begegnungen und über 60 Siegen deutlich positiv aus. Holstein Kiel behauptete meist den inoffiziellen Titel „Nr. 1 in Schleswig-Holstein“ vor dem VfB Lübeck.

Für eine detaillierte Übersicht aller Derby-Begegnungen siehe Liste der Fußballspiele zwischen Holstein Kiel und dem VfB Lübeck.

Vor dem Zweiten Weltkrieg war Holstein Kiel die unumstrittene Nr. 1 in der damaligen preußischen Provinz Schleswig-Holstein (1867–1946). Jedoch schlossen nach Kriegsende 1945 auch andere schleswig-holsteinische Vereine die Saison als beste Mannschaft des Bundeslandes ab (siehe Graphik).

Übersicht über die bestplatzierte Mannschaft des Bundeslandes Schleswig-Holstein

 
 
Tor für Kiel im Derby gegen den HSV, Januar 1963 (Endstand 1:1)

Die Partien gegen die Hamburger Rivalen FC St. Pauli und Hamburger SV zählen ebenfalls zu den wichtigen Spielen der KSV Holstein und sorgen stets für großes Publikumsinteresse.

Dies verdeutlicht der bis heute gültige Zuschauerrekord im Holstein-Stadion[66], der gegen den Hamburger SV erzielt wurde. Am 23. März 1951 pilgerten 30.000 Zuschauer zum Nordderby (damals/veraltet auch Nordmarkschlager genannt[67]) und sahen ein 3:3 (1:2).[68] Wegen des seit 1963 bestehenden Klassenunterschieds kann man jedoch heutzutage nicht mehr von einer gegenseitigen intensiven Rivalität sprechen wie in den Jahren von 1919 bis 1963 (in jener Zeitspanne 103 Begegnungen; 23 Siege, 14 Unentschieden, 66 Niederlagen). Dennoch genießt die Partie gegen den HSV bei Fans und Kennern einen hohen Stellenwert, auch wenn beide Vereine in den letzten vier Jahrzehnten überwiegend in Freundschaftsspielen aufeinandertrafen. Durch den historischen Bundesligaabstieg der Hamburger werden beide Vereine in der Zweitligasaison 2018/19 wieder in zwei Pflichtspielen aufeinandertreffen. Die Gesamtbilanz aller Spiele lautet nach 118 Begegnungen: 25 Holstein-Siege, 17 Unentschieden, 76 HSV-Erfolge. (Stand 2018)[69]

Für eine detaillierte Übersicht aller Derby-Begegnungen siehe Liste der Fußballspiele zwischen Holstein Kiel und dem Hamburger SV.

 
Spielszene aus dem Derby gegen den FC St. Pauli im April 1967 in Kiel (Endstand 1:1)

Aufgrund der über 40 gemeinsamen Spielzeiten in derselben Spielklasse (1927–1929,1934/35, 1936–1940, 1947–1974, 1978/79, 1981–1984, 1985/86, 2003–2007 und 2017–2019) beruht die Rivalität zum FC St. Pauli eher auf dem direkten sportlichen Erfolg. Gesamtbilanz aus Kieler Sicht nach 82 Liga-Pflichtspielen seit dem ersten Aufeinandertreffen in der Saison 1927/28: 28 Siege, 22 Unentschieden, 35 Niederlagen (Stand 2018).[70]

Die Begegnungen gegen den dritterfolgreichsten und traditionsreichsten Hamburger Fußballverein Altona 93 waren lange Zeit ein Publikumsmagnet.[71] Beide Vereine trafen in ihrer Vereinshistorie schon in über hundert Begegnungen aufeinander. Bis zum organisierten Wettkampf in Kiel (1903/04) war der Altonaer FC von 1893 die beste Mannschaft der Provinz Schleswig-Holstein. Von 1905 an wurde Holstein Kiel Altonas größter Gegner und spätestens ab 1910 war Holstein Kiel der dominierende Verein in der preußischen Provinz. Nur noch 1914, 1917 und 1925 konnte Altona 93 die Saison vor der KSV Holstein beenden. 1924 erreichte dies auch Union 03 Altona, der zweiterfolgreichste Verein aus der damals noch selbständigen und zur Provinz Schleswig-Holstein gehörenden Stadt Altona (seit 1937 Hamburger Stadtteil). Die Rivalität verlor spätestens seit 1968 aufgrund des Altonaer Abstiegs in die Landesliga Hamburg immer mehr an Bedeutung.

Andere in der Vergangenheit gut besuchte Derbys waren die Partien gegen den FC Kilia Kiel, den SV Friedrichsort und den VfR Neumünster.

Amateur-, Jugend- und FrauenfußballBearbeiten

Holstein Kiel II (Amateure)Bearbeiten

GeschichteBearbeiten

Holstein Kiel II
Spielstätte Sinalco-Arena
Plätze 1.200 [72]
Trainer Ole Werner
Liga Regionalliga Nord
2017/18 3. Platz
(Oberliga Schleswig-Holstein)

Heim
Auswärts

Die Amateurabteilung wurde schon vor 1945 gegründet und 1951 in die Kreisliga Kiel eingruppiert. 1955 stieg die Mannschaft erstmals in die damals zweithöchste deutsche Spielklasse, die Amateurliga Schleswig-Holstein (heute Fußball-Oberliga Schleswig-Holstein), auf und wurde 1961 Meister. Dadurch qualifizierten sich die Amateure für die deutsche Amateurmeisterschaft, die sie durch ein 5:1 gegen den Siegburger SV 04 gewannen. 1963 stieg die Mannschaft aus der höchsten schleswig-holsteinischen Spielklasse ab. Nach dem direkten Wiederaufstieg 1964 gewannen die Amateure nach 1961 und 1962 auch 1966 den SHFV-Pokal. 1969 stieg die Mannschaft erneut aus der höchsten schleswig-holsteinischen Spielklasse ab und spielte in derselben, jedoch umbenannten und viertklassigen Verbandsliga Schleswig-Holstein ab der Saison 1993/94 wieder mit.

