Bundesstraße 169

Bundesstraße in Deutschland

Die Bundesstraße 169 (Abkürzung: B 169) ist eine deutsche Bundesstraße in Brandenburg und im Freistaat Sachsen.

Vorlage:Infobox hochrangige Straße/Wartung/DE-B
Bundesstraße 169 in Deutschland
Bundesstraße 169
Karte
Verlauf der B 169
Basisdaten
Betreiber: Deutschland Bundesrepublik Deutschland
Straßenbeginn: Neuensalz
(50° 30′ 14″ N, 12° 13′ 10″ O)
Straßenende: Cottbus
(51° 44′ 16″ N, 14° 20′ 8″ O)
Gesamtlänge: 257 km

Bundesland:

Ausbauzustand: zweistreifig[1]
Straßenverlauf
Freistaat Sachsen
Vogtlandkreis
Neuensalz B173
bei Großfriesen S 312
Neuensalz OT Mechelgrün
Bergen S 301
Trieb
Falkenstein/Vogtl. OT Trieb
Neustadt/Vogtl. OT Siebenhitz
Falkenstein/Vogtl. S 298 S 303 S 304
Göltzsch
Ellefeld
Göltzsch
Auerbach/Vogtl. S 278 S 300
Rodewisch B94 S 280
Göltzsch
Steinberg OT Wernesgrün
Steinberg OT Rothenkirchen S 277
Erzgebirgskreis
Stützengrün
Schneeberg OT Neustädtel S 274
Schneeberg (Erzgebirge) B93
Bad Schlema
Zwickauer Mulde
Aue (Sachsen) B101 B283
Bahnstrecke Chemnitz–Adorf
Lößnitz (Erzgebirge)
Lößnitz OT Affalter S 283
Stollberg/Erzgeb. B180 S 258
(13)  Stollberg-West A72 E441
ersetzt durch A72 E441
(15)  Chemnitz-Süd A72 E441
Vorlage:AB/Wartung/Leer gemeinsam mit B173 durch Chemnitz
Stelzendorf
Helbersdorf
Kappel
Kapellenberg
Zentrum B95
Chemnitz
Sonnenberg B174 S 236
Vorlage:AB/Wartung/Leer Symbol: Tourist Chemnitz Hauptbahnhof
August-Bebel-Straße B107
Vorlage:AB/Wartung/Leer gemeinsam mit B173 durch Chemnitz
Hilbersdorf B173
Vorlage:AB/Wartung/Leer Symbol: Tourist Sächsisches Eisenbahnmuseum
Ortsende Chemnitz
Ortsumgehung Chemnitz-Ebersdorf S 238 S 200
Landkreis Mittelsachsen
Zschopau
Frankenberg/Sa. B180 S 202 S 203 S 204
(72)  Frankenberg/Sa. A4 E40
Frankenberg OT Dittersbach
Hainichen OT Gersdorf
Hainichen OT Falkenau S 201
Hainichen-Gewerbegebiet S 201
(zur A4 E40) Symbol: Autohof
unter A4 E40
Hainichen OT Schlegel
Striegistal OT Arnsdorf
Rossau OT Greifendorf
S 36
Roßwein OT Littdorf – Roßwein OT Otzdorf
Waldheim OT Heyda S 32
Döbeln OT Ebersbach
Döbeln OT Neudorf S 32
Döbeln-Mastener Straße B175
Freiberger Mulde
Döbeln-Zschepplitzer Straße S 34
Döbeln OT Gärtitz – GWG Mockritz/Großweitzschen
Gewerbegebiet Mockritz/Großweitzschen Symbol: Autohof
(34)  Döbeln-Nord A14
Ortsumgehung Ostrau S 35
Landkreis Nordsachsen
Naundorf OT Salbitz S 30
Ortsumgehung Hof
Landkreis Meißen
Stauchitz S 33 S 86
Stauchitz OT Plotitz
Stauchitz OT Seerhausen
B6
Vorlage:AB/Wartung/Leer unterbrochen durch B6
Seerhausen B6
Beginn der Kraftfahrstraße
Ende der Kraftfahrstraße
Riesa-Rostocker Straße
Riesa-Friedrich-List-Straße
Riesa-Bahnhofstraße B182 S 87
Vorlage:AB/Wartung/Leer Symbol: Tourist Bahnhof Riesa
Elbe (Brücke Riesa 365 m)
Zeithain OT Bobersen
Zeithain OT Röderau
Nünchritz S 88
Zeithain B98
Zeithain S 88
Symbol: Tourist Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain
Wülknitz OT Lichtensee S 89
Wülknitz OT Tiefenau
Bahnstrecke Zeithain–Elsterwerda
Gröditz S 90
Große Röder
Land Brandenburg
Landkreis Elbe-Elster
Elsterwerda-Grödel-Floßkanal
Röderland OT Prösen
Bahnstrecke Berlin–Dresden
bei Röderland B101
Pulsnitz
Schwarze Elster
Elsterwerda B101 L 62
Plessa L 621
Landkreis Oberspreewald-Lausitz
Ortsumgehung Lauchhammer L 63
(17)  Ruhland A13 E55
bei Ruhland L 55
Schwarzheide
Ortsumgehung Schwarzheide-Ost
Ortsumgehung Senftenberg B96 L 60
Vorlage:AB/Wartung/Leer gemeinsam mit B96 Richtung Allmosen
Rainitza
Senftenberg OT Sedlitz
B156
Vorlage:AB/Wartung/Leer gemeinsam mit B96 Richtung Senftenberg
bei Allmosen B96
Allmosen
Ortsumgehung Allmosen
Neu-Seeland OT Lindchen L 531
Ortsumgehung Lindchen
Neupetershain-Nord L 522
Ortsumgehung Neupetershain-Nord
Landkreis Spree-Neiße
Ortsumgehung Drebkau L 52
Ortsumgehung Klein Oßnig/Annahof/Klein Gaglow L 50
bei Schorbus L 521 K 7126
Drebkau OT Klein Oßnig
Kolkwitz OT Klein Gaglow L 50
(4)  Cottbus-West A15 E36
Kreisfreie Stadt Cottbus
Ortsanfang Cottbus
als Drebkauer Straße
als Saarbrücker Straße
als Hermann-Löns-Straße
als Dresdner Straße
als Stadtring
Ortsende Cottbus
B168
  • In Bau
  • In Planung
  • Verkehrsbeeinflussungsanlage
  • GeschichteBearbeiten

