Libanesische Fußballnationalmannschaft

Auswahlmannschaft aus dem Libanon

Die libanesische Fußballnationalmannschaft ist die Nationalmannschaft des Libanons und wird von der Fédération Libanaise de Football Association geführt.

Libanon
لبنان
Spitzname(n) Die Zedern
Verband Fédération Libanaise de Football Association
Konföderation AFC
Technischer Sponsor Capelli Sport
Cheftrainer TschechienTschechien Ivan Hašek
(seit 2021)
Kapitän Hassan Maatouk
Rekordtorschütze Hassan Maatouk (21)
Rekordspieler Hassan Maatouk (85)
Heimstadion Camille-Chamoun-Stadion
FIFA-Code LBN
FIFA-Rang 98. (1238 Punkte)
(Stand: 12. August 2021)[1]
Heim
Auswärts
Bilanz
342 Spiele
95 Siege
92 Unentschieden
155 Niederlagen
Statistik
Erstes Länderspiel
PalästinaVölkerbundsmandat für Palästina Palästina/Eretz Israel 5:1 Großlibanon Lebanese French flag.svg
(Tel Aviv, Palästina; 27. April 1940)
Höchster Sieg
LibanonLibanon Libanon 11:1 Philippinen Philippinen 1944Philippinen
(Tokio, Japan; 6. Oktober 1967)
Höchste Niederlagen
Irak 1959–1963Irak 1959–1963 Irak 8:0 Libanon LibanonLibanon
(Bagdad, Irak; 25. November 1959)
KatarKatar Katar 8:0 Libanon LibanonLibanon
(Doha, Katar; 27. März 1985)
Erfolge bei Turnieren
Asienmeisterschaft
Endrundenteilnahmen 2 (Erste: 2000)
Beste Ergebnisse Gruppenphase 2000, 2019
Fußball-Westasienmeisterschaft
Endrundenteilnahmen 7
Beste Ergebnisse Gruppenphase 2000, 2002, 2004, 2007, 2012, 2013/14, 2019
(Stand: 7. September 2021)

GeschichteBearbeiten

Ihr erstes Spiel bestritten die Libanesen am 27. April 1940 gegen eine israelisch-palästinensische Auswahl, die den Staat Palästina/Eretz Israel vertrat, dieses Spiel endete mit einem 5:0-Sieg für den Libanon. Ihre erste Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb konnte die Mannschaft bei der Qualifikation zu den Olympischen Spielen verzeichnen. Dabei unterlag sie aber 1959 dem Irak mit 0:8 und 0:3.

Libanon ist es bisher noch nicht gelungen, sich für eine Fußball-Weltmeisterschaft zu qualifizieren. Am knappsten scheiterte man in der Qualifikation für die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien, als man erstmals die letzte Qualifikationsrunde erreichen konnte aber als Gruppenletzter ausschied. An der Qualifikation zu einer Fußball-Weltmeisterschaft nahm die libanesische Mannschaft erstmals 1986 teil. Damals verlor man seine Spiele gegen Katar (0:8 und 0:7) und gegen den Irak (0:6 und 0:6). Nach diesen Ergebnissen zog die Mannschaft nach vier von insgesamt geplanten sechs Spielen ihre Teilnahme zurück. Nachdem man 1990 auf eine Teilnahme verzichtet hatte, nahm der Libanon 1994 wieder an der Qualifikation teil, scheiterte in der ersten Runde aber an Südkorea. 1998 scheiterte der Libanon an Kuwait, 2002 an Thailand und 2006 an Südkorea. Im Rahmen der Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2010 traf der Libanon in der ersten Runde auf Indien und konnte den Gegner zuhause mit 4:1 besiegen und erreichte nach einem 2:2 auswärts direkt die dritte Runde. Dort traf man auf Saudi-Arabien, Usbekistan und Singapur und verlor alle sechs Spiele. Als Gruppenletzter verpasste der Libanon die Qualifikation für die nächste Runde.

