Bundesstraße 37

Bundesstraße in Deutschland

Die Bundesstraße 37 (Abkürzung: B 37) ist eine Bundesstraße in Deutschland. Sie führt von Kaiserslautern-Vogelweh am Dreieck mit der B 270 nach Neckarelz, wo sie in die B 27 mündet.

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Bundesstraße 37 in Deutschland
Bundesstraße 37
Karte
Verlauf der B 37
Basisdaten
Betreiber: DeutschlandDeutschland Bundesrepublik Deutschland
Straßenbeginn: Kaiserslautern
(49° 26′ N, 7° 43′ O)
Straßenende: Mosbach
(49° 20′ N, 9° 6′ O)
Gesamtlänge: 108 km

Bundesland:

Ausbauzustand: zweistreifig[1]
Alte Brücke B 37.JPG
Bundesstraße 37 in Heidelberg
Straßenverlauf
Land Rheinland-Pfalz
Kreisfreie Stadt Kaiserslautern
Ortschaft KaiserslauternB270
Ortschaft Kaiserslautern
Landkreis Kaiserslautern
Ortschaft Hochspeyer B48
Ortschaft Frankenstein B39
Landkreis Bad Dürkheim
Fluss Isenach
Ortschaft Bad Dürkheim OT Hardenburg
Ortschaft Bad Dürkheim OT Grethen
Fluss Isenach
Ortschaft Bad Dürkheim
Kreuzung (1)  Bad Dürkheim-Ost/Mitte B271
Schnellstraße Beginn Beginn der Kraftfahrstraße
Autobahnabzweig (2)  Symbol: Runter Bad Dürkheim-Ost/Mitte-Süd
Anschlussstelle (3)  Friedelsheim A650
Schnellstraße Ende Autobahn Beginn Übergang in A650
Autobahn Beginn ersetzt durch A650
Kreisfreie Stadt Ludwigshafen am Rhein
Anschlussstelle (9)  Ludwigshafen-Bruchwiesenstraße A650 B44
Autobahn Ende Schnellstraße Beginn Übergang aus A650
Anschlussstelle (10)  Ludwigshafen-Heinigstraße B44
Anschlussstelle (11)  Ludwigshafen-Mitte
Fluss Rhein (Konrad-Adenauer-Brücke 274 m)
Land Baden-Württemberg
Stadtkreis Mannheim
Ortschaft Anfang Ortsanfang Mannheim
Ortschaft Lindenhof B36 B38
Ortschaft Schwetzingerstadt/Oststadt
Schnellstraße Beginn Beginn der Kraftfahrstraße
Ortschaft Ende Ortsende Mannheim
Anschlussstelle (1)  Mannheim-Mitte
Knoten (2)  Mannheim-Neckarau B38a
Schnellstraße Ende Autobahn Beginn Übergang in A656
Autobahn Beginn ersetzt durch A656
Stadtkreis Heidelberg
Knoten (5)  Kreuz Heidelberg A5 E35
Autobahn Ende Schnellstraße Beginn Übergang aus A656
Anschlussstelle (6)  Heidelberg-Wieblingen
Anschlussstelle (7)  Heidelberg-Bergheimer Straße
Schnellstraße Ende Ende der Kraftfahrstraße
Ortschaft Heidelberg B3
Rhein-Neckar-Kreis
Ortschaft Neckargemünd B45
Vorlage:AB/Wartung/Leer gemeinsam mit B45 Richtung Eberbach
Fluss Neckar
Land Hessen
Kreis Bergstraße
Ortschaft Neckarsteinach
Fluss Steinach
Ortschaft Neckarhausen
Ortsumfahrung Ortsumgehung Hirschhorn
Fluss Neckar
Tunnel (340 m)  Tunnel
Fluss Neckar
Land Baden-Württemberg
Rhein-Neckar-Kreis
Vorlage:AB/Wartung/Leer gemeinsam mit B45 Richtung Neckargmünd
Ortschaft Eberbach B45
Neckar-Odenwald-Kreis
Ortschaft Zwingenberg am Neckar
Ortsumfahrung Ortsumgehung Binau
Ortsumfahrung Ortsumgehung Mosbach OT Neckarelz
Knoten Mosbacher Kreuz B27 B292
Ehemals Autobahneinfahrt in Mannheim, heute B 37

