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Der SV Meppen (vollständiger Name: Sportverein Meppen 1912 e. V.) ist ein Fußballverein aus Meppen. Der Verein wurde 1912 gegründet und hat (Stand: 26. November 2019) 1588 Mitglieder.[2] Die Vereinsfarben sind Blau und Weiß.

SV Meppen
Vereinswappen des SV Meppen
Basisdaten
Name Sportverein Meppen 1912 e. V.
Sitz Meppen, Niedersachsen
Gründung 29. November 1912
(als Fußballclub Amisia Meppen)
Farben Blau-Weiß
Mitglieder 1588 (26. November 2019)[2]
Vorstand Andreas Kremer (Sprecher)
Heiner Beckmann (Sport)
Stefan Gette (Finanzen)
Heinz Speet (Frauenabteilung)
Website svmeppen.de
Erste Mannschaft
Cheftrainer Christian Neidhart
Spielstätte Hänsch-Arena
Plätze 13.696[1]
Liga 3. Liga
2018/19 13. Platz
Heim
Auswärts

Die erste Herrenmannschaft spielt in der Saison 2018/19 in der 3. Liga. Zwischen 1987 und 1998 spielte sie elf Jahre lang in der 2. Bundesliga. Damit ist der SV Meppen der erfolgreichste Fußballverein im Emsland. Darüber hinaus gewannen die Meppener einmal den Niedersachsenpokal.

Ende 2010 schloss sich die erste Frauenmannschaft des SV Victoria Gersten dem SV Meppen an. Seit der Saison 2011/12 spielt die Frauenmannschaft des SV Meppen in der 2. Bundesliga.

GeschichteBearbeiten

Hauptartikel: Saisonbilanzen des SV Meppen

Frühe Jahre (1912 bis 1957)Bearbeiten

Der heutige SV Meppen geht auf den am 29. November 1912 von Gymnasiasten gegründeten Fußballclub Amisia Meppen zurück. Amisia ist der lateinische Name des Flusses Ems. Am 8. Februar 1920 fusionierte die Amisia mit dem ebenfalls 1912 gegründeten MTV Meppen und der paramilitärischen[3] Jugendgruppe Gruppe Jungdeutschland Meppen[4] zum Turn- und Sportverein Meppen 1912. Im Rahmen der reinlichen Scheidung kam es am 13. April 1922 zur Spaltung des Vereins. Die Fußballer gründeten den SV Meppen, während die restlichen Abteilungen den TV 1912 Meppen gründeten.

In den ersten Jahren spielten die Fußballer auf der „Schülerwiese“, bevor der Verein 1924 den Sportplatz Lathener Straße bezog. Sportlich spielten die Meppener bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges nur auf lokaler Ebene eine Rolle. Das Emsland galt als fußballerische Diaspora und stand im Schatten der Vereine aus Osnabrück.[3] In den 1920er und 1930er Jahren gehörte der Verein abwechselnd dem Westdeutschen Spiel-Verband und dem Norddeutschen Fußball-Verband an.[1]

Nach dem Krieg machte eine mit zahlreichen Polen verstärkte Mannschaft den Verein in der Region bekannt. Nach einer Serie von 35 Spielen ohne Niederlage in Folge qualifizierte sich der SV Meppen 1947 für die neu eingeführte Landesliga Weser/Ems. Zwar wurde das entscheidende Qualifikationsspiel gegen Stern Emden mit 1:2 verloren, jedoch profitierten die Meppener davon, dass der qualifizierte TuS Lengerich in den westfälischen Verband wechselte.[3]

Zwei Jahre konnte sich der SV Meppen in der Landesliga halten, bevor 1949 der Abstieg in die drittklassige Amateurliga 2 hingenommen werden musste. 1952 konnte die Amateurliga nur durch einen Sieg im Entscheidungsspiel gegen den TuS Haste 01 gehalten werden, ehe zwei Jahre später der Gang in die Bezirksliga Emsland erfolgte. Inzwischen war der SV Union Meppen die sportliche Nummer eins der Stadt. 1957 wurde der SVM Meister der Bezirksklasse Emsland und schaffte dadurch den Aufstieg in die Amateurliga 8.

Weg in die Regionalliga (1957 bis 1970)Bearbeiten

Sportlich konnten sich die Meppener schnell in der Liga etablieren und belegten stets einstellige Tabellenplätze. In der Saison 1960/61 wurde der SVM nach einem langen Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem TuS Lingen mit einem Punkt Vorsprung Meister der Amateurliga. Auch die anschließende Aufstiegsrunde wurde erfolgreich absolviert. Höhepunkt war ein 11:0-Sieg am 18. Juni 1961 gegen den TuS Heidkrug, bei dem Stürmer Gerd Sand sechs Tore erzielte.[1] Sand erwies sich auch eine Klasse höher als treffsicher und hatte mit 33 Saisontoren am Klassenerhalt maßgeblichen Anteil.[3]

Vom VfL Germania Leer wechselte Trainer Horst Witzler nach Meppen, unter dessen Regie es in den nächsten zwei Jahren sportlich aufwärtsging. In der Saison 1963/64 feierten die Meppener den Staffelsieg in der Amateuroberliga West. Im Entscheidungsspiel um den Staffelsieg konnte sich der SVM gegen den TSR Olympia Wilhelmshaven mit 1:0 durchsetzen. Das Spiel fand im Oldenburger Stadion Donnerschwee statt. Es folgten die Endspiele um die Niedersachsenmeisterschaft gegen die Amateure von Hannover 96. Trotz eines 3:1-Erfolgs im Hinspiel verloren die Meppener den Titel durch eine 1:5-Niederlage in Hannover. Der Aufstieg in die Regionalliga Nord wurde als Gruppendritter der Aufstiegsrunde verpasst. Der einzige Sieg der Runde war ein spektakulärer 6:5-Erfolg bei Leu Braunschweig.[3]

In den folgenden Jahren war der Verein in der nun eingleisigen Landesliga Niedersachsen nur noch Mittelmaß. Mit dem ehemaligen Amateur-Nationalspieler Hermann Michel, der 1967 das Training übernahm, kehrte der Erfolg zurück. Gleich in seiner ersten Saison 1967/68 führte Michel die Mannschaft zur Niedersachsenmeisterschaft. Sie scheiterte jedoch erneut in der Aufstiegsrunde zur Regionalliga.

