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Bundesstraße 169

Bundesstraße in Deutschland

Die Bundesstraße 169 (Abkürzung: B 169) ist eine deutsche Bundesstraße in Brandenburg und im Freistaat Sachsen.

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Bundesstraße 169 in Deutschland
Bundesstraße 169
Karte
Verlauf der B 169
Basisdaten
Betreiber: DeutschlandDeutschland Bundesrepublik Deutschland
Straßenbeginn: Neuensalz
(50° 30′ N, 12° 13′ O)
Straßenende: Cottbus
(51° 44′ N, 14° 20′ O)
Gesamtlänge: 257 km

Bundesland:

Ausbauzustand: zweistreifig[1]

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

UrsprungBearbeiten

Der Streckenabschnitt zwischen Chemnitz und Stollberg wurde 1823 zur Chaussee ausgebaut.

Frühere Strecken und BezeichnungenBearbeiten

Die Reichsstraße 169 zwischen Cottbus und Plauen-Kleinfriesen wurde um 1937 eingeführt. Sie führte von Plauen Kleinfriesen über Großfriesen und traf den jetzigen Streckenverlauf an der sogenannten Dreckschenke. Ab Neuensalz wurde in der DDR umgebaut. Bauplanunterlagen belegen, dass Bauarbeiten Anfang der 1970er Jahre vorgenommen wurden. In der DDR wurde sie als Fernverkehrsstraße 169 (Abkürzung F 169) bezeichnet.

AbstufungenBearbeiten

Mit Wirkung zum 1. Januar 2016 wurde der Abschnitt zwischen der Autobahnauffahrt A72 in Niederdorf und der Bundesstraße 173 Südring Chemnitz zu den Staatsstraßen 257 und 258 herabgestuft.[2]

AusbauBearbeiten

SachsenBearbeiten

Zurzeit wird die B 169 im II. Abschnitt im Raum Riesa/Döbeln ausgebaut. Von der Anschlussstelle der B 6 in Seerhausen bis zum fertiggestellten vierstreifigen Teil in Riesa wurde sie als B 169n ausgebaut und am 24. September 2012 für den Verkehr freigegeben.[3] Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung beteiligte sich mit 20 Millionen Euro an den Kosten.[4]

Der weitere Ausbau soll laut Sächsischer Staatsregierung bis zur Anschlussstelle A 14 Döbeln Nord vorgenommen werden. Das Vorhaben im Speziellen dient der Herstellung einer leistungsfähigen Straßenverbindung zwischen der Stadt Riesa und der Bundesautobahn 14 nördlich von Döbeln. Es führt in diesem Bereich zu einer verkehrlichen Entlastung der Ortslagen Salbitz und Seerhausen. Durch die Realisierung werden die derzeitigen Lärm- und Immissionsbelastungen ausgehend von der Verkehrsbelegung mit einem hohen Schwerverkehrsanteil für die Anwohner beseitigt, welches verbunden ist mit einer Aufwertung der Lebensqualität. Die Reisezeit verkürzt sich zudem durch den Entfall der Ortsdurchfahrten erheblich. Für den Ausbau zwischen Seerhausen und Döbeln bedarf es noch mehrerer Genehmigungsverfahren und Entscheidungen von den anliegenden Gemeinden über die Streckenvarianten der B 169.

Seit 2013 ist mit der „Göltzschtalumgehung“ eine Neutrassierung der B 169 zwischen Rodewisch und Siebenhitz (Neustadt/Vogtl.) im Bau. Die Arbeiten sollen im Jahre 2018 abgeschlossen sein.[5]

BrandenburgBearbeiten

Zurzeit ist der teilweise dreistreifige Ausbau der B 169 zwischen der Autobahnanschlussstelle Ruhland und Plessa zur Kraftfahrstraße in Planung. Der 14,5 Kilometer lange Neubau mit mehreren Brücken soll nach derzeitigem Kenntnisstand in zwei Abschnitten ab 2017/2018 beginnen.[6] Die B 169 stellt zwischen Cottbus und dem Elbe-Elster-Kreis eine überregional wichtige Ost-West-Route dar und besitzt im Landessüden einen hohen Verkehrsanteil.

Das Raumordnungsverfahren (ROV) für die OU Elsterwerda im Bereich der B 169 wurde am 4. Januar 2010 eröffnet.

Die geschätzten Baukosten belaufen sich derzeit auf 32,5 Millionen Euro.

WeiteresBearbeiten

Die B 169 verläuft als Trasse der Niederlausitz quer durch die gesamte Niederlausitz. Von den 257 Kilometern Gesamtlänge sind etwa 30 Kilometer vierstreifig ausgebaut. Teilweise verläuft die Bundesstraße 169 mit anderen Bundesstraßen auf einer Strecke, wie zum Beispiel der B 96.

Der erzgebirgische Folkrocksänger und Liedermacher Stefan Gerlach widmete der Straße, die durch dessen Heimatort Stützengrün führt, das Lied „De 169“ (erschienen 1994).

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Bundesstraße 169 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. in Chemnitz teilweise vierstreifig; Umfahrung Senftenberg dreistreifig; Umfahrung Riesa und Zeithain vierstreifig autobahnähnlich
  2. Sächs. Amtsblatt 48/2015. S1641 ff.
  3. Axel Kaminski: Neue B 169 zwischen Riesa und Seerhausen für Verkehr frei. In: OAZ Online. 24. September 2012, abgerufen am 4. Dezember 2018.
  4. Genehmigungen EU-Kommission. In: verNETZt – Informationsschrift zum Operationellen Programm Verkehr EFRE Bund 2007–2013, 2. 21. Dezember 2011, S. 1, archiviert vom Original am 10. November 2013; abgerufen am 4. Dezember 2018 (pdf, 2 MB).
  5. Daniel Seifert: Göltzschtalumgehung wird 2018 von Siebenhitz bis Rodewisch befahrbar sein. In: Kreisjournal Vogtland. 26. August 2015, S. 1, 8, abgerufen am 4. Dezember 2018 (pdf, 11,5 MB).
  6. B 169-Ausbau nicht durchgängig dreistreifig. In: LR Online. 22. Januar 2014, abgerufen am 4. Dezember 2018.