Bundesstraße 180

Bundesstraße in Deutschland

Die Bundesstraße 180 (Abkürzung: B 180) ist eine deutsche Bundesstraße im Land Sachsen-Anhalt und den Freistaaten Thüringen und Sachsen. Zwischen Freyburg und Zeitz ist die B 180 Teil der Straße der Romanik.

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Bundesstraße 180 in Deutschland
Bundesstraße 180
Karte
Verlauf der B 180
Basisdaten
Betreiber: DeutschlandDeutschland Bundesrepublik Deutschland
Straßenbeginn: Egeln
(51° 56′ N, 11° 24′ O)
Straßenende: Frankenberg/Sa.
(50° 55′ N, 13° 2′ O)
Gesamtlänge: 262 km

Bundesland:

Ausbauzustand: siehe unten
Flöha - Augustusburg street (aka).jpg
Bundesstraße 180 in Flöha (Augustusburger Straße)
Straßenverlauf
Land Sachsen-Anhalt
Salzlandkreis
Kreuzung Egeln B81
Ortsumfahrung Ortsumgehung Egeln
Ortschaft Hecklingen OT Schneidlingen
Ortsumfahrung Ortsumgehung Schneidlingen
Ortschaft Symbol: Flug Magdeburg-Cochstedt
Anschlussstelle (28)  Aschersleben-Mitte A36
Ortsumfahrung Ortsumgehung Aschersleben
wegfallend nach Freigabe Ortsumgehung Aschersleben
Ortschaft AscherslebenB185
Fluss Eine
Landkreis Mansfeld-Südharz
Ortschaft Arnstein OT Quenstedt
Ortschaft Arnstein OT Pfersdorf
Ortsumfahrung Ortsumgehung Hettstedt
Ortsumfahrung Ortsumgehung Leimbach B86 B242
Fluss Wipper
Brücke Mansfelder Bergwerksbahn
Ortsumfahrung Ortsumgehung Lutherstadt Eisleben B80
Brücke Bahnstrecke Halle–Hann. Münden
Ortsumfahrung Ortsumgehung Rothenschirmbach
Anschlussstelle (19)  Eisleben A38
Saalekreis
Ortschaft Farnstädt
Ortsumfahrung Ortsumgehung Querfurt B250
Ortschaft Barnstädt
Fluss Weida
Ortschaft Steigra
Burgenlandkreis
Ortschaft Gleina
Ortsumfahrung Ortsumgehung Freyburg (Unstrut) B176
Fluss Unstrut
Ortschaft Freyburg OT Nißmitz
Ortschaft Naumburg OT Kleinjena
Bahnübergang Unstrutbahn
Ortschaft Naumburg OT Roßbach
Fluss Saale
Ortschaft Naumburg (Saale) B87 B88
Bahnübergang Bahnstrecke Naumburg–Teuchern
Ortschaft Wethau B87
Fluss Wethau
Ortschaft Meineweh OT Pretzsch
Anschlussstelle Naumburg A9 E49 E51
Ortschaft Meineweh OT Unterkaka
Ortschaft Meineweh
Ortschaft Kretzschau
Ortschaft Kretzschau OT Grana B2
Ortschaft Zeitz
Fluss Weiße Elster
Freistaat Thüringen
Landkreis Altenburger Land
Ortschaft Meuselwitz
Fluss Schnauder
Ortschaft Kriebitzsch
Ortschaft Rositz
Ortschaft Altenburg
Ortsumfahrung Ortsumgehung Altenburg B7 B93
Ortschaft Nobitz OT Münsa
Fluss Pleiße
Ortschaft Nobitz
Freistaat Sachsen
Landkreis Zwickau
Ortschaft Oberwiera OT Niederwiera S 251
Fluss Wiera
Ortschaft Waldenburg B175
Fluss Zwickauer Mulde
Ortschaft Callenberg S 248
Anschlussstelle (65)  Hohenstein-Ernstthal A4 E40
Ortschaft Hohenstein-Ernstthal S 245
Ortschaft Bernsdorf
Ortschaft Gersdorf B173 S 252
Erzgebirgskreis
Ortschaft Lugau S 246
Ortschaft Niederwürschnitz S 256
Fluss Würschnitz
Bahnübergang Bahnstrecke Stollberg–St. Egidien
Brücke über A72 E441
Ortschaft Stollberg/Erzgeb. S 258
Ortsumfahrung Ortsumgehung Stollberg B169 S 258
Ortschaft Stollberg OT Hoheneck
Ortsumfahrung Ortsumgehung Thalheim/Erzgeb.
Ortschaft Thalheim/Erzgeb. S 257
Ortschaft Meinersdorf OT Burkhardtsdorf S 259
Ortschaft Burkhardtsdorf B95
Ortschaft Burkhardtsdorf OT Neu-Eibenberg
Bahnübergang Bahnstrecke Chemnitz–Adorf
Fluss Zwönitz
Ortschaft Burkhardtsdorf OT Kemtau
Ortschaft Amtsberg OT Dittersdorf S 232
Ortschaft Amtsberg OT Weißbach
Ortschaft Gornau/Erzgeb. B174 S 235
Landkreis Mittelsachsen
Ortschaft Augustusburg OT Kunnersdorf
Ortschaft Augustusburg OT Erdmannsdorf S 236
Fluss Zschopau
Ortschaft Flöha B173 S 223
Fluss Flöha
Ortschaft Frankenberg/Sa. B169 S 203
  • In Bau
  • In Planung
  • Verkehrsbeeinflussungsanlage
  • ÜberblickBearbeiten

