Hauptmenü öffnen

Norderelbe

Streckenabschnitt der Unterelbe in Hamburg
Norderelbe
Norderelbe und Norderelbbrücken

Norderelbe und Norderelbbrücken

Daten
Lage Deutschland, Hamburg
Flusssystem Elbe
Beginn Elbkilometer 609 bei der Bunthäuser Spitze
53° 27′ 23″ N, 10° 4′ 24″ O
Ende Zusammenfluss mit dem Köhlbrand, Elbkilometer 626Koordinaten: 53° 32′ 30″ N, 9° 56′ 1″ O
53° 32′ 30″ N, 9° 56′ 1″ O

Rechte Nebenflüsse Dove Elbe, Bille, Alster
Schiffbar unterhalb der Hamburger Elbbrücken für Seeschiffe, oberhalb für Binnenschiffe

Die Norderelbe ist ein Streckenabschnitt der Unterelbe in Hamburg zwischen den Flusskilometern 609 und 626. Zusammen mit der abzweigenden Süderelbe und dem daran anschließenden Köhlbrand bildet er ein sogenanntes Binnendelta aus, die Elbinsel Wilhelmsburg. Der Bereich ist, wie die gesamte Unterelbe auch, durch den Gezeitengang der Nordsee tidebeeinflusst.

Die Norderelbe ist wie die gesamte Elbe in Deutschland eine Bundeswasserstraße.[1] Ab km 607,50 bei Oortkaten ist sie eine sogenannte Delegationsstrecke, d. h. Verwaltung und Unterhaltung werden im Auftrage des Bundes von der Freien und Hansestadt Hamburg wahrgenommen.[2]

Inhaltsverzeichnis

VerlaufBearbeiten

Bei Flusskilometer 609 an der Bunthäuser Spitze teilt sich der aus dem Südosten kommende Elbstrom in zwei Teile. Die Norderelbe verläuft ab hier zunächst in Richtung Norden und bildet hierbei die Grenze zwischen den Stadtteilen Moorwerder und Ochsenwerder. Bis auf Höhe des Stromkilometers 615, wo die Dove Elbe in den Hauptstrom einmündet, fließt die Elbe durch dünn besiedeltes Marschland. Nach der Autobahnbrücke Moorfleet der A1 schwenkt der Lauf der Norderelbe in westliche Richtung. Hier beginnen die weiträumigen Hafenanlagen von Hamburg, die den Abschnitt bis zu seinem Ende bei Flusskilometer 626 und darüber hinaus begleiten. Ihn queren die Bundesstraße 4, sowie die Bahnstrecke Hannover–Hamburg auf den Norderelbbrücken (km 619) und der alte Elbtunnel (km 623).

Hafenanlagen/SehenswürdigkeitenBearbeiten

Die Norderelbe ist geprägt von zahlreichen Hafenanlagen. Der historische Kern des Hamburger Hafens entwickelte sich von hier aus. Bekannte Hafen- und Kaianlagen sind:

  • Speicherstadt
  • Hansahafen
  • Baakenhafen
  • Landungsbrücken
  • Überseebrücke
  • Chicagokai mit Kreuzfahrtterminal (HafenCity)

Ehemalige Hafenanlagen wurden in den vergangenen Jahren revitalisiert und beinhalten heute zahlreiche Sehenswürdigkeiten. So gibt es in den historischen Lagerhäusern der Speicherstadt, mehrere Museen sowie das Miniatur Wunderland. An der Überseebrücke liegt der Frachter Cap San Diego. Die Landungsbrücken wurden als repräsentativer Schiffsbahnhof gestaltet. Der Altonaer Fischmarkt findet jeden Sonntagmorgen statt. Im Museumshafen Oevelgönne haben historische Arbeitsschiffe festgemacht.

Gegenüber den Landungsbrücken befinden sich die Reste der Werft-Anlagen von Blohm + Voss, heute Teil der Lürssen-Gruppe.

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Peter von Allwörden, Nikolaus Ruhl, Christian C. Schmidt (Hg.): Erlebnis Elbe – Eine Entdeckungsreise durch die maritime Landschaft von Hamburg nach Helgoland, MCE-Verlag 2004, ISBN 3-938097-00-0

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Verzeichnis E, Lfd.Nr. 9 der Chronik (Memento des Originals vom 22. Juli 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.wsv.de, Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes
  2. RGBl. I 1937, Seite 727