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Bayreuth

kreisfreie Stadt in Bayern, Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Bayreuth
Bayreuth
Deutschlandkarte, Position der Stadt Bayreuth hervorgehoben
Koordinaten: 49° 57′ N, 11° 35′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Höhe: 340 m ü. NHN
Fläche: 66,93 km2
Einwohner: 73.999 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 1106 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 95444, 95445, 95447, 95448
Vorwahlen: 0921, 09201, 09209
Kfz-Kennzeichen: BT
Gemeindeschlüssel: 09 4 62 000
Stadtgliederung: 74 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Luitpoldplatz 13
95444 Bayreuth
Webpräsenz: www.bayreuth.de
Oberbürgermeisterin: Brigitte Merk-Erbe (BG)
Lage der Stadt Bayreuth in Bayern
Weiden in der OberpfalzStraubingWürzburgSchwabachSchweinfurtRegensburgRosenheimNürnbergNürnbergPassauLandshutMemmingenKaufbeurenKempten (Allgäu)IngolstadtFürthHofErlangenCoburgBayreuthBambergAugsburgMünchenAschaffenburgAmbergAnsbachLandkreis WürzburgLandkreis Wunsiedel im FichtelgebirgeLandkreis Weißenburg-GunzenhausenLandkreis Weilheim-SchongauLandkreis UnterallgäuLandkreis TraunsteinLandkreis TirschenreuthLandkreis Straubing-BogenLandkreis StarnbergLandkreis SchweinfurtLandkreis SchwandorfLandkreis Rottal-InnLandkreis RothLandkreis RosenheimLandkreis Rhön-GrabfeldLandkreis RegensburgLandkreis Pfaffenhofen an der IlmLandkreis RegenLandkreis PassauLandkreis OstallgäuLandkreis OberallgäuLandkreis Nürnberger LandLandkreis Neu-UlmLandkreis Neustadt an der WaldnaabLandkreis Neustadt an der Aisch-Bad WindsheimLandkreis Neumarkt in der OberpfalzLandkreis Neuburg-SchrobenhausenLandkreis MünchenLandkreis Mühldorf am InnLandkreis MiltenbergLandkreis MiesbachLandkreis Main-SpessartLandkreis Lindau (Bodensee)Landkreis LichtenfelsLandkreis LandshutLandkreis Landsberg am LechLandkreis KulmbachLandkreis KronachLandkreis KitzingenLandkreis KelheimLandkreis HofLandkreis HaßbergeLandkreis GünzburgLandkreis Garmisch-PartenkirchenLandkreis FürthLandkreis FürstenfeldbruckLandkreis Freyung-GrafenauLandkreis FreisingLandkreis ForchheimLandkreis Erlangen-HöchstadtLandkreis ErdingLandkreis EichstättLandkreis EbersbergLandkreis Donau-RiesLandkreis Dingolfing-LandauLandkreis Dillingen an der DonauLandkreis DeggendorfLandkreis DachauLandkreis CoburgLandkreis ChamLandkreis Berchtesgadener LandLandkreis BayreuthLandkreis BambergLandkreis Bad Tölz-WolfratshausenLandkreis Bad KissingenLandkreis AugsburgLandkreis AschaffenburgLandkreis AnsbachLandkreis Amberg-SulzbachLandkreis AltöttingLandkreis Aichach-FriedbergBodenseeSchweizÖsterreichBaden-WürttembergHessenTschechienSachsenThüringenKarte
Über dieses Bild
Das fränkische Wappen: Frankenrechen – Bayreuth ist die Hauptstadt von Oberfranken
Logo der Stadt

Bayreuth [baɪ̯ˈrɔʏ̯t] ist eine kreisfreie Stadt im bayerischen Regierungsbezirk Oberfranken und zählt zur Metropolregion Nürnberg. Die Stadt ist Sitz der Regierung von Oberfranken, des Bezirks Oberfranken und des Landratsamts Bayreuth. Weltberühmt ist Bayreuth durch die alljährlich im Festspielhaus auf dem Grünen Hügel stattfindenden Richard-Wagner-Festspiele. Das markgräfliche Opernhaus gehört seit 2012 zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Anders als der Name vermuten lässt, gehört die Stadt erst seit dem Jahr 1810 zu Bayern.[2] Als Folge der Jahrhunderte währenden Zugehörigkeit zum Fürstentum Bayreuth ist sie protestantisch geprägt.

Inhaltsverzeichnis

NameBearbeiten

1194 wurde der Ort als Baierrute in einer Urkunde des Bischofs Otto II. von Bamberg erstmals erwähnt. Der Namensbestandteil -rute ist vermutlich als Rodung zu deuten. Dass Baier- auf Zuwanderer aus dem bairischen Siedlungsraum verweisen könnte, ist umstritten und nicht belegbar. Vieles deutet darauf hin, dass die endgültige Namengebung erst nach der sekundären Ortserweiterung erfolgte und spezielle bayerische Interessen sichtbar machen sollte.[3] 1199 ist der Name Beirrut, 1231 Beirruth belegt. Belegt sind im Bayreuther Landbuch von 1421/24 auch die Bezeichnungen Peyeruth und Peyrreute, die Vorgängerkirche der Stadtkirche wurde zunächst als „Pfarr peyr Reut“ (Reut = Altenstadt) bezeichnet.[4]

Das „y“ des Stadtnamens taucht lange vor der Inbesitznahme der Stadt durch Bayern bereits im 15. Jahrhundert erstmals auf.[A 1] Die heutige Schreibform ist 1625 im Kulmbacher Bürgerbuch belegt, setzte sich aber noch nicht endgültig durch. Markgräfin Wilhelmine (1709–1758) nannte die Stadt „Bareith“.[5]

GeographieBearbeiten

Geographische LageBearbeiten

Bayreuth liegt im südlichen Teil des Obermainischen Hügellands beiderseits des Roten Mains, des südlichen und längeren der beiden Quellflüsse des Mains, zwischen dem Fichtelgebirge und der Fränkischen Schweiz. Weitere Fließgewässer im Stadtgebiet sind die Warme Steinach, die Mistel, in Bayreuth „Mistelbach“ genannt, und der Sendelbach mit seinem historisch interessanten Seitenkanalsystem Tappert. Das größte stehende Gewässer ist der vom Aubach gespeiste Röhrensee.

Das Zentrum der Stadt (nicht zu verwechseln mit dem dezentral gelegenen Stadtteil Altstadt) liegt mit etwa 340 Meter über NN mehr als 100 Meter tiefer als die meisten der Höhenzüge, die den Bayreuther Talkessel einrahmen. Höchste umgebende Erhebung ist mit 594 Meter der Sophienberg im Süden. Weitere Anhöhen sind der Schlehenberg, der Oschenberg, der Höhenzug der Hohen Warte, der Rote Hügel und der Buchstein. Die Beckenlage wirkt sich günstig auf das Klima aus. Die Jahresmitteltemperatur beträgt für Bayreuth 8,3 °C.[6]

Amtliche StadtgliederungBearbeiten

 
Maximilianstraße, auch Maxstraße, Marktplatz oder Markt genannt, ein Straßenmarkt in der historischen Innenstadt und Keimzelle Bayreuths
 
Blick vom Nordturm der Stadtkirche zum Alten Schloss

Bayreuth besteht offiziell aus 74 Ortsteilen[7] und 39 Distrikten: Liste der Ortsteile und Distrikte von Bayreuth

Inoffizielle StadtgliederungBearbeiten

Innenstadt im UhrzeigersinnBearbeiten

Peripher gelegene Stadtteile im UhrzeigersinnBearbeiten

Größere eingemeindete Dörfer im UhrzeigersinnBearbeiten

GeschichteBearbeiten

Vor- und FrühgeschichteBearbeiten

Funde im Bayreuther Raum – bei der Bodenmühle, nahe Bindlach und auf der Neubürg – reichen bis in die Jungsteinzeit zurück. Hügelgräber bei Eckersdorf, Görschnitz und am Pensen gelten als bronzezeitlich. Der Hallstattzeit lassen sich u. a. Funde am Saaser Berg, am Sophienberg und bei Mistelgau zuordnen.[8] Am Fuß des Bindlacher Bergs wurden 1992 Reste einer Keltensiedlung aus der Zeit um 400 v. Chr. gefunden.[9]

Bereits im Frühmittelalter bestand an der Stelle der ehemaligen Burg Laineck eine Wehranlage. Deren Mauer, die zuerst eine reine Holz-Erde-Konstruktion in Blockbauweise war, wurde später durch eine neue Holz-Erde-Mauer ersetzt, die durch in die Erde eingelassene mächtige Pfosten verstärkt war. In einer dritten Phase ersetzte man diese durch eine Trockenmauer aus Steinen. Besonders die erste und dritte Stufe dieser Umwehrung erinnern stark an slawische Bauweisen, Slawen siedelten im frühen Mittelalter in Teilen Oberfrankens.[10] In der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts verschwanden die Slawen des oberfränkischen Raums aus der geschriebenen Geschichte,[11] zahlreiche Orts- und Flurnamen (Dürschnitz, Döhlau, Kulm) weisen nach wie vor auf ihre Anwesenheit hin.[12] Aus der Zeit zwischen 800 und 1000 n. Chr. stammt auch die Wehranlage am Rodersberg.

Die ostfränkische Kolonisation, deren Träger Adel und freie Franken waren, erreichte Anfang des 9. Jahrhunderts das Zweimainland. Unter den Schweinfurter Grafen rückten fränkische Siedler bis Mistelgau und Gesees vor, auch Obernschreez und Eckersdorf sind dieser Siedlungsphase zuzurechnen.[13]

Mit der Gründung des Bistums Bamberg im Jahr 1007 setzte die eigenständige kulturelle Entwicklung der Region ein.[14] Zugleich kam es zu einem Machtverlust der Schweinfurter, deren Haus mit dem Tod Ottos III. 1057 erlosch. Dessen jüngste Tochter Gisela ehelichte 1098 Arnold aus der Andechser Linie derer von Dießen; damit fassten die späteren Herzöge von Meranien im Bayreuther Raum Fuß.[15]

 
Unterer Markt mit Spitalkirche und dem 2007 abgerissenen Sparkassengebäude, 2006

Der Umstand, dass die Bamberger Fürstbischöfe den Landesherrn den Ausbau der Burg Altentrebgast untersagten, beschleunigte die Siedlungsentwicklung im Bayreuther Raum. Etwa ab dem Jahr 1000 entstanden die Orte Altenreuth (heute der Stadtteil Altstadt), Heinersreuth, Oberkonnersreuth und Meyernreuth.[16] Bindlach wurde die Urpfarrei, deren Sprengel u. a. die Tochterkirchen in der heutigen Altstadt und in Sankt Johannis umfasste.[14] Vermutlich ist auch schon im 11. Jahrhundert, im Zuge der Rodungstätigkeit der Schweinfurter Grafen, eine kleine Ansiedlung am unteren Markt entstanden.[3] Die Gründung der künftigen Stadt im Kräftedreieck Bindlach – Altentrebgast – Altenstadt fiel wahrscheinlich in die Zeit der Rivalität zwischen Bamberg und den neuen Machthabern Dießen-Andechs sowie Sulzbach, d. h. in die Jahre 1137 bis 1177.[15]

Bereits früher als Bayreuth urkundlich erwähnt wurden die eingemeindeten Ortschaften Seulbitz (1035 als salisches Königsgut Silewize in einer Urkunde Kaiser Konrads II.) und Sankt Johannis (evtl. 1149 als Altentrebgast). Auch der Stadtteil Altstadt (bis ins 19. Jahrhundert Altenstadt) westlich des Stadtzentrums dürfte älter sein als die Siedlung Bayreuth. Im Jahr 1600 bezeichnete ihn der Stadtschreiber als das ursprüngliche Bayreuth („Urbayreuth“), diese Auffassung hielt sich bis Ende des 19. Jahrhunderts.[17] Noch ältere Spuren menschlicher Anwesenheit fanden sich im Ortsteil Meyernberg: Keramikreste und Holzgeschirr wurden anhand ihrer Verzierungen in das 9. Jahrhundert datiert.[18]

Mittelalter, Reformation und frühe NeuzeitBearbeiten

Die Anlage eines Straßenmarkts, dessen Führung sich in eine karolingische Altstraße eingliedert, weist auf ein frühes kleines Handelszentrum in diesem Bereich hin. Sehr früh war der „Markt“, wie er noch heute genannt wird, das pulsierende Herzstück der Siedlung, deren Bewohner zunächst überwiegend Ackerbürger waren. bei der Verleihung des Marktrechts an Neustadt am Kulm im Jahr 1370 wurde das an Bayreuth verliehene Marktrecht als Vorbild bezeichnet.[19]

Während Bayreuth zunächst (1199) als villa (Dorf) bezeichnet wurde, erschien im Jahr 1231 in einer Urkunde zum ersten Mal der Begriff civitas (Stadt). Man kann also annehmen, dass Bayreuth in den Jahren zwischen 1200 und 1230 das Stadtrecht verliehen bekam. Stadtherren waren bis 1248 die Grafen von Andechs-Meranien. Nach deren Aussterben übernahmen 1260 die Burggrafen von Nürnberg aus dem Geschlecht der Hohenzollern das Erbe. In der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts entstanden im Zuge einer ersten Erweiterung der Stadt die Stadtkirche, die heutige Sophienstraße, die Kanzleistraße, die Brautgasse und die Kirchgasse. Das obere und das untere Tor bildeten die beiden Zugänge.[16]

Zunächst war jedoch die Plassenburg in Kulmbach Residenz und Zentrum des Landes. Die Stadt entwickelte sich daher nur langsam und war immer wieder von Katastrophen betroffen. Aber bereits 1361 erteilte Kaiser Karl IV. dem Burggrafen Friedrich V. für die Städte Bayreuth und Kulmbach das Münzrecht.

 
Burggüter aus dem 16. Jahrhundert (im Vordergrund der Obeliskenbrunnen)

1421 erschien Bayreuth („Pairaeut“) erstmals auf einer Landkarte.[20] Auf der Karte der „lantstrassen durch das Romisch reych“ von Erhard Etzlaub (1501) ist Bayreuth als Station auf der Via Imperii von Leipzig nach Verona verzeichnet.[21] Das Bayreuther Rathaus befand sich in der Mitte der breitesten Stelle des langgestreckten Marktplatzes. Aus dem 15. und 16. Jahrhundert sind Privilegien wie das Münz- und Zollrecht, die Gerichtsbarkeit und das Braumonopol überliefert.[16] Die wichtigsten Gewerbe vertraten die Färber, Tuchmacher, Tuchwalker, Wollenschauer, Fleischhauer, Bäcker, Brotschauer, Müller, Lederer, Schuster und Kandelgießer.[16]

Im Februar 1430 verwüsteten die Hussiten die damals ca. 1500 Einwohner zählende Stadt fast völlig,[16] das Rathaus und die Kirchen brannten nieder. Matthäus Merian beschrieb dieses Geschehen im Jahre 1642 folgendermaßen: „Umbs Jahr 1430 haben die Hussiten aus Boheimb / Culmbach und Barreut angesteckt / und grosse Grausambkeit / wie die wilden Thier / an dem gemeinen Pöbel / und an vornehmen Personen verübt. / Die Geistlichen / Mönche und Nonen legten sie entweder auf das Feuer / oder führeten sie auff das gestandene Eyß der Wasser und Flüsse / (in Francken und Bayren) begossen sie mit kaltem Wasser / und brachten sie solcher Gestalt erbärmlich umb / wie Boreck in der Böhmischen Chronic pag. 450 berichtet.“[22] Auch das – damals außerhalb der Stadt gelegene – erste Kranken- und Pflegehaus (Spital) der Stadt wurde ein Opfer des Hussitensturms. Statt eines Neuaufbaus an gleicher Stelle wurde ein Platz innerhalb der Stadtummauerung gewählt. 1435 konnten am unteren Markt das Bürgerspital, 1439 daneben der Vorgängerbau der heutigen Spitalkirche eingeweiht werden.[23]

Markgraf Friedrich I. sorgte für den Wiederaufbau der Stadt, die 1444 innerhalb der Stadtmauern bereits wieder etwa 200 Häuser zählte.[16] Ab 1450 ist in Bayreuth nach Daten der Gesellschaft für Leprakunde ein mittelalterliches Leprosorium nachweisbar, das an der Erlanger Straße lag und als „Siechhaus“ bezeichnet wurde. Es wurde 1580 erneuert, wurde dann ab 1666 als Lazarett genutzt und bestand als Gebäude bis 1854.[24] Mit Kasimir wurden die Stadt und das Land von 1515 bis 1527 von einem brutalen und rücksichtslosen Fürsten regiert: Massenhaftes Ausstechen von Augen, Abhacken von Gliedern und andere Verstümmelungen galten noch als mildere Strafen für die im Bauernkrieg niedergeworfenen Bauern. Er kam dem Ablasswesen Roms weit entgegen, auch in Bayreuth sammelten 1517 Ablasshändler Geld für den Bau des Petersdoms.[25]

 
Bayreuth 1680, Blick von Norden

Bereits 1528 (also elf Jahre nach Beginn der Reformation) schlossen sich die Landesherren der fränkischen markgräflichen Gebiete dem lutherischen Bekenntnis an. Markgraf Georg „der Fromme“, der die Stadt von 1527 bis 1541 von Ansbach aus regierte, war mit Martin Luther persönlich bekannt. Die von ihm und den Nürnbergern verfassten Schwabacher Artikel aus dem Jahr 1528 bildeten die Grundlage für die Reformation in seinen Ländern. Entsprechend dem Prinzip „Cuius regio, eius religio“ mussten alle Bewohner Bayreuths den Glauben ihres Fürsten annehmen, erst das 18. Jahrhundert brachte mit der Aufklärung mehr Toleranz gegenüber Andersgläubigen.[26] Das erst 1514 auf dem nahen Oschenberg gegründete Franziskanerkloster wurde 1529 wieder aufgelöst. Anhänger Luthers hatte es in der Stadt schon vorher gegeben: Georgs Vorgänger Kasimir, der Luthers Lehre im Land verbot, hatte den Prediger Schmalzing noch verhaften und ins bischöfliche Gefängnis zu Bamberg schaffen lassen. Georgs Nachfolger Albrecht „Alcibiades“ war wiederum katholisch; er ließ im Land das Augsburger Interim einführen, scheiterte aber mit dem Versuch, die Form des lutherischen Gottesdiensts rückgängig zu machen.[26]

Im Markgräflichen Krieg wurden 1553 die Siedlungen außerhalb der Stadt aufgegeben, um Bayreuth besser verteidigen zu können. 1495 und 1602 wütete in Bayreuth die Pest, der jeweils nahezu 20 Prozent der Bevölkerung zum Opfer fielen.[16] Im Jahr 1605 vernichtete ein durch Nachlässigkeit entstandener großer Stadtbrand 137 von 251 Häusern, 1621 folgte ein weiterer großer Stadtbrand, dem auch das Rathaus auf dem Marktplatz zum Opfer fiel.[16] Auch durch Plünderungen in der Endphase des Dreißigjährigen Kriegs, der die Stadt um nahezu 30 Prozent entvölkerte,[27] hatte Bayreuth schwer zu leiden.

Ein Wendepunkt in der Stadtgeschichte war die Verlegung der Residenz von der Plassenburg oberhalb Kulmbachs nach Bayreuth im Jahr 1603 durch Markgraf Christian, den Sohn des Kurfürsten Johann Georg von Brandenburg. Das 1440 bis 1457 unter dem Markgrafen Johann dem Alchemisten erbaute erste Hohenzollernschloss, der Vorläufer des heutigen Alten Schlosses, wurde vielfach aus- und umgebaut. Nach dem Tod Christians folgte ihm 1655 sein Enkel Christian Ernst nach, der 1664 das Gymnasium Illustre (späteres Gymnasium Christian-Ernestinum)[27] stiftete und 1683 an der Befreiung des von den Türken belagerten Wiens beteiligt war. Um an diese Tat zu erinnern, ließ er sich den Markgrafenbrunnen, der heute vor dem Neuen Schloss steht, als Denkmal fertigen, auf dem er als Türkensieger dargestellt ist. In dieser Zeit wurde der äußere Ring der Stadtmauer errichtet und die (alte) Schlosskirche erbaut.

Anfang des 17. Jahrhunderts wurde die erste städtische Wasserleitung gebaut. Die Quellfassung wurde 1611 fertiggestellt, das Wasser floss in hölzernen Rohren vom Oberen Quellhof beim Röhrensee in zunächst vier Brunnen der Stadt.[28]

In den 1680er Jahren begann Markgraf Christian Ernst, Hugenotten als Religionsflüchtlinge in sein Land zu holen. Ab 1686 kamen, vor allem aus Südfrankreich, Handwerker und Gewerbetreibende nach Bayreuth und gründeten dort in jenem Jahr die erste französisch-reformierte Kirchengemeinde.[29]

18. Jahrhundert – Kulturelle Blüte zur Zeit der MarkgrafenBearbeiten

 
Markgrafenbrunnen vor dem Neuen Schloss

Anfang des 18. Jahrhunderts wurde die – 1945 zerstörte – Mainkaserne errichtet.[27] Christian Ernsts Nachfolger, der Erbprinz und spätere Markgraf Georg Wilhelm, begann 1701 mit der Anlage der damals selbstständigen Stadt Sankt Georgen am See (heutiger Stadtteil St. Georgen, 1811 nach Bayreuth eingemeindet) mit dem sogenannten Ordensschloss, einem Rathaus, einem Gefängnis und einer kleinen Kaserne. Er ließ den dortigen Brandenburger Weiher vergrößern, auf dem er Seeschlachten inszenieren ließ.[30] 1705 stiftete er den Orden der Aufrichtigkeit (ordre de la sincérité), der 1734 in Roter-Adler-Orden umbenannt wurde, und ließ die Ordenskirche erbauen, die 1711 vollendet wurde. 1716 wurde in St. Georgen eine fürstliche Fayencemanufaktur eingerichtet.

Auch das erste Schloss im Park der Eremitage wurde in dieser Zeit von Markgraf Georg Wilhelm (1715–1719) errichtet. Als Ersatz für das 1440 in der Mitte des Marktplatzes erbaute und bei einem der Stadtbrände zerstörte Rathaus erwarb der Stadtrat 1721 das Palais der Baronin Sponheim (das heutige Alte Rathaus).

Im Jahr 1735 wurde durch eine private Stiftung ein Altenheim, das sogenannte Gravenreuther Stift, in St. Georgen gegründet. Die Kosten für das Gebäude überschritten zwar die Mittel der Stiftung, jedoch sprang hierfür Markgraf Friedrich ein.

Einen Höhepunkt der Stadtgeschichte erlebte Bayreuth in der Regierungszeit (1735–1763) des Markgrafenpaares Friedrich und Wilhelmine, der Lieblingsschwester Friedrichs des Großen. In jener Zeit entstanden unter Leitung der Hofarchitekten Joseph Saint-Pierre und Carl von Gontard zahlreiche repräsentative Bauten und Anlagen: das Markgräfliche Opernhaus als reich ausgestattetes Barocktheater (1744–1748), die Umgestaltung und Erweiterung der Eremitage mit dem Bau des Neuen Eremitage-Schlosses mit Sonnentempel (1749–1753), der Bau des Neuen (Stadt)-Schlosses mit Hofgarten (1754 ff.), nachdem das Alte Schloss durch Unachtsamkeit des Markgrafen ausgebrannt war, sowie die prächtige Stadterweiterung in der heutigen Friedrichstraße. Es entstand eine eigenständige Variante des Rokoko, das sogenannte Bayreuther Rokoko, das vor allem die Innenarchitektur der erwähnten Bauten prägte.

Die alten finsteren Torhäuser wurden abgerissen, da sie den Verkehr behinderten und verteidigungstechnisch veraltet waren. Auch die Stadtmauern wurden an einigen Stellen überbaut. Markgraf Friedrich hielt sein Fürstentum aus den zu dieser Zeit wütenden Kriegen seines Schwagers Friedrichs des Großen erfolgreich heraus und bescherte dadurch dem Fränkischen Reichskreis eine Friedenszeit.

1742 kam es zur Gründung der Friedrichs-Akademie, die 1743 zur Universität erhoben, jedoch wegen der ablehnenden Haltung der Bevölkerung nach schweren Ausschreitungen noch im selben Jahr nach Erlangen verlegt wurde. Dort besteht sie als Universität bis heute. Von 1756 bis 1763 bestand auch eine Akademie der freien Künste und Wissenschaften.

Die Katholiken erhielten das Recht, ein Oratorium einzurichten, und auch jüdische Familien siedelten sich wieder an. 1760 wurde die Synagoge und 1787 der jüdische Friedhof eingeweiht.

Die Markgräfin Wilhelmine starb 1758. Markgraf Friedrich heiratete zwar noch einmal, diese Ehe bestand aber nur kurz und blieb ohne Nachkommen. Nach dem Tod Friedrichs im Jahr 1763 wanderten viele Künstler und Kunsthandwerker nach Berlin bzw. Potsdam ab, um für den preußischen König Friedrich den Großen zu arbeiten, denn der Nachfolger Markgraf Friedrichs, Markgraf Friedrich Christian, hatte wenig Verständnis für die Kunst. Es fehlten ihm aber auch die Mittel, denn der aufwendige Lebensstil des Vorgängers, die Bauten und die Gehälter für die meist ausländischen Künstler hatten viel Geld verschlungen. So war der Hofstaat, der unter Georg Friedrich Karl rund 140 Personen umfasst hatte, bis zum Ende der Regierung des Markgrafen Friedrich auf ca. 600 Beschäftigte angewachsen.[31] 1769 stand das Fürstentum kurz vor dem Bankrott.

1769 folgte auf den kinderlosen Friedrich Christian Markgraf Karl Alexander aus der Ansbacher Linie der fränkischen Hohenzollern. Bayreuth sank zu einer Nebenresidenz ab. Karl Alexander residierte weiterhin in Ansbach und kam nur selten nach Bayreuth. Um seine hohen Schulden begleichen zu können, stellte der Markgraf den Engländern im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg zwei Regimenter, eine Artillerieabteilung und eine Jägerkompanie zur Verfügung. Mehr als 2300 Männer aus seinen Bayreuther und Ansbacher Territorien wurden unter Androhung standrechtlicher Todesurteile zum Kriegsdienst in den Dreizehn Kolonien gezwungen, nur 1379 kehrten zurück. 1788 verlieh Karl Alexander erneut 1500 Soldaten, die für die Generalstaaten der Niederlande auf Java kämpfen mussten.[32] 1775 wurde der Brandenburger Weiher in St. Georgen trockengelegt.

Nach dem Verzicht des letzten Markgrafen Karl Alexander auf die Fürstentümer Ansbach und Bayreuth am 2.  Dezember 1791 wurden seine Gebiete preußische Provinz. Der preußische Minister Karl August Freiherr von Hardenberg übernahm ab Anfang 1792 die Verwaltung.

19. Jahrhundert – Das Fürstentum Bayreuth wird bayerischBearbeiten

Die Herrschaft der Hohenzollern über das Fürstentum Kulmbach-Bayreuth endete im Jahre 1806 nach der Niederlage Preußens gegen das napoleonische Frankreich. Als Preußen im Sommer 1806 Frankreich den Krieg erklärte, war das Fürstentum nahezu schutzlos Napoleon und dessen bayerischen Verbündeten ausgeliefert. Am 7. Oktober besetzte Marschall Soult, über die Dürschnitz kommend, mit 30 000 Mann die Stadt. Am 8. Oktober erschien Marschall Ney mit 18 000 Soldaten, tags darauf marschierte die erste bayerische Division ein. Zwangseinquartierungen, Requirierungen, Plünderungen und gewaltsame Übergriffe versetzten die Bevölkerung in Angst und Schrecken. Mit Etienne Le Grand de Mercey erhielt die Stadt einen Militärgouverneur, der mit harter Hand durchgriff.[33]

Während der französischen Besetzung von 1806 bis 1810 galt Bayreuth als Provinz des französischen Kaiserreichs und musste hohe Kriegskontributionen zahlen. Gefordert wurden 2,5 Millionen Franken „in möglichst kurzer Zeit“.[34] Ab dem 14. November 1806 stand das Fürstentum unter der Verwaltung des Comte Camille de Tournon, der eine ausführliche Bestandsaufnahme des damaligen Fürstentums Bayreuth verfasste. Im Juni 1809 wurde die Stadt von österreichischen Truppen besetzt, die den Franzosen im Juli aber wieder weichen mussten.[2]

 
Bahnhofsgebäude von 1856, rechts davon die Einsteighalle, dahinter die Mechanische Baumwoll-Spinnerei

Am 30. Juni 1810 übergab die französische Armee das ehemalige Fürstentum an das mittlerweile zum Königreich aufgestiegene Bayern, das es für 15 Millionen Francs von Napoleon Bonaparte gekauft hatte.[35] Damals zählte die Stadt etwa 12.000 Einwohner.[27] Hoffnung auf mehr Freiheit und Gleichheit hegten ihre Bürger nicht. Noch war Napoleon auf der Höhe seiner Macht und der bayerische König sein Vasall.[36] Bayreuth wurde Kreishauptstadt des bayerischen Mainkreises, der später in den Obermainkreis überging und 1837 in Regierungsbezirk Oberfranken umbenannt wurde. Die bisher protestantische Schlosskirche wurde katholisch und das Oratorium profaniert.

 
Büste Richard Wagners im Festspielpark
 
Haus Wahnfried mit Richard-Wagner-Museum

Mit der Übernahme durch die Bayern wurde die Stadt bayerische Garnison. Als Infanteriekaserne diente zunächst die 1945 zerstörte Mainkaserne, die Kavallerie war am Geißmarkt untergebracht. Ende des 19. Jahrhunderts wurde mit dem Bau des Kasernenviertels am südlichen Stadtrand begonnen[37] und die Truppen wurden bis 1903 dorthin verlegt. Napoleon Bonaparte kam mit seiner Gemahlin Maria Louise am 15. Mai 1812 in die Stadt. Von der Bevölkerung wurde er ohne Jubel begrüßt, das Vorhaben eines ortsansässigen Kaufmanns, ihn in die Luft zu sprengen, schlug fehl.[38]

Durch die kurze preußische Herrschaft und die französische Besetzung hatte Bayreuth eine schlechte Ausgangslage für die aufkommende Industrialisierung, die in der ganzen Region eher verspätet eintrat, was unter anderem auch an der Konkurrenz anderer Regionen lag. Ein Vorteil Bayreuths war die günstige Lage an verschiedenen Fernstraßen. Auch der Anschluss an die Eisenbahn 1853 brachte eine positive Entwicklung mit sich, wenngleich aus Bayreuth nie eine bedeutende Industriestadt wurde.[39]

Das erste Unternehmen in Bayreuth war ab 1834/35 die Zuckerfabrik Theodor Schmidts im Stadtteil St. Georgen. Am wichtigsten war für Bayreuth jedoch die Textilindustrie. Sophian Kolb gründete 1846 die erste mechanische Flachsspinnerei, 1853 entstand die Mechanische Baumwollspinnerei.[40] 1894 eröffnete Friedrich Christian Bayerlein einen Betrieb, zudem gründeten Carl Schüller und Otto Rose 1889 die Neue Baumwollspinnerei.[41] Bis weit ins zwanzigste Jahrhundert hinein bleiben die Spinnereien das industrielle Standbein der Stadt.[42]

Eine besondere Stellung nimmt in Bayreuth bis heute die Bierbrauerei ein. Für lange Zeit hatten vor allem die Bäcker das Brauen übernommen, ab Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden jedoch zunehmend industrielle Brauereien, wie die 1872 gegründete Bierbrauerei AG und die 1887 eröffnete Brauerei der Gebrüder Maisel, die bis heute die beiden wichtigsten Brauereien in Bayreuth sind.[43]

1852 wurde im Alten Schloss eine Königlich Bayerische Telegraphenstation eingerichtet, die die Stadt mit Bamberg verband. 1859 wurde sie in das 1945 zerstörte alte Bahnhofsgebäude verlegt, 1874 dann in die Maximilianstraße 80. Der Fabrikbesitzer Sophian Kolb erhielt 1870 eine erste private Telefonleitung zum Bahnhof. 1891 ging das örtliche Fernsprechnetz mit anfangs 35 Abonnenten in Betrieb. Eine Fernsprechverbindung mit Nürnberg wurde 1892 und mit München zwei Jahre später in Betrieb genommen.[44]

Bei der Erschließung Bayerns durch die Eisenbahn wurde die Hauptlinie von Nürnberg nach Hof (Ludwig-Süd-Nord-Bahn) an Bayreuth vorbeigelegt, sie führt über Lichtenfels, Kulmbach und Neuenmarkt-Wirsberg nach Hof. Anschluss an das Schienennetz erhielt Bayreuth erst 1853, als die auf Kosten der Stadt Bayreuth errichtete Pachtbahn (von Neuenmarkt)[45] eingeweiht wurde. Ihr folgten 1863 die Ostbahn (von Weiden), 1877 die Fichtelgebirgsbahn von Nürnberg und 1896 die Lokalbahn nach Warmensteinach. Mit dem Bau eines soliden Stationsgebäudes wurde erst im August 1856 begonnen, fast drei Jahre nach der Eröffnung der Bahn. Bis 1879 erfolgte der Bau des heutigen Empfangsgebäudes. Das alte Gebäude wurde bis zu seiner Zerstörung im April 1945 unter anderem von der Königlich Bayerischen Post weitergenutzt.[46]

Am 17. April 1870 besuchte Richard Wagner Bayreuth, weil er vom markgräflichen Opernhaus gelesen hatte, dessen große, vor allem aber tiefe Bühne ihm für seine Werke passend schien. Allerdings konnte der Orchestergraben die große Anzahl der Musiker beispielsweise beim Ring des Nibelungen nicht fassen, und auch das Ambiente des Zuschauerraums erschien für das von ihm propagierte „Kunstwerk der Zukunft“ unpassend. Deshalb trug er sich mit dem Gedanken, in Bayreuth ein eigenes Festspielhaus zu errichten. Die Stadt unterstützte ihn in seinem Vorhaben und stellte ihm ein Grundstück zur Verfügung, eine unbebaute Fläche außerhalb der Stadt zwischen Bahnhof und Hoher Warte, den Grünen Hügel. Gleichzeitig erwarb Wagner ein Grundstück am Hofgarten zum Bau seines Wohnhauses, Haus Wahnfried. Am 22. Mai 1872 wurde der Grundstein für das Festspielhaus gelegt, das am 13. August 1876 feierlich eröffnet wurde (siehe Bayreuther Festspiele). Planung und Bauleitung lagen in den Händen des Leipziger Architekten Otto Brückwald, der sich schon beim Bau von Theatern in Leipzig und Altenburg einen Namen gemacht hatte.

Bei der Reichstagswahl des Jahres 1890 erhielt im Stadtgebiet erstmals ein von den Sozialdemokraten unterstützter Kandidat die Mehrheit der Stimmen. Nur die konservativ eingestellte Bevölkerung der Dörfer rettete im Wahlkreis Oberfranken 2 das Reichstagsmandat des Wagner-Intimus Friedrich Feustel. Nicht besser erging es 1903 dem SPD-Kandidaten Karl Hugel, der sich in der Stadt mit großem Vorsprung durchsetzte (im Stadtteil Altstadt 84 % Stimmanteil) und die Wahl dennoch verlor.[47]

Die erste elektrische Straßenbeleuchtung wurde versuchsweise 1887 und dauerhaft 1893 installiert. Den Strom lieferte das Pumpwerk im C’est-bon-Tal am südlichen Ende des Röhrensees.[28] 1894 schrieb das Bayreuther Tagblatt über den teilweise gesundheitsgefährdenden Zustand der Arbeiterwohnungen (von der Zeitung als „wahre Diphtherie-Höhlen“ bezeichnet) sowie deren eklatanten Mangel.[47] Im November 1899 wurde das großstädtisch anmutende Kaufhaus Friedmann (1939 abgerissen) an der unteren Opernstraße eröffnet.[48]

20. JahrhundertBearbeiten

 
Bayreuth um 1900

Bis zum Ende der Weimarer Republik (1900–1933)Bearbeiten

Zwischen 1840 und 1900 hatte sich die Einwohnerzahl auf über 27.000 verdoppelt.[27] Das erste Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts brachte der Stadt mehr Streiks als je zuvor oder danach. Die Arbeiter kämpften um eine gerechte Entlohnung und den Achtstundentag. Obwohl die Sozialdemokraten eine Mehrheit hinter sich hatten, blieben aufgrund des Gemeindewahlrechts, das die Arbeiter weitgehend vom kommunalen politischen Wirken ausschloss, die Gremien in konservativer Hand und waren selten zu Konzessionen bereit.[49] Im Jahr 1900 wurde Leopold Casselmann zum rechtskundigen Bürgermeister gewählt, 1907 erhielt er den Titel Oberbürgermeister. Der erzkonservative Politiker der Nationalliberalen Partei, der die Stadt bis 1919 regierte, galt als Todfeind der Sozialdemokratie.[47]

Im Herbst 1901 wurden in der Schulstraße das städtische Arbeitsamt und eine Wärmehalle eröffnet. 1903 erschien die erste Ausgabe der örtlichen SPD-Zeitung „Fränkische Volkstribüne“,[50] am 31. August jenes Jahres wurde die stadtbildprägende Wohnungsbaugenossenschaft Bauverein gegründet.[47] Pfingsten 1904 fand im Stadtteil Kreuz das 6. Bayerische Arbeiter-Sängerbundfest mit weit über fünftausend Besuchern statt.[51] 1910 gab es am Mainflecklein erstmals eine machtvolle Maidemonstration der Bayreuther Arbeiterschaft.[52] Im selben Jahr riefen die Gewerkschaften, nach der Erhöhung des Bierpreises von zehn auf elf Pfennig für das Seidla, zu einem Bierstreik auf, der sich über mehrere Monate hinzog.[53] 1912 wurde mit Karl Hugel erstmals ein Bayreuther Sozialdemokrat in den Reichstag gewählt.[54]

Der Eintritt in das neue Jahrhundert war mit einigen Neuerungen der modernen Technik, aber auch im gesellschaftlichen Bereich, verbunden. Im Februar 1900 spielte in der Zentralhalle erstmals eine Damenkapelle. Am 7. März jenes Jahres wurde der „Verein Frauenarbeit“ eingetragen, der sich um die Nöte der Arbeiterfrauen kümmerte. Im Juli 1904 machte mit Elsa Großmann eine erste Bayreutherin das Abitur. Zu den Neuerungen des ersten Jahrzehnts gehörte auch das Damenbad, eine Schwimmanstalt an der Badstraße.[55]

 
Münzmühle an der Stelle des heutigen Iwalewahauses, um 1900

Im Juli 1900 brachte der Fahrradhändler Conrad Hensel das erste Auto nach Bayreuth. Genau zwei Jahre später beschloss der Stadtrat das erste Tempolimit: zwölf Kilometer in der Stunde, in der Festspielzeit noch weniger. Ebenfalls 1900 entstand an der Herzogmühle ein erstes städtisches Elektrizitätswerk, am 20. Dezember 1909 ging dann ein Neubau am heutigen Berliner Platz in Betrieb. Im Juli 1907 kam erstmals ein von zwei Pferden gezogener „Kehrichtwagen“ als Vorgänger der modernen Müllabfuhr zum Einsatz, einheitliche Müllkübel wurden eingeführt.[50] Im selben Jahr entstand das repräsentative Gebäude der Königlichen Filialbank[50] (seit 2013 Iwalewahaus) an der Stelle der alten Münzmühle. 1908 wurde als „Theater lebender Fotographien“ mit dem „Central“ am Josephsplatz der erste Kinosaal eröffnet.[55] Im Juli 1912 wurde auf dem Exerzierplatz im Süden der Stadt erstmals eine Flugschau veranstaltet.[56]

1904 gingen die Nebenbahn nach Hollfeld und 1909 die Lokalbahn über Thurnau nach Kulmbach in Betrieb.[57] 1905 wurde im Stadtteil Kreuz das Städtische Krankenhaus eröffnet, das das düstere alte Spital an der Dammallee ersetzte.[58] Erstmals Wasser aus dem Fichtelgebirge brachte eine 1908 in Betrieb genommene Leitung.[50] In den Jahren 1914/15 wurde der Hauptarm „Altbach“ des Roten Mains auf einem Teilabschnitt begradigt und verbreitert, nachdem Gebiete längs des Flusses bei einem Hochwasser im Jahr 1909 überschwemmt worden waren. In den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg erlebte Bayreuth eine wirtschaftliche Blüte. 1910 existierten in der Stadt 128 Kolonialwarenläden, 55 Obst- und Gemüsehandlungen und 14 Delikatessengeschäfte. Die zahlreichen Textilgeschäfte waren eine Domäne der jüdischen Kaufleute.[53]

Mit Kriegsbeginn wurden am 1. August 1914 die Richard-Wagner-Festspiele nach nur acht Aufführungen abgebrochen.[59] 1915 konnte die Stadt, nach dem Tod der Herzogsgattin Emilie von Meyernberg, deren am Luitpoldplatz gelegenes Wohnhaus erwerben. Für 120.000 Mark funktionierte sie das von Carl von Gontard erbaute Reitzenstein-Palais zum Neuen Rathaus um und bezog es Ende 1916.[60] Angesichts der sich verschlechternden Versorgungslage wurde im Oktober 1916 in der Münzgasse eine städtische Volksküche eingerichtet.[61] Nach dem Kriegsende 1918 übernahmen in Bayreuth kurz die Arbeiter- und Soldatenräte die Macht. Am 17. Februar 1919 kam es zum sogenannten Speckputsch, der unblutig verlief: Zwei Tage lang belagerte eine zeitweise tausendköpfige Menge das Rathaus und die Zeitung, besetzte den Bahnhof, die Post und das Telegrafenamt.[62]

Bereits 1919 kam es in der Stadt zu völkischem Rumoren, ein erstes Kesseltreiben gegen die jüdischen Mitbürger begann. Am 7. Januar 1920 wurde bei einer Versammlung des Deutschvölkischen Schutz- und Trutzbundes erstmals das Hakenkreuz gezeigt.[47] Am 30. September 1923 fand in Bayreuth ein völkisch-nationalistischer Deutscher Tag mit über 5000 Teilnehmern (ca. 15 % der Einwohnerzahl Bayreuths) statt.[63] Unter den Gästen befanden sich u. a. Oberbürgermeister Albert Preu sowie Siegfried und Winifred Wagner, die Adolf Hitler, den Hauptredner in Bayreuth, in die Villa Wahnfried einluden, wo er auch den ortsansässigen Schwiegersohn Richard Wagners, den antisemitischen Rassentheoretiker und Schriftsteller Houston Stewart Chamberlain, kennenlernte. Auch der spätere NSDAP-Gauleiter der Bayerischen Ostmark Hans Schemm traf an diesem Tag Hitler zum ersten Mal. Bei den ersten Festspielen seit 1914 wurde 1924 am Festspielhaus statt Schwarz-Rot-Gold die schwarz-weiß-rote Fahne der Monarchie gehisst.[64] Bei der Stadtratswahl im Dezember jenes Jahres erhielten die „Vaterländischen“ der Einheitsliste Schwarz-Weiß-Rot 18, die SPD nur 12 Sitze.[65] Als im Februar 1925 der erste Reichspräsident der Weimarer Republik, der Sozialdemokrat Friedrich Ebert, starb, verweigerte die Stadtratsmehrheit gegen den Willen des Oberbürgermeisters Albert Preu die Trauerbeflaggung.[66] Noch prägten konfessionelle Gräben das Zusammenleben: 1928 wurde die Freigabe des Marktplatzes für die katholische Fronleichnamsprozession erst durch staatliche Intervention erzwungen.[67]

Einen Anfangsbestand von 560 Bänden verzeichnete die neue Stadtbücherei im Juni 1921.[65] Im Sommer 1924 wurde in der Maximilianstraße die erste Tankstelle („Dapolinpumpe“) eröffnet, bis dahin musste das Benzin von Drogerien bezogen werden. Im Steinachtal bei Laineck ging 1926 ein erster Flugplatz mit planmäßigen Zwischenhalten der Fluglinie Nürnberg-Leipzig in Betrieb.[68][65] 1927 wurde am Stuckberg die erste Jugendherberge ihrer Bestimmung übergeben. 1922 entstand mit der „neuen Schwimmanstalt“ der Vorläufer des heutigen Kreuzsteinbads,[69] 1929 wurde mit dem Stadtbad das städtische Hallenschwimmbad eröffnet.[28]

1932 wurden die Regierungsbezirke Ober- und Mittelfranken zusammengelegt und als Sitz der Regierung Ansbach festgelegt. Bayreuth bekam als kleinen Ausgleich die fusionierten Landesversicherungsanstalten Ober- und Mittelfranken. Im Gegensatz zu der Zusammenlegung der Regierung wurde diese Fusion nie rückgängig gemacht.

Am 8. Dezember 1929 zogen die Nationalsozialisten mit neun Stadträten erstmals ins Rathaus ein. NS-Gauleiter Hans Schemm, laut der Tageszeitung Fränkische Volkstribüne „in Bayreuth und Umgebung so berüchtigt wie saures Bier“, suchte die permanente Konfrontation. Nach dem Urteil des konservativen Oberbürgermeisters Albert Preu schaffte er „eine Atmosphäre, die im Allgemeininteresse schädlich, für die Einwohner jüdischen Glaubens beunruhigend und peinlich“ sei.[47]

Anfang der 1930er Jahre standen sich die sozialdemokratische „Eiserne Front“ und die Nationalsozialisten unversöhnlich gegenüber. Im September 1930 kam es im Rathaus zu einem „wüsten Handgemenge“, allmählich bekamen die Nazis die Stadt immer fester in ihren Griff. Im Juli 1932 versammelten sie beim „Gautag“ auf der Unteren Au 30.000 Menschen.[70] Bei der Reichspräsidentenwahl am 10. April 1932 lag Hitler in Bayreuth klar vor Hindenburg,[71] bei der Reichstagswahl am 6. November 1932 erreichte die NSDAP in Bayreuth bereits 46,7 Prozent der Stimmen (33,1 Prozent im Reichsdurchschnitt).[72]

Als Folge der Weltwirtschaftskrise musste die Stadt ihre Ausgaben auf das Notwendigste beschränken. Die Bautätigkeit ging in der allgemeinen Rezession stark zurück. Im Jahr 1930 wurden – bei 1341 vorgemerkten Wohnungssuchenden – nur noch 47 neue Wohnungen errichtet, davon mehr als die Hälfte von der Wohnungsbaugenossenschaft Bauverein.[47]

Die Zeit des Nationalsozialismus (1933–1945)Bearbeiten

1933 wurde Bayreuth Gauhauptstadt des NS-Gaus Bayerische Ostmark (ab 1943 Gau Bayreuth) und sollte dementsprechend zu einem Gauforum ausgebaut werden. Erster Gauleiter war Hans Schemm, zugleich bayerischer Kultusminister und Reichswalter des Nationalsozialistischen Lehrerbundes (NSLB), der 1936 seinen Sitz im Haus der Deutschen Erziehung in Bayreuth erhielt.

 
Deutsches Freimaurermuseum im Logenhaus der Freimaurer

Am 31. Januar 1933, dem Tag nach der „Machtergreifung“ Hitlers, feierten tausende Bayreuther das Ereignis. Von sozialistischer Seite wurde am 6. Februar eine große Gegendemonstration organisiert, die in einer Straßenschlacht mit den neuen Machthabern endete.[73] Am 9. März wurde die SPD-Zeitung Fränkische Volkstribüne verboten, in der folgenden Nacht[71] wurden 21 kommunistische Funktionäre und 28 Sozialdemokraten in „Schutzhaft“ genommen.[74] Im April wurden 105 Bayreuther „Schutzhäftlinge“, darunter zwei am 22. April 1933 ernannte SPD-Stadträte,[71][A 2] in das Konzentrationslager Dachau verbracht. Noch vor dem Verbot der SPD zogen sich die Sozialdemokraten in jenem Monat aus der sinnlos gewordenen Rathausarbeit zurück. Der neue Oberbürgermeister Karl Schlumprecht, Nachfolger des abgesetzten Albert Preu, erschien in SS-Uniform vor den Stadtverordneten.[47]

Schon vor Ostern 1933 kam es zum ersten Boykott jüdischer Geschäfte. Im September 1933 wurde das Logenhaus der Freimaurer von den Nationalsozialisten geplündert und 1935 enteignet, das Inventar – darunter die Bibliothek mit über 10.000 Bänden – ging verloren.[73]

Der von den Nazis pervertierten Maifeier des Jahres 1933 gab der evangelische Oberkirchenrat Karl Prieser den kirchlichen Segen.[75] Bei der Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern wurde am folgenden 4. Mai Hans Meiser in Bayreuth zum Landesbischof gekürt.[71] Teile der Bayreuther Protestanten, die in ihrer großen Mehrheit den Nationalsozialismus zunächst begrüßt hatten, rebellierten ab 1934 gegen die verordnete Reichskirche der Deutschen Christen. Bis Juni 1935 trugen sich 8500 Bürger in die Listen der Bekenntnisfront ein.[76]

Für „verdiente“ Parteimitglieder wurden Siedlungen errichtet, die aus Einzel-, Doppel- oder Reihenhäusern mit Gärten bestanden: 1936 die „SA-Siedlung Birken“ und die „Hans-Schemm-Gartenstadt“, 1938 die „Dankopfersiedlung Roter Hügel“. 1935 wurde die Rotmainhalle als Viehauktionshalle fertiggestellt, 1936 das Haus der Deutschen Erziehung eingeweiht. Von 1938 bis 1942 entstand das Winifred-Wagner-Krankenhaus (heutige Klinik Hohe Warte). Im Juli 1937[77] erfolgte mit der Vollendung des Abschnitts Lanzendorf–Bayreuth der Anschluss an die neue Reichsautobahn, die heutige Bundesautobahn 9.[78] Die Deutsche Post betrieb in der Stadt seit 1936 öffentlichen Personenverkehr mit Autobussen. Mit dessen Übernahme durch das Elektrizitätswerk entstand 1938 der erste städtische Verkehrsbetrieb. Die erste Stadtbuslinie führte von Sankt Georgen über den Sternplatz zum Bahnhof Altstadt.[28] Im März 1943 wurden die Busse für den Betrieb mit Leuchtgas umgerüstet.[79]

 
Synagoge in der Münzgasse, rechts das Markgräfliche Opernhaus, 2012

In der Pogromnacht vom 9. November 1938 wurde die Synagoge der jüdischen Gemeinde in der Münzgasse geschändet und geplündert, aber wegen der Nähe zum Opernhaus nicht niedergebrannt. Nicht wenige Einwohner wohnten dem Treiben der Nazis wohlwollend bei, die aus ihren Betten gezerrten und in der Rotmainhalle zusammengetriebenen Juden wurden beschimpft, angeschrien und geschlagen.[80] Im Innern der Synagoge Bayreuth, die derzeit wieder von einer jüdischen Gemeinde als Gotteshaus genutzt wird, erinnert eine Gedenktafel neben dem Thora-Schrein an die Verfolgung und Ermordung der Juden im Holocaust, die mindestens 145 jüdischen Bayreuthern das Leben kostete.[81][A 3] Im Februar 1939 meldete die örtliche Industrie- und Handelskammer: „Kammerbezirk bald Judenfrei“. 101 Betriebe seien „entjudet“ und 220 „liquidiert“ worden.[82] Am 27. November 1941 wurden die ersten jüdischen Mitbürger deportiert, am 12. Januar 1942 folgte die zweite Deportation.[79]

Im Januar 1939 wurde im Stadtgebiet der Pflasterzoll abgeschafft, im Sommer jenes Jahres das Kaufhaus Erwege (ehemaliges Kaufhaus Friedmann, 1899 von einem jüdischen Kaufmann errichtet) auf Hitlers Wunsch abgerissen.[77] Hitler besuchte die Stadt letztmals im Juli 1940.[83] Im März 1945 wurden die städtischen Grünflächen in Gemüseland umgewandelt. Der spätere Bundeskanzler Ludwig Erhard verlegte in jener Zeit sein Institut für Konjunkturforschung von Nürnberg nach Bayreuth. Am 5., 8. und 11. April wurde die Stadt durch alliiertes Bombardement teilweise zerstört.[79]

Während des Zweiten Weltkrieges befand sich in der Stadt eine Außenstelle des Konzentrationslagers Flossenbürg, in dem Häftlinge an physikalischen Experimenten für die V2 teilnehmen mussten. Wieland Wagner, der Enkel des Komponisten Richard Wagner, war dort von September 1944 bis April 1945 stellvertretender ziviler Leiter.[84] Von den im Ort ansässigen Sinti kamen zwei Männer im Konzentrationslager Dachau ums Leben,[85] eine sechzehnjährige Bayreuther Sintezza wurde im März 1945 in einem Würzburger Polizeigefängnis erschlagen.[86]

Nach der Zerstörung des Gebäudes in Berlin am 3. Februar 1945 wurde beschlossen, den Volksgerichtshof nach Potsdam auszulagern und die für Hoch- und Landesverrat zuständigen Senate nach Bayreuth zu verlegen.[87] Seit Herbst 1944 hatte der Volksgerichtshof bereits mehrmals im Justizpalast in Bayreuth getagt. Am 6. Februar 1945 begann deshalb der Abtransport von insgesamt rund 270 politischen Gefangenen aus Berlin. Sie trafen am 17. Februar in der Strafanstalt Bayreuth St. Georgen ein und sollten, angesichts der anrückenden US-amerikanischen Truppen, am 14. April 1945 erschossen werden. Die Köpenickiade des als amerikanischer Offizier verkleideten, wenige Tage vorher von dort entflohenen politischen Häftlings Karl Ruth rettete ihnen – darunter Ewald Naujoks und dem späteren Bundestagspräsidenten Eugen Gerstenmaier – in letzter Minute das Leben. An jenem Tag wurde die Stadt kampflos an die Amerikaner übergeben.[79]

Die architektonischen Umgestaltungsmaßnahmen durch die NationalsozialistenBearbeiten

Gemäß der nationalsozialistischen Ideologie wurde die Stadt Bayreuth als Kultplatz der deutschen Musik und „Kulturwallfahrtsstätte“ bevorzugt. Ursache hierfür waren Hitlers enge Beziehungen zur Familie Wagner und seine Vorliebe für Richard Wagner als „deutschnationales Genie“.[88] Die nach der Machtübernahme einsetzende Errichtung von Repräsentationsbauten in deutschen Städten[89][90] wirkte sich auch auf Bayreuth aus, dessen Entwicklung zu einem gesellschaftspolitischen Mittelpunkt eine immer opulentere Konzeption der Bauvorhaben bedingte. Somit ermöglichte der Erlass vom 17. Februar 1939 die Durchführung städtebaulicher Maßnahmen gemäß Hitlers Wunschvorstellungen, unter anderem durch den in Bayreuth ansässigen Parteiarchitekten Hans C. Reissinger. Dieser übernahm die Gesamtkonzeption und die Anlage eines Gauforums,[91] dessen Bau die Beseitigung von rund einhundert historischen Gebäuden, unter anderem von Teilen des Neuen Schlosses, bedeutet hätte.[92] Es erfolgte eine teilweise Umsetzung. Die folgende Tabelle zeigt einen Ausschnitt der wichtigsten geplanten Bauvorhaben im Rahmen der Umgestaltung Bayreuths durch die Nationalsozialisten.[93]

Name des Projektes Umsetzung
Neubau des Festspielhauses auf dem Grünen Hügel im Stil einer antiken Akropolis nicht durchgeführt
Umgestaltung der Ludwig-Siebert-Festhalle (heute Stadthalle) durchgeführt
Bau eines Hotel Bayreuth nicht durchgeführt
Errichtung des Hauses der deutschen Erziehung durchgeführt
Bau des Hauses für Lichtbild und Propaganda durchgeführt
Bau eines HJ-Heims durchgeführt
Bau der Adolf-Hitler-Künstlerdank-Siedlung teilweise durchgeführt
Errichtung einer Markt- und Versteigerungshallte durchgeführt
Bau der Hans-Schemm-Kaserne durchgeführt
Anlage einer breiten Aufmarschstraße südlich des Hofgartens nicht durchgeführt
Haus der Gauleitung als städtebauliches Pendant zum Schloss nicht durchgeführt
Bau einer Gauhalle als Konkurrenz zum Schlosstheater nicht durchgeführt
Umsetzung diverser landschaftsgestalterischer Projekte nicht durchgeführt
Errichtung zweier Flugplätze durchgeführt

Trotz des Erlasses eines Enteignungsgesetzes am 24. Juni 1939 wurden nur wenige der Planungen in die Praxis umgesetzt,[92] was dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs knapp zwei Monate später zuzuschreiben ist.

Zerstörung Bayreuths im Zweiten WeltkriegBearbeiten

Bayreuth blieb bis April 1945 von Luftangriffen weitgehend verschont. Lediglich am 14. Januar 1941 traf ein einzelnes Flugzeug mit einigen Bomben Gebäude der drei großen örtlichen Spinnereien.[94] Am 5. April 1945 traf ein erster massiver Luftangriff die Stadt. 39 Bomber der US 18th Air Force warfen in mehreren Wellen etwa 55 Tonnen Sprengstoff über Bayreuth ab, 88 Tote und 67 Verwundete waren zu beklagen.[95]

Schon nach diesem ersten Angriff waren der Bereich um den Hauptbahnhof, die Mechanische Baumwoll-Spinnerei, das Viertel um den Wilhelmsplatz, Teile der Lisztstraße sowie Teile der Jean-Paul-Straße zerstört. Am Sonntag, den 8. April 1945, folgte durch 51 US-Maschinen der zweite große Angriff auf die Stadt.[96] Er traf u. a. den Jean-Paul-Platz mit der Ludwig-Siebert-Festhalle (spätere Stadthalle) und zahlreiche Gebäude im Kasernenviertel.

 
Häuserzeile auf der Nordseite des Marktplatzes, rechts die Häuser Maximilianstraße 34 und 36, 1904

Der dritte und schwerste Angriff erfolgte am 11. April 1945, bei dem große Teile der Stadt zerstört wurden. 110 britische Maschinen warfen an einem strahlenden Frühlingsnachmittag 240,3 Tonnen Sprengstoff und 17,8 Tonnen Brand- und Leuchtbomben über Bayreuth ab.[97]

Die Bilanz dieser Angriffe beläuft sich nach offiziellen Angaben auf 781 Todesopfer. 36,8 % des Bayreuther Wohnraums wurden völlig zerstört, 2700 Wohnhäuser bzw. 4460 komplett zerstörte Wohnungen. Der Schaden belief sich auf rund 45.000.000 RM.[98]

Der historische Stadtkern war dabei verhältnismäßig glimpflich davongekommen. Beim Einrücken der amerikanischen Soldaten verbrannten die Nazis jedoch im Alten Schloss belastende Dokumente. Das Feuer griff auf das Gebäude und auf die Häuser auf der Nordseite des Marktplatzes über. Wegen des Fehlens einer Feuerwehr und des Mangels an Löschwasser ließ es sich nur durch die Sprengung der Häuser Maximilianstraße 34 und 36 eindämmen. Diesem Brand fiel ein bedeutender Teil der Häuserfront auf der Nordseite zum Opfer.

Nachkriegszeit, Wiederaufbau (1945–2000)Bearbeiten

 
Alt und neu im Quartier Neuer Weg

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges gehörte Bayreuth zur Amerikanischen Besatzungszone. Die amerikanische Militärverwaltung richtete ein DP-Lager ein zur Unterbringung so genannter Displaced Persons (DP). Die meisten von ihnen stammten aus der Ukraine. Das Lager wurde von der UNRRA betreut.

Am 18. Dezember 1945 gab es mit der ersten Nummer der Fränkischen Presse wieder eine Tageszeitung. Das konservative Bayreuther Tagblatt erschien erst am 1. Oktober 1949 wieder.[99] Die erste politische Versammlung der Nachkriegszeit fand am 15. Oktober 1945 statt, Veranstalter war die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD). Am 9. November 1945 wurde der Ortsverband der SPD neu gegründet, am 30. Dezember jener der CSU.[79] Ende Juni 1946 begannen im Zuge der Entnazifizierung die ersten Spruchkammerverfahren.[100]

Die Wohnungssituation war anfangs sehr schwierig: Ca. 56.000 Einwohner, erheblich mehr als vor Kriegsbeginn, lebten in der Stadt.[100] Diese Zunahme resultierte vor allem aus der hohen Zahl von Flüchtlingen und Heimatvertriebenen. Am 1. November 1947 gab es in Bayreuth 11.101 Flüchtlinge.[47] Da gleichzeitig viele Wohnungen kriegsbedingt zerstört waren, mussten Tausende von Menschen in Notunterkünften leben. Ende 1947 wurden 3706 Evakuierte gezählt, 4800 der 16.000 örtlichen Haushaltungen waren ohne eigene Wohnung.[47] Sogar im Festspielrestaurant neben dem Festspielhaus waren ca. 500 Personen untergebracht.[101] Anfang 1947 wurden in acht Wirtshäusern städtische Wärmestuben eingerichtet.[102]

Bis zur Währungsreform des Jahres 1948 entwickelte sich der Wohnungsbau nur zögerlich, die Barackensiedlungen hatten sich kaum geleert. Im Herbst 1948 fehlten noch 4500 Wohnungen, worauf Bayreuth auf Antrag des Stadtrats vom bayerischen Sozialministerium als „Notstandsgebiet“ anerkannt wurde. Dies stellte die Weichen für einen stärkeren Zufluss staatlicher Mittel für öffentliche und genossenschaftliche Bauvorhaben.[47] Gegen das Wohnungselend wurde im April 1949 die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft (GEWOG) gegründet.[103] Nach der Währungsreform begann 1948 der Wiederaufbau der zerstörten Häuser auf der Nordseite des Marktplatzes.

Auch die Versorgungslage war prekär: Erst im Juli 1947 trafen wieder Schweine im örtlichen Schlachthof ein.[100] Im Mai 1947 begann die Schulspeisung mit täglich 350 Kalorien pro Schüler.[102]

1945 wurden ungefähr 1400 Männer von der Stadtverwaltung für „lebensnotwendige Arbeiten“ (Aufräumarbeiten an zerstörten Gebäuden, Räumung von Straßen) dienstverpflichtet. 1948 waren von anfangs knapp 500.000 m³ Schutt bereits 425.000 m³ weggeräumt: 245.000 m³ davon von der Stadt Bayreuth, 180.000 m³ in Eigenleistung. 1949 galten 80 % der Grundstücke in Bayreuth als „enttrümmert“.[104]

Erster Oberbürgermeister nach dem Krieg war der Jurist Joseph Kauper, der bereits im November 1945 bei einem Verkehrsunfall tödlich verunglückte. Als sein Nachfolger wurde von der US-Militärregierung der ehemalige Schlachthofdirektor Oskar Meyer bestellt.[105] Bei der ersten Stadtratswahl am 16. Mai 1946, und erneut bei der zweiten am 5. Mai 1948, wurde die SPD stärkste Kraft. Am 6. Juni 1946 trat der erste demokratisch gewählte Stadtrat der Nachkriegszeit zusammen, am 1. Juli 1948 wurde der Verwaltungsfachmann Hans Rollwagen (SPD) mit 38 von 40 Stimmen zum Stadtoberhaupt gekürt.[47]

Am 30. März 1946 wurde die Sperrzeit für Zivilpersonen aufgehoben, im selben Monat fand eine erste Gedenkfeier für die Opfer des Faschismus mit dem sozialdemokratischen Widerstandskämpfer Oswald Merz statt.[79] Auch das kulturelle Leben kam allmählich wieder in Gang: 1947 wurden im Markgräflichen Opernhaus Mozart-Festspielwochen abgehalten, aus denen sich die Fränkischen Festwochen entwickelten. 1949 wurde erstmals wieder das Festspielhaus bespielt, es gab ein Festkonzert mit den Wiener Philharmonikern unter der Leitung von Hans Knappertsbusch. 1951 fanden die ersten Richard-Wagner-Festspiele nach dem Krieg unter Leitung von Wieland und Wolfgang Wagner statt.

Am 15. April 1946 wurde der Stadtbusverkehr wiederaufgenommen, die zentrale Omnibushaltestelle auf dem Marktplatz ging 1950 in Betrieb.[106] 1949 wurde Bayreuth wieder Sitz der Regierung von Oberfranken, im November jenes Jahres fand erstmals ein Wochenmarkt in der Rotmainhalle statt.[102] In der Maximilianstraße 67 eröffnete im April 1950 die genossenschaftlich organisierte Handelskette Konsum das erste Selbstbedienungsgeschäft.[107] Im Juli 1950 wurde die Zuzugsperre nach Bayreuth aufgehoben.[106]

1953 wurde am Sternplatz die erste Verkehrsampel der Stadt installiert, im Mai 1957 stellte man vor dem Sparkassenhaus am unteren Markt die ersten Parkuhren auf.[108] Ende März 1956 begann, zunächst in einem Schaufenster der 1914 in Bayreuth gegründeten Bayerischen Elektricitäts-Lieferungs-Gesellschaft AG (BELG),[109] der Fernsehempfang, innerhalb weniger Tage stieg die Zahl der Fernsehgeräte von vier auf 33 Apparate.[108]

Kommunalpolitisch war seit 1946 die SPD die führende Kraft, die CSU 1952 mit vier Mandaten nur die sechststärkste Fraktion im Stadtparlament. Bei den Bundestagswahlen befanden sich die Christdemokraten hingegen im Aufwind und eroberten 1957 sogar das Direktmandat. Mit Unterstützung der CSU wurde, als Nachfolger von Hans Rollwagen, 1958 der Verwaltungsfachmann und SPD-Kandidat Hans Walter Wild zum Oberbürgermeister gewählt.[110] Dieses Amt bekleidete er ohne Unterbrechung während der folgenden 30 Jahre. 1955 kehrten die letzten Kriegsgefangenen aus der Sowjetunion nach Bayreuth zurück.[106]

Im September 1956 stellte die Neue Baumwollen-Spinnerei Bayreuth erstmals einen Gastarbeiter ein.[107] Die Stadt, „ein industrieller Spätentwickler mit ungesunder Monostruktur“,[111] erschloss Mitte der 1950er Jahre das Gebiet des trockengelegten Brandenburger Weihers als Industriegelände. Dort, nahe der Autobahnanschlussstelle Bayreuth-Nord, errichteten 1957 die Firmen British American Tobacco (BAT, im örtlichen Sprachgebrauch „Batberg“) und Grundig Betriebsstätten und nahmen im selben Jahr die Produktion auf. Im Sommer 1958 zählte Grundig bereits 1000 Mitarbeiter,[107] im November jenes Jahres fand die erste Vorlesung an der Pädagogischen Hochschule im heutigen Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium an der Dürschnitz statt.[106] Die externe Fakultät der Universität Erlangen-Nürnberg erhielt 1964 ein neues Gebäude im Stadtteil Roter Hügel. Weihnachten 1958 wurde die Innenstadt erstmals festlich illuminiert.[106]

Die 1960er und 1970er Jahre waren von Lieblosigkeit im Umgang mit dem historischen Stadtbild geprägt, es kam zur Vernichtung großer Teile der alten Bausubstanz. Parteiübergreifend setzte man, bei nur spärlichem Widerspruch seitens der Bevölkerung und weniger Stadträte, auf das Konzept einer modernen, autogerechten Stadt. Dem Wunsch, die „City“ zum Hauptbahnhof hin auszudehnen, fiel bis 1969 das offene Flussbett des Roten Mains zum Opfer.[112]

 
Neues Schloss
 
Historisches Museum in der alten Lateinschule, bis 1988 städtische Feuerwache

1960 wurde in Kaufhaus Loher an der Kanalstraße die erste Rolltreppe der Stadt installiert. Im Neuen Schloss wurde das Stadtmuseum eröffnet, das heute als Historisches Museum in der alten Lateinschule am Kirchplatz weiterbesteht. An der Unteren Au ging in jenem Jahr die zentrale Kläranlage in Betrieb, der Schlossturm in den Besitz der katholischen Kirche über. Ab Mai 1962 erhielt die Stadt Trinkwasser aus einem neuen Hochbehälter am Eichelberg.[113] Im Mai 1964 wurde auf dem Gelände der vormaligen Schwimmschule das Kreuzsteinbad eröffnet,[28] bis Januar 1965 die einstige markgräfliche Reithalle zur Stadthalle umgebaut. Der Marktplatz wurde 1965 „autogerecht“ umgestaltet. Im März jenes Jahres erfolgte der Anschluss an das Ferngasnetz, das städtische Gaswerk wurde stillgelegt.[113] 1968 wurden in Sankt Georgen und der Grünewaldstraße die letzten der einst 320 Gaslaternen der Stadt abgebaut.[114][115] Der verbliebene offene Abschnitt des Mühlkanals entlang der Kanalstraße wurde 1967 gedeckelt, im Juni das Städtische Stadion eröffnet.[113] 1968 wurde an der Stelle des 1966 abgerissenen, eingeschossig erhaltenen Restes[114] des Reitzenstein-Palais am Luitpoldplatz der Neubau der Städtischen Sparkasse errichtet,[116] zwischen der Maximilian- und der Kanalstraße wurde die erste Ladenpassage (heutige Eysserhaus-Passage) eröffnet.[117]

Mit Festakten in beiden Städten besiegelten die Stadtoberhäupter von Annecy (Frankreich) und Bayreuth im Sommer 1966 die Partnerschaft der beiden ungleichen Orte: Annecy als Zentrum der Résistance und Bayreuth als ehemalige Hochburg der Nationalsozialisten. Bei der Stadtratswahl im März jenes Jahres hatte die rechtsextreme Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD) drei Mandate errungen, bei der Landtagswahl im Herbst 1966 erreichte sie fast 14 Prozent. Die symbolträchtige Wagnerstadt geriet diesbezüglich zunehmend ins Zwielicht und ins Visier der Weltpresse. Der im Februar 1969 in Bayreuth geplante Parteitag der NPD wurde als „Akt der Notwehr“ (Oberbürgermeister Wild) von der Stadt verboten.[118]

1971 beschloss der Bayerische Landtag die Errichtung der Universität Bayreuth, deren Grundstein am 23. März 1974 gelegt wurde.[119] Sie nahm am 3. November 1975 im Mehrzweckgebäude (heute: Geowissenschaften I)[120] ihren Betrieb auf. Im Wintersemester 2013 zählte sie mehr als 13.000 Studenten[121] in der Stadt. Am 6. Mai 1972 wurde auf dem Areal um den ehemaligen Altbachplatz das Neue Rathaus eingeweiht.[119] Bis Mitte der 1970er Jahre entstand der weitgehend vierstreifige Stadtkernring, dem besonders in der südwestlichen Innenstadt bedeutende Teile der historischen Bausubstanz zum Opfer fielen. In der unteren Maximilianstraße entstand im Juli 1978 der erste Abschnitt der Fußgängerzone.[122]

Bis in die 1970er Jahre hinein regierte Oberbürgermeister Wild nahezu unangefochten die Stadt. Vereinzelte Proteste gegen seine Modernisierungs- und Abrisspläne fegte der Duzfreund von Franz Josef Strauß mühelos hinweg.[123] Bei der Stadtratswahl 1972 erreichte die SPD 23, die CSU 16 und die Bayreuther Gemeinschaft (BG) fünf Sitze, bei der Bundestagwahl holte die SPD das Direktmandat.[124] Nach fast dreißigjähriger Enthaltsamkeit stellte die CSU 1975 erstmals einen eigenen Kandidaten für das Oberbürgermeisteramt auf. Mit knapp 42 Prozent der Stimmen erzielte Ortwin Lowack einen Achtungserfolg.[125] Bei der Stadtratswahl 1978 lag die CSU erstmals mit der SPD gleichauf.[124]

1971 entstand mit dem nur knapp zwei Jahre lang geöffneten Life 2000 ein erstes Einkaufszentrum am Stadtrand.[125] Im Mai 1972 ereignete sich auf dem Volksfest der Stadt das bisher folgenschwerste Unglück mit einer Achterbahn seit Ende des Zweiten Weltkriegs: Ein überbesetzter Wagen entgleiste, mehrere Personen wurden herausgeschleudert. Vier Menschen starben, fünf wurden zum Teil schwer verletzt.[126] Ab 1973 bediente die Fluggesellschaft Ostfriesischer Lufttransport den Bayreuther Flugplatz im Linienverkehr.[125]

1972 wuchs die Stadt durch Eingemeindung der Vororte Oberkonnersreuth und Laineck, 1976 kamen Aichig, Oberpreuschwitz, Seulbitz und Thiergarten hinzu. 1973 begann das Bahnsterben mit der Einstellung der Bahnstrecke nach Thurnau. Im Oktober 1975 wurde die neue Jugendherberge, im Dezember das Kunsteisstadion eröffnet. Das Kommunale Jugendzentrum wurde 1978 im ehemaligen „Heim der Hitler-Jugend“[77] an der Hindenburgstraße eingerichtet. Im September jenes Jahres wurde in der Innenstadt erstmals das Bayreuther Bürgerfest gefeiert. 1979 verpasste der Fußballverein Spielvereinigung Bayreuth nur knapp den Aufstieg in die Erste Bundesliga.[124]

Nach der Kommunalwahl 1984 stellte erstmals die CSU die Mehrheit der Stadträte.[127] In den 1980er Jahren wurde die beschauliche Stadt zunehmend Schauplatz von Demonstrationen. Der NATO-Doppelbeschluss, das Waldsterben, die projektierte Wiederaufarbeitungsanlage Wackersdorf und andere Anlässe brachten zahlreiche Menschen auf die Straße. 1989 demonstrierten chinesische Studenten gegen das Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens.[128] 1985 wurde die Fußgängerzone um den Marktplatz erweitert, der jedoch die Zentrale Omnibushaltestelle behielt. Im September 1986 wurde Bayreuth an die Fernwasserversorgung Oberfranken angeschlossen.[127] Ebenfalls 1986 wurde das Zweckverbandskrankenhaus auf dem Roten Hügel seiner Bestimmung übergeben, 1987 die Rettungshubschrauberstation und die Oberfrankenhalle eröffnet. 1988 ersetzte die neue Feuerwache die alte Wache am Kirchplatz (ehemalige Lateinschule, seit 1996 Historisches Museum). Für den Bau des 1985 eröffneten Nordrings verlor die Stadt nochmals historische Gebäude.[129][127]

1987 ging das lokale Radio Mainwelle erstmals auf Sendung.[130] 1988 setzte sich der SPD-Politiker Dieter Mronz gegen Ortwin Lowack bei der Wahl zum neuen Oberbürgermeister durch.[131] Nach der Öffnung der innerdeutschen Grenze im November 1989 wurde die Stadt, aufgrund ihrer Nähe zur DDR, von deren Bürgern regelrecht überrannt. Etwa 606.000 Ostdeutsche kamen bis Ende jenes Jahres, vor allem zum Einkaufen, nach Bayreuth.[132]

1991 versammelte sich anlässlich des Todestags von Rudolf Heß eine große Zahl von Neonazis auf dem Jean-Paul-Platz. In den folgenden Jahren gelang es der Stadt, entsprechende Veranstaltungen zu verhindern.[133] Am 23. März 1992 wurden die in Bayreuth stationierten US-Streitkräfte verabschiedet,[134] im Mai 1992 begann für die abseits der Magistralen gelegene Stadt der schnelle Eisenbahnverkehr mit Neigetechnikzügen zum Fernverkehrsknoten Nürnberg.[135] 1993 wurde die Stadt per Ministerratsbeschluss als Oberzentrum ausgewiesen. Das umstrittene Einkaufszentrum Rotmain-Center an der Stelle des alten Schlachthofs öffnete im September 1997 seine Pforten.[134] 1998 wurde an der unteren Opernstraße der Mühlkanal – mit verändertem Verlauf – geöffnet, 1999 entstanden dort die Schlossterrassen. Ebenfalls 1999 nahmen im ehemaligen Städtischen Krankenhaus das Bundesarchiv für Lastenausgleich und in Seulbitz die Lohengrin Therme den Betrieb auf.[136][134]

Zerstörung historischer Substanz nach 1945Bearbeiten

 
Infostele zum 1970 abgerissenen Geburtshaus Max Stirners vor dem Alten Rathaus

Vieles von dem, was die Bombennächte im April 1945 übriggelassen hatten, wurde anschließend zerstört. Das Alte Schloss wurde ein spätes Opfer der Nationalsozialisten, die dort belastendes Material verbrannten. Das Feuer griff auf das Gebäude und die Häuserfront an der Nordseite des Marktplatzes über. Mangels Feuerwehr und Löschwassers konnte es erst auf Anordnung der einrückenden amerikanischen Soldaten durch die Sprengung zweier Häuser eingedämmt werden.

Ein schwerer Verlust für die Stadt war der Abriss des Geburtshauses Max Stirners (1970), des historischen Sozialquartiers Burg (erste bayerische Sozialsiedlung des 19. Jahrhunderts)[137] bis 1981 und der verbliebenen Reste des Reitzenstein-Palais. Dem Straßenverkehr wurde in den 1970er Jahren mit dem Bau des Stadtkernrings unter anderem das Ensemble am Anfang der Erlanger Straße, darunter das einzige erhaltene Haus mit sichtbarem Fachwerk (Eck-Schoberth), geopfert. Der Rote Main wurde in seinem im Zentrum bisher sichtbaren Teil weitgehend als Straßen- und Parkplatzfläche gedeckelt (Abriss der Ludwigsbrücke und des Wachhäuschens aus dem 18. Jahrhundert). Für den Bau des neuen Rathauses wurde das idyllische Viertel am Altbachplatz abgerissen, einschließlich des vom ersten Festspieldirigenten und Bayreuther Ehrenbürger Hans Richter bewohnten Richterhauses. Dazu kamen aus heutiger Sicht weitere wenig sinnvolle Abrisse in der Richard-Wagner-Straße („Türkenhaus“, erbaut 1709), am Sternplatz und in der Sophienstraße (Priesterhäuser aus dem 16. Jahrhundert). Am Marktplatz wurden drei der wenigen verbliebenen alten Häuser der Nordseite ab 1962 einem Kaufhausneubau geopfert, und erst kürzlich musste das alte Sparkassengebäude aus dem Jahr 1934 einem umstrittenen Neubau weichen.

Am Ort des abgerissenen Stirnerhauses wurde 1971 ein modernes Gebäude errichtet. Der Text der einst von John Henry Mackay initiierten und dort wieder angebrachten Gedenktafel,[138] wonach es sich um das Geburtshaus Max Stirners handle, trifft deshalb nicht mehr zu und ist somit irreführend.

Bernd Mayer, 2011 verstorbener Historiker und Ehrenbürger der Stadt, hat die Zerstörungen der Nachkriegszeit als umfassender als jene während des Zweiten Weltkriegs bezeichnet.

21. JahrhundertBearbeiten

Seit 2005 gehört die Stadt der in jenem Jahr gegründeten Metropolregion Nürnberg an.[139][140] 2006 stellte mit Michael Hohl erstmals die CSU den Bayreuther Oberbürgermeister. Er amtierte nur sechs Jahre, am 1. Mai 2012 wurde er von Brigitte Merk-Erbe abgelöst. Die Kandidatin der Bayreuther Gemeinschaft (BG) wurde mit den Stimmen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen gewählt.

2007 wurde ein Jugendparlament gewählt, bestehend aus zwölf Jugendlichen zwischen 14 und 17 Jahren. Ende Oktober wurden die lange geplante neue Zentrale Omnibushaltestelle (ZOH) und das damit verbundene Funktionsgebäude am neugeschaffenen Hohenzollernplatz eingeweiht und in Betrieb genommen.

Am 26. Juli 2011 gab das Israel Chamber Orchestra in der Stadthalle das erste Gastspiel eines israelischen Orchesters in Bayreuth.[141] Am 30. Juni 2012 erhob die UNESCO das Markgräfliche Opernhaus zum Weltkulturerbe. 2016 war Bayreuth Ausrichter der bayerischen Landesgartenschau.

EingemeindungenBearbeiten

EinwohnerentwicklungBearbeiten

  
Einwohnerentwicklung von Bayreuth. Oben ab 1735 bis 2017. Unten ein Ausschnitt ab 1871

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Bayreuth hatte im Mittelalter und in der frühen Neuzeit nur wenige tausend Einwohner. Die Bevölkerung wuchs nur langsam und ging durch die zahlreichen Kriege, Seuchen und Hungersnöte immer wieder zurück. So zerstörten 1430 die Hussiten die Stadt; 1602 starben bei einem Ausbruch der Pest rund 1000 Bewohner. Auch während des Dreißigjährigen Krieges (1618–1648) musste die Stadt Einwohnerverluste hinnehmen. Erst mit dem Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert beschleunigte sich das Bevölkerungswachstum. Lebten 1818 10.000 Menschen in der Stadt, waren es 1900 bereits rund 30.000.

Bis 1939 stieg die Bevölkerungszahl – auch aufgrund der Eingemeindung mehrerer Orte am 1. April 1939 – auf 45.000. Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg brachten die vielen Flüchtlinge und Vertriebenen aus den deutschen Ostgebieten einen weiteren Zuwachs um 11.000 Personen auf 56.000 Einwohner bis Oktober 1946. Auch danach stieg die Bevölkerungszahl weiter, ab den 1970er-Jahren nicht zuletzt aufgrund der neu gegründeten Universität. Am 30. Juni 2005 betrug die Amtliche Einwohnerzahl für Bayreuth nach Fortschreibung des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung 74.137 (nur Hauptwohnsitze und nach Abgleich mit den anderen Landesämtern). Davon waren 63,7 Prozent evangelisch und 28,8 Prozent katholisch. 2011 zählte die Stadt Bayreuth ca. 38.000 Haushalte. 50,1 Prozent der Bürger waren evangelisch und 25,8 Prozent katholisch. 24,1 Prozent haben einen anderen Glauben oder sind nicht religiös.[145]

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1818 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamtes. Die Angaben beziehen sich ab 1871 auf die „ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1871 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.

Jahr Einwohner
1735 7.000
1792 9.000
1818 10.000
1. Juni 1830 ¹ 13.030
1. Dezember 1840 ¹ 16.700
3. Dezember 1852 ¹ 18.600
3. Dezember 1855 ¹ 17.372
3. Dezember 1858 ¹ 17.850
3. Dezember 1861 ¹ 18.100
3. Dezember 1864 ¹ 19.200
3. Dezember 1867 ¹ 19.500
1. Dezember 1871 ¹ 17.841
1. Dezember 1875 ¹ 19.200
1. Dezember 1880 ¹ 22.072
1. Dezember 1885 ¹ 23.600
1. Dezember 1890 ¹ 24.556
2. Dezember 1895 ¹ 27.693
1. Dezember 1900 ¹ 29.387
1. Dezember 1905 ¹ 31.903
Jahr Einwohner
1. Dezember 1910 ¹ 34.547
1. Dezember 1916 ¹ 28.807
5. Dezember 1917 ¹ 27.913
8. Oktober 1919 ¹ 33.128
16. Juni 1925 ¹ 35.306
16. Juni 1933 ¹ 37.196
17. Mai 1939 ¹ 45.028
31. Dezember 1945 53.684
29. Oktober 1946 ¹ 55.612
13. September 1950 ¹ 58.800
25. September 1956 ¹ 59.544
6. Juni 1961 ¹ 61.835
31. Dezember 1965 63.033
27. Mai 1970 ¹ 64.536
31. Dezember 1975 67.035
31. Dezember 1980 70.633
31. Dezember 1985 71.848
25. Mai 1987 ¹ 69.813
31. Dezember 1990 72.345
Jahr Einwohner
31. Dezember 1995 73.016
31. Dezember 2000 74.153
30. Juni 2005 74.137
31. Dezember 2006 73.202
31. Dezember 2007 73.097
31. Dezember 2008 72.935
31. Dezember 2009 72.576
31. Oktober 2010 72.670
9. Mai 2011 ² 70.808
31. Dezember 2012 71.482
31. Dezember 2013 71.572
31. Dezember 2014 71.601
31. Dezember 2015 72.148
31. Dezember 2016 73.065
31. Dezember 2017 73.999

¹ Volkszählungsergebnis ² Zensus 2011

Abweichend von den Zahlen des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung fallen die Erhebungen der Stadt etwas höher aus. So z. B. 74.524 Einwohner für den 31. Oktober 2017[146]

Bevölkerungsprognose bis 2034Bearbeiten

Einer Prognose des Bayerischen Statistischen Landesamtes zufolge wird die Einwohnerzahl Bayreuths zwischen 2014 und 2034 um ca. 3,8 % abnehmen.[147]

PolitikBearbeiten

StadtratBearbeiten

Der Stadtrat setzt sich aus 44 Stadträten und der Oberbürgermeisterin zusammen. Die Wahl zum Stadtrat am 16. März 2014 brachte folgendes Ergebnis für die Sitzverteilung der Stadträte (+/–: Veränderung zur Wahl 2008):

Sitzverteilung im Stadtrat 2014–2020
        
Insgesamt 45 Sitze
  • CSU: 13
  • SPD: 9
  • BG: 9
  • Grüne: 5
  • JB: 3
  • FDP: 3
  • DU: 2
  • BBL: 1

Unter den Sitzen der BG befindet sich der Sitz der Bürgermeisterin.

Stadtratswahl 2014
Wahlbeteiligung: 41,4 %
 %
30
20
10
0
29,9
21,2
17,2
11,7
6,9
5,8
4,8
2,6
BG
JB
DU
BBL
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2008
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
+1,7
-1,3
-4,4
+1,7
+1,1
+1,4
+4,8
-0,6
BG
JB
DU
BBL
Partei/Liste Stimmen +/– Sitze +/–
CSU 29,9 % +1,7 13 0
SPD 21,2 % −1,3 9 −1
BG 17,2 % −4,4 8 −2
Grüne/Unabhängige 11,7 % +1,7 5 +1
Junges Bayreuth 6,9 % +1,1 3 +1
FDP 5,8 % +1,4 3 +1
Die Unabhängigen 4,8 % +4,8 2 +2
Bayreuther Bürger-Liste 2,6 % −0,6 1 0

Noch bei der Stadtratswahl des Jahres 1911 durften von den rund 32.000 Einwohnern nur 1800 wählen, da das Wahlrecht das Bürgerrecht voraussetzte. Dieses wurde nur Männern gewährt, die wenigstens 15 Jahre in Bayreuth tätig waren und eine – nicht jedermann zumutbare – Gebühr entrichteten. Arbeiter konnten sich diesen Luxus in der Regel nicht leisten. Der erste demokratisch gewählte Stadtrat trat im Juni 1919 zusammen. Mit 16 von 30 Sitzen setzte sich das konservative Lager gegenüber den Sozialisten durch. Erstmals war mit der Fabrikarbeiterin Christine Gick von der USPD eine Frau in dem Gremium vertreten.[148]

1929 zog die NSDAP in das Stadtparlament ein. Bei der Wahl jenes Jahres erzielte sie neun Sitze, mit dreizehn Mandaten wurde erstmals die SPD stärkste Kraft. In der Zeit des Nationalsozialismus traten an die Stelle der gewählten Mitglieder als „Ratsherren“ berufene Bayreuther Bürger, von denen bei Beschlüssen Einstimmigkeit erwartet wurde. Auch im Rathaus galt im Dritten Reich das Führerprinzip.[149]

Vom ersten nach dem Zweiten Weltkrieg gewählten Stadtrat des Jahres 1946 bis zur Kommunalwahl 1972 stellte die SPD jeweils die stärkste Fraktion, seitdem ist die CSU die stärkste Kraft, abgesehen von einem Patt im Jahr 1976 (und wiederholt 1990). 1984 wurde mit Werner Kolb erstmals ein Kandidat der Grünen in den Stadtrat gewählt.[150] Aufsehen erregte die Wahl vom März 1990, bei der die rechtskonservative Partei Die Republikaner 10,6 Prozent der Listenstimmen erhielt.[151]

Stadtoberhäupter von Bayreuth seit 1818Bearbeiten

 
Rathaus
Zeitraum Stadtoberhaupt Partei Bezeichnung
1818–1848 Erhard Hagen von Hagenfels erster rechtskundiger Bürgermeister
1851–1863 Friedrich Carl Dilchert bürgerlicher Bürgermeister
1863–1900 Theodor von Muncker rechtskundiger Bürgermeister
1900–1918 Leopold von Casselmann rechtskundiger Bürgermeister,
Oberbürgermeister ab 1907
1919–30. April 1933 Albert Preu Oberbürgermeister
1. Mai 1933–Juni 1937 Karl Schlumprecht NSDAP
21. Juli 1937–April 1938 Otto Schmidt
3. Mai 1938–30. Juni 1938 Fritz Wächtler Gauleiter, selbsternannter
kommissarischer Oberbürgermeister
1. Juli 1938–April 1945 Fritz Kempfler Oberbürgermeister
24. April 1945–November 19450 Joseph Kauper
November 1945–30. Juni 1948 Oscar Meyer
1. Juli 1948–30. April 1958 Hans Rollwagen SPD
1. Mai 1958–30. April 1988 Hans Walter Wild
1. Mai 1988–30. April 2006 Dieter Mronz
1. Mai 2006–30. April 2012 Michael Hohl CSU
seit 1. Mai 2012 Brigitte Merk-Erbe BG Oberbürgermeisterin

StadtwappenBearbeiten

Blasonierung: „Geviert und überdeckt mit zwei schräg gekreuzten Reuten (Reuthaken), die rechte schwarz, die linke silbern; 1 und 4 geviert von Silber und Schwarz; 2 und 3 in Gold mit von Silber und Rot zwölfmal gestücktem Bord ein rotgekrönter, rotgezungter und rotbewehrter schwarzer Löwe.“[152]

Das Vollwappen: „Auf dem linksgewandten Helm mit rot-silbernen Decken ein roter Hut mit silbernem Stulp und zwei je sechsmal rot-silber gestückten Büffelhörner, zwischen ihnen ein linksgewendeter goldbekrönter schwarzer Löwe, belegt mit der schwarzen und silbernen gekreuzten Reute.“[153]

Wappenbegründung: Markgraf Albrecht Achilles, gleichzeitig Kurfürst von Brandenburg, verlieh der Stadt Bayreuth im Dezember 1457 das noch heute gültige Stadtwappen. Zwei Felder (1 und 4) zeigen das schwarz-silberne Hohenzollernwappen. Der schwarze Löwe in Gold mit weiß-rot gestücktem Bord war das Amtswappen der Burggrafen von Nürnberg und stammt ursprünglich von der Familie von Raabs. Längs der beiden Diagonalen sind zwei Reuten, Rodungswerkzeuge mit leicht gekrümmten Stiel. Sie verweisen auf die Endung -reuth im Ortsnamen.

Offiziell wird das Stadtwappen so beschrieben: „Das Stadtwappen besteht aus zwei über Eck gestellten Feldern in Gold mit je einem schwarzen Löwen und zwei ebenfalls über Eck gestellten, quadriert schwarz-weißen Feldern. Die beiden Felder in Gold sind durch einen in rot-weiße Felder geteilten Rahmen eingefasst. Über die zwei Löwenfelder geht ein weißer, über die zwei schwarz-weißen Felder ein schwarzer Reuthaken. Über dem Wappen befindet sich ein Helm mit zwei gekreuzten Hörnern in weißer und roter Farbe, dazwischen ein schwarzer Löwe mit goldener Krone, auf einem Hutstulp stehend. Die Helmdecke ist rot-weiß im Wechsel.“[154]

StädtepartnerschaftenBearbeiten

 
Wegweiser zu den Partnerstädten auf dem Sternplatz

Die Stadt Bayreuth unterhält Städtepartnerschaften mit folgenden Städten:[155]

Weitere Partnerschaftsverträge mit anderen europäischen Städten sind geplant. Im Gespräch ist derzeit noch die englische Stadt Shrewsbury.[156]

Es besteht weiterhin eine Kulturpartnerschaft mit dem österreichischen Burgenland, ein Kooperationsvertrag mit der chinesischen Stadt Shaoxing, und eine Universitätspartnerschaft der Universität Bayreuth mit der Washington and Lee University in Lexington im US-Bundesstaat Virginia.

Die Stadt Bayreuth wurde 2014 für ihr Engagement zur Förderung des europäischen Gedankens mit der Ehrenplakette des Europarats ausgezeichnet. Das Votum des Europarats fiel einstimmig für Bayreuth aus. Die Auszeichnung ist Anerkennung und Würdigung zugleich für die vielfältigen und erfolgreichen Bemühungen Bayreuths auf europäischem Gebiet. Nach den Statuten des Europarats wird die Ehrenplakette an Kommunen verliehen, die schon seit mehreren Jahren zunächst Träger des Ehrendiploms und anschließend der Ehrenfahne sind. Diese gilt als Vorstufe zum Europapreis, der höchsten Auszeichnung, die der Europarat zu vergeben hat.

PatenschaftenBearbeiten

Im Jahre 1955 wurde die Patenschaft für die vertriebenen Sudetendeutschen aus der Stadt Franzensbad im Okres Cheb übernommen.

Seit 2015 unterstützt die Stadt Bayreuth ein Entwicklungshilfeprojekt in der afrikanischen Gemeinde Tchighozérine in Niger.[157]

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

TheaterBearbeiten

 
Studiobühne in der Röntgenstraße

Das markgräfliche Opernhaus ist ein seit 1748 bestehendes Theater. Es ist Museum und gleichzeitig die älteste heute noch bespielte Szene in Bayreuth. Es gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Das Bayreuther Festspielhaus stammt aus dem 19. Jahrhundert und wird nur bei den Bayreuther Festspielen bespielt. Zur Aufführung kommen nur Werke Richard Wagners.

Die Stadthalle Bayreuth (Mehrzweckanlage in den Mauern der ehemaligen markgräflichen Reithalle) hat kein eigenes Ensemble. Sie wird regelmäßig vom Theater Hof bespielt. Außerdem machen dort Tourneetheater Station.

Die beiden einzigen Theater mit einem eigenen Ensemble sind die Studiobühne Bayreuth und das Amateurtheater Brandenburger Kulturstadl. Spielstätten der Studiobühne in Bayreuth sind das Domizil des Theaters in der Röntgenstraße, das Ruinentheater der Bayreuther Eremitage und der Innenhof der Bayreuther Klavierfabrik Steingraeber & Söhne.

Das Marionettentheater Operla wurde im Jahr 2008 gegründet. Anlässlich des 300. Geburtstages von Markgräfin Wilhelmine wurde das Stück Wilhelmine – Prinzessin am goldenen Faden inszeniert. Seit Januar 2012 finden die Aufführungen in der Steingräber-Passage statt.[158]

MuseenBearbeiten

  • Altstadt-Kult-Museum
der SpVgg Bayreuth, Markgrafenallee 3a
  • Das Andere Museum
Nachdem Franz Joachim Schultz im Jahr 2012 das von ihm gegründete Kleine Plakatmuseum in die Bestände des Kunstmuseums Bayreuth überführt hatte, gründete er in den Räumen in der Friedrich-Puchta-Straße das Andere Museum, einen Musentempel eigener Prägung.
  • Das Archäologische Museum
im Italienischen Bau des Neuen Schlosses, Ludwigstraße 21, wurde 1827 vom Historischen Verein gegründet. In acht Ausstellungsräumen sind unter anderem jungsteinzeitliche Steinäxte, 80 Tongefäße aus der Hallstattzeit und keltischer Bronzeschmuck zu besichtigen. Die ausgestellten Funde, die alle aus dem östlichen Oberfranken mit Schwerpunkt Fränkische Schweiz und Bayreuther Umland stammen, reichen von der Altsteinzeit bis in das Mittelalter. Im experimentellen Bereich findet man einen rekonstruierten Webstuhl, einen Steinbohrer und eine originale Schiebemühle.
wurde im August 2007 im Neuen Schloss, Ludwigstraße 21, eröffnet. Gezeigt werden 80 Werke der niederländischen und deutschen Malerei des späten 17. und des 18. Jahrhunderts.
 
Deutsches Schreibmaschinenmuseum im ehemaligen Leers’schen Waisenhaus
  • Maisel's Brauerei- und Büttnereimuseum
Kulmbacher Straße 40; dort erfährt man auf 2400 Quadratmetern alles über die Weizenbierproduktion. Es wurde 1988 als „umfangreichstes Biermuseum“ ins Guinness-Buch der Rekorde eingetragen (u. a. über 5500 Biergläser und -krüge)
im Neuen Schloss, Ludwigstraße 21
im Haus der Freimaurerloge Eleusis zur Verschwiegenheit, Im Hofgarten 1, mit der Darstellung des Brauchtums der Freimaurer und der Geschichte der Logen.
  • Deutsches Schreibmaschinenmuseum
Bernecker Str. 11, mit einer Sammlung von über 450 historischen Schreibmaschinen der Forschungs- und Ausbildungsstätte für Kurzschrift und Textverarbeitung
 
Franz-Liszt-Sterbehaus und -Museum
An der Feuerwache 4
  • Franz-Liszt-Museum
im Sterbehaus Franz Liszts, Wahnfriedstraße 9, mit ca. 300 Bildern, Handschriften und Drucken aus der Sammlung des Münchener Pianisten Ernst Burger, die 1988 von der Stadt Bayreuth angekauft wurden. Daneben sind ein Stummklavier, der Ibach-Flügel aus dem Haus Wahnfried, Briefe und Werkerstausgaben Franz Liszts zu sehen. Biografische Tafeln, ein Abguss des Taufsteins aus Liszts Geburtsort Raiding sowie die Liszt-Büste von Antonio Galli ergänzen die Sammlung. Der Besucher wird begleitet von der Musik Franz Liszts. Der Ziegelsteinbau auf der ehemaligen „Miedelschen Peunt am Rennweg“ wurde in den späten 1870er Jahren errichtet, seit 1993 beherbergt Liszts ehemalige Wohnung im Hochparterre das Museum.
in der Alten Lateinschule, Am Kirchplatz 4. Es zeigt im Erdgeschoss die Geschichte und Entwicklung Bayreuths vom späten Mittelalter bis in das 20. Jahrhundert mit einem Modell der Stadt im Jahr 1763. Im ersten Stock ist die Abteilung zur Kunst- und Kulturgeschichte der Bayreuther Markgrafenzeit (17. und 18. Jahrhundert) untergebracht. Eine weitere Abteilung zeigt das Kunsthandwerk in Bayreuth und Umgebung mit den Erzeugnissen der Fayencemanufaktur, der Glashütten des Fichtelgebirges und der Steinzeugtöpfer aus Creußen. Malerei, Handwerk und frühe Industrieprodukte aus der Biedermeierzeit und dem späten 19. Jahrhundert runden den Museumsbesuch ab.[159]
  • Iwalewahaus, wechselnde Ausstellungen zeitgenössischer außereuropäischer – insbesondere afrikanischer – Kunst
Wölfelstraße 2
 
Jean-Paul-Museum
im ehemaligen Wohnhaus von Richard Wagners Tochter Eva Chamberlain, Wahnfriedstraße 1, mit Autographen, Erstausgaben der Werke, Porträts und anderem Bildmaterial.
in der Graserschule, Schulstraße 4
  • Jüdisches Museum
in der ehemaligen markgräflichen Münzstätte, Münzgasse 9
  • Katakomben der Bayreuther Aktien-Brauerei
Kulmbacher Straße 60
  • Kleines Plakatmuseum
früher Friedrich-Puchta-Straße 12, jetzt im Kunstmuseum Bayreuth, Maximilianstraße 33
 
Kunstmuseum Bayreuth, Eingang Brautgasse
im Alten Rathaus, Maximilianstraße 33, mit der Helmut- und Constanze-Meyer-Kunststiftung, der Sammlung Georg Tappert, dem Archiv und der Sammlung Caspar Walter Rauh. Die Sammlungen enthalten schwerpunktmäßig Werke aus dem 20. Jahrhundert, darunter Grafiken und Zeichnungen des schwedischen Künstlers Carl Fredrik Reuterswärd.[160]
im Neuen Schloss, Ludwigstraße 21
  • Museum für bäuerliche Arbeitsgeräte
im Lettenhof, Adolf-Wächter-Straße 17
  • Porzellanmuseum Walküre
Gravenreutherstraße 5
Karolinenreuther Straße 58
im Haus Wahnfried, Richard-Wagner-Straße 48, dem Wohnhaus Richard Wagners und Familiensitz bis 1966, seit 1976 Museum mit angegliedertem Nationalarchiv und Forschungsstätte der Richard-Wagner-Stiftung Bayreuth.
  • Schulmuseen
im Richard-Wagner-Gymnasium, Wittelsbacherring 9
 
Wilhelm-Leuschner-Haus mit Gedenkstätte
  • Tabakhistorische Sammlung
der British American Tabacco in den ehemaligen Oberbürgermeisterräumen des Alten Rathauses, Maximilianstraße 33
  • Transport-Museum Wedlich
Ludwig-Thoma-Straße 36
Kanzleistraße 1, zeigt die Geschichte des Lebens in Oberfranken seit Beginn der Welt. Die Ausstellungen wechseln ständig, derzeit sind insbesondere die lebensgroßen Sauriermodelle von Interesse.
in seinem Geburtshaus Moritzhöfen 25
Brandenburger Straße 36

Kunst im öffentlichen RaumBearbeiten

 
Non Violence
  • Der Leuchtbuchstaben-Schriftzug Gluehwürmchen Feuersalamander von Roland Schön ist seit 2011 auf dem Dach des Kolpinghauses installiert. 2008 befand er sich, bei umgekehrter Reihenfolge der Wörter, im Rahmen des Kunstprojekts Parallelaktion im Ehrenhof des Alten Schlosses. Anschließend zierte er fast zwei Jahre lang den Kopfbau der Zentralen Omnibushaltestelle (ZOH).
  • Die seit Mitte 2012 bestehende Installation Verstummte Stimmen im Richard-Wagner-Park unterhalb des Festspielhauses erinnert an die Mitwirkenden der Festspiele, die wegen ihrer jüdischen Herkunft schon vor 1933 diffamiert oder nicht engagiert und in der Zeit des Nationalsozialismus ins Exil vertrieben oder ermordet wurden. Sie sollte bis zum Ende 2013 in Bayreuth bleiben.[161]
  • Eine originale Variante der Skulptur Non Violence des schwedischen Malers und Bildhauers Carl Fredrik Reuterswärd, ein Revolver mit verknotetem Lauf, befindet sich in der Maximilianstraße. Sie wurde am 3. April 2011 aufgestellt,[162] bald darauf von Unbekannten zerstört und steht restauriert seit August 2012 wieder an ihrem Platz.[163]
  • Auf dem Campus der Universität steht auf dem Freigelände hinter der zentralen Bibliothek die Plastik Große Raumkurve Bayreuth, die letzte große Raumkurve des Bildhauers Norbert Kricke.[164][165]
  • Der Förderkreis Skulpturenmeile Bayreuth e. V. will ungewöhnliche Kunstwerke aufstellen, um im Laufe der Zeit zwischen Kunstmuseum und Festspielhügel eine „Achse der Kunst“ mit Werken zeitgenössischer Künstler zu schaffen.
Als Erstes konnte im April 2001 die Bronzeplastik Marsyas I von Alfred Hrdlicka vor dem Kunstmuseum Bayreuth aufgestellt werden.
Im April 2004 folgten drei Stahlskulpturen von Horst Antes im Bayreuther Mühlkanal.[166]
Im Juli 2012 wurde die Skulptur Bayreuther Gruppe von Jürgen Brodwolf an der Stadtkirche eingeweiht.[167]
Seit März 2013 startet vor dem Jean-Paul-Museum Luftschiffer Giannozzo zu seiner im Bordbuch von 1800 festgehaltenen Deutschlandrundfahrt. Die zehn Meter hohe, schwungvoll gekurvte Gitterkonstruktion wurde vom Förderkreis Skulpturenmeile Bayreuth e. V. bei dem Berliner Künstlerkollektiv Inges Idee in Auftrag gegeben.[168]

Bedeutende BauwerkeBearbeiten

Das von Joseph Saint-Pierre entworfene und im Innern von Giuseppe Galli da Bibiena gestaltete markgräfliche Opernhaus wurde zwischen 1744 und 1748 erbaut. Es zählt zu den wenigen im Original erhaltenen Theater- und Opernbauten der damaligen Zeit in Europa und ist ein Juwel unter den Theaterbauten des 18. Jahrhunderts. Am 30. Juni 2012 erhob die UNESCO das barocke Gebäude zum Weltkulturerbe.
Das Richard-Wagner-Festspielhaus auf dem Grünen Hügel wurde in den Jahren 1872–1875 von Otto Brückwald nach Entwürfen von Richard Wagner im Stil der hellenistischen Romantik errichtet. Unter Fachleuten gilt es, was die Entwicklung des Musiktheaters betrifft, als das „wichtigste Opernhaus der Welt“.[169]
Das Haus Wahnfried ist das ehemalige Wohnhaus Richard Wagners am Rande des Hofgartens. Das von Baumeister Carl Wölfel nach den Vorstellungen von Richard Wagner und abgeänderten Plänen des Berliner Architekten Wilhelm Neumann errichtete Gebäude war ein Geschenk König Ludwigs II. von Bayern. Der Bau wurde 1872 begonnen und 1874 fertiggestellt.
 
Rollwenzelei mit Dichterstube Jean Pauls
Das jahrhundertealte vormalige Straßenwärterhaus mit Landwirtschaft und Gastronomie, etwa auf halbem Weg zwischen der Stadt und der Eremitage gelegen, wurde im späten 18. Jahrhundert vom Ehepaar Rollwenzel erworben. Die Wirtin Anna Dorothea erwarb die Freundschaft des Dichters Jean Paul, der sie als die „beste Suppen- und Mehlspeisköchin im Staate Ansbach-Bayreuth“ titulierte. Sie richtete ihrem Stammgast einen eigenen Raum ein, in dem er seine bedeutendsten Werke schrieb.[170] Diese Dichterstube wurde restauriert und kann besichtigt werden.
Das Alte Schloss ist eine unregelmäßige Anlage von Bauten aus unterschiedlicher Zeit.[171] Nachdem es 1753 abgebrannt war, wurde es im April 1945 ein zweites Mal Opfer der Flammen. Die Nationalsozialisten verbrannten dort, am Tag des amerikanischen Einmarsches, belastendes Material, wobei das Feuer auf das Gebäude und die angrenzenden Häuser übergriff. Heute ist hinter der wiederhergestellten Fassade das Finanzamt untergebracht.
Das Neue Schloss wurde ab 1753 erbaut, nachdem ein Feuer im Januar 1753 die bisherige Residenz – das Alte Schloss – größtenteils zerstört hatte. 1758 war es im Wesentlichen fertiggestellt, Baumeister war der markgräfliche Hofbaumeister Joseph Saint-Pierre. Der Italienische Bau wurde nach 1759 für die zweite Ehefrau des Markgrafen, Sophie Karoline Marie von Braunschweig, als alleinstehendes Gebäude südlich des Schlosses gebaut und erst später durch einen Verbindungstrakt mit dem Neuen Schloss baulich verbunden. Architekt war Carl von Gontard.
 
Neues Schloss in der Eremitage
Der Landschaftspark Eremitage ist ein Kleinod des Rokokos und ein Musterbeispiel der Gartenbaukultur des 18. Jahrhunderts. Ab 1715 entstanden unter Markgraf Georg Wilhelm ein kleines Sommerschlösschen und weitere Gebäude als Zentrum einer höfischen Einsiedelei. Die Planungen stammten vom Hofbaumeister Elias Räntz. Markgräfin Wilhelmine veranlasste die Erweiterung des kleinen Schlosses um zwei Seitenflügel. In den Jahren 1749 bis 1753 wurde westlich davon das Neue Schloss errichtet. Es besteht aus zwei gebogenen Flügeln, die vom Mittelteil getrennt sind. Dieser trägt eine vergoldete Quadriga und wird als Sonnentempel bezeichnet, die Seitenflügel bilden heute die Orangerie der Eremitage. Bemerkenswert sind die Anlagen und Wasserspiele der Oberen, Unteren und Inneren Grotte.
Das Ordensschloss im Stadtteil St. Georgen wurde 1727 fertiggestellt. Bis zum Ende der Ära der Markgrafen war es Lustschloss und Austragungsort vieler großer Veranstaltungen. Eine der Hauptattraktionen war der 1775 stillgelegte Brandenburger Weiher, auf dem mit sechs größeren Segelschiffen und entsprechenden Mannschaften Seeschlachten inszeniert wurden. Heute ist das Schloss Bestandteil der JVA St. Georgen-Bayreuth, eine Besichtigung des aufwendig restaurierten Ordenssaales ist nur in Ausnahmefällen möglich.
1754 ließ der markgräfliche Minister Freiherr von Reitzenstein das Schloss in seiner heutigen Form errichten. Bereits wenige Jahre später erwarb es Markgraf Friedrich und schenkte es seiner zweiten Frau Sophie Caroline Marie von Braunschweig-Wolfenbüttel. Nach dieser wurde es auch Carolinenruhe genannt.
 
Jagdschloss Thiergarten
Markgraf Georg Wilhelm ließ das Gebäude an der Stelle eines Vorgängerbaus durch Johann David Räntz errichten. Es beherbergt seit 2010 eine private internationale Schule.
Der Bau des Gebäudes mit Barockgarten und Teehaus nach Plänen von Charles Philippe Dieussart stammt aus den Jahren 1687 bis 1692. Das barocke Schlösschen befindet sich in Privatbesitz.
Die Burggüter, auch als Freihäuser bezeichnet, waren privilegierte Gebäude vor allem lokaler Adelsfamilien in der Nähe der Stadtmauer. In der Kanzleistraße befinden sich das Seckendorffer und das Nanckenreuther Burggut, in der Sophienstraße das Burggut Plassenberg.
 
Mohren-Apotheke am Marktplatz
  • Mohren-Apotheke
Die Mohren-Apotheke gehört zu den ältesten erhaltenen Gebäuden der Stadt. Der Apotheker Johann von Gera ließ es 1610 durch den Hofbaumeister Michael Mebart an der Stelle einer Brandruine (Stadtbrand von 1605) errichten. Im Jahr 1614 erhielt der Apotheker Wolfgang Schmauß die Konzession für die Apotheke zum Goldenen Greif, die Namensänderung in Mohren-Apotheke erfolgte im 18. Jahrhundert.[172]
Markgraf Georg Friedrich Karl ließ das Gebäude als Waisenhaus und Armenschule in den Jahren 1732/33 errichten. 1804 wurde das Gymnasium (spätere Königlich Bayerische Studienanstalt, seit 1952 Gymnasium Christian Ernestinum) dorthin verlegt. Seit dessen Umzug in einen Neubau in der Albrecht-Dürer-Straße wird der Bau als Verwaltungsgebäude genutzt.[173]
Das dreigeschossige Gebäude wurde im Oktober 1904 fertiggestellt. Drei im Jugendstil gestaltete Innenräume wurden vor ihrem Einbau auf der Weltausstellung von St. Louis, USA, gezeigt, wo sie hohe Auszeichnungen erhielten.[174]
Der Siegesturm auf der Hohen Warte am nördlichen Stadtrand ist ein 17 Meter hoher Aussichtsturm, der zum Gedenken an den Sieg im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 erbaut wurde.

Kirchen, Synagogen und MoscheenBearbeiten

 
Stadtkirche
 
Schlosskirche
Das markante Gebäude mit seinen zwei 50 m hohen Türmen ist die Hauptpfarrkirche der protestantisch geprägten Stadt.[175] In den Untergeschossen des Nordturms erhaltene Reste deuten auf ein Vorgängerbauwerk hin, das am 9. November 1194 geweiht wurde. Der aktuelle Bau wurde zwischen 1437 und 1495 errichtet, seit 1668 haben die Türme ihre Gestalt mit welschen Hauben und steinerner Brücke.[176]
Die erste Weihe des gotischen Bauwerks erfolgte 1439, ab den Jahren 1576/77 kam es zu einer umfassenden Erneuerung im Stil der Renaissance. Nach Plänen des Bayreuther Hof-Architekten Joseph Saint-Pierre wurde zwischen 1748 (Grundsteinlegung) und 1750 (Weihe) das jetzige Gebäude errichtet.[177]
Die aus dem 18. Jahrhundert stammende Schlosskirche birgt in ihrer Fürstengruft die Marmorsärge der für die Stadtentwicklung bedeutenden protestantischen Markgräfin Wilhelmine und ihrer Familie. In bayerischer Zeit wurde sie 1813 der katholischen Pfarrgemeinde der Stadt übergeben. Der 1565 errichtete achteckige Turm ist ein Profanbau,[178] das weithin sichtbare Kreuz wurde 1964 unter Umgehung des Stadtrats auf seine Spitze gesetzt.[179]
Die Bayreuther Synagoge wurde am 15. März 1760 (Sabbath Para 5520) eingeweiht. In der Nacht des 9. November 1938 wurden die Räume geplündert und zerstört, aufgrund seiner unmittelbaren Nähe zum markgräflichen Opernhaus entging das Gebäude aber der Brandlegung.[180]
  • Reformierte Kirche
Seit 1755 befindet sich die Kirche im Palais von Gleichen, einem ehemaligen Adelshaus.
Die Ordenskirche, auch Sophienkirche genannt, liegt im 1811 eingemeindeten Sankt Georgen. Das barocke Bauwerk wurde 1711 geweiht.
Der Stadtteil Neuer Weg und das Bahnhofsviertel erhielten in den 1950er Jahren ein Kirchengebäude. Das markante Bauwerk mit drei Türmen wurde auf Ruinengrundstücken errichtet.[181]
  • Kreuzkirche
im Stadtteil Kreuz, eingeweiht am 23. Oktober 1960. Das seit 1897 jährlich im Spätsommer stattfindende Volksfest Kreiza Kerwa (Kreuzer Kirchweih) hat indes einen profanen Ursprung.[182]
  • Erlöserkirche im Stadtteil Altstadt, eine moderne Backsteinkirche, 1956 eingeweiht
  • Pfarrkirche St. Johannis
  • kath. Pfarrkirche St. Hedwig im Stadtteil Altstadt, 1960 eingeweiht. Gilt mit ihrer Fassade aus unbehauenem Jurakalk als eines der schönsten Bauwerke des Architekten Emil Steffann.

Parkanlagen und FriedhöfeBearbeiten

 
Untere Grotte in der Eremitage
 
Eingang des Ökologisch-Botanischen Gartens

Im Osten der Innenstadt liegt der Hofgarten am Neuen Schloss, im Süden davon der Röhrensee mit dem gleichnamigen Park und einem kleinen Zoo. Unterhalb des Festspielhauses, am Grünen Hügel, befindet sich der Festspielpark und an der Dürschnitz, östlich des Stadtzentrums, mit dem kleinen Miedelsgarten einer der Lieblingsplätze Jean Pauls.[183] Der Ökologisch-Botanische Garten am südlichen Stadtrand gehört zur Universität Bayreuth.

Die bekannteste unter allen Parkanlagen Bayreuths ist die Eremitage im Stadtteil St. Johannis. Mit einer Gesamtfläche von fast 50 Hektar ist sie der größte Park der Stadt.

Bayreuth wurde im Frühjahr 2009 als Veranstalter für die Bayerische Landesgartenschau 2016 ausgewählt.[184] Aus diesem Grund ist in den oberen Mainauen, zwischen dem Volksfestplatz und der Autobahn A 9, eine weitere, ausgedehnte Grünanlage entstanden.[185]

Der älteste existierende Friedhof Bayreuths ist der Stadtfriedhof mit einer Reihe von Grabdenkmälern berühmter Persönlichkeiten. Am Südrand des Ortsteils Saas liegt der Südfriedhof mit einem Krematorium. Eigene Friedhöfe besitzen die Stadtteile St. Johannis und St. Georgen. Der Jüdische Friedhof befindet sich an der Nürnberger Straße im Südosten der Stadt. Am Rand des Stadtteils Altstadt existierte früher mit dem Schelmängerlein, in unmittelbarer Nähe des Galgens, eine Begräbnisstätte für Hingerichtete.

Im Stadtgebiet liegen mehrere Natura-2000-Gebiete mit einer Gesamtfläche von fast 200 ha; dazu gehören das obere und das untere Rotmaintal sowie das Misteltal und der Park der Eremitage.[186]

Natur- und LandschaftsschutzgebieteBearbeiten

Am Nordostrand der Stadt existiert mit dem Muschelkalkgebiet am Oschenberg ein Naturschutzgebiet (NSG-00739.01)[187]. Ergänzend gibt es neun Landschaftsschutzgebiete, fünf FFH-Gebiete und drei ausgewiesene Geotope (Stand März 2016).

Siehe auch:

NaturdenkmälerBearbeiten

  • Gesteinsverwerfungen an der Hohen Warte.
  • Rhätsandstein-Felsengruppe auf dem 411 m hohen Buchstein, 600 m südöstlich von Geigenreuth in der Gemarkung Meyernberg (Geotop-Nummer 462R001).
  • Geologischer Aufschluss Bodenmühlwand, ca. 200 m südöstlich der Bodenmühle, Gemarkung Wolfsbach (Geotop-Nummer 462A001).
  • Teufelsgraben mit Teufelsbrücke, Donndorf (Geotop-Nummer 462R002).

Gewässer und BrunnenBearbeiten

 
Famabrunnen
 
Herkulesbrunnen, im Hintergrund die 2007 aufgegebene zentrale Omnibushaltestelle in der Fußgängerzone Maximilianstraße

Bedeutendstes Fließgewässer ist der Rote Main, der die Stadt von Ost nach West durchquert. Zwei Flutkatastrophen von 1907 und 1909 waren Anlass für die zwischen 1913 und 1916 erfolgte Regulierung, das Flussbett wurde verbreitert und kanalisiert. Mit dem Bau des Stadtkernrings verschwand es in den 1970er Jahren teilweise unter einer Betondecke,

Sein im Innenstadtbereich ebenfalls gedeckelter künstlicher Seitenarm Mühlkanal erhielt in den Jahren 1997/98 am La-Spezia-Platz einen neuen, offenen Lauf.[188] Im Gegensatz zum Roten Main ist dieser Wasserlauf über stufenförmige Terrassen erreichbar.

Während die Warme Steinach bereits am östlichen Stadtrand in den Roten Main mündet, verläuft die Mistel, in Bayreuth Mistelbach genannt, länger im Stadtgebiet. Der Bach wurde zwischen dem Stadtteil Altstadt und seiner Mündung in den Roten Main reguliert und optisch renaturiert.

Der Sendelbach ist im Stadtbild weitgehend unsichtbar und fast nur in Höhe der Moritzhöfenbrücke noch erkennbar. Sein ebenfalls unterirdisch kanalisierter Zufluss Tappert speist den Zierkanal im Hofgarten. Sein südlicher Zufluss Aubach liefert das Wasser für den Röhrensee.

Der von einer Parkanlage mit Tiergehegen umgebene Röhrensee ist das größte stehende Gewässer der Stadt. Der Vorläufer dieses künstlichen Teichs war im 17. Jahrhundert angelegt worden, um in seinem Wasser Holzröhren zu lagern. Sie waren für eine Wasserleitung von den nahegelegenen Quellhöfen zur Innenstadt bestimmt, die dort vier Brunnen speiste.

Von den einstigen Ziehbrunnen in der Innenstadt ist kein funktionsfähiger mehr erhalten. Bei historischen Ausgrabungen im Rahmen der Umgestaltung des Marktplatzes wurden über 20 ehemalige Brunnenschächte sowie ein Teil des ehemaligen Kanalverlaufes des Tapperts aus Sandstein gefunden. Einer der Brunnen wurde im Durchgang zwischen Spital und Rotmaincenterbrücke wiederhergestellt.

Vor allem aus der Markgrafenzeit stammt eine größere Anzahl von Zierbrunnen:

  • Famabrunnen auf dem Marktplatz, 1708 von Elias Räntz geschaffen[189]
  • Herkulesbrunnen auf dem Marktplatz, um 1732[190]
  • Markgrafenbrunnen vor dem Neuen Schloss, eine barocke Brunnenanlage von Elias Räntz aus dem Jahr 1699[191]
  • Neptunbrunnen auf dem Marktplatz von 1755[192]
  • Obeliskenbrunnen von 1789 neben der Stadtkirche an der Stelle des 1508 errichteten Beinhauses[193]
  • Reiterbrunnen auf dem Sternplatz von 1922[194]
  • Wittelsbacherbrunnen an der Opernstraße von 1914[195]

Auf dem Marktplatz wurde, in Anlehnung an den ursprünglichen Lauf des Tappert, 2010 eine wasserführende Zierrinne mit begehbarem Brunnen und Wasserspielplatz als Stadtbächlein neu geschaffen.

StiftungenBearbeiten

  • Emil-Warburg-Stiftung (Universität Bayreuth), benannt nach dem Physiker Emil Warburg.
  • Otto-Warburg Chemie-Stiftung (Universität Bayreuth), benannt nach dem Chemiker und Nobelpreisträger Otto Warburg, Sohn von Emil Warburg.
  • Richard-Wagner-Stiftung Bayreuth
  • Hospital-Stiftung der Stadt Bayreuth
  • Bernd-Mayer-Stiftung, umfangreiche Sammlung an Fotos und Dokumenten zur Geschichte von Bayreuth Bernd Mayer.
  • Brigitte Merk-Erbe-Stiftung, Stiftung der Oberbürgermeisterin zur Stärkung von gemeinnützigen Bayreuther Vereinen.

FreizeiteinrichtungenBearbeiten

  • Öffentliche Bäder
     
    Eingangsbereich der Lohengrin Therme
    • Das Altstadtbad ist ein speziell für Kinder geschaffenes städtisches Freibad an der Fantaisiestraße. Es verfügt über ein Nichtschwimmerbecken, ein flaches Becken für Kleinkinder, Spielgeräte und eine große Liegewiese. Der Eintritt ist frei.
    • Freiluftbad Bürgerreuth (mit Kneippanlage)
    • Das Kreuzsteinbad ist das größte Freibad der Stadt. Markant ist der 10-Meter-Sprungturm am Sprungbecken. Daneben gibt es ein 50-Meter-Schwimmbecken, ein Wellenbecken, ein Becken für Kleinkinder und eine 85 Meter lange, gewundene Großrutsche. Der Eingang befindet sich an der Frankengutstraße.
    • Hallenbad des Schwimmvereins SVB
    • Lohengrin Therme (im Ortsteil Seulbitz mit Stellplatz für Wohnmobile)
    • Das Stadtbad ist das älteste Hallenbad in Oberfranken.[196] Das Bad in der Kolpingstraße wurde 1929 eröffnet und Mitte der 90er Jahre grundlegend erneuert. Es verfügt über ein 25 Meter langes Schwimmbecken, dazu existieren ein Planschbecken, ein Lehrschwimmbecken sowie eine Saunalandschaft.
  • Tierpark, generationenübergreifende Spielanlage und Kahnverleih am Röhrensee
  • Gastronomie
Als Festspiel- und Universitätsstadt verfügt Bayreuth über ein umfangreiches Angebot an Kneipen und Restaurants. Legendär ist das Traditionsgasthaus Eule, eine beliebte Adresse für Künstler und Festspielgäste und, nach längerer Zeit unter neuer Leitung wiedereröffnet, gesuchter Anlaufpunkt für Touristen.
Erwähnenswert ist das Lesecafé Samocca im Gebäude der Volkshochschule und Stadtbibliothek „RW21“ (Richard-Wagner-Str. 21). Das Café ist in die Bibliothek integriert und wird von Menschen mit Behinderungen geführt.[197]
  • Kinos
 
Cineplex-Kino nördlich des Rotmaincenters, 2012
Von den traditionellen Kinos des 20. Jahrhunderts hat keines überlebt. Zuletzt wurden 1999 die Reichshof-Lichtspiele[198] geschlossen, 1997 aber das Cineplex mit mehreren Sälen eröffnet.
  • Internationaler Zirkel Bayreuth
Gemeinsame Einrichtung der Internationalen Gesellschaften in Bayreuth (Deutsch-Französische, Deutsch-Polnische, Deutsch-Tschechische, Deutsch-Englische und Deutsch-Hispanische Gesellschaft Bayreuth), Schulstr. 5. Unter dem Motto Sprachen öffnen Türen gibt es zahlreiche Veranstaltungen, darunter Fremdsprachliche Konversation und den gemeinsamen monatlichen Internationalen Apéritif.[199]

Siehe auch: Bibliotheken und Archive

StadtschreiberBearbeiten

Von Februar bis Juli 2013 war der Berliner Autor Volker Strübing Bayreuths erster Stadtschreiber.[200] Das Jean Paul-Jubiläum bot den Anlass, dieses Amt ins Leben zu rufen. Strübing hat sich in dieser Zeit intensiv mit Jean Paul auseinandergesetzt und in einem Blog seine Erlebnisse kommentiert.[201]

SportBearbeiten

 
Städtisches Stadion
  • Vereinssport
Über 60 Vereine bieten die Möglichkeit, sich in knapp 100 Sportarten zu betätigen. Erfolgreichster Verein der Stadt ist derzeit die Luftsportgemeinschaft Bayreuth mit ihrem Segelflug-Bundesliga-Team: 2002, 2015 und 2018 gewannen die Piloten die Bundesliga, 2015 und 2018 sogar die Segelflug-Weltliga „IGC World League“. 2003, 2005, 2008 und 2010 wurden sie Vize-Meister. Mehrere Deutsche Meister-Titel kann auch das Streethockeyteam der Bayreuth Hurricans vorweisen, welches dreimal Deutscher Vize-Meister (1998/2004/2006) wurde und sogar fünfmal den Titel des Deutschen Meisters (1996/1997/2001/2005/2007) holte. In einer ersten Bundesliga spielt neben Luftsportgemeinschaft und den Hurricans die Basketballmannschaft Medi Bayreuth, die 1999 als BBC Bayreuth gegründet wurde und seit der Saison 2010/11 wieder in der Basketball-Bundesliga vertreten ist. Die Handballer von HaSpo Bayreuth und die Volleyballer des BSV Bayreuth gehen in der Bayernliga und das Eishockeyteam des EHC Bayreuth ging bis 2016 in der Oberliga Süd an den Start. Zur Saison 2016/17 stieg der EHC Bayreuth in die DEL2 auf. Seit der Saison 2014/15 spielt die Mannschaft Damen I der HaSpo Bayreuth unter ihrem Trainer Thomas Hankel in der 3. Bundesliga Ost der Frauen. Dabei wurde in der ersten Saison der 6. Tabellenplatz erzielt.
Bedeutendste Fußballvereine sind die Spielvereinigung Bayreuth (SpVgg) und der ehemalige 1. FC Bayreuth. Für erstere war der Höhepunkt der zweite Platz in der 2. Bundesliga Süd im Jahr 1979, der zur Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur Bundesliga berechtigte. Am 12. Januar 1980 gelang im DFB-Pokal ein 1:0-Sieg gegen den FC Bayern München. Insgesamt zwölf Jahre spielte die SpVgg in der 2. Bundesliga (davon sechs in der eingleisigen), zuletzt in der Saison 1989/90. Seit Herbst 2014 spielt die SpVgg in der Regionalliga.
Vor dem Zweiten Weltkrieg dominierte der 1. FC Bayreuth das Fußballgeschehen in Bayreuth. Die Mannschaft stieg zur Saison 1926/27 in die Bezirksliga Bayern auf, die seinerzeit höchste Spielklasse. 2003 ging die Fußballabteilung des 1. FC im FSV Bayreuth auf.
Die Volleyballspieler der Bayreuther Turnerschaft (BTS), des ältesten und größten Sportvereins der Stadt, fuhren im Dezember 1966 nach Rudolstadt in Thüringen. Es war das erste Mal seit dem Berliner Mauerbau, dass eine westdeutsche Mannschaft in die damalige DDR einreisen durfte.[202]
Glanzzeiten hatte der Sport in Bayreuth auch in den späten 80er- und frühen 90er-Jahren. Die Basketballer von Steiner Bayreuth wurden zweimaliger deutscher Pokalsieger (1987/1988 und 1988/1989), in der Saison 1988/1989 holte man zudem die deutsche Meisterschaft in die Wagnerstadt, das Eishockeyteam des Schwimmvereins Bayreuth (SVB) wurde zweimaliger deutscher Meister der Zweiten Bundesliga Süd und spielte auch ein Jahr in der Eishockey-Bundesliga. Weiterhin war zu dieser Zeit die Tischtennis-Mannschaft von Steiner Bayreuth – damals hieß der Verein noch TTBG Steiner-Optik Bayreuth – erstklassig (seit 1983 Zweite Bundesliga, 1984/85, 1986/87 und 1987/88 1. Bundesliga,[203] 1988 Rückzug[204]) und die Spielvereinigung spielte viele Jahre in der 2. Fußball-Bundesliga. Auch die Tischtennisspieler des 1. FC Bayreuth waren von 1994 bis 1997 in der 1. Bundesliga vertreten.
Rollstuhltanzsport kann man in der Rollstuhltanzgruppe im RSV (Rollstuhlsportverband) Bayreuth ausüben.[205]
1999 fanden in Bayreuth die Weltmeisterschaften im Segelflug statt.
Der älteste noch bestehende Verein der Stadt sind die Vereinigte Schützengilden St. Georgen von 1720 und Bayreuth von 1623 e. V., der aus einer Vereinigung zweier Schützengilden 1950 hervorging.[206]
  • Unabhängige Sportmöglichkeiten
Über das Stadtgebiet verstreut finden sich Bolz-, Basketball- und Beachvolleyballplätze, die kostenlos genutzt werden können. An der südlichen Adolf-Wächter-Straße existiert das Städtische Fitness-Studio im Freien (derzeit geschlossen).[207] Hier gibt es auch einen Trimm-Dich-Pfad im nahegelegenen Wäldchen Wolfsgrube,[208] ein weiterer wurde im Studentenwald angelegt.[209]

Regelmäßige VeranstaltungenBearbeiten

 
Sommernachtsfest in der Eremitage
  • Januar, Mai, Juni, Juli, November und Dezember: Junge Meisterpianisten (Konzertserie junger Pianisten verschiedener Musikhochschulen in den Räumen der Klaviermanufaktur Steingraeber & Söhne)
  • Februar/März: Bayreuther Faschingsumzug und Faschingsmarkt
  • April: Bayreuther Osterfestival (Benefizkonzerte zugunsten krebskranker Kinder)
  • Mai: Musica Bayreuth
  • Juni: Uniopenair
  • Juni: Zeit für Neue Musik
  • Juni: Bayreuther Volksfest. Das erste Volksfest wurde vom 13. bis zum 22. August 1910 vom Fremdenverkehrsverein am Mainflecklein veranstaltet, ein zweites Volksfest gab es erst 1921. In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg fand die nun alljährliche Veranstaltung an der heutigen Albrecht-Dürer-Straße zwischen dem Roten Main und der Bahnstrecke statt. 1964 wurde der heutige Volksfestplatz an der Äußeren Badstraße eröffnet.[210]
  • Juli: Afro-Karibik-Festival
  • Juli: Bayreuther Bürgerfest (jeweils am ersten Juli-Wochenende)
  • Juli: Sankt Georgen swingt, ein Mitte Juli stattfindendes zweitägiges Musikfestival, in dessen Verlauf viele Interpreten / Bands in Hinterhöfen des Stadtteils Sankt Georgen und auf dessen Hauptstraße auftraten.[211] Ab 2018 soll die Veranstaltung im Park Wilhelminenaue stattfinden.
  • Juli: Bayreuther Klavierfestival
  • Juli–August: Bayreuther Festspiele, Sommernachtsfest, Festival junger Künstler (ehem. Jugendfestspieltreffen)
  • August: Kinder-Ferienstadt Mini-Bayreuth mit Kinderparlament auf dem Gelände des SC Kreuz[212]
  • September: Rock in Bayreuth
  • September: Bayreuther Barock (Opernaufführungen im markgräflichen Opernhaus)
  • Oktober: Bayreuther Kneipenfestival
  • Oktober: Bayreuther Museumsnacht (am Tag vor der Zeitumstellung)
  • Oktober: Seit 2008 verleiht die Stadt im Rahmen des Symposions Zukunftsforum Bayreuth der Universität Bayreuth jährlich den Markgräfin-Wilhelmine-Preis der Stadt Bayreuth für Toleranz und Humanität in kultureller Vielfalt

SonstigesBearbeiten

Im Jahr 1990 durfte die britische Heavy-Metal-Band Iron Maiden in Bayreuth nicht auftreten. Die Stadtverwaltung sagte ein geplantes Konzert in der Oberfrankenhalle ab, begründet wurde dies mit dem als „Brutalo-Rock“ bezeichneten Musikstil.[213]

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Im Zukunftsatlas 2016 belegte die kreisfreie Stadt Bayreuth Platz 65 von 402 Landkreisen und kreisfreien Städten in Deutschland und zählt damit zu den Orten mit „hohen Zukunftschancen“.[214]

VerkehrBearbeiten

FernstraßenBearbeiten

Autobahnen:

  • A 9: Berliner RingLeipzigBayreuth–Nürnberg–IngolstadtMünchen. 1937 wurde das Teilstück Leipzig–Nürnberg fertiggestellt.[215] Damit ist sie eine der ältesten Autobahnen in Deutschland mit überregionaler Bedeutung. Der sechsstreifige Ausbau im Bereich Bayreuth wurde 2006 abgeschlossen, am Stadtteil Laineck wurde sie auf einer Länge von 360 m eingehaust. Im Stadtgebiet existieren die beiden Anschlussstellen Bayreuth-Nord und Bayreuth-Süd, wodurch der dazwischenliegende Abschnitt auch eine Funktion als Stadtautobahn aufweist.
  • A 70: SchweinfurtBambergBayreuth. Der Baubeginn für diese Ergänzungsstrecke erfolgte 1937, jedoch konnte erst am 21. November 1958 der erste Abschnitt vom Dreieck Bayreuth/Kulmbach zur Anschlussstelle Kulmbach/Neudrossenfeld als einbahnige Autobahn mit zwei Fahrstreifen in Betrieb genommen werden. Die endgültige Fertigstellung bis Bamberg war erst 1996 abgeschlossen. Die A 70 berührt das Stadtgebiet nicht, ist über die A 9 und das Dreieck Bayreuth/Kulmbach aber schnell erreichbar.

Bundesstraßen:

In der Nachkriegszeit waren alle drei durch Bayreuth führenden Bundesstraßen in der Richard-Wagner-Straße gebündelt. Die durch die untere Maximilianstraße verlaufende B 22 und die vom Mühltürlein kommende B 85 trafen sich am westlichen Ende des Marktplatzes, den sie gemeinsam der Länge nach durchquerten. Aus der Opernstraße kommend stieß am Sternplatz die B 2 dazu. An der Dürschnitz verließen die B 2 und die B 85 den Straßenzug zur Nürnberger Straße hin und blieben bis hinter Pegnitz vereint.

Heute verlaufen die Bundesstraßen über den Stadtkernring, die in weiten Teilen zur Fußgängerzone umgewandelte Innenstadt wird nur noch tangiert.

EisenbahnBearbeiten

 
Hauptbahnhof
 
Logo der Metropolregion Nürnberg

Vom Hauptbahnhof Bayreuth aus führen Hauptstrecken in Richtung Norden nach Neuenmarkt-Wirsberg (und von dort weiter nach Bamberg bzw. über die Schiefe Ebene nach Hof), Südosten nach Weiden und Süden nach Schnabelwaid (mit Anschluss nach Nürnberg über die Pegnitztalbahn). Einzig verbliebene Nebenbahn ist die seit 1993 nur bis Weidenberg betriebene Strecke nach Warmensteinach. Die ehemals ins westliche bzw. nordwestliche Umland führenden Strecken nach Hollfeld und Thurnau (– Kulmbach) sind restlos abgebaut. Die Bahnstrecken rund um Bayreuth sind ausnahmslos eingleisig und nicht elektrifiziert.

Seit 23. Mai 1992 verkehrten zwischen Bayreuth und Nürnberg mit Neigetechnik ausgestattete Dieseltriebwagen der Baureihe 610, die von der damaligen Deutschen Bundesbahn speziell für die kurvenreiche Strecke angeschafft wurden. Diese wurden später durch die Baureihe 612 abgelöst.

Zum Fahrplanwechsel am 10. Juni 2001 wurde die neu geschaffene ICE-Linie 17 (Dresden – Nürnberg im Stundentakt, jeder zweite Zug über Bayreuth) in Betrieb genommen. Zwei Jahre lang verkehrten ICE-TD-Triebzüge mit Neigetechnik der Baureihe 605. Seit dem Fahrplanwechsel 2006/2007 ist Bayreuth nicht mehr an das Fernverkehrsnetz der Deutschen Bahn angeschlossen.

Der IRE Franken-Sachsen-Express bot ersatzweise seit Dezember 2006 bis Dezember 2013 eine Direktverbindung über Hof und Plauen nach Dresden (seit Dezember 2007 im Zwei-Stunden-Takt). Zum Einsatz kamen dabei Dieseltriebwagen mit Neigetechnik der Baureihe 612. Auch gab es eine Regional-Express-Direktverbindung mit solchen Triebwagen über Lichtenfels und Bamberg nach Würzburg.

Seit dem 12. Juni 2011 bedient das Verkehrsunternehmen agilis das neugeschaffene Dieselnetz Oberfranken im Auftrag der Bayerischen Eisenbahngesellschaft und damit den schienengebundenen Nahverkehr im Raum Bayreuth.

Seit Dezember 2013 gibt es von Bayreuth keine Direktverbindungen mehr nach Dresden und nach Würzburg.

Überregionale Verbindungen (Deutsche Bahn AG):

  • RE Bayreuth HbfPegnitz – Nürnberg Hbf (weitgehend im Stundentakt)
  • RE Hof Hbf – Münchberg – Bayreuth Hbf – Nürnberg Hbf (weitgehend im 2-Stunden-Takt)
  • RE Bamberg – Lichtenfels – Kulmbach – Bayreuth Hbf (weitgehend im 2-Stunden-Takt)

Regionalbahnverbindungen weitgehend im Stundentakt (agilis):

  • RB Bad Rodach – Coburg – Lichtenfels – Kulmbach – Bayreuth Hbf
  • RB (Hof Hbf –) Marktredwitz – Kirchenlaibach – Bayreuth Hbf
  • RB Weidenberg – Bayreuth Hbf – Weiden (Oberpf)
Siehe auch

Öffentlicher PersonennahverkehrBearbeiten

 
Stadtbus am Sternplatz
 
Stadtwerke Bayreuth Logo
 
Logo des VGN

Die Stadtbuslinien werden von der Stadtwerke Bayreuth Verkehr und Bäder GmbH betrieben. Zum Teil fahren in deren Auftrag auch Fahrzeuge privater Busunternehmer. 16 Linien (Linien 301 bis 316) fahren Montag bis Freitag überwiegend in einem 20- bzw. 30-Minuten-Takt. Durch Überlagerung von Linien bei gleichzeitig versetzten Fahrzeiten sind größere Stadtteile im 10- bzw. in einem 10-/20-Minuten-Takt erreichbar. Während des Wintersemesters wird darüber hinaus das Angebot der Linie 306 so verdichtet, dass zwischen der Zentralen Omnibushaltestelle (ZOH) und dem Uni-Campus alle 5 Minuten ein Bus fährt. Ansonsten ist am Wochenende der Takt auf 30 Minuten gedehnt, wobei nicht alle Linien verkehren. In den nachfrageschwachen Zeiten (samstags von 6:15 Uhr bis 7:45 Uhr, sonn- und feiertags von 9:15 Uhr bis 13:15 Uhr sowie täglich abends zwischen 19:45 Uhr und 23:45 Uhr, am Wochenende 0:45 Uhr) wird ein auf sechs Linien reduziertes Netz (Linien 321 bis 326) im 30-Minuten-Takt angeboten. Vororte mit wenig Nachfrage werden zu diesen Zeitlagen mit Anruf-Linien-Taxen bedient.

Das Netz ist, mit einer zentral gelegenen Umsteigehaltestelle (ZOH), sternförmig aufgebaut. Einzige Ausnahme bildet die seit 1. Oktober 2015 verkehrende Linie 316, die ohne den Umweg über die ZOH zu nehmen, den Hauptbahnhof im 30-Minuten-Takt direkt mit der Universität verbindet. Ursprünglich lag die ZOH auf dem Marktplatz, in der Straßenmitte der Maximilianstraße. Seit dem 27. Oktober 2007 befindet sich die ZOH auf dem Hohenzollernplatz an der Einmündung der Kanalstraße in den Hohenzollernring. An der ZOH sind auch Haltestellen für Regionalbusse eingerichtet, um ein leichteres Umsteigen zu ermöglichen.

Die Stadtwerke Bayreuth Verkehr und Bäder GmbH ermöglicht die Fahrradmitnahme in den Stadtbussen. Nach 20 Uhr besteht zudem die Möglichkeit, nach vorheriger Anmeldung beim Fahrer auch zwischen zwei regulären Haltestellen auszusteigen, sofern dies verkehrsrechtlich möglich ist. An der Zentralen Omnibushaltestelle informiert ein dynamisches Fahrgastinformationssystem über die nächsten Abfahrten bzw. aktuelle Fahrplanänderungen und Umleitungen. Ebenfalls an der Zentralen Omnibushaltestelle befindet sich das Kundencenter, in dem montags bis samstags verbundweite Fahrplaninformationen und Tickets erhältlich sind.

Der Regionalverkehr wird durch die Omnibusverkehr Franken GmbH bedient. Stadt und Landkreis Bayreuth sind Teil der Metropolregion Nürnberg. Zum 1. Januar 2010 wurde der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) in den Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) integriert.[216] Das gesamte Stadtgebiet Bayreuth entspricht der VGN-Tarifzone 1200, in der die VGN-Stadttarif-Preisstufe D gilt. Für Fahrten über die Stadtgrenze hinaus gilt die VGN-Tarifzonenregelung (Preisstufen 1 bis 10). Bayreuth ist auch Mitglied im deutsch-tschechischen Verkehrsverbund EgroNet.

FahrradverkehrBearbeiten

Ein Radwegenetz ist teilweise vorhanden, dessen Beschilderung ist oft überörtlicher Natur (Beispiel: Haidenaab-Radweg). Durch die unmittelbare Lage am 600 Kilometer langen Main-Radweg ist Bayreuth Anfahrtsziel für mehrere touristische Radreiserouten.

Von einem großen Teil der über 13.000 Studenten[121] der Universität Bayreuth wird das Fahrrad als Alltagsverkehrsmittel genutzt. Die Topografie der Stadt und das Fehlen durchgehender sicherer Routen bereiten Schwierigkeiten und führen teilweise zu problematischen Lösungen. An vielen Stellen werden Radfahrer auf Fußwege und Gehsteige geleitet oder sogar durch Beschilderung zu deren Benutzung gezwungen, was Konflikte mit den Fußgängern birgt. Parkanlagen müssen in der Regel umfahren werden, das Queren des Hofgartens ist seit 2012 auf zwei Wegen aber gestattet.[217] Die Fußgängerzone in der Innenstadt darf weitgehend mit dem Fahrrad befahren werden. Ein Abschnitt der Route von der Universität in die Innenstadt (Univercity) ist als Fahrradstraße ausgeschildert.

Die Fahrradmitnahme in den in Bayreuth abfahrenden DB-Regiozügen und in den Bussen des VGN ist, soweit möglich, kostenpflichtig.[218]

FlugverkehrBearbeiten

Der Verkehrslandeplatz Bayreuth dient der gewerblichen Luftfahrt, dem individuellen Geschäftsreiseverkehr, der allgemeinen Luftfahrt und dem Luftsport. Bis 2002 machte die Fluglinie Frankfurt–Hof dreimal täglich einen Zwischenstopp in Bayreuth.

Der Verkehrslandeplatz am Bindlacher Berg ist auch einer der wichtigsten Stützpunkte für den Segelflugsport in Deutschland, u. a. fanden hier 1999 die Weltmeisterschaften statt. Für die Luftsportgemeinschaft Bayreuth ist der Flughafen Ausgangspunkt für die Flüge in der Segelflug-Bundesliga. Der Verein führt hier auch die Ausbildung im Segelflug und Motorflug durch.

TourismusBearbeiten

  • Jugendherberge an der Universitätsstraße
  • Jugendzeltplatz des Jugendrings
  • Stellplatz für Wohnmobile an der Lohengrin Therme im Stadtteil Seulbitz

Medizinische VersorgungBearbeiten

Krankenhäuser und KlinikenBearbeiten

NotfallpraxenBearbeiten

  • Bayreuther Notfallpraxis der Hausärzte Dokhaus, Spinnereistr. 5
  • Orthopädisch-chirurgische Notfallpraxis im Medcenter, Spinnereistr. 7

TierversorgungBearbeiten

  • Tierärztliche Klinik für Kleintiere mit Notfallbehandlung,[219] Friedrich-von-Schiller-Str. 3 c
  • Tierheim des Tierschutzvereins Bayreuth, Jakobstraße 120

MärkteBearbeiten

  • Wochenmarkt mittwochs und samstags in und vor der Rotmainhalle
  • Viktualienmarkt dienstags und donnerstags auf dem Stadtparkett (Maximilianstraße)
  • Flohmarkt auf dem Gelände des Volksfestplatzes, zweimal jährlich
  • Christkindlesmarkt auf dem Stadtparkett (Maximilianstraße), jährlich, vom Wochenende des Ersten Advent bis zum 23. Dezember[220]

Bedeutende UnternehmenBearbeiten

Die Industrialisierung setzte in der Stadt erst verhältnismäßig spät ein. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden drei Baumwollspinnereien zu den bedeutendsten Betrieben. Daneben ließen sich Porzellan-, Eisen- und Farbenfabriken sowie zwei Dampfziegeleien nieder. Neben Mälzereien existierte eine Vielzahl kleiner Brauer, von denen sich etliche zu einer Gemeinschaftsbrauerei zusammenschlossen.

Nach 1945 setzte auf dem Gelände des trockengelegten Brandenburger Weihers im Norden der Stadt eine rasante wirtschaftliche Entwicklung ein, wobei sich eine Zigarettenfabrik und ein Elektrounternehmen als bedeutendste Betriebe ansiedelten. In den Folgejahren wurden weitere Gewerbegebiete erschlossen. Neuen Industriebetrieben und Dienstleistungsunternehmen stehen aber auch Abwanderungen und Schließungen gegenüber. So ist z. B. die Zahl der ortsansässigen Brauereien auf mittlerweile drei Betriebe geschrumpft.

Aktuell bedeutende UnternehmenBearbeiten

 
Maisel’s Brauerei- und Büttnereimuseum in den historischen Anlagen der Brauerei Gebr. Maisel

Bedeutende Unternehmen der VergangenheitBearbeiten

MedienBearbeiten

Lokale TageszeitungBearbeiten

Nordbayerischer Kurier
Der Nordbayerische Kurier ging am 2. Januar 1968 aus der Fusion der miteinander konkurrierenden lokalen Tageszeitungen Bayreuther Tagblatt und Fränkische Presse hervor. Herausgeber sind Wolfgang Ellwanger und Dr. Laurent Fischer, Chefredakteurin ist Christina Knorz. Die Zeitung erzielt mit weiteren Lokalausgaben eine verkaufte Auflage von 30.062 Exemplaren.[221]

Sonstige PrintmedienBearbeiten

  • Bayreuth4U (Stadtmagazin)
  • Oberfränkische Wirtschaft, (Wirtschaftsmagazin für Oberfranken)
  • Thalia-Festspielmagazin (früher Gondrom´s Festspielmagazin) – erscheint zu den Bayreuther Festspielen
  • Falter – Zeitung für Campuskultur (Studentenzeitung der Universität Bayreuth)
  • Bayreuth Aktuell (Offizielles Veranstaltungsmagazin der Stadt Bayreuth)
  • Festspielzeitung – erscheint einmal jährlich zur Eröffnung der Bayreuther Festspielen

AnzeigenblätterBearbeiten

  • Bayreuther Sonntagszeitung
  • Fränkische Zeitung (FZ); ehemals Bayreuther Anzeiger, Umbenennung Oktober 2008.

Rundfunk und FernsehenBearbeiten

InternetBearbeiten

  • Dispositiv (Medienblog der Universität Bayreuth)[222]
  • Schalltwerk (Webradio der Universität Bayreuth)

Öffentliche EinrichtungenBearbeiten

Die Regierung von Oberfranken ist eine staatliche Mittelbehörde mit 550 Mitarbeitern. Ihr obliegt unter anderem die allgemeine Aufsicht über die staatlichen Behörden sowie die Rechts- und Fachaufsicht, beispielsweise über die oberfränkischen Gebietskörperschaften.[223] Sie vertritt die Staatsregierung in Oberfranken und umgekehrt. In ihrem Zuständigkeitsbereich liegen vier kreisfreie Städte und 210 kreisangehörige Gemeinden bzw. Verwaltungsgemeinschaften.

Bayreuth hat verschiedene Gerichte: Amts-, Land-, Arbeits-, Verwaltungs- und Sozialgericht.

BildungBearbeiten

Erste öffentliche Bildungseinrichtung Bayreuths war die Lateinische Stadtschule, kurz Lateinschule genannt. Ihre Gründung reicht in die Zeit vor 1430 zurück, vermutlich war ihr Standort schon anfangs am heutigen Kirchplatz. 1571 erhielt sie einen Erweiterungsbau, aktuell beherbergt das Gebäude – nach einer Zwischennutzung als Feuerwehrhaus – das Historische Museum.

1529 wurde, auf eine Empfehlung Martin Luthers hin, in der Stadt eine „Deutsche Schule“ eingerichtet. In dieser Elementarschule wurden Kinder im Lesen, Schreiben und Rechnen unterrichtet, damit sie u. a. selbst die Bibel auf deutsch lesen konnten. Sie hatte kein eigenes Gebäude, zunächst begnügte man sich mit – für Knaben und Mädchen getrennten – „Schulstuben“ in Bürgerhäusern. Obwohl es noch keine Schulpflicht gab, schickten bald immer mehr Bürger ihre Kinder dorthin zum Unterricht.[224]

Am 21. März 1742 fand in der Aula des 1664 gegründeten Gymnasiums, das aus der alten Lateinschule hervorgegangen war, die Einweihung der Academia Fridericiana (Friedrichsakademie) statt. Rektor der neuen Universität, die das Gebäude Friedrichstraße 15 bezog und eine theologische, philosophische, medizinische und juristische Fakultät umfasste, wurde Daniel de Superville. Wegen des „unbotmäßigen“ Betragens der 66 Studenten wurde die Universität am 4. Juli 1743 wieder geschlossen und nach Erlangen verlegt.[225] Erst 1958 wurde Bayreuth mit der Umwandlung des Instituts für Lehrerbildung zur Pädagogischen Hochschule der Universität Erlangen-Nürnberg wieder Hochschulstandort.[226]

Von 1810 bis 1825 wirkte in Bayreuth der Pädagoge Johann Baptist Graser als Kreisschulrat. Auf Kosten der Stadt wurde die ehemalige markgräfliche Münzstätte (Münzgasse 9, jetzt Jüdisches Museum) zum Schulhaus umgebaut. 1813 richtete er ein Institut für Lehrerbildung ein, wo fortan Volksschullehrer für Stadt und Land systematisch ausgebildet wurden. 1824 kam neben dem „Münzschulhaus“ eine israelitische Schule hinzu. Zusätzlich zur bis dahin einzigen weiterführenden Bildungsanstalt, dem humanistischen Gymnasium, entstand 1833 im Rückgebäude des Alten Rathauses mit der Kreis-Landwirtschafts- und Gewerbeschule der Vorgänger des Graf-Münster-Gymnasiums. 1867 wurde im Küchenbau des Neuen Schlosses die „höhere Töchterschule“ (heutiges Richard-Wagner-Gymnasium) eingeweiht.[227]

Erste große Volksschule der Stadt wurde mit der am 1. November 1875 eingeweihten Central-Schule die heutige Graserschule. 1902 folgten die Luitpoldschule und 1914 die Altstadtschule. Die Anfänge des beruflichen Schulwesens gehen auf die Sonntagsschulen zurück. Ab 1819 sollten alle Knaben und Mädchen diese „Feiertagsschulen“ besuchen. Eine wirkliche Berufsfortbildungsschule gab es in Bayreuth erst hundert Jahre später.[228]

HochschulenBearbeiten

 
Logo der Universität Bayreuth
 
Campus mit Sprach- und Literaturwissenschaftlicher Fakultät, Mensa und Bibliothek

In der Stadt befinden sich mit der Universität Bayreuth und der Hochschule für evangelische Kirchenmusik der evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern zwei Hochschulen.

Die Hochschule für evangelische Kirchenmusik geht zurück auf die 1948 in Erlangen gegründete Kirchenmusikschule und ist das Nachfolgeinstitut der Fachakademie für evangelische Kirchenmusik Bayreuth. Sie befindet sich an der Kreuzung Wilhelminenstraße/Wittelbacher Ring in einem eigens für ihre Zwecke errichteten Gebäude. In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich das Studierendenwohnheim „Am Campus“ des Evangelischen Siedlungswerkes (ESW).

Nahezu alle Einrichtungen der Universität befinden sich auf dem Campus, der sich südlich des Stadtteils Birken auf dem Gelände des ehemaligen Exerzierplatzes erstreckt.[229]

Schwerpunkte der 1975 gegründeten Universität sind die Rechts- und Wirtschaftswissenschaften, Afrikanistik, Materialwissenschaften, Biowissenschaften, Bio- und Umweltingenieurwesen. Hierbei bietet die Universität interdisziplinäre Studiengänge sowie Zusatzausbildungen. Beispiele hierfür sind etwa die wirtschaftswissenschaftliche Zusatzausbildung für Juristen sowie Studiengänge wie Gesundheitsökonomie, Sportökonomie und der Bachelor-Studiengang Philosophy & Economics.

Beim Elitenetzwerk Bayern ist sie mit den Studiengängen Advanced Materials and Processes, Finance and Information Management und Macromolecular Science beteiligt sowie mit den Doktorandenkollegs Structure, Reactivity and Properties of Oxide Materials, Leitstrukturen der Zellfunktion und Global Change Ecology.[230]

Eine Besonderheit der Universität Bayreuth stellt der rund 16 ha große Ökologisch-Botanische Garten (ÖBG) dar. Er ist seit 1978 eine Zentrale Einrichtung der Universität. Forschung, Lehre und Öffentlichkeitsarbeit bilden die Leitmotive des ÖBG.

Einzigartig im deutschsprachigen Raum ist das Institut für Afrikastudien (kurz IAS genannt). Es fördert und koordiniert die Afrikastudien von 14 Disziplinen der Universität Bayreuth, die sich auf vier ihrer sechs Fakultäten verteilen.

GymnasienBearbeiten

 
Richard-Wagner-Gymnasium
 
Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium
Humanistisches, sprachliches und naturwissenschaftlich-technologisches Gymnasium mit etwa 750 Schülern (Stand: Anfang Schuljahr 2011/12). Die 1664 gegründete Schule ist das älteste Gymnasium der Stadt, am jetzigen Standort befindet sie sich jedoch erst seit 1966.
Naturwissenschaftlich-technologisches, sprachliches und europäisches Gymnasium mit etwa 940 Schülerinnen und Schülern (Stand 2015)[231]. 1833 als Kreis-Landwirtschafts- und Gewerbeschule gegründet, bezog die Schule 1910 als Königliche Kreisoberrealschule für Oberfranken das heutige Hauptgebäude. 1966 erhielt die Oberrealschule (im örtlichen Sprachgebrauch: OR) ihren jetzigen Status und Namen.[232] Bis in die 1970er Jahre hinein handelte es sich um eine reine Knabenschule, Mädchen waren nur in Ausnahmefällen in der Oberstufe zugelassen.
  • Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium (MWG)
Musisches und sprachliches Gymnasium mit etwa 780 Schülern (Stand: Schuljahr 2008/2009). Der monumentale Prachtbau wurde im ausgehenden 19. Jahrhundert als Königliche Lehrerbildungsanstalt auf freiem Feld errichtet.[233] 1949 wurde der Lehrerbildungsanstalt eine „Oberschule in Kurzform“ angegliedert, die ihren Absolventen nach sieben Schuljahren den Zugang zum Volksschullehrerstudium ermöglichte. 1954 wurde letztere in Deutsches Gymnasium umbenannt, 1964 verließ die mittlerweile als Pädagogische Hochschule bezeichnete Lehrerbildungsanstalt das Gebäude. Das Gymnasium erhielt im Schuljahr 1965/66 seinen aktuellen Namen.[234] Namenspatin ist die Bayreuther Fürstin Wilhelmine.
  • Richard-Wagner-Gymnasium (RWG)
Sprachliches, wirtschaftswissenschaftliches und sozialwissenschaftliches Gymnasium mit etwa 900 Schülern (Stand: Schuljahr 2006/07). Das Schulgebäude der damaligen Höheren Töchterschule wurde 1908 eingeweiht, 1930 wurde aus der Städtischen Höheren Mädchenschule das zunächst sechstklassige Mädchenlyzeum. 1939 wurde es in eine achtklassige Oberschule für Mädchen überführt und 1947 zur Oberrealschule für Mädchen. 1965 erhielt die Schule ihren heutigen Namen, 1976 wurde sie auch für Knaben zugänglich.[235]
  • Wirtschaftswissenschaftliches und Naturwissenschaftliches Gymnasium der Stadt Bayreuth (WWG)
mit wirtschaftswissenschaftlichem Schwerpunkt und Naturwissenschaftlich-Technologischem Gymnasium, etwa 1200 Schüler (Stand: Schuljahr 2006/07).

Real- und OberschulenBearbeiten

  • Alexander-von-Humboldt-Realschule Bayreuth (Staatliche Realschule Bayreuth I)
  • Johannes-Kepler-Realschule (Staatliche Realschule Bayreuth II)
  • Staatliche Fachoberschule und Berufsoberschule Bayreuth

BerufsschulenBearbeiten

  • Staatliche Berufsschule I (Gewerbliche Ausbildungsberufe und IT-Berufe), am 1. September 1957 eingeweiht[106]
  • Staatliche Berufsschule II (Kaufmännische Ausbildungsberufe)
  • Staatliche Berufsschule III (Landwirtschaft, Gartenbau, Hauswirtschaft)

BerufsfachschulenBearbeiten

  • Staatsinstitut für die Ausbildung von Förderlehrern
  • Staatsinstitut für die Ausbildung von Fachlehrern
  • Staatliche Berufsfachschule für Hauswirtschaft
  • Staatliche Berufsfachschule für Sozialpflege
  • Staatliche Berufsfachschule für Kinderpflege
  • Multi Lingua – Berufsfachschule für Fremdsprachenberufe
  • Berufsfachschule für Fremdsprachenberufe
  • Bayreuther Berufsfachschule für Kosmetik
  • Berufsfachschule für Diätassistenten der Gemeinnützigen Gesellschaft für soziale Dienste – DAA mbH
  • Berufsfachschule für Ergotherapie Bayreuth der Gemeinnützigen Gesellschaft für soziale Dienste – DAA mbH
  • Berufsfachschule für Physiotherapie beim Klinikum Bayreuth
  • Berufsfachschule für medizinisch-technische Laborassistentinnen und Laborassistenten beim Klinikum Bayreuth
  • Berufsfachschule für Krankenpflege am Klinikum Bayreuth
  • Berufsfachschule für Kinderkrankenpflege am Klinikum Bayreuth
  • Berufsfachschule für Krankenpflege mit Weiterbildungsstätte zur Fachschwester/zum Fachpfleger für Psychiatrie am Bezirkskrankenhaus
  • Evangelische Berufsfachschule für Altenpflege
  • Berufsfachschule für Altenpflege des Bayerischen Roten Kreuzes und Berufsfachschule für Altenpflegehilfe des Bayerischen Roten Kreuzes
  • Berufsfachschule für Notfallsanitäter des Bayerischen Roten Kreuzes

FachschulenBearbeiten

  • Fachschule für Heilerziehungspflege
  • Landwirtschaftsschule Bayreuth und Staatliche Höhere Landbauschule Bayreuth
  • Staatliche Technikerschule für Fahrzeugtechnik und Elektromobilität

WirtschaftsschulenBearbeiten

  • Städtische Wirtschaftsschule
  • Private Wirtschaftsschule

Grund- und MittelschulenBearbeiten

  • Altstadtschule
  • Graserschule
  • Schule Herzoghöhe
  • Jean-Paul-Schule
  • Schule Laineck
  • Schule Lerchenbühl
  • Luitpoldschule
  • Schule Meyernberg
  • Grundschule St. Georgen
  • Mittelschule Bayreuth – St. Georgen
  • Schule St. Johannis
  • Albert-Schweitzer-Mittelschule Bayreuth

Sonstige SchulenBearbeiten

  • Dietrich-Bonhoeffer-Schule (Private Schule zur Lernförderung)
  • Dr.-Kurt-Blaser-Schule (Private Schule zur Lebensbewältigung)
  • Markgrafenschule (Schule des Bezirks Oberfranken zur Sprachförderung), im Jahr 2018 130 Schüler in elf Klassen[236]
  • Staatliche Schule für Kranke
  • Janusz-Korczak-Schule Private Schule zur Erziehungshilfe (Grund- und Teilhauptschule)
  • Berufsschule zur sonderpädagogischen Förderung
  • Private Montessori-Schule Bayreuth (staatlich anerkannte integrative Grund- und Hauptschule)
  • Bayreuther Berufsfachschule für Kosmetik
  • Städtische Musikschule
  • Euro-Schulen Bayreuth (Deutschgrundlehrgänge für Aussiedler und Asylberechtigte, Kurse der beruflichen Weiterbildung, Fremdsprachenkurse für Firmen- und Privatkunden sowie Übersetzungsdienste)

Bibliotheken und ArchiveBearbeiten

  • Bibliothek des Bundesarchivs
  • Bibliothek des Deutschen Freimaurermuseums
  • Deutsche Bibliothek für Kurzschrift, Textverarbeitung und Maschinenschreiben
  • Nationalarchiv der Richard-Wagner-Stiftung
  • Stadtarchiv
Öffentliches Archiv zur Geschichte der Stadt Bayreuth im Hof der Spitalkirche, Maximilianstraße 64
  • Stadtbibliothek mit Jugendbücherei
Öffentliche Bibliothek mit Veranstaltungsräumen und Lesecafé Samocca im Haus der Bildung RW21, Richard-Wagner-Straße 21. Im „Sprachencafé“ treffen sich (anmeldungsfrei und unentgeltlich) regelmäßig u. a. offene Konversationsgruppen verschiedener Fremdsprachen.
Öffentliche Bibliothek auf dem Campus der Universität

Sonstige BildungseinrichtungenBearbeiten

  • Industrie- und Handelskammer für Oberfranken – Bildungszentrum
  • Handwerkskammer für Oberfranken – Berufsbildungs- und Technologiezentrum
  • Deutsche Angestellten Akademie (DAA) – Bildungswerk der DAG e. V.
  • Deutsches Erwachsenen-Bildungswerk e. V. (DEB)
  • Institut für berufliche Bildung (BDP)
  • Berufliche Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft gGmbH (bfz)
  • Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Bayreuth, Zweigakademie der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Nürnberg
  • Akademie Handel, Bildungszentrum des Bayerischen Handels e. V.
  • TÜV Akademie GmbH Training Center Bayreuth
  • Ausbildungsstätte für Stenografie und PC-Maschinenschreiben des Stenografenvereins Bayreuth e. V.
  • Landwirtschaftliche Lehranstalten des Bezirks Oberfranken – Landmaschinenschule
  • Evang.-Luth. Predigerseminar

Einrichtungen der ErwachsenenbildungBearbeiten

  • Volkshochschule der Stadt Bayreuth
  • Evangelisches Bildungswerk Bayreuth/Bad Berneck e. V.
  • Evangelische Familien-Bildungsstätte Bayreuth
  • Seniorenbildungshaus Kirchplatztreff
  • Katholische Erwachsenenbildung in der Stadt Bayreuth e. V. (KEB)

AkkreditierungsagenturBearbeiten

Bayreuth ist auch Sitz von ACQUIN einer der sechs Akkreditierungsagenturen, die im Auftrag der Stiftung zur Akkreditierung von Studiengängen in Deutschland die fachlich-inhaltliche Begutachtung von Studiengängen mit den Abschlüssen Bachelor/Bakkalaureus und Master/Magister national und international leistet.

ForschungseinrichtungenBearbeiten

Bayreuth ist Sitz des Kompetenzzentrums für Neue Materialien. Die Neue Materialien Bayreuth GmbH (NMB) ist ein Dienstleistungsunternehmen, das an Innovationen interessierte Firmen in Werkstofffragen berät und anwendungstechnisch unterstützt.

Mit der Überreichung des Zuwendungsbescheides (ZWB) am 2. März 2006 in der Industrie- und Handelskammer (IHK) für Oberfranken fiel der Startschuss für die Fraunhofer-Projektgruppe Prozessinnovation für Unternehmen des ostbayerischen Raumes (PRINZ). Diese steht unter der Leitung von Professor Rolf Steinhilper.

Die Bayerische Akademie der Wissenschaften, Kommission für Mundartforschung, betrieb bis März 2012 das Ostfränkische Wörterbuch in Bayreuth (heute in Fürth). Die Stadt Bayreuth ist weiterhin „Korporativ Förderndes Mitglied“ der Max-Planck-Gesellschaft.[237]

GarnisonBearbeiten

 
Neue Kasernbrücke, Bahnhofstraße und Mainkaserne, um 1900

Über Jahrhunderte war Bayreuth auch Garnisonsstadt. Waren es anfangs markgräfliche Haustruppen, wurden es 1792 bis 1806 Verbände der Preußischen Armee, nämlich das brandenburgische Infanterie-Regiment von Voit und danach das Füsilier-Bataillon von Requard. Zwei Jahre lang war das Grevenitz'sche Infanterie-Regiment unter Oberst von Bonin in Bayreuth stationiert. Nach vierjähriger Besetzung durch Truppen des französischen Kaiserreichs lagen ab 1810 Verbände der Königlich Bayerischen Armee in Bayreuth. Von 1810 bis 1866 waren Teile des 13. Infanterie-Regiments, von 1866 bis 1919 das 7. Infanterie-Regiment in Bayreuth stationiert, von 1832 bis 1866 zusätzlich Teile des 5. Chevaulegers-Regiments und von 1866 bis 1919 das 6. Chevaulegers-Regiment. 1920 bis 1935 stand das III. Bataillon des 21. (Bayerischen) Infanterie-Regiments der Reichswehr in Bayreuth, aus dem das Infanterieregiment 42 der Wehrmacht hervorging. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren Einheiten der US-Armee, ab 1957 zusätzlich Truppen der Bundeswehr und des Bundesgrenzschutzes (BGS) vor Ort. Mit dem Ende des Kalten Krieges endete Anfang der 1990er Jahre weitgehend die Garnisonstradition der Stadt, als die Markgrafenkaserne der Bundeswehr mit dem Panzerartilleriebataillon 125 (Panzerbrigade 12), dem Panzergrenadierbataillon 102, den „Bayreuther Jägern“ (Panzergrenadierbrigade 10) und der II./Luftwaffenausbildungsregiment 3 sowie die Röhrenseekaserne der US-Armee (2nd Armored Cavalry Regiment) aufgegeben wurden. Nur die ehemalige Bundesgrenzschutzabteilung, jetzt Bundespolizeiabteilung, befindet sich noch in ihrer Unterkunft neben der Markgrafenkaserne.

PersönlichkeitenBearbeiten

Söhne und Töchter der StadtBearbeiten

 
Max Stirner, Ausschnitt aus einer Karikatur von Friedrich Engels (1842)[238]

Hauptartikel: In Bayreuth geborene Persönlichkeiten

Bekannteste gebürtige Bayreuther sind der Philosoph Max Stirner, die Politiker Heinrich von Gagern und Wilhelm Leuschner sowie der Schriftsteller Max von der Grün.

Persönlichkeiten, die in Bayreuth gelebt und gewirkt habenBearbeiten

 
Richard Wagner (Porträt von Cäsar Willich), um 1862

Hauptartikel: Bekannte Einwohner von Bayreuth

Unter den Menschen, die in Bayreuth lebten und wirkten, ohne Kinder der Stadt zu sein, ragen drei heraus: die Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth, der Komponist Richard Wagner und der Dichter Jean Paul.

EhrenbürgerBearbeiten

Zu den Ehrenbürgern der Stadt gehören der Reichskanzler Otto von Bismarck, der Dirigent Arturo Toscanini und der Komponist Richard Strauss.

Auszeichnungen der StadtBearbeiten

Seit 1960 verleiht die Stadt Bürgermedaillen und Ehrenringe an Persönlichkeiten, die sich durch besonderes Wirken für das Wohl der Stadt eingesetzt haben:[239] Die mit einer Goldenen Bürgermedaille Ausgezeichneten müssen Bürger der Stadt Bayreuth sein. Die mit einem Goldenen Ehrenring Ausgezeichneten müssen nicht Bürger der Stadt Bayreuth sein.

SonstigesBearbeiten

  • Bayreuth ist der Name des am 2. Mai 2003 in Dienst gestellten Patrouillenbootes der Bundespolizei mit der Hull-Number BG 25.[240] Das Schiff der Bad-Bramstedt-Klasse wurde 2017 von Cuxhaven nach Neustadt in Holstein verlegt und fährt nun im Rahmen der Küstenwache Seestreife in der Ostsee. Das Schiff und die Stadt sind durch eine Patenschaft verbunden.
  • Bayreuth war der Name eines Airbus A 340-311 der Lufthansa, der unter dem Kennzeichen D-AIGK am 23. Dezember 1994 in Dienst gestellt wurde. 2013 wurde die Maschine an die iranische Fluggesellschaft Mahan Air verkauft.[241]
  • Bayreuth ist der Name eines Airbus A 321-231 der Lufthansa, der unter dem Kennzeichen D-AIDB am 23. Dezember 2010 in Dienst gestellt wurde.
  • Bayreuth 1 ist der Titel des 1998 veröffentlichten Albums des deutschen Musikers Joachim Witt. Im Jahre 2000 folgte das Album mit dem Titel Bayreuth 2 und 2006 (nach einigen Alben mit anderen Titeln) dann Bayreuth 3.
  • Die Bayreuther Hütte liegt auf einer Höhe von 1576 m ü. NN oberhalb der Ortschaften Münster und Kramsach im Rofangebirge in Tirol und befindet sich im Besitz der DAV-Sektion Bayreuth. Sie ist Stützpunkt für Wanderungen zu den umliegenden Gipfeln und für zahlreiche Klettertouren.

WahrnehmungBearbeiten

  • Vicco von Bülow alias Loriot im Interview: „Was ist für Sie das vollkommene Glück?“ – „Bayreuth (Ankunft)“. „Das größte Unglück?“ – „Bayreuth (Abfahrt)“.
  • Friedrich Nietzsche in einem Brief an Malwida von Meysenbug 1873: „Ich denke immer noch, irgendwann einmal sitzen wir alle in Bayreuth zusammen und begreifen gar nicht mehr, wie man es anderswo aushalten konnte.“[242]
  • Voltaire beschrieb die Stadt 1743 bei einem Besuch: „Bayreuth ist eine wunderliebe Stadt. Man kann hier alle Annehmlichkeiten des Hofes ohne die Unannehmlichkeiten der großen Welt genießen.“
  • Jean Paul bezeichnete Bayreuth in einer Liebeserklärung als: „Du liebes Bayreuth, auf einem so schön gearbeiteten, so grün angestrichenen Präsentierteller von Gegend einem dargeboten – man sollte sich einbohren in dich, um nimmer heraus zu können.“
  • Thomas Mann bezeichnete die Stadt als einen „Ort suggestiven Schwindels“, für George Bernhard Shaw war Bayreuth eine „furchtbar stumpfsinnige Kleinstadt“.[243]
  • Für Alban Berg war Bayreuth „ein leerer Wahn“, der Satiriker Wiglaf Droste nennt Bayreuth „deutsches Kaff“, „geistiges Erdloch“ sowie einen „Kuhdunghaufen, aus dem turnusmäßig Größenwahnfried quillt“.[243]
  • Dennis Sand von der Zeitung Die Welt skizziert unter der Überschrift „Warum Bayreuth die urdeutsche Hölle auf Erden ist“ das Psychogramm einer von den Festspielen abgesehen eher „kulturlosen“ Stadt mit drei Parallelwelten, geteilt in die Festspielgesellschaft, die Studenten und die Einwohner, die allem Neuen und Fremden gegenüber verschlossen seien.[244]

AnmerkungenBearbeiten

  1. Die Schreibweise des Landesnamens Bayern mit „y“ wurde von Ludwig I. im Jahr 1825 angeordnet. Siehe dazu www.bairische-sprache.at: Bayerisch, Bayrisch oder Bairisch???
  2. Im April 1933 wurden die Stadträte nicht gewählt, sondern die Sitze entsprechend den Ergebnissen der Reichstagswahl des Vormonats verteilt.
  3. Eine Liste der Namen der Opfer findet sich in „Denk / Steine setzen“, herausgegeben von der Geschichtswerkstatt Bayreuth, Bumerang Verlag, Bayreuth 2003. Als jüdische Bayreuther werden dort Menschen betrachtet, die längere Zeit in Bayreuth lebten oder die in Bayreuth geboren waren bzw. die von Bayreuth aus deportiert wurden.

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

nach Autoren / Herausgebern alphabetisch geordnet

  • Susanne Dahm (Mitarb.): Bayreuth. Eine Stadt verändert ihr Gesicht. Druckhaus Bayreuth, 1996, ISBN 3-922808-40-9.
  • Sylvia Habermann: Bayreuther Gartenkunst: Die Gärten des Markgrafen von Brandenburg-Culmbach im 17. und 18. Jahrhundert = Grüne Reihe 6. Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms 1982. ISBN 978-3-88462-012-0
  • Wilhelm Kneule: Kirchengeschichte der Stadt Bayreuth. Degener, Neustadt/Aisch 1973.
    • 1. – Von der Gründung des Ortes um 1180 bis zur Aufklärung um 1810.
    • 2. – Das 19. und 20. Jahrhundert. 1810–1970.
  • Bernd Mayer: Bayreuth wie es war. Gondrom Verlag, Bayreuth 1981.
  • Bernd Mayer: Bayreuth à la Carte. Ellwanger Verlag, Bayreuth 1987, ISBN 3-925361-03-0.
  • Bernd Mayer: Bayreuth Chronik 1989. Gondrom Verlag, Bayreuth 1989.
  • Bernd Mayer: Bayreuth. Die letzten 50 Jahre. 2. Auflage. Gondrom Verlag, Bayreuth 1988.
  • Bernd Mayer: Bayreuth im zwanzigsten Jahrhundert. Nordbayerischer Kurier, Bayreuth 2003.
  • Bernd Mayer, Sylvia Habermann: Bayreuth erleben. Fotos: Reinhard Feldrapp, Wolfg. Bouillon, Stephan Müller. elmar hahn verlag, 2012, ISBN 978-3-928645-10-2.
  • Jakob Müller: Schulmeister und Knochenschnitzer. Archäologische Ausgrabungen in Bayreuth. Bamberg 1996, ISBN 3-931278-01-8.
  • Marieluise Müller: Bayreuth. Gondrom, Bindlach 1993, ISBN 3-8112-0810-1.
  • Stephan Müller: Größlers Manne, Graf Gravina und Marquis Salou, Anekdoten aus Bayreuth. Wartberg-Verlag, Gudensberg-Gleichen 2011, ISBN 978-3-8313-2404-0.
  • Stephan Müller: Bayreuther Festspielgeschichten. Wartberg-Verlag, Gudensberg-Gleichen 2012, ISBN 978-3-8313-2418-7.
  • Stephan Müller: Dunkle Geschichten aus Bayreuth – Schön & Schaurig Wartberg-Verlag, Gudensberg-Gleichen 2018, ISBN 978-3-8313-3230-4.
  • Stephan Müller: 150 Jahre Bayreuther Turnerschaft. Bayreuth 2011.
  • Oliver van Essenberg: Lebensart genießen – in und um Bayreuth. mit Texten von (u. a.) Frank Piontek, Stephan Müller, Stephan H. Fuchs und Monika Beer. selekt-Verlag, Bamberg 2014, ISBN 978-3-9813799-5-2.
  • Wilhelm Müller: Liebenswerte Stadt Bayreuth. Führer durch die Festspiel- u. Universitätsstadt. Sachße-Verlag, Altenplos 1965.
  • Karl Müssel: Bayreuth in acht Jahrhunderten. Geschichte einer Stadt. Gondrom, Bayreuth 1993, ISBN 3-8112-0809-8.
  • Herbert Popp: Bayreuth – neu entdeckt, Ein stadtgeographischer Exkursionsführer. Ellwanger Druck und Verlag, Bayreuth 2007, ISBN 978-3-925361-60-9.
  • Wilhelm Rauh, Ernst Peter Rudolf: Verliebt in Bayreuth. Druckhaus Bayreuth, 1981, ISBN 3-922808-00-X.
  • Gert Rückel: Stadtführer Bayreuth. Gondrom, Bindlach 1992, ISBN 3-8112-0787-3.
  • Stadtverwaltung Bayreuth (Hrsg.): Bayreuth. Mosaik einer Kulturstadt. Bayreuth 1972.
  • Camille de Tournon: Statistik der Provinz Bayreuth, 1809. Über das Fürstentum Bayreuth in napoleonischer Zeit. Hist. Verein Oberfranken, Bayreuth 2003, ISBN 3-87707-599-1.
  • Ingo Toussaint (Hrsg.): Reisen nach Bayreuth. Berichte aus acht Jahrhunderten. Olms, Hildesheim 1994, ISBN 3-487-08354-X.
  • Rainer Trübsbach: Geschichte der Stadt Bayreuth 1194–1994. Druckhaus Bayreuth 1993, ISBN 3-922808-35-2.
  • Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Bayreuth e. V. (Hrsg.): Jüdisches Bayreuth. Verlag Ellwanger Druck, Bayreuth 2010, ISBN 978-3-925361-81-4.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Bayreuth – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  Wikivoyage: Bayreuth – Reiseführer
  Wikiquote: Bayreuth – Zitate
  Wiktionary: Bayreuth – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 13. September 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. a b Rainer Trübsbach: Geschichte der Stadt Bayreuth. 1194–1994. Druckhaus Bayreuth, Bayreuth 1993, ISBN 3-922808-35-2, S. 154.
  3. a b Rainer Trübsbach: Geschichte der Stadt Bayreuth. S. 28.
  4. Rainer Trübsbach: Geschichte der Stadt Bayreuth, S. 24
  5. Karl Müssel: Bayreuth in acht Jahrhunderten. 1. Auflage. Gondrom, Bindlach 1993, ISBN 3-8112-0809-8, S. 25.
  6. Klima & Wetter in Bayreuth bei climate-data.org, abgerufen am 27. August 2017
  7. bayerische-landesbibliothek-online.de
  8. Rainer Trübsbach: Geschichte der Stadt Bayreuth, S. 16.
  9. Karl Müssel: Bayreuth in acht Jahrhunderten, S. 11.
  10. Björn-Uwe Abels, Walter Sage, Christian Züchner: Oberfranken in vor- und frühgeschichtlicher Zeit. Bayreuth 1986, ISBN 3-87052-991-1.
  11. Rainer Trübsbach: Geschichte der Stadt Bayreuth, S. 18 f.
  12. Karl Müssel: Bayreuth in acht Jahrhunderten, S. 12.
  13. Rainer Trübsbach: Geschichte der Stadt Bayreuth, S. 17 f.
  14. a b Rainer Trübsbach: Geschichte der Stadt Bayreuth, S. 20.
  15. a b Rainer Trübsbach: Geschichte der Stadt Bayreuth, S. 23.
  16. a b c d e f g h Jörg Maier, Michael Stettberger u. a.: Bayreuth. Eine Stadt verändert ihr Gesicht. Druckhaus Bayreuth, Bayreuth, ISBN 3-922808-40-9, S. 14.
  17. Karl Müssel: Bayreuth in acht Jahrhunderten, S. 26 f.
  18. Adam Stuhlfauth: Fundberichte zur Vor- und Frühgeschichte im Gebiet der Fränkischen Alb. In: Archiv für Geschichte von Oberfranken, Fünfunddreißigster Band, Drittes Heft, Bayreuth 1991.
  19. Karl Müssel: Bayreuth in acht Jahrhunderten, S. 30.
  20. Karl Müssel: Bayreuth in acht Jahrhunderten, S. 49.
  21. Die Landstraßenkarte von 1501, Liechtenstein Map Collection (Houghton Library), Harvard University Library
  22. Frühwald (Hrsg.): Fränkische Städte und Burgen um 1650 nach Texten und Stichen von Merian, Sennfeld 1991
  23. Karl Müssel: Bayreuth in acht Jahrhunderten, S. 48.
  24. Siehe Dokumentation: Mittelalterliche Leprosorien im heutigen Bayern, ursprünglich in der Zeitschrift Die Klapper, abgerufen am 17. März 2018; das Ersterwähnungsjahr ist dort als „um 1450“ angegeben
  25. Karl Müssel: Bayreuth in acht Jahrhunderten, S. 50.
  26. a b Karl Müssel: Bayreuth in acht Jahrhunderten, S. 51 ff.
  27. a b c d e Jörg Maier, Michael Stettberger u. a.: Bayreuth. Eine Stadt verändert ihr Gesicht, S. 15.
  28. a b c d e Kurt Herterich: Im südöstlichen Bayreuth, S. 53.
  29. Barbara Dölemeyer: Die Hugenotten, S. 140 bei Google books
  30. Bernd Mayer: Kleine Bayreuther Stadtgeschichte, S. 46.
  31. E. Hübschmann u. a.: Bayreuth – umgeguckt und hinterfragt. Bumerang Verlag, Bayreuth 1992.
  32. Eva-Maria Bast, Heike Thissen: Bayreuther Geheimnisse. 1. Auflage. Bast Medien Service, Überlingen 2014, ISBN 978-3-9816796-1-8, S. 91 ff.
  33. Camille de Tournon: Statistique der la Province de Bayreuth, S. 137 (frz.)
  34. Rainer Trübsbach: Geschichte der Stadt Bayreuth, S. 153.
  35. Karl Müssel: Bayreuth in acht Jahrhunderten, S. 139.
  36. Karl Müssel: Bayreuth in acht Jahrhunderten, S. 141.
  37. Karl Müssel: Bayreuth in acht Jahrhunderten, S. 181 f.
  38. Rainer Trübsbach: Geschichte der Stadt Bayreuth, S. 155.
  39. Rainer Trübsbach: Geschichte der Stadt Bayreuth, S. 175 und 178.
  40. Jörg Maier, Michael Stettberger u. a.: Bayreuth. Eine Stadt verändert ihr Gesicht, S. 16.
  41. Rainer Trübsbach: Geschichte der Stadt Bayreuth, S. 180–183.
  42. Bernd Mayer: Bayreuth im zwanzigsten Jahrhundert, S. 51.
  43. Rainer Trübsbach: Geschichte der Stadt Bayreuth, S. 186 und 187.
  44. Rainer Trübsbach: Geschichte der Stadt Bayreuth, S. 189.
  45. Robert Zintl: Bayreuth und die Eisenbahn. S. 17 ff.
  46. Robert Zintl: Bayreuth und die Eisenbahn, S. 107.
  47. a b c d e f g h i j k l Bernd Mayer: Der Bauverein macht Stadtgeschichte in: 90 Jahre Bauverein Bayreuth, S. 11 ff.
  48. Bernd Mayer: Bayreuth im zwanzigsten Jahrhundert, S. 19.
  49. Bernd Mayer: Bayreuth im zwanzigsten Jahrhundert, S. 15.
  50. a b c d Bernd Mayer: Bayreuth im zwanzigsten Jahrhundert, S. 20.
  51. Bernd Mayer: Das große Fest der Arbeitersänger. In: Heimatkurier des Nordbayerischen Kuriers. 2/2004, S. 5.
  52. Bernd Mayer: Bayreuth im zwanzigsten Jahrhundert, S. 26.
  53. a b Bernd Mayer: Bayreuth im zwanzigsten Jahrhundert, S. 29.
  54. Bernd Mayer: Bayreuth im zwanzigsten Jahrhundert, S. 25.
  55. a b Bernd Mayer: Bayreuth im zwanzigsten Jahrhundert, S. 10 f.
  56. Bernd Mayer: Bayreuth im zwanzigsten Jahrhundert, S. 27.
  57. Robert Zintl: Bayreuth und die Eisenbahn. S. 81 und 96.
  58. Bernd Mayer: Bayreuth im zwanzigsten Jahrhundert, S. 12.
  59. Bernd Mayer: Bayreuth im zwanzigsten Jahrhundert, S. 32.
  60. Bernd Mayer: Bayreuth im zwanzigsten Jahrhundert, S. 30.
  61. Bernd Mayer: Bayreuth im zwanzigsten Jahrhundert, S. 36.
  62. Bernd Mayer: Bayreuth im zwanzigsten Jahrhundert, S. 35.
  63. Martin Schramm: Deutscher Tag, Bayreuth, 30. September 1923. In: Historisches Lexikon Bayerns.
  64. Bernd Mayer: Bayreuth im zwanzigsten Jahrhundert, S. 49.
  65. a b c Bernd Mayer: Bayreuth im zwanzigsten Jahrhundert, S. 52.
  66. Bernd Mayer: Bayreuth im zwanzigsten Jahrhundert, S. 42.
  67. Bernd Mayer: Bayreuth im zwanzigsten Jahrhundert, S. 43.
  68. Bernd Mayer: Bayreuth im zwanzigsten Jahrhundert, S. 44.
  69. Bernd Mayer: Bayreuth im zwanzigsten Jahrhundert, S. 46.
  70. Bernd Mayer: Bayreuth im zwanzigsten Jahrhundert, S. 58 f.
  71. a b c d Bernd Mayer: Bayreuth im zwanzigsten Jahrhundert, S. 70.
  72. Peter Engelbrecht: Der Krieg ist aus. Frühjahr 1945 in Oberfranken. Späthling, Weißenstadt 2015, ISBN 978-3-942668-23-1, S. 8.
  73. a b Karl Müssel: Bayreuth in acht Jahrhunderten, S. 198.
  74. Rainer Trübsbach: Geschichte der Stadt Bayreuth, S. 291 ff.
  75. Bernd Mayer: Bayreuth im zwanzigsten Jahrhundert, S. 61.
  76. Bernd Mayer: Bayreuth im zwanzigsten Jahrhundert, S. 69.
  77. a b c Bernd Mayer: Bayreuth im zwanzigsten Jahrhundert, S. 71.
  78. Herbert Popp: Bayreuth – neu entdeckt, S. 70 ff.
  79. a b c d e f Bernd Mayer: Bayreuth im zwanzigsten Jahrhundert, S. 86.
  80. „Auftakt zum Völkermord“ in: Nordbayerischer Kurier vom 9. November 2018, S. 13.
  81. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation. Band 1, Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 119 f.
  82. Bernd Mayer: Bayreuth im zwanzigsten Jahrhundert, S. 68.
  83. Bernd Mayer: Bayreuth im zwanzigsten Jahrhundert, S. 80.
  84. Albrecht Bald, Jörg Skriebeleit: Das Außenlager Bayreuth des KZ Flossenbürg: Wieland Wagner und Bodo Lafferentz im „Institut für physikalische Forschung“. C. & C. Rabenstein, Bayreuth 2003, ISBN 3-928683-30-6.
  85. Bayreuths vergessene Opfer in: Nordbayerischer Kurier vom 27./28. Januar 2018, S. 14.
  86. Wunsch nach einer Gedenkstätte in: Nordbayerischer Kurier vom 30. Juni/1. Juli 2018, S. 15.
  87. Quelle und Einzelheiten → Volksgerichtshof
  88. Weihsmann, Helmut: Bauen unterm Hakenkreuz. Architektur des Untergangs. Promedia, Wien 1998, S. 267.
  89. Joachimsthaler, Anton: Die Breitspurbahn. Das Projekt zur Erschließung des groß-europäischen Raums 1942-1945. Herbig, München 1993, S. 22–43.
  90. Kießling, Regine, Kraut, Giesela, Wanitzek, Ulrich: Großbauten des Staates und der Partei (München, Nürnberg und Berlin). In: Bussmann, Georg und Frankfurter Kunstverein (Hrsg.): Kunst im 3. Reich. Dokumente der Unterwerfung. Zweitausendeins, Frankfurt 1981, S. 106–147.
  91. Weihsmann, Helmut: Bauen unterm Hakenkreuz. Architektur des Untergangs. Promedia, Wien 1998, S. 267.
  92. a b Weihsmann, Helmut: Bauen unterm Hakenkreuz. Architektur des Untergangs. Promedia, Wien 1998, S. 268.
  93. Weihsmann, Helmut: Bauen unterm Hakenkreuz. Architektur des Untergangs. Promedia, Wien 1998, S. 268–271.
  94. Bernd Mayer: Bayreuth April 1945. 1. Auflage. Wartberg, Gudensberg-Gleichen 2004, ISBN 3-8313-1463-2, S. 11.
  95. Bernd Mayer: Bayreuth April 1945, S. 29.
  96. Bernd Mayer: Bayreuth April 1945, S. 32.
  97. Bernd Mayer: Bayreuth April 1945, S. 36.
  98. Engelbrecht, Peter: Der Krieg ist aus: Frühjahr 1945 in Oberfranken. Weißenstadt 2015.
  99. Rainer Trübsbach: Geschichte der Stadt Bayreuth, S. 354.
  100. a b c Bernd Mayer: Bayreuth im zwanzigsten Jahrhundert, S. 82 f.
  101. Bernd Mayer: Wo jeder Zehnte einen Stuhl besaß. In: Heimat-Kurier das historische Magazin des Nordbayerischen Kuriers. Nr. 3/2004.
  102. a b c Bernd Mayer: Bayreuth im zwanzigsten Jahrhundert, S. 87.
  103. Bernd Mayer: Bayreuth im zwanzigsten Jahrhundert, S. 84 f.
  104. Rainer Trübsbach: Geschichte der Stadt Bayreuth, S. 357.
  105. Rainer Trübsbach: Geschichte der Stadt Bayreuth, S. 348.
  106. a b c d e f Bernd Mayer: Bayreuth im zwanzigsten Jahrhundert, S. 102.
  107. a b c Bernd Mayer: Bayreuth im zwanzigsten Jahrhundert, S. 101.
  108. a b Bernd Mayer: Bayreuth im zwanzigsten Jahrhundert, S. 94 f.
  109. Bayernwerk Geschichte bei bayernwerk.de, abgerufen am 3. September 2018
  110. Bernd Mayer: Bayreuth im zwanzigsten Jahrhundert, S. 98.
  111. Bernd Mayer: Bayreuth im zwanzigsten Jahrhundert, S. 91.
  112. Bernd Mayer: Bayreuth im zwanzigsten Jahrhundert, S. 108 u. 119.
  113. a b c Bernd Mayer: Bayreuth im zwanzigsten Jahrhundert, S. 118 f.
  114. a b Bernd Mayer: Bayreuth im zwanzigsten Jahrhundert, S. 111.
  115. Vor 50 Jahren: Computer kommen, Gaslaternen gehen in: Nordbayerischer Kurier vom 10. Oktober 2018, S. 10.
  116. Bernd Mayer: Bayreuth im zwanzigsten Jahrhundert, S. 109.
  117. Eine Passage im Wandel in: Nordbayerischer Kurier vom 7. September 2018, S. 10.
  118. Bernd Mayer: Bayreuth im zwanzigsten Jahrhundert, S. 112 f.
  119. a b Bernd Mayer: Bayreuth im zwanzigsten Jahrhundert, S. 123.
  120. Bernd Mayer: Bayreuth im zwanzigsten Jahrhundert, S. 130.
  121. a b Universität Bayreuth: http://www.nordbayerischer-kurier.de/nachrichten/1876-erstsemester-starten-bayreuth_410030 Medienmitteilung vom 13. Oktober 2015
  122. Bernd Mayer: Bayreuth im zwanzigsten Jahrhundert, S. 126 ff.
  123. Bernd Mayer: Bayreuth im zwanzigsten Jahrhundert, S. 128.
  124. a b c Bernd Mayer: Bayreuth im zwanzigsten Jahrhundert, S. 134 f.
  125. a b c Bernd Mayer: Bayreuth im zwanzigsten Jahrhundert, S. 132 f.
  126. Unfälle auf Volksfesten. In: rhein-zeitung.de. 27. November 1995, abgerufen am 10. Februar 2015.
  127. a b c Bernd Mayer: Bayreuth im zwanzigsten Jahrhundert, S. 152 f.
  128. Bernd Mayer: Bayreuth im zwanzigsten Jahrhundert, S. 140 f.
  129. Bernd Mayer: Bayreuth im zwanzigsten Jahrhundert, S. 142 f.
  130. Bernd Mayer: Bayreuth im zwanzigsten Jahrhundert, S. 150.
  131. Bernd Mayer: Bayreuth im zwanzigsten Jahrhundert, S. 146 f.
  132. Bernd Mayer: Bayreuth im zwanzigsten Jahrhundert, S. 148 f.
  133. Bernd Mayer: Bayreuth im zwanzigsten Jahrhundert, S. 162 f.
  134. a b c Bernd Mayer: Bayreuth im zwanzigsten Jahrhundert, S. 172 ff.
  135. Bernd Mayer: Bayreuth im zwanzigsten Jahrhundert, S. 164.
  136. Bernd Mayer: Bayreuth im zwanzigsten Jahrhundert, S. 158 f.
  137. Bernd Mayer: Bayreuth im zwanzigsten Jahrhundert, S. 128.
  138. Karl Müssel: Bayreuth in acht Jahrhunderten. S. 146.
  139. Die Metropolregion Nürnberg feiert ihr 10-jähriges Bestehen! bei metropolregionnuernberg.de, abgerufen am 18. Juni 2015
  140. Signal auf Grün für VGN-Beitritt bei oberpfalznetz.de, abgerufen am 18. Juni 2015
  141. faz.net: Zum ersten Mal spielte das Israel Chamber Orchestra in Bayreuth – und mit „Siegfried Idyll“ auch zum allerersten Mal Musik von Richard Wagner. Man war bemüht, politische Akzente zu vermeiden. Ganz ausblenden aber ließen sie sich nicht; Live Recording
  142. Karl Müssel: Bayreuth in acht Jahrhunderten. S. 142.
  143. a b c Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 600.
  144. a b Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 669.
  145. formular-server.de: Bevölkerung
  146. www.wiesentbote.de Bayreuth meldet über 74.500 Einwohner
  147. Beiträge zur Statistik Bayerns, Heft 544, Juni 2015 (PDF-Datei).
  148. Karl Müssel: Bayreuth in acht Jahrhunderten, S. 187 f.
  149. Karl Müssel: Bayreuth in acht Jahrhunderten, S. 198 f.
  150. Werner Kolb fordert zum „Aufstehen“ auf in: Nordbayerischer Kurier vom 11. September 2018, S. 11.
  151. Nordbayerischer Kurier vom 19. März 2015, S. 12
  152. Eintrag zum Wappen von Bayreuth in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte, abgerufen am 29. August 2017.
  153. Vollwappen Stadt Bayreuth
  154. § 8 Stadtwappen, Stadtfarben, Amtszeichen. In: Gemeindesatzung der Stadt Bayreuth. 29. Juni 2016, S. 6, abgerufen am 6. September 2017.
  155. Städtepartnerschaften (Memento vom 1. Mai 2015 im Internet Archive)
  156. Stadt ist auf Partnersuche. In: Nordbayerischer Kurier, 6. März 2009.
  157. focus.de: Sitzung des Stadtrats am 26. April
  158. operla.de
  159. Dauerausstellung im Historischen Museum Bayreuth. In: Bayreuth.de. Abgerufen am 20. Mai 2018.
  160. Das Symbol des Friedens steht bald in Bayreuth. In: Der Tip. Ausgabe 421, 6. Mai 2010.
  161. Ausstellung im Park bleibt. In: Nordbayerischer Kurier. 21. August 2012, S. 14.
  162. Reuterswärd Pistole (Memento vom 10. Februar 2013 im Webarchiv archive.is) In: bayreuth4u.de
  163. Nordbayerischer Kurier. 15. August 2012, S. 15.
  164. Nordbayerischer Kurier. 7. Mai 2012
  165. Homepage des Kunstmuseums Bayreuth, abgerufen am 18. August 2012
  166. kulturatlas-oberfranken.de
  167. wiesentbote.de
  168. Balloon – a sculpture for Jean Paul. Englisch. Online auf ingesidee.de, Stand 23. Juli 2013.
  169. Markus Kiesel (Musikwissenschaftler und Architekturhistoriker) in: Nordbayerischer Kurier, 5./6. Mai 2011, S. 13.
  170. Kurt Herterich: Im östlichen Bayreuth. S. 182.
  171. Kurt Herterich: Im Herzen von Bayreuth. S. 47.
  172. Kurt Herterich: Im Herzen von Bayreuth. S. 136.
  173. Kurt Herterich: Im historischen Bayreuth. S. 54.
  174. Kurt Herterich: Im östlichen Bayreuth. S. 14.
  175. Herbert Popp: Bayreuth – neu entdeckt. S. 94.
  176. Kurt Herterich: Im historischen Bayreuth. S. 8.
  177. Kurt Herterich: Im Herzen von Bayreuth. S. 150.
  178. Herbert Popp: Bayreuth – neu entdeckt. S. 97.
  179. Bernd Mayer: Bayreuth – die letzten 50 Jahre. S. 102.
  180. Rainer Trübsbach: Geschichte der Stadt Bayreuth. S. 311.
  181. Herbert Popp: Bayreuth – neu entdeckt. S. 128.
  182. Kurt Herterich: Bayreuth – Kreuz II. S. 82.
  183. Karl Müssel: Bayreuth in acht Jahrhunderten. S. 144.
  184. Bayerischer Rundfunk: Landesgartenschau geht nach Bayreuth (Memento vom 11. Juli 2015 im Internet Archive)
  185. Bayreuth Stadtnachrichten – Amtsblatt der Stadt Bayreuth, Nr. 2, 30. Januar 2009.
  186. Umweltschutzbericht 2011; Amt für Umweltschutz der Stadt Bayreuth
  187. Grüne Liste der Naturschutzgebiete in Oberfranken des Bayerischen Landesamts für Umwelt, abgerufen am 19. Juni 2014.
  188. Kurt Herterich: Vom Bayreuther Schlossturm zum Festspielhügel. S. 29.
  189. historisches-franken.de (Memento des Originals vom 24. September 2015 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.historisches-franken.de
  190. historisches-franken.de (Memento des Originals vom 3. April 2012 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.historisches-franken.de
  191. Kurt Herterich: Im östlichen Bayreuth. S. 12.
  192. Bernd Mayer: Geheimnisvolles Bayreuth. S. 36.
  193. Karl Müssel: Bayreuth in acht Jahrhunderten, S. 53.
  194. Kurt Herterich: Im östlichen Bayreuth. S. 35.
  195. Bayreuther sonntagszeitung vom 21. September 2014
  196. Kurt Herterich: Vom Bayreuther Schloßturm zum Festspielhügel. S. 105.
  197. lfs.bsb-muenchen.de (Memento vom 2. Mai 2012 im Internet Archive)
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  199. dfg-bayreuth.de
  200. nordbayerischer-kurier.de (Memento vom 11. August 2013 im Internet Archive) Kolumne von Volker Strübing beim Nordbayerischen Kurier, abgerufen am 24. Juli 2013.
  201. bayreuthertagebuch.wordpress.com Bayreuther Tagebuch von Volker Strübing, abgerufen am 24. Juli 2013.
  202. „Begegnungen ohne großes Trara“ im Nordbayerischen Kurier vom 31. Oktober 2014, S. 17.
  203. Zeitschrift DTS, 1984/6, S. 32.
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  205. Rollstuhltanzgruppe im RSV Bayreuth abgerufen am 8. Dezember 2011.
  206. Vereinigte Schützengilden St. Georgen von 1720 und Bayreuth