    GeschichteBearbeiten

    UrsprungBearbeiten

    Der Straßenbau zwischen Altenburg und Naumburg (Saale) begann 1815 und wurde vor 1845 vollendet. Der anschließende Streckenabschnitt zwischen Naumburg und Freyburg (Unstrut) wurde 1847 zur Chaussee ausgebaut. Zwei Jahre später (1849) wurde der Straßenbau von Freyburg (Unstrut) bis Querfurt fortgesetzt.

    Frühere Strecken und BezeichnungenBearbeiten

    Die preußische Staatschaussee Nr. 90 führte von Egeln über Naumburg nach Jena. Von Naumburg aus führte die preußische Staatschaussee Nr. 73 über Zeitz nach Altenburg.

    Die 213 km lange Reichsstraße 180 zwischen Egeln und Stollberg wurde um 1937 eingeführt. Diese Straße lag 1949 bis 1990 vollständig auf dem Territorium der DDR und wurde als Fernverkehrsstraße 180 (Abkürzung F 180) bezeichnet.

    Bis Ende 2019 führte die B 180 von Egeln nördlich weiter über das Etgersleben, Klein Germersleben und Bottmersdorf weiter bis zum Kreisverkehr Rittertor in Wanzleben. Dabei wurde die B 246 gekreuzt. Nach Ausbau der B 81 wurde diese Straße abgestuft, weil sich der Verkehr auf die B 81 verlagert und die dortige B 180 damit ihre Bedeutung verloren hat.[1][2]

    VerlaufBearbeiten

    Sachsen-AnhaltBearbeiten

    Die Bundesstraße 180 verläuft im sachsen-anhaltischen Teil durch die Magdeburger Börde, den landwirtschaftlich geprägten Ostharz und die Weinanbaugebiete von Saale und Unstrut im Naturpark Saale-Unstrut-Triasland.

    Der Salzlandkreis wird von der B 180 von Nord nach Süd durchquert. Beginnend westlich von Egeln an der B 81, verläuft die B 180 zweistreifig in südlicher Richtung. Nach 5,8 km wird das Dorf Schneidlingen erreicht. 3,2 km südlich wird dann der Flughafen Magdeburg-Cochstedt tangiert. Nach weiteren 4 km wird der Ascherslebener Stadtteil Winningen passiert, weitere 4 km dahinter befindet sich die Anschlussstelle „Aschersleben-Mitte“ der Nordharzautobahn A 36. Es schließt sich die bereits erwähnte ehemalige Kreisstadt Aschersleben an. Hier kreuzt die Straße die Bahnstrecke Halle–Vienenburg sowie die B 185. Die Bundesstraße 180 verläuft auf etwa 5,4 km im Stadtgebiet von Aschersleben. Derzeit befindet sich die Ortsumfahrung Aschersleben-Quenstedt in Planung. Der nördliche, 1. Bauabschnitt der die Anschlussstelle „Aschersleben-West“ der A 36 (bis 2019: B 6n) mit der B 185 verbindet wurde bereits für den Verkehr freigegeben und ist bereits als B 180 beschildert. Einen Kilometer hinter dem südlichen Ortsausgang liegt die Kreisgrenze.

