Burglengenfeld

Gemeinde in Deutschland

Burglengenfeld ist eine Stadt im Oberpfälzer Landkreis Schwandorf in Ostbayern.

Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Burglengenfeld
Burglengenfeld
Deutschlandkarte, Position der Stadt Burglengenfeld hervorgehoben

Koordinaten: 49° 12′ N, 12° 2′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Schwandorf
Höhe: 355 m ü. NHN
Fläche: 93,26 km2
Einwohner: 13.687 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 147 Einwohner je km2
Postleitzahl: 93133
Vorwahl: 09471
Kfz-Kennzeichen: SAD, BUL, NAB, NEN, OVI, ROD
Gemeindeschlüssel: 09 3 76 119
Stadtgliederung: 48 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 2–6
93133 Burglengenfeld
Website: www.burglengenfeld.de
Erster Bürgermeister: Thomas Gesche (CSU[2])
Lage der Stadt Burglengenfeld im Landkreis Schwandorf
AltendorfBodenwöhrBruck in der OberpfalzBurglengenfeldDieterskirchenFensterbachGleiritschGuteneckMaxhütte-HaidhofNabburgNeukirchen-BalbiniNeunburg vorm WaldNiedermurachNittenauOberviechtachPfreimdSchmidgadenSchönseeSchwandorfSchwarzachSchwarzenfeldSchwarzhofenStadlernSteinberg am SeeStullnTeublitzTeunzThansteinTrausnitzWackersdorfWeidingWernberg-KöblitzWinklarnWolferloheBayernLandkreis Amberg-SulzbachLandkreis RegensburgLandkreis Neumarkt in der OberpfalzLandkreis ChamTschechienLandkreis Neustadt an der WaldnaabKarte
Über dieses Bild

GeographieBearbeiten

Die Stadt liegt an der Naab zwischen Regensburg, Schwandorf und Amberg. Gemeinsam mit Maxhütte-Haidhof und Teublitz bildet die Stadt ein Mittelzentrum, das sogenannte Städtedreieck.

NachbargemeindenBearbeiten

Die Nachbarstädte und -gemeinden sind im Uhrzeigersinn: Schwandorf, Teublitz, Saltendorf, Maxhütte-Haidhof, Regenstauf, Holzheim am Forst, Kallmünz, Hohenfels, Schmidmühlen und Rieden.

StadtgliederungBearbeiten

 
Schloss Dietldorf im gleichnamigen Ortsteil der Stadt Burglengenfeld

Es gibt 47 Ortsteile:[3]

Die Kernstadt gliedert sich in fünf Stadtteile: Altstadt, Wölland, Sand, Neubruch und Vorstadt (westlich der Naab).

GeschichteBearbeiten

Funde weisen auf erste Siedlungen zwischen 3000 und 1800 v. Chr. hin. Älteste Reihengräberfunde des frühen 7. Jahrhunderts verweisen auf eine Siedlungskontinuität des Platzes bis in die Zeit um 600 n. Chr. (Breitsaxe [Hiebschwerter] aus der Zeit um 600).

Bereits 817 war mit dem Almenhof eine Siedlung im heutigen Stadtbereich von Burglengenfeld genannt worden. Der Ort Lengenfeld selbst wurde zum ersten Mal 1123 in einer Urkunde des Klosters Ensdorf als „Lengenfelt“ erwähnt.[4] Um etwa 1133 wurde der Ort als „Lenginuelt“ bezeichnet, 1205 als „castrum (Burg) Lengenvelt“, 1356 als „Purcklengefelt“, 1484 als „Burcklengfeld“, 1546 als „Burcklengenfeldt“, und 1702 schließlich in der heute gültigen Schreibweise des Ortsnamen.

