Bundesstraße 311

Bundesstraße in Deutschland

Die deutsche Bundesstraße 311 (Abkürzung: B 311) führt von Ulm entlang der Donau über Ehingen (Donau) bis zur Anschlussstelle Geisingen an der A 81.

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Bundesstraße 311 in Deutschland
Bundesstraße 311
Karte
Verlauf der B 311
Basisdaten
Betreiber: DeutschlandDeutschland Bundesrepublik Deutschland
Gesamtlänge: ca. 135 km

Bundesland:

Straßenverlauf
Stadtkreis Ulm
Ortschaft Ulm B10/B28
Vorlage:AB/Wartung/Leer Symbol: Tourist Ulmer Münster
Parkplatz Symbol: LinksRechtsSymbol: LinksRechts Parkplatz Donautal
Vorlage:AB/Wartung/Leer Symbol: Tourist Hochsträß
Ortschaft Ulm-Donautal
Ortschaft Ulm-Einsingen
Alb-Donau-Kreis
Parkplatz Symbol: Rauf Parkplatz Wernau
Parkplatz Symbol: Runter Parkplatz Flugplatz Erbach
Ortschaft Erbach
Vorlage:AB/Wartung/Leer Symbol: Tourist Schloss Erbach
Parkplatz Symbol: LinksRechtsSymbol: LinksRechts Parkplatz Erbach
Parkplatz Symbol: Rauf Parkplatz Donaurieden
Ortschaft Erbach-Donaurieden
Knoten Dreieck Donaurieden B30
Ortschaft Oberdischingen
Ortschaft Öpfingen
Parkplatz Symbol: LinksRechtsSymbol: LinksRechts Parkplatz Öpfingen
Ortschaft Ehingen (Donau)-Gamerschwang
Ortschaft Ehingen (Donau) B465/B492
Brücke Schmiechtalviadukt Ehingen (Donau)
Fluss Schmiech
Parkplatz Symbol: Rauf Parkplatz Hohe Warte
Parkplatz Symbol: Runter Parkplatz Stetten
Ortschaft Ehingen (Donau)-Deppenhausen
Vorlage:AB/Wartung/Leer Symbol: Tourist Schloss Mochental
Parkplatz Symbol: Runter Parkplatz Munderkingen/Kirchen
Vorlage:AB/Wartung/Leer Symbol: Tourist Kloster Untermarchtal
Ortschaft Untermarchtal
Parkplatz Symbol: Runter Parkplatz Untermarchtal-Donauviadukt
Brücke Donauviadukt Untermarchtal
Fluss Donau
Vorlage:AB/Wartung/Leer Symbol: Tourist Soldatenfriedhof Obermarchtal
Ortschaft Obermarchtal
Vorlage:AB/Wartung/Leer Symbol: Tourist Kloster Marchtal
Tankstelle Raststation Symbol: Hotel Raststätte (mit Motel) Obermarchtal
Parkplatz Symbol: Rauf Parkplatz Datthausen
Ortschaft Obermarchtal-Datthausen
Landkreis Biberach
Parkplatz Symbol: LinksRechtsSymbol: LinksRechts Parkplatz Unlingen
Vorlage:AB/Wartung/Leer Symbol: Tourist Bussen
Ortsumfahrung Ortsumgehung Unlingen
Ortschaft Riedlingen B312
Ortschaft Riedlingen-Neufra
Ortsumfahrung Ortsumgehung Ertingen
Tunnel (409 m)  Ertingen
Landkreis Sigmaringen
Vorlage:AB/Wartung/Leer Symbol: Tourist Naturpark Obere Donau
Ortsumfahrung Ortsumgehung Herbertingen B32
Vorlage:AB/Wartung/Leer Symbol: Tourist Heuneburg
Vorlage:AB/Wartung/Leer gemeinsam mit B32
Ortschaft Mengen B32
Ortsumfahrung Ortsumgehung Mengen-Rulfingen
Parkplatz Symbol: Runter Parkplatz Krauchenwies
Ortschaft Krauchenwies
Parkplatz Symbol: Runter Parkplatz Göggingen
Ortschaft Krauchenwies-Göggingen
Ortschaft Meßkirch-Menningen
Parkplatz Symbol: Runter Parkplatz Meßkirch
Ortschaft Meßkirch B313
Brücke Ablachbrücke Meßkirch
Fluss Ablach
Vorlage:AB/Wartung/Leer gemeinsam mit B313
Vorlage:AB/Wartung/Leer Symbol: Tourist Bodenseesender
Ortschaft Worndorf
Ortsumfahrung Ortsumgehung Danningen
Vorlage:AB/Wartung/Leer Symbol: Tourist Freilichtmuseum Neuhausen ob Eck
Ortsumfahrung Ortsumgehung Neuhausen ob Eck
Grünbrücke Grünbrücke
Grünbrücke Grünbrücke
Kreisverkehr Liptingen B14
Vorlage:AB/Wartung/Leer gemeinsam mit B14
Kreisverkehr Emmingen B491
Vorlage:AB/Wartung/Leer Symbol: Tourist Witthoh
Ortschaft Tuttlingen
Tunnel (948 m)  Kreuzstraßentunnel
Kreisverkehr Aesculapkreisel B523 B14
Brücke Donaubrücke Möhringen
Fluss Donau
Vorlage:AB/Wartung/Leer Symbol: Tourist Donauversickerung
Ortschaft Immendingen
Parkplatz Symbol: Runter Parkplatz Immendingen
Brücke Donaubrücke Geisingen
Fluss Donau
Parkplatz Symbol: Rauf Parkplatz Geisingen
Anschlussstelle (38)  Geisingen A81 B31 E41

