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Altendorf (Landkreis Schwandorf)

Gemeinde in Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Altendorf
Altendorf (Landkreis Schwandorf)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Altendorf hervorgehoben
Koordinaten: 49° 24′ N, 12° 17′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Schwandorf
Verwaltungs­gemeinschaft: Nabburg
Höhe: 376 m ü. NHN
Fläche: 23,16 km2
Einwohner: 855 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 37 Einwohner je km2
Postleitzahl: 92540
Vorwahl: 09675
Kfz-Kennzeichen: SAD, BUL, NAB, NEN, OVI, ROD
Gemeindeschlüssel: 09 3 76 112
Gemeindegliederung: 12 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchsteig 14
92540 Altendorf
Website: www.gemeinde-altendorf.de
Bürgermeister: Georg Köppl
Lage der Gemeinde Altendorf im Landkreis Schwandorf
AltendorfBodenwöhrBruck in der OberpfalzBurglengenfeldDieterskirchenFensterbachGleiritschGuteneckMaxhütte-HaidhofNabburgNeukirchen-BalbiniNeunburg vorm WaldNiedermurachNittenauOberviechtachPfreimdSchmidgadenSchönseeSchwandorfSchwarzachSchwarzenfeldSchwarzhofenStadlernSteinberg am SeeStullnTeublitzTeunzThansteinTrausnitzWackersdorfWeidingWernberg-KöblitzWinklarnWolferloheBayernLandkreis Amberg-SulzbachLandkreis RegensburgLandkreis Neumarkt in der OberpfalzLandkreis ChamTschechienLandkreis Neustadt an der WaldnaabKarte
Über dieses Bild
Altendorf (2017)

Altendorf ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Schwandorf und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Nabburg.

GeographieBearbeiten

Die Gemeinde liegt in der Region Oberpfalz-Nord, neun Kilometer südöstlich der Stadt Nabburg am Fluss Schwarzach. Die Staatsstraße von Nabburg nach Neunburg vorm Wald führt durch Altendorf.

GemeindegliederungBearbeiten

Die Gemeinde Altendorf besteht aus folgenden zwölf Ortsteilen[2]:

Es gibt die Gemarkungen Altendorf, Dürnersdorf, Willhof und Fronhof.

GeschichteBearbeiten

Bis zur GemeindegründungBearbeiten

Eine erste Erwähnung Altendorfs erfolgte im Jahr 1118. In diesem Jahr trat Erchinbertus de Altindorf bei der markgräflichen Schenkung des Gutes Reichenbach an das Kloster Reichenbach als Zeuge auf. Der Name könnte sich sowohl von dem Adjektiv alt, als auch von dem Personennamen Alto herleiten. Altendorf war vor 1800 Amtssitz und gehörte zum Rentamt Amberg und zum Landgericht Nabburg des Kurfürstentums Bayern. Caspar Bernclau Freiherr von Schönreuth besaß hier ein Landsassengut mit niederer Gerichtsbarkeit. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde.

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. Januar 1972 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Willhof eingegliedert. Am 1. Juli 1972 kamen Dürnersdorf und Fronhof hinzu.[3]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

  • 1961: 1063 Einwohner
  • 1970: 1066 Einwohner
  • 1987: 0992 Einwohner
  • 1991: 0976 Einwohner
  • 1995: 1014 Einwohner
  • 2000: 0978 Einwohner
  • 2005: 0947 Einwohner
  • 2010: 0951 Einwohner
  • 2015: 0891 Einwohner

WappenBearbeiten

Blasonierung: Geteilt: oben dreimal geteilt von Schwarz und Gold; unten in Rot über goldenem Vierberg ein schwebendes, waagrechtes, silbernes Jagdhorn.[4]

Wappengeschichte: Das Wappen ist durch Ministerentscheidung vom 12. November 1968 vergeben.[4] Es nimmt Bezug auf den Sitz verschiedener Adelsgeschlechter im Ort. Die dreifache Teilung oben symbolisiert die Freiherren von Schellenberg. Das Hifthorn dagegen steht für die Adelsfamilie Horneck von Hornberg. Die Vierberg im Schildfuß stammt aus dem Wappen der Grafen von Leonberg, die sich Leonberg-Altenbach nannten als Nachfolger der bayerischen Grafen von Altendorf.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Wirtschaft einschließlich Land- und ForstwirtschaftBearbeiten

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 395 T€, davon waren umgerechnet 131 T€ (netto) Gewerbesteuereinnahmen.

Im Jahre 1998 gab es im Bereich der Land- und Forstwirtschaft keine, im produzierenden Gewerbe keine und im Bereich Handel und Verkehr 47 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 23 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 345. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine Betriebe, im Bauhauptgewerbe drei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 48 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1200 ha. Davon waren 865 ha Ackerfläche.

VerkehrBearbeiten

Der Bahnhof Altendorf (b Nabburg) an der ehemaligen Bahnstrecke Nabburg–Schönsee ist stillgelegt.

BildungBearbeiten

1999 gab es folgende Einrichtungen:

  • Kindergärten: 50 Kindergartenplätze mit 46 Kindern
  • Volksschulen: eine mit zwei Lehrern und 68 Schülern

BaudenkmälerBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Wilhelm Nutzinger: Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 52, Neunburg vorm Wald, München 1982, ISBN 3-7696-9928-9.
  • Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 50, Nabburg, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7.
  • Karl-Otto Ambronn: Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Reihe II, Heft 3, Landsassen und Landsassengüter des Fürstentums der Oberen Pfalz im 16. Jahrhundert, München 1982, ISBN 3-7696-9932-7.
  • Richard Hoffmann, Felix Mader: Kunstdenkmäler des Königreichs Bayern, Die Kunstdenkmäler von Oberpfalz und Regensburg, Bezirksamt Nabburg, München 1910.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111207/223224&attr=OBJ&val=1042
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 529.
  4. a b Haus der Bayerischen Geschichte - Bayerns Gemeinden. Abgerufen am 13. August 2019.