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GeografieBearbeiten

Geographische LageBearbeiten

Die Gemeinde liegt im Osten des Landkreises Rotenburg (Wümme). Bei Lauenbrück mündet die Fintau in die Wümme. Die Landschaft ist geprägt von großen Waldgebieten im Osten und Süden, Mooren (Steinbecker Moor) und den beiden Flüssen. Wegen des feuchten Geländes wird relativ wenig Fläche landwirtschaftlich genutzt.

GemeindegliederungBearbeiten

Durch die Mitte der Gemeinde verläuft die Bahnlinie Hamburg–Bremen. Zwischen dieser und der nördlich fließenden Wümme liegt der Hauptort Lauenbrück. Ein Neubaugebiet davon befindet sich südlich der Bahnlinie. Der Ortsteil Stell befindet sich im Nordosten, nahe der Grenze zum Landkreis Harburg.

NachbargemeindenBearbeiten

Im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden

GeschichteBearbeiten

Lauenbrück wurde urkundlich erstmals im Jahr 1358 erwähnt und war Flussquerung für die Flüsse Wümme und Fintau. Der erste Teil des Ortsnamens geht auf die welfischen Herzöge von Braunschweig-Lüneburg zurück. Lauen verweist auf deren Wappentier, den Löwen. Der zweite Teil des Ortsnamens, brück, geht auf eine bei Lauenbrück in früheren Jahrhunderten bestehende Brücke (vermutlich eine Pfahlbrücke mit einer Länge von 40 bis 80 Metern) zurück, die als Teil eines alten Heerweges die beiden Flüsse Fintau und Wümme überschritten haben soll. Hinweise auf die tatsächliche Existenz dieser Brücke wurde bei dem Neubau der Sohlgleite, am Zusammenfluss von Fintau und Wümme, gefunden. Dort fand man etwa 600 Jahre alte Eichenpfähle.

Das Rittergut Lauenbrück befindet sich im Besitz der Familie von Bothmer.

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Die 13 Sitze des Gemeinderates verteilen sich wie folgt:

Partei Sitze
SPD 7
CDU 4
GRÜNE 2

(Stand: Kommunalwahl 11. September 2016)

BürgermeisterBearbeiten

Seit 2002 ist der SPD-Politiker Jochen Intelmann Bürgermeister der Gemeinde. Sein erster Stellvertreter ist Klaus Miesner (BfL), zweiter Stellvertreter ist Heinz Promann (SPD).

WappenBearbeiten

Blasonierung: Das Wappen der Gemeinde zeigt einen blauen Löwen auf goldenem Grund, der über einen über eine blaue Wasserfläche führenden Knüppeldamm schreitet.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

BauwerkeBearbeiten

Martin-Luther-KircheBearbeiten

1957 wurde neben dem Friedhof am Waldrand die evangelisch-lutherische Martin-Luther-Kirche eröffnet. Zur Ausstattung gehören ein Barockaltar aus der Kirche in Scheeßel und ein Abendmahlskelch aus dem Jahre 1703.[2]

FintauwehrBearbeiten

Nachdem in den Jahren 2002 und 2008 große Teile des Dorfes durch Hochwässer überflutet wurden, errichtete man 2009/2010 einen rund 700 m langen Hochwasserschutzdamm vor Lauenbrück, der in Zukunft Wasserschäden verringern soll. Die Kosten betrugen rund 968.000 Euro und wurden zu 90 % aus dem Konjunkturpaket II gedeckt[3][4]

SportBearbeiten

In der Gemeinde gibt es zwei Fußballplätze, drei Tennisplätze, eine Schießanlage, eine Sporthalle bei der Grundschule und bei der Fintauschule eine weitere Sporthalle sowie eine Leichtathletikanlage.

Regelmäßige VeranstaltungenBearbeiten

Überregional bekannt ist der seit 1985 jährlich stattfindende Flohmarkt, zudem regelmäßig über 10.000 Besucher erscheinen.[5]

Grünflächen und NaherholungBearbeiten

In der Gemeinde befindet sich ein Tier- und Landschaftspark.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

UnternehmenBearbeiten

In Lauenbrück befindet sich der Geschäftssitz der Bothmer Pyrotechnik GmbH, welche eine der führenden Feuerwerksbetriebe für Großfeuerwerk in Deutschland ist. Ein weiteres größeres Unternehmen ist der Maschinenbaubetrieb Atlas von der Wehl GmbH. Ansonsten ist die Gemeinde ländlich geprägt, wodurch kleine Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe vorherrschen.

Öffentliche EinrichtungenBearbeiten

In Lauenbrück steht das Rathaus der Samtgemeinde Fintel. Die Gemeinde hat seit 1923 eine Freiwillige Feuerwehr.[6] 2012 wurde eine neue, ganztägig besetzte Rettungswache des DRK eingerichtet, nachdem ein Bürgerentscheid die Pläne des Landkreises, die bisherige, teilbesetzte Wache aus Kostengründen zu schließen, verhindert hatte.[7] Die medizinische Versorgung gewährleisten darüber hinaus eine Allgemeinmedizin- und eine Zahnarztpraxis.

BildungBearbeiten

  • Fintauschule, 2000 erbaute weiterführende Schule. Zunächst Haupt- und Realschule, seit 2011 Oberschule.
  • Grundschule Lauenbrück
  • Kindergarten Alte Post
  • Kindergarten Löwenburg

VerkehrBearbeiten

Die Gemeinde liegt an der B 75 zwischen Rotenburg (Wümme) und Hamburg. Der Ort verfügt über einen Bahnhof an der Bahnstrecke Wanne-Eickel–Hamburg, an dem im Rahmen des Hanse-Netzes verkehrende Züge der metronom Eisenbahngesellschaft auf der Verbindung Hamburg–Bremen halten sowie dem Sonderflugplatz Lauenbrück (EDHU) mit einer 600 m langen Landebahn.

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Lauenbrück – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Landesamt für Statistik Niedersachsen, LSN-Online Regionaldatenbank, Tabelle 12411: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Stand 31. Dezember 2018 (Hilfe dazu).
  2. Die Kirche. Kirchengemeinden: Lauenbrück. (Nicht mehr online verfügbar.) Kirchenkreis Rotenburg, ehemals im Original; abgerufen am 7. August 2012.@1@2Vorlage:Toter Link/www.kirche-rotenburg.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  3. Schutz vor den Fintau-Fluten. Rotenburger Rundschau, 16. August 2010, abgerufen am 7. August 2012.
  4. Meilenstein in der Entwicklung Lauenbrücks. Rotenburger Kreiszeitung, 9. August 2010, abgerufen am 7. August 2012.
  5. Dieser Flohmarkt ist ganz einfach ein Muss. Rotenburger Rundschau, 20. August 2010, abgerufen am 7. August 2012.
  6. Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Lauenbrück. (Nicht mehr online verfügbar.) Freiwillige Feuerwehr Lauenbrück, ehemals im Original; abgerufen am 7. August 2012.@1@2Vorlage:Toter Link/www.feuerwehr-lauenbrueck.de.tl (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  7. Für den Notfall gut gewappnet. Rotenburger Rundschau, 29. Februar 2012, abgerufen am 7. August 2012.