1970 gelang schließlich unter kuriosen Umständen der Sprung in die Regionalliga. Als Tabellenfünfter durfte der SVM an der Aufstiegsrunde teilnehmen, weil die Amateurmannschaften von Eintracht Braunschweig (Meister) und Hannover 96 (Vierter) nicht durften. Ein 1:1 beim SC Sperber Hamburg am letzten Spieltag brachte den Meppenern den zweiten Platz in der Aufstiegsrunde. Um die Regionalliga wieder auf die Sollstärke von 18 Vereinen zu bringen, setzte der Norddeutsche Fußball-Verband eine zusätzliche Relegation an. Durch einen 5:1-Sieg am letzten Spieltag gegen den Polizei SV Bremen schaffte der SVM den Aufstieg mit einem Tor Vorsprung auf den ASV Bergedorf 85, bei dem die Meppener mit 0:2 unterlegen waren.[5]

Auf und Ab im Amateurlager (1970 bis 1987)Bearbeiten

Infolge des späten Aufstiegs – die meisten Regionalligavereine hatten schon mit der Saisonvorbereitung begonnen, als Meppens Aufstieg feststand – konnten sich der SVM nicht ausreichend verstärken und mussten als Tabellenletzter die Regionalliga gleich wieder verlassen. Der Tiefpunkt der Saison war eine 1:9-Niederlage beim HSV Barmbek-Uhlenhorst.[3] Auf Anhieb schaffte die Mannschaft den Wiederaufstieg. Die Entscheidung fiel erneut am letzten Spieltag, als der ASV Bergedorf 85 vor 10.000 Zuschauern mit 4:0 geschlagen wurde. Torjäger Gerd Sand beendete mit dem Aufstieg seine Karriere.

Der SV Meppen konnte sich nun in der Regionalliga etablieren. Unterstützt wurde der Verein dabei von dem Textilfabrikanten Hubert Niebuhr. Der achte Platz in der Saison 1973/74 reichte jedoch nicht für die neu eingeführte 2. Bundesliga, so dass der SVM in der Amateur-Oberliga Nord spielen musste. Ein Höhepunkt in dieser Zeit war ein Freundschaftsspiel gegen Ajax Amsterdam mit den Weltstars Johan Cruyff und Johan Neeskens vor 17.500 Zuschauern.[1] Als Tabellendritter der Saison 1974/75 qualifizierten sich die Meppener erstmals für die deutsche Amateurmeisterschaft. Im Achtelfinale schied der SVM nur knapp gegen den Itzehoer SV aus. In den folgenden Jahren setzte eine sportliche Talfahrt ein. Ein Grund dafür war Niebuhrs Finanzpolitik, die einen hohen Schuldenberg hinterließ.[3] 1978 beendeten die Meppener die Spielzeit als Vorletzter und mussten in die Landesliga Niedersachsen absteigen.

Der Abstieg erwies sich für den Verein als Glücksfall. Mit Hans-Dieter Schmidt wurde ein neuer Trainer verpflichtet, der die Jugendarbeit und die Professionalisierung der Vereinsstrukturen vorantrieb. Seine Vision, den SV Meppen in die 2. Bundesliga zu führen, wurde seinerzeit vom Vorstand als „Spinnerei“ abgetan. Mit sieben Punkten Vorsprung auf den Lüneburger SK wurde Meppen Meister und beendete die Aufstiegsrunde als Gruppenzweiter. Da mit dem OSV Hannover und dem OSC Bremerhaven zwei Nordvereine in die 2. Bundesliga aufstiegen und mit dem FC St. Pauli nur einer in die Oberliga abstieg wurde ein Entscheidungsspiel um den dritten Aufsteiger fällig. Durch einen 4:1-Sieg über den VfR Neumünster gelang dem SVM der direkte Wiederaufstieg.[6]

Der SVM konnte sich schnell in der Oberliga Nord etablieren. In der Saison 1979/80 qualifizierten sich die Meppener erstmals für den DFB-Pokal. Hier schied die Mannschaft in der ersten Runde bei den Amateuren des 1. FC Kaiserslautern aus. Ein Jahr später wurde der SVM schon Vierter der Oberliga. 1982 absolvierten die Meppener ein Freundschaftsspiel gegen den FC Barcelona. 18.500 Zuschauer sahen den ersten Auftritt des späteren Weltstars Diego Maradona in Europa.[7] Die Saison 1985/86 schloss die Mannschaft erneut als Tabellendritter ab. Bei der Amateurmeisterschaft 1986 scheiterten die Meppener in der ersten Runde unglücklich am VfR Bürstadt.

1987 wurde der SV Meppen unter Trainer Rainer Persike Meister der Oberliga Nord. Nach einem verpatzten Saisonstart lieferten sich die Meppener einen spannenden Zweikampf mit dem SV Arminia Hannover, der mit einem Punkt Vorsprung zugunsten der Emsländer ausging. Als Außenseiter schaffte die Mannschaft in der Aufstiegsrunde durch einen 4:2-Sieg am letzten Spieltag bei der SpVgg Erkenschwick den Sprung in die 2. Bundesliga. Dabei profitierten die Emsländer von der gleichzeitigen 1:3-Niederlage von Hertha BSC gegen den BVL 08 Remscheid. Der Aufstieg der mit Spielern aus der Region bestückten Mannschaft wurde in den Medien als „Wunder“ bezeichnet.[4] Unter den 22 Spielern im Kader waren damals 19 gebürtige Emsländer.[3]

Meppen in der 2. Bundesliga (1987 bis 1998)Bearbeiten

Die aus finanziellen Gründen nur als Halbprofis auftretende Mannschaft konnte sich schnell in der 2. Bundesliga behaupten. Durch die couragierten Auftritte der Mannschaft und das begeisterungsfähige Publikum avancierte der SVM zu einem bundesweit beliebten Verein.[4] Spottgesänge der gegnerischen Fans wie „Zieht den Meppenern die Gummistiefel aus!“ machte den Meppener Anhang eher stolz als wütend.[3] Großen Anteil am Klassenerhalt hatten die zwei nachverpflichteten Zugänge, der US-Amerikaner Paul Caligiuri und der Finne Marko-Olavi Myyry. Mit Caligiuri stellte der SV Meppen 1990 einen WM-Teilnehmer.

Im DFB-Pokal 1990/91 drang die Mannschaft ins Achtelfinale vor, in dem mit einer knappen 0:1-Niederlage beim 1. FC Köln das Aus folgte. Vor Saisonbeginn kam Unruhe im Vereinsumfeld auf, nachdem Leistungsträger wie Myyry, Caligiuri und Reinhold Tattermusch verkauft und die Erlöse in den Ausbau des Stadions investiert worden waren.[3] Folglich musste die Mannschaft lange um den Klassenerhalt kämpfen. 1991 übernahm Horst Ehrmantraut das Traineramt. Gleich in seiner ersten Spielzeit war der SVM für einige Wochen dank hochkarätiger Neuzugänge wie Damir Bujan Tabellenführer. Schließlich erreichte die Mannschaft den sechsten Platz in der Nordgruppe der damals kurzzeitig wieder zweigeteilten 2. Bundesliga. Ein Höhepunkt war ein 3:1-Sieg beim VfL Osnabrück.

Ehrmantraut führte seine Mannschaft Mitte der 1990er Jahre in die Spitzengruppe der 2. Bundesliga. Gleichzeitig wurde das Stadion für über 2,5 Millionen Mark modernisiert, die der Verein selbst stemmen musste. Der damalige niedersächsische Innenminister Gerhard Glogowski lehnte einen Landeszuschuss ab, während dessen Lieblingsverein Eintracht Braunschweig Zuschüsse für die Stadionmodernisierung erhielt. Bei der Zusammenstellung der Mannschaft wurde die Emslandpolitik zu den Akten gelegt, so dass in der Saison 1992/93 nur noch die halbe Mannschaft aus Einheimischen bestand.[3]

Den sportlichen Zenit erreichte der SVM in der Saison 1994/95, als die Mannschaft monatelang gute Chancen auf den Aufstieg in die Bundesliga hatte. Die Stürmer Rainer Rauffmann und Jan Sievers erzielten 15 bzw. 14 Saisontore und im Emsland träumte man von einem Gastspiel des FC Bayern München. Eine Serie von vier Spielen ohne Sieg in der Schlussphase der Saison ließ die Bundesligaträume jedoch zerplatzen. Die 0:2-Niederlage beim 1. FC Nürnberg wurde vom Deutschen Fußball-Bund für Meppen als gewonnen gewertet, da die Nürnberger vier statt der damals erlaubten drei ausländischen Spieler eingesetzt hatten.[8]

Ein Jahr später sorgten die Meppener in der zweiten Runde des DFB-Pokals für eine große Überraschung, als sie den Bundesligisten Eintracht Frankfurt mit 6:1 schlugen. Durch die Investitionen in das Stadion konnte der Verein jedoch nicht ausreichend Geld in die Mannschaft investieren, so dass der SVM sportlich zurückfiel. Letzter Höhepunkt der Zweitliga-Ära war eine 6:7-Niederlage beim 1. FC Kaiserslautern am letzten Spieltag der Saison 1996/97.[9] Es war das torreichste Spiel der Zweitligageschichte.[1] Die Saison 1997/98 brachte schließlich das Ende der Meppener in der Zweiten Liga. Eine Serie von elf Spielen ohne Sieg brachte die Mannschaft in die Abstiegsränge, die sie nicht mehr verlassen sollte. Auch Trainer Wolfgang Rolff, der im Dezember 1997 Paul Linz ablöste, schaffte keine Wende. Der SVM stieg schließlich als Tabellenletzter ab.

Niedergang (1998–2011)Bearbeiten

Mit großem finanziellen Aufwand sollte mit einer international besetzten Mannschaft der direkte Wiederaufstieg erreicht werden. Dieser wurde mit dem elften Platz in der Regionalligasaison 1998/99 jedoch weit verfehlt. Trainer Mirko Votava wurde durch Rainer Persike ersetzt, der schließlich von Theo Bücker abgelöst wurde. Auch in der folgenden Saison wurden die Meppener lediglich Elfter und verpassten dadurch die Qualifikation für die ab 2000 zweigleisige Regionalliga. Einziger Lichtblick in dieser Zeit war das Pokalspiel gegen Bayern München vor 16.500 Zuschauern, das mit einer 1:4-Niederlage endete.[3]

Selbst in der viertklassigen Oberliga Niedersachsen/Bremen musste die Mannschaft lange Zeit um den Klassenerhalt bangen. Zwar konnte sie sich sportlich stabilisieren, jedoch führten Verbindlichkeiten in Höhe von 1,6 Millionen Euro[4] dazu, dass der Verein 2001 die Insolvenz beantragen musste.[1] Mit einer neu formierten Mannschaft um den Rückkehrer Andreas Helmer spielten die Meppener in der Saison 2001/02 in der Spitzengruppe. Da die notwendigen Lizenzierungsunterlagen zu spät eingereicht wurden, verweigerte der DFB den Meppenern aus formalen Gründen die Regionalligalizenz.[3]