Gleich im ersten Jahr gewannen die Amateure 1994 die Meisterschaft und qualifizierten sich dadurch für die viertklassige Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein, aus der sie 1996 abstiegen. 2002 stieg die Mannschaft wieder auf und gewann 2004 die Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein Meisterschaft. Somit qualifizierte man sich für die neu eingeführte viertklassige Oberliga Nord.

Die Zweite Mannschaft beziehungsweise die U23 schloss die Oberliga Nord (4. Liga) Saison 2006/07 mit dem neunten Tabellenplatz ab, musste jedoch aufgrund des Abstiegs der 1. Herrenmannschaft aus der Regionalliga Nord (3. Liga) in die Verbandsliga Schleswig-Holstein (5. Liga) zwangsabsteigen. 2008 sicherte sich die Mannschaft zwei Spieltage vor Saisonende souverän die Verbandsmeisterschaft vor dem VfR Neumünster und dem TSV Kropp. In der Saison 2008/09 spielte die Zweite Mannschaft weiterhin fünftklassig, lediglich wurde die Verbandsliga Schleswig-Holstein in Schleswig-Holstein-Liga umbenannt.

In der Schleswig-Holstein-Liga verteidigte die Zweite Mannschaft 2008/09 die Meisterschaft am vorletzten Spieltag, scheiterte jedoch in der Aufstiegsrunde zur Regionalliga Nord mit 6:7 (1:0 n. V.) nach Elfmeterschießen am FC St. Pauli II. In der Saison 2009/10 sicherte man sich zwei Spieltage vor Schluss zum dritten Mal in Folge die SH-Meisterschaft. Der Aufstieg in die viertklassige Regionalliga scheiterte wegen des Abstiegs der ersten Herrenmannschaft aus der 3. Liga. In der Saison 2017/18 qualifizierte sich die Zweite Mannschaft über den dritten Tabellenplatz in der Fußball-Oberliga Schleswig-Holstein für die Relegationsspiele um den Aufstieg in die Regionalliga Nord. In der Relegation traf man auf die Vereine VfL Oldenburg, Brinkumer SV und FC Teutonia 1905 und beendete diese auf den ersten Platz, wodurch der Mannschaft der Aufstieg in die Viertklassigkeit gelang.

Die Heimspiele finden in der Sinalco-Arena im Holstein-Kiel-Trainingszentrum Projensdorf statt.[56]

 
Deutscher Amateurmeisterwimpel von 1961

Erfolge und Platzierungen der letzten fünf JahreBearbeiten

Saison Liga Platz S U N Tore Punkte
2013/14 Schleswig-Holstein-Liga 4. 17 7 10 82:52 58
2014/15 Schleswig-Holstein-Liga 2. 22 6 6 90:38 72
2015/16 Schleswig-Holstein-Liga 3. 20 8 6 76:31 68
2016/17 Schleswig-Holstein-Liga 2. 21 7 6 73:34 70
2017/18 Schleswig-Holstein-Liga 3. 18 7 5 65:26 61

JugendabteilungBearbeiten

Saisondaten 2007–2017
Saison Pl. Tore Pkt. Saison Pl. Tore Pkt.
U-19-Bundesliga
2004/05 13. 42:68 26↓ 2006/07 12. 32:56 022↓
2009/10 11. 40:52 300 2010/11 13. 26:68 010↓
2012/13 09. 50:59 330 2013/14 09. 35:44 32
2014/15 11. 42:67 280 2015/16 10. 41:52 31
2016/17 06. 54:51 330 2017/18 13. 41:71 018↓
U-17-Bundesliga
2007/08 11. 30:46 320 2008/09 11. 34:70 25
2009/10 13. 38:62 24↓ 2011/12 07. 44:45 38
2012/13 07. 44:45 380 2013/14 09. 43:53 28
2014/15 13. 28:65 13↓ 2016/17 07. 55:41 40
2017/18 09. 41:62 300 2018/19
↓ bedeutet Abstieg

Für Holstein Kiel spielte die Jugend stets eine wichtige Rolle. Die Gründung des Vereins durch Schüler ebnete von Beginn an das Interesse am Jugendfußball. Bereits 1903 hatte der Verein seine ersten Jugendmannschaften und zur deutschen Meistermannschaft von 1912 zählten schon fünf Spieler (Hans Reese, Willi Fick, Hugo Fick, David Binder und Ernst Möller), die das Fußballspielen in der Jugend der KSV erlernt hatten.[73]

Durch die gute Jugendarbeit fiel es dem Verein nicht schwer, in und nach den beiden Weltkriegen wieder eine schlagkräftige Liga-Mannschaft aufzubauen, im Gegensatz zu vielen anderen Vereinen. Weitere Spieler, die das frühe Interesse am Jugendfußball bezeugen, sind die späteren drei Nationalspieler Franz Esser, Kurt Voß und Werner Widmayer, die Teil der Vizemeisterschaft Mannschaft von 1930 waren und schon in jungen Jahren zur KSV kamen. Der hierzulande bekannteste Jugendspieler, der insgesamt 16 Jahre seine Fußballschuhe bei Holstein Kiel schnürte, ist Welt- und Europameister Andreas Köpke.

