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Rudi Gutendorf

deutscher Fußballspieler und -trainer

Rudolf „Rudi“ Gutendorf (* 30. August 1926 in Koblenz) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler und -trainer. Er gilt als der Trainer mit den meisten internationalen Engagements und steht als solcher auch im Guinness-Buch der Rekorde. Aufgrund seiner vielen Trainerstationen und seiner langen Trainerkarriere wird Gutendorf auch Rudi Rastlos genannt.

Rudi Gutendorf
Dieter Danzberg und Rudi Gutendorf (2011).jpg
Gutendorf (rechts) mit Dieter Danzberg (2011)
Personalia
Name Rudolf Gutendorf
Geburtstag 30. August 1926
Geburtsort KoblenzDeutschland
Position Rechtsaußen
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1944–1954 TuS Neuendorf
Stationen als Trainer
Jahre Station
1946–1954 SV Rengsdorf
Rot-Weiß Koblenz
VfB Lützel
SV Braubach
1955 FC Blue Stars Zürich
1955–1960 FC Luzern
1961 US Monastir
1962–1963 TSV Marl-Hüls
1963–1964 Meidericher SV
1965–1966 VfB Stuttgart
1966–1968 St. Louis Stars
1968 Bermuda
1968–1970 FC Schalke 04
1970–1971 Kickers Offenbach
1972 Sporting Cristal
1973 Chile
1974 TSV 1860 München
1974 Bolivien
1974 Club Bolívar
1975 Real Valladolid
1975–1976 SC Fortuna Köln
1976 Trinidad und Tobago
1976 Grenada
1976 Antigua und Barbuda
1976 Botswana
1976–1977 Tennis Borussia Berlin
1977 Hamburger SV
1978–1980 Australien
1981 Nepal
1981 Tonga
1981 Tansania
1981–1982 Young Africans FC
1982–1984 FC Yomiuri
1985 Ghana
1985 Nepal
1986 Hertha BSC
1987 Fidschi
1988 Iran, Olympia
1991–1992 China, Olympia
1994–1995 Simbabwe
1997 Mauritius
1999–2000 Ruanda
2003 Samoa U-23
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

Inhaltsverzeichnis

WerdegangBearbeiten

Als SpielerBearbeiten

Während seiner aktiven Spielerzeit bestritt Rudi Gutendorf rund 90 Oberligaspiele, meist als Rechtsaußen für TuS Neuendorf und trainierte schon zu dieser Zeit unterklassige Vereine aus dem Koblenzer Einzugsgebiet. Der in Neuendorf geborene Gutendorf spielte von frühester Jugend an Fußball. Jupp Gauchel, 1936 erstmals in die Nationalmannschaft nominiert, wurde zu seinem großen Vorbild. Der talentierte Jugendspieler der TuS wurde öfters in die damalige Gebietsauswahl-Mannschaft berufen und nahm mit 16 Jahren am Training der 1. Mannschaft teil. Durch die Kriegsumstände bedingt, laufend waren Spieler an die Front abgestellt, kam er noch als 16-Jähriger in einem Spiel der Wettkampfmannschaft von Neuendorf zum Einsatz. Bei einem 5:4-Erfolg gegen den VfR Mannheim spielte er auf Rechtsaußen an der Seite von Nationalspieler Gauchel und erzielte einen Treffer. Nach diesem Spiel durfte er fast jeden Sonntag auf der Rechtsaußen-Position, die mit der Zeit seine Stammposition wurde und die er bei der TuS bis 1952 behalten sollte, mitwirken. Anfangs in der Gauliga Moselland, nach dem Zweiten Weltkrieg in der Oberliga Südwest. 17-jährig bestritt der Nachwuchsspieler am 16. April 1944 bei einer 0:5-Auswärtsniederlage beim FC Schalke 04 sein erstes Spiel in der Endrunde um die deutsche Fußballmeisterschaft[1]. Auch nach dem 1944 erfolgten Einzug in die Wehrmacht spielte Gutendorf fast ausschließlich Fußball, wurde laufend beurlaubt und nicht zur Front abgestellt. Auch in der Gefangenschaft hatte er Glück, in einer Mannschaft spielen zu können. Nach der Rückkehr nach Neuendorf konnte er fast sofort wieder mit dem Fußball beginnen. Jupp Gauchel agierte als Spielertrainer und die TuS hatte große Erfolge zu verzeichnen.[2] Als Krönung[3] dieser Erfolge bezeichnet Gutendorf das Spiel in der Endrunde um die deutsche Fußballmeisterschaft 1947/48 am 18. Juli 1948 im Dortmunder Stadion Rote Erde, gegen den klar favorisierten Hamburger SV, wo der Meister der britischen Zone mit anerkannten Könnern wie Walter Warning, Friedo Dörfel, Heinz Werner, Erwin Reinhardt, Erwin Seeler, Richard Dörfel, Edmund Adamkiewicz und Heinz Spundflasche[4] angetreten war. Mit zwei Treffern von Jakob Miltz, er spielte auf Halbrechts im damaligen WM-System an der Seite von Rechtsaußen Gutendorf, gewann Neuendorf das Vorrundenspiel und stand damit im Halbfinale der ersten deutschen Meisterschaft nach Ende des Zweiten Weltkriegs.