2004 qualifizierte sich der SVM für die wieder eingleisige Oberliga Nord. Nach einem Fehlstart in die Spielzeit konnte die Mannschaft nach einem 5:0-Sieg am letzten Spieltag beim FC Oberneuland den zur Qualifikation nötigen achten Platz erringen und den ärgsten Konkurrenten VfB Oldenburg in die Fünftklassigkeit schicken. Nach einem guten dritten Platz in der Saison 2004/05, in der ein 8:1-Sieg beim FT Eider Büdelsdorf gelang, rutschte der SVM wieder ins Mittelfeld der Tabelle. Ein Jahr später wurde die Qualifikation für die dreigleisige Regionalliga verpasst, wodurch der SV Meppen in die fünftklassige Oberliga Niedersachsen-West abstieg. Am letzten Spieltag kamen die Meppener beim Meister Holstein Kiel nicht über ein 1:1 hinaus, während Konkurrent VfB Oldenburg den SV Henstedt-Rhen bezwang. Oldenburg wurde mit dem besseren Torverhältnis gegenüber Meppen Siebter und nahm, da der Sechste TuS Heeslingen keine Lizenz erhielt, an der Relegationsrunde zur Regionalliga teil.

Zu dieser Zeit nahm der österreichische Getränkehersteller Red Bull Kontakt zu dem Verein auf, um in ihn zu investieren. Für Investitionen in den Verein verlangte Red Bull eine Mehrheit von 50+1 Prozent sowie eine Änderung des Vereinsnamens, des Vereinswappens und der Vereinsfarben. Der SV Meppen lehnte die Forderungen ab.[10] Nach einem guten Start in die Saison 2009/10 folgte eine sportliche Talfahrt; am 15. Dezember 2009 übernahm Rainer Persike den Posten des Sportlichen Leiters. Er führte die Mannschaft 2010 in die eingleisige Oberliga Niedersachsen. Zur Saison 2010/11 übernahm Johann Lünemann das Traineramt. Unter seiner Führung sicherte sich die Mannschaft nach einer starken Rückrunde vorzeitig den Meistertitel und den Aufstieg in die Regionalliga.

Gegenwart (seit 2011)Bearbeiten

Nach dem Aufstieg in die Regionalliga war der SV Meppen erstmals seit elf Jahren wieder über die Landesgrenzen hinaus auf der deutschen Fußball-Landkarte vertreten. Zur Saison 2011/12 nahm man mit Michael Holt vom Wuppertaler SV und René Wessels vom SC Veendam zwei altbekannte Gesichter unter Vertrag. Mit ihnen wollte sich der SV Meppen in der Regionalliga etablieren. Am 25. März 2012 wurde Trainer Johann Lünemann entlassen und vom bisherigen sportlichen Leiter Rainer Persike als Interimstrainer bis Saisonende ersetzt. Am Ende der Regionalligasaison 2011/12 wurde der zwölfte Platz erreicht. Zur Saison 2012/13 übernahm Heiko Flottmann das Traineramt. Anlässlich des 100-jährigen Vereinsjubiläums spielte der Verein am 11. Juli 2012 gegen Borussia Dortmund. Der amtierende Deutsche Meister geriet zwar mit 0:1 in Rückstand, konnte das Spiel aber noch mit 2:1 gewinnen.[11]

Zur Saison 2013/14 wechselte Christian Neidhart als sportlicher Leiter zum SV Meppen und wurde Nachfolger von Rainer Persike. Am 26. Mai 2013 wurde Trainer Heiko Flottmann entlassen, dessen Position Neidhart ebenfalls übernahm. Neidhart führte die Meppener in der Saison 2013/14 auf Platz vier. Am 6. April 2015 wurde das Halbfinale des NFV-Pokals gegen den Lüneburger SK Hansa mit 2:1 gewonnen und somit stand der SV Meppen erstmals seit 16 Jahren wieder im DFB-Pokal, wo man in Runde eins auf den 1. FC Köln traf[12] und 0:4 verlor. In der Saison 2016/17 erreichte der SV Meppen als Meister der Regionalliga Nord die Relegationsspiele um den Aufstieg in die 3. Liga. Gegner war der SV Waldhof Mannheim aus der Regionalliga Südwest.[13] Hier konnte man sich nach zwei torlosen Remis knapp mit 4:3 i. E. durchsetzen und stieg auf.

Infolgedessen nahm man den Ex-Nationalspieler Ronald Maul als Geschäftsführer unter Vertrag.[14] Zudem wurde das Stadion durch umfangreiche Baumaßnahmen für die neue Spielklasse aufgewertet, auch um Auflagen des DFB zu erfüllen. Die Nordtribüne wurde begradigt, Holzbänke durch Sitzschalen ersetzt, die Videoüberwachung ausgebaut und Kontrollbereiche erweitert.[15] Nachdem der SV Meppen die erste Saison in der höheren Spielklasse mit 58 Punkten auf dem 7. Platz beendete, wurde zusätzlich eine Rasenheizung und eine neue Flutlichtanlage installiert. Insgesamt investierten die Stadt Meppen und der Landkreis Emsland mehr als vier Millionen Euro in die Hänsch-Arena.[16] 2019 erreichten die Meppener erneut das Endspiel um den Niedersachsenpokal, verloren dieses allerdings beim SV Drochtersen/Assel mit 0:1 und verpassten die Qualifikation für den DFB-Pokal.