Unzählige Meistertitel und Pokalsiege auf Kreis-, Bezirks- und Landesebene sowie Spieler die den Sprung in die Bundesliga geschafft haben (Fin Bartels, Francisco Copado, Sidney Sam, Christopher Avevor, Hauke Wahl, Fabian Reese, Max Christiansen, Melvyn Lorenzen) bestätigen die gute Jugendarbeit bis heute.[74]

Die A-Jugendmannschaft der KSV spielte in der 2003/04 gegründeten U-19-Bundesliga bisher zehn Spielzeiten mit. Das Team tritt in der Gruppe Nord/Nordost der dreigeteilten Bundesliga an. Für den seit 1987 erstmals ausgespielten DFB-Junioren-Vereinspokal qualifizierte sich die A-Jugend von Holstein Kiel bisher 16 Mal und ist damit Rekordteilnehmer aus Schleswig-Holstein. Die B-Jugend spielte in der 2007/08 gegründeten U-17-Bundesliga bisher zehn Saisons mit. Auch die B-Jugend spielt in der Gruppe Nord/Nordost um Punkte. Die erste C-Jugend des Vereins spielte seit Anbeginn in der 2004 gegründeten C-Junioren Regionalliga Nord, die in dieser Altersklasse die höchste Spielklasse darstellt. Die Regionalliga umfasst die Bundesländer Hamburg, Bremen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Nach 10 Jahren Zugehörigkeit stieg die Mannschaft in der Saison 2013/14 erstmals ab und stieg in der Saison 2015/16 als Meister der C-Junioren Schleswig-Holstein Liga wieder in die höchste C-Junioren Liga auf.

Die Jugendmannschaften von Holstein Kiel spielen gegenwärtig in den folgenden Spielklassen:

FrauenfußballBearbeiten

Die Frauenfußballabteilung von Holstein Kiel besteht seit 2004 und entstand, als der damalige Regionalligist Wittenseer SV-TUS Felde seine Frauenfußballabteilung aufgelöst hatte. In der ersten Saison 2004/05 wurden die Holstein Women auf Anhieb Meister der Regionalliga Nord und spielten von 2005–2011, 2012/13 und 2014–16 in der 2. Bundesliga Nord. Neben den zwei Frauenmannschaften Holstein Women und Holstein Women II gibt es noch eine U17 Mädchenmannschaften (Stand: Saison 2018/19).

Weitere Fußballmannschaften von Holstein KielBearbeiten

Neben der Zweiten Herren-Mannschaft gibt es seit 2001 eine Dritte Herren-Mannschaft. Diese schloss sich im Sommer 2005 mit dem Post- und Telekom Sportverein Kiel/Kronshagen zur Spielgemeinschaft Post-Telekom/Holstein Kiel zusammen. Die SG spielt gegenwärtig in der siebtklassigen Kreisliga Kiel. Die zweite Mannschaft der SG spielt in der neuntklassigen Kreisklasse B in Kiel. Gespielt und trainiert wird auf dem Sportplatz am Posthorn in Kiel. Außerdem gibt es bei Holstein Kiel eine Altherren-Mannschaft/Traditions-Elf,[75] die – ohne regulären Spielbetrieb – regelmäßig Freundschaftsspiele austrägt.

Weitere AbteilungenBearbeiten

FrauenhandballBearbeiten

Die Frauen-Handballsparte von Holstein Kiel wurde im November 1928 gegründet und bildet seit Mai 1998 eine Handballspielgemeinschaft mit dem TSV Kronshagen. Ziele der HSG Holstein Kiel/Kronshagen sind die Förderung und Leistungssteigerung des Frauen- und Jugendhandballs im Bereich Kiel, Kronshagen und Umland. Der größte Erfolg der Vereinsgeschichte ist der Gewinn der deutschen Meisterschaft 1971 durch ein 6:4 im Finale gegen den 1. FC Nürnberg. Die Handball-Damen von Holstein Kiel sind Gründungsmitglied der 1975 eingeführten 1. Handball-Bundesliga Nord und spielten dort bis zum Abstieg 1985. Es folgten 14 Jahre in der 2. Handball-Bundesliga Nord bis zum Abstieg 1999. Nach sechs Jahren in der Regionalliga Nordost stieg die Mannschaft 2005 in die Oberliga (4. Liga) ab. 2010 gelang die Qualifikation für die neu eingeführte Oberliga Hamburg – Schleswig-Holstein. In der Saison 2013/14 stieg man aus der Handball-Oberliga Hamburg – Schleswig-Holstein ab und spielt seit dem in der fünktklassigen Schleswig-Holstein Liga. In der Saison 2016/17 stiegen die Damen wieder in die viertklassige Handball-Oberliga Hamburg – Schleswig-Holstein auf.[76]

 
Norddeutscher Meister auf dem Kleinfeld (1968)

Erfolge:

Nationalspielerinnen:[78]

  • Dagmar Neutze 23 Einsätze von 1972 bis 1975
  • Gisela Doerks 14 Einsätze von 1969 bis 1971
  • Erika Wohlert 3 Einsätze von 1971 bis 1972
  • Bärbel Ehlert 1 Einsatz 1972

