Immendingen

Gemeinde in Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Immendingen
Immendingen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Immendingen hervorgehoben

Koordinaten: 47° 56′ N, 8° 44′ O

Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Tuttlingen
Höhe: 662 m ü. NHN
Fläche: 74,03 km2
Einwohner: 6259 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 85 Einwohner je km2
Postleitzahl: 78194
Vorwahlen: 07462

Mauenheim 07733
Ippingen 07706Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text

Kfz-Kennzeichen: TUT
Gemeindeschlüssel: 08 3 27 025
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schlossplatz 2
78194 Immendingen
Website: www.immendingen.de
Bürgermeister: Monika Kienzle (kommissarisch, CDU)
Lage der Gemeinde Immendingen im Landkreis Tuttlingen
Landkreis KonstanzLandkreis RottweilLandkreis SigmaringenSchwarzwald-Baar-KreisZollernalbkreisAldingenBalgheimBärenthalBöttingenBubsheimBuchheimDeilingenDenkingenDürbheimDurchhausenEgesheimEmmingen-LiptingenFridingen an der DonauFrittlingenGeisingenGosheimGunningenHausen ob VerenaImmendingenIrndorfKönigsheimKolbingenMahlstettenMühlheim an der DonauNeuhausen ob EckReichenbach am HeubergRenquishausenRietheim-WeilheimSeitingen-OberflachtSpaichingenTalheim (Landkreis Tuttlingen)TrossingenTuttlingenWehingenWurmlingen (Landkreis Tuttlingen)Karte
Über dieses Bild

Immendingen ist eine Gemeinde im Landkreis Tuttlingen in Baden-Württemberg. Nach Fläche ist sie die 2. größte, nach Einwohnern die fünft größte Gemeinde im Landkreis Tuttlingen.

GeographieBearbeiten

Geographische LageBearbeiten

Immendingen liegt an der Oberen Donau auf der Baaralb. Auf dem Gemeindegebiet befinden sich Versinkungsstellen der Donauversinkung (im ehemaligen Badischen hat sich der Name „Donauversinkung“, der auch auf den Hinweisschildern steht, durchgesetzt; im Württembergischen wird von der „Donauversickerung“ gesprochen).

Mit dem Höwenegg beginnt in Immendingen die Reihe der Hegauvulkane. Dort wurden unter anderem Säbelzahntiger, Antilopen sowie eines der wenigen gut erhaltenen Urpferde ausgegraben. Im Heimatmuseum in Immendingen findet man Exponate der verschiedenen Ausgrabungen. Den Funden wurde im Naturkundemuseum in Karlsruhe ein eigener Saal, der Höweneggsaal, gewidmet.

NachbargemeindenBearbeiten

Die Gemeinde grenzt im Norden an Talheim, im Osten an die Kreisstadt Tuttlingen, im Südosten an Emmingen-Liptingen, im Süden an Engen im Landkreis Konstanz und im Westen an die Stadt Geisingen sowie die Stadt Bad Dürrheim im Schwarzwald-Baar-Kreis.

GemeindegliederungBearbeiten

Zur Gemeinde Immendingen mit den früher selbständigen Gemeinden Hattingen, Hintschingen, Ippingen, Mauenheim und Zimmern gehören 22 Dörfer, Weiler, Höfe und Häuser.

Zur ehemaligen Gemeinde Hattingen gehören das Dorf Hattingen, die Höfe Haslerhof, Riedhof, Windegg und die Häuser Bahnstation Hattingen und Witthoh. Zur ehemaligen Gemeinde Hintschingen gehören das Dorf Hintschingen und das Gehöft Eschentalerhof. Zur Gemeinde Immendingen in den Grenzen vor der Gemeindereform in den 1970er Jahren gehören das Dorf Immendingen, der Gemeindeteil Bachzimmern und die Häuser Gundelhof-Höwenegg. Zur ehemaligen Gemeinde Ippingen gehören das Dorf Ippingen und die Häuser Ippinger Mühle und Schmelzlehäusle. Zur ehemaligen Gemeinde Mauenheim gehören das Dorf Mauenheim und die Höfe Büchlehof und Daxmühle. Zur ehemaligen Gemeinde Zimmern gehören das Dorf Zimmern, die Zinken Amtenhausen und Talhof und das Haus Säge.

