Bundesautobahn 73

Bundesautobahn in Deutschland

Die Bundesautobahn 73 (Abkürzung: BAB 73) – Kurzform: Autobahn 73 (Abkürzung: A 73) ist eine deutsche Autobahn, die die südthüringische Stadt Suhl mit der mittelfränkischen Stadt Nürnberg verbindet. In ihrem fränkischen Ursprungs- und Erschließungsgebiet, und insbesondere in ihrem nicht als Autobahn gewidmeten Nürnberger Abschnitt, wird die Straße als Frankenschnellweg (FSW) bezeichnet.[1][2]

Vorlage:Infobox hochrangige Straße/Wartung/DE-A
Bundesautobahn 73 in Deutschland
Bundesautobahn 73
Karte
Verlauf der A 73
Basisdaten
Betreiber: DeutschlandDeutschland Bundesrepublik Deutschland
Gesamtlänge: 170 km

Bundesland:

A73 Mainquerung.jpg
A 73 – Mainquerung bei Lichtenfels
Straßenverlauf
Freistaat Thüringen
Knoten (1)  Dreieck Suhl A71
Brücke (845 m)  Talbrücke Haseltal
Anschlussstelle (2)  Suhl-Zentrum
Brücke (252 m)  Talbrücke Wiesental
Brücke (372 m)  Talbrücke Langer Grund
Anschlussstelle (3)  Suhl-Friedberg
Brücke (555 m)  Talbrücke Wallersbach
Brücke (370 m)  Talbrücke Dambachtal
Parkplatz mit WC Symbol: LinksRechtsSymbol: LinksRechts Parkplatz Adlersberg
Brücke (218 m)  Talbrücke Leuketal
Brücke (340 m)  Talbrücke Silbachtal
Brücke (188 m)  Talbrücke Ochsengrund
Brücke (147 m)  Talbrücke Feuchter Grund
Brücke (449 m)  Talbrücke St. Kilian
Anschlussstelle (4)  Schleusingen
Brücke (435 m)  Talbrücke Nahetal
Brücke (688 m)  Talbrücke Schleuse
Brücke (177,5 m)  Talbrücke Wiedersbach
Brücke (696 m)  Talbrücke Brünn
Brücke (268 m)  Talbrücke Sulzebach
Brücke (236,5 m)  Talbrücke Waisa
Anschlussstelle (5)  Eisfeld-Nord
Parkplatz mit WC Symbol: LinksRechtsSymbol: LinksRechts Parkplatz (mit WC) Werratal
Brücke (432 m)  Talbrücke Werratal
Anschlussstelle (6)  Eisfeld-Süd
Vorlage:AB/Wartung/Leer Symbol: Tourist Innerdeutsche Grenze (1945–1990)
Freistaat Bayern
Tankstelle Raststation Symbol: Links Raststätte Coburger Land
Parkplatz Symbol: Rechts Parkplatz Coburger Land
Brücke (300 m)  Lautertalbrücke
Knoten (7)  Coburg B4
Knoten (8)  Neustadt bei Coburg B4
Anschlussstelle (9)  Rödental
Brücke (852 m)  Itztalbrücke
Parkplatz mit WC Symbol: LinksRechtsSymbol: LinksRechts Parkplatz (mit WC) Coburger Forst
Brücke (161 m)  Füllbachtalbrücke
Anschlussstelle (10)  Ebersdorf B303
Brücke (302 m)  Talbrücke Nestelgraben
Anschlussstelle (11)  Untersiemau B289
Anschlussstelle (12)  Lichtenfels-Nord
Brücke (657 m)  Maintalbrücke
Knoten (13)  Lichtenfels B173 B289
Anschlussstelle (14)  Bad-Staffelstein-Kurzentrum
Anschlussstelle (15)  Bad Staffelstein
Anschlussstelle (16)  Ebensfeld
Brücke (315 m)  Talbrücke Leiterbach
Parkplatz Symbol: LinksRechtsSymbol: LinksRechts Parkplatz Zapfendorf
Brücke (150 m)  Aspachtalbrücke
Anschlussstelle (17)  Zapfendorf