ErfolgeBearbeiten

 
Eintrittskarte des SV Meppen in der 2. Liga, 1997/98 gegen Fortuna Düsseldorf

Die beste Platzierung in der 2. Bundesliga schaffte die Mannschaft in der Saison 1994/95 mit Platz sechs. Außerdem war der SV Meppen siebenmal Spitzenreiter der 2. Bundesliga Nord (Saison 1991/92). Der Verein spielte von 1987 bis 1998 elf Jahre ununterbrochen in der 2. Bundesliga. In dieser Zeit absolvierte die Mannschaft insgesamt 404 Zweitligaspiele, von denen sie 124 gewann und 141 verlor, 139 Mal spielte sie Unentschieden (Torverhältnis: 495:547). In der Ewigen Tabelle der 2. Bundesliga liegt der SVM nach dem Ende der Saison 2018/19 an Position 36.

PersönlichkeitenBearbeiten

Hauptartikel: SV Meppen/Namen und Zahlen

Kader der Saison 2019/20Bearbeiten

Stand: 20. August 2019[17]

Nr. Nat. Spieler Geboren Im Verein seit Letzter Verein
Tor
01 Deutschland  Jeroen Gies 23. Jan. 1995 2016 Jong FC Groningen
12 Deutschland  Matthis Harsman 04. Okt. 1999 2018 ASC Uelsen U17
32 Deutschland  Erik Domaschke 11. Nov. 1985 2017 FC Rot-Weiß Erfurt
Abwehr
03 Deutschland  Janik Jesgarzewski 26. Jan. 1994 2014 FC Twente Enschede
04 Deutschland  Yannick Osée 13. Juni 1997 2019 FK Pirmasens
06 Deutschland  Marco Komenda 21. Juni 1998 2018 Borussia Mönchengladbach II
07 Afghanistan  Hassan Amin 12. Okt. 1991 2018 SV Waldhof Mannheim
15 Deutschland  Markus Ballmert 27. Nov. 1993 2017 Hannover 96 II
22 Deutschland  Steffen Puttkammer 30. Sep. 1988 2017 1. FC Magdeburg
27 Deutschland  David Vržogić 10. Aug. 1989 2016 Alemannia Aachen
31 Deutschland  Marcel Gebers 05. Juni 1986 2017 FSV Zwickau
Mittelfeld
08 Deutschland  Thilo Leugers (C)  09. Jan. 1991 2016 Atlético Baleares
11 Polen  Marcus Piossek 21. Juli 1989 2019 Sportfreunde Lotte
14 Deutschland  Willi Evseev 14. Feb. 1992 2019 Hansa Rostock
16 Deutschland  Florian Egerer 17. Feb. 1998 2019 Hertha BSC II
18 Deutschland  René Guder 06. Sep. 1994 2019 SV Wehen Wiesbaden
20 Deutschland  Marius Kleinsorge 30. Okt. 1995 2016 SV Wehen Wiesbaden
21 Deutschland  Leonard BredolU19 01. Aug. 2000 eigene Jugend
25 Schweiz  Nicolas Andermatt 06. Nov. 1995 2019 1. FC Schweinfurt 05
30 Deutschland  Ted TattermuschU19 08. Mai 2001 eigene Jugend
Sturm
09 Deutschland  Deniz Undav 19. Juli 1996 2018 Eintracht Braunschweig II
17 Deutschland  Max Kremer 21. Juni 1989 2013 SV Wilhelmshaven
19 Albanien  Valdet Rama 20. Nov. 1987 2019 FK Kukësi
23 Deutschland  Luka Tankulic 21. Juni 1991 2018 Sportfreunde Lotte
26 Deutschland  Julius Düker 04. Jan. 1996 2019 SC Paderborn 07
29 Libanon  Hilal El-Helwe 24. Nov. 1994 2019 Apollon Smyrnis

Trainer- und Betreuerstab 2019/20Bearbeiten

Name Funktion
Christian Neidhart Cheftrainer
Mario Neumann Co-Trainer
Richard Moes Torwarttrainer
Daniel Vehring Physiotherapeut
Ina Stilber Physiotherapeutin
Kai Venemann Physiotherapeut
Eugen Geppert Betreuer

Transfers der Saison 2019/20Bearbeiten

Zugänge Abgänge
Sommer 2019
Nicolas Andermatt Schweiz  1. FC Schweinfurt 05
Julius Düker Deutschland  SC Paderborn 07
Florian Egerer Deutschland  Hertha BSC II
Willi Evseev Deutschland  Hansa Rostock
Hilal El-Helwe Libanon  Apollon Smyrnis
Yannick Osée Deutschland  FK Pirmasens
Valdet Rama Albanien  FK Kukësi
Mirco Born Deutschland  SV Sandhausenw.a.
Leon Demaj Deutschland  Sportfreunde Lotte
Sven Goldschmidt Deutschland  Vertragsende; Ziel unbekannt
Nico Granatowski Deutschland  VfL Osnabrück
Julian von Haacke Deutschland  SV Darmstadt 98w.a.
Jannik Hoormann Deutschland  SV Sparta Werlte
Yannik Nuxoll Deutschland  Eintracht Norderstedt
Patrick Posipal Deutschland  VfB Oldenburg
Nick Proschwitz Deutschland  Eintracht Braunschweig
Fabian Senninger Deutschland  Hannover 96 IIw.a.
Jovan Vidović Slowenien  SC Weiche Flensburg 08
Martin Wagner Deutschland  Hannover 96 II
a. ausgeliehen
w.a. war ausgeliehen
n.L.v. nach Leihe verpflichtet

Bekannte ehemalige SpielerBearbeiten

Während der elfjährigen Zugehörigkeit zur 2. Bundesliga setzte der SV Meppen 75 Spieler ein. Robert Thoben ist mit 361 Einsätzen Rekordspieler und mit 63 Treffern Rekordtorschütze. Bei den Spielen folgen auf Robert Thoben Thomas Böttche (332 Spiele), Eckhard Vorholt (296 Spiele), Bernd Deters (276 Spiele) und Andreas Helmer (244 Spiele). Die nächsterfolgreichsten Torschützen hinter Robert Thoben sind Martin van der Pütten (48 Tore), Rainer Rauffmann (37 Tore), Eckhard Vorholt (31 Tore) und Marko Myyry (24 Tore). Die meisten Einsätze bei den Torhütern erreichten Manfred Kubik (130 Spiele), Stefan Brasas (124 Spiele) und Hermann Rülander (97 Spiele). Stefan Brasas erzielte dabei sogar ein Tor.

