Bundesstraße 20

Bundesstraße in Deutschland

Die Bundesstraße 20 (Abkürzung: B 20) ist eine deutsche Bundesstraße. Sie verläuft in Nord-Süd-Ausrichtung zwischen der Gemeinde Schönau am Königssee im Südosten Bayerns und der Grenze zur Tschechischen Republik bei Furth im Wald, teilweise nahe der österreichischen Grenze. Sie verläuft ausschließlich in Bayern.

Vorlage:Infobox hochrangige Straße/Wartung/DE-B
Bundesstraße 20 in Deutschland
Bundesstraße 20
Karte
Verlauf der B 20
Basisdaten
Betreiber: Deutschland Bundesrepublik Deutschland
Straßenbeginn: Schönau-OT Königssee
(47° 35′ 35″ N, 12° 59′ 14″ O)
Straßenende: Furth im Wald
(49° 20′ 27″ N, 12° 51′ 0″ O)
Gesamtlänge: ca. 260 km

Bundesland:

Ausbauzustand: meist zweistreifig[1]
Bundesstraße 20 bei Fridolfing
Straßenverlauf
Freistaat Bayern
Landkreis Berchtesgadener Land
Schönau-OT Königssee
bei Berchtesgaden B305
Vorlage:AB/Wartung/Leer gemeinsam mit B305 Richtung Schneizlreuth
Königsseer Ache
Berchtesgadener Ache
Bischofswiesener Ache
Vorlage:AB/Wartung/Leer gemeinsam mit B305 Richtung Salzburg
bei Bischofswiesen-OT Strub B305
Bischofswiesen-OT Strub
über Bahnstrecke Bad Reichenhall–Berchtesgaden
Bischofswiesener Ache
Bischofswiesen
Bischofswiesen-OT Winkl
Bahnstrecke Bad Reichenhall–Berchtesgaden
Pass (693 m)  Hallthurm
Bahnstrecke Bad Reichenhall–Berchtesgaden
Bayerisch Gmain
Bad Reichenhall
unter Bahnstrecke Bad Reichenhall–Berchtesgaden
Bad Reichenhall-Süd B21 E641 St 2101
Vorlage:AB/Wartung/Leer gemeinsam mit B21 E641 Richtung Salzburg
Ortsumgehung Bad Reichenhall
über Bahnstrecke Freilassing–Bad Reichenhall
Bad Reichenhall-Nord
nördlich von Bad Reichenhall
Vorlage:AB/Wartung/Leer gemeinsam mit B21 E641 Richtung Schneizlreuth
südwestlich von Bad Reichenhall-OT Weißbach B21 E641 („Gablerknoten“)
Saalach
über Bahnstrecke Freilassing–Bad Reichenhall
Ortsumgehung Piding-OT Pidingerau/Mauthausen St 2103
(115)  Bad Reichenhall A8 E52 E60
Ortsumgehung Piding
über Bahnstrecke Freilassing–Bad Reichenhall
Ainring-OT Hammerau
Ortsumgehung Ainring-OT Feldkirchen
Ainring-OT Hausmoning
unter Bahnstrecke Rosenheim–Salzburg
Ortsumgehung Freilassing B304 St 2104
Ortsumgehung Surheim
Sur
Ortsumgehung Surheim
Laufen-OT Mayerhofen
Laufen St 2103
Ortsumgehung Laufen
Landkreis Traunstein
Fridolfing-OT Berg
Ortsumgehung Fridolfing-OT Untergeisenfelden
Ortsumgehung Fridolfing
Ortsumgehung Fridolfing-OT Pietling
Ortsumgehung Tittmoning-OT Kirchheim
Tittmoning St 2106
nordwestlich von Tittmoning St 2105
Tittmoning-OT Ranharting
Tittmoning-OT Nonnreit
Landkreis Altötting
bei Burgkirchen-OT Wechselberg St 2107
Burghausen-OT Marienberg[veraltet]
Burghausen St 2357 St 2108
über Bahnstrecke Mühldorf–Burghausen