Sein letztes Oberligaspiel mit Neuendorf bestritt der Rechtsaußen am 19. August 1951 – das Startspiel der Saison 1951/52 – bei einem 1:1-Auswärtsremis bei Eintracht Trier. Danach zwang ihn eine Lungenerkrankung zur Unterbrechung seiner Laufbahn, die er dann in der Schweiz als Spielertrainer bei Blue Stars Zürich in der Nationalliga B und beim FC Luzern (Aufstieg 1957/58, Schweizer Cupsieger 1960) fortsetzte.

Nach dem Ende der aktiven Karriere 1953 nahm er an einem Trainerlehrgang unter Sepp Herberger teil und erhielt 1954 die DFB-Trainerlizenz Nr. 330. Bruder Werner (* 1. März 1929 – † 1995) war ebenfalls Oberligaspieler und trat als Torhüter für TuS Neuendorf und FC Bayern München an[5].

Als TrainerBearbeiten

Die Liste seiner Trainertätigkeit weist 54 Stationen auf, die er häufig nur kurze Zeit innehatte. Darunter sind Tätigkeiten als Nationaltrainer in Australien, Bolivien, Trinidad und Tobago, der Volksrepublik China, Fidschi, Tonga, Tansania, Nepal und Ruanda. Seinen größten Erfolg als Nationaltrainer erreichte er mit Chile, durch den Sieg in der Gruppe 3 der südamerikanischen Qualifikation qualifizierte es sich für das Interkontinentale Play-Off gegen die UdSSR um die Teilnahme an der Weltmeisterschaft 1974. Zwei Wochen vor dem Hinspiel in Moskau musste Gutendorf als Freund Salvador Allendes wegen des Putsches in Chile 1973 das Land und die Mannschaft verlassen.[6] In der Bundesliga war er für die Vereine Meidericher SV (heute MSV Duisburg), VfB Stuttgart, FC Schalke 04, Kickers Offenbach, Tennis Borussia Berlin, Hamburger SV sowie dem TSV 1860 München (damals 2. Liga) als Trainer aktiv. Insgesamt saß er in der Ersten Bundesliga 227-mal auf der Trainerbank (82 Siege, 60 Unentschieden, 85 Niederlagen, 327:374 Tore).

