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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Guteneck
Guteneck
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Guteneck hervorgehoben

Koordinaten: 49° 27′ N, 12° 16′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Schwandorf
Verwaltungs­gemeinschaft: Nabburg
Höhe: 461 m ü. NHN
Fläche: 35,08 km2
Einwohner: 820 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 23 Einwohner je km2
Postleitzahl: 92543
Vorwahlen: 09433, 09675
Kfz-Kennzeichen: SAD, BUL, NAB, NEN, OVI, ROD
Gemeindeschlüssel: 09 3 76 133
Gemeindegliederung: 14 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schloßberg 1
92543 Guteneck
Website: www.guteneck.de
Bürgermeister: Johann Wilhelm (CSU)
Lage der Gemeinde Guteneck im Landkreis Schwandorf
AltendorfBodenwöhrBruck in der OberpfalzBurglengenfeldDieterskirchenFensterbachGleiritschGuteneckMaxhütte-HaidhofNabburgNeukirchen-BalbiniNeunburg vorm WaldNiedermurachNittenauOberviechtachPfreimdSchmidgadenSchönseeSchwandorfSchwarzachSchwarzenfeldSchwarzhofenStadlernSteinberg am SeeStullnTeublitzTeunzThansteinTrausnitzWackersdorfWeidingWernberg-KöblitzWinklarnWolferloheBayernLandkreis Amberg-SulzbachLandkreis RegensburgLandkreis Neumarkt in der OberpfalzLandkreis ChamTschechienLandkreis Neustadt an der WaldnaabKarte
Über dieses Bild
Guteneck (2017)

Guteneck ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Schwandorf und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Nabburg.

GeographieBearbeiten

Guteneck liegt in der Region Oberpfalz-Nord, sieben Kilometer östlich der Autobahn A 93 auf dem felsigen Westufer hoch über dem Katzbach, der ungefähr drei Kilometer weiter südlich bei Willhof in die Schwarzach mündet.

GemeindegliederungBearbeiten

Die Gemeinde besteht aus 14 Ortsteilen[2]:

Es gibt die Gemarkungen Guteneck, Pischdorf und Unteraich.

GeschichteBearbeiten

Bis zur GemeindegründungBearbeiten

Der 1147 erstmals urkundlich erwähnte Ort war Teil des Kurfürstentums Bayern und bildete eine geschlossene Hofmark, die seit 1576 im Besitz der Grafen von Kreuth war. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde.

SchlossBearbeiten

Dem heutigen Schloss Guteneck ging im 13. Jahrhundert eine gotische Burganlage voraus über der später ein Schloss errichtet wurde. Von 1272 bis 1574 war es Besitz der Herren von Murach und von 1570 bis 1893 besaßen es die Grafen von Kreith. Das Schloss brannte 1822 bei einem Dorfbrand völlig ab. Zuerst wurde nur die Kapelle und das mit ihr verbundene Schlossgebäude wieder aufgebaut. Graf Franz von Spreti baute 1894 einen Wohnflügel auf mittelalterlichen Fundamenten auf, wobei er barocke Mauerreste mit verwendete. Die jetzigen Eigentümer, die Grafen Beissel von Gymnich bieten Ferienwohnungen im Schloss an. Die Schlosskapelle ist beliebt für Trauungen.[3]

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. Januar 1972 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Pischdorf und Unteraich eingegliedert.[4] Am 1. Mai 1978 kamen kleine Teile der aufgelösten Gemeinde Hohentreswitz dazu.[5]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Jahr 1961 1970 1987 1991 1995 2000 2005 2010 2015
Einwohner 1005 998 914 887 876 892 879 877 831

WappenBearbeiten

Blasonierung: Unter silbernem Schildhaupt mit drei oben gezinnten roten Arkadenbögen, in Grün über goldenem Dreiberg ein silberner Pflug. Wappen seit 1982.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Mittelalterlicher Ortskern rund um Schloss Guteneck
  • Pfarrkirche St. Michael in Weidenthal
  • Historischer Romantischer Weihnachtsmarkt an den Adventswochenenden auf Schloss Guteneck; zusätzlich seit 2012 Gartentage (Wochenende im April)
  • Schlosskapelle bei Schloss Guteneck
  • Baderkapelle
  • Lourdesgrotte
  • Vom in östlicher Richtung zwei Kilometer entfernten Oberkatzbach kommt der Fränkische Jakobsweg, der mit einer weißen Muschel auf hellblauem Grund markiert ist. Nächste Station am Fränkischen Jakobsweg ist das vier Kilometer südlich von Guteneck liegende Schirmdorf.[6]

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Wirtschaft einschließlich Land- und ForstwirtschaftBearbeiten

1998 gab nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 25 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es 262. Im verarbeitenden Gewerbe gab es einen, im Bauhauptgewerbe drei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 106 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2037 ha, davon waren 1605 ha Ackerfläche.

BildungBearbeiten

1999 gab es folgende Einrichtungen:

  • Eine Volksschule mit drei Lehrern und 61 Schülern

SportBearbeiten

  • SF Weidenthal/Guteneck
  • Hubertus-Schützen-Guteneck

PersönlichkeitenBearbeiten

Die heutigen Besitzer des Schlosses Guteneck sind die Grafen Beissel von Gymnich.

AnmerkungBearbeiten

Die Herrschaft Guteneck (Gutenegkh, slow. Gotnik) mit der gleichnamigen Burg – einst zum Herzogtum Krain gehörig, heute slowenisches Territorium – war im Mittelalter ein Lehen des Patriarchats von Aquileja.

LiteraturBearbeiten

  • Fränkischer Albverein (Hrsg.): Auf dem Jakobsweg von Tillyschanz über Schwandorf nach Nürnberg. Verlag Seehars, Uffenheim 1997, ISBN 3-927598-22-4

WeblinksBearbeiten

  Commons: Guteneck – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111207/234401&attr=OBJ&val=1049
  3. Fränkischer Albverein (Hrsg.): Auf dem Jakobsweg von Tillyschanz über Schwandorf nach Nürnberg. Verlag Seehars, 97215 Uffenheim 1997, ISBN 3-927598-22-4, S. 26
  4. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 530.
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 668.
  6. Fränkischer Albverein (Hrsg.): Auf dem Jakobsweg von Tillyschanz über Schwandorf nach Nürnberg. Verlag Seehars, 97215 Uffenheim 1997, ISBN 3-927598-22-4, S. 26, 27