Burghausen-Nord
nördlich von Burghausen St 2108
Alzkanal
über Bahngleis Güterverkehrszentrum Burghausen
Burghausen-Industriegebiet
Burghausen-Industriegebiet
(25)  Burghausen A94 B12 E552
Vorlage:AB/Wartung/Leer gemeinsam mit B12 E552 Richtung Passau
Inn
Landkreis Rottal-Inn
Vorlage:AB/Wartung/Leer gemeinsam mit B12 E552 Richtung München
Stammham B12 E552
über Bahnstrecke München–Simbach
bei Julbach-OT Untertürken St 2090
Zeilarn-OT Mannersdorf
Zeilarn-OT Gumpersdorf
Ortsumgehung Zeilarn-OT Kellndorf
Ortsumgehung Zeilarn St 2590
Ortsumgehung Wurmannsquick
bei Eggenfelden-OT Tiefstadt B588
Eggenfelden-Süd B388
Vorlage:AB/Wartung/Leer gemeinsam mit B388 Richtung Passau
Ortsumgehung Eggenfelden
Rott
Vorlage:AB/Wartung/Leer gemeinsam mit B388 Richtung München
Eggenfelden-Ost B388
unter Bahnstrecke Passau–Neumarkt-Sankt Veit
Eggenfelden-Nord St 2108
Ortsumgehung Falkenberg
östlich von Falkenberg-OT Diepoltskirchen St 2327
Ortsumgehung Falkenberg-OT Altgmain
Ortsumgehung Malgersdorf St 2115
(Kollbach) 
Landkreis Dingolfing-Landau
Ortsumgehung Simbach (bei Landau) St 2112
Ortsumgehung Simbach-OT Haunersdorf St 2083
Vils
Landau-OT Mettenhausen
Landau-OT Fichtheim
Landau-Süd St 2113
Isar
Ortsumgehung Landau St 2114
über Bahnstrecke Landshut–Plattling
Landau-Nord
Beginn der Kraftfahrstraße
(19)  Landau an der Isar A92 E53
Pilsting St 2074
Pilsting-OT Trieching
Landkreis Straubing-Bogen
Oberschneiding-OT Reißing
Oberschneiding-Süd
Oberschneiding-Nord
Aiterhofen-OT Niederharthausen
südöstlich von Aiterhofen B8
Aiterhofen St 2142
Kreisfreie Stadt Straubing
über Bahnstrecke Regensburg–Passau
Straubing-Ost
über Bahnstrecke Straubing–Bogen
Straubing-Nord
Landkreis Straubing-Bogen
Donau (Brücke Straubing)
Parkstetten St 2125
(106)  Straubing A3 E56
Steinach St 2140
Steinach-OT Wolferszell
Ascha St 2147
Ende der Kraftfahrstraße
Ortsumgehung Rattiszell St 2326
Ortsumgehung Stallwang
Ortsumgehung Loitzendorf-OT Rißmannsdorf
Landkreis Cham
Traitsching-OT Trebersdorf
Ortsumgehung Traitsching
Ortsumgehung Traitsching-OT Wilting
Cham-OT Höfen
Cham-Süd B85 St 2146
Beginn der Kraftfahrstraße
Vorlage:AB/Wartung/Leer gemeinsam mit B85 Richtung Viechtach
Cham-OT Chammünster
Cham-Ost B22
Vorlage:AB/Wartung/Leer gemeinsam mit B85 Richtung Roding
Cham-OT Chameregg B85
Regen
Cham-OT Kothmaißling
Chamb
über Bahnstrecke Schwandorf–Furth im Wald
Weiding
Arnschwang / Rimbach
Furth im Wald-Süd
über Bahnstrecke Schwandorf-Furth im Wald
Chamb
Tunnel Deschlberg (745 m)
Furth im Wald-Mitte St 2161 St 2154
unter Bahnstrecke Schwandorf-Furth im Wald
Furth im Wald-Nord
Ende der Kraftfahrstraße
Grenzübergang Furth im Wald
Weiter auf S26 Silnice I/26 Richtung Domažlice

