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Bundesstraße 417

Bundesstraße in Deutschland

Die deutsche Bundesstraße 417 (Abkürzung: B 417) führt von Nassau (Lahn) über Limburg an der Lahn nach Wiesbaden. Der Abschnitt von Limburg bis Taunusstein-Neuhof ist seit alters her unter dem Namen Hühnerstraße bekannt. Das letzte Teilstück ab Neuhof bis Wiesbaden, das bei der Platte über den Taunushauptkamm führt, ist die Platter Straße.

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Bundesstraße 417 in Deutschland
Bundesstraße 417
Karte
Verlauf der B 417
Basisdaten
Betreiber: DeutschlandDeutschland Bundesrepublik Deutschland
Gesamtlänge: 80 km

Bundesland:

Inhaltsverzeichnis

Geschichte/WeiteresBearbeiten

Die Bezeichnung Hühnerstraße für diese Altstraße im westlichen Hintertaunus ist eigentlich eine Verballhornung von Hünerstraße. Sie darf jedoch nicht verwechselt werden mit der weiter östlich von Oberursel bis Weilmünster durch den Taunus führenden Hünerstraße. Der Namensursprung beider Straßen geht vermutlich auf das keltische Wort „hön“ zurück, was so viel bedeutet wie „hoch“. Entlang der Hühnerstraße finden sich zudem etliche Hügelgräber, größtenteils aus der Hallstattzeit (500–400 v. Chr.), die früher irreführend als Hünengräber bezeichnet wurden. Die Herkunft des Wortes Hünerstraße ist demnach unsicher.

Die historische Hühnerstraße gehörte mit der Hessenstraße und der Rennstraße zu dem alten Wege- und Straßennetz im Taunus aus der keltisch-römischen Zeit.[1]

Sie führt durch die beiden Großgemeinden Hünfelden und Hünstetten, deren Ortsnamen während der hessischen Gebietsreform der 1970er Jahre entstanden und sich auf die Lage der Gemeinden an dieser Straße beziehen. An der Kreuzung der Hühnerstraße mit der Landesstraße von Hünstetten-Wallbach nach Hünstetten-Limbach liegt das Hofgut Hühnerkirche, auf dem vor Jahrhunderten ein Gotteshaus stand und danach eine Gastwirtschaft betrieben wird.[2]

Trassierung und VerkehrBearbeiten

Von Diez bis Limburg an der Lahn verläuft die B 417 gemeinsam mit der B 54. In Limburg unterquert die B 417 gemeinsam mit der B 8 in dem vierspurigen Schiedetunnel die Bahnanlagen.

Der südliche Abschnitt der B 417 (Limburg–Wiesbaden) ist eine kürzere Alternativroute zur Fahrt über die A 3/A 66 und weist deshalb, vor allem im Berufsverkehr, eine hohe Fahrzeugdichte auf. Die Strecke wird abschnittsweise von mehreren Regionalbus- und einer Schnellbuslinie befahren.

Der Taunussteiner Ortsteil Neuhof wird seit Dezember 1998 auf einer Umgehungsstraße umfahren. Nach der Abzweigung nach Taunusstein-Wehen steigt die B 417 in einem dreispurigen Abschnitt (zwei Spuren bergwärts, eine Spur talwärts) auf den Taunuskamm an, den sie am Jagdschloss Platte erreicht. Von hier aus fällt sie ebenfalls dreispurig steil nach Wiesbaden ab.

Touristische SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Der rekonstruierte Teil des Limes bei Orlen an der B 417

Die Bundesstraße 417 beginnt in Nassau und verläuft in östliche Richtung. Dort befindet sich die Stammburg des Hauses Nassau hoch über der Lahn. Von dort folgt sie als Teil der Lahn-Ferien-Straße dem Verlauf des Flusses bis Laurenburg. Danach verlässt die Straße das Lahntal und führt durch die südlichen Ausläufer des Westerwalds zur Stadt Diez mit dem Grafenschloss Diez und dem Schloss Oranienstein. Nur wenig später durchquert die Straße Limburg mit Dom, Altstadt, Lahnbrücke.

Im Limburg ändert die Straße die Hauptrichtung nach Süden und durchquert den Taunus. Im Bereich der Abfahrt nach Orlen überquert die Straße die ehemalige römische Grenzanlage Limes. Ein Teil der Grenzanlage aus Palisaden, Graben, Wall und Wachturm wurde wiederhergestellt und ist von der Straße aus zu sehen. An dieser Stelle befand sich das Kastell Zugmantel.

Nach dem Überqueren des Taunushauptkamms in 500 Meter Höhe nahe dem Jagdschloss Platte führt die Straße über eine kilometerlange und überwiegend dreispurig ausgebaute Gefällestrecke hinunter in das Stadtzentrum der Kur- und Landeshauptstadt Wiesbaden.

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Bundesstraße 417 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Altstraßen im Taunus
  2. Gemeinde Hünstetten: Geschichte der Hühnerkirche (PDF-Datei, 492 KB)