     
    Brücke über die Wipper bei Mansfeld
     
    Beginn der Ortsumfahrung Eisleben (im Norden)

    2,5 Kilometer hinter der Kreisgrenze liegt Quenstedt, das auf der Eislebener Straße durchquert wird. Im weiteren Verlauf wird der Ortsteil Pfersdorf durchquert. Nach einem weiteren Kilometer beginnt die 2009 fertiggestellte Ortsumfahrung Hettstedt, die neben der Stadt Hettstedt auch die Orte Walbeck und Siersleben vom Durchgangsverkehr befreit. Bei Mansfeld, 9 km hinter dem Beginn der Umgehungsstraße, wird der Fluss Wipper auf der 200 m langen Wipperbrücke überquert. Die Straße führt dann an Klostermansfeld vorbei. Hier werden auch die Gleise der Mansfelder Bergwerksbahn, der Bahnstrecke Klostermansfeld–Wippra und der Berlin-Blankenheimer Eisenbahn überbrückt bzw. unterquert.

    Zwischen Mansfeld und Klostermansfeld wird nach Fertigstellung der Ortsumfahrung Annarode-Siebigerode-Mansfeld der B 86 ein neuer Knoten gebaut werden. Die Strecke zwischen der Anschlussstelle Sangerhausen-Süd an der A 38, dem Knoten von B 86 und B 180 bei Mansfeld-Klostermansfeld und der Anschlussstelle „Aschersleben-West“ an der A 36 wird als Ersatz für die A 71-Nordverlängerung zwischen dem Autobahndreieck Südharz (A 38 und A 71) bei Sangerhausen und der Anschlussstelle Plötzkau an der A 14 für den Verkehr der Relation Erfurt-Magdeburg-Schwerin komplett ortsdurchfahrtsfrei ausgebaut. Das Land Sachsen-Anhalt hält die Trasse für einen möglichen späteren Bau der A 71-Nordverlängerung raumplanerisch frei.

    Der Abschnitt zwischen Klostermansfeld und der Ortsumgehung Eisleben ist aufgrund der Steigungen dreistreifig ausgebaut (4. Bauabschnitt der OU Hettstedt). Östlich von Volkstedt schließt sich die 16 km lange Ortsumfahrung der Lutherstadt Eisleben an. Auf ihr wird das Flüsschen Böse Sieben überquert, dann wird östlich der Stadt die B 80 gekreuzt. Südlich davon wird der kleine Gebirgszug Hornburger Sattel überquert. Hier kreuzt die Ortsumfahrung die ursprüngliche Trasse, danach wird der Eislebener Stadtteil Rothenschirmbach umfahren. Die Ortsumfahrung endet an der Autobahnanschlussstelle Nr. 19 der A 38, „Lutherstadt Eisleben“. 500 m dahinter folgt die Kreisgrenze.

    Die Straße durchquert den Kreis kurz im Westen und verläuft größtenteils auf Querfurter Stadtgebiet. Erste Ortschaft ist das gleich hinter der Kreisgrenze (1,1 km) liegende Farnstädt. Kurz vor dem Ortsausgang steigt die Straße über Serpentinen zur Querfurter Platte auf. Nach 3,5 km in Richtung Süden zweigt die Ortsumfahrung Querfurt ab, nach 6,3 km verlässt die B 180 die Ortsumfahrung, die von dort als B 250 nach Nebra (Unstrut) weiterführt. Die Bundesstraße 180 verläuft nun auf der Straße „Vor dem Nebraer Tor“ wieder in südlicher Richtung, nach 3,6 km wird die Gemeinde Barnstedt passiert. Die Trasse verläuft nun in süd-westlicher Richtung, nach weiteren 4 km wird Steigra durchquert. Dahinter liegt die Kreisgrenze.