    UrsprungBearbeiten

    Der Streckenabschnitt zwischen Chemnitz und Stollberg wurde 1823 zur Chaussee ausgebaut.

    Frühere Strecken und BezeichnungenBearbeiten

    Die Reichsstraße 169 zwischen Cottbus und Plauen-Kleinfriesen wurde um 1937 eingeführt. Sie führte von Plauen Kleinfriesen über Großfriesen und traf den jetzigen Streckenverlauf an der sogenannten Dreckschenke. Ab Neuensalz wurde in der DDR umgebaut. Bauplanunterlagen belegen, dass Bauarbeiten Anfang der 1970er Jahre vorgenommen wurden. In der DDR wurde sie als Fernverkehrsstraße 169 (Abkürzung F 169) bezeichnet.

    AbstufungenBearbeiten

    Mit Wirkung zum 1. Januar 2016 wurde der Abschnitt zwischen der Autobahnauffahrt A 72 in Niederdorf und der Bundesstraße 173 Südring Chemnitz zu den Staatsstraßen 257 und 258 herabgestuft.[2]

    AusbauBearbeiten

    SachsenBearbeiten

    Zurzeit wird die B 169 im II. Abschnitt im Raum Riesa/Döbeln ausgebaut. Von der Anschlussstelle der B 6 in Seerhausen bis zum fertiggestellten vierstreifigen Teil in Riesa wurde sie als B 169n ausgebaut und am 24. September 2012 für den Verkehr freigegeben.[3] Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung beteiligte sich mit 20 Millionen Euro an den Kosten.[4]

    Der weitere Ausbau soll laut Sächsischer Staatsregierung bis zur Anschlussstelle A 14 Döbeln Nord vorgenommen werden. Das Vorhaben im Speziellen dient der Herstellung einer leistungsfähigen Straßenverbindung zwischen der Stadt Riesa und der Bundesautobahn 14 nördlich von Döbeln. Es führt in diesem Bereich zu einer verkehrlichen Entlastung der Ortslagen Salbitz und Seerhausen. Durch die Realisierung werden die derzeitigen Lärm- und Immissionsbelastungen ausgehend von der Verkehrsbelegung mit einem hohen Schwerverkehrsanteil für die Anwohner beseitigt, welches verbunden ist mit einer Aufwertung der Lebensqualität. Die Reisezeit verkürzt sich zudem durch den Entfall der Ortsdurchfahrten erheblich. Für den Ausbau zwischen Seerhausen und Döbeln bedarf es noch mehrerer Genehmigungsverfahren und Entscheidungen von den anliegenden Gemeinden über die Streckenvarianten der B 169.