Mit Hassan Amin (Afghanistan), Paul Caligiuri (USA), Viktor Maier (Kirgisistan)[18] und Marko-Olavi Myyry (Finnland) stellte der SV Meppen vier A-Nationalspieler. Rainer Rauffmann (Zypern), Ferydoon Zandi (Iran), Josephus Yenay (Liberia), Timo Uster (Gambia), Jean-Clotaire Tsoumou-Madza (Kongo) wurden nach ihrer Zeit in Meppen Nationalspieler. Alvaro Zalla (Albanien) und Issa Issa (Libanon) waren schon vor ihrer Zeit in Meppen Nationalspieler. Weitere Spieler wurden nach ihrer Zeit in Meppen Bundesligaspieler, u. a. Stefan Brasas, Thomas Bröker, Paul Caligiuri, Simon Henzler, Rainer Rauffmann, Daniel Stendel, Jean-Clotaire Tsoumou-Madza, Jürgen Prange, Holger Wehlage und Ferydoon Zandi.

Während der Jahre im Amateurfußball wurde Gerd Sand zur Vereinslegende. Zwischen 1959 und 1972 lief er über 600 Mal für den SV Meppen auf und erzielte dabei über 500 Tore.[19]

Spieler mit den meisten Einsätzen und TorenBearbeiten

In der folgenden Tabelle sind alle Pflichtspiele und Pflichtspieltore für die erste Mannschaft des SV Meppen angegeben. Dies umfasst nur die Ligaspiele.(Stand: 21. Juli 2015)

Einsätze
01 Deutschland Bundesrepublik  Bernd Deters 1979–2000 524
02 Deutschland  Robert Thoben 1984–1998 474
03 Deutschland  Josef Menke 1980–1996 460
04 Deutschland Bundesrepublik  Hubert Hüring 1969–1971
1972–1984
451
05 Deutschland Bundesrepublik  Eckhard Vorholt 1985–2000 369
06 Deutschland  Gerd Sand 1959–1972 358
07 Deutschland  Andreas Helmer 1990–1998
2001–2005
342
08 Deutschland  Thomas Böttche 1987–1998 332
09 Deutschland  Frank Faltin 1982–1995 332
10 Deutschland  Helmut Heuing 1969–1981 297
Tore
01 Deutschland  Gerd Sand 1959–1972 294
02 Deutschland  Josef Menke 1980–1996 113
03 Deutschland  Martin van der Pütten 1982–1994 112
04 Deutschland Bundesrepublik  Hubert Hüring 1969–1971
1972–1984
107
05 Deutschland  Gerd van Zoest 1954–1965 107
06 Deutschland  Georg Rocks 1960–1970 097
07 Deutschland  Heinz Tappel 1969–1977 095
08 Deutschland  Robert Thoben 1984–1998 087
09 Deutschland  Richard Hoge 1949–1955 076
10 Deutschland  Christel Balzen 1965–1971 074

PräsidentenBearbeiten

  • 1912–1920: August Krapp
  • 1920: Theodor Kevelaer
  • 1920–1922: Kreisrat Lewald1
  • 1922–1926: August Krapp
  • 1926–1931: Polizeileutnant Stucke1
  • 1931–1936: Josef Lienstromberg
  • 1936–1938: Hermann Mertens
  • 1938–1945: Hermann Kley
  • 1946–1949: Josef Lienstromberg
  • 1949–1951: Franz Hoffstadt
  • 1951–1952: Ferdinand Tannen
  • 1952–1954: Josef Westphalen
  • 1954–1968: Hermann Wevers
  • 1968–1970: Paul Kuzka
  • 1970–1974: Hubert Niebuhr
  • 1974–1998: Wolfgang Gersmann
  • 1998–2001: Franz Quatmann
  • 2001–2004: Frank Jehn
  • 2004–2008: Reinhard Meiners
  • seit 2008: Andreas Kremer
1 Vorname nicht bekannt

TrainerhistorieBearbeiten

Seit 1956 beschäftigte der SV Meppen 28 Trainer und fünf Interimstrainer. Letztere sind in der folgenden Aufstellung durch kursive Schrift gekennzeichnet. Die längste Amtszeit konnte Rainer Persike für sich verbuchen, der von 1983 bis 1991 für acht Jahre das Training leitete. Hermann Michel folgt mit sieben Jahren zwischen 1967 und 1974.

  • 1956–1957: Günther Richter
  • 1957–0000: Hans Heyduck
  • 1957–1959: August Opitz
  • 1959–1961: Gerd Timmer
  • 1961–1964: Horst Witzler
  • 1964–1965: Sandor Zele
  • 1965–1966: Theo Otto
  • 1966–1967: Gerd van Zoest
  • 1967–1974: Hermann Michel
  • 1974–1976: Klaus Basikow
  • 1976–1978: Hermann Michel

UmfeldBearbeiten

StadionBearbeiten

Hauptartikel: Hänsch-Arena

 
Die Hänsch-Arena nach dem Aufstiegsspiel gegen Waldhof Mannheim am 31. Mai 2017

Der Verein trägt seine Heimspiele in der Hänsch-Arena aus. Das Stadion liegt im Norden von Meppen, an der Lathener Straße im Stadtteil Neustadt gelegen. Im Jahre 1924 wurde es eingeweiht und 1927 in Hindenburg-Stadion umbenannt. Seit den 1990er Jahren trug es den Namen Emslandstadion. Im Jahre 2005 wurde es umbenannt in Vivaris Arena Emsland. Für die Umbenennung soll der SV Meppen einen fünfstelligen Betrag erhalten haben. Ab Sommer 2011 hieß das Stadion MEP-Arena, nach dem Sponsor Meppener-Einkaufs-Passage. Der Name Hänsch-Arena ist seit Januar 2014 gültig. Das Stadion ist eine reine Fußballarena ohne umschließende Tartanbahn.