Im Jahr 2018 fand ein dreijähriger Junge beim Spielen eine aus dem Byzantinischen Reich stammende rund 1000 Jahre alte Münze, die entweder ein einstiger Belagerer der Burg Lengenfeld verlor oder die Gäste der Burgherren aus der Ferne mitbrachten. Auf der Münze ist auf der Vorderseite eine Christusbüste mit Bart und Krönungsmantel abgebildet. Die Rückseite trägt ein Kreuz mit der Aufschrift „IS-XS“ und „bAS-ILe/bAS-ILe“ (Christus, König der Könige).[5]

Blick von der Vorstadt über die Naab
Am Ende der Pithiviers-Brücke die Alte Kanzlei, darüber die Burg, in der Bildmitte die Pfarrkirche St. Vitus mit der Altstadt

Das Toponym mit Sekundärumlaut a zu e (aus Langinvelt) und dem Grundwort -feld spricht für ein vergleichsweise hohes Alter des Ortes. Die Burg, die der heutigen Stadt ihren Namen gab, wurde um 900 als Schutz vor den einfallenden Ungarn gebaut. Nach dem Landshuter Erbfolgekrieg wurde Burglengenfeld dem neu geschaffenen Wittelsbacher Herzogtum Pfalz-Neuburg zugeschlagen.

1542 erhielt Burglengenfeld Stadtrechte und ein Wappen. Alte historische Namensformen lauten: 1123 Lengenfelt (Kopie aus dem 15. Jahrhundert), ca. 1133 Lenginuelt, 1205 castrum (Burg) Lengenvelt, 1356 Purcklengefelt, 1484 Burcklengfeld, 1546 Burcklengenfelldt und 1702 Burglengenfeld. 1621 kam die gräzisierte Bezeichnung Pyrgomacropedium auf. Als ursprüngliche Bezeichnung kann man das althochdeutsche ze demo langin velde, d. h. beim langen Feld, erschließen.

1777 beerbte die Linie Pfalz-Neuburg die bayerische Linie des Hauses Wittelsbach, Burglengenfeld war damit im Besitz des bayerischen Herzogs. 1803 wurde im Verlauf der Verwaltungsneugliederung Bayerns das Landgericht Burglengenfeld errichtet. Dessen Verwaltungsaufgaben wurden ab 1862 an das Bezirksamt Burglengenfeld, den späteren Landkreis abgegeben.

EingemeindungenBearbeiten

Der Ortsteil Augustenhof der damaligen Gemeinde Saltendorf wurde am 1. Januar 1972 nach Burglengenfeld umgegliedert. Am 1. Juli desselben Jahres wurden Büchheim, Dietldorf und Teile von Höchensee, Lanzenried und See eingegliedert.[6] Am 1. Mai 1978 folgten Pottenstetten sowie Teile von Fischbach an der Naab.[7]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Stadt von 10.461 auf 13.554 um 3.093 Einwohner bzw. um 29,6 %.

Landkreis BurglengenfeldBearbeiten

Der Landkreis Burglengenfeld war ein Landkreis im bayerischen Regierungsbezirk Oberpfalz.

Bis zu seiner Auflösung umfasste der Landkreis 50 Gemeinden. Die größten Orte waren Burglengenfeld, Maxhütte-Haidhof und Teublitz.

Am 1. Juli 1972 wurde dieser im Zuge der Gebietsreform in Bayern aufgelöst und zusammen mit den ehemaligen Landkreisen Oberviechtach, Nabburg und Neunburg vorm Wald sowie der bis dahin kreisfreien Stadt Schwandorf zum Landkreis Schwandorf in Bayern (ab dem 1. Mai 1973 Landkreis Schwandorf) zusammengefasst.

Einige Gemeinden kamen zum Landkreis Regensburg, Schmidmühlen kam zum Landkreis Amberg.

ReligionBearbeiten

Katholische Kirchen:

