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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Neunburg vorm Wald
Neunburg vorm Wald
Deutschlandkarte, Position der Stadt Neunburg vorm Wald hervorgehoben
Koordinaten: 49° 21′ N, 12° 23′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Schwandorf
Höhe: 398 m ü. NHN
Fläche: 110,17 km2
Einwohner: 8338 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 76 Einwohner je km2
Postleitzahl: 92431
Vorwahl: 09672
Kfz-Kennzeichen: SAD, BUL, NAB, NEN, OVI, ROD
Gemeindeschlüssel: 09 3 76 147
Stadtgliederung: 74 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Schrannenplatz 1
92431 Neunburg vorm Wald
Website: www.neunburgvormwald.de
Bürgermeister: Martin Birner (CSU)
Lage der Stadt Neunburg vorm Wald im Landkreis Schwandorf
AltendorfBodenwöhrBruck in der OberpfalzBurglengenfeldDieterskirchenFensterbachGleiritschGuteneckMaxhütte-HaidhofNabburgNeukirchen-BalbiniNeunburg vorm WaldNiedermurachNittenauOberviechtachPfreimdSchmidgadenSchönseeSchwandorfSchwarzachSchwarzenfeldSchwarzhofenStadlernSteinberg am SeeStullnTeublitzTeunzThansteinTrausnitzWackersdorfWeidingWernberg-KöblitzWinklarnWolferloheBayernLandkreis Amberg-SulzbachLandkreis RegensburgLandkreis Neumarkt in der OberpfalzLandkreis ChamTschechienLandkreis Neustadt an der WaldnaabKarte
Über dieses Bild
Region Neunburg vorm Wald (2013)
Neunburg vorm Wald (2016)

Neunburg vorm Wald ist eine Stadt im Landkreis Schwandorf im bayerischen Regierungsbezirk Oberpfalz. Die Stadt an der Schwarzach ist Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Neunburg vorm Wald.

Neunburg vorm Wald hat mehr als 8000 Einwohner und ist ein herausragender Wirtschaftsstandort und Mittelzentrum[2] im Landkreis Schwandorf.

Die im Naturpark Oberpfälzer Wald und in der Nähe des Eixendorfer Sees gelegene Stadt feierte 2017 ihr tausendjähriges Stadtjubiläum. Bekannt ist sie für die denkmalgeschützte historische Altstadt mit dem Alten Schloss und für das jährlich stattfindende Freilicht-Festspiel „Vom Hussenkrieg“. Der 2012 eröffnete Neubau der Schwarzachtalhalle bildet den Mittelpunkt für kulturelle Veranstaltungen in der Region. Die Stadt und ihr Umland ist eine bedeutende Tourismusregion in Ostbayern.[3]

GeographieBearbeiten

GeschichteBearbeiten

Bis zum 18. JahrhundertBearbeiten

Das Schwarzachtal wurde bereits in der Frühgeschichte besiedelt. Die älteste belegte Siedlung befindet sich im Gebiet des heutigen Quartiers Am Aign in der Nähe des Ufers der Schwarzach. Ein Beleg aus der Zeit der Karolinger weist den Ansitz einer Grundherrschaft im Nordgau (Bayern) nach. Der Ort bestand damals aus einer hölzernen Befestigungsanlage und einer Jakobskirche mit Friedhof. Um 900 entstand die Neue Burg mit Burggraben, die Neunburg vorm Wald den Namen gab. Der Ort wurde am 28. April 1017 als Níwnbúrg in einer in Ingelheim ausgestellten Schenkungsurkunde von Kaiser Heinrich II. an das Bistum Bamberg erstmals schriftlich erwähnt. Damals kamen mit Neunburg vorm Wald eine Reihe weiterer Orte im Nordgau an das am 1. Januar 1007 aus Teilen von Würzburg und Bamberg geschaffene Bistum.[4] Im 12. Jahrhundert traten erstmals die Namen der Adelsgeschlechter der Neunburger, Ortenburger und Truhendinger in Neunburg vorm Wald als Lehensträger auf. 1261 kauften die Wittelsbacher die Grundherrschaft von Neunburg und Warberg. Ab 1289 hatte der Ort das Marktrecht, ab 1300 das Stadtrecht. Der Aufschwung war der Lage an einer Handels- und Heerstraße nach Böhmen zu verdanken.

Unter Ruprecht II. wurde Neunburg vorm Wald 1354 eine Residenzstadt der pfälzischen Wittelsbacher. Die Burg wurde umgebaut und die Stadt erhielt das Braurecht. Ruprecht III. stiftete 1398 das erste Hospital. Sein Sohn Pfalzgraf Johann in Neunburg vorm Wald, Begründer der Nebenlinie der pfälzischen Wittelsbacher, verhalf der Stadt zu einer Blütezeit. Er verstarb 1443 im Kloster Kastl und wurde in Neunburg vorm Wald zu Grabe gelegt. Nach seinem Tod begann der wirtschaftliche Niedergang der Stadt. Während der Reformation wurde Neunburg vorm Wald für drei Generationen evangelisch-lutherisch. Im Dreißigjährigen Krieg während der Rekatholisierung in Bayern wurde die Stadt 1634 von evangelischen Truppenverbänden der Schweden besetzt und 1641 von der Kaiserlichen Armee belagert.[5] In den folgenden Jahren ging die Bevölkerung in der vom Krieg teilweise zerstörten Stadt stark zurück. 1705 wurde die Oberpfalz im Spanischen Erbfolgekrieg von Truppen der Habsburgermonarchie besetzt. Ein von Pfarrer Florian von Miller organisierter Aufstand gegen die Zwangsrekrutierungen von Söldnern im Schwarzachtal blieb erfolglos. 1722 wurde das 1803 säkularisierte Kloster Neunburg vorm Wald gegründet. Im Österreichischen Erbfolgekrieg wurde 1742 Neunburg vorm Wald von Panduren unter Franz von der Trenck belagert.

19. bis 21. JahrhundertBearbeiten

Im Revolutionsjahr 1848 endete mit der Bauernbefreiung die Erbuntertänigkeit. Nach Bränden in den Jahren 1746, 1800 und 1876 veränderte sich das Stadtbild stark. Es wurden mehrere historische Bauten verkauft oder abgebrochen. Mit der Industrialisierung bildeten sich Glasschleifereien im Umland. 1896 erreichte die Bahn von Bodenwöhr die Stadt. Das Bezirksamt Oberviechtach wurde 1900 von Neunburg vorm Wald abgetrennt. 1903 entstanden die Elektrizitätswerke und die Stadt- und Gemeindewerke, 1906 wurde eine evangelische Kirche gebaut und 1915 die Bahnstrecke nach Rötz eröffnet.

Zum Ende des Zweiten Weltkrieges im April 1945 begannen die Todesmärsche von KZ-Häftlingen aus dem KZ Flossenbürg in das KZ Dachau. Am 21. April 1945 erreichte ein Todesmarsch Neunburg vorm Wald. Während der Rast des Zuges brachte ihnen die Bevölkerung Kartoffeln und Wasser. Außerhalb des Ortes richtete die SS ein Massaker an. 160 der am Todesmarsch beteiligten KZ-Häftlinge wurden ermordet und die Toten in einem Waldstück am Plattenberg verscharrt. Als kurz darauf die Amerikaner Neunburg vorm Wald befreiten, fanden sie die Leichen. Die Amerikaner befahlen allen Erwachsenen die Toten würdig zu bestatten. Auf dem Friedhof mussten alle erwachsenen Bürger an den geöffneten Särgen mit den Toten vorbeigehen und ihnen die letzte Ehre erweisen. Die Opfer wurden auf dem Friedhof in Neunburg vorm Wald bestattet und später nach Flossenbürg umgebettet.[6]

Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es einen Aufschwung und die Bevölkerungszahl nahm durch Heimatvertriebene wieder zu. Es entstanden neue Wohnsiedlungen und Industriegebiete. 1963 wurde die Kreisstadt Garnison der Bundeswehr (s. u.). Die Straße zum Bahnhof Bodenwöhr und dem dortigen Standortübungsplatz wurde für Lkw und Kettenfahrzeuge geeignet neu gebaut. Die Kaserne wurde nach Auflösung der Verbände 2007 geschlossen.[7]

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. Januar 1972 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Fuhrn, Kröblitz und Seebarn (mit dem im Jahr 1945 oder 1946 eingemeindeten Ort Thann) eingegliedert. Am 1. Juli 1972 kamen Mitteraschau mit dem im Jahr 1945 oder 1946 eingemeindeten Katzdorf und Teile von Kleinwinklarn hinzu.[8] Eixendorf, Lengfeld und Meißenberg sowie ein Teil der aufgelösten Gemeinden Kemnath bei Fuhrn (Hauptteil) und Unterauerbach folgten am 1. Januar 1974. Am 1. Mai 1978 kamen noch Penting und Teile der aufgelösten Gemeinde Alletsried hinzu.[9]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Einwohnerentwicklung von Neunburg vorm Wald (1840 bis 2015)[10]
Jahr 1840 1871 1900 1925 1939 1950 1961 1970 1987 1991 1995 2005 2010 2015 2017
Einwohner 6174 6254 5860 5885 5900 7790 6828 7825 7215 7629 7998 8255 8067 8233 8222

PolitikBearbeiten

Stadtratswahl 2014
Wahlbeteiligung: 59,12 % (2008: 56,8 %)
 %
60
50
40
30
20
10
0
56,7
16,4
26,9
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2008
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
+2,3
-3,0
+0,7
Sitzverteilung im Stadtrat Neunburg vorm Wald
   
Insgesamt 21 Sitze

Unter den Sitzen der CSU befindet sich der des 1. Bürgermeisters.

StadtratBearbeiten

Der Stadtrat Neunburg vorm Wald besteht aus 20 Mitgliedern und dem Bürgermeister. Nach der Kommunalwahl am 16. März 2014 mit einer Wahlbeteiligung von 59,12 % verteilen sich die Mitglieder des Stadtrats auf die einzelnen Parteien und Listen wie folgt:[11]

SPD FW CSU
3 Sitze 6 Sitze 11 Sitze

BürgermeisterBearbeiten

Erster Bürgermeister ist seit 2011 Martin Birner (CSU). Bei der Kommunalwahl 2014 entfielen auf ihn 77,98 % der abgegebenen Stimmen.

Bürgermeister der Stadt Neunburg vorm Wald:

  • 1972–1993 Josef Manlik (CSU)
  • 1993–2011 Wolfgang Bayerl (FW)
  • 2011–0000 Martin Birner (CSU)

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

MuseenBearbeiten

  • Schwarzachtaler Heimatmuseum
  • Heimatmuseum Oberpfälzer Wald

Kunst und MusikBearbeiten

  • Städtische Musikschule im Schloss
  • Schlosssaal: Der ehemals als Gerichtssaal im Stile des Historismus umgebaute Raum dient als Konzertsaal. Neben Musikveranstaltungen finden dort auch Vernissagen, Vorträge und Feiern statt.
  • Kunstverein Unverdorben e. V.
  • Lokale Bands haben sich zum Black River Culture Club e. V. zusammengeschlossen, um das kulturelle Leben in Stadt und Umland zu fördern.
  • Stadtkapelle Neunburg vorm Wald

BauwerkeBearbeiten

 
St. Jakob

Es sind folgende bemerkenswerte Bauten in der Stadt zu finden:

  • Am Bügerl: Historische Gebäude und enge Gassen bilden den Charakter des Bügerls, eines Stadtteils der Altstadt. Viele dieser Gebäude und Reste der Stadtmauer sind denkmalgeschützt.
  • Bahnhofsstraße: In der Bahnhofstraße sind Gebäude aus der Zeit um die Jahrhundertwende wie auch des Neubarocks zu finden. Solitäre Gebäude mit Walmdach prägen das Bild dieser Straße.
  • Ensemble Altstadt Neunburg vorm Wald: Die Kirche St. Josef, die Burg, das Schloss und Befestigungsanlagen mit Türmen, Mauern und Zwinger stehen auf einem Granitsporn zwischen Rötzerbach und Schwarzach und bilden zusammen mit den Stadthäusern entlang des Stadtberges und der Hauptstraße die historische Altstadt Neunburgs.
  • Rathaus mit Schrannenplatz: Das spätgotische Rathaus aus dem Jahr 1411 am zentralen Platz der Altstadt mit Marienbrunnen aus dem Jahre 1888. Bemerkenswert sind die beiden in entgegengesetzter Richtung übereinander liegenden Tordurchfahrten unter dem Rathaus.
  • Schloss Neunburg vorm Wald
  • Schwarzachtalhalle: Die Schwarzachtalhalle dient als Stadt- und Veranstaltungshalle, daran angeschlossen ist eine Parkanlage mit Spielplatz.
  • Stadtpfarrkirche St. Josef

BaudenkmälerBearbeiten

In Neunburg vorm Wald finden sich zahlreiche unter Denkmalschutz stehende historische Bauten aus den unterschiedlichsten Epochen.

Kulturelle VeranstaltungenBearbeiten

Parks und GrünanlagenBearbeiten

 
Golfclub Oberpfälzer Wald
  • Stadtpark: Neben einer Minigolfanlage, einer modernen Skateranlage und Ruder- und Tretbooten findet man dort einen Rutengängerlehrpfad
  • Park am Torweiher
  • Dietrich-Bonhoeffer Park
  • Rosengarten
  • Golf- und Landclub Oberpfälzer Wald in Ödengrub
  • Eixendorfer Stausee

SchutzgebieteBearbeiten

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

WirtschaftBearbeiten

Die Stadt Neunburg vorm Wald ist ein maßgebender Wirtschaftsstandort in der Region und bietet Arbeit für rund 3300 Beschäftigte, von denen 1900 Pendler sind. Im ehemaligen Kasernenareal auf dem Plattenberg wurde ein Gewerbepark eingerichtet.

Die Gewerbesteuer hat einen Hebesatz von 320 %. Die Grundsteuer unterteilt sich in Hebesatz A (Landwirtschaft) mit 310 % und in Hebesatz B (Grundstücke) mit 330 %. Die Steuernummer der Stadt Neunburg vorm Wald lautet 211/114/50347.

Zu den bedeutendsten Firmen der Stadt zählen neben der Elektrotechnik-Gruppe Fleischmann Elektrotech Engineering (F.EE), die ihren Hauptsitz in Neunburg hat und mit über 1000 Beschäftigten der größte Arbeitgeber der Stadt ist, The Lorenz Snack-World die in Neunburg u. a. Kartoffelchips und Snacks produziert und die Süßwaren Trolli GmbH. Im Gewerbepark auf dem Gelände der ehemaligen Bundeswehrkaserne betreibt die Autovermietung Buchbinder Rent-a-Car ein Logistikzentrum.

Öffentliche EinrichtungenBearbeiten

Zu den öffentlichen Einrichtungen von Neunburg vorm Wald zählen die Dienststelle des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Schwandorf, die Außenstelle des Amtes für Digitalisierung, Breitband und Vermessung Nabburg, die Schwarzachtalhalle, die Stadtbücherei, das Hallenbad und das Erlebnisfreibad.

BildungBearbeiten

Bildungseinrichtungen in Neunburg vorm Wald:

Die nächstgelegenen Gymnasien sind das Ortenburg-Gymnasium in Oberviechtach und das Regental-Gymnasium in Nittenau.

Ehemaliger BundeswehrstandortBearbeiten

1963 wurde die Stadt eine Heeresgarnison der Bundeswehr. In Neunburg waren das Panzerbataillon 114, das Panzerartilleriebataillon 115, andere Truppenteile der Panzergrenadierbrigade 11 (bzw. Jägerbrigade 11) und eine Standortverwaltung stationiert. Die Pfalzgraf-Johann-Kaserne wurde 2007 geschlossen.[13]

VerkehrBearbeiten

AutoBearbeiten

Durch Neunburg vorm Wald verlaufen mehrere Staatsstraßen. So verbindet die Staatsstraße 2151 Neunburg mit Schwarzenfeld, wo sich die nächstgelegene Anschlussstelle der A 93 befindet. Die Staatsstraße 2398 verläuft in nördlicher Richtung über Dieterskirchen nach Oberviechtach zur B 22 nach Weiden i.d.Opf. und in südlicher Richtung nach Bodenwöhr zur B 85. Von dort ist über die Kreisstraße SAD 1 die Anschlussstelle Teublitz der A 93 Richtung Regensburg zu erreichen.

Die Staatsstraße 2040 verbindet über Neunburg vorm Wald den westlichen Landkreis Cham mit Nabburg.

ÖPNVBearbeiten

An Schultagen verkehren mehrere Linienbusse von Neunburg nach Oberviechtach und nach Cham. Weitere Buslinien führen nach Nittenau und Schwandorf.

Die Linie 43 des RVV verkehrt zweimal täglich von Neunburg vorm Wald zum Regensburger Hauptbahnhof.

EisenbahnBearbeiten

Hauptartikel: Bahnstrecke Bodenwöhr–Rötz

Ab 1896 verband die Eisenbahn Bodenwöhr Nord über Penting mit Neunburg vorm Wald. Im Jahr 1915 wurde die Bahnstrecke bis nach Rötz verlängert.

In Neunburg bestand neben dem Bahnhof mit Güterhallen und Lagerhäusern noch ein weiterer Haltepunkt. Dieser sogenannte Ostbahnhof befand sich am Torweiher an der heutigen Schwarzachtalhalle. Das ehemalige Bahnhofsgebäude wird heute als öffentliches WC genutzt. Daneben erinnert ein Bronzedenkmal an die Eisenbahn in Neunburg. Am 13. Dezember 1969 wurde jedoch der Personenverkehr auf der Bahnstrecke eingestellt. In den Folgejahren fuhren nur noch vereinzelte Güterzüge und die Trasse wurde, nachdem 1994 der Betrieb eingestellt wurde, 1998 zu einem Radweg ausgebaut.

Bahnhöfe in der Nähe sind Bodenwöhr Nord, Schwandorf, Roding und Regensburg Hbf.

FernradwegeBearbeiten

Neunburg vorm Wald liegt an der stillgelegten Bahnstrecke Bodenwöhr–Rötz, auf deren Trasse der Regen-Schwarzach Radweg (Nittenau-Neunburg) und der Schwarzachtalradweg (Nabburg-Rybník nad Radbuzou) verlaufen. Außerdem beginnt hier der Aschatalradweg nach Schönsee.

TriviaBearbeiten

Von 1986 bis Ende 1999 wurde in einem staatlich geförderten Pilotprojekt[14] unter Beteiligung des Bayernwerks (heute E.ON),[15] BMW, Linde und Siemens auf dem Gelände der heutigen Stadtwerke die regenerative Erzeugung von Wasserstoff mittels Elektrolyse und dessen Verwendung u. a. als Treibstoff untersucht.[16] Die Solar-Wasserstoff-Anlage Neunburg vorm Wald erlangte in Fachkreisen überregionale Aufmerksamkeit. Dennoch wurde das Projekt 1999 aufgegeben und das neben der Anlage errichtete Infozentrum geschlossen. Die Gebäude wurden erweitert und zum Standort der Stadtwerke Neunburg vorm Wald ausgebaut. Die große Photovoltaikanlage ist bis heute in Betrieb und liefert Ökostrom für die Stadtwerke.

2017 gab das Bundesfinanzministerium anlässlich des Stadtjubiläums ein Sonderpostwertzeichen „1000 Jahre Stadt Neunburg vorm Wald“ heraus. Es hatte einen Wert von 45 Cent und war in Verkaufsstellen der Deutschen Post erhältlich.[17]

BilderBearbeiten

PersönlichkeitenBearbeiten

EhrenbürgerBearbeiten

 
Gregor von Scherr um 1860

Töchter und Söhne der StadtBearbeiten

In Neunburg vorm Wald wirkende PersönlichkeitenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Gottfried Dachauer (Bürgermeister) und Sebastian Dachauer: Chronik der Stadt Neunburg v. W., zwei Bände, 1841
  • Anton Neckermann: Landkreis Neunburg vorm Wald, München-Assling, 1968
  • Stadt Neunburg vorm Wald (Hrsg.). Theo Männer et al.: 1000 Jahre Neunburg vorm Wald 1017–2017. media9-Schmidl Druck, Neunburg vorm Wald 2016.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. LEP: Anhang 1 Zentrale Orte(Gemeinden nach dem jeweiligen Gebietsstand) - Bürgerservice. In: Bayern.Recht. Bayerische Staatskanzlei, abgerufen am 8. August 2019.
  3. Neunburg bleibt Urlaubsprimus. Abgerufen am 13. Februar 2019.
  4. Regesta Imperii II,4 n. 1901 (online; abgerufen am 5. April 2017).
  5. Quelle 19: Slange (1641). Der Dreißigjährige Krieg in Selbstzeugnissen, Chroniken und Berichten. B. Warlich, abgerufen am 14. August 2012.
  6. Konzentrationslager Flossenbürg, Peter Heigl, 1994, ISBN 3-921114-29-2, S. 27–41
  7. Neunburg vorm Wald: Ortsgeschichte. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 27. September 2013; abgerufen am 14. August 2012.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.neunburgvormwald.de
  8. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 534.
  9. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 667 und 668.
  10. Datenbank Statistikdaten Bayern
  11. Kommunalwahlen Bayern. Abgerufen am 22. Juli 2017.
  12. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 4. Juli 2012 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.neunburgvormwald.de
  13. Neunburg vorm Wald: Ortsgeschichte. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 27. September 2013; abgerufen am 25. September 2012.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.neunburgvormwald.de
  14. Oberpfälzer Kulturbund: Das Solar-Wasserstoff-Projekt in Neunburg vorm Wald, PDF, aufgerufen 24. August 2012
  15. eOn, 2002: Erneuerbare Energien und Solarwasserstoff (Memento des Originals vom 8. April 2012 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.solarhydrogen.com, aufgerufen 24. August 2012
  16. BR-online, 2008 :Energie von der Sonne, aufgerufen 24. August 2012
  17. Auflage vier Millionen Stück, aufgerufen 1. Juni 2017
  18. Stern Osten. Abgerufen am 16. Februar 2018.