1969 wurde erstmals eine Flutlichtanlage installiert, jedoch wegen Sicherheitsmängeln nach einigen Jahren wieder abgebaut. Eine neue Flutlichtanlage wurde im Oktober 1996 in Betrieb genommen. Im Jahre 2015 wurde die Kapazität im Zuge des DFB-Pokalspiels gegen den 1. FC Köln aus Sicherheitsgründen von 16.610 Plätzen auf 13.815 Plätze reduziert. Im Winter 2017/18 wurde die Nordtribüne abgerissen und neu errichtet, wodurch sich die Gesamtkapazität auf 13.696 Plätze verringerte. Die Haupttribüne (Neue Tribüne) und die Gegengerade (Alte Tribüne) bieten den Zuschauern 4.340 Sitzplätze, von denen 4.164 überdacht sind.[20] Um den Regularien der 3. Liga zu genügen wurde im Juli 2018 eine Rasenheizung installiert.[21]

FansBearbeiten

Die Fans des SV Meppen befinden sich auf der Südtribüne des Stadions. Zu den bekanntesten Fanclubs zählen Meppen-INC, Die 13, die Laxtener Jungs, Leftside Meppen und die Meppinias, wobei letzterer ausschließlich aus Frauen besteht. Als Dachverband der Fangruppierungen fungiert die Szene Meppen. Der offizielle Fanshop befindet sich im Stadion. Die Anhänger des SV Meppen sehen den VfL Osnabrück und den VfB Oldenburg als Hauptrivalen an. Die Rivalität mit Osnabrück entstand in der Zweitligaära und wird mit der geografischen Nähe begründet. Nach dem Wiederaufstieg des SV Meppen in die 3. Liga wurde die Rivalität wiederbelebt.[22]

Weitere MannschaftenBearbeiten

Zweite MannschaftBearbeiten

Die zweite Mannschaft des SV Meppen spielt seit dem Aufstieg im Jahre 2008 in der Bezirksliga Weser-Ems 3. Die erfolgreichste Zeit hatte die Mannschaft Ende der 1990er Jahre. Im Jahre 1997 erreichte die damals noch unter dem Namen SV Meppen Amateure antretende Mannschaft nach drei Aufstiegen in Folge die seinerzeit fünftklassige Niedersachsenliga West. Ein Jahr später wurden die Meppener Vizemeister hinter Blau-Weiß Lohne, ehe die Mannschaft 1999 als abgeschlagener Tabellenletzter abstieg. Nach drei Abstiegen in Folge kam die Mannschaft 2004 wieder in der Kreisliga an. 1997 und 1998 gewann die Mannschaft den Bezirkspokal Weser-Ems.[23]

Dritte MannschaftBearbeiten

Die dritte Männermannschaft spielte bis zur Saison 2015/16 in der 2. Kreisklasse Emsland Mitte, bis sie sich dann auflöste. Zur Saison 2017/18 reaktivierte man sie aber wieder, und trat mit ihr in der 4. Kreisklasse Emsland Mitte/Süd an, wo sofort der Durchmarsch in die 2. Kreisklasse Emsland Mitte gelang.

JugendfußballBearbeiten

Der SV Meppen stellte in der Saison 2013/14 17 Jugendmannschaften, davon zwei Mädchenmannschaften. Die A-, B- und C-Junioren sowie die B-Juniorinnen gehören dem Jugendleistungszentrum Emsland an. Die A-Junioren schafften im Jahre 2014 den Aufstieg in die U-19-Bundesliga.[24] Dort wurde man jedoch Letztplatzierter und stieg wieder ab und wurde ein Jahr später dann sogar in die drittklassige Niedersachsenliga durchgereicht, stiegen dann aber wieder umgehend auf. Die B-Junioren spielen in der zweitklassigen Regionalliga Nord, während die C-Junioren 2017 Niedersachsenmeister wurden und somit den Sprung in die erstklassige Regionalliga Nord schafften.[25] Die B-Juniorinnen gehörten 2013 zu den Gründungsmitgliedern der B-Juniorinnen-Bundesliga und nahmen 2017 an der Endrunde um die Deutsche B-Juniorinnen-Meisterschaft teil, wo sie im Halbfinale am FC Bayern München scheiterten.[26]

FrauenfußballBearbeiten

Hauptartikel: SV Meppen (Frauenfußball)

Seit der Saison 2011/12 treten die Fußballerinnen des SV Victoria Gersten unter dem Namen SV Meppen an. 1993 schaffte die Mannschaft den Aufstieg in die damals zweitklassige Oberliga Nord, die zwei Jahre später in Regionalliga Nord umbenannt wurde. 2002 wurden die Gerstenerinnen Meister, verpassten aber den Aufstieg in die Bundesliga. Nach der erneuten Meisterschaft zwei Jahre später verzichtete der Verein auf die Aufstiegsrunde. Seitdem spielt die Mannschaft in der 2004 eingeführten 2. Bundesliga. Ihr größter Erfolg war der dritte Platz in der Saison 2009/10.

Der SV Meppen und Toni SchumacherBearbeiten

 
SVM-Becher mit Logo und Schriftzug: Seit ich den Club kenn, bin ich Fußballfan!