An der Qualifikation zur Asienmeisterschaft nahm der Libanon erstmals 1972 teil. Dort erreichten die Libanesen das Halbfinale (der Qualifikation), in dem sie allerdings dem Irak mit 1:2 unterlagen. 1976 sollte das Qualifikationsturnier in Beirut stattfinden, aufgrund des Ausbruches des Libanesischen Bürgerkrieges verzichtete der Verband auf eine Teilnahme. Als Ausrichter der Asienmeisterschaft 2000 war die Mannschaft automatisch qualifiziert, kam allerdings nach einem 0:4 gegen den Iran und zwei Unentschieden gegen den Irak und Thailand nicht über die Vorrunde hinaus. 2004 konnte die libanesische Mannschaft lediglich gegen Nordkorea punkten, wobei man immerhin zu einem 3:0-Auswärtssieg kam, verpasste aber als Gruppendritter die Qualifikation.

Die libanesische Nationalmannschaft hat nicht an der Qualifikation zur Fußball-Asienmeisterschaft 2007 teilgenommen. Der asiatische Fußball-Verband ist der Bitte des libanesischen Verbandes, aufgrund der „tragischen Umstände“ auf die Teilnahme in der Qualifikationsgruppe D verzichten zu können, nachgekommen. Wegen des Israel-Libanon-Konflikts erwarteten die Verantwortlichen auch keine Geldstrafe. Der libanesische Verband LFA hatte zuvor erklärt, dass es aufgrund der Zerstörungen extrem schwierig sei, die Nationalspieler zu erreichen und eine Mannschaft aufzustellen. Die Anreise zu den Auswärtsspielen sei aufgrund der Bombardierung des Flughafens in der Hauptstadt Beirut „nahezu unmöglich“. Einige Nationalspieler gelten derzeit als vermisst. Die Gruppe D mit Kuwait, Australien und Bahrain wurde mit nur drei Teams fortgesetzt. Die bis dahin einzige Partie des Libanons, ein 1:1 gegen Kuwait am 22. Februar, wurde annulliert.

Teilnahme an Fußball-WettbewerbenBearbeiten

Teilnahme Libanons an der Fußball-WeltmeisterschaftBearbeiten

  • 1930 bis 1982nicht teilgenommen
  • 1986während Qualifikation abgebrochen
  • 1990nicht teilgenommen
  • 1994 bis 2018nicht qualifiziert

Teilnahme Libanons an der AsienmeisterschaftBearbeiten

  • 1956 bis 1968nicht teilgenommen
  • 1972nicht qualifiziert
  • 1976keine Teilnahme aufgrund des Bürgerkrieges
  • 1980nicht qualifiziert
  • 1984 bis 1992nicht teilgenommen
  • 1996nicht qualifiziert
  • 2000Vorrunde (Teilnahme als Gastgeber)
  • 2004nicht qualifiziert
  • 2007während der Qualifikation zurückgezogen
  • 2011nicht qualifiziert
  • 2015nicht qualifiziert
  • 2019Vorrunde
  • 2023qualifiziert

Teilnahme Libanons an der WestasienmeisterschaftBearbeiten

TrainerBearbeiten

Name von bis
Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik  Ljubiša Broćić 1956 1956
Libanon  Joseph Nalbandian 1958 1969
Libanon  Joseph Abou Murad 1971 1973
Libanon  Adnan Meckdache 1974 1976
Libanon  Joseph Abou Murad 1976 1978
Libanon  Adnan Meckdache 1987 1992
Libanon  Adnan Al-Shargi 1993 1993
Wales  Terry Yorath 1995 1997
Deutschland  Diethelm Ferner 1998 1998
Agypten  Mahmoud Saad 1998 2000
Kroatien  Josip Skoblar 2000 2000
Deutschland  Theo Bücker 2000 2001
Frankreich  Richard Tardy 2002 2003
Libanon  Mahmoud Hamoud 2003 2005
Syrien  Mohammad Kwid 2005 2005
Libanon  Adnan Al-Shargi 2005 2005
Libanon  Emile Rustom 2005 2006
Libanon  Adnan Meckdache 2006 2008
Libanon  Emile Rustom 2009 2011
Deutschland  Theo Bücker 2011 2013
Italien  Giuseppe Giannini 2013 2015
Montenegro  Miodrag Radulović 2015 2019
Rumänien  Liviu Ciobotariu 2019 2020
Libanon  Jamal Taha 2020 2021
Tschechien  Ivan Hašek 2021

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Die FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste. In: fifa.com. 12. August 2021, abgerufen am 12. August 2021.