     
    Brücke der Bundesstraße über die Unstrut bei Nißmitz

    Im Burgenlandkreis wird zuerst das zwei Kilometer hinter der Kreisgrenze liegende Gleina durchquert. Dahinter verlässt die Straße die Querfurter Platte und fällt zum Unstruttal ab. Hier wird auf der neuen Ortsumfahrung die Stadt Freyburg umfahren und zusammen mit der B 176 die Unstrut überquert. Im Freyburger Ortsteil Nißmitz trifft sie wieder auf die ursprüngliche Trasse. Die Straße verläuft nun flussabwärts durch das Unstruttal, wo die Naumburger Ortsteile Kleinjena (nach 2,3 km) und Roßbach (nach 1,3 km) tangiert werden. Knapp hinter Roßbach wird die Saale überquert, die Bundesstraße verläuft nun 500 m durch Saalewiesen bis die Stadt Naumburg erreicht wird. Die Straße überquert hier zuerst die Bahnsteige der Thüringer Bahn, verläuft am Naumburger Oberlandesgericht vorbei nach in südlicher Richtung bis zur Innenstadt, wo sie auf die Bundesstraßen 88 und 87 trifft. Letzterer folgt sie um den Naumburger Dom herum, verlässt dann die Stadt mit ihr und trennt sich mit ihr hinter dem 4 km entfernten Ort Wethau. Die B 180 schlängelt sich durch die Felder, nach 2,6 km wird ein Wäldchen, nach weiteren 2,3 km der Ort Stößen tangiert. Hier biegt der Weg in Richtung Südosten ab, nach 2 km wird das Dorf Pretzsch erreicht. Dahinter wird die Anschlussstelle Naumburg der A 9 überquert, danach (600 m) wird der Ortsteil Oberkaka der Gemeinde Meineweh, nach 1,7 km wiederum Meineweh, nach weiteren 3,7 km der Ortsteil Hollsteiz von Döschwitz und nach 2,6 km selbiges passiert. Einen Kilometer weiter wird Kretzschau passiert. Ab hier verläuft die Trasse in Richtung Osten. Nach dem Grana durchquert wurde, wird dann die Ortsumfahrung Zeitz und damit auch die B 91 gekreuzt. Die Bundesstraße 180 benutzt sie aber nicht, sondern führt durch das Zeitzer Stadtgebiet. Hier verläuft die Straße zuerst durch die nördlichen Stadtteile, biegt dann nach Süden ab, unterquert zusammen mit der B 2 die Bahngleise am Hauptbahnhof und überbrückt dann die Weiße Elster. Dann führt sie durch die Innenstadt, am Zeitzer Marktplatz vorbei und verläuft 2,7 km fast schnurgerade über die Geußnitzer Straße bis das Stadtgebiet verlassen wird. Die Trasse verläuft von dort wieder relativ ereignislos in Richtung Osten, die anliegenden kleinen Dörfer sind über Landstraßen mit ihr verbunden. Sechs Kilometer hinter dem Ortsausgang Zeitz folgt die Kreis- und auch Landesgrenze.

    ThüringenBearbeiten

    Der thüringische Teil der Bundesstraße 180 ist der kürzeste der 3 Teile, auch er verläuft, wie der sachsen-anhaltische Teil, fast durchgehend durch Felder. Es wird nur ein Landkreis durchfahren:

    Nachdem die Landesgrenze durchfahren ist, wird zuerst nach 1,3 km der Meuselwitzer Ortsteil Brossen tangiert. Daraufhin folgt nach 900 m der Ortseingang der Stadt Meuselwitz selbst, die auf einer Länge von 3,5 km durchfahren wird. Die Straße verläuft ab dem Ortsausgang schnurgerade in Richtung Südosten, nach 1,8 km wird der Ort Kriebitzsch durchfahren, nach weiteren 2,4 km Rositz erreicht. Hier ist der Weg leicht Kurvig. Nach dem Ortsausgang von Rositz führt die Straße an der Wilhelm-Pieck-Siedlung und dem ebenfalls zu Lödla gehörenden Gewerbegebiet vorbei in die Kreisstadt Altenburg. Hier verläuft die Straße zuerst in südöstlicher Richtung, biegt dann nach Nordosten ab, unterquert die Bahngleise am Bahnhof Altenburg, biegt dann nochmals nach Norden ab, verlässt dann die Stadt und führt am Gewerbegebiet Windischleuba auf die Umgehungsstraße. Die gerade beschriebene Strecke ist fünf Kilometer lang. Die Ortsumgehung Altenburg führt im Osten an der Stadt vorbei, die Bundesstraße 180 verläuft auf ihr zusammen mit den Bundesstraßen 7 und 93. Südöstlich der Stadt zweigt die Trasse ab und führt wieder in Richtung Südosten. Nach 500 m wird der Nobitzer Ortsteil Münsa durchquert, unmittelbar die Pleiße überquert und danach Nobitz durchquert. Dann wird der Leipzig-Altenburg Airport tangiert. Gleich dahinter wird der Nobitzer Ortsteil Niederleupten passiert, hier biegt der Weg nach Südosten ab. Im Nobitzer Ortsteil Klausa 1,6 km weiter biegt die Trasse dann in Richtung Süden ab, dann wird der Ortsteil Garbus nach 800 m durchquert. Nach weiteren 900 m wird der Nobitzer Ortsteil Ehrenhain passiert. Hier verläuft die B 180 kurz in südwestlicher Richtung, dann wieder in Richtung Süden. Der Nobitzer Ortsteil Oberarnsdorf wird tangiert sowie der Ortsteil Gösdorf passiert, dann folgt die Kreis- und auch Landesgrenze.