Brücke (130 m)  Talbrücke Laufer Bach
Anschlussstelle (18)  Breitengüßbach-Nord B4
Anschlussstelle (19)  Breitengüßbach-Mitte Symbol: Autohof B279
Anschlussstelle (20)  Breitengüßbach-Süd B4
Parkplatz Symbol: LinksRechtsSymbol: LinksRechts Parkplatz Zückshuter Forst
Knoten (21)  Kreuz Bamberg A70 E48
Anschlussstelle (22)  Memmelsdorf
Anschlussstelle (23)  Bamberg-Ost
Anschlussstelle (24)  Bamberg-Süd B22 B505
Brücke (330 m)  Zeegenbachtalbrücke
Brücke (150 m)  Möstenbachtalbrücke
Anschlussstelle (25)  Hirschaid
Anschlussstelle (26)  Symbol: Autohof Buttenheim
Parkplatz mit WC Symbol: LinksRechtsSymbol: LinksRechts Parkplatz (mit WC) Regnitztal
Anschlussstelle (27)  Forchheim-Nord
Brücke (110 m)  Trubachbrücke
Anschlussstelle (28)  Forchheim-Süd B470
Anschlussstelle (29)  Baiersdorf-Nord
Anschlussstelle (30)  Möhrendorf
Anschlussstelle (31)  Erlangen-Nord
Anschlussstelle (32)  Erlangen-Zentrum
Anschlussstelle (33)  Erlangen-Bruck B4
Knoten (34)  Kreuz Fürth/Erlangen A3 E45
Anschlussstelle (35)  Erlangen-Eltersdorf
Parkplatz Symbol: Rechts Parkplatz
Anschlussstelle (36)  Fürth-Steinach
Anschlussstelle (37)  Fürth-Ronhof
Anschlussstelle (38)  Fürth-Poppenreuth
Brücke (50 m)  Pegnitzbrücke
Anschlussstelle (39)  Nürnberg/Fürth B8
LKW-Maut Symbol: Rauf Mautfrei, Kreisstraße N 4
Anschlussstelle Nürnberg-Westring Symbol: Autohof B4 R
LKW-Maut Symbol: Rauf Mautfrei, Kreisstraße N 4
Autobahn Ende Schnellstraße Beginn Autobahnende
Anschlussstelle Nürnberg-Gostenhof
Anschlussstelle Nürnberg-Zentrum
Anschlussstelle Nürnberg-Südring B4 R
Knoten Kreuz Nürnberg-Hafen
Schnellstraße Ende Autobahn Beginn Autobahnbeginn
Anschlussstelle (43)  Nürnberg-Hafen-Ost
Anschlussstelle (44)  Nürnberg-Königshof B8
Anschlussstelle (45)  Nürnberg-Zollhaus E50
Knoten (46)  Kreuz Nürnberg-Süd A6 E50
Anschlussstelle (47)  Wendelstein (Westteil)
Anschlussstelle (47)  Symbol: Rauf Wendelstein (Ostteil)
Anschlussstelle (48)  Feucht
Knoten (49)  Dreieck Nürnberg/Feucht A9 E45
  • In Bau
  • In Planung
  • Verkehrsbeeinflussungsanlage
  • Vorlage:AB/Wartung/Leer Anmerkungen:

    Die A 73 beginnt am Autobahndreieck Suhl (A 71) und führt zunächst über Coburg und Lichtenfels nach Bamberg. Der Abschnitt Suhl–Lichtenfels wurde im Rahmen des Verkehrsprojekts Deutsche Einheit Nr. 16 errichtet und ist seit dem 5. September 2008 durchgängig befahrbar. Die Neubaustrecke kostete ca. 794 Millionen Euro. Sie hat einen Flächenbedarf von 1557 Hektar, der aus 590 Hektar Verkehrsflächen und 967 Hektar Ausgleichsflächen besteht.[3]

    Zwischen Schleusingen und Coburg-Nord sowie zwischen Bamberg und Erlangen verläuft die A 73 parallel und nahe zur B 4 beziehungsweise der alten Strecke der B 4 und ersetzt diese teilweise.