Im Gebiet der ehemaligen Gemeinde Hattingen liegen die abgegangenen Ortschaften Brunnenhof und Gereut.[2]

GeschichteBearbeiten

Die erste urkundliche Erwähnung Immendingens geht auf das Jahr 1101 zurück. Wissenschaftliche Untersuchungen ergaben, dass das Gemarkung schon um das Jahr 1500 v. Christus besiedelt war.[3]

Immendingen entstand am Kreuzungspunkt uralter Handelsstraßen. Die Ortsnamenendung -ing lässt darauf schließen, dass die Siedlung alemannischen Ursprungs ist. Der Name geht auf einen alemannischen Stammesvater zurück, der sich mit seiner Sippe im Talgrund der Donau niederließ.

Verschiedene Funde bezeugen, dass Immendingen schon wesentlich vor seiner urkundlichen Erwähnung im Jahre 1101 besiedelt war. Von großer Bedeutung sind in diesem Zusammenhang die 1905 gefundenen 55 römischen Münzen. Sie wurden in London und Trier geprägt und zeigen Kaiserbilder von Trajan, Decius und Konstantin.

In der Karolingerzeit gehörte der Ort mit dem Aitrachtal zum Hegau und wurde im 12. Jahrhundert der Baar zugeordnet. Ursprünglich im Besitz der Grafen von Zollern ging das Gebiet schließlich an die Zähringer über. Die höhere Gerichtsbarkeit besaßen die Landgrafen der Baar. Im Jahre 1250 übernahmen sie die Grafen von Fürstenberg. Über viele Jahrhunderte prägten die Ortsherren das Leben des Dorfes. Bedeutende Geschlechter der Ortsherren waren auf der Oberen Burg die Herren von Schreckenstein und auf der Unteren Burg die Herren von Reischach.

Immendingen wurde im Jahre 1444 im Reichskrieg gegen die eidgenössischen Bauern schwer in Mitleidenschaft gezogen und im Bauernkrieg 1524 mit harten Strafen belegt. Der Dreißigjährige Krieg hatte bis 1632 die Gegend verschont. Die folgenden Kriegsjahre brachten durch Plünderung, Brandschatzung, Hunger und Pest Schrecken und Unglück über die Bevölkerung. Als der Krieg zu Ende war, kostete es viel Mühe, die Armut zu mildern. Doch die Not hörte nicht auf. Unter den Eroberungskriegen Ludwigs XIV. litt Immendingen erheblich. Die ständigen Truppendurchzüge der Napoleonischen Heere verursachten tiefe Verschuldung. 1810 wurden die Reichsritterschaft und die Rechte der Ortsherrschaft aufgehoben und die Gemeinde dem Land Baden zugeteilt.

Schon im Mittelalter entdeckte man auf der Gemarkung Bohnerz. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts ließen die Grafen von Fürstenberg ein Schmelzwerk zu dessen Verhüttung auf der Gemarkung Ippingen errichten. 1807 ging das Obere Schloss durch Kauf an das Haus Fürstenberg über. Im Jahr 1812 entschloss sich das Haus Fürstenberg, ein neues Schmelzwerk, die Amalienhütte, in Bachzimmern zu erbauen. Bereits 1835 wurde im Oberen Schloss die erste Maschinenfabrik Badens eingerichtet. Jahre später verlegte man sie in das Untere Schloss. Durch den Bau der Eisenbahn zum Ende des 19. Jahrhunderts erfuhr das Wirtschaftsleben eine erfreuliche Belebung. 1867 konnte die Strecke Donaueschingen–Immendingen dem Verkehr übergeben werden. Drei Jahre später wurde der Eisenbahnverkehr auf der Strecke Immendingen–Tuttlingen eröffnet. 1890 konnte die Wutachtalbahn eingeweiht werden. Immendingen war damit ein bedeutender Eisenbahnknotenpunkt. Anknüpfend an die jahrzehntelange Eisenbahngeschichte erhielt Immendingen im Jahr 2003 die Betriebsleitung und Betriebswerkstätte für den Ringzug.