 
Stadtpfarrkirche St. Vitus
  • Die katholische Stadtpfarrkirche St. Vitus wurde urkundlich erstmals Anfang des 14. Jahrhunderts erwähnt. In den nachfolgenden Jahrhunderten erfolgten zahlreiche Umbauten, Renovierungen und Erweiterungen, die den heutigen uneinheitlichen Charakter des Gebäudes erklären. Die Einweihung des Hochaltars in seiner jetzigen Form erfolgte im Jahr 1941.[8]
  • Die Kirche St. Josef (Fertigstellung 1979, Architekt Franz Kießling) im Viertel Am Sand gilt als radikal moderner Kirchenbau und ist mehrfach preisgekrönt: 1982 Jahrespreis Bund Deutscher Architekten und Deutscher Holzbaupreis, 1983 Deutscher Architekturpreis, als Höhepunkt 1984 der Mies-van-der-Rohe-Preis.
  • Die 1714 erbaute Sebastiankirche in der Vorstadt an der Naabbrücke verdankt ihre Errichtung einem Gelübde zur Pestzeit. Als 1898 die Eisenbahn Burglengenfeld erreichte, wurde das Gebäude um 60 Meter versetzt und 1902 an der neuen Stelle eingeweiht.
  • Die katholische Kreuzbergkirche Hl. Dreifaltigkeit ist eine Kirche auf dem Kreuzberg.

Evangelische Kirche:

  • Christuskirche

Zeugen Jehovas:

Muslimische Gemeinde:

PolitikBearbeiten

StadtratBearbeiten

Stadtratswahl 2020
(in %)
 %
40
30
20
10
0
33,5
32,5
5,9
5,9
9,3
8,2
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2014
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-12
-14
+5,93
+3,92
+1,49
-1,26
-1,07
-13,75
aktuelle Sitzverteilung im Stadtrat Burglengenfeld (15. März 2020)
        
Insgesamt 24 Sitze

Bei der Kommunalwahl vom 15. März 2020 lag die Wahlbeteiligung bei 61,9 % lag.[9]

BürgermeisterBearbeiten

  • 0000–2014: Heinz Karg (SPD, ab Januar 2014 BWG)
  • 2014–0000: Thomas Gesche (CSU)

Bei der Kommunalwahl 2020 wurde Thomas Gesche in der Stichwahl mit 53,9 % der Stimmen wiedergewählt.[10]

OrtssprecherBearbeiten

  • Josef Auer jun., Pilsheim
  • Jürgen Ehrnsperger, Büchheim
  • Yvonne Feuerer, See

WappenBearbeiten

Blasonierung: „Unter schwarzem Schildhaupt, darin ein herschauender, rot gekrönter goldener Löwenkopf, die bayerischen Rauten, denen nebeneinander ein rot bedachter silberner Turm und ein grüner Lindenbaum auf einem grünen Dreiberg aufgelegt sind.“[11]

Der Burgturm ist ein redendes Element für den Ortsnamen. Der grüne Dreiberg symbolisiert die Lage der Stadt zwischen drei Hügeln, Burgberg, Kreuzberg und Brunnberg. Der Rautenschild und der Löwenkopf verweisen auf die wittelsbachische Ortsherrschaft. Das erste Marktsiegel (nach 1426) zeigt nur Burgturm und Baum auf Dreiberg; diese Figuren sind im zweiten Siegel (ausgehendes 15. Jahrhundert) dem Rautenschild aufgelegt, hinter dem der heilige Georg als Drachentöter steht. Der heilige Georg allein war als Kirchenpatron auch Siegelbild des Pfarrers Hans Weiß, der bis 1425 für den Markt siegelte. Anlässlich der Stadterhebung 1542 erfolgte die Bestätigung des bisherigen Wappens und eine Mehrung durch Hinzufügung des Schildhauptes mit dem pfalzbayerischen Löwen. Die neueren Dienstsiegel zeigen nur den Wappenschild ohne den heiligen Georg als Schildhalter.

StädtepartnerschaftenBearbeiten

Es gibt folgende Städtepartnerschaften:

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

BurgBearbeiten

Noch heute stellt die Burganlage, mit rund 2,4 ha die größte der Oberpfalz, eines der Wahrzeichen der Stadt dar. Die Burg beherbergt heute ein Heilpädagogisches Zentrum. Öffentliche Führungen finden alljährlich zwischen Mai und Oktober statt.

Anti-WAAhnsinns-FestivalBearbeiten

1986 wurde über Burglengenfeld auch außerhalb Deutschlands berichtet, als die Demonstrationen gegen eine geplante Wiederaufarbeitungsanlage Wackersdorf ihren Höhepunkt im Anti-WAAhnsinns-Festival am 26. und 27. Juli 1986 erreichten. Drei Monate nach der Katastrophe von Tschernobyl traten vor rund 100.000 Menschen bekannte deutschsprachige Musiker und Bands auf. Der WAA-Bau scheiterte 1989. Auf dem Veranstaltungsgelände Lanzenanger erinnert heute ein Gedenkstein an das Anti-Atom-Festival.

MuseenBearbeiten

MusikBearbeiten

BauwerkeBearbeiten

Die Altstadt steht als Ensemble komplett unter Denkmalschutz. Seit Mitte der 1970er Jahre betreibt die Stadt mit enormem finanziellen Aufwand, gefördert durch den Freistaat Bayern und in Teilen durch die Europäische Union, eine Altstadtsanierung. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen: die Altstadt mit Ackerbürgerhäusern, das historische Rathaus (erbaut um 1600) mit Renaissance-Brautzimmer, das Altmannsche Schlösschen, die Stadtmauer mit Wehrgang, die mittelalterliche Bierkelleranlage, der Zaschkahof, die Große Kanzlei (erbaut um 1540), die katholische Pfarrkirche St. Vitus mit Epitaph (1541) von Loy Hering, die St.-Anna-Friedhofskapelle mit Epitaphen aus dem 15. und 16. Jahrhundert, die evangelische Christuskirche (ehemaliges Kapuzinerkloster, erbaut um 1706), die Kreuzbergkirche mit sehenswerter Innenausstattung, die Burg (im Kern aus dem 12. Jahrhundert, im 16. Jahrhundert erweitert), sowie die Pfarrkirche und das Schloss in Dietldorf und die Pfarrkirchen in Pottenstetten, Lanzenried, Kirchenbuch und Pilsheim.

ParksBearbeiten

  • Kreuzberg
  • Galgenberg
  • Allee am Kreuzberg
  • Irl
  • Naherholungsgebiet Naabauen
  • Naherholung „Lanzn“
  • Kammerer-Allee

FriedhofBearbeiten

Auf dem Ortsfriedhof erinnert ein Ehrengrab mit Gedenkstein an den Arbeiterführer Josef Schmid, der als ehemaliger Vorsitzender eines Arbeiterrats in der Novemberrevolution 1918 von den NS-Machthabern mehrfach inhaftiert wurde und 1945 im befreiten KZ Dachau an den Folgen einer Injektion durch den SS-Arzt verstarb.[12]

SportBearbeiten

Es gibt mehrere Turnhallen, Sportplätze, das Ganzjahresbad "Bulmare", einen Kunstrasenplatz und Rad- und Wanderwege.

FußballBearbeiten

Der ASV Burglengenfeld spielt derzeit (Stand: 2020) in der Landesliga Bayern Mitte. In den 1970er und 1980er Jahren war die 1. Mannschaft in die Fußball-Landesliga Bayern aufgestiegen, die damals viertklassig war. Einen der größten Erfolge feierte die 1. Mannschaft im DFB-Pokal. Der ASV erreichte die zweite Runde und verlor im Regensburger Jahnstadion gegen Werder Bremen mit 0:3.

LeichtathletikBearbeiten

Der TV Burglengenfeld hat bereits zahlreiche Bayerische Meisterschaften errungen und zählt damit zu den erfolgreichsten Leichtathletikvereinen Bayerns. Aktuell sind die Männer der 4×400-m-Staffel 3. Bayerische Meister.

KarateBearbeiten

Im TV Burglengenfeld ist auch das Shotokan Karate-Dōjō integriert, das zu den ältesten Karatevereinen Bayerns zählt (gegr. 1972).[13] Zahlreiche Dan-Träger sind aus ihm hervorgegangen; das Kata-Damen-Team wurde 2012 bei den Bayerischen Meisterschaften drittes und bei den deutschen Meisterschaften fünftes.

BasketballBearbeiten

Eine weitere Sparte des TV Burglengenfeld ist die Abteilung Basketball. Die Herrenmannschaft der Blizzards Burglengenfeld spielt derzeit in der Bezirksliga Oberpfalz. Des Weiteren bilden zwei erfolgreiche Jugendmannschaften in der Bezirks- beziehungsweise Bezirksoberliga die Nachwuchsabteilung.