    Teilstrecke Suhl–EisfeldBearbeiten

    Das 34 Kilometer lange Teilstück der A 73 in Thüringen hat den Regelquerschnitt (RQ) 26 und ist aufgrund der schwierigen Topographie am Rande des Thüringer Waldes durch eine Aneinanderreihung von Großbrücken gekennzeichnet. Von den 17 Großbrücken auf thüringischer Seite mit einer Gesamtlänge von 6,6 Kilometern ist die erste südlich des Autobahndreiecks Suhl, die Talbrücke Haseltal, hervorzuheben. Diese Balkenbrücke hat eine Gesamtlänge von 845 Metern und überspannt den Suhler Ortsteil Heinrichs mit den ehemaligen Werksanlagen von Simson in einer Höhe von 82 Metern bei Pfeilerabständen von maximal 175 Metern. Der blaue Anstrich der Stahlkonstruktion sorgte für einige Diskussion. Baubeginn des Abschnittes Suhl–Schleusingen war 2003. Das Teilstück bis Suhl-Friedberg wurde Mitte 2006 dem Verkehr übergeben, wobei die Anschlussstelle Suhl-Zentrum erst im Dezember 2007 befahrbar war. Die Fertigstellung bis Schleusingen folgte Ende 2006. Der Abschnitt Schleusingen–Eisfeld-Nord wurde 2004 in Angriff genommen und am 25. Juli 2008 dem Verkehr übergeben.[4]

    Teilstrecke Eisfeld–Coburg–LichtenfelsBearbeiten

     
    Angestrahlte Stahlfachwerkbrücke über die A 73 bei AS Lichtenfels-Nord
     
    Anschlussstelle Eisfeld-Süd genau auf dem Grünen Band Deutschland

    Im Dezember 2002 erfolgte die Freigabe des ersten Teilstückes von Eisfeld-Süd bis Coburg. Die Anschlussstelle Eisfeld-Süd liegt genau auf der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Dadurch unterbricht sie einen längeren Abschnitt des Grünen Bandes Deutschland, als wenn die Anschlussstelle etwas weiter nördlich oder südlich angelegt worden wäre, und stört den Biotopverbund zwischen der Ostsee bei Lübeck und dem Dreiländereck Bayern – SachsenTschechien (früher BRD – DDR – CSSR als Endpunkt der innerdeutschen Grenze).

    Kurz vor der Freigabe der Teilstrecke zwischen Eisfeld-Nord und Eisfeld-Süd Ende 2003 wurde festgestellt, dass die lichte Durchfahrtshöhe der Überführung Eisfeld-Süd nicht die geforderten 4,7 Meter aufwies, sondern am Rand nur 4,45 Meter betrug. Deshalb musste die fertige Richtungsfahrbahn Süd auf einer Länge von 300 Metern entsprechend tiefer gelegt werden.

    Die A 73 führt nördlich von Coburg um das Stadtgebiet herum nach Rödental, Ebersdorf und Lichtenfels. Das rund drei Kilometer lange Teilstück von Coburg bis zur Anschlussstelle Rödental wurde am 31. Oktober 2006 eröffnet. Bis zur Freigabe dieses Abschnittes (bis Rödental) diente der Übergang in die B 4 als Autobahnabfahrt Coburg. Seitdem ist die Anschlussstelle in Fahrtrichtung Rödental als Dreieck mit der B 4 zweistreifig verknüpft, da sie in diesem Abschnitt zwei Streckenteile der B 4 verbindet.

    Seit dem 19. Oktober 2007 ist das 8,5 Kilometer lange Teilstück der A 73 von Rödental bis Ebersdorf befahrbar. Die Verkehrsfreigabe des letzten Abschnittes zwischen Ebersdorf und Lichtenfels fand am 5. September 2008 statt. Die Anschlussstelle Lichtenfels ist mit der B 173 teilweise zweistreifig verknüpft. Die B 4 ist durch den neugebauten Zubringer (B 289) mit der Anschlussstelle Untersiemau verbunden. Zwischen der Anschlussstelle Untersiemau und der Anschlussstelle Lichtenfels Nord bietet sich dem Autofahrer ein Blick auf die Basilika Vierzehnheiligen. Das Teilstück zwischen Ebersdorf und Lichtenfels war umstritten, weil die Trasse den zwischen Bad Staffelstein und Lichtenfels gelegenen „Gottesgarten“ unterhalb von Kloster Banz und den Lichtenfelser Forst durchschneidet. Im Sommer 2003 wies das Bundesverwaltungsgericht eine Klage des Naturschutzverbandes BUND ab und machte so den Weg zur Ausführung der Mainauenquerung frei.