Rückschläge und verheerende Auswirkungen hatten die zwei Weltkriege zur Folge. Die letzten Kriegstage 1945 brachten die Front mit all ihren Schrecken und Problemen in die Gemeinde. Nach dem totalen Zusammenbruch mussten die Gemeinde und ihre Bürger beachtliche Leistungen vollbringen, um die Schäden des Krieges zu beseitigen und für die Bevölkerung Wohnraum und Arbeitsmöglichkeiten zu schaffen. Durch die rege Bautätigkeit stieg die Einwohnerzahl stark an. Zahlreiche Flüchtlinge und Heimatvertriebene fanden eine neue Heimat. Die Errichtung einer Bundeswehrgarnison im Jahre 1958 gab für die weitere Aufwärtsentwicklung neue Impulse. Mit beträchtlichem Aufwand wurde in der Neuzeit eine moderne Infrastruktur geschaffen. Seit 1963 ist nach grundlegender Renovierung das Obere Schloss Sitz der Gemeindeverwaltung. Dem Bau der Donauhalle folgte 1965 die Schlossschule und zehn Jahre später das neue Schulgebäude der Reischach-Realschule. Zusammen mit der Förderschule und inzwischen auch einer „Schule des Lebens“ verfügt die Gemeinde über ein kleines Bildungszentrum, das zum Ende des vergangenen Jahrhunderts eine wesentliche Erweiterung erfuhr. Weitere Maßstäbe setzte die Gemeinde mit der Ausweisung des Freizeitzentrums und dem Bau der Großsporthalle im Jahre 1985.[4]

Ehemalige BurgenBearbeiten

Auf dem Gemeindegebiet befanden sich die Burg Darrendobel, die Burg Immendingen, die Heidenburg sowie die Burg Amtenhausen (auch Burg Zimmern genannt).

EingemeindungenBearbeiten

Im Zuge der Gemeindegebietsreform in Baden-Württemberg wurde am 1. Januar 1971 die bis dahin selbständige Gemeinde Zimmern eingemeindet. Am 1. Dezember 1971 erfolgte die Eingemeindung von Mauenheim. Hattingen, Hintschingen und Ippingen wurden am 1. Dezember 1974 eingemeindet.[5]

Wappen der eingemeindeten Gemeinden
 
Hattingen
 
Hintschingen
 
Ippingen
 
Mauenheim
 
Zimmern
 
Bachzimmern

PolitikBearbeiten

VerwaltungsverbandBearbeiten

Immendingen bildet mit der Nachbarstadt Geisingen den Gemeindeverwaltungsverband „Immendingen-Geisingen“ mit Sitz in Geisingen.

GemeinderatBearbeiten

Die Kommunalwahlen in Baden-Württemberg 2019 führte bei einer Wahlbeteiligung von 57,5 % (2014: 52,1 %) zu folgendem Ergebnis:[6]

Partei / Liste Stimmenanteil Sitze Vergleich
CDU 69,0 % 13 2014: 70,4 %, 13 Sitze
SPD 25,6 % 5 2014: 29,6 %, 5 Sitze
Immendingen Mit Mehr Innovation (IMMI) 5,4 % 1 2014: nicht kandidiert

BürgermeisterBearbeiten

Am 18. April 2010 wurde Markus Hugger mit 85,9 % der Stimmen, bei einer Wahlbeteiligung von 60,6 %, zum Bürgermeister von Immendingen gewählt und 2018 für eine zweite Amtszeit bestätigt.[7] Er löste Helmut Mahler ab, der nach 40 Jahren im Amt am 14. Juni 2010 seinen letzten Arbeitstag hatte. 2020 kandidierte Markus Hugger als Bürgermeister der Stadt Spaichingen und gewann die Wahl.