    SachsenBearbeiten

    In Sachsen verläuft die Bundesstraße 180 durch die Vorläufer des Erzgebirges. Dadurch wird auch die Landschaft abwechslungsreicher, Forstgebiete und Flussauen werden durchquert. Hauptsächlich verläuft die Straße hier um Chemnitz, sie kommt vom Nordwesten, umrandet die Stadt im Süden und endet nordöstlich der Stadt.

    Nach dem die Landesgrenze zu Thüringen überquert ist verläuft die Straße in Richtung Südosten, die beiden Oberwieraer Ortsteile Niederwiera und Wickersdorf werden durchquert, danach steigt die Straße nach zwei Kilometern bei Waldenburg in das Tal der Zwickauer Mulde, die hier überquert wird, ab. Dort[3] zweigt auch die B 175 ab. Nach dem Verlassen Waldenburgs wird der Waldenburger Forst passiert, dann, nach einem Kilometer Callenberg passiert. Hier biegt die Straße in Richtung Süden ab und verläuft dann vier Kilometer durch Felder, bis sie auf die Abfahrt 65 der A 4 trifft. Hier biegt sie nach Osten ab, verläuft am Pfaffenberg vorbei und biegt dann nach Süden ab. Auf einer Länge von drei Kilometern wird ein Waldstück durchquert, die Straße führt im Westen an Hohenstein-Ernstthal und der Rennstrecke Sachsenring vorbei. Im Westen der langgezogenen Stadt Oberlungwitz trifft die Bundesstraße 180 auf die B 173, dann verläuft sie wieder in südlicher Richtung. Der Ort Gersdorf wird im Osten umgangen, dann folgt die Kreisgrenze.

    Nach einem Kilometer in Fahrtrichtung Ost biegt die Straße am Ortseingang Lugau nach Süden ab, im Ortskern wird dann wieder nach Südwesten abgeschwenkt. Der Weg führt nun durch eine Einfamilienhaussiedlung, die Lugau mit Niederwürschnitz verbindet. Im letztgenannten Ort wird die Bahnstrecke Stollberg–St. Egidien überquert, nach dem Ortsausgang steigt die Straße zum Rand des Erzgebirges auf. Zuerst wird aber die A 72 überquert, am Kreisverkehr am Ortseingang von Stollberg, circa 200 m danach zweigt die Trasse dann nach Süden ab, um die Stadt zu umgehen. Nach eineinhalb Kilometern in Richtung Süden trifft die Bundesstraße dann auf die B 169. Hier biegt die Straße wieder nach Osten ab, überbrückt das Flüsschen Gablenz und verläuft auf einer Neubaustrecke zur Zwönitzer Straße östlich von Stollberg. Auf dieser verläuft die Straße wieder nach Stollberg zurück, um im Stadtteil Hoheneck nach Osten auf die Thalheimer Straße und damit auf die alte Trasse abzubiegen. Nach einem Kilometer tritt die Straße in einen Wald ein, hier steigt der Weg auf einer kleinen Serpentine auf eine Höhe von 540 Metern auf (Stollberg-Hoheneck liegt auf einer Höhe von 482 Metern). Dort befindet sich die Tabakstanne. Nachdem die Höhe überwunden ist, fällt die Straße wieder zum 440 Meter hoch gelegenen Tal der Zwönitz. Hier liegt Thalheim, im Stadtzentrum zweigt die Straße wieder nach Nordosten ab. Zwei Kilometer nach Thalheim folgt die Bundesstraße der Zwönitz, es wird die Gemeinde Burkhardtsdorf durchquert: zuerst der Ortsteil Meinersdorf, dann nach drei Kilometer der Hauptort Burkhardtsdorf, wo die B 95 den Weg kreuzt, dann die Ortsteile Neu Eibenberg (nach zwei Kilometern) und Kemtau (nach einem Kilometer). Die Gemeinde wird jetzt verlassen, dem Tal der Zwönitz wird noch bis Dittersdorf gefolgt. Der Fluss verläuft nun in Richtung Norden, die Trasse der B 180 biegt jedoch nach Osten ab. Bei Weißbach biegt die Straße wieder in Richtung Norden ab und kreuzt nach 2,5 Kilometer die autobahnähnlich ausgebaute B 174. 500 Meter dahinter biegt die B 180 nach Osten ab, durchquert Gornau zur Hälfte und biegt dann wieder nach Norden ab. Nach zwei Kilometern wird das langgezogene Dittmannsdorf passiert, es liegt im Tal eines Baches, dem die Bundesstraße bis zur drei Kilometer nördlich gelegenen Kreisgrenze folgt.