Begonnen hatte die Trainerkarriere im deutschen Spitzenfußball im letzten Jahr der alten erstklassigen Oberliga, 1962/63, beim TSV Marl-Hüls in der Oberliga West. Die Blau-Weißen aus dem nördlichen Ruhrgebiet waren 1959/60 in die Erstklassigkeit der Oberliga West aufgestiegen. Der aus Tunesien in die Bundesrepublik zurückgekehrte Neuendorfer eröffnete mit Marl-Hüls am 18. August 1962 mit einer 1:11-Auswärtsniederlage bei Borussia Dortmund die Verbandsrunde. Am Rundenende belegte er mit den „Blauen Funken“ mit 37:69 Toren und 18:42 Punkten den 16. Rang. Damit hatte das Team um den späteren Bundesligastar Heinz van Haaren die meisten Gegentore[7] bekommen, gemeinsam mit Viktoria Köln, das aber unter Trainer Hennes Weisweiler mit 81 Toren auch die meisten Treffer auf dem 8. Rang erzielt hatte. Von einer speziellen Abwehrtaktik zur Vermeidung von vielen Gegentoren war in Marl-Hüls wie auch bei Viktoria Köln in dieser Saison nichts zu sehen gewesen. Der Jungtrainer bekam die Trainerstelle beim Meidericher SV; die „Zebras“ hatten unter Trainer Willi Multhaup überraschend den 3. Rang belegt und wurden damit für die neue Bundesliga ab 1963/64 nominiert. Multhaup kostete seinen Erfolg in der Wedau nicht aus, er unterschrieb bei Werder Bremen und wechselte in den Norden, wo er 1965 mit dem Team vom Weserstadion deutscher Meister wurde. Bei der Nachfolgefindung traf sich der damals 35-Jährige direkt mit Josef Schwickert, dem 2. Vorsitzenden des MSV, in einer bekannten Kölner Kneipe zu Vertragsverhandlungen. Beide waren sich so schnell einig, dass die Vertragsmodalitäten auf der Speisekarte des Hauses „Maria im Bildchen“ notiert wurden[8]. Gutendorf übernahm eine gewachsene Mannschaft, die mit dem Techniker und Spielmacher Werner Krämer einen der neuen Helden der Bundesliga in ihren Reihen hatte. Bei den Neuzugängen glückte mit der Verpflichtung des Torhüterrießen Manfred Manglitz ein Volltreffer, aber auch die acht Treffer des 54er-Weltmeisters Helmut Rahn trugen zum guten Start in die Bundesligaära bei. Durch seine taktische Maßnahme die Verteidigerposten mit den zwei offensivstarken Spielern Hartmut Heidemann und Johann Sabath zu besetzen, legte er den Grundstein für das bald gefürchtete „Rollsystem“ des MSV. Die Angreifer waren nicht lediglich in der Offensive, die Abwehrspieler dagegen auch nicht lediglich in der Defensive beschäftigt. Das erste Opfer wurde am Starttag, den 24. August 1963, der Karlsruher SC im heimischen Wildparkstadion vor erwartungsvollen 40.000-Zuschauern. Zur Halbzeit führten das Gutendorf-Team bereits mit 3:1 und war beim 4:1-Erfolg in keinster Weise gefährdet.

Aufgrund der Defensiv-Taktik, mit der er mit dem Meidericher SV in der ersten Bundesliga-Saison der Geschichte 1963/64 die Vizemeisterschaft erreichte, erlangte er den Spitznamen „Riegel-Rudi“. Mit 36 Gegentoren stellte Meiderich die beste Defensive[9]. Abgerundet wurde die Saison 1963/64 – die als beste Bundesligasaison des Vereins in die Vereinshistorie eingeht – durch eine Nordamerikareise der Gutendorf-Truppe. Auf Vermittlung des Trainers ist der „USA-Ausflug“ möglich geworden. Absoluter Höhepunkt sind dabei drei Spiele gegen den englischen Spitzenclub FC Liverpool, von denen man zwei gewinnen konnte[10].

In der Rückrunde 1964/65 erfolgt die Trennung zwischen Gutendorf und Meiderich: Erst wird mit Hermann Eppenhoff am 5. Februar 1965 bereits der Nachfolger bekannt gegeben, dann wird er 37-Jährige am 20. Februar mit sofortiger Wirkung zunächst beurlaubt, schließlich fristlos entlassen. In einem Streitgespräch mit dem kommissarischen Vorsitzenden Tiefenbach soll er beleidigend geworden sein. Gutendorfs Assistent „Ömmes“ Schmidt übernimmt die Trainingsleitung. Hauptgrund für die Entlassung von Rudi Gutendorf ist dessen bevorzugtes 4-2-4-Spielsystem. Vielen Verantwortlichen ist der „Schweizer Riegel“ ein Dorn im Auge, dabei kopierten viele deutsche Mannschaften diesen mittlerweile erfolgreich[11].

