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Tennis Borussia Berlin

deutscher Fußballverein

Tennis Borussia Berlin (zwischenzeitlich „Berliner Tennis-Club Borussia“, seit jener Zeit kurz TeBe oder TB Berlin) ist ein am 9. April 1902 als Berliner Tennis- und Ping-Pong-Gesellschaft Borussia gegründeter Berliner Sportverein.

Tennis Borussia Berlin
Logo von Tennis Borussia Berlin
Name Tennis Borussia Berlin e. V.
Vereinsfarben Lila-Weiß
Gegründet 9. April 1902
Vereinssitz Westend
Mitglieder 1000 (2018)[1]
Abteilungen 6
Vorsitzender Günter Brombosch
Homepage tebe.de

Obwohl der Verein ursprünglich als Tennis- und Tischtennis-Verein gegründet wurde, entdeckte man schon 1903 den Fußball für sich und erwarb für 50 Pfennig eine Lizenz, die zur Teilnahme an der Berliner Meisterschaft berechtigte. Da Tischtennis vor allem bei neuen Vereinsmitgliedern kaum Anklang fand, wurde es im selben Jahr schon wieder aus dem Programm genommen. Später wurde wieder eine Tischtennis-Abteilung gegründet, die (neben Hertha BSC) die erfolgreichste Berlins ist.

Am 21. Mai 2010 stellte der Verein beim Amtsgericht in Charlottenburg einen Antrag auf Einleitung eines Insolvenzverfahrens,[2][3] das erfolgreich abgeschlossen wurde. Im Dezember 2012 wurde auf einer Mitgliederversammlung gemäß §42 BGB der Fortsetzungsbeschluss gefasst.[4]

GeschichteBearbeiten

Tennis wurde zunächst auf dem ehemaligen Bötzowfeld im heutigen Gebiet von Friedrichshain gespielt. Die Mitgliederzahl lag anfangs nur bei 20. Dennoch gab es sportliche Erfolge: Das erste Turnier wurde gegen den VfB Pankow gewonnen. Als auf dem Bötzowfeld eine neue Wohnsiedlung entstehen sollte, musste der Verein bereits ein Jahr nach seiner Gründung ein neues Gelände suchen. Mit Tischtennis versuchte man die Zeit zu überbrücken. Doch „die gerade erst gewonnenen Mitglieder traten wieder aus.“[5] Schließlich gelang es, im Schlosspark Niederschönhausen bis etwa 1945 das Tennisspiel weiter zu betreiben.

Nachdem der Verein in den ersten zwei Jahrzehnten seines Bestehens keine besondere Rolle im Berliner Fußball gespielt hatte, entwickelte sich Tennis Borussia Mitte der 1920er Jahre zu einer der führenden Fußballmannschaften Berlins. Die erfolgreiche Ära war jäh beendet, als die Nationalsozialisten die Macht ergriffen. Um einem Zwangsaustritt zuvorzukommen, verließen die jüdischen Vereinsmitglieder, die ungefähr ein Drittel des Vereins ausmachten, TeBe.

Ursprünglich kickte der Klub auf dem Exerzierplatz am Prenzlauer Berg, nutzte später Plätze in Niederschönhausen und Wilmersdorf, ehe es in das Polizeistadion Mitte ging, also dorthin, wo in der DDR-Zeit das Stadion der Weltjugend entstand. Allerdings wurden in der Zwischenkriegszeit auch bereits Partien mit großem Zuschauerzuspruch im Poststadion (häufiger) und im Mommsenstadion (seltener) ausgetragen.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde der Verein 1945 zunächst als SG Charlottenburg (lang: Sportgruppe Charlottenburg) neu ins Leben gerufen. Aber es dauerte bis 1967, bevor der Tennissport wieder aktiviert werden konnte. Dafür wurde ein neuer Verein namens „Tennis-Verein TeBe“ gegründet.[6]

FußballBearbeiten

MännerBearbeiten

Männerfußball
Spielstätte Mommsenstadion
Plätze 15.005 Plätze
(vom DFB auf 11.500 begrenzt)[7]
Cheftrainer Dennis Kutrieb
Liga Oberliga Nordost, Staffel Nord
2018/19 2. Platz