    Gleich nach der Kreisgrenze führt der Weg in das Tal der Zschopau indem er einem Bach bis zur Mündung in diese bei Kunnersdorf folgt. Nun folgt die Straße dem Tal, hinter einer Flussbiegung wird Erdmannsdorf passiert. Dann führt die Bundesstraße 180 zwischen einem Wald und der Zschopau in nördlicher Richtung in das drei Kilometer entfernte Plaue, wo der Fluss überquert wird. Plaue geht übergangslos in die Stadt Flöha über. Die Bundesstraße folgt dem Fluss etwa einen Kilometer, bevor sie dann an der „Alten Baumwolle“ nach rechts auf die Neubaustrecke der zukünftigen Bundesstraße B 173n schwenkt, welche im Dezember 2012 eröffnet worden ist. Diesem Straßenverlauf folgt die B 180 etwa vier Kilometer bis zur B 173 etwas außerhalb der Ortslage Niederwiesa. Sie biegt nach Nordosten ab, unterquert die Gleise der Bahnstrecke Dresden–Werdau und überquert den Fluss Zschopau auf der sogenannten „Landbrücke“. Dann trennen sich die beiden Bundesstraßen wieder, die B 173 führt weiter nach Osten und die B 180 biegt nach Norden ab, um das Tal der Zschopau zu verlassen. Nun verläuft die Straße über einen kleinen Höhenzug und am Dorf Altenhain vorbei, bis sie nach drei Kilometer die Stadt Frankenberg/Sa. erreicht. Hier fällt der Weg wieder in das Zschopautal ab, dann trifft die B 180 auf die B 169, an der sie endet.

    Zwischen Kunnersdorf und Erdmannsdorf sind 2006 Teile der Straße abgerutscht. Ein ca. 400 m langer Abschnitt ist nur einstreifig befahrbar, der Gegenverkehr wird mit einer Ampelanlage gesichert.[4] Der Abschnitt ist zusätzlich für Kraftfahrzeuge über 3,5 t sowie Fußgänger und Radfahrer gesperrt. Eine Instandsetzung ist bis November 2018 nicht erfolgt.

    AusbauzustandBearbeiten

     
    Zweistreifiger Ausbau mit Zusatzfahrstreifen im Hintergrund auf der Wipperbrücke bei Mansfeld

    Der Ausbauzustand der B 180 gliedert sich wie folgt:

    Abschnitt Streifen Trennstreifen Bemerkung
      Egeln −   Leimbach 2 nein  
      Leimbach − L 160 Volkstedt 3 nein
    L 160 Egeln −   Lutherstadt Eisleben 2 nein
      Lutherstadt Eisleben − L 223 Rothenschirmbach 3 nein  
    L 223 Rothenschirmbach −   Freyburg (Unstrut) 2 nein  
      Umfahrung Freyburg (Unstrut)   3 nein  
      Umfahrung Freyburg (Unstrut) − K 7705 Kunnersdorf 2 nein  
    K 7705 Kunnersdorf − Erdmannsdorf 1 nein  
    Erdmannsdorf −   Frankenberg/Sa. 2 nein  

