Neuhof (Taunusstein)

Stadtteil von Taunusstein im Rheingau-Taunus-Kreis

Neuhof ist ein Stadtteil von Taunusstein im südhessischen Rheingau-Taunus-Kreis.

Neuhof
Wappen von Neuhof
Koordinaten: 50° 10′ 12″ N, 8° 12′ 37″ O
Höhe: 381 (380–505) m ü. NHN
Fläche: 10,04 km²[1]
Einwohner: 3341 (31. Dez. 2020)[2]
Bevölkerungsdichte: 333 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Oktober 1971
Postleitzahl: 65232
Vorwahl: 06128

GeographieBearbeiten

Neuhof ist viertgrößter Stadtteil und liegt im oberen Aartal an der Kreuzung der Bundesstraßen 417 (Hühnerstraße zwischen Wiesbaden und Limburg an der Lahn) und der B 275 (Bad NauheimUsingenIdstein–Taunusstein). Zum Ortsteil gehört auch die Siedlung Platte. Benachbarte Orte sind Wehen, Orlen, Ehrenbach, Eschenhahn, Engenhahn und Wiesbaden.

Naturräumlich gesehen gehört Neuhof zum „Westlichen Hintertaunus“. Die Topographie weist Geländehöhen zwischen 380 m über NHN (Ortsmittelpunkt) und 505 m über NHN (Siedlung Platte) auf (Angaben aus dem Regionalen Raumordnungsplan Südhessen 1995).

GeschichteBearbeiten

Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Neuhof erfolgte unter dem Namen Newenhove im Jahr 1167.[3] Die nächste Erwähnung in einer Nassauischen Urkunde wird in die Zeit 1230/31 datiert.[1]

GebietsreformBearbeiten

Zum 1. Oktober 1971 fusionierte die bis dahin selbständige Gemeinde Neuhof im Zuge der Gebietsreform in Hessen mit fünf Nachbarorten freiwillig zur neuen Stadt Taunusstein.[4][5] Somit wurde Neuhof ein Stadtteil von Taunusstein. Für alle nach Taunusstein eingegliederten Gemeinden wurden Ortsbezirke mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher gebildet.[6]

Territorialgeschichte und VerwaltungBearbeiten

Die folgende Liste zeigt im Überblick die Territorien, in denen Neuhof lag, bzw. die Verwaltungseinheiten, denen es unterstand:[1][7][8]

BevölkerungBearbeiten

Einwohnerentwicklung

 Quelle: Historisches Ortslexikon[1]

Neuhof: Einwohnerzahlen von 1834 bis 2020
Jahr  Einwohner
1834
  
499
1840
  
530
1846
  
530
1852
  
554
1858
  
565
1864
  
598
1871
  
554
1875
  
560
1885
  
532
1895
  
554
1905
  
609
1910
  
600
1925
  
559
1939
  
533
1946
  
769
1950
  
755
1956
  
709
1961
  
782
1967
  
1.047
1970
  
1.134
1980
  
?
1990
  
?
2000
  
3.505
2011
  
3.378
2015
  
3.354
2020
  
3.541
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: [1]; Stadt Taunusstein[2]; Zensus 2011[9]

Religionszugehörigkeit

• 1885: 485 evangelische (= 91,17 %), 47 katholische (= 8,83 %) Einwohner[1]
• 1961: 652 evangelische (= 83,38 %), 115 katholische (= 14,71 %) Einwohner[1]

ReligionBearbeiten

Religionsgemeinschaften

  • Evangelische Kirchengemeinde in Neuhof und Orlen
  • katholische Gottesdienste dienstagsabends (in der evangelischen Kirche)
  • Königreichssaal der Zeugen Jehovas
  • Neuapostolische Kirche

PolitikBearbeiten

Für Neuhof besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Neuhof) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung.[6] Der Ortsbeirat besteht aus sieben Mitgliedern. Seit den Kommunalwahlen 2021 gehören ihm zwei Mitglieder der SPD, drei der CDU, ein Mitglied der FWG, sowie ein parteiloses Mitglied für die SPD an. Ortsvorsteher ist Frederic Blasche (CDU).[10]