Heim
Auswärts

Einen nicht geringen Anteil an den Erfolgen im Fußball hatte der spätere erste Reichstrainer Otto Nerz, der die Mannschaft von 1924 bis 1926 trainierte. Wie sein Vorgänger bei TeBe, Richard Girulatis, war Nerz Dozent an der Deutschen Hochschule für Leibesübungen. Bereits nach Ablauf der ersten Spielzeit unter Nerz belegte die Mannschaft Platz zwei der Staffel B der Oberliga. Ein weiterer späterer Trainer der Nationalmannschaft, Sepp Herberger, spielte von 1926 bis 1930 für die „Veilchen“. 1928 stellte die Mannschaft unter Trainer Walter Hollstein einen deutschen Erstliga-Rekord auf, indem die Mannschaft bis April 1928 in 18 Spielen nur einen Punkt abgab und ein Torverhältnis von 93:16 vorwies,[8] und erreichte damit erstmals das Finale um die Oberligameisterschaft, scheiterte aber an der in diesen Jahren übermächtigen Hertha. Diese Konstellation – Staffelmeister, aber anschließend in den Endspielen der Hertha unterlegen – wiederholte sich in den Jahren 1928 bis 1931 gleich vier Mal hintereinander. Erst 1932, als der Gegner nicht Hertha, sondern Minerva 93 Berlin hieß, konnte sich TeBe erstmals den begehrten Titel des Berliner Fußballmeisters holen. In der Endrunde um die deutsche Meisterschaft war Tennis Borussia in diesen Jahren allerdings stets chancenlos und schied jeweils spätestens im Viertelfinale aus.

Nach dem Einbruch durch die Zeit des Nationalsozialismus brauchte der Verein mehrere Jahre, um wieder sportliche Erfolge zu erreichen. Erst 1941 gelang dies mit dem zweiten Titelgewinn als Meister der Gauliga Berlin-Brandenburg, wie die höchste Spielklasse inzwischen hieß. In der anschließenden Endrunde zur deutschen Meisterschaft scheiterte TeBe aber wie schon zehn Jahre zuvor frühzeitig.

Einen ersten regelmäßigen Spielbetrieb für Herrenmannschaften nach dem Kriegsende gab es ab Januar 1946 in Form der Berliner Stadtliga, bei der insgesamt 36 Mannschaften in 4 Staffeln (TeBe bzw. die SG Charlottenburg in Staffel C) antraten. Tennis Borussia musste in dieser ersten Nachkriegssaison unter dem Namen SG Charlottenburg auflaufen (was bis zum Ende der Saison 1947/48 so bleiben sollte). 1947 gewann der Verein die Berliner Stadtmeisterschaft in der neuen Stadtliga, die 1950 – in Anlehnung an die neu eingeführte Vertragsspielerstatuten – in „Vertragsliga“ umbenannt wurde. Zur Saison 1948/49 konter der Verein wieder seinen Namen aus der Vorkriegszeit führen und spielte fortan unter dem Namen Berliner Tennis-Club Borussia. In der Nachkriegszeit war TeBe bis Ende der 1950er der erfolgreichste Berliner Verein: Dem ersten Titelgewinn 1947 folgten vier weitere Meisterschaften (1950, 1951, 1952 und 1958). Jedoch schaffte man es weder in der Endrunde um die deutsche Meisterschaft 1949/50, 1950/51, 1951/52 noch 1957/58 über die dortige 1. Runde hinaus zu kommen, insgesamt gewann TeBe bei diesen 4 Endrundenteilnahmen nur 3 von insgesamt 16 Spielen. Andererseits konnte 1952 zum 50-jährigen Vereinsjubiläum immerhin der 3. Berliner Meistertitel in Folge gewonnen werden und der Dauerrivale Hertha BSC konnte in den 50er Jahren nur 1956/57 eine bessere Platzierung als TeBe vorweisen. Der damalige Vereinschef Carl Helfert konnte so 1952 im Vorwort zur 50-Jahre-Chronik feststellen: „Es steht gut um Tennis-Borussia.“[9] Zwei Vizemeisterschaften und vier 3. Plätze in den Meisterschaften bis 1963 mögen dies rückblickend auch bestätigen, jedoch lässt sich auch feststellen, dass TeBe vor der Einführung der Bundesliga seine Rolle als erste Geige des West-Berliner Fußballs bereits wieder verloren hatte. Ab Ende der 50er liefen Hertha und Tasmania den Lila-Weißen allmählich den Rang als Nr. 1 ab. Mit dem Mauerbau 1961 verringerten sich auch die Zuschauerzahlen um etwa ein Drittel, sodass TeBe auch in wirtschaftlicher Hinsicht zu Beginn der 60er Jahre nicht bundesligareif war und sich in weiser Voraussicht auch nicht um einen Startplatz in der zur Saison 1963/64 startenden bundesdeutschen Eliteliga bewarb. Ein ehemaliger Spieler beschrieb die Situation im März 1963 wie folgt: „Wir selbst können rückschauend sagen, dass wir durch die Misere der letzten Jahre unsere große Chance vertaten, denn bei einem nur einigermaßen sicheren Stand in Bezug auf die Finanzen und ein wenig mehr sportlicher Stärke, hätte es für die Bundesligakommission bei der Auswahl des Berliner Vereins keine Sorgen gegeben! So aber bleibt für uns nur die Gewissheit, dass unser Entschluss, nicht zu kandidieren, richtig war und dass wir auf dem rechten Weg sind.“[10]