MännerhandballBearbeiten

Die Männer-Handballsparte von Holstein Kiel wurde am 15. Januar 1924 gegründet. Größere nationale Erfolge wurden nicht erreicht, jedoch spielte der Verein von 1961 bis 1965 in der damals erstklassigen Landesliga Schleswig-Holstein.[79] Höhepunkte waren die großen internationalen Turniere in der Kieler Ostseehalle (heute Sparkassen Arena) in den 1950er und 1960er Jahren, wo gegen Gegner wie den schwedischen Meister Heim Göteborg, Reinickendorfer Füchse (heute Füchse Berlin) und THW Kiel gespielt wurde. Die Männer spielen gegenwärtig in der Region Förde in der 2. Kreisklasse Kiel.[80]

TennisBearbeiten

Bereits im März 1919 wurde eine Tennisabteilung bei der KSV gegründet. 1921 bildeten die Tennisspieler und -spielerinnen gemeinsam mit der Tennisgesellschaft Düsternbrook eine Spielgemeinschaft, die 80 Aktive umfasste. Doch Anfang 1922 war die Episode Tennis bei der KSV wegen Mangel an Aktiven und Geld vorerst beendet.[81] 1988 wurde die Tennisabteilung wieder ins Leben gerufen. Größere nationale Erfolge wurden nicht erzielt.

CheerleadingBearbeiten

Seit 2003 besitzt Holstein Kiel eine Cheerleading-Abteilung. Sie besteht aus den Northern Lights – die Seniors (ab 15 Jahren) der Holstein Kiel Cheerleader. Den Shining Lights – die Juniorcheerleader (von 11 bis 15 Jahre) und den Twinkling Lights – die Peewees (von 5 bis 11 Jahre) und somit jüngsten Cheerleader bei Holstein Kiel. Die Cheerleader Squads nehmen seit 2003 an den Landesmeisterschaften teil und waren auf den German Cheermasters sowie auf den Deutschen Cheerleader-Meisterschaften vertreten. Neben anderen Auftritten sieht man die Cheerleader während der Pausen bei den Heimspielen der KSV Holstein im Holstein-Stadion.

eSportsBearbeiten

Seit dem 24. November 2018 unterhält Holstein Kiel eine eigene Abteilung für E-Sport.[82][83]

Ehemalige SpartenBearbeiten

TischtennisBearbeiten

Die Tischtennis-Abteilung wurde 1945 gegründet. Bis Ende der 1960er Jahre gehörte Holstein Kiel im Tischtennis zu den führenden Vereinen in Schleswig-Holstein und war hinter dem Kieler TTK Grün-Weiß die Nummer zwei in der Landeshauptstadt. 1950, 1953 und 1958 gewannen die Frauen die Landesmeisterschaft von Schleswig-Holstein. Während die Herren 1966 aus der Oberliga Nord, der bis dahin höchsten deutschen Spielklasse, abstiegen und nie wieder die Rückkehr schafften, stiegen die Damen erstmals 1964 in die Oberliga auf. 1968 verzichteten die Störche auf den Oberligaplatz, obwohl sie als Tabellensechster den Klassenerhalt sicher geschafft hatten.

Noch einmal tauchte der Name Holstein Kiel überregional auf: 1975 hatten sich mehrere Vereine aus der Region Kiel, darunter Holstein, zur TTSG 75 Kiel zusammengeschlossen, um den Grün-Weißen vom KTTK leistungsmäßig Paroli bieten zu können. Bereits in der ersten Saison gelang der Aufstieg in die Oberliga Nord der Damen. Da Spielgemeinschaften damals auf überregionaler Ebene unzulässig waren, trat die TTSG in der Spielzeit 1976/77 unter der Bezeichnung Holstein Kiel auf, wurde als Neuling prompt Oberligameister und stieg in die Tischtennis-Bundesliga auf. Dort spielte die Mannschaft unter der Bezeichnung TSV Kronshagen (dieser Verein gehörte ebenfalls der TTSG 75 Kiel an). Heute gibt es bei Holstein Kiel keine Tischtennis-Abteilung mehr.[84]

LeichtathletikBearbeiten

Wie fast alle Fußballvereine Anfang des 20. Jahrhunderts hatte auch Holstein Kiel eine Leichtathletiktradition. Sowohl bei Holstein und bei seinem späteren Fusionspartner, dem 1. KFV, wurde in den Sommermonaten, wenn nicht Fußball gespielt wurde, intensiv Leichtathletik betrieben. Besonders hervorzuheben ist dabei der 1. KFV, der ab 1909 als einer der führenden Leichtathletikvereine Norddeutschlands galt und mit Robert Pasemann einen zweifachen Deutschen Meister im Hochsprung und Stabhochsprung (1909 u. 1910) hatte.

Auch nach der Fusion 1917 hatte die Leichtathletik ihren hohen Stellenwert behalten und bis Ende des Zweiten Weltkrieges wurden gute Platzierungen bei den deutschen Meisterschaften errungen sowie viele Titel bei den Landesmeisterschaften gewonnen. 1927 begann der Verein, im Zuge des Generalumbaus des Holstein-Platzes (heute Holstein-Stadion) eine Aschenbahn für die Leichtathleten zu bauen. Viele Sportler kamen so wegen der allgemein bekannten, guten Aschenbahn zu Wettkämpfen nach Kiel.

