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Bundesstraße 22

Bundesstraße in Deutschland

Die Bundesstraße 22 (Abkürzung: B 22) führt von Würzburg in Unterfranken über die oberfränkischen Städte Bamberg und Bayreuth und die Oberpfälzer Stadt Weiden bis nach Cham am Fuß des Bayerischen Walds. Bei Schwarzach am Main zweigt sie von der A 3 ab und mündet bei Cham in die Bundesstraßen 20 und 85.

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Bundesstraße 22 in Deutschland
Bundesstraße 22
Karte
Verlauf der B 22
Basisdaten
Betreiber: DeutschlandDeutschland Bundesrepublik Deutschland
Straßenbeginn: Kitzingen
(49° 47′ N, 10° 12′ O)
Straßenende: Cham
(49° 13′ N, 12° 41′ O)
Gesamtlänge: 258 km

Bundesland:

Ausbauzustand: zweistreifig[A 1]
Bild Winklarn 2010 01.JPG
Bundesstraße 22 bei Winklarn

Als Umgehungsstraße führt sie an den oberfränkischen Gemeinden Seybothenreuth und Speichersdorf sowie den Oberpfälzer Städten Kemnath, Erbendorf, Oberviechtach und Rötz vorbei. In Bayreuth teilt sie sich einen Abschnitt des vierspurig ausgebauten Stadtkernrings mit der Bundesstraße 2 und der Bundesstraße 85.

Zwischen Erbendorf und Cham ist die B 22 Teil der Bayerischen Ostmarkstraße, die 1938 vollendet wurde.

GeschichteBearbeiten

UrsprungBearbeiten

Der Würzburger Fürstbischof Adam Friedrich von Seinsheim wurde 1755 zum Bischof von Würzburg und 1757 auch zum Bischof von Bamberg ernannt. Er förderte den Straßenbau in seinen beiden Bistümern und ließ die Straße zwischen seinen Residenzstädten Würzburg und Bamberg zu einer durchgehenden Chaussee ausbauen. Auch die Straße von Bamberg nach Bayreuth wurde auf dem Abschnitt bis Würgau zu einer Chaussee ausgebaut.

Frühere Strecken und BezeichnungenBearbeiten

Die 1932 eingerichtete Fernverkehrsstraße 22 (FVS 22), 1934 in Reichsstraße 22 (R 22) umbenannt, führte als Abzweigung der Reichsstraße 15 von Mitterteich nach Eger. Später wurde dieser Streckenabschnitt Teil der Bundesstraße 299.

Erst um 1937 wurde die gut ausgebaute Landstraße zwischen Würzburg, Bamberg und Bayreuth als Reichsstraße 22 in das Netz der Reichsstraßen einbezogen. Diese Reichsstraße führte 1937 nur bis Weiden. Ihr Straßenzustand östlich von Bayreuth wurde 1938 als gefährlich schlecht bezeichnet.

Die Bayerische Ostmarkstraße wurde 1938 vollendet. Sie wurde aus militärstrategischen Gründen parallel zur damaligen deutsch-tschechoslowakischen Grenze erbaut und war die erste für Kraftfahrzeuge geeignete Nord-Süd-Verbindungsstraße, die durch den Oberpfälzer Wald führte. Zwischen Weiden und Erbendorf ersetzte sie die bisherige Reichsstraße.

ErsetzungenBearbeiten

Im Jahre 1959 wurde bei Stadtschwarzach eine neue Mainbrücke für die Bundesstraße 22 gebaut.

Ein Teilstück wurde durch die A 70 zwischen der Anschlussstelle Scheßlitz und dem Kreuz Bamberg ersetzt. Von dort verläuft sie auf der A 73 bis zur Anschlussstelle Bamberg Süd. Die Trasse der alten B 22 von Bamberg nach Scheßlitz ist zur Staatsstraße 2190 umgewidmet worden.

Die Strecke von der Bundesstraße 8 bis Schwarzach wurde 2016 zur Staatsstraße 2450 abgestuft. Seitdem beginnt die B 22 an der Anschlussstelle Kitzingen-Schwarzach der Bundesautobahn 3 und unterbricht dort die Staatsstraße 2271.

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Thomas Gunzelmann: Ein erhaltener Abschnitt einer fürstbischöflich-bambergischen Chaussee bei Unterleiterbach. In: Dietmar Absch und Günter Dippold: Dorf-Leben. Politik, Glaube und Kultur im Wandel. 1200 Jahre Unterleiterbach, S. 176–178.
  • Josef Forster: Auf und Ab durch das Grenzland. Bundesstraße 22 eine der schönsten Panoramastrecken in Deutschland. In: Heimatzeitung Der neue Tag vom 6. Oktober 2004 oder im oberpfalznetz.de, Netzcode: 10622925.
  • Josef Forster: Panoramatour Ostmarkstraße. In: Heimatkundlicher Arbeitskreis Vohenstrauß: Streifzüge. 26/2004. S. 38–42.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Bundesstraße 22 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

AnmerkungenBearbeiten

  1. Von Stegaurach bis Bamberg vierstreifig autobahnähnlich; im Stadtgebiet Bayreuth teilweise vierstreifig
 
Die B 22 am Freiheitsplatz in Bayreuth