Als 1963 die Bundesliga eingeführt wurde, hießen die beiden führenden Berliner Vereine inzwischen Hertha BSC und Tasmania 1900 – Tennis Borussia fand sich in der zweitklassigen Regionalliga wieder. Im Gegensatz zu anderen Berliner Mannschaften konnte der Verein aber verhindern, ganz in der Versenkung zu verschwinden und von Zeit zu Zeit konnten sportliche Erfolge gefeiert werden. In den Bundesliga-Spielzeiten 1974/75 und 1976/77 war TeBe sogar im Fußball-Oberhaus, stieg aber jeweils nach einer Saison wieder in die 2. Bundesliga ab. Als nach der Saison 1980/81 die beiden 2. Bundesligen zu einer eingleisigen Spielklasse vereinigt wurden, musste TeBe aufgrund der schwachen Platzierungen der letzten drei Jahre den Gang in die Drittklassigkeit antreten und spielte fortan, bis auf eine Saison in der eingleisigen Zweiten Bundesliga (1985/86), in der Oberliga Berlin.

Zwischen 1993 und 2000 erlebte der Verein eine kurze Blütephase: TeBe spielte 1993/94 und 1998 bis 2000 in der eingleisigen 2. Bundesliga. Im DFB-Pokal gelang 1993/94 der Einzug ins Halbfinale, in dem man 0:2 gegen Rot-Weiss Essen unterlag; und 1998/99 wurde u. a. Hertha BSC vor 40.000 Zuschauern im Berliner Olympiastadion mit 4:2 geschlagen. Nach finanziellen Ungereimtheiten um den Hauptsponsor Göttinger Gruppe, der aus Tennis Borussia eine Aktiengesellschaft machen wollte, erhielt TeBe 2000 keine Lizenz mehr für den Profifußball. 2001 beendete man die Regionalliga-Saison als Tabellenletzter, Tennis Borussia stieg in die Oberliga Nordost, Staffel Nord ab und war somit erstmals in der Vereinsgeschichte viertklassig, nach Einführung der 3. Liga 2008 sogar fünftklassig. Die Saison 2008/09 schloss man überlegen als Tabellenerster ab und schaffte damit die Rückkehr in die Regionalliga Nord, aus der die Berliner allerdings nach nur einem Jahr als 15. wieder abstiegen. Nach einer schwachen Saison 2010/11 (14. Tabellenplatz) stürzten die Borussen, nachdem sie in der Abstiegsrelegation am Drittletzten der Südstaffel, SC Borea Dresden mit 0:1 und 1:2 n. V. gescheitert waren, zum ersten Mal in die Sechstklassigkeit ab und traten somit seit der Saison 2011/12 in der Berlin-Liga an. Am vorletzten Spieltag der Saison 2014/15 sicherte sich Tennis Borussia mit einem 3:0-Sieg gegen den FC Internationale vorzeitig die Meisterschaft. Seit der Saison 2015/16 spielt der Verein in der Oberliga Nordost.[11] Zur Saison 2017/18 steckte sich der Verein das Ziel in die Regionalliga aufzusteigen. Als die Mannschaft unter Cemal Yildiz nur eins der ersten drei Saisonspiele gewonnen hatte, wurde Yildiz am 4. September 2017 beurlaubt und einen Tag später der ehemaligen Nationalspieler Thomas Brdarić als neuer Trainer vorgestellt.[12] Trotz des Erfolges mit dem Erreichen des 2. Platzes in der Liga gab der Verein bereits vor Saisonende die Trennung von Thomas Brdarić bekannt.[13] Gründe hierfür wurden von offizieller Seite zunächst nicht genannt, Brdarić äußerte sich jedoch im Interview dazu, dass es Differenzen in der Auffassung über den weiteren Weg des Vereins gegeben hätte.[14] Für die neue Saison wurde der vorherige U19-Trainer Dennis Kutrieb verpflichtet.[15]

ErfolgeBearbeiten

KaderBearbeiten

Tor Abwehr Mittelfeld Angriff
  • 12 Deutschland  Ertugrul Aktas
  • 31 Deutschland  Christopher Schulz
  • 00 Vereinigte Staaten  Divine Imasuen
  • 04 Deutschland  Thomas Franke
  • 20 Deutschland  Sercan Etike
  • 21 Deutschland  Nils Göwecke
  • 23 Deutschland  Nicolai Matt
  • 28 Deutschland  Anwar Shahram
  • 37 Deutschland  Sefa Kahraman
  • 05 Deutschland  Max Konrad
  • 06 Deutschland  Efe Önal
  • 07 Deutschland  Rifat Gelici
  • 10 Deutschland  Fatlum Elezi
  • 13 Deutschland  Lucas Nico Gurklys
  • 14 Deutschland  Lucas Jeremias Günes
  • 15 Äquatorialguinea  Spanien  Higinio Martin May Mecha
  • 18 Deutschland  Tino Schmunck
  • 24 Deutschland  Lovis Jeremias Steinpilz
  • 25 Deutschland  Max-Marius Nerlich
  • 08 Deutschland  Vincent Rabiega
  • 09 Deutschland  Marko Perkovic
  • 11 Gambia  Bekai Jagne
  • 17 Deutschland  Alexander Eirich
  • 19 Kamerun  Deutschland  Chinonso Solomon Okoro
  • 27 Deutschland  Talha Sennur
  • 33 Deutschland  Daoud Iraqi

Statistik MännerBearbeiten

FrauenBearbeiten

Frauenfußball
Spielstätte Mommsenstadion
Plätze 15.005 Plätze
(vom DFB auf 11.500 begrenzt)[16]
Cheftrainer Dirk Fleischer
Liga Regionalliga
2011/12 9. Platz

Heim
Auswärts

Die Frauenabteilung von Tennis Borussia wurde 1969 gegründet und gilt als eine der ältesten Frauenfußball-Abteilungen in Deutschland. Zwischen 1991 und 1997 spielte das Frauenteam in der Nordstaffel der damals noch zweigleisigen Frauen-Bundesliga. 2002 gelang zum ersten Mal der Aufstieg in die jetzt eingleisige Frauen-Bundesliga, aus der man jedoch sofort wieder abstieg. Seit der Saison 2004/05 spielten die sogenannten „Veilchenladies“ in der 2. Bundesliga Nord, die 2004 zwischen der Bundes- und der Regionalliga neu geschaffen wurde. In der Saison 2008/09 gelang der Wiederaufstieg in die Frauen-Bundesliga. Jedoch stieg die Mannschaft als Tabellenletzter wieder ab. Zur Saison 2012/13 konnte der Verein keine Frauen-Mannschaft mehr melden. Er verzichtete daher auf sein Startrecht in der Regionalliga und war im Frauenfußball nur mit seiner Kleinfeld-Mannschaft vertreten, die nach der Saison 2017/18 vom Spielbetrieb abgemeldet wurde.

ErfolgeBearbeiten

  • Deutscher Vizemeister: 1976, 1981 und 1983
  • Meister der Regionalliga Nord-Ost: 2000, 2001 und 2002, 2004
  • Meister 2. Bundesliga Nord 2009
  • Vizemeister 2. Bundesliga Nord 2005, 2008
  • Berliner Meister: 1974, 1975, 1976, 1977, 1981, 1983, 1984, 1986, 1987, 1988, 1989, 1991 und 1997 (2. Mannschaft)
  • Berliner Pokalsieger: 1977, 1978, 1982, 1984, 1987, 1988, 1990, 1991, 2001, 2002, 2005, 2006 und 2008
  • Sieger des Berliner Hallenmasters: 2001, 2004, 2005, 2006, 2007, 2008[17]

KaderBearbeiten

Tor Abwehr Mittelfeld Angriff
  • 01 Sarah Neubeck
  • 21 Stephanie Hanisch
  • 07 Vanessa Behrendt
  • 10 Katharina Wenk
  • 11 Maike Klatt
  • 18 Sahra Müller
  • 20 Leonie Sohr
  • 02 Jessica Stegermaier
  • 06 Juliane Primann
  • 08 Inken-Isabell Beeken
  • 13 Gloria Weier
  • 14 Elena Felsch
  • 15 Clara Lautenbach
  • 09 Anne-Rose Lindner
  • 19 Betty Amma Anane
  • 23 Anela Zakomac

Statistik FrauenBearbeiten

Saison Liga Platz S U N Tore Punkte Pokal
1990/91 Verbandsliga Berlin 1. 16 1 1 90:6 33:3 Achtelfinale
1991/92 Bundesliga Nord 7. 7 2 11 27:30 16:24 Viertelfinale
1992/93 Bundesliga Nord 6. 8 2 8 23:25 18:18 Achtelfinale
1993/94 Bundesliga Nord 3. 7 6 5 28:21 20:16 Achtelfinale
1994/95 Bundesliga Nord 8. 2 7 9 16:36 11:25 Achtelfinale
1995/96 Bundesliga Nord 7. 5 4 9 24:33 19 Achtelfinale
1996/97 Bundesliga Nord 10. 1 6 11 11:46 9 Achtelfinale
1997/98 Regionalliga Nordost 2. 14 1 5 57:26 43 Achtelfinale
1998/99 Regionalliga Nordost 3. 12 2 4 46:20 38 nicht qualifiziert
1999/00 Regionalliga Nordost 1. 20 2 0 109:14 62 nicht qualifiziert
2000/01 Regionalliga Nordost 1. 21 1 0 87:13 64 nicht qualifiziert
2001/02 Regionalliga Nordost 1. 19 2 1 82:13 59 1. Runde
2002/03 Bundesliga 11. 4 3 15 17:68 15 Viertelfinale
2003/04 Regionalliga Nordost 1. 19 3 0 78:11 60 1. Runde
2004/05 2. Bundesliga Nord 2. 16 1 5 73:25 49 1. Runde
2005/06 2. Bundesliga Nord 3. 13 4 5 70:37 43 2. Runde
2006/07 2. Bundesliga Nord 3. 13 2 7 37:26 41 Viertelfinale
2007/08 2. Bundesliga Nord 2. 12 7 3 36:18 43 Achtelfinale
2008/09 2. Bundesliga Nord 1. 19 2 1 59:18 59 2. Runde
2009/10 Bundesliga 12. 2 3 17 17:74 9 2. Runde
2010/11 2. Bundesliga Nord 11. 3 3 16 12:47 12 2. Runde
2011/12 Regionalliga Nordost 9. 7 4 11 44:54 25 1. Runde
Anmerkung: Grün unterlegte Spielzeiten kennzeichnen einen Aufstieg, rot unterlegte Spielzeiten einen Abstieg.

JugendBearbeiten

Die sportlich zurzeit erfolgreichsten Mannschaften werden von der Jugendabteilung gestellt: Von 2003/04 bis 2007/08 spielten Tennis Borussias A-Junioren in der U-19-Bundesliga (Staffel Nord/Nordost), der höchsten deutschen Spielklasse, der sie nach ihrem Wiederaufstieg in der Saison 2009/10 erneut angehörten.[18] Nach dem Abstieg in dieser Spielzeit, bestreitet die U-19 bis dato ihre Spiele in der der Regionalliga (Nord/Nordost), der zweithöchsten A-Junioren-Klasse. Seit 2007/08 gehört auch die B-Jugend der damals neu gegründeten Bundesliga an. Im Jahr 2008 verlieh der DFB der Nachwuchsabteilung von Tennis Borussia das Prädikat „Leistungszentrum“.