Freizeiteinrichtungen (Auswahl)Bearbeiten

Neben dem Erlebnis- und Wohlfühlbad Bulmare gibt es die Stadtbibliothek, den Bürgertreff am Europaplatz, das selbstverwaltete Jugendzentrum, ein DFB-Mini-Spielfeld sowie eine Skaterbahn. Seit November 2011 besitzt Burglengenfeld das sogenannte Erlebniskino Starmexx.

Regelmäßige VeranstaltungenBearbeiten

  • Bürgerfest (alle drei Jahre am dritten Augustwochenende)
  • Hoffest-Open Air im selbstverwalteten Jugendzentrum, jährlich, Ende Juni
  • Verschiedene kulturelle und musikalische Veranstaltungen auf der Piazza der Stadthalle („Kultursommer“)
  • Europafest
  • Italienische Nacht, jährlich, Ende Juni
  • Vorstadtfest
  • Kellergassenfest
  • Irlfest
  • Städtisches Kinderfest (in Jahren ohne Bürgerfest)
  • Vier Jahrmärkte mit verkaufsoffenen Sonntagen

Lokale MedienBearbeiten

  • Die Mittelbayerische Zeitung und Der neue Tag sind die lokalen Tageszeitungen der Region. Darüber hinaus gibt es kostenlose Anzeigenblätter, die ebenfalls Artikel über lokale Ereignisse enthalten.
  • Die Stadt ist Teil des Sendegebietes der lokalen Radiosender Radio Charivari und Gong FM aus Regensburg. Die Regensburger Frequenzen dieser Sender sind in Burglengenfeld nicht überall optimal zu empfangen, daher werden sie u. a. zusätzlich vom Sender Hackelberg bei Pistlwies ausgestrahlt.
  • Burglengenfeld gehört zudem zum Sendegebiet des lokalen Regensburger TV-Senders TVaktuell (kurz: TVA), welcher im örtlichen Kabelnetz eingespeist ist.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

VerkehrBearbeiten

Der Ort ist per KFZ über die Bundesautobahn 93, die Bundesstraße 15 und die Staatsstraße 2235 zu erreichen. Nachdem 1899 ein Eisenbahnanschluss gebaut wurde, dient die Bahnstrecke Haidhof–Burglengenfeld seit 1967 nur mehr dem Gütertransport zum Zementwerk. Eine Wiederaufnahme des SPNV auf der Strecke wäre grundsätzlich möglich. Hierzu laufen seit 2015 entsprechende Reaktiverungsbemühungen.[14][15] Die nächsten Bahnhöfe sind in Schwandorf und Maxhütte-Haidhof. Den öffentlichen Personenverkehr besorgen Buslinien nach Regensburg (25 km), Schwandorf (18 km), Maxhütte-Haidhof (5 km), Kallmünz (8 km) und Amberg (40 km). Burglengenfeld liegt im Bedienungsgebiet des Regensburger Verkehrsverbunds (RVV).

Die Stadt betreibt in Eigenregie eine Stadtbuslinie, eine Friedhoflinie sowie eine Umlandlinie zur Anbindung der Ortsteile an die Kernstadt.

Öffentliche EinrichtungenBearbeiten

  • Asklepios Klinik Burglengenfeld (vormals Kreiskrankenhaus)
  • Polizeiinspektion
  • BRK-Rettungswache
  • Freiwillige Feuerwehr
  • BRK Senioren-Wohn- und Pflegeheim
  • Seniorenresidenz Naabtalpark
  • AWO-Heim
  • Stadtbibliothek
  • Oberpfälzer Volkskundemuseum
  • Bürgertreff am Europaplatz

Ansässige UnternehmenBearbeiten

In Burglengenfeld gibt es mit dem HeidelbergCement-Zementwerk nur noch einen größeren Arbeitgeber. Das Werk der Firma Hansa Metallwerke wurde 2019 unter Wegfall aller Arbeitsplätze geschlossen.[16] Des Weiteren liegt das Logistikzentrum der Firma NBG in Burglengenfeld. Im südlichen Landkreis Schwandorf ist Burglengenfeld ein Standort von Einzelhandel, Dienstleistern und Kleingewerbe.