Infrastruktur und WirtschaftBearbeiten

VerkehrBearbeiten

  • Bundesstraße 417 mit Abfahrt Neuhof Nord und Neuhof-Mitte
  • Bundesstraße 275
  • Neuhof wird seit Dezember 1998 auf einer Umgehungsstraße der B 417 östlich umfahren. Die B 275 führt mitten durch Neuhof und trifft an einem Kreisel auf die Limburger Straße (früher Ortsdurchfahrt B 417)
  • nächstgelegene Bahnhöfe und Autobahnanschlüsse A3 in Idstein und Niedernhausen/Wiesbaden
  • Busverbindungen nach Idstein, Niedernhausen, Wiesbaden, Limburg, Bad Schwalbach und in die anderen Taunussteiner Stadtteile

BildungBearbeiten

  • Sonnenschule (Grundschule)
  • Städtische Kindertagesstätte Kornblumenweg (Krippe, Kita, Hort)
  • ASB-Kindertagesstätte
  • Obermayr Kindertagesstätte und Krippe Campolino
  • Obermayr Europa-Schule (Privatschule mit Grund-, Realschule und Gymnasium bis Klasse 10)

UnternehmenBearbeiten

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

BauwerkeBearbeiten

  • evangelische Kirche
  • ehemaliges Feuerwehrhaus/Schulscheune
  • ehemaliges Rathaus/Schule
  • ehemaliges Henkershaus
  • Feuerwehrhaus, Limburger Straße
  • Aartalhalle (früher Stadthalle), Ziegelhüttenweg
  • Evangelisches Gemeindehaus, Gartenstraße

NaturdenkmälerBearbeiten

  • Naturschutzgebiet Calluna-Heide („Neuhofer Heide“ genannt, ehemaliger Segelflugplatz, Siedlung Platte)

KulturdenkmälerBearbeiten

  • Fabriciusstraße; evangelische Kirche
  • Galileistraße/Fabriciusstraße; Scheune
  • Idsteiner Straße 19; Fachwerkhaus
  • Keplerstraße 7; ehem. Rathaus/Schule und ehem. Feuerwehrhaus/Schulscheune
  • Kopernikusstraße 1; Henkershaus
  • Limburger Straße 17; Hofreite
  • Lindenbornstraße; Lindenborn; Brunnen
  • Fliederweg; Kriegerdenkmal, Friedhof

Sport und FreizeitBearbeiten

  • Sportplatz im Maisel
  • Aartalhalle
  • Grillplatz und Bolzplatz im Maisel
  • Bolzplatz Weher Acker/Rosenweg
  • Bouleplatz und Streetball zwischen B 275 und Schule
  • Wanderweg Aarhöhenweg
  • Radweg Neuhof – Wehen – Hahn mit Anschluss an den Aartal-Radweg
  • DPB-Pfadfinderheim am Limes im Maisel
  • Vereinsheim der Arbeiterwohlfahrt Taunusstein im Maisel
  • Mansuet-Heidenreich-Haus der DRK-Ortsvereinigung Taunusstein

WeblinksBearbeiten

Commons: Neuhof – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d e f g Neuhof, Rheingau-Taunus-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 16. Oktober 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  2. a b Einwohnerstatistik Taunusstein. In: Webauftritt. Stadt Taunusstein. Abgerufen im Januar 2021.
  3. Stadtteil Neuhof. In: Webauftritt der Stadt Taunusstein. Abruf im Januar 2021.
  4. Gemeindegebietsreform in Hessen: Zusammenschlüsse und Eingliederungen von Gemeinden vom 17. September 1971. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1971 Nr. 39, S. 1603, Punkt 1320; Abs. 15. (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags).
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 377.
  6. a b Hauptsatzung. (PDF; 90 kB) §; 5. In: Webauftritt. Stadt Taunusstein, abgerufen im Februar 2019.
  7. Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Land Hessen. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  8. Grossherzogliche Centralstelle für die Landesstatistik (Hrsg.): Beiträge zur Statistik des Großherzogtums Hessen. Band 1. Großherzoglicher Staatsverlag, Darmstadt 1862, DNB 013163434, OCLC 894925483, S. 43 ff. (Online bei google books).
  9. Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,8 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt;
  10. Ortsbeirat Neuhof. In: Webauftritt. Stadt Taunusstein, abgerufen im Mai 2021.
  11. Antriebstechnik: Stellzylinder, Linearmotoren, Servomotoren etc. - A-Drive Technology. In: www.a-drive.de. Abgerufen am 19. Mai 2016.
  12. TEXT-COM: TEXT-COM | ist eine Agentur für Technologie-PR. In: www.text-com.de. Abgerufen am 19. Mai 2016.