Über Ruanda und Samoa zurück in die Heimat (1999 bis 2016)Bearbeiten

Am 23. Januar 1999 trainierte und betreute Gutendorf in Hachenburg erstmals die von ihm zusammengestellte „Lotto-Elf“,[12] eine Benefizmannschaft von Lotto Rheinland-Pfalz, bestehend aus Prominenten und ehemaligen Fußballspielern wie Horst Eckel, Wolfgang Kleff, Stefan Kuntz und Wolfgang Overath. Im August 1999 war Bernard Makuza, damaliger Botschafter des rheinland-pfälzischen Partnerlandes Ruanda, bei einem Benefizspiel der Mannschaft anwesend; infolge dieses Kontaktes wurde Gutendorf darum gebeten, die ruandische Nationalmannschaft bei einem im Oktober beginnenden sechswöchigen Trainingslager in Bitburg zu coachen.[13] Während dieses Aufenthaltes, bei dem acht Nationalspieler nach Belgien flüchteten und dort politisches Asyl begehrten, betreute der Deutsche tatsächlich die „Amavubi“, die unter anderem zu einem Testspiel gegen den Zweitligisten 1. FSV Mainz 05 (0:3) antraten.[14] In dem vom Völkermord sechs Jahre zuvor gespaltenen Land bereitete Gutendorf, ausgestattet mit einem Viermonatsvertrag,[15] die Nationalmannschaft um Désiré Mbonabucya auf die erste Runde der Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2002 vor. Im Hinspiel erreichte die Mannschaft des Weltranglisten-148. am 9. April 2000 im heimischen Stade Amahoro dank Treffern von Hassan Mili und Julien Nsengiyumva überraschend ein 2:2-Unentschieden gegen die Elfenbeinküste, die Nummer 47 der Welt.[16] Beim Rückspiel zwei Wochen später unterlag man den ivorischen „Elefanten“ um Didier Zokora und Ibrahima Bakayoko mit 0:2,[17] womit Ruanda die Weltmeisterschafts-Qualifikation verpasste. Zur Ost- und Zentralafrikameisterschaft, die im November 2000 in Uganda stattfand, kehrte der Deutsche als Nationaltrainer zurück und führte die Mannschaft nach Spielen gegen Uganda B (2:3), Kenia (2:1), Eritrea (1:1), Uganda A (1:3) und Äthiopien (1:1 n. V., 2:4 i. E.) zum vierten Platz.[18][19] Gutendorf trat anschließend von seinem Posten zurück,[20] sein Nachfolger wurde Longin Rudasingwa.[21]

Bereits Mitte 2001 lag Gutendorf ein Angebot vor, als Trainer auf der Südseeinsel Samoa zu arbeiten.[22] Im Februar und März 2003 weilte er dort etwa einen Monat lang,[23] nach einem Trainerlehrgang sollte sich Gutendorf bei dem ursprünglich auf acht Wochen angelegten Aufenthalt der samoanischen U-23-Nationalmannschaft mit Blick auf die (zehn Monate später unter David Brand gescheiterte) Qualifikation zum olympischen Fußballturnier annehmen.[24] Die Kosten für Übernachtungen und Verpflegung übernahm die Football Federation Samoa (FFS), während die Flüge vom Deutschen Fußball-Bund gezahlt wurden.[25]

Am 3. August 2003 wechselte sich der 76-Jährige bei einem 11:4-Sieg der „Lotto-Elf“ über eine Altherrenmannschaft in Cochem zum einzigen Mal selbst ein und verschoss einen Elfmeter.[26] Bis zum Juli 2013[27] stand Gutendorf bei insgesamt 132 Spielen der Mannschaft als Trainer an der Seitenlinie.[28] Im August 2012 bot sich Gutendorf als Trainer und Sportdirektor seines ehemaligen Vereins MSV Duisburg an, nachdem dieser mit zwei Niederlagen in die Zweitligasaison gestartet war;[29] die Offerte wurde jedoch abgelehnt. Im Oktober 2016 wurde Gutendorf zum „Ehren-Coach“ von TuS Koblenz International, der neu gegründeten und ausschließlich aus Flüchtlingen bestehenden dritten Mannschaft der TuS Koblenz; die Medien bezeichneten dies als seine 56. Trainerstation.[30]