Im Jahre 1988 sorgte der SV Meppen ungewollt für Aufmerksamkeit, als der Torwart des abstiegsbedrohten Bundesligisten FC Schalke 04, der ehemalige Nationaltorhüter Toni Schumacher sagte: „Ich spiel' doch nicht in Meppen, da gehe ich lieber in die Türkei!“. Meppen galt zu jener Zeit als Synonym für Zweitklassigkeit. Als die Schalker dann den Gang in die zweite Liga doch antreten mussten, wechselte Schumacher zu Fenerbahçe Istanbul. Die Meppener reagierten auf diese Aussage mit Humor. Der lokale Spediteur Többe schickte am 22. April 1988 einen Lkw-Auflieger mit der Aufschrift „SV Meppen – das Fußballerlebnis“ direkt vor Schumachers Haustür in Hürth. Jener war zwar nicht zu Hause und erfuhr telefonisch von seiner Ehefrau von der Aktion. Toni Schumacher selbst fand die Aktion „witzig und souverän“.[27] Im Jahre 2015 reiste Toni Schumacher als Vizepräsident des 1. FC Köln dann doch nach Meppen, als die Geißböcke im Rahmen des DFB-Pokals beim SV Meppen antreten mussten.[28]

LiteraturBearbeiten

  • Hans Vinke: Die Meppen-Story, Geschichte eines Fußball-Phänomens. Emsland Sportwerbung, 1997, ISBN 3-927099-56-2.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d e f Hänsch Arena Blockplan. SV Meppen, abgerufen am 26. Juli 2018.
  2. a b svmeppen.de: SV Meppen auf gutem Kurs
  3. a b c d e f g h i j k l m Hardy Grüne: Legendäre Fußballvereine. Norddeutschland. Zwischen TSV Achim, Hamburger SV und TuS Zeven. AGON Sportverlag, Kassel 2004, ISBN 3-89784-223-8, S. 222–225.
  4. a b c d Hardy Grüne, Christian Karn: Das große Buch der deutschen Fußballvereine. AGON Sportverlag, Kassel 2009, ISBN 978-3-89784-362-2, S. 327.
  5. Carsten Töller (Hrsg.): Fußball in Deutschland seit 1945. Eigenverlag, Mettmann 2009, S. 148.
  6. Carsten Töller (Hrsg.): Fußball in Deutschland seit 1945. Eigenverlag, Mettmann 2009, S. 187.
  7. Jörn Lange: »Wie Woodstock und Schützenfest«. 11 Freunde, abgerufen am 3. Januar 2014.
  8. Vier sind einer zu viel. Einführung der Drei-Punkte-Regel. Das Jahr 1995. 1. FC Nürnberg, abgerufen am 16. August 2013.
  9. Spielstatistik 1. FC Kaiserslautern gegen SV Meppen 7:6. Fussballdaten.de, abgerufen am 16. August 2013.
  10. Lutz Wöckener: Die Rückkehr der Fußball-Bauern. Die Welt, abgerufen am 23. Dezember 2018.
  11. Dirk Krampe: Hofmanns Traumtor: BVB siegt 2:1 in Meppen. Ruhr Nachrichten, abgerufen am 16. August 2013.
  12. 2:1 – SV Meppen nach 16 Jahren wieder im DFB-Pokal. Neue Osnabrücker Zeitung, abgerufen am 6. April 2015.
  13. Die Paarungen der Aufstiegsspiele zur 3. Liga (Memento des Originals vom 8. August 2017 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.sport1.de, sport1.de, 5. Mai 2017
  14. Ex-Nationalspieler Maul schließt sich Meppen an, kicker.de, 13. Juni 2017
  15. Dieter Kremer: Neue Tribüne macht Hänsch-Arena zum Hexenkessel. Neue Osnabrücker Zeitung, 21. Januar 2018, abgerufen am 8. August 2018.
  16. Rasenheizung in der Hänsch-Arena fertiggestellt. focus.de, 10. Juli 2018, abgerufen am 8. August 2018.
  17. 1. Herren, sv-meppen.de, abgerufen am 17. Juli 2019
  18. Uli Mentrup: VERTRAG BEIM SVM BIS 2017 Kirgisistan lädt Meppens Viktor Maier ein. Neue Osnabrücker Zeitung, abgerufen am 12. Juni 2015.
  19. Uli Mentrup: „Kies Gerd“ entfacht den Meppener Sand-Sturm. Neue Osnabrücker Zeitung, abgerufen am 16. August 2013.
  20. Hänsch-Arena Blockplan. SV Meppen, abgerufen am 6. August 2018.
  21. Rasenheizung in der Hänsch-Arena fertiggestellt. focus online, abgerufen am 25. Juli 2018.
  22. o.A.: Deutschland, deine Derbys. In: Zeitspiel, Nr. 6, Seite 41
  23. Deutscher Sportclub für Fußball-Statistiken (Hrsg.): Fußball im Bezirk Weser-Ems 1979-2006. Lehrte 2018, S. 405, 414.
  24. Dieter Kremer: JLZ Emsland steigt in die Bundesliga auf. FuPa, abgerufen am 6. Juli 2014.
  25. C-Junioren des SV Meppen steigen in die Regionalliga auf. Niedersächsischer Fußballverband, abgerufen am 16. Juni 2017.
  26. B-Juniorinnen qualifizieren sich für die Endrunde um die Deutsche U17-Juniorinnen Meisterschaften. JLZ Emsland, abgerufen am 16. Juni 2017.
  27. Uli Mentrup: Ein 40-Tonnen-Gruß des SV Meppen an Schumacher. Neue Osnabrücker Zeitung, abgerufen am 26. Juli 2018.
  28. Toni Schumacher würde gerne wieder nach Meppen fahren. Rheinische Post, abgerufen am 26. Juli 2018.