ErfolgeBearbeiten

  • Erreichen des DFB-Pokalfinales 2005 (A-Jugend)
  • Halbfinale um die deutsche B-Junioren-Meisterschaft 2007

Hans-Rosenthal-TeamBearbeiten

Das Hans-Rosenthal-Team (HRT) wurde 1950 unter anderem vom fußballbegeisterten Unterhalter Hans Rosenthal als Prominenten-Elf ins Leben gerufen und diente einigen Größen aus dem Showgeschäft dazu, ihre Freizeit sportlich zu gestalten. Später schloss sich das HRT dem Verein Tennis Borussia an, bei welchem Hans Rosenthal eine Zeit lang das Amt des Präsidenten ausübte. 1987 verstarb Rosenthal, und die Elf nahm seinen Namen an. Seither traten verschiedene Größen aus Sport (Jürgen Diefenbach, Axel Lange, Horst Lunenburg, Jo Rosen, Michael Brandt, Harald Oehme, Pelé, Fritz Walter), Menschen aus dem Showgeschäft (Udo Lindenberg, Wolfgang Gruner, Dieter Hildebrandt, Tony Marshall, Wolfgang Neuss, Maximilian Schell, Bernhard Brink, Karsten Speck, Jack White, Oskar), aus der Wirtschaft und der Wissenschaft im lila-weißen Trikot an, um Geld für die Hans-Rosenthal-Stiftung, die sich um in Not geratene Familien kümmert, zu sammeln. Das HRT bestreitet etwa 40 Spiele im Jahr.

Bekannte SpielerBearbeiten

TrainerBearbeiten

Bekannte ehemalige OffizielleBearbeiten

StadionBearbeiten

Heimat des Vereins, der als erster Berliner Fußballverein ganz Berlin ansprach und eben nicht kiezverhaftet war, ist seit Ende des Zweiten Weltkriegs das städtische Mommsenstadion, welches über eine Zuschauerkapazität von 12.795 Plätzen verfügt. Hintergrund für diese geografische Schwerpunktverlagerung ist, dass TeBe nach dem Zweiten Weltkrieg aus der SG Charlottenburg neu gegründet wurde, in der sich der Großteil von Aktiven des elitären Vereins zusammengefunden hatten. Dort spielen die ersten Mannschaften der Männer und Frauen sowie die B-Jugend. Das Stadion verfügt über eine moderne Flutlichtanlage und über eine elektronische Anzeigetafel.

Die Spiele der Jugend werden in den benachbarten Sportanlagen „Kühler Weg“ und „Hans Rosenthal“ ausgetragen. Die zweite Frauenmannschaft sowie der weibliche Nachwuchs spielen und trainieren auf der ebenfalls nahe gelegenen Julius-Hirsch-Sportanlage (früher: Sportanlage Eichkamp).

Im März 2008 gab TeBe Pläne bekannt, nach denen der Verein das Poststadion in Moabit sanieren und umbauen möchte. Das neue Stadion würde die denkmalgeschützten Teile des Poststadions in den Neubau integrieren und könnte über eine Kapazität von bis zu 16.000 Zuschauern verfügen.[19]

TischtennisBearbeiten

Die Tischtennissparte von Tennis Borussia wurde 1945 auf Initiative von Herbert Hausmann neu gegründet. Sie stellt seit Jahrzehnten (neben Hertha BSC) die erfolgreichste Herren-Mannschaft Berlins. Seit Gründung der Oberliga Nord Anfang der 1950er Jahre spielten die Veilchen in dieser damals höchsten deutschen Klasse. Als 1966 die Tischtennis-Bundesliga gegründet wurde, war TeBe in der Oberliga Zweiter hinter dem VfL Osnabrück geworden und durfte damit an der Bundesliga-Qualifikation teilnehmen. Es reichte jedoch nur zum dritten und letzten Platz hinter dem Post SV Augsburg und dem TTV Metelen, so dass der Aufstieg verpasst wurde. Ein Jahr später gelang der Sprung in die deutsche Eliteliga dann aber doch. Dort konnten sich Berliner jedoch nicht halten und mussten bereits 1968 wieder absteigen. In den beiden Folgejahren wurde TeBe erneut Meister der Oberliga und nahm an der Aufstiegsrunde teil, in der man jedoch beide male als Dritter scheiterte (1969 an der TGS Rödelheim und dem Mettmanner TV, 1970 am Meidericher TTC und an SV Weißblau-Allianz München). Nachdem 1974 (hinter dem VfL Osnabrück) und 1976 (hinter Hertha BSC) noch zweimal die Vizemeisterschaft im Norden erreicht wurde, begann ein schleichender Abwärtstrend, der 1980 zum Abstieg aus der inzwischen Regionalliga Nord genannten zweithöchsten Spielklasse führte. Erst Anfang der 1990er Jahre stellten sich wieder größere Erfolge bei Tennis Borussia ein. In der Saison 2005/06 schaffte man es schließlich, die Meisterschaft in der Regionalliga Nord für sich zu entscheiden und spielt seither in der Zweiten Bundesliga Nord. 2008 verzichtete man trotz des Erreichens von Platz zwei auf den Aufstieg in die 1. Liga.[20]