    Im Juli 2010 wurde auf dem Abschnitt zwischen der Anschlussstelle Lichtenfels und der Anschlussstelle Untersiemau aus Sicherheitsaspekten eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 120 km/h eingeführt.

    Teilstrecke Lichtenfels–BambergBearbeiten

    Dieser Abschnitt war Teil der Bundesstraße 173 und bereits vierstreifig ausgebaut. Allerdings musste bei Kosten von rund 50 Millionen Euro der Standstreifen beidseitig ergänzt und der Oberbau verstärkt werden. Anfang Dezember 2007 folgte die durchgängige Kennzeichnung durch Schilder mit blauem Hintergrund, wobei auch die Bezeichnung der Anschlussstellen Bad Staffelstein-Ost in Bad Staffelstein und Bad Staffelstein-Nord in Bad Staffelstein-Kurzentrum geändert wurde. Am 1. Januar 2008 erfolgte die amtliche Aufstufung zur Autobahn. Aufgrund von Unstimmigkeiten und Sprüngen wurden die Betriebskilometer am 4. September 2008 im Streckenabschnitt südlich von Lichtenfels geändert. Die Kilometrierung der Autobahn beginnt bei Suhl und endet bei Kilometer 154 an der Stadtgrenze Nürnbergs.[5]

    Teilstrecke Bamberg–NürnbergBearbeiten

     
    Verlauf der A 73 Suhl–Nürnberg

    Der Teilabschnitt zwischen Bamberg und Nürnberg wurde zwischen 1967 und 1986 gebaut, wobei der 1967 bis 1972 gebaute Abschnitt Nürnberg – Fürth – Erlangen der mit Abstand älteste der A 73 ist und ursprünglich als B 4a eröffnet wurde, jedoch von Beginn an Autobahnstandard hatte. Der Weiterbau der A 73 bei Bamberg war lange Zeit umstritten, da sie ein großes zusammenhängendes Waldgebiet, den Hauptsmoorwald, zerschneidet.

    Zwischen Forchheim-Süd und Erlangen-Zentrum stieß die vierstreifige Autobahn schon vor der Fertigstellung des Anschlusses nach Thüringen mit über 60.000 Fahrzeugen pro Tag insbesondere während des Berufsverkehrs regelmäßig an ihre Kapazitätsgrenze. Daher wird auf dieser Teilstrecke der Standstreifen in mehreren Bauabschnitten als dritter, temporärer Fahrstreifen ausgebaut. Im Oktober 2007 wurden der ausgebaute Standstreifen sowie die elektronischen Verkehrsregelanlagen zwischen Möhrendorf und Erlangen-Nord fertiggestellt, so dass nach einem dreimonatigen Probebetrieb in diesem Bereich seit Januar 2008 der Seitenstreifen jeweils bei Bedarf zur Befahrung freigegeben werden kann. Von April bis Oktober 2008 wurde der Ausbau bis Baiersdorf-Nord fortgeführt. Die Standstreifenfreigabe in diesem Bereich ist nach einer Probephase im Blindbetrieb Ende Dezember 2008 in Betrieb gegangen. Von Mai 2015 an wurde an der Standstreifenfreigabe zwischen Forchheim-Süd und Baiersdorf-Nord gebaut, die Arbeiten wurden im Dezember 2015 abgeschlossen. In der Gegenrichtung werden seit Juni 2016 die baulichen Voraussetzungen für die temporäre Standstreifenfreigabe zwischen Erlangen und Forchheim geschaffen.