Nach dem Zweiten Weltkrieg folgte in den 1950er und 1960er Jahren eine sehr erfolgreiche Zeit mit dem Gewinn von acht deutschen Meisterschaften.[85] Besonders hervorzuheben ist dabei Uwe Beyer, der bei den Olympischen Spielen 1964 in Tokio die Bronzemedaille gewann. In der Jugendarbeit sind noch vier deutsche Juniorentitel sowie acht deutsche Jugendtitel für Holstein Kiel in verschiedenen Disziplinen zu nennen.[86] In den 1970er Jahren sank allmählich das Interesse an der Abteilung und sie löste sich später auf.[87]

 
Uwe Beyer (1967)

Bekannt sind hier unter anderem die folgenden Leichtathleten und Titel:

  • Robert Pasemann, Deutscher Meister im Hochsprung und Stabhochsprung 1909 und 1910[88] Späterer Olympia-Teilnehmer 1912 in London für den Berliner SC[89]
  • „Bazi Scheer“, Gewinner im 800-Meter-Lauf 1920 im Vierländerkampf Deutschland, Schweden, Spanien und Finnland.
  • Willi Sommer deutscher Vizemeister mit der 4-mal-400-Meter-Staffel 1948[90][91]
  • Karl Kohlhoff wird 1947 und 1949 Deutscher Meister über 400 Meter Hürden
  • Dorothea Kress nimmt 1952 im Kugelstoßen an den Olympischen Spielen 1952 in Helsinki teil
  • Helga Hüttmann wird 1958 Deutsche Jugendmeisterin über 100 Meter und mit der 4-mal-100-Meter-Staffel
  • Die Fünfkampf-Mannschaft der weiblichen Jugend stellt 1958 einen neuen deutschen Jugendrekord auf
  • Gerhard Melson wird 1961 Deutscher Jugendmeister im Weitsprung
  • Jens Glöe wird 1963 Deutscher Jugendmeister im Fünfkampf
  • Hans-Helmut Trense nimmt 1964 im Weitsprung an den Olympischen Spielen in Tokio teil
  • Jochen Vollbehr wird 1964 Deutscher Jugendmeister und 1965 Deutscher Juniorenmeister über 800 Meter
  • Wolfgang Barthel wird 1968 und 1969 (2 ×) Deutscher Jugendmeister und 1970 Junioren-Europameister im Kugelstoßen
  • Jürgen Repenning wird 1969 Deutscher Jugend-Hallenmeister im 800-Meter-Lauf
  • Uwe Beyer (Hammerwurf) Bronzemedaille mit 19 Jahren bei den Olympischen Spielen 1964 in Tokio; es folgten acht weitere deutsche Meistertitel und 25 Länderkämpfe in den Jahren von 1964 bis 1970; 1968 Teilnehmer an den Olympischen Spielen in Mexiko-Stadt (16. Platz)

Medaillen bei Olympischen Spielen:

Medaillengewinner Medaille Disziplin Olympia
Uwe Beyer Hammerwurf (Leichtathletik) Tokio 1964

Box-AbteilungBearbeiten

1925 wurde die Box-Abteilung der KSV Holstein gegründet, jedoch durch die starke Konkurrenz in Hamburg war es schwer, Talente in Kiel zu halten. Nach dem Zweiten Weltkrieg begann bei der KSV Holstein der Boxsport wieder aufzublühen und die Boxer kämpften gegen namhafte Boxriegen wie den SV Prag Stuttgart, SC Colonia 06 oder 1953 gegen Partizan Belgrad vor 5.000 Zuschauern in der Kieler Ostseehalle (heute Sparkassen-Arena). Es wurden noch einige Landesmeisterschaften gewonnen, jedoch später mit dem allgemein nachlassenden Interesse am Amateurboxsport begann auch in Kiel ab 1966 die Auflösung der Holstein-Boxstaffel.[92]

  • Willi Hoepner, später Profi und 1955 Europameister im Halbschwergewicht
  • Walter Einfeld, Deutscher Meister 1949 im Leichtgewicht, 1950 Vizemeister
  • Rolf Ziegler, Deutscher Amateurjugendmeister im Weltergewicht
  • Peter Born, 1965 Landesmeister im Weltergewicht
  • Manfred Staske, 1966 Landesmeister im Bantamgewicht

VolleyballBearbeiten

Die Männer-Volleyballmannschaft gehörte Ende der 1990er Jahre zu den führenden Mannschaften Schleswig-Holsteins und spielte von 1994 bis 2000 in der damaligen dritthöchsten Spielklasse Deutschlands, der Regionalliga Nord.[93]

Weitere ehemalige SpartenBearbeiten

Außerdem wurden die Sportarten Hockey, Schwimmen, Schlagball, Faustball und Radsport einst bei der KSV Holstein angeboten. Die Abteilungen fielen entweder der eigenen Entwicklung im Verein oder der allgemein nachlassenden Beliebtheit und somit auch dem Mangel an Aktiven zu Opfer. Bedingt durch den Trainingsstättenverlust nach dem Zweiten Weltkrieg konnte beispielsweise die Abteilung Schwimmen nicht neu aufgebaut werden.[94]

LiteraturBearbeiten

  • 30 Jahre Holstein Kiel. Druck von Chr. Donath Buchdruckerei, Kiel, 1930. Autoren u. a. Blaas, Struckmeyer, Schmidt, Schulz, Kellner und weitere.
  • 50 Jahre Holstein Kiel. Festschrift und Chronik zum 50-Jahre-Jubiläum, Kiel, 1950. Autoren u. a. Cally Schulz, Andreas Blaas und viele weitere.
  • 60 Jahre Holstein Kiel. Jubiläumsausgabe der Vereinszeitung zum 60-Jahre-Jubiläum, Kiel, 1960. Autoren u. a. Ernst Gorgas und viele weitere.
  • 75 Jahre Holstein Kiel. Festschrift und Chronik zum 75-Jahre-Jubiläum, Kiel, 1975. Autoren u. a. Ernst Gorgas, Ludwig Hoffviele weitere.
  • 100 Jahre Holstein Kiel. Festschrift und Chronik zum 100-Jahre-Jubiläum, Sportverlag Berlin 2000. Autoren Patrick Nawe, Norman Nawe, Raymond Madsen, Hardy Grüne, Christian Jessen, Christian Callsen. ISBN 3-328-00891-8.

WeblinksBearbeiten

Einzelnachweise und AnmerkungenBearbeiten

  1. a b Holstein-Kiel.de: Vereinsinfos
  2. a b Sportbuzzer.de:Holstein Kiel: Der Stadionausbau ist im vollen Gange Kieler Nachrichten vom 08. August 2018 auf sportbuzzer.de
  3. 100 Jahre Holstein Kiel. S. 12 und 13
  4. 100 Jahre Holstein Kiel. S. 11
  5. Holstein-Kiel-Präsident von 1921–1930 und 1948–1949 (* 1891; † Oktober 1949)
  6. 100 Jahre Holstein Kiel. S. 27, Georg P. Blaschke (* 20. Januar 1876 in Schlesien; † 5. Mai 1929 in Kiel), Ehrenmitglied des Deutschen Fußball-Bundes, von 1914 bis 1929 geschäftsführender Vorsitzender des DFB und Präsident des Norddeutschen Fußball-Verbandes 1928–1929
  7. Holstein-Block.de: 100 Jahre Holstein Stadion, vom 15. Oktober 2011, Wappen in der Bildunterschrift des untersten Fotos zu sehen und ebenfalls auf der Wikipedia-Seite zum Holstein-Stadion auf dem Bild der Grundsteinlegung 1950
  8. 100 Jahre Holstein Kiel. S. 30
  9. zwei alte Beispiele des Holstein Kiel Wappens Stadionprogramm.de: Bild Wappen 1930 und Stadionprogramm.de: Bild Wappen 1950
  10. 100 Jahre Holstein Kiel. S. 21
  11. Die Meisterelf bestand aus den folgenden Spielern: Adolf Werner (Tor), Heinrich Homeister (Abwehr), Hans Reese (Abwehr), Georg Krogmann (Läuferreihe), Willi Zincke (Läuferreihe), Hans Dehning (Läuferreihe), Helmut Bork (Sturm), Hugo Fick (Sturm), David Binder (Sturm), Willi Fick (Sturm) und Ernst Möller (Sturm)
  12. 30 Jahre Holstein Kiel, Vereinsfestschrift, Kiel 1930: Andere internationale Gegner neben den dänischen Mannschaften waren u. a. vor 1920: Ilford F.C. aus London (damals beste Amateurmannschaft Englands und lange freundschaftliche Verbindung zwischen beiden Vereinen von 1913–1955 insgesamt sieben Freundschaftsspiele), Sparta Rotterdam (NLD) und Hungarian Athletic Club Budapest (HUN). Ab 1920–1930 spielte man u. a. gegen: Forward Groningen (NLD), Teplitzer FK (CZE), FC Basel (CH), Be Quick 1887 Groningen (NLD), HJK Helsinki (FIN), IFK Malmö (SWE), Makkabi Brünn (CZE), Arsenal Kairo (EGY), Union Sportivo Alexandria (EGY), DFC Prag (CZE), FK Viktoria Žižkov (CZE), Velocitas Holland (NLD), Nemzeti Budapest (HUN), Real Sociedad San Sebastián (ESP), SC Young Fellows Juventus Zürich (CH), Chelmsford London (GB) und Sparta Prag (CZE)
  13. 100 Jahre Holstein Kiel. S. 23
  14. Rsssf.com: Ewige Endrundentabelle der Vereine zur deutschen Meisterschaft 1903 bis 1914
  15. Rsssf.com: Ewige Endrundentabelle der Vereine zur deutschen Meisterschaft 1903 bis 1933
  16. 100 Jahre Holstein Kiel. S. 54
  17. Rsssf.com: Ewige Endrundentabelle der Vereine zur deutschen Meisterschaft 1903 bis 1945
  18. Holstein absolvierte nur noch ein Spiel am 13. August und gewann gegen VfB Kiel 7:2
  19. mit zwei Spielerverstärkungen aus Südwestdeutschland: Werner Baßler und Rudolf Jennewein, beide zuvor „Kriegsgastspieler“ bei Holstein
  20. 100 Jahre Holstein Kiel. S. 63 und 64
  21. zu Willy Hamann siehe auch Artikel FC Kilia Kiel
  22. Spiegel.de: Wer den Paß hat, vom 27. November 1948
  23. Es drohte sogar der sportliche Absturz in die Kreisklasse; erst nach dem Abstieg des Itzehoer SV aus der Oberliga 1951 war auf einem SHFV-Verbandstag am 30. Juni 1951 in Bad Schwartau eindeutig festgelegt worden, dass Oberliga-Absteiger in die Landesliga eingegliedert werden. Zuvor war allerdings auch schon der VfB Lübeck beim Oberliga-Abstieg in die Landesliga verwiesen worden. Quelle: www.historie.pimms.de Protokoll SHFV-Verbandstag am 30. Juni 1951
  24. Rsssf.com: Ewige Endrundentabelle
  25. Hardy Grüne: Vom Kronprinzen bis zur Bundesliga. 1890 bis 1963. Enzyklopädie des deutschen Ligafußballs. Band 1. AGON Sportverlag, Kassel 1996, ISBN 3-928562-85-1, S. 412
  26. 100 Jahre Holstein Kiel. S. 222. Holstein Kiel wurde 1948/49 nach dem 8. Spieltag aus der Oberliga Nord ausgeschlossen und die bis dahin erreichte Punktzahl findet bei der Gesamtwertung keine Berücksichtigung – nur Spiele und Tore werden dazu gezählt (8 Spiele in der Saison 1948/49: 3 S, 3 U, 2 N, 17:11 Tore, 9:7 Punkte)
