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Alfred „Aki“ Schmidt (* 5. September 1935 in Dortmund; † 11. November 2016 ebenda) war ein deutscher Fußballspieler und -trainer.

Aki Schmidt
Alfred schmidt fussballer.jpg
Aki Schmidt im Jahr 2008
Personalia
Name Alfred Schmidt
Geburtstag 5. September 1935
Geburtsort DortmundDeutschland
Sterbedatum 11. November 2016
Sterbeort DortmundDeutschland
Größe 179 cm
Position Mittelfeldspieler
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
0000–1956 SpVg Berghofen
1956–1968 Borussia Dortmund 276 (76)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1957–1964 Deutschland 25 0(8)
Stationen als Trainer
Jahre Station
1968–1970 SSV Jahn Regensburg
1970–1971 Kickers Offenbach
1971–1972 Preußen Münster
1972–1973 FK Pirmasens
1973–1975 SSV Jahn Regensburg
1990–1992 SSV Jahn Regensburg
1993–1994 SSV Jahn Regensburg
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.
Aki Schmidt erzielt am 3. April 1957 bei seinem Länderspiel-Debüt gegen die Niederlande das 2:1 für die deutsche Nationalmannschaft

Inhaltsverzeichnis

Karriere als SpielerBearbeiten

1956 wechselte der Mittelfeldspieler vom Dortmunder Vorortverein SpVg Berghofen zu Borussia Dortmund und wurde mit diesem Verein 1956, 1957 und 1963 Deutscher Meister sowie 1965 DFB-Pokalsieger; 1966 gewann er den Europapokal der Pokalsieger. Insgesamt absolvierte er für den BVB 195 Einsätze (57 Tore) in der Oberliga West und 81 Einsätze (19 Tore) in der Bundesliga.

Ausgerechnet ein Karrierehöhepunkt wurde zu einer seiner größten persönlichen Enttäuschungen: 1957 wurde er – als Stammspieler des BVB und aktueller Nationalspieler – im Finale um die deutsche Meisterschaft gegen den Hamburger SV nicht eingesetzt, weil Trainer Helmut Schneider die exakt gleiche Elf auflaufen lassen wollte, die im Vorjahr den Titel geholt hatte.

In der Nationalmannschaft spielte er zwischen 1957 und 1964 insgesamt 25-mal.[1] 1958 wurde er mit der Nationalmannschaft Vierter bei der Fußballweltmeisterschaft in Schweden. Schmidt war der erste BVB-Spieler, der Kapitän der Nationalmannschaft war.[2]

Karriere als TrainerBearbeiten

Noch während seiner aktiven Zeit begann Schmidt ab 1966 an der Sporthochschule Köln damit, sein Trainerdiplom zu erwerben.[2] Nach seiner Spielerlaufbahn betätigte er sich dann als Trainer. Von 1970 bis 1971 trainierte er Kickers Offenbach und gewann mit dem Verein 1970 den DFB-Pokal. Dabei besiegte er im Achtelfinale seinen alten Verein Dortmund. Beim unterklassigen SSV Jahn Regensburg trainierte er 1968–1970, 1973–1975, 1990–1992 (nach 15 Jahren Abstinenz als Trainer) und 1993–1994. Mit dem Verein gelang ihm unter anderem der Aufstieg in die 2. Bundesliga und später der Aufstieg von der vierten in die dritte Spielklasse. Er wurde in Regensburg zum „Jahrhunderttrainer“ der Vereinsgeschichte erkoren. Weitere Trainerstationen waren unter anderem in der Saison 1971/72 Preußen Münster und von 1972/73 der FK Pirmasens.

Nach der KarriereBearbeiten

Schmidt lebte zeitweise in Burglengenfeld bei Regensburg und arbeitete dort als Sportlehrer. Von 1997 bis 2007 war er Fanbeauftragter bei Borussia Dortmund; bis ins hohe Alter veranstaltete er u. a. Führungen durch das Dortmunder Stadion. Des Weiteren war er von November 2007 bis 2013 Kassenprüfer des Vereins.[3][4]

PrivatesBearbeiten

Schmidt war Sohn eines Stahlarbeiters des Hörder Bergwerks- und Hütten-Vereins.[5] Er war verheiratet und hatte zwei Söhne.

Er hatte Gastauftritte in der RTL-Krimi-Fernsehserie Balko. Zuletzt lebte Aki Schmidt im Dortmunder Vorort Neuasseln.

ErfolgeBearbeiten

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Hermann Beckfeld: Aki, der Junge aus Berghofen. In: Hermann Beckfeld (Hrsg.): … der Boss spielt im Himmel weiter. Fußball-Geschichten aus dem Ruhrgebiet. Verlag Henselowsky Boschmann, Bottrop 2006, ISBN 3-922750-62-1.
  • Dietrich Schulze-Marmeling: Das Borussia-Dortmund-Lexikon. die Werkstatt, Göttingen 2007, ISBN 978-3-89533-584-6.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Matthias Arnhold: Alfred 'Aki' Schmidt - Goals in International Matches. RSSSF. 1. Dezember 2016. Abgerufen am 8. Dezember 2016.
  2. a b Schulze-Marmeling: Das Borussia-Dortmund-Lexikon; S. 152
  3. Viel Lob für Aki Schmidt auf der Weihnachtsfeier der BVB-Fanclubs. Online auf bvb.de, abgerufen am 28. Februar 2015
  4. Der „Held von Auxerre“ prüft die Kasse. Online auf bvb.de, abgerufen am 28. Februar 2015
  5. Schulze-Marmeling: Das Borussia-Dortmund-Lexikon; S. 151