Bundesstraße 68

Bundesstraße in Deutschland

Die Bundesstraße 68 (Abkürzung: B 68) ist eine deutsche Bundesstraße und verläuft auf zwei Abschnitten von Cloppenburg-Stapelfeld in Niedersachsen über Quakenbrück und Bramsche nach Osnabrück sowie auf einem kürzeren Segment von Paderborn über Lichtenau nach Warburg-Scherfede in Nordrhein-Westfalen.

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Bundesstraße 68 in Deutschland
Bundesstraße 68
Karte
Verlauf der B 68
Basisdaten
Betreiber: DeutschlandDeutschland Bundesrepublik Deutschland
Straßenbeginn: Cloppenburg
(52° 50′ N, 8° 0′ O)
Straßenende: Warburg
(51° 32′ N, 9° 2′ O)
Gesamtlänge: 105 km

Bundesland:

Ausbauzustand: zweistreifig[Box 1]
B68Bild1.JPG
Bundesstraße 68 zwischen Paderborn und Dörenhagen
Straßenverlauf
Land Niedersachsen
Landkreis Cloppenburg
Kreuzung bei Cloppenburg OT Stapelfeld B213 E233
Ortschaft Lastrup OT Hemmelte
Ortsumfahrung Ortsumgehung Essen/Oldenburg
Fluss Hase
Landkreis Osnabrück
Ortsumfahrung Ortsumgehung Quakenbrück
Ortsumfahrung Ortsumgehung Badbergen
Ortsumfahrung Ortsumgehung Bersenbrück B214
Ortschaft Alfhausen
Parkplatz Thiener Feld Symbol: LinksRechtsSymbol: LinksRechts Parkplatz
Schnellstraße Beginn Beginn der Kraftfahrstraße
Anschlussstelle Hesepe B218
Vorlage:AB/Wartung/Leer gemeinsam mit B218 Richtung Bramsche
Anschlussstelle Bramsche-Nordtangente
Anschlussstelle Bramsche-Hemker Straße
Vorlage:AB/Wartung/Leer gemeinsam mit B218 Richtung Hesepe
Anschlussstelle Symbol: Rauf Bramsche-Engter Straße B218
Fluss Hase
Fluss Mittellandkanal
Anschlussstelle Symbol: Runter Bramsche-Osnabrücker Straße
Anschlussstelle Bramsche-Achmer Straße
Anschlussstelle Wallenhorst-Nord
Anschlussstelle Wallenhorst-Süd
Knoten (70)  Osnabrück-Nord A1 E37
Anschlussstelle Lechtingen
Kreisfreie Stadt Osnabrück
Schnellstraße Ende Ende der Kraftfahrstraße
Ortschaft Osnabrück
Fluss Hase
Knoten (18)  Osnabrück-Nahne A30 E30 B51
Schnellstraße Beginn Beginn der Kraftfahrstraße
Anschlussstelle Franziskus-Hospital
Landkreis Osnabrück
Anschlussstelle Georgsmarienhütte-Harderberg B51
Anschlussstelle (10)  Harderberg A33
Autobahn Beginn ersetzt durch A33
Schnellstraße Beginn ersetzt durch B64
Kreis Paderborn
Anschlussstelle Paderborn-Süd/Universität B64
Autobahnabzweig Flugplatz Paderborn-Haxterberg Symbol: Flug
Ortschaft Lichtenau
Kreis Höxter
Ortschaft Warburg OT Scherfede B7 B252
Vorlage:AB/Wartung/Leer Anmerkungen:
  1. im Stadtgebiet Osnabrück vierstreifig; von Bramsche bis Osnabrück vierstreifig autobahnähnlich

GeschichteBearbeiten

Die B 68 ist die Nachfolgerin der Reichsstraße 68, die bereits vor dem Zweiten Weltkrieg zum Netz der deutschen Fernstraßen gehörte.

In Wallenhorst stürzte am 19. November 1966 die im Bau befindliche Brücke der B 68 über die Ruller Straße zusammen. Da gerade Betonierarbeiten stattfanden, wurde der neben der Brücke befindliche Hexenstein unter dem noch flüssigen Beton größtenteils verschüttet. Erst 1997 wurde er wieder freigelegt.[1]

Ursprünglich sollte die B 68 fast vollständig vierspurig ausgebaut bzw. durch eine parallel verlaufende Neubaustrecke ersetzt werden. Noch 1972 wurde die Neubaustrecke „B 68 neu“ genannt. Im Jahr 1972 war geplant, die B 68 vom heutigen Ende der A 33 bei Belm aus am nördlichen Stadtrand von Osnabrück in westlicher Richtung verlaufen zu lassen. Unmittelbar nördlich des heutigen Beginns der Schnellstraße auf dem Gebiet der Stadt Osnabrück sollte die B 68 auf die heutige Trasse der B 68 einmünden und mit der heutigen A 1 ein Autobahnkreuz Osnabrück-Nord bilden.

Seit 1976 gilt im Wesentlichen die heute noch verwendete Nomenklatur der Straßen des Bundes. Seitdem gibt es auch eine „A 33“. Diese sollte von Anfang an die B 68 in den Abschnitten, in denen sie parallel zu der neuen Autobahn verläuft, ersetzen. Dabei war bereits um 1980 der Plan aufgegeben worden, die A 33 eng am nördlichen Stadtrand von Osnabrück entlang verlaufen zu lassen und sie nördlich der A 1 fortzusetzen. Folglich wurde schon bei der Zuteilung der Nummern der Anschlussstellen darauf geachtet, dass an der A 1 für ein Autobahndreieck mit der A 33 eine Nummer frei gelassen wurde.