    StreckenfreigabenBearbeiten

    • Am 16. August 2006 wurde die 8,1 km lange Ortsumfahrung Querfurt vom parlamentarischen Staatssekretär Ulrich Kasparick für den Verkehr freigegeben. Die Gesamtkosten beliefen sich auf ca. 18 Mio. Euro.[5]
    • Am 13. September 2006 wurde der erste rund 8,5 Kilometer lange Teil der Ortsumgehung (OU) Hettstedt vom parlamentarischen Staatssekretär Ulrich Kasparick für den Verkehr freigegeben. Die Kosten für diesen Abschnitt der Bundesstraße beliefen sich auf rund 31 Millionen Euro.[6][7]
    • Am 31. Juli 2009 wurde der anschließende rund 3,8 Kilometer langer Abschnitt der OU Hettstedt für den Verkehr freigegeben. Die Bauzeit betrug rund 21 Monate, es wurden 24 Millionen Euro investiert.[8]
    • Am 17. Dezember 2012 wurde ein Teil der Ortsumgehung Flöha freigegeben.[9]
    • Der Ausbau des Abschnittes zwischen der Ortsumgehung Klostermansfeld und Eisleben (4. Bauabschnitt der OU Hettstedt) wurde im Herbst 2017 begonnen und Ende 2019 für den Verkehr freigegeben. Dieser kostete 13 Millionen Euro[10][11]
    • Nach Angaben des Verkehrsministeriums Sachsen-Anhalt soll das Planfeststellungsverfahren für den südlichen Teil der OU Aschersleben im 2. Halbjahr 2010 eingeleitet werden. Die Kosten werden mit 14 Millionen Euro angegeben.[12] Seit Mai 2019 besteht Baurecht für die Ortsumgehung.[13]

    Siehe auchBearbeiten

    WeblinksBearbeiten

    Commons: Bundesstraße 180 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

    EinzelnachweiseBearbeiten

    1. Mathias Müller: Kreis wird B 180 übernehmen. In: Volksstimme. Magdeburger Verlags- und Druckhaus GmbH, 4. Juli 2019, abgerufen am 27. Januar 2020.
    2. René Kiel, Volksstimme Magdeburg: Bund kippt Pläne bei Egeln. Abgerufen am 5. Februar 2019.
    3. Relation: Waldenburg (413531) | OpenStreetMap. Abgerufen am 23. September 2018.
    4. Erdmannsdorf/Kunnersdorf: B 180 nicht vor 2011 saniert. In: freiepresse.de. 18. März 2009, abgerufen am 28. Dezember 2015.
    5. Kasparick: Querfurt vom Durchgangsverkehr befreit. In: EURIP.cpm. Abgerufen am 13. April 2012.
    6. Autosieger.de: Verkehrsfreigabe des 1. Abschnitts der Ortsumgehung Hettstedt. Abgerufen am 27. Januar 2020.
    7. Autosieger.de: Teilabschnitt der Ortsumgehung Hettstedt freigegeben. Abgerufen am 27. Januar 2020.
    8. ddp/ncl/jgu: Abschnitt – Weiterer Abschnitt von Ortsumfahrung Hettstedt freigegeben. (Nicht mehr online verfügbar.) In: ad-hoc-news.de. AD HOC NEWS, 31. Juli 2009, ehemals im Original; abgerufen am 13. April 2012 (Pressebericht).@1@2Vorlage:Toter Link/www.ad-hoc-news.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven)
    9. Umstrittene Ortsumgehung bei Flöha freigegeben. 17. Dezember 2012, archiviert vom Original am 10. Juni 2015; abgerufen am 16. November 2013.
    10. Rund fünf Millionen Euro für Ausbau der B 180 bei Hettstedt - hallelife.de - Nachrichten aus Halle an der Saale und der Region. Abgerufen am 27. Januar 2020.
    11. Pressemitteilung Nr.: 156/2019. Abgerufen am 27. Januar 2020.
    12. Frieder Fahnert: Hoffnung ruht auf Ortsumfahrung. In: mz-web.de. Mitteldeutsche Zeitung, 20. Mai 2010, abgerufen am 13. April 2012 (Zeitungsbericht).
    13. Grünes Licht für Ortsumfahrung. 8. Mai 2019, abgerufen am 27. Januar 2020.