BildungBearbeiten

Burglengenfeld bietet sämtliche Schularten sowie Betreuungseinrichtungen:

  • Hans-Scholl-Grundschule
  • Sophie-Scholl-Mittelschule
  • Realschule am Kreuzberg
  • Johann-Michael-Fischer-Gymnasium
  • Kommunaler Musikunterricht
  • Josefine-Haas-Kindergarten
  • Katholischer Kindergarten Don Bosco
  • Kindergarten der Arbeiterwohlfahrt
  • Kinderkrippe im Neuen Stadthaus
  • Kinderkrippe „Naabtalzwerge“
  • Verlängerte Mittagsbetreuung an der Grundschule
  • Offene Ganztagsbetreuung an der Mittelschule, an der Realschule und am Gymnasium

Ehemaliger BundeswehrstandortBearbeiten

Zur Zeit des Kalten Krieges erhielt die Stadt nach der Gründung der Bundeswehr erstmals eine Garnison. In der 1992 aufgegebenen Naabtal-Kaserne waren Fernmeldeteile der Luftwaffe stationiert. Auf dem Gelände der ehemaligen Kaserne ist seit Ende der 1990er Jahre das Schul- und Sportzentrum Naabtalpark mit Stadthalle, Grund- und Mittelschule, eigenen Gebäuden für Mittags- und Ganztagsbetreuung sowie dem Wohlfühlbad Bulmare entstanden.

PersönlichkeitenBearbeiten

Söhne und Töchter der StadtBearbeiten

Persönlichkeiten, die mit der Stadt in Verbindung stehenBearbeiten

FilmeBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Margit Berwing: Burglengenfeld. Die Geschichte der Stadt und ihrer Ortsteile. Buchverlag der Mittelbayerischen Zeitung, Regensburg 1996, ISBN 3-927529-83-4. Digitalisat
  • Margit Berwing-Wittl, Gabriele Blechschmid: Burglengenfeld. Eine Geschichte in Bildern. Geiger, Horb 1997, 2. Auflage 2007, ISBN 3-89570-311-7.
  • Ludwig Brandl: Heimat Burglengenfeld. Geschichte einer Stadt. Stadt Burglengenfeld, Burglengenfeld 1968. Digitalisat
  • Gudula Hoffmann-Kuhnt: Augenblicke am Burgberg. Lokalverlag Max Krempl, Maxhütte-Haidhof 1992, ISBN 978-3-925603-12-9.

WeblinksBearbeiten

Commons: Burglengenfeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Ihre Ansprechpartner > Bürgermeister. Gemeinde Burglengenfeld, abgerufen am 3. Juni 2020.
  3. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111207/230852&attr=OBJ&val=1045
  4. Wolf-Armin Frhr. v. Reitzenstein: Lexikon bayerischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. Oberbayern, Niederbayern, Oberpfalz. München 2006, Seite 148.
  5. Nordbayerischer Kurier vom 25./26. Januar 2020, S. 8
  6. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 438.
  7. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 668 und 669.
  8. Homepage der Pfarrgemeinde St. Vitus
  9. https://www.burglengenfeld.de/fileadmin/wahlen/stadtrat/#w_65147_81139
  10. https://www.burglengenfeld.de/fileadmin/wahlen/bgm-stichwahl/
  11. Eintrag zum Wappen von Burglengenfeld in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  12. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 121.
  13. Webseite des Karate-Dojos
  14. Landratsamt Schwandorf: Reaktivierung der Bahnstrecke zwischen Burglengenfeld und Maxhütte-Haidhof. Landratsamt Schwandorf, abgerufen am 14. Mai 2020.
  15. Gute Chancen für Bahnverbindung von Burglengenfeld nach Maxhütte-Haidhof. Abgerufen am 14. Mai 2020.
  16. Von Thomas Rieke 14 Februar 2019 19:07 Uhr: Aus für das Hansa-Werk Burglengenfeld. Abgerufen am 14. Februar 2020.
  17. Chronik der Burg Lengenfeld auf burgenreich.de