    Im Abschnitt Erlangen-Nord bis Erlangen-Zentrum ist nun der bisherige Standstreifen als permanenter Verflechtungsstreifen befahrbar. In den letzten Jahren wurden im Stadtbereich von Erlangen bereits in mehreren Abschnitten Standstreifen zu Verflechtungsstreifen umgebaut. Dies geschah in den Bereichen Erlangen-Zentrum bis Erlangen-Bruck (beide Richtungen), Erlangen-Bruck bis Autobahnkreuz Fürth/Erlangen (beide Richtungen) und Erlangen-Zentrum bis Erlangen-Nord.

    Im Gebiet von Erlangen, Fürth und Nürnberg verläuft der Frankenschnellweg weitgehend auf der ehemaligen Trasse des Ludwig-Donau-Main-Kanals. 2013 wurde zwischen den Ausfahrten Erlangen-Eltersdorf und Fürth-Ronhof die Ausfahrt Fürth-Steinach neu gebaut und im Dezember desselben Jahres eröffnet. Sie wurde notwendig, um den Stadtverkehr im Fürther Norden zu entlasten, da dort durch eine neu erbaute Filiale der Möbelkette Höffner ein starker Anstieg des Verkehrs zu erwarten war. Es wurden auch Lärmschutzwände errichtet, die für einen Rückgang des Verkehrslärms um zehn Dezibel sorgen sollen.[6] Erst seit 2007 ist der Abschnitt zwischen den Anschlussstellen Nürnberg/Fürth und Nürnberg-Hafen als Kreisstraße gewidmet[7]; dort lautet auch der offizielle Nürnberger Straßenname Frankenschnellweg.

    Die Strecke wird im Bereich der Ausfahrt Nürnberg-Gostenhof auf einer Strecke von etwa 500 m noch von drei Kreuzungen beziehungsweise Einmündungen unterbrochen, die mit Ampeln geregelt sind. Bei hohem Verkehrsaufkommen ist der Bereich An den Rampen/Rothenburger Straße meist überlastet, während der Berufsverkehrszeiten bilden sich von beiden Seiten längere Staubereiche (besonders stark von Norden/Westen) auf dem Frankenschnellweg, da der Durchsatz der Ampelanlage dem Verkehrsaufkommen nicht gewachsen ist. Häufig kommt es dort auch zu Auffahrunfällen an den Stauenden, weshalb auch eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 60 km/h bereits ab den Ausfahrten Nürnberg Westring und Nürnberg Südring ausgeschildert ist. Hinzu kamen bis September 2004 regelmäßig Unfälle mit Lastkraftwagen, die im Bereich An den Rampen (einer Eisenbahnbrücke mit einer Höhe von 3,70 m) trotz elektronischer Warntafeln stecken geblieben waren. Eine Tieferlegung der Fahrbahn um 30 cm hat zumindest das Problem mit den stecken bleibenden Lastkraftwagen inzwischen behoben; trotzdem wird der Bereich tagsüber von Ortskundigen eher gemieden. In Nürnberg wird wegen der Staus im Berufsverkehr auch scherzhaft vom „Frankenstauweg“ oder „Frankenschleichweg“ gesprochen.

    Ab frühestens Herbst 2012[8] sollte dieser Teil kreuzungsfrei ausgebaut werden und dazu die Autobahn das Stadtgebiet streckenweise in einem Tunnel durchqueren („Frankenröhre“). Der unter der Straße liegende U-Bahnhof Rothenburger Straße wurde in den 1980er Jahren bereits tief genug gebaut, um darüber noch einen Straßentunnel unterbringen zu können. Durch Einsprüche unter anderem des Bundes Naturschutz beim Verwaltungsgericht Ansbach 2014 und des VCD 2020 verzögerte sich der Baubeginn.[9] Inzwischen ist von einem Baustart frühestens 2025 auszugehen.[10]

    In diesem Bereich befinden sich einige leistungsfähige Anschlussstellen mit nur einer Kreuzung auf den Zubringer.