Liste der Bürgermeister:[8]

  • 1831–1845: Sohm
  • 1846–1859: Franz Heitzmann
  • 1860–1867: Kaiser
  • 1867–1870: Kaiser jun.
  • 1871–1872: Louis Senn
  • 1872–1884: Johann Nepomuk Neef
  • 1884–1915: August Heitzmann
  • 1915–1925: Arnold Goldschmied
  • 1926–1933: Eduard Jäkle
  • 1933–1934: Albert Freytag
  • 1934–1938: Adolf Hirth
  • 1938–1942: August Anthony
  • 1942–1945: Friedrich Hauß
  • 1945–1948: Max Binder
  • 1949–1970: Eduard Jäkle (1897–1970)
  • 1970 (3. Januar bis 15. Februar): Manfred Hollerbach
  • 1970–2010: Helmut Mahler (* 1942)
  • 2010–2020: Markus Hugger (* 1971, CDU)
  • seit 1. Mai 2020: Monika Kienzle, kommissarisch als 1. Bürgermeisterstellvertreterin[9]

Wappen und FlaggeBearbeiten

Banner, Wappen und Hissflagge
   
 

Blasonierung: „In geteiltem Schild oben in Silber (Weiß) einen wachsenden roten Löwen, unten von Blau und Silber (Weiß) dreimal geteilt.“

Wappenbegründung: Das 1900 verliehene Wappen ist abgeleitet vom Wappen der Freiherren von Wartenberg, welche im 15. Jahrhundert auch die Herren von Immendingen waren.[10]

Flagge: Das Banner bzw. die Hissflagge ist blau-weiß längs- bzw. quergestreift mit dem aufgelegten Wappen oberhalb bzw. in der Mitte.[11]

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Immendingen war eine Garnisonsgemeinde und einer der drei Standorte der deutsch-französischen Brigade.

Von 1996 bis 2011 war die Gemeinde Heimat des 3e régiment de hussards – 3e RH (3. Husarenregiment)

Seit der Schließung der Garnison vollzieht die Gemeinde erfolgreich den Wandel zum Wirtschaftsstandort, mehrere Groß- und Mittelstandsbetriebe haben sich seitdem in Immendingen angesiedelt.

Oberfeldwebel-Schreiber-KaserneBearbeiten

 
Hauptzufahrt der Oberfeldwebel-Schreiber-Kaserne

Seit Dezember 1958 bestand auf dem Talmannsberg die damals neu erbaute Kaserne, die seit dem 27. Mai 1967 zum Gedenken an den ehemaligen Ritterkreuzträger den Namen Oberfeldwebel-Schreiber-Kaserne trug. Über viele Jahre waren mehrfach umgegliederte Panzergrenadier- sowie Artillerieeinheiten und Dienststellen, das Verteidigungskreiskommando (VKK) 532 und Reservelazarettgruppen stationiert. Im Oktober 1996 ist Immendingen mit dem Artilleriebataillon 295, der Panzerpionierkompanie 550 und dem 3. französischen Husarenregiment zu einem Standort der deutsch-französischen Brigade geworden. Aufgaben der Wehrverwaltung leistete das im Zentrum von Immendingen stationierte Bundeswehr-Dienstleistungszentrum (Früher: Standortverwaltung). Zu dessen Zuständigkeitsbereich gehörten neben Immendingen nunmehr auch die Standorte Donaueschingen, Müllheim, Efringen-Kirchen, Freiburg, Todtnau-Fahl, Appenweier, Pfullendorf, Ravensburg und Leutkirch-Urlau mit zeitweise über 7000 Soldaten und zivilen Angehörigen der Bundeswehr. Davon leisteten in der Oberfeldwebel-Schreiber-Kaserne beim Artilleriebataillon 295, der Panzerpionierkompanie 550 und dem französischen 3. Husarenregiment insgesamt 1600 Soldaten ihren Dienst. Letzteres wurde 2011 nach Metz verlegt.[12] Im Zuge der Neuausrichtung der Bundeswehr von 2011 wurde die Kaserne im 3. Quartal 2016 geschlossen.[13]

Daimler Prüf- und TechnologiezentrumBearbeiten

Die Gemeinde hatte die Bundeswehr darum gebeten,[14] das 420 Hektar großen Gelände der Oberfeldwebel-Schreiber-Kaserne freizugeben, um dort eine Teststrecke der Daimler AG zu eröffnen. Die Bauarbeiten begannen im Februar 2015.[15] 2018 wurde das Prüf- und Technologiezentrum mit 20 Teststrecken eröffnet. Daimler investierte rund 200 Millionen Euro. Laut Planung sollen rund 300 Mitarbeiter an der Erprobung von Assistenzsystemen, autonomen Fahrfunktionen und Elektrofahrzeugen arbeiten. Außerdem werden in Immendingen die weltweiten Fahrzeugerprobungen von Daimler gebündelt.[16]