GeschichteBearbeiten

UrsprungBearbeiten

Seit 1760 wurde die Strecke zwischen Ulm, Villingen und Straßburg regelmäßig durch eine Postkutsche befahren. Kurz darauf wurden die südwestdeutschen Landwege zu Chausseen ausgebaut. Die Straße zwischen Meßkirch und Mengen über das Gögginger Ried entstand zwischen 1765 und 1767. Die Straße zwischen Ulm und Riedlingen wurde 1770 anlässlich der Brautreise von Marie Antoinette zur Kunststraße ausgebaut.[1] Die Strecke von Geisingen nach Tuttlingen wurde um 1773 zur befestigten Straße ausgebaut. Das Menninger Heimatbuch berichtet von der Zunahme des Verkehrs in den Jahren 1856 bis 1874 von 22 auf 40 Zugtiere täglich.[2] Im Jahr 2007 wurden im gleichen Streckenabschnitt bei Göggingen etwa 11.000 Fahrzeuge täglich gezählt.

Frühere Strecken und BezeichnungenBearbeiten

Das Verzeichnis der Landstraßen in Baden vom 1. Juli 1901 teilt die heutige Bundesstraße 311 in drei verschiedene Teilstrecken:

  • Die badische Staatsstraße Nr. 58 zwischen Geisingen und Tuttlingen.
  • Die badische Staatsstraße Nr. 62 zwischen Ulm und Schaffhausen führte ab Meßkirch über die heutige Bundesstraße 313 nach Stockach und von dort über die heutige Bundesstraße 34 nach Schaffhausen.
  • Die badische Staatsstraße Nr. 99 zwischen Meßkirch und Tuttlingen endete nach 12,6 km an der badisch-württembergischen Grenze.

Die Trasse der heutigen Bundesstraße 311 überquerte mehrmals die badisch-württembergische Landesgrenze und trug deshalb vor Einführung des Reichsstraßennetzes 1934 verschiedene Nummern:

 
B 311-Tunnel der Ortsumgehung Ertingen
Land Staatsstraße Länge Verlauf
Württemberg Nr. 47 45,0 km Ulm – Riedlingen
Württemberg Nr. 76 19,4 km Riedlingen – Landesgrenze (– Meßkirch)
Hohenzollern k. A. ? (Ulm –) Landesgrenze – Krauchenwies – Landesgrenze (– Meßkirch)
Baden Nr. 62 ? (Ulm –) Landesgrenze – Meßkirch (– Stockach)
Baden Nr. 99 12,6 km Meßkirch – Landesgrenze (– Tuttlingen)
Württemberg Nr. 80 10,4 km (Meßkirch –) Landesgrenze – Tuttlingen
Württemberg Nr. 81 1,7 km Tuttlingen – Möhringen
Baden Nr. 58 15,9 km Möhringen – Geisingen

Die Reichsstraße 311 wurde um 1937 eingeführt und vereinte die oben genannten Streckenabschnitte zu einer durchgehenden Fernstraße.

In den 1970er Jahren wurde eine Autobahn von Freiburg nach Ulm entlang der heutigen B 311 und B 31 geplant (A 86). Das Projekt scheiterte jedoch im Schwarzwald zwischen Freiburg und Donaueschingen am Widerstand der Bevölkerung. Dadurch wurden auch die Planungen zwischen Donaueschingen und Ulm auf Eis gelegt. Bereits 1934 war eine „autobahnähnliche Straße“ von Ulm nach Freiburg in die mittelfristige Planung aufgenommen worden.[3]

 
Protesttafel der Bürgerinitiative Göggingen an der B 311

Die Straße zählt heute zu den wichtigsten Ost-West-Verbindungen in Baden-Württemberg und ist dementsprechend stark befahren, vor allem auch durch Lkw, die zwischen dem Großraum München und Frankreich unterwegs sind. In jüngster Zeit wurden einige Teilabschnitte (vor allem Steigungsstrecken) dreispurig ausgebaut, um sichere Überholmöglichkeiten zu schaffen:

ErsetzungenBearbeiten

Die Teilstrecke zwischen AS Geisingen (A 81) und Hüfingen wurde 1975 durch die B 31 ersetzt.

AusbauBearbeiten

Nach Eröffnung des Kreuzstraßentunnels in Tuttlingen am 17. Februar 2011 und der Einweihung der Umfahrung von Neuhausen ob Eck verlassen die B 14 und B 311 gemeinsam die Stadt Tuttlingen in Richtung Bodensee. Im Bereich von Emmingen-Liptingen zweigt die B 311 ab, umfährt jetzt Neuhausen ob Eck und trifft vor Worndorf auf die ursprüngliche Trasse.[4]

Weitere Maßnahmen:

  • Entlastungsstraße Rulfingen (eröffnet Mai 2012)
  • Ortsumfahrung Herbertingen zusammen mit B 32, 6,8 km (eröffnet am 20. Dezember 2012)
  • Ortsumfahrung Unlingen, 4,0 km (eröffnet am 25. August 2017)
  • Neubau Kreuzungsbauwerk mit der B 465 in Ehingen (fertiggestellt)
  • Neubau Kreuzungsbauwerk bei Untermarchtal (fertiggestellt)
  • Neubau Donauviadukt Untermarchtal (Verkehrsfreigabe Oktober 2013)

Planungen/Im BauBearbeiten

  • Querspange zwischen Erbach und Dellmensingen zur B 30, 7,6 km (im Bau bis voraussichtlich 2023)
  • Ortsumfahrung Riedlingen, 3,0 km (in Planung, weiterer Bedarf mit Planungsrecht)
  • Verlegung der B 311 zwischen Sigmaringen und Mengen als B 311n – Nordtrasse (Antrag auf Aufnahme in den Bundesverkehrswegeplan)
  • Ortsumfahrung Immendingen, 4,0 km (weiterer Bedarf)
  • Ortsumfahrung Obermarchtal, 2,0 km (vordringlicher Bedarf)
  • Ortsumfahrung Deppenhausen, 1,8 km (weiterer Bedarf)
  • Ausbau zwischen Stetten und Ehingen (Donau) von zwei auf vier Fahrspuren, 5,2 km (weiterer Bedarf)
  • Neubau mit vier Fahrspuren zwischen Ehingen (Donau) und Gamerschwang, 4,9 km (weiterer Bedarf)

Überquerte GewässerBearbeiten

Von Ost nach West:

FerienstraßenBearbeiten

Zwischen Ulm und Meßkirch führt die Oberschwäbische Barockstraße entlang der B 311.

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Bundesstraße 311 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

FußnotenBearbeiten

  1. Beschreibung des Oberamts Ehingen von 1826
  2. Joseph Binder: Menningen-Leitishofen. Ein Heimatbuch. Gemeindeverlag. Menningen 1933
  3. Rapp (rrm): Umgehungsstraße wird endlich gebaut. In: Südkurier vom 23. März 2011
  4. Nachgehakt! Was wurde eigentlich aus…. In: Südkurier vom 17. Januar 2011