Aktuelle SituationBearbeiten

Die Fertigstellung der A 33 zwischen Osnabrück-Schinkel und dem Autobahnkreuz Wünnenberg-Haaren hat zur teilweisen Abstufung der B 68 geführt. Zwischen Halle und Paderborn wurde die B 68 komplett zur Landesstraße 756 abgestuft.

Seit Februar 2009 ist die autobahnartig ausgebaute B 68 zwischen Bramsche und Osnabrück durchgehend befahrbar. Durch die Verbreiterung und die Kreuzungsfreiheit wird die Fahrt aus dem Stadtzentrum Osnabrücks bzw. aus den Richtungen Münster und Amsterdam in den Norden des Landkreises Osnabrück und in den Südkreis Cloppenburg erleichtert, zumal inzwischen auch Umgehungsstraßen um Essen/Oldenburg[2], Quakenbrück, Badbergen und Bersenbrück den Straßenverkehr flüssiger machen.

PlanungenBearbeiten

Als B 68 sollen der Abschnitt im nördlichen Landkreis Osnabrück und im Landkreis Cloppenburg sowie der Abschnitt südöstlich von Paderborn erhalten bleiben.

Im Jahr 2014 ereignete sich auf der B 68 im Stadtgebiet von Osnabrück eine Reihe schwerer, z. T. tödlicher Unfälle zwischen Kraftverkehr und Radfahrern, bzw. Fußgängern. Außerdem werden entlang der Trasse in Osnabrück regelmäßig die Höchstwerte für Feinstaub und Stickoxide überschritten[3], darüber hinaus herrscht eine hohe Lärmbelastung[4]. Aufgrund dessen hat die Stadt Osnabrück im November 2014 einen Antrag an BMVI und NLStBV gestellt, in welchem sie die Herabstufung der B 68 im Stadtgebiet fordert[5]. Als Alternative für Durchgangsverkehr schlägt die Stadt vor, den Verkehr zwischen der A 1-Anschlussstelle Osnabrück-Nord und der A 30-Anschlussstelle Osnabrück-Nahne über die Autobahnen 1 und 30 zu leiten. Erhofft wird dadurch eine Verringerung des Verkehrsaufkommens (insb. des Schwerlastverkehrs) in der Osnabrücker Innenstadt.

Die NLStBV lehnte den Antrag im Sommer 2015 jedoch mit der Begründung ab, dass die von der Stadt Osnabrück genannte Alternativroute über das Lotter Kreuz schon jetzt überlastet sei und sich die Situation durch eine Herabstufung der B 68 noch verschärfen würde. Möglich werde eine Herabstufung erst mit dem Lückenschluss der A 33 zwischen Belm und der A 1[6]. Durch den geplanten Umbau einer Kreuzung, welcher von der Osnabrücker Stadtverwaltung im November 2015 beschlossen wurde[7], sollen dort in Zukunft zumindest die tödlichen Unfälle verhindert werden.

Wie im November 2017 bekannt wurde, will die Stadt Osnabrück versuchen, bei den zuständigen Behörden eine Aufteilung der B 68 im Bereich des Osnabrücker Wallrings zu erwirken. Nach dem Konzept soll der Durchgangsverkehr den Wallring nur noch auf der „Innenseite“, also im Uhrzeigersinn befahren. Der östliche Teilring zwischen Hansastraße und Johannisstraße (über Erich-Maria-Remarque-Ring, Goethering, Konrad-Adenauer-Ring, Petersburger Wall) solle deshalb in südlicher Richtung zur Bundesstraße hochgestuft werden. In Kombination mit einem Verbot für den Schwerlastverkehr, den Wallring durch Rechtsabbiegen zu verlassen, sollen gefährliche Situationen zwischen Schwerlastverkehr und Fahrradfahrern bzw. Fußgängern verhindert werden.[8]

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Bundesstraße 68 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Brücken-Neubau bei Osnabrück eingestürzt. In: Ibbenbürener Volkszeitung. 21. November 1966, S. 5.
  2. Ortsumgehung Essen im Zuge der Bundesstraße 68. Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, 12. Oktober 2015, abgerufen am 17. Oktober 2015 (Projektseite).
  3. Lufthygienische Überwachung Niedersachsen. Abgerufen am 30. Juni 2015.
  4. Lärmkartierung Osnabrück. Abgerufen am 29. November 2015.
  5. Osnabrück beantragt Verlegung der B68. In: noz.de. 21. November 2014, abgerufen am 29. November 2015.
  6. Stadt Osnabrück drängt weiter auf Verlegung der B68. In: noz.de. 28. Juni 2015, abgerufen am 29. November 2015.
  7. Osnabrücker Todeskreuzung soll umgebaut werden. In: noz.de. 29. November 2015, abgerufen am 29. November 2015.
  8. Osnabrück will das Rechtsabbiegen von Lkw auf dem Wall einschränken, noz.de, 27. November 2017, abgerufen am 3. Dezember 2017.