    Seit 2013 ist mit der „Göltzschtalumgehung“ eine Neutrassierung der B 169 zwischen Rodewisch und Siebenhitz (Neustadt/Vogtl.) im Bau. Die Arbeiten sollten im Jahre 2018 abgeschlossen sein,[5], die Eröffnung wurde jedoch wegen Altlastfunden auf 2021[veraltet] verschoben.[6]

    BrandenburgBearbeiten

    Zurzeit ist der teilweise dreistreifige Ausbau der B 169 zwischen der Autobahnanschlussstelle Ruhland und Plessa zur Kraftfahrstraße in Planung. Der 14,5 Kilometer lange Neubau mit mehreren Brücken sollte nach ursprünglicher Planung in zwei Abschnitten ab 2017/2018 beginnen,[7] verzögerte sich jedoch auf (Stand: November 2020) unbestimmte Zeit.[8][veraltet] Die B 169 stellt zwischen Cottbus und dem Elbe-Elster-Kreis eine überregional wichtige Ost-West-Route dar und besitzt im Landessüden einen hohen Verkehrsanteil.

    Das Raumordnungsverfahren (ROV) für die OU Elsterwerda im Bereich der B 169 wurde am 4. Januar 2010 eröffnet.

    Die geschätzten Baukosten belaufen sich derzeit auf 32,5 Millionen Euro.

    WeiteresBearbeiten

    Die B 169 verläuft als Trasse der Niederlausitz quer durch die gesamte Niederlausitz. Von den 257 Kilometern Gesamtlänge sind etwa 30 Kilometer vierstreifig ausgebaut. Teilweise verläuft die Bundesstraße 169 mit anderen Bundesstraßen auf einer Strecke, wie zum Beispiel der B 96.

    Der erzgebirgische Folkrocksänger und Liedermacher Stefan Gerlach widmete der Straße, die durch dessen Heimatort Stützengrün führt, das Lied „De 169“ (erschienen 1994).

    Siehe auchBearbeiten

    WeblinksBearbeiten

    Commons: Bundesstraße 169 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

    EinzelnachweiseBearbeiten

    1. in Chemnitz teilweise vierstreifig; Umfahrung Senftenberg dreistreifig; Umfahrung Riesa und Zeithain vierstreifig autobahnähnlich
    2. Sächs. Amtsblatt 48/2015. S1641 ff.
    3. Axel Kaminski: Neue B 169 zwischen Riesa und Seerhausen für Verkehr frei. In: OAZ Online. 24. September 2012, abgerufen am 4. Dezember 2018.
    4. Genehmigungen EU-Kommission. (PDF; 2 MB) (Nicht mehr online verfügbar.) In: verNETZt – Informationsschrift zum Operationellen Programm Verkehr EFRE Bund 2007–2013, 2. 21. Dezember 2011, S. 1, archiviert vom Original am 10. November 2013; abgerufen am 4. Dezember 2018.
    5. Daniel Seifert: Göltzschtalumgehung wird 2018 von Siebenhitz bis Rodewisch befahrbar sein. (PDF; 11,5 MB) In: Kreisjournal Vogtland. 26. August 2015, S. 1, 8, abgerufen am 4. Dezember 2018.
    6. Bau der Göltzschtalumgehung kommt nicht vom Fleck. In: Freie Presse. 15. Dezember 2018, abgerufen am 3. September 2019.
    7. B 169-Ausbau nicht durchgängig dreistreifig. In: LR Online. 22. Januar 2014, abgerufen am 4. Dezember 2018.
    8. Frank Claus und SZ: Diese Bundesstraße bleibt Trauerspiel in Sachsen und Brandenburg. In: LR Online. Lausitzer VerlagsService GmbH, Cottbus, 10. November 2020, abgerufen am 13. Mai 2021 (Nur Artikelanfang frei verfügbar).