  27. 75 Jahre Holstein Kiel. S. 44, 45; u. a. Lok Leipzig, Frem Kopenhagen, Vasa IFK (Finnland), Skeid und Frigg Oslo, Örgryte IS (Stockholm, Schweden), FC Southampton, Newcastle United, Bristol City, Plymouth Argyle, East Fife F.C. (Edinburgh, Schottland), Twente Enschede, Austria Wien, FC Zürich, Slavia Prag, Altınordu Izmir, Cruzeiro Belo Horizonte (Brasilien), Washington Whips (USA)
  28. KN-Online.de: Vor 50 Jahren: Als Holstein Kiel gegen Schalke 04 begeisterte, vom 26. Juni 2009
  29. Holstein-Kiel.de: Kultfaktor 10
  30. Holstein-Kiel.de: Holstein Kiel Deutscher Amateurmeister 1961
  31. a b 100 Jahre Holstein Kiel. S. 222
  32. Welt.de: Holstein träumt zum 100. Geburtstag vom neuen Stadion, vom 25. September 2000
  33. SHZ.de: Nach 36 Jahren: Aufstieg perfekt: Holstein Kiel ist zurück in der 2. Bundesliga, vom 13. Mai 2017
  34. Kicker.de: 2. Bundesliga 2017/18, der 17. Spieltag, vom 11. Dezember 2017
  35. NDR.de: Sportler des Jahres: Knüppel, Schröder und Kiel siegen, vom 13. Dezember 2017
  36. Der Norddeutsche Pokal wurde von 1924/25 bis 1927/28 und von 1952/53 bis 1973/74 ausgetragen.
  37. Das SHFV-Hallenmasters wird seit 1999 in Kiel (Sparkassen-Arena/ehem. Ostseehalle) ausgetragen. Sieger: 1999, 2000 VfB Lübeck, 2001, 2002, 2003 VfR Neumünster, 2004 Flensburg 08, 2005 Itzehoer SV, 2006 Holstein Kiel, 2007 SV Henstedt-Rhen, 2008, 2009, 2010 Holstein Kiel, 2011 VfB Lübeck, 2012, 2013 Holstein Kiel, 2014 ETSV Weiche Flensburg, 2015 TuS Hartenholm, 2016, 2017 ETSV Weiche Flensburg, 2018 SC Weiche Flensburg 08
  38. zusätzlich Bezirksmeister Schleswig-Holstein Nord (1929, wurde neben der „Runde der Zehn“ ausgespielt)
  39. rsssf.com: Deutsche Meisterschaften von 1902–1945
  40. 15. April 1905 – Erste Gründung des NFV als Zusammenschluss folgender Verbände: Hamburg/Altona, Bremen, Hannover, Herzogtum Braunschweig, Kiel, Mecklenburg und Unterweser ohne Südniedersachsen und den Raum Osnabrück. Norddeutschland: Im Westen und Norden die deutsche Reichsgrenze, im Osten die mecklenburgische Landesgrenze und die Grenze des Berliner Verbandes, im Süden die Grenze des Mitteldeutschen Verbandes und von Worbis bis einschl. Northeim, Einbeck, Coppenbrügge, Haste, Wunstorf, Steinhuder Meer, Wagenfeld (Stolzenau gehört zu Westdeutschland), Bramsche (Westfälische Landesgrenze) bis Nordhorn. Bis 1911 auch die Altmark (Stendal, Rathenow, Tangermünde).
  41. In den Spielzeiten 1915/16 und 1917/18 wurden Notmeisterschaften um die norddeutsche Meisterschaft durchgeführt, bei denen statt Vereine Bezirksmannschaften antraten wie zum Beispiel die Auswahl Kiel.
  42. außerdem spielte Holstein Kiel in der Bezirksmeisterschaft Schleswig-Holstein, Staffel Nord, mit den Teilnehmern Union-Teutonia Kiel, Eintracht Kiel, Gaardener BV, VfB Rendsburg, Eintracht Flensburg, Nordmark Flensburg und Rasensport Schleswig und gewann diese auch
  43. Fussballdaten.de: Ewige Tabelle der 2. Fußball-Bundesliga
  44. Fussballdaten.de: Ewige Tabelle der 3. Fußball-Liga
  45. Ule.bplaced.net: Ewige Tabelle der dritt- und viertklassigen Fußball-Regionalliga
  46. Dsfs.de: Ewige Tabelle der erstklassigen Oberliga Nord S. 19 (PDF; 1,33 MB)
  47. Dsfs.de: Ewige Tabelle der zweitklassigen Regionalliga Nord (PDF; 56 kB)
  48. Dsfs.de: Ewige Tabelle der drittklassigen Amateur-Oberliga Nord (PDF; 58 kB)
  49. Dsfs.de: Ewige Tabelle der viertklassigen Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein (PDF; 55 kB)
  50. Sites.Google.com: Ewige Tabelle der ersten Spielklasse in Deutschland
  51. Sites.Google.com: Ewige Tabelle der zweiten Spielklasse in Deutschland
  52. Sites.Google.com: Ewige Tabelle der dritten Spielklasse in Deutschland
  53. Sites.Google.com: Ewige Tabelle der vierten Spielklasse in Deutschland
  54. Holstein-Kiel.de: Aktueller Kader von Holstein Kiel
