Bundesstraße 106

Bundesstraße in Deutschland

Die Bundesstraße 106 (Abkürzung: B 106) ist eine deutsche Bundesstraße. Sie beginnt westlich von Wismar im Anschluss an die B 105 verläuft nach und um Schwerin, wo sie endet. Ursprünglich führte sie noch weiter bis Ludwigslust.

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Bundesstraße 106 in Deutschland
Bundesstraße 106
Karte
Verlauf der B 106
Basisdaten
Betreiber: DeutschlandDeutschland Bundesrepublik Deutschland
Straßenbeginn: Wismar
(53° 54′ N, 11° 24′ O)
Straßenende: Schwerin
(53° 36′ N, 11° 24′ O)
Gesamtlänge: 40,7 km

Bundesland:

Ausbauzustand: zweistreifig[1]
Schwerin Umgehungsstraße B106 Rapsfeld 2010-05-16 007.jpg
Bundesstraße 106 in Schwerin (Umgehungsstraße)
Straßenverlauf
Land Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis Nordwestmecklenburg
Ortsumfahrung Ortsumgehung Wismar B105
Kreisverkehr B208
Fluss Wallensteingraben
Brücke über A20 E22
Ortschaft Dorf Mecklenburg
Fluss Wallensteingraben
Ortschaft Groß Stieten
Ortschaft Bad Kleinen OT Niendorf
Bahnübergang Bahnstrecke Lübeck–Bad Kleinen
Ortschaft Zickhusen
Ortschaft Lübstorf
Ortschaft Klein Trebbow OT Kirch Stück
Anschlussstelle Schwerin-Nord B104
Fluss Aubach
Kreisfreie Stadt Schwerin
Anschlussstelle Schwerin-Warnitz
Anschlussstelle Schwerin-Friedrichsthal/Lankow B104
Anschlussstelle Schwerin-Neumühle
Anschlussstelle Schwerin-Görries
Anschlussstelle Schwerin-Krebsförden-Sieben Seen Park
Anschlussstelle Schwerin-Krebsförden
Anschlussstelle Schwerin-Krebsförden/Wüstmark B321

GeschichteBearbeiten

Im Mittelalter und in der frühen Neuzeit spielte diese Straße als Verkehrsweg eine untergeordnete Rolle, denn seit 1576 diente die Stör als Schifffahrtsweg zwischen der Elbe und dem Schweriner See. Auf diesem Schifffahrtsweg wurde das Lüneburger Salz bis Hohen Viecheln transportiert und von dort aus über den Wallensteingraben bis Wismar weiterbefördert.

 
Bau des 2. Abschnitts der Umgehungsstraße Schwerin

Mit dem Bau der Chaussee zwischen Berlin und Hamburg (die heutige B 5) zwischen 1827 und 1830 begann auch im Großherzogtum Mecklenburg das Zeitalter des Straßenbaus. Die Anschlussstrecke zwischen Ludwigslust und Schwerin wurde 1836 erbaut, um die Landeshauptstadt Schwerin mit dem preußischen Straßennetz zu verbinden. Der Bau der Chaussee nach Wismar wurde bereits 1830 begonnen.

In Schwerin hat sich die Straßenführung nach der politischen Wende mit dem Bau einer Umgehungsstraße geändert. Nach Fertigstellung eines weiteren Bauabschnitts im September 2007 führt die B 106 durchgehend vierspurig durch am Rande gelegene Stadtteile westlich vorbei an der Innenstadt.

Auf Grund der Eröffnung des mecklenburgischen Teilabschnitts der A 14 im Dezember 2015 wurde die B 106 zum 1. Januar 2016 zwischen Schwerin und ihrem bisherigen Ende an der B 5 in Ludwigslust zur Landesstraße 72 des Landes Mecklenburg-Vorpommern umgewidmet. Maßgeblich für die Umwidmung ist der weitgehend parallele Verlauf der Bundesstraße und der Autobahn.[2]

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Bundesstraße 106 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Umfahrung Schwerin vierstreifig autobahnähnlich ausgebaut
  2. Straßentausch geht über die Bühne. In: Schweriner Volkszeitung, 1. Dezember 2015