PersönlichesBearbeiten

Während seiner Trainerzeit beim VfB Stuttgart lernte Gutendorf über seinen Freund Erwin Lehn das Fotomodell Ute Pelzer, eine Fabrikantentochter, kennen.[31] Auf Drängen amerikanischer Frauenverbände[32] heiratete das Paar im August 1967 in der Kathedralbasilika St. Louis.[33] In jener Zeit, als der Deutsche chilenischer Nationaltrainer war, trennte sich das Ehepaar und ließ sich scheiden.[34] Während seiner Amtszeit als Nationaltrainer der „Socceroos“ heirateten Gutendorf und Pelzer ein zweites Mal; diese Ehe war allerdings nicht von langer Dauer.[35] In Australien lernte der Deutsche auch seine heutige Ehefrau kennen, die in Sydney geborene und 36 Jahre jüngere Marika; das Paar hat einen gemeinsamen, Ende 1989 geborenen Sohn (Fabian).[36]

Gutendorf spricht eigenen Angaben zufolge neben Deutsch auch Englisch, Französisch und Spanisch.[37] Er lebt heute in Neustadt (Wied) im Westerwald.[38][39]

Ehrungen und AuszeichnungenBearbeiten

„Rudi Gutendorf hat in hervorragender Weise als Entwicklungshelfer im sportlichen Bereich das Ansehen der Bundesrepublik Deutschland im Ausland gefördert.“

Ordensbegründung (1997)[40]

„Rudi Gutendorf hat als Weltenbummler und Botschafter des Fußballsports in einem über 50 Jahre währenden Einsatz einen wichtigen Beitrag zur Völkerverständigung geleistet.“

Ordensbegründung (2011)[43]
  • 2014: Ehrenurkunde der Initiative Deutscher Fußball Botschafter für den „unermüdlichen Einsatz als Trainer von mehr als fünfzig Teams in aller Welt“, am 5. Mai 2014 in Berlin durch den Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier überreicht[44]
  • 2014: Altstadtpreis des Koblenzer Bürgervereins, am 6. Juli 2014 überreicht[41]

Weltrekord mit „55 Trainerstationen“Bearbeiten

Viele Medien berichten übereinstimmend von 55 Trainerstationen Gutendorfs zwischen 1946 und 2003.[37][38][45][46] Für die 50. (unten gelistete) Trainerstation erhielt er eigenen Angaben zufolge einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde.[47] Diese Zahl beruht mutmaßlich auf den eigenen Darstellungen Gutendorfs; die nachfolgende Tabelle verzeichnet alle Stationen wie auf der Website gutendorf-rudi.de und in der Autobiografie Mit dem Fußball um die Welt angegeben:[48]

  1. 1946–1954: SV Rengsdorf
  2. Rot-Weiß Koblenz
  3. VfB Lützel
  4. SV Braubach
  5. TuS NeuendorfA
  6. 1955: FC Blue Stars Zürich (Schweiz)
  7. 1955–1960: FC Luzern (Schweiz)
  8. 1961: US Monastir (Tunesien)
  9. 1962–1963: TSV Marl-Hüls
  10. 1963–1964: Meidericher SV
  11. 1965–1966: VfB Stuttgart
  12. 1966–1968: St. Louis Stars (Vereinigte Staaten)
  13. 1968: Nationaltrainer Bermuda
  14. 1968–1970: FC Schalke 04
  1. 1970–1971: Kickers Offenbach
  2. 1972: Sporting Cristal (Peru)
  3. 1973: Nationaltrainer Chile
  4. 1974: TSV 1860 München
  5. 1974: Hallen-Fußball-WM-Manager
  6. 1974: Nationaltrainer Bolivien
  7. 1974: Club Bolívar (Bolivien)
  8. 1974: Venezuela (Trainerausbilder)B
  9. 1975: Real Valladolid (Spanien)
  10. 1975–1976: SC Fortuna Köln
  11. 1976: Nationaltrainer Trinidad und Tobago
  12. 1976: Nationaltrainer Grenada
  13. 1976: Nationaltrainer Antigua
  14. 1976: Nationaltrainer Botswana
  1. 1976–1977: Tennis Borussia Berlin
  2. 1977: Hamburger SV
  3. 1978–1980: Nationaltrainer Australien
  4. 1980: Philippinen (FIFA Lecture)
  5. 1980: Nouméa (Neukaledonien, Trainerausbilder)B
  6. 1981: Fidschi (Trainerausbilder)
  7. 1981: Nationaltrainer Nepal (und Trainerausbilder)
  8. 1981: Nationaltrainer Tonga
  9. 1981: Nationaltrainer Tansania
  10. 1981–1982: Yanga Daressalam (Tansania)
  11. 1982: Arusha (Tansania, Trainerausbilder)
  12. 1982–1984: Yomiuri Nippon FC (Japan)
  13. 1984: Hertha BSC
  14. 1984: São Tomé und Príncipe (Trainerausbilder)
  1. 1985: Nationaltrainer Ghana
  2. 1985: Nationaltrainer Nepal
  3. 1986: Nepal (Trainerausbilder)
  4. 1987: Fidschi (Trainerausbilder)
  5. 1987: Nationaltrainer Fidschi
  6. 1988: Volksrepublik China (Trainerausbilder)
  7. 1988: Olympia-Nationaltrainer Iran
  8. 1991–1992: Olympia-Nationaltrainer China
  9. 1994–1995: Nationaltrainer Simbabwe
  10. 1997: Nationaltrainer Mauritius (und Sunrise Flacq United)
  11. 1998: TuS Koblenz (Sportdirektor)
  12. 1999–2000: Nationaltrainer Ruanda
  13. 2003: Nationaltrainer Samoa
A Diese Trainerstation ist lediglich auf der Website aufgeführt und fehlt in der Autobiographie.
B Auf der Website wird hingegen bei den Stationen in Venezuela und Neukaledonien jeweils „Nationaltrainer“ angegeben, Sekundärquellen haben dies übernommen.[49]

