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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Stadlern führt kein Wappen
Stadlern
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Stadlern hervorgehoben
Koordinaten: 49° 31′ N, 12° 37′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Schwandorf
Verwaltungs­gemeinschaft: Schönsee
Höhe: 708 m ü. NHN
Fläche: 10,55 km2
Einwohner: 519 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 49 Einwohner je km2
Postleitzahl: 92549
Vorwahl: 09674
Kfz-Kennzeichen: SAD, BUL, NAB, NEN, OVI, ROD
Gemeindeschlüssel: 09 3 76 167
Gemeindegliederung: 8 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Hauptstr. 25
92539 Schönsee
Website: www.schoenseer-land.de
Bürgermeister: Gerald Reiter (Für den Aufbau der Gemeinde)
Lage der Gemeinde Stadlern im Landkreis Schwandorf
AltendorfBodenwöhrBruck in der OberpfalzBurglengenfeldDieterskirchenFensterbachGleiritschGuteneckMaxhütte-HaidhofNabburgNeukirchen-BalbiniNeunburg vorm WaldNiedermurachNittenauOberviechtachPfreimdSchmidgadenSchönseeSchwandorfSchwarzachSchwarzenfeldSchwarzhofenStadlernSteinberg am SeeStullnTeublitzTeunzThansteinTrausnitzWackersdorfWeidingWernberg-KöblitzWinklarnWolferloheBayernLandkreis Amberg-SulzbachLandkreis RegensburgLandkreis Neumarkt in der OberpfalzLandkreis ChamTschechienLandkreis Neustadt an der WaldnaabKarte
Über dieses Bild
Stadlern (2014)

Stadlern ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Schwandorf und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Schönsee.

GeographieBearbeiten

Stadlern liegt in der Region Oberpfalz-Nord.

GemeindegliederungBearbeiten

Die Gemeinde Stadlern besteht neben dem Hauptort aus folgenden sieben Ortsteilen[2][3]:

Es gibt nur die Gemarkung Stadlern.

NachbargemeindenBearbeiten

Die Nachbargemeinden (im Uhrzeigersinn) sind: Bělá nad Radbuzou, Rybník nad Radbuzou, Tiefenbach, Weiding, Schönsee.

 
Schönsee
7 km
 
Bělá nad Radbuzou
19 km

Rybník nad Radbuzou
7 km
 
Schönsee
7 km
 
Rybník nad Radbuzou
7 km
 
Weiding
5 km
 
Tiefenbach
11 km

Rybník nad Radbuzou
7 km

GeschichteBearbeiten

Bis zur GemeindegründungBearbeiten

Im Gemeindegebiet liegt die Ruine der Burg Reichenstein. Im 11./12. Jahrhundert erfolgte die Urbarmachung. 1363 ist eine eigene Pfarrei nachgewiesen. Stadlern gehörte zum Rentamt Amberg und zum Landgericht Murach des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. Juli 1974 wurde ein kleiner Teil der aufgelösten Gemeinde Schönau mit etwa 75 Einwohnern eingegliedert.[4]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Einwohnerentwicklung in der Gemeinde Stadlern unter Berücksichtigung der Eingemeindungen[5]:

Jahr 1840 1871 1900 1925 1939 1950 1961 1970 1987 1991 1995 2000 2005 2010 2015
Einwohner 816 814 793 720 602 919 701 713 611 707 686 679 628 569 523

PolitikBearbeiten

Sitzverteilung im Gemeinderat Stadlern
 
Insgesamt 9 Sitze
  • FAG: 9

Unter den Sitzen der FAG befindet sich der des 1. Bürgermeisters.

GemeinderatBearbeiten

Die Gemeinderatswahl am 16. März 2014 ergab diese Sitzverteilung:

FAG1
9 Sitze

1 Für den Aufbau der Gemeinde

BürgermeisterBearbeiten

Der Bürgermeister der Gemeinde ist seit Mai 2014 Gerald Reiter (FAG).

WappenBearbeiten

Um 1970 war zwar die Annahme eines Gemeindewappens im Gespräch, es kam jedoch nicht dazu.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 73 und im Bereich Handel und Verkehr 8 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 215. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 1 Betrieb, im Bauhauptgewerbe 2 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 21 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 368 ha, davon waren 134 ha Ackerfläche und 233 ha Dauergrünfläche.

FremdenverkehrBearbeiten

Der Ort ist eingebunden in das Erholungsgebiet "Schönseer Land". Es besitzt das Skizentrum Reichenstein mit einer Sommerrodelbahn. Beide Einrichtungen werden momentan nicht mehr betrieben.

WallfahrtBearbeiten

Der Ursprung der Wallfahrt zu „Unserer lieben Frau“ in Stadlern ist nicht bekannt. Durch sein Gnadenbild „Unsere liebe Frau aus Erden gebrannt“ wurde Stadlern im Böhmerwald bekannt.[6] Seit Jahrhunderten pilgern die Menschen mit ihren Anliegen zum Gnadenbild nach Stadlern. Das Patronatsfest ist der 15. August, die Aufnahme Mariens in den Himmel. Die Kirche Mariä Himmelfahrt ist ein gotischer Bau und stammt aus dem 14. Jahrhundert.[7]

Ansässige UnternehmenBearbeiten

  • Stadlern hat eine Produktionsstätte der Firma MMM (Münchener Medizin Mechanik)

PersönlichkeitenBearbeiten

Johann Koller (* 16. Juli 1917 in Stadlern (Oberpfalz); † 11. Januar 2013 in Cham) war ein deutscher Unternehmer.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Burgruine Reichenstein (Oberpfalz)
  • Böhmerwaldaussichtsturm
  • Kuratie- und Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt
  • Hochfels
  • Der Denkmalschutzpreis 2017 des Bezirks Oberpfalz ging an das Haus Weidinger Straße 1. Das Haus mit Halbwalmdachbau und verputztem Giebelblockbau zählt zu den letzten Exemplaren des früher im oberpfälisch-tschechischen Grenzgebiet weit verbreiteten Typus des Böhmerwaldhauses. Es wird als Ferienhaus genutzt.

BaudenkmälerBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Mariä Himmelfahrt, Stadlern, Schnell, Kunstführer Nr. 2286
  • Georg Hager: Kunstdenkmäler des Königreichs Bayern, Oberpfalz, Bezirksamt Oberviechtach, München 1906

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111210/183836&attr=OBJ&val=1065
  3. Einwohnermeldeamt Schönsee 12. Dezember 2012
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 643.
  5. Datenbank Statistikdaten Bayern
  6. Mariä Himmelfahrt, Stadlern, Schnell, Kunstführer Nr. 2286, S. 2
  7. Georg Hager, Kunstdenkmäler des Königreichs Bayern, Oberpfalz, Bezirksamt Oberviechtach, München 1906, S. 62

WeblinksBearbeiten

  Commons: Stadlern – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien