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Schwarzach am Main

Gemeinde im Landkreis Kitzingen in Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Schwarzach a.Main
Schwarzach am Main
Deutschlandkarte, Position des Marktes Schwarzach a.Main hervorgehoben
Koordinaten: 49° 48′ N, 10° 15′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Kitzingen
Höhe: 190 m ü. NHN
Fläche: 21,11 km2
Einwohner: 3628 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 172 Einwohner je km2
Postleitzahl: 97359
Vorwahl: 09324
Kfz-Kennzeichen: KT
Gemeindeschlüssel: 09 6 75 165
Marktgliederung: 6 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Marktplatz 1
97359 Schwarzach a.Main
Website: www.schwarzach-main.de
Bürgermeister: Volker Schmitt (FCW)
Lage des Marktes Schwarzach a.Main im Landkreis Kitzingen
Landkreis BambergLandkreis SchweinfurtLandkreis WürzburgLandkreis Neustadt an der Aisch-Bad WindsheimWiesenbronnSegnitzRüdenhausenRödelseeObernbreitMartinsheimMarktsteftMarkt EinersheimMarktbreitMainstockheimMainbernheimKleinlangheimKitzingenGeiselwindCastell (Unterfranken)BuchbrunnAlbertshofenAbtswindWillanzheimWiesentheidVolkachSulzfeld am MainSommerachSeinsheimSchwarzach am MainPrichsenstadtNordheim am MainIphofenGroßlangheimDettelbachBiebelriedLandkreis HaßbergeKarte
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Rathaus

Schwarzach am Main (amtlich Schwarzach a.Main) ist ein Markt im unterfränkischen Landkreis Kitzingen.

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Naturräumliche GliederungBearbeiten

Die gesamte Gemeinde Schwarzach am Main liegt naturräumlich in der sogenannten Schwarzacher Talweitung (oder Schwarzacher Becken). Es handelt sich um eine beckenartige Flusstalweitung, die durch die Mainzuflüsse Schwarzach, Castellbach und Silberbach gebildet wird. Sie ist Teil des Mittleren Maintals der Haupteinheit Mainfränkische Platten.

GemeindegliederungBearbeiten

Schwarzach am Main gliedert sich in sechs Ortsteile[2]:

NachbargemeindenBearbeiten

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Volkach, Wiesentheid, Kleinlangheim, Großlangheim, Kitzingen, Dettelbach und Sommerach.

GeschichteBearbeiten

Das Kloster Münsterschwarzach wurde vor 788 als Nonnen- und Eigenkloster des karolingischen Herrscherhauses gegründet. Schwarzach war im Jahr 1554 Schauplatz der Schlacht von Schwarzach, in der Markgraf Albrecht Alcibiades von Brandenburg-Kulmbach vernichtend geschlagen wurde. Die vorher zum Hochstift Würzburg und dem Fränkischen Reichskreis gehörende Stadt kam im Reichsdeputationshauptschluss 1803 zu Bayern.

Am 1. April 1971 schlossen sich die bis dahin selbständigen Gemeinden Hörblach, Schwarzenau und Stadtschwarzach zur neuen Gemeinde Schwarzach am Main zusammen.[3] Am 1. Oktober 1973 kamen Düllstadt, Gerlachshausen und Münsterschwarzach hinzu.[4]

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Die Gemeinderatswahl am 16. März 2014 führte bei einer Wahlbeteiligung von 70,7 % zu folgender Zusammensetzung des Gemeinderats von Schwarzach:[5]

Partei / Liste Stimmenanteil Sitze
Christlich-Soziale Union in Bayern (CSU) 40,2 % 6
Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) 04,3 % 1
Freie Christliche Wählergemeinschaft (FCW) 48,7 % 8
Abtei Münsterschwarzach 06,8 % 1

WappenBearbeiten

Blasonierung: „In Silber ein breiter links gerichteter schwarzer Schrägbalken, belegt mit einer eingekerbten von Silber und Rot gevierten Fahne an goldener Lanze, beidseitig begleitet von je drei auf die Spitze gestellten roten Quadraten“[6]
Wappenbegründung: Die von Silber und Rot gevierte Fahne des Hochstifts Würzburg im Wappen des Marktes Schwarzach stammt aus dem Wappen des Ortsteils Stadtschwarzach, der bereits 1230 urkundlich genannt wurde und auch heute noch das Zentrum des Marktes ist. Der Ort erhielt früh die Stadtrechte, gab sie jedoch 1818 auf und wurde Markt. Seit dem 14. Jahrhundert ist die Siegelführung von Stadtschwarzach belegt. Im Schild des Siegels stehen zwei gekreuzte Krummstäbe, das Zeichen des Klosters Münsterschwarzach, das zu dieser Zeit die Ortsherrschaft besaß. Im 15. Jahrhundert war der Schild im Siegel gespalten, vorne stand die Würzburger Hochstiftsfahne, hinten befanden sich die gekreuzten Krummstäbe. Seit 1531 hatte das Hochstift Würzburg die alleinige Ortsherrschaft. In Siegeln des 16. Jahrhunderts ist der Schild mit einem breiten Querbalken belegt, der in vorhandenen Wappenbildern schwarz dargestellt ist. Im 17. Jahrhundert wurde im Wappen nur die Hochstiftsfahne geführt. Die sechs roten Quadrate im heutigen Wappen symbolisieren die zu Schwarzach gehörenden Ortsteile. Der schwarze Querbalken steht redend für den Ortsnamen. Die Farben Silber und Rot sind die Farben Frankens. Das Wappen wurde am 22. August 1983 durch die Regierung von Unterfranken verliehen.

StädtepartnerschaftenBearbeiten

Schwarzach unterhält folgende Partnerschaft:

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

BaudenkmälerBearbeiten

Sehenswertes in der NaturBearbeiten

Nördlich von Schwarzach befindet sich das Naturschutzgebiet Sandfluren bei Volkach, Schwarzach a. Main und Sommerach. Zwischen den Orten Gerlachshausen und dem Volkacher Ortsteil Dimbach befindet sich die Wüstung Lindhof als Bodendenkmal. Um Hörblach ist das sogenannte Hörblacher Seengebiet zu finden, das aus Baggerseen und mehreren natürlichen Gewässern besteht. Zwei Seen sind als Naturdenkmäler eingeordnet.

VerkehrBearbeiten

Schwarzach am Main liegt besonders verkehrsgünstig an der Autobahn A 3, nahe dem Biebelrieder Kreuz sowie an der B 22 Würzburg – Bamberg und der Staatsstraße 2271 Kitzingen – Schweinfurt. Der nächste Bahnhof ist Dettelbach, etwa sechs Kilometer entfernt. Der nächste Bahnhof mit Schalterbetrieb ist Kitzingen, etwa elf Kilometer entfernt. Bis ins 20. Jahrhundert bestand zwischen Schwarzenau und Stadtschwarzach eine Fährverbindung über den Main. Sie wurde nach dem Bau der sogenannten Ludwigsbrücke aufgegeben.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111114/173551&attr=OBJ&val=1670
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 498.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 747.
  5. Bayerisches Landesamt für Statistik, abgerufen am 29. November 2017
  6. Haus der Bayerischen Geschichte: Wappen Schwarzach am Main, abgerufen am 7. Juli 2019.