Literatur und VeröffentlichungenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Klaus Querengässer: Die Deutsche Fußballmeisterschaft, Teil 1: 1903–1945. Agon Sportverlag. Kassel 1997. ISBN 3-89609-106-9. S. 225
  2. Werner Skretny (Hrsg.): Teufelsangst vorm Erbsenberg. Die Geschichte der Oberliga Südwest 1946–1963. Klartext Verlag. Essen 1996. ISBN 3-88474-394-5. S. 82
  3. Werner Skretny (Hrsg.): Teufelsangst vorm Erbsenberg. Die Geschichte der Oberliga Südwest 1946–1963. Klartext Verlag. Essen 1996. ISBN 3-88474-394-5. S. 83
  4. Klaus Querengässer: Die Deutsche Fußballmeisterschaft, Teil 2: 1948–1963. Agon Sportverlag. Kassel 1997. ISBN 3-89609-107-7. S. 58
  5. Lorenz Knieriem, Hardy Grüne: Spielerlexikon 1890–1963. Agon Sportverlag. Kassel 2006. ISBN 978-3-89784-148-2. S. 122
  6. Tobias Börner: 1973: Rudi Gutendorf unter Beschuss »Ich hatte Todesangst« In: Ergänzung zu 11 FreundeSpezial: 70er – Das waren die Siebziger, 30. August 2010 ([1]).
  7. Ralf Piorr (Hrsg.): Der Pott ist rund. Das Lexikon des Revier-Fußballs: Die Chronik von 1945 bis 2005. Band 1. Klartext Verlag. Essen 2005. ISBN 3-89861-358-5. S. 78/79
  8. MSV Duisburg (Hrsg.): MSV Duisburg. Die Chronik. Gert Wohlfarth GmbH. Duisburg 2005. ISBN 3-87463-391-8. S. 80
  9. Matthias Weinrich: Enzyklopädie des deutschen Ligafußballs. 35 Jahre Bundesliga, Teil 1: Die Gründerjahre 1963–1975. Agon Sportverlag. Kassel 1998. ISBN 3-89784-132-0. S. 13
  10. MSV Duisburg (Hrsg.): MSV Duisburg. Die Chronik. Gert Wohlfarth GmbH. Duisburg 2005. ISBN 3-87463-391-8. S. 82
  11. MSV Duisburg (Hrsg.): MSV Duisburg. Die Chronik. Gert Wohlfarth GmbH. Duisburg 2005. ISBN 3-87463-391-8. S. 87
  12. Mit dem Fußball um die Welt (2002), S. 11.
  13. Mit dem Fußball um die Welt (2002), S. 12–13.
  14. Rhein-Zeitung vom 9. und 26. November 1999.
  15. Mit dem Fußball um die Welt (2002), S. 29.
  16. Mit dem Fußball um die Welt (2002), S. 24–25.
  17. Barrie Courtney: 2000 Matches: Africa. In: rsssf.com (2. Februar 2005).
  18. East and Central African Championship (CECAFA): Uganda, Nov 18-Dec 2, 2000. In: rsssf.com (29. November 2018).
  19. Mit dem Fußball um die Welt (2002), S. 30–31.
  20. Rwanda National Soccer Team's German Coach Resigns. In: allafrica.com (4. Dezember 2000).
  21. Godfrey Munyaneza: Who is to blame for Amavubi’s poor run? In: newtimes.co.rw (3. November 2018).
  22. Rhein-Zeitung vom 11. Juni und 22. Oktober 2001.