    Während der Frankenschnellweg die Anschlussstelle Kreuz Nürnberg-Hafen als Kreisstraße N 4 in gerader Richtung überquert und zur Anschlussstelle Nürnberg-Eibach weiterführt, liegt der Wiederbeginn der A 73 dort in Richtung Südwesten an der Anschlussstelle Nürnberg-Hafen Ost der Südwesttangente. Sie überquert am Autobahnkreuz Nürnberg-Süd die A 6 und mündet wenige Kilometer weiter südlich am Dreieck Nürnberg/Feucht in die A 9 und endet dort. Im Bereich des Autobahndreiecks überquert die Autobahn die Eisenbahn-Schnellfahrstrecke Nürnberg–Ingolstadt–München.

    WildwechselschutzBearbeiten

    Die A 73 ist auf der gesamten Strecke zwischen Suhl und Lichtenfels durch beidseitige durchgehende Zäune gegen Wildwechsel gesichert. Bei neu freigegebenen Abschnitten kam es vor, dass die Wildwechselschutzzäune noch nicht vorhanden waren, sondern erst später montiert wurden.

    Den gefahrlosen Wildwechsel ermöglichen zahlreiche Feld- und Waldwegunterführungen sowie die Talbrücken der A 73. Zwischen Schleusingen und Eisfeld gibt es unter anderem einen speziellen Tierdurchlass.

    SonstigesBearbeiten

    Obwohl die ältesten Abschnitte im Raum Nürnberg/Fürth/Erlangen sind und der südliche Teil Bamberg – Nürnberg lange vor dem nördlichen Teil fertig wurde, verläuft die Kilometrierung und Anschlussstellen-Nummerierung inzwischen von Nord nach Süd. Es handelt sich dabei bereits um die dritte und gegenüber ihren Vorgängern komplett geänderte Anschlussstellen-Nummerierung der A 73.[11]

    Die Überführungsbauwerke im Neubaustreckenabschnitt zwischen Eisfeld-Süd und Lichtenfels wurden alle fugenlos ausgeführt. Dazu gehören unter anderem die 127 Meter lange Spannbetonbalkenbrücke zur Überführung der Gemeindestraße Unterlauter–Dörfles und die 101,8 Meter weit spannende Stahlfachwerkbrücke für die Kreisstraße LIF 2.

    Östlich von Bamberg zwischen Memmelsdorf (22) und Bamberg-Ost (23) gab es eine Anschlussstelle, die nur für Militärzwecke genutzt wurde. Sie war ein Direktanschluss an das amerikanische Militärareal der Warner Barracks.

    Zwischen den Anschlussstellen Nürnberg/Fürth (39) und Kreuz Nürnberg-Hafen ist die Strecke nicht als Bundesautobahn, sondern als Kreisstraße N 4 der Stadt Nürnberg gewidmet. Sie trägt dort auch offiziell den Namen Frankenschnellweg und setzt sich über das Kreuz Nürnberg-Hafen und die Anschlussstelle Nürnberg-Eibach in Richtung Reichelsdorf fort (ehemalige Planung Bundesautobahn 77/751). Der Abschnitt zwischen der Anschlussstelle Nürnberg/Fürth und der Kreuzung mit der Rothenburger Straße ist jedoch trotzdem als Autobahn blau beschildert. Im Abschnitt zwischen den Anschlussstellen Kreuz Nürnberg-Hafen und Nürnberg-Hafen Ost ist die Strecke Teil der Südwesttangente und als Gemeindestraße gewidmet. Für die als Kreis- und Gemeindestraßen gewidmeten Abschnitte muss keine LKW-Maut entrichtet werden.

    TriviaBearbeiten

    Zum 1. Januar 2016 waren für die A 73 zuständig:

    • Freistaat Thüringen[12]
      • im Bereich zwischen dem Autobahndreieck Suhl (1) und der Landesgrenze bei der Autobahnmeisterei Zella-Mehlis
    • Freistaat Bayern[13]
      • im Bereich zwischen der Landesgrenze der und Anschlussstelle Ebersdorf b.Coburg (10) bei der Straßenmeisterei Coburg/Kronach,
      • im Bereich zwischen der Anschlussstelle Ebersdorf b.Coburg (10) und der Anschlussstelle Breitengüßbach-Nord (18) bei der Straßenmeisterei Bad Staffelstein,
      • im Bereich zwischen Anschlussstelle Breitengüßbach-Nord (18) und Anschlussstelle Möhrendorf (30) bei der Autobahnmeisterei Thurnau/Hirschaid,
      • im Bereich Anschlussstelle Möhrendorf (30) und der Anschlussstelle Nürnberg/Fürth (39) bei der Autobahnmeisterei Erlangen/Neumarkt i. d. Oberpfalz.