Bioenergiedorf MauenheimBearbeiten

Mauenheim, ein Ortsteil von Immendingen mit rund 400 Einwohnern und 148 Gebäuden, ist das erste Bioenergiedorf Baden-Württembergs (am Netz seit dem 1. November 2006) und nach Jühnde in Niedersachsen deutschlandweit das zweite. Die Biogasanlage und Hackschnitzelheizung wird durch eine Photovoltaikanlage ergänzt. Für die Finanzierung und den Betrieb des Projekts wurde eine Gesellschaft gegründet. Nach Berechnungen der Betreiber sollen durch das Projekt etwa 1900 t CO2 pro Jahr eingespart werden.

VerkehrBearbeiten

 
Der Bahnhof von Immendingen
 
Das Ringzug-Bahnbetriebswerk der HZL in Immendingen

Immendingen ist für seine Größe ein bedeutender Eisenbahnknoten, an dem drei Bahnlinien zusammenlaufen. Im Bahnhof Immendingen trifft die Schwarzwaldbahn von Offenburg nach Konstanz auf die Zweigstrecke nach Tuttlingen. Außerdem ist Immendingen Ausgangspunkt der Wutachtalbahn über Blumberg nach Waldshut, deren Abschnitt bis Blumberg seit 2004 als Teil des Ringzug-Konzepts wieder regelmäßig bedient wird. Neben dem Bahnhof Immendingen verfügt Immendingen außerdem über die Haltepunkte Immendingen Mitte und Immendingen Zimmern. Bis 1934 war Immendingen zudem Endpunkt der Bahnlinie von Stuttgart, seitdem fahren die Züge von Tuttlingen direkt über Hattingen nach Singen. Der Betriebsbahnhof Hattingen (Baden), an dem die Bahnstrecke Tuttlingen–Hattingen auf die Schwarzwaldbahn trifft, liegt ebenfalls auf Immendinger Gemarkung, so dass sich hier insgesamt drei in Betrieb befindliche Eisenbahnstrecken befinden, nämlich die Schwarzwaldbahn, die Bahnstrecke Tuttlingen–Immendingen und die Wutachtalbahn. Immendingen besitzt so für seine Größe eine recht gute Bahnanbindung. Züge der Schwarzwaldbahn halten hier stündlich in jeder Richtung.

Für den Betrieb des Ringzugs hat dessen Betreiber, die Hohenzollerische Landesbahn, in Immendingen ein Bahnbetriebswerk mit zahlreichen neuen Arbeitsplätzen errichtet in dem inzwischen auch die Seehäsle-Züge der Strecke Radolfzell-Stockach gewartet werden.

Die Auffahrt der Bodenseeautobahn Bundesautobahn 81 befindet sich etwa drei Kilometer westlich von Immendingen. Immendingen liegt an der Bundesstraße 311 und hat somit direkten Anschluss nach Ulm und Freiburg.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

Die Kommune ist dem Tourismusverband „Donaubergland“ angeschlossen.

BauwerkeBearbeiten

  • Das Obere Schloss aus dem 12. Jahrhundert dient heute als Rathaus.[17]
  • Das Untere Schloss aus dem 13. Jahrhundert diente der ehemaligen „Immendinger Gießerei und Maschinenfabrik GmbH“ als Produktionsstätte.[18]
  • Gedeckte Holzbrücke über die Donau in Zimmern
  • Bachzimmerer Tal (Kohlemeiler)
  • Kloster Amtenhausen

NaturdenkmaleBearbeiten

 
Donauversinkung: Im trockenen Donau-Flussbett

Regelmäßige VeranstaltungenBearbeiten

  • Schlossfest Immendingen; alle zwei Jahre
  • Weihnachtsmarkt des Bundes der Selbständigen
  • Gewerbeausstellung des Bundes der Selbständigen; alle vier Jahre
  • Fasnet, die Narrenzunft Strumpfkugler Immendingen 1905 e. V. ist Mitglied der Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte (VSAN) und organisiert gemeinsam mit weiteren Narrenvereinen und Gruppen die Ortsfasnet.[21]
  • Ende September wird die Herbstabschlussübung der Freiwilligen Feuerwehr Immendingen durchgeführt, hier zeigen die Feuerwehren der Gesamtgemeinde im Wechsel, zusammen oder separat, ihre Fähigkeiten der Öffentlichkeit.