  55. Holstein-Kiel.de: Anfahrt zum Holstein-Stadion
  56. a b Holstein-Kiel.de: Übersichtsplan Holstein-Kiel.de: Anfahrt Holstein-Kiel.de: Rundgang Plan, Anfahrt und Bilder vom Trainingszentrum Projensdorf
  57. Holstein-Kiel.de: Nachwuchsleistungszentrum heißt „CITTI FUSSBALL PARK“, vom 25. Oktober 2016
  58. Holstein-Kiel.de: Stadionmagazin vom 11. Oktober 2016 Seite 61
  59. Wer-zu-Wem.de: Citti (Bartels + Langness) Supermärkte
  60. SHZ.de: Gerhard Lütje: Herz für Holstein, vom 7. März 2011
  61. Abendblatt.de: Holstein Kiel: Dieser Aufstieg hat System, vom 17. Mai 2017
  62. Holstein-Kiel.de: Holstein Kiel Sponsoren
  63. Holstein-Kiel.de: Puma wird Ausrüster der KSV Holstein, vom 22. Juni 2017
  64. Holstein-Kiel.de: Gremien der Kieler Sportvereinigung Holstein von 1900 e. V.
  65. Holstein-Kiel.de: Mitarbeiter der Kieler Sportvereinigung Holstein von 1900 e. V.
  66. Damals hatte das Holstein-Stadion ein größeres Fassungsvermögen, deshalb ist es „wohl der ewige Zuschauerrekord“; Kapazitäten (Jahreszahlen ohne Gewähr): 1950–1977 30.000 Plätze, 1977–1990er: 22.000 Plätze, 1990er-2000: 8.000 Plätze, 2000–2006: 13.500 Plätze, 2006-2015: 11.386 Plätze, 2015-2017: 10.200 Plätze, 2017: 12.000 Plätze
  67. 100 Jahre Holstein Kiel. S. 224
  68. 100 Jahre Holstein Kiel. S. 74 und 75
  69. Jubiläumsspiel 100 Jahre Deutsche Meisterschaft, HSV zu Gast im Holstein-Stadion (Memento vom 30. Dezember 2013 im Internet Archive): Quelle Fehlerhaft, siehe Anmerkungen unter Einzelnachweise und bei der Gesamtbilanz
  70. Quellen u. a. 100 Jahre Holstein Kiel. S. 36, 48-50, www.f-archiv.de und www.fussballdaten.de
  71. Kieler Nachrichten vom 11. September 2008: Welchen Stellenwert die Derbys mit den Störchen hatten, zeigt ein Rückblick auf ein Match im Jahr 1953. Der Tabellendritte Altona empfing den Spitzenreiter Holstein am 11. Januar auf der Adolf-Jäger-Kampfbahn, die in diesen Tagen ihren 100. Geburtstag feierte. Nach dem 25.000sten Besucher mussten die Pforten geschlossen werden – wegen Überfüllung trotz eisiger Temperaturen. Am Ende gab's ein 1:1
  72. Holstein-Kiel.de: U23 im Holstein-Stadion gegen HSV II, vom 14. August 2018
  73. 30 Jahre Holstein Kiel. S. 111
  74. 100 Jahre Holstein Kiel. S. 233
  75. Holstein-Kiel.de: Traditionself
  76. SIS-Handball.de: Frauen Hamburg /Schleswig-Holstein Oberliga, abgerufen am 3. Dezember 2017
  77. Holstein-Kiel.de: HSG Holstein Kiel/Kronshagen
  78. 75 Jahre Holstein Kiel. S. 23
  79. Bundesligainfo.de: Handball-Archiv mit Tabellen der Saisons 1961/62 bis 1964/65
  80. SIS-Handball.de: Männer 2. Kreisklasse Staffel A, abgerufen am 3. Dezember 2017
  81. 30 Jahre Holstein Kiel. S. 157–160
  82. Holstein-Kiel.de: Die KSV Holstein von 1900 e.V. steigt in den eFootball ein, abgerufen am 26. November 2018
  83. Stadionwelt.de: Holstein Kiel steigt in den eSports ein, abgerufen am 26. November 2018
  84. 100 Jahre Holstein Kiel. S. 252 und 253
  85. 75 Jahre Holstein Kiel. S. 85; 1946: Herbert Sonntag 200 m, 1947 und 1949: Karl Kohlhoff 400 m Hürden. 1964–1968: Uwe Beyer Hammerwurf
  86. 75 Jahre Holstein Kiel. S. 85
  87. 100 Jahre Holstein Kiel. S. 244–247
  88. Sport-Komplett.de: Statistik Stabhochsprung, Sport-Komplett.de: Statistik Hochsprung unter Sportarten A-Z> L wie Leichtathletik>Historie in Zahlen> deutsche Meisterschaften (Stabhochsprung – Herren)
  89. Sports-Reference.com: Statistik Olympia 1912 Leistungsdaten der Olympischen Sommerspiele 1912 in Stockholm
  90. Holstein-Kiel.de: Holsteins Leichtathletik-Legende Willi Sommer, vom 23. Januar 2016
  91. SHZ.de: "Munki", der Kieler Kurvenflitzer, vom 28. November 2011
  92. 100 Jahre Holstein Kiel. S. 251
  93. SHVV-Historie: Abschlusstabellen 1994/95,1995/96,1996/97,1997/98,1998/99,1999/2000
  94. 100 Jahre Holstein Kiel. S. 253–255
  Dieser Artikel wurde am 16. August 2009 in dieser Version in die Liste der lesenswerten Artikel aufgenommen.

Koordinaten: 54° 20′ 55″ N, 10° 7′ 27″ O