Bekannte Spieler waren Manfred Konieczka, Dieter Köhler, Günter Felske, Wolfgang Prandke, Michael Heene, Klaus Goerdel, Friedrich-Karl Brauns und Sascha Köstner. Der ebenfalls erfolgreichen Seniorenmannschaft gelang es mehrfach, den Titel des deutschen Mannschaftsmeisters zu erringen.

Literatur

  • Tennis Borussia – Neuköllner Talentschmiede, 75 Jahre Berliner Tischtennisverband e. V. – Chronik 1927–2002, 2002, Herausgeber: Berliner Tischtennisverband e. V., Berlin, Seite 28.

Weitere SportartenBearbeiten

Seit 1925 unterhält der Verein eine Abteilung Boxen. Eines ihrer Mitglieder war Erich Seelig.[21]

Die 1991 gegründete Abteilung Cheerleading wurde von der Formation „Spirit Fairies“ mit Leben gefüllt. Diese hat den Verein jedoch per 30. Juni 2007 geschlossen verlassen und ist der Betriebssportabteilung des Bezirksamtes Tempelhof-Schöneberg beigetreten.

Seit 2008 wird bei TeBe auch Futsal gespielt. Die beiden Teams treten in der Verbandsliga bzw. in der Bezirksliga an.

LogohistorieBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Berliner Tennis-Club Borussia (Hrsg.): 100 Jahre Tennis Borussia Berlin. Eine Chronik. Powerplay-Verlag, Berlin 2002, ISBN 3-9804611-9-X.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Tennis Borussia Berlin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. tebe.de: Das ist TeBe
  2. TeBe meldet Insolvenz an auf kicker.de
  3. Verein stellt Insolvenz-Antrag auf der offiziellen Internetpräsenz des Vereins
  4. Weiter geht’s! auf der offiziellen Internetpräsenz des Vereins.
  5. Vereinschronik Seite 10
  6. Vereinschronik Seite 78
  7. tebe.de: Mommsenstadion
  8. TeBe-Geschichten (Memento des Originals vom 17. Oktober 2015 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/geschichten.tebe.de
  9. 100 Jahre Tennis Borussia Berlin. Eine Chronik. Berlin, 2002. S. 53.
  10. 100 Jahre Tennis Borussia Berlin. Eine Chronik. Berlin, 2002. S. 55.
  11. morgenpost.de
  12. Sebastian Stier: Brdaric soll TeBe in die vierte Liga führen. (morgenpost.de [abgerufen am 6. September 2017]).
  13. T.B. verlässt TeBe. Abgerufen am 28. August 2018.
  14. Trainer-Aus bei TeBe – Geht Brdaric nach Erfurt? In: kicker. Abgerufen am 28. August 2018 (deutsch).
  15. Brdaric-Nachfolger: Kutrieb neuer TeBe-Trainer. In: kicker. Abgerufen am 28. August 2018 (deutsch).
  16. tebe.de: Mommsenstadion
  17. Hallentitel erfolgreich verteidigt bei tebe.de.
  18. A-Junioren-Bundesliga Nord/Nordost 2009/10, der 26. Spieltag. In: kicker online. Abgerufen am 18. Mai 2016.
  19. Mitteilung auf der Homepage von TeBe mit Standort- und Nutzungsstudie zum Download
  20. Zeitschrift tischtennis, 2012/3 S. 43.
  21. Information des Vereins

Koordinaten: 52° 30′ 1,5″ N, 13° 15′ 50,2″ O