    Im Raum Nürnberg/Fürth trugen der Frankenschnellweg, die Südwesttangente, und die über Teilabschnitte der Beiden verlaufende heutige A 73, früher andere Nummern:

    • Als A 751, später als B 2a bzw. A 77, wurde der südliche Teil des Frankenschnellwegs vom Kreuz Nürnberg-Hafen nach Schwabach in der Planungsphase bezeichnet.[14] Von dieser Strecke wurde nur der Abschnitt über Eibach bis zur Wiener Straße realisiert.
    • Als A 752 wurde die Südwesttangente in der Planungsphase bezeichnet.[15] Sie kreuzt den Frankenschnellweg am Nürnberger Hafen und ist heute zwischen Feucht und Hafen-Ost als A 73 gewidmet.
    • Als A 753 wurde der nördliche Teil des Frankenschnellwegs vom Kreuz Nürnberg-Hafen nach Erlangen in der Planungsphase bezeichnet.[16]
    • Als B 4a ging der Frankenschnellweg von Nürnberg nach Erlangen in Betrieb.[17]

    LiteraturBearbeiten

    • Bundesministerium für Verkehr, Bau und Entwicklung; Bayerisches Staatsministerium – Oberste Baubehörde; Thüringer Ministerium für Bau und Verkehr: Bundesautobahn A 73 Suhl–Lichtenfels. Dokumentation 2008.

    WeblinksBearbeiten

    Commons: Bundesautobahn 73 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

    EinzelnachweiseBearbeiten

    1. Silberling und Bügeleisen: 1000 Spitznamen in Transport und Verkehr und was dahinter steckt. Richard Deiss, abgerufen am 16. Januar 2019.
    2. Frankenschnellweg: Weniger Stau oder noch mehr Verkehr? Fränkischer Tag, 14. Juli 2014, abgerufen am 21. Juni 2016.
    3. Coburger Tageblatt, 6. September 2008
    4. Das Werk ist jetzt vollbracht. In: Freies Wort vom 26. Juli 2008 (Memento vom 2. September 2008 im Internet Archive)
    5. Autobahndirektion Nordbayern Presseinformation Nr. 22/08 vom 29. August 2008
    6. Autobahnabfahrt zu Möbel Höffner feierlich eröffnet. In nn-online. 18. Dezember 2013.
    7. Unterlagen zu Tagesordnungspunkt 7 der 60. Sitzung des Bau- und Vergabeausschusses der Stadt Nürnberg am 13. November 2007
    8. http://www.nuernberg.de/internet/soer/fsw_startseite.html
    9. Ausbau des Frankenschnellwegs verzögert sich um Jahre. In: Süddeutsche Zeitung. 24. Juni 2015.
    10. Frankenschnellweg: Keine Einigung mit Privatkläger. Abgerufen am 8. September 2020.
    11. FALK-Verlag: Stadtplan Nürnberg-Fürth, 1990er Jahre.
    12. Zuständigkeitsbereiche der Autobahnmeistereien in Thüringen. Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr, September 2016, abgerufen am 3. Oktober 2016.
    13. Freistaat Bayern – Straßenübersichtskarte – Zuständigkeiten der Autobahnmeistereien. In: baysis.bayern.de. Oberste Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr, 1. Januar 2016, abgerufen am 17. September 2016 (PDF; 2,9 MB).
    14. A751 - Autobahnatlas. Abgerufen am 27. September 2020.
    15. A752 - Autobahnatlas. Abgerufen am 27. September 2020.
    16. A753 - Autobahnatlas. Abgerufen am 27. September 2020.
    17. Datei:Hafen Fürth 3.jpg – FürthWiki. Abgerufen am 27. September 2020.