StreckenverlaufBearbeiten

Beginnend in Rheinland-Pfalz in Kaiserslautern verläuft die B 37 durch den Pfälzerwald vorbei an Hochspeyer nach Bad Dürkheim. Dort verläuft sie knapp zwei Kilometer gemeinsam mit der B 271 und geht wenige Kilometer später in die A 650 über.

Das zweite acht Kilometer lange Teilstück beginnt in Ludwigshafen am Rhein, am Ende der A 650, überquert den Ludwigshafener Hauptbahnhof auf einer Brücke und führt als Hochstraße Süd bis zur Konrad-Adenauer-Brücke über den Rhein nach Mannheim in Baden-Württemberg. In Mannheim führt die B 37 vorbei am Mannheimer Schloss durch die Schwetzingerstadt um in Höhe des Flugplatzes Mannheim in die A 656 überzugehen.[2]

Das dritte Teilstück beginnt östlich des Kreuzes Heidelberg am Ende der Bundesautobahn 656. Die weitere Streckenführung folgt dem Odenwälder Neckartal auf dem (in Fließrichtung) linken, südlichen Ufer flussaufwärts von Heidelberg bis Neckargemünd. Hier überquert sie den Fluss auf der 173 Meter langen Friedensbrücke, einer Stahlbalkenkonstruktion, und führt auf dem Nordufer durch den Stadtteil Kleingemünd.[3] Hinter der Stadt wechselt die Bundesstraße über die Landesgrenze nach Hessen und führt durch Neckarsteinach und nach Hirschhorn. Ursprünglich folgte die Straße hier dem Verlauf der doppelten Hirschhorner Neckarschleife. Diese Schleife wird seit 1982 mit drei großen Bauwerken abgekürzt: der Westbrücke unterhalb von Hirschhorn,[3] einem Tunnel durch den Hirschhorner Hals in der badischen Gemarkung von Moosbrunn und schließlich der Ostbrücke, die oberhalb von Hirschhorn zurück auf das rechte hessische Neckarufer führt. Unterhalb des hochgelegenen Igelsbach endet das hessische Neckartal und die Bundesstraße wechselt ein letztes Mal ins Badische in Richtung Eberbach, Neckargerach und Mosbach-Neckarelz. Hier mündet sie am „Mosbacher Kreuz“ in die von Würzburg kommende B 27 nach Heilbronn.

Von Neckargemünd bis kurz vor Eberbach ist der Streckenverlauf identisch mit der B 45.

GeschichteBearbeiten

UrsprungBearbeiten

Die Landstraße von Dürkheim nach Mannheim war als Salinenstraße eine der wichtigsten Verbindungen der Pfalz und wurde ab 1753 (zunächst nur von Mannheim bis Oggersheim, später auch bis Dürkheim) zur Kunststraße ausgebaut.

Als wichtigste Ost-West-Verbindung der Kurpfalz wurde die Landstraße von Mannheim über Heidelberg nach Mosbach ab 1765 zur Chaussee ausgebaut. Allerdings führte diese Straße im 18. Jahrhundert nicht durch das Neckartal (dessen nördlicher Teil schon damals zu Hessen gehörte), sondern ab Neckargemünd über Wiesenbach und Aglasterhausen nach Mosbach. Erst im Jahre 1857 wurde die Neckartalstraße über Hirschhorn und Eberbach (die heutige Bundesstraße 37) gebaut und im Jahre 1862 zur badischen Staatsstraße erhoben.

Frühere Strecken und BezeichnungenBearbeiten

Die Pfalz gehörte zwischen 1815 und 1918 zum Königreich Bayern und anschließend bis 1945 zum Freistaat Bayern. Die bayerische Staatsstraße Nr. 54 begann in Kaiserslautern und führte über Dürkheim nach Ludwigshafen.

Die badische Staatsstraße Nr. 3 führte von Mannheim über Heidelberg und Sinsheim nach Heilbronn und nutzte dabei ab Neckargemünd die Strecken der heutigen Bundesstraßen 39 und 45. In Wiesenbach zweigte die badische Staatsstraße Nr. 4 ab, die auf der alten Landstraße über Aglasterhausen nach Mosbach führte. Die Neckartalstraße, die teilweise über hessisches Gebiet führte, erhielt von der badischen Straßenbauverwaltung zwei verschiedene Nummern. Die badische Staatsstraße Nr. 162 führte von Neckargemünd bis zur hessischen Landesgrenze bei Neckarsteinach. Die badische Staatsstraße Nr. 166 führte von der hessischen Landesgrenze bei Eberbach bis nach Neckarelz, wo sich heute der Endpunkt der Bundesstraße 37 befindet.

Erst bei der Einführung von sogenannten „Fernverkehrsstraßen“ (FVS) durch die Weimarer Republik am 17. Januar 1932 wurde die damalige FVS 37, 1934 in Reichsstraße 37 (R 37) umbenannt, ohne Berücksichtigung historischer Landesgrenzen durch das Neckartal über hessisches Territorium nach Eberbach und weiter bis Neckarelz geführt.

In Höhe der hessischen Gemeinde Hirschhorn wurde während der 1980er Jahre eine aufwendige Ortsumgehung mit zwei Neckarbrücken und einem einröhrigen Straßentunnel gebaut, die einerseits den Ortskern entlastet und andererseits eine dauerhafte Befahrbarkeit der B 37 bei hochwasserführendem Neckar sicherstellt. Bis zum 26. Juli 2011 wurde dieser Tunnel saniert.[4] Die alte Ortsdurchfahrt entlang des Flusses wird bei Hochwasser immer wieder überflutet, so dass die wichtige Verbindung aus dem Neckartal nach Heidelberg früher regelmäßig unterbrochen wurde.

Bis in die Mitte der 1990er Jahre führte die B 37 noch parallel zur A 656 durch die Mannheimer Stadtteile Neuostheim und Seckenheim, die Gemeinde Edingen-Neckarhausen und den Heidelberger Stadtteil Wieblingen, bevor die Herabstufung in diesem Abschnitt zur Landesstraße 637 erfolgte.

Zwischen Hochspeyer und Frankenstein wurde von Mitte 2008 bis Ende 2010 auf einem 1,5 km langen Teilstück die durch Felsen auf der einen Seite und der Pfälzischen Ludwigsbahn auf der anderen Seite begrenzte Fahrbahn verbreitert, um auch einen Rad- und Gehweg anzulegen.[5][6]

PlanungenBearbeiten

Immer wieder wird in der Stadt Heidelberg diskutiert, die unmittelbar am südlichen Neckarufer verlaufende B 37 auf rund 2 km unter die Erde zu verbannen, um so die historische Heidelberger Altstadt ohne störenden Straßenverkehr wieder direkt an den Fluss grenzen zu lassen. Ob dieser Wunsch angesichts der hohen Baukosten und des felsigen Untergrundes realisiert werden kann, wird die Zukunft zeigen.

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Bundesstraße 37 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. in Kaiserslautern, Ludwigshafen und Mannheim vierstreifig
  2. Kartenausschnitt des Übergangs von B 37 zur A 656. Openstreetmap, abgerufen am 19. Juni 2013.
  3. a b Karl Gotsch: Neckarbrücken ab Neckarsulm
  4. Hirschhorn: Tunnelsperrung verlängert. In: Mannheimer Morgen. 21. Juli 2011.
  5. Die Rheinpfalz, 7. Februar 2008
  6. Zusammenfassung der Baumaßnahme