Frühere Strecken und BezeichnungenBearbeiten

Die bayerischen Staatsstraßen wurden ihrem Anfangsort entsprechend nummeriert:

StreckenverlaufBearbeiten

 
B 20 bei Piding kurz vor Anschluss zur A 8

Beginnend im äußersten Südosten Deutschlands im Ortsteil Königssee der Gemeinde Schönau am Königssee, in unmittelbarer Nähe des gleichnamigen Sees verläuft die B 20 zunächst ca. 50 km durch den Landkreis Berchtesgadener Land. Nach etwa fünf Kilometern erreicht sie Berchtesgaden, ab hier verläuft die Bundesstraße für einige Kilometer gemeinsam mit der B 305, bevor sie wieder nach Norden abzweigt und über Bischofswiesen, den Pass Hallthurm und nach einer kurvigen Gefällestrecke Bayerisch Gmain und dann Bad Reichenhall erreicht. Kurz nachdem die B 20 mit der B 21 für ein paar Kilometer gemeinsam verläuft, wird folgt in Piding die Anschlussstelle an die A 8, von dort führt sie über Ainring nach Freilassing.

Ab hier folgt sie linksseitig dem Lauf der Salzach gen Norden, die hier die Grenze zu Österreich bildet. Die B 20 verläuft in der Folge durch die Städte Laufen, Tittmoning und Burghausen, bis sie im Marktl auf die A 94 trifft, die momentan hier endet. Von hier bildet die B 20 die Weiterführung der Autobahn Richtung Passau, gemeinsam mit der B 12, in Richtung Passau, die in Kürze zur A 94 ausgebaut werden soll. Nach der Innquerung verlässt sie erstmals Oberbayern und führt nun auch die gemeinsame Trasse mit der B 12 verlassend, quer durch Niederbayern. Über Eggenfelden, wo sie auf einem Teilstück gemeinsam mit der B 388 verläuft und die Rott quert, führt sie durch das Niederbayerische Hügelland und das Vilstal nach Landau an der Isar.

Kurz nach der Isarquerung und kurz vor der Anschlussstelle an die A 92 beginnt der erste Abschnitt, in dem die B 20 als Kraftfahrstraße ausgewiesen ist. Nördlich der A 92 ist sie dann auch überwiegend dreispurig ausgebaut, quert nach etwa 20 Kilometern die B 8 südöstlich von Straubing in einem als Kleeblatt ausgebauten Knotenpunkt, passiert dann die Donaubrücke Straubing und kreuzt – erneut in Form eines Kleeblatts – die A 3. Nach einigen Kilometern endet die Kraftfahrstraße und die B 20 führt durch das Kinsachtal in die Oberpfalz hinauf. Schließlich trifft sie auf die Stadt Cham im Regental, die sie in gemeinsamem Verlauf mit der B 85 tangiert. Ab hier ist die B 20 wieder als Kraftfahrstraße ausgewiesen. Nachdem die B 22 und schließlich auch die B 85 die B 20 verlassen haben, verläuft sie durch die Cham-Further Senke an Weiding und Arnschwang vorbei und umfährt die Stadt Furth im Wald in weitem Bogen seit 2013 als Umgehungsstraße, die unter anderem durch den 745 Meter langen Tunnel Deschlberg führt. Wenige Kilometer nach Furth im Wald endet die B 20 nahe dem Ortsteil Schafberg am Grenzübergang zur Tschechischen Republik. Jenseits der Grenze führt die Fernverkehrsstraße Silnice I/26 weiter nach Pilsen.