PersönlichkeitenBearbeiten

EhrenbürgerBearbeiten

  • Eduard Jäkle (1897–1970), Bürgermeister von 1926 bis 1933 und von 1949 bis 1970. Seiner Initiative ist es zu verdanken, dass Immendingen 1958 als eine der ersten Gemeinden in Südbaden Bundeswehrstandort wurde. 1968 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz verliehen.
  • Helmut Mahler (* 1942), mit 40 Dienstjahren war er der dienstälteste Bürgermeister in Baden-Württemberg. Aus diesem Grund wurde ihm im Juni 2010 durch die damalige Umweltministerin Tanja Gönner das Bundesverdienstkreuz verliehen. Bei einem Bürgerfest wurde Mahler die Ehrenbürgerwürde der Gemeinde verliehen. Er hat sich viele Jahre erfolgreich für den Erhalt der Garnison am Standort Immendingen eingesetzt.[22]

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Fritz Vögele, Franz Dreyer: Immendingen. Geschichte einer Gemeinde an der Donauversinkung. Thorbecke, Sigmaringen 1989, ISBN 3-7995-4121-7.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Bevölkerung nach Nationalität und Geschlecht am 31. Dezember 2018 (CSV-Datei) (Hilfe dazu).
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VI: Regierungsbezirk Freiburg Kohlhammer, Stuttgart 1982, ISBN 3-17-007174-2. S. 641–644.
  3. www.immendingen.de
  4. www.immendingen.de
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 494 und 518.
  6. Wahlinformation des Kommunalen Rechenzentrums
  7. www.suedkurier.de, Südkurier vom 19. April 2010, abgerufen am 24. August 2015
  8. Fritz Vögele, Franz Dreyer: Immendingen. Geschichte einer Gemeinde an der Donauversinkung. Thorbecke, Sigmaringen 1989, ISBN 3-7995-4121-7.
  9. Gemeinde Immendingen - Gemeinderat. Abgerufen am 28. April 2020.
  10. Wappenbeschreibung
  11. Flagge der Gemeinde Immendingen
  12. 3. Husarenregiment
  13. Bundesministerium der Verteidigung: Schließungszeitpunkte von Liegenschaften der Bundeswehr: Baden-Württemberg. (PDF; 14 kB) (Nicht mehr online verfügbar.) 12. Juni 2012, archiviert vom Original am 19. Juni 2012; abgerufen am 13. Juni 2012.
  14. Gemeinde Immendingen – Geschichtliches. In: www.immendingen.de. Abgerufen am 29. April 2016.
  15. Immendingen baut Zukunft | Daimler. (Nicht mehr online verfügbar.) In: Daimler. Archiviert vom Original am 29. April 2016; abgerufen am 29. April 2016.
  16. Selina Ehrenfeld: So sieht das neue Daimler Testgelände in Immendingen aus. In: schwaebische.de. Abgerufen am 28. März 2019.
  17. Das obere Schloss auf der Seite der Gemeinde Immendingen
  18. Das untere Schloss auf der Seite der Gemeinde Immendingen
  19. a b c d e Geodienst des Bundesamt für Naturschutz
  20. sk: Geisingen und Immendingen nun Teil des Naturparks „Obere Donau“. In: suedkurier.de. SÜDKURIER GmbH Medienhaus, 15. Mai 2018, abgerufen am 16. Mai 2018.
  21. Narrenzunft Strumpfkugler Immendingen e. V. – Mitglied der Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte e. V. Abgerufen am 22. November 2018.
  22. Dienstältester Amtschef Helmut Mahler geehrt. In: Südkurier vom 14. Juni 2010.

WeblinksBearbeiten

Commons: Immendingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien