Bundesstraße 75

Bundesstraße in Deutschland

Die Bundesstraße 75 (Abkürzung: B 75) ist eine deutsche Bundesstraße und führte früher von Travemünde an der Lübecker Bucht der Ostsee quer durch Nordwestdeutschland bis zur niederländischen Grenze in Ostfriesland. Auf ihrem Weg führt sie durch die vier Bundesländer Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen und Bremen.

Vorlage:Infobox hochrangige Straße/Wartung/DE-B
Bundesstraße 75 in Deutschland
Bundesstraße 75
Karte
Verlauf der B 75
Basisdaten
Betreiber: DeutschlandDeutschland Bundesrepublik Deutschland
weiterer Betreiber: Herrentunnel Lübeck GmbH & Co. KG
Straßenbeginn: Delmenhorst
(53° 2′ N, 8° 40′ O)
Straßenende: Lübeck
(53° 57′ N, 10° 52′ O)
Gesamtlänge: 207 km [1]

Bundesland:

Nutzungsvoraussetzung: Herrentunnel: Maut
Ausbauzustand: zweistreifig[2]
Neue Elbbrücke vom Veddeler Marktplatz aus gesehen.jpg
Bundesstraße 75 in Hamburg (Neue Elbbrücke)
Straßenverlauf
Land Niedersachsen
Kreisfreie Stadt Delmenhorst
Knoten (23)  Dreieck Delmenhorst A28
Autobahn Ende Schnellstraße Beginn Beginn der Kraftfahrstraße
Anschlussstelle Delmenhorst-Stickgras
Fluss Varreler Bäke
Freie Hansestadt Bremen
Ortschaft Anfang Ortsanfang Bremen
Anschlussstelle Huchting
Brücke Bremen-Thedinghauser Eisenbahn
Anschlussstelle Kirchhuchting
Fluss Ochtum
Anschlussstelle Grolland
Knoten Bremen-Neustadt A281 B6
Schnellstraße Ende Ende der Kraftfahrstraße
Vorlage:AB/Wartung/Leer ersetzt durch B6
Vorlage:AB/Wartung/Leer herabgestuft zur Gemeindestraße
Autobahn Beginn ersetzt durch A27 A1 E22
Land Niedersachsen
Landkreis Rotenburg (Wümme)
Anschlussstelle (50)  Stuckenborstel A1 E22
Fluss Wieste
Ortschaft Sottrum
Ortschaft Rotenburg OT Waffensen
Bahnübergang Bahnstrecke Bremervörde–Rotenburg
Ortsumfahrung Ortsumgehung Rotenburg B71 B215 B440
Fluss Wümme
Ortschaft Scheeßel
Fluss Veerse
Ortschaft Lauenbrück
Fluss Wümme
Ortschaft Stemmen OT Stemmerfeld
Fluss Wümme
Landkreis Harburg
Ortschaft Wistedt
Fluss Wümme
Fluss Oste
Ortschaft Tostedt
Bahnübergang Bahnstrecke Zeven–Tostedt
Ortschaft Kakenstorf
Fluss Este
Ortschaft Buchholz in der Nordheide
Kreuzung Hannoversche Straße B3
Anschlussstelle (42)  Dibbersen A1 E22
Autobahn Beginn ersetzt durch A1 A261 E22
Freie und Hansestadt Hamburg
Anschlussstelle (2)  Hamburg-Marmstorf/Lürade A261
Anschlussstelle (34)  Hamburg-Marmstorf A7
Ortschaft Hamburg-Marmstorf
Anschlussstelle Hamburg-Wilstorf B4
Vorlage:AB/Wartung/Leer gemeinsam mit B4
Richtung Hamburg-Rothenburgsort
Anschlussstelle Hamburg-Harburg-MitteB73
Anschlussstelle Hamburg-Neuland
Anschlussstelle Hamburg-Kornweide
Straße als Neue Wilhelmsburger Reichsstraße
Brücke Hamburger Hafenbahn
Anschlussstelle Hamburg-Wilhelmsburg
Fluss Ernst-August-Kanal
Anschlussstelle Hamburg-Georgswerder Symbol: Autohof
Autobahn Beginn ersetzt durchA255
Autobahn Ende Schnellstraße Beginn Übergang aus A255
Ortschaft Anfang Ortsanfang Hamburg
Anschlussstelle Hamburg-Veddel
Fluss Norderelbe (Neue Elbbrücke 304,70 m)
Ortschaft HafenCity
Fluss Oberhafenkanal (Billhorner Brücke)
Ortschaft Rothenburgsort
Anschlussstelle Hamburg-Rothenburgsort
Vorlage:AB/Wartung/Leer gemeinsam mit B4
Richtung Hamburg-Wilhelmsburg Süd
Brücke Eisenbahnbrücke (Güterumgehungsbahn)
Ortschaft Hammerbrook
Fluss Bille
Fluss Südkanal
Brücke Eisenbahnbrücke (Berlin-Hamburger Bahn)
Ortschaft Borgfelde
Ortschaft Hohenfelde
Brücke Bahnstrecke Lübeck–Hamburg; Hamburg-Altonaer Verbindungsbahn; U-Bahn-Ringlinie
Straße als Lübecker Straße B5
Vorlage:AB/Wartung/Leer herabgestuft zur Hauptstraße
Land Schleswig-Holstein
Kreis Stormarn
Ortschaft Kayhude B432
Ortschaft Bargfeld-Stegen
Ortschaft Elmenhorst
Ortsumfahrung Ortsumgehung Neritz
Fluss Norderbeste
Ortschaft Bad Oldesloe
Anschlussstelle (17)  Bad Oldesloe-Süd A21
Bahnübergang Industriestammgleis Bad Oldesloe
Fluss Trave
Straße als Berliner Ring B208
Bahnübergang Bahnstrecke Neumünster–Bad Oldesloe
Brücke Bahnbrücke (Bahnstrecke Lübeck–Hamburg)
Ortschaft Reinfeld (Holstein)
Fluss Heilsau
Ortschaft Wesenberg (Holstein)
Brücke Bahnbrücke (Bahnstrecke Lübeck–Hamburg)
Ortschaft Hamberge
Brücke über A1 E22
Brücke über A20 E22
Kreisfreie Stadt Lübeck
Ortschaft Anfang Ortsanfang Lübeck
Ortschaft Lübeck-Buntekuh
Ortschaft Lübeck-St. Lorenz Süd
Brücke Bahnstrecke Lübeck–Hamburg
Ortschaft Lübeck-Innenstadt
Fluss Lübecker Stadtgraben
Fluss Elbe-Lübeck-Kanal
Ortschaft Lübeck-Hüxtertor-Mühlentor-Gärtnergasse B207
Straße als Possehlstraße
Kreisverkehr Berliner Platz B207
Ortschaft Lübeck-Marli/Brandenbaum
Fluss Wakenitz
Ortschaft Lübeck-Burgtor/Stadtpark
Ortschaft Ende Ortsende Lübeck
Straße als Travemünder Allee
Brücke Lübecker Hafenbahn
Anschlussstelle Lübeck-Israelsdorf B104
Mautstelle Mautstelle Herrentunnel
Tunnel (866 m)  Herrentunnel
Brücke Bahnbrücke (Lübecker Hafenbahn)
Knoten (3)  Lübeck-Siems A226
Anschlussstelle Lübeck-Kücknitz
Brücke Bahnbrücke (Bahnstrecke Lübeck–Lübeck-Travemünde Strand)
Anschlussstelle Lübeck-Ivendorf (Skandinavienkai)
Anschlussstelle Lübeck-Travemünde B76
Ortschaft Lübeck OT Travemünde
Bahnübergang Bahnstrecke Lübeck–Lübeck-Travemünde Strand

Heute ist die Bundesstraße 75 auf langen Teilstücken durch Autobahnen ersetzt oder zur Landesstraße, teilweise auch zur Kreisstraße, herabgestuft worden und endet in Delmenhorst. Der Verkehr ab Delmenhorst in den Norden der Niederlande folgt in etwa dem früheren Streckenverlauf der früheren B 75 von Delmenhorst über Oldenburg und Leer nach Bunde und Winschoten.

VerlaufBearbeiten

Schleswig-HolsteinBearbeiten

Die Bundesstraße 75 beginnt am Ortsrand von Lübeck-Travemünde unweit der Ostsee. Wenig später zweigt von der vierspurig ausgebauten Straße die B 76 (Bäderstraße) zu den Ostseebädern der Lübecker Bucht ab. Der Travemünder Fährhafen Skandinavienkai für den internationalen Verkehr mit Skandinavien, Finnland und dem Baltikum wird über eine eigene Anschlussstelle erschlossen. In Lübeck-Siems zweigt die B 75 als Travemünder Landstraße vom eigentlichen Streckenverlauf (Übergang in die A 226) ab und unterquert gemeinsam mit der hier beginnenden B 104 die Trave im Herrentunnel.

Kurz hinter der Travequerung zweigt die B 104 Richtung Schwerin ab. Die Bundesstraße 75 (Travemünder Landstraße) führt weiter Richtung Lübeck-Zentrum und erreicht nach insgesamt 17 km das Lauerholz. Von dort führt sie als Travemünder Allee durch die östliche Lübecker Vorstadt St. Gertrud und umgeht, nach Süden abknickend, in einem Bogen über die Wakenitzbrücke und den südlichen Stadtteil St. Jürgen in einigem Abstand die historische Altstadt. Von Travemünde bis St. Gertrud war die B 75 als Bundesautobahn 227 geplant, der Plan wurde nie realisiert.

Am Berliner Platz, einem zweispurigen Kreisverkehr, kreuzt die B 207. Nach den westlichen Stadtteilen St. Lorenz Süd und Lübeck-Buntekuh verlässt die B 75 das Stadtgebiet und führt entlang der Trave über Reinfeld nach Bad Oldesloe, wo sie die A 20 überquert und A 1 unterquert, die B 208 tangiert und schließlich auf die A 21 unterquert. Ein paar Kilometer weiter wird Elmenhorst erreicht, wo die B 75 seit 2015 nun nach Westen abknickt und zur B 432 nach Kayhude führt. Die Altstrecke durch Bargteheide und Ahrensburg wurde zur Landesstraße 82 zurückgestuft.

HamburgBearbeiten

 
B 75 in Hamburg

Seit 2015 ist die B 75 im Norden Hamburgs durch Herabstufung unterbrochen und führt ab der B 5 im Stadtteil Hohenfelde weiter. Kurz vor den Hamburger Elbbrücken trifft die B 75 auf die B 4, mit der gemeinsam sie südlich davon auf die kurze Autobahn 255 übergeht, die die Bundesstraße hier seit den 1990er Jahren als Umgehung des Stadtteils Veddel ersetzen. Beide durchqueren nun den Stadtteil Wilhelmsburg als vierspurige Kraftfahrstraße (Wilhelmsburger Reichsstraße), an die sich seit den 1990er Jahren die Harburger Umgehung anschließt. Von deren Ende in Hamburg-Wilstorf führt die B 75 wieder als reguläre Bundesstraße durch Harburg weiter nach Südwesten, wo sie die A 7 an deren Anschlussstelle Nr. 34 Hamburg-Marmstorf tangiert und kurz danach am Anschluss Hamburg-Marmstorf-Lürade direkt auf die A 261 führt.

In den 1990er Jahren wurden Abschnitte in Veddel und Harburg durch die Autobahnen 252 (Vessel, zusammen mit A 255) und 253 (Harburg) ersetzt. Im Rahmen der Eröffnung der neuen Wilhelmsburger Reichsstraße, die den gleichnamigen Stadtteil östlich umgeht, wurden diese Autobahnen zur B 75 herabgestuft.[3]

Niedersachsen und BremenBearbeiten

 
Ortsdurchfahrt der B 75 in Scheeßel

Nachdem der acht Kilometer lange Abschnitt ab Lürade entlang der Harburger Berge durch die niedersächsische Gemeinde Rosengarten (Landkreis Harburg) nach Dibbersen zur Kreisstraße 85 herabgestuft wurde (heutige Bezeichnung: „Nebenstrecke“), beginnt die Bundesstraße 75 erst wieder an ihrem 111. Kilometer, bei der Ausfahrt Buchholz-Dibbersen der A 1. Nun führt sie nördlich an der Stadt Buchholz in der Nordheide vorbei, kurz hinter der sie die B 3 kreuzt. Über Tostedt und Scheeßel geht es weiter zur Kreisstadt Rotenburg (Wümme) (Kilometer 157). Bei Kilometer 165, an der Ausfahrt Stuckenborstel der A 1, wird sie wieder zur Landesstraße herabgestuft; die L 168 erreicht bei Kilometer 182 die Stadtgrenze von Bremen.

 
Autobahndreieck Delmenhorst; rechts oben die B 75 nach Bremen

Auch im Stadtgebiet Bremen wurde die B 75 herabgestuft. Erst ab der Kreuzung Neuenlander Straße/Oldenburger Str. beginnt sie als vierspurige Schnellstraße erneut, um bei Kilometer 199 wieder nach Niedersachsen zurückzukehren, wo sie nach acht Kilometern Delmenhorst erreicht und in die A 28 übergeht. Seit dem Ausbau des Autobahndreiecks Delmenhorst ist es möglich, aus Richtung Bremen direkt zum Autobahndreieck Stuhr und weiter über die A 1 nach Osnabrück bzw. aus Richtung Osnabrück durchgängig vierspurig über die A 28 und die B 75 ins Stadtzentrum Bremens zu fahren. Auf dem Abschnitt Bremen – Delmenhorst sollte die B 75 ursprünglich zur Bundesautobahn 282 ausgebaut werden.

Am Dreieck Delmenhorst endet die B 75 nach einer Gesamt-Streckenlänge von 207 km. Früher führte sie noch 120 km weiter westlich durch den Landkreis Oldenburg, die Stadt Oldenburg, das Ammerland, durch Ostfriesland über Leer bis zur niederländischen Grenze hinter Bunde. Westlich des Dreiecks Delmenhorst ist die B 75 heute weitgehend durch die A 28, die A 31 und die A 280 ersetzt worden. Die alte Trasse der B 75 ist zwischen Delmenhorst und Hesel überwiegend zu Landesstraßen herabgestuft worden (mit Ausnahme der früher zweispurigen Umgehungsstraße Oldenburgs, die zur A 28 ausgebaut wurde). Der Abschnitt der ehemaligen B 75 von Hesel bis zur niederländischen Grenze ist mittlerweile Teil der B 436.

MautBearbeiten

Der Herrentunnel (Länge 866 m) ist für alle Kraftfahrzeuge (außer Mofa) mautpflichtig. Mofas, Fahrräder und Fußgänger können ihn nur im mit Wartezeiten verbundenen Bus-Shuttle, dafür aber kostenlos, benutzen.

Der etwa 5 Kilometer lange Bereich zwischen A 253 (AS HH-Wilstorf) und A 261 bzw. A 7 (AS HH-Marmstorf) war auf einer Länge von 3,4 Kilometer[4] seit 1. Januar 2007 durch die MautStrAusdehnV für LKW mautpflichtig und wurde ausgiebig kontrolliert.[5]

Ab dem 1. August 2012 waren zwei weitere Abschnitte mit 8,4 Kilometer (Lübeck – Travemünde) und 8,3 Kilometer (Bremen – Übergang in die A 28) nach Bundesfernstraßenmautgesetz für LKW mautpflichtig.

Die insgesamt mautpflichtige Länge betrug somit bis zum 31. Dezember 2017 gut 20 Kilometer, das entsprach etwa 10 % der Gesamtlänge. Heute sind alle Abschnitte der ehemaligen Reichsstraße 75, die nicht zurückgestuft wurden, mautpflichtig.

GeschichteBearbeiten

UrsprungBearbeiten

Im Mittelalter und in der frühen Neuzeit spielte die Straße als Verkehrsweg eine untergeordnete Rolle. Damals dienten die Flüsse Alster und Trave als günstigster Verkehrsweg zwischen Hamburg und Lübeck, lediglich zwischen Kayhude und Sülfeld wurden die Waren auf dem Landweg transportiert. In Oldesloe bestand bereits 1175 eine Wegezollstation. Von Lübeck kommend nahm der sogenannte Königsweg allerdings bereits in Bargteheide einen weiter westlich liegenden Weg nach Hamburg, die spätere Bundesstraße 434.

Der Streckenabschnitt zwischen Bremen und Hamburg wurde von 1811 bis 1813 als Teil einer schnurgeraden napoleonischen Heerstraße von Münster (siehe Bundesstraße 51) nach Hamburg gebaut. Diese Route Impériale Nr. 3 war die erste ausgebaute Chaussee durch die nordwestdeutsche Tiefebene, sie durchquerte die einst unpassierbaren Moore und ersetzte historische Handelswege über die Geest (z. B. die Bundesstraße 74).

Der Streckenabschnitt von Bremen nach Oldenburg wurde 1825 als erste Straße im Großherzogtum Oldenburg zur befestigten Landstraße (Chaussee) ausgebaut. Der weiterführende Streckenabschnitt von Oldenburg über Bad Zwischenahn nach Westerstede wurde 1843 fertiggestellt.

Zwischen Altona und Lübeck entstand erst 1840 die erste Chaussee. Diese Lübeck-Altonaer Chaussee führte von Schnelsen über Ochsenzoll nach Nordosten (heutige Bundesstraße 432) und weiter über Bargfeld nach Elmenhorst. Auf dieser Strecke fuhr seit dem 1. Juli 1841 einmal täglich die gefederte und von vier kräftigen Pferden gezogene „Diligence“ (Postkutsche), die in drei Coupés geteilt war und 15 Reisende fasste. Doch bereits ab dem 1. November 1842 nahmen die Diligencen den kürzeren Weg über Ahrensburg und Wandsbek, der bis 2014 der Bundesstraße 75 entsprach.

Frühere Strecken und BezeichnungenBearbeiten

Die 1932 eingerichtete Fernverkehrsstraße 75 (FVS 75), ab 1934 in Reichsstraße 75 (R 75) umbenannt, umfasste ursprünglich nur den kurzen Abschnitt von Rotenburg („im Hannoverschen“) bis kurz vor Buchholz. Von dort führte die R 3 (die die B 75 heute an dieser Stelle als B 3 kreuzt) auf der Strecke der heutigen B 75 über Hamburg nach Travemünde.[6] Der Abschnitt von Leer über Bremen bis Rotenburg wurde anfangs als Reichsstraße 71 bezeichnet. Nach 1936 begann die R 75 an der holländischen Grenze und führte über Leer zu ihrem bisherigen Ende bei Buchholz. Erst in den Ausgaben des Conti-Atlas nach 1938 taucht für die gesamte Strecke von Bunde bis Travemünde die Bezeichnung „75“ auf.

ErsetzungenBearbeiten

Die Schnellstraße im Bremer Stadtgebiet wurde in den Jahren 1960 bis 1962 ausgebaut.

Die westliche Teilstrecke zwischen Delmenhorst und Leer wurde nach 1974 durch die Bundesautobahn 28 ersetzt. Auf dem Bremer Stadtgebiet ist die B 75 nunmehr größtenteils herabgestuft worden und die Kennzeichen wurden entfernt. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird dort aber immer noch auf die B 75 verwiesen.

In Schleswig-Holstein und Hamburg ist die B 75 zwischen der Kreuzung mit der B 5 (Kreuzung Wandsbeker Chaussee/Wartenau/Lübecker Straße) und Elmenhorst zur Hauptstraße bzw. Landstraße herabgestuft worden.[7]

Die L 82 ist zwischen Elmenhorst und Kayhude zur Bundesstraße heraufgestuft worden und hat die Bezeichnung B 75 erhalten. Somit ist ein Anschluss zur B 432 südlich von Kayhude hergestellt.[8] Die Umstufung erfolgte zum 1. Januar 2015.[9]

TourismusBearbeiten

FerienstraßenBearbeiten

Die Grüne Küstenstraße führt auf verschiedenen Wegen von Hamburg zur niederländischen Grenze bei Nieuweschans. Westlich von Oldenburg folgt diese Ferienstraße dabei der alten Bundesstraße 75.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Vor allem die Hansestädte Bremen, Hamburg und Lübeck sind bekannte Reiseziele an dieser Bundesstraße. Eher aus ihrer dichteren Umgebung besucht werden das Ahrensburger Schloss und das Norddeutsche Industriemuseum in Delmenhorst.

Landschaftlich reizvolle StreckenBearbeiten

Die Bundesstraße 75 führt überwiegend durch flache Moor- und leicht hügelige Geestlandschaft. Landschaftlich reizvoll ist vor allem der Abschnitt durch Stormarn zwischen Lübeck und Bad Oldesloe.

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Bundesstraße 75 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Teilweise durch Autobahnen und Landesstraßen ersetzt
  2. Delmenhorst – Bremen und im Stadtgebiet von Bremen, Hamburg und Lübeck vierstreifig autobahnähnlich ausgebaut
  3. Annalena Barnickel: Die neue Wilhelmsburger Reichsstraße: „Sanft wie auf einem Ruhekissen“. 7. Oktober 2019 (welt.de [abgerufen am 5. Januar 2020]).
  4. Quelle amtliche Mauttabelle 5 Abschnitte mit zusammen 3,4 km und 1 Abschnitt mit 0,0 km, d. h. mautfrei
  5. tso/AFP: Verkehrspolitik: Autobahn-Maut künftigt auch auf drei Bundesstraßen. Zeit online, 13. Oktober 2006, abgerufen am 5. November 2011.
  6. Quelle: Conti-Atlas für Kraftfahrer 1934.
  7. Wie Rahlstedt die B 75 verloren hat (Memento vom 2. April 2015 im Internet Archive)
  8. http://www.abendblatt.de/region/article120359101/B75-im-Kreis-Stormarn-wird-herabgestuft.html
  9. Erlass des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr vom 25. März 2013