  23. Rhein-Zeitung vom 15. Februar und 25. März 2003.
  24. Ralf Jarkowski: Rudi Gutendorf: Aufstieg zum «König von Samoa». In: mz-web.de (25. Februar 2003).
  25. Rhein-Zeitung vom 12. April 2003.
  26. Rhein-Zeitung vom 4. August 2003.
  27. Rhein-Zeitung vom 1. August 2013.
  28. Lotto-Elf: Bilanzheft 2017. In: sv-laudert.de, abgerufen am 16. August 2019.
  29. Udo Muras: Duisburg-Trainer? Rudi Gutendorf (85) steht bereit. In: welt.de (14. August 2012).
  30. Dennis Smandzich: Rudi Gutendorf: 90 Jahre, 56 Trainerstationen. In: fussball.de (22. Oktober 2016).
  31. Ich bin ein bunter Hund (1989), S. 104–107.
  32. Scheck und Schock. In: Der Spiegel vom 31. August 1971, S. 111–112.
  33. Stars in Wunderbar Wedding. In: St. Louis Post-Dispatch vom 28. August 1967, S. 36.
  34. Ich bin ein bunter Hund (1989), S. 191–192.
  35. Ich bin ein bunter Hund (1989), S. 278.
  36. Rudi Internazionale. In: gutendorf-rudi.de, abgerufen am 16. August 2019.
  37. a b Michael Ryberg: 55 Stationen in 30 Ländern: Rudi Gutendorf wird 90 Jahre. In: reviersport.de (29. August 2016).
  38. a b 55 Trainer-Stationen — ein Weltenbummler wird 90. In: rp-online.de (30. August 2016).
  39. Station 56: Neustadt (Wied)-Telegraf. In: optischertelegraph4.de, abgerufen am 16. August 2019.
  40. Verdienstkreuz am Bande: Ehrung durch Ministerpräsident Kurt Beck. In: gutendorf-rudi.de, abgerufen am 16. August 2019.
  41. a b Altstadtpreis 2014 an Rudi Gutendorf verliehen. In: cdu-koblenz.de, abgerufen am 16. August 2019.
  42. Rhein-Zeitung vom 9. Dezember 2006.
  43. Ministerpräsident Beck würdigt fünf verdiente Rheinland-Pfälzer. In: rlp.de (22. März 2011).
  44. Grußwort von Außenminister Frank-Walter Steinmeier anlässlich der Preisverleihung „Deutscher Fußballbotschafter 2014“ im Lichthof des Auswärtigen Amts. In: auswaertiges-amt.de (5. Mai 2014).
  45. Levent Aktoprak: Erlebte Geschichten mit "Riegel-Rudi" Gutendorf. In: wdr.de (29. Mai 2003).
  46. Axel Ruppert: Die Weltreise des "Rudi Rastlos". In: uefa.com (21. Januar 2015).
  47. Rudi Gutendorf: Diplomat im Trainingsanzug. In: gutendorf-rudi.de, abgerufen am 16. August 2019.
  48. Alle Stationen Rengsdorf nach Ruanda. In: gutendorf-rudi.de, abgerufen am 16. August 2019; Mit dem Fußball um die Welt (2002), S. 382–383.
  49. Die deutschen Nationaltrainer im Ausland. In: dfb.de, abgerufen am 16. August 2019.