„Blaue Route“Bearbeiten

 
Straßenschild an der B 20 in Tittmoning (Bayern, Deutschland) mit Hinweis auf die „Blaue Route“

Als Teil einer Ausweichroute des östlichen alpenquerenden Fernverkehrs mit einer weiträumigen Umgehung Münchens anlässlich der Olympischen Sommerspiele 1972 wurden die Schilder zwischen den Autobahnanschlüssen Straubing (A 3) und Piding (A 8) südwärts mit einem blauen Punkt, nordwärts mit einem blauen Ring deutlich markiert, was der Strecke den Beinamen „Blaue Route“ eingebracht hat.

Vergleiche auch: „Rote Route“ zur Umgehung des Tunnels Pfaffenstein bei Regensburg.

VerkehrsbelastungBearbeiten

Die B 20 wird häufig vom Güterverkehr aus Salzburg kommend als alternative Route zur A 8/A 9 genutzt und ist daher oft durch Lkws überbelastet. Bei km 122,1 wurden 2010 an der Zählstelle am südlichen Ortsrand von Laufen 10.928 Kfz/24 h erfasst, der Güterverkehrsanteil betrug rund 11 %.[2]

Zu Spitzenzeiten führt dieser Umstand zu einer fahrbaren Höchstgeschwindigkeit von nur 60 km/h, obwohl die Verkehrsführung der B 20 aufgrund vieler Umgehungsstraßen höhere Geschwindigkeiten erlauben würde.

AusbauBearbeiten

Eine Umfahrung der Stadt Laufen, die unter anderem mit einem Anschluss an die österreichische B 156 über eine neue Salzachbrücke ausgeführt werden könnte, ist in Planung.[3] Am 19. März 2011 wurde der erste Bauabschnitt der Ortsumgehung Furth im Wald mit dem 745 Meter langen Tunnel Deschlberg eröffnet. Nach der Eröffnung des zweiten Bauabschnitts von der AS Furth-Mitte bis Furth-Nord am 5. September 2013 wurde die B 20 komplett auf die Ortsumgehung verlegt.[4]

TriviaBearbeiten

Für LKW bestand nach dem Bundesfernstraßenmautgesetz (BFStrMG) lange keine LKW-Mautpflicht auf der B 20.[5] Seit dem 1. Juli 2018 sind Bundesstraßen für LKW ab 7,5 Tonnen generell mautpflichtig.[6]

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Bundesstraße 20 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. zwischen Landau a. d. Isar und Anschluss A 3 dreistreifig
  2. BVR–Dipl.-Ing. Klaus Schlosser: Verkehrsuntersuchung, Salzachquerende Ortsumgehung Laufen / Oberndorf, Vorstudie 2012. (PDF, 6,55 MB) (Nicht mehr online verfügbar.) Land Salzburg & Landkreis Berchtesgadener Land, archiviert vom Original am 26. Juli 2014; abgerufen am 8. September 2013.
  3. ing Traunreuth GmbH: Verkehrsuntersuchung, Salzachquerende Ortsumgehung Laufen / Oberndorf, Vorstudie 2012 - Übersichtsplan Trassenvarianten, Naturschutzflächen und Hochwasserbereiche. (PDF, 6,03 MB) (Nicht mehr online verfügbar.) Land Salzburg & Landkreis Berchtesgadener Land, archiviert vom Original am 15. Juli 2014; abgerufen am 8. September 2013.
  4. Wolfgang Baumgartner: Südumgehung bringt Lebensqualität. In: Mittelbayerische Zeitung. 5. September 2012, abgerufen am 8. September 2013.
  5. Bundesanstalt für Straßenwesen: Die Mauttabelle 4.4 (Bundesstraßen). PDF. Online auf www.mauttabelle.de, abgerufen am 26. Juli 2016.
  6. NDR: Maut: Lkw müssen auf Bundesstraßen zahlen, 1. Juli 2018, online auf www.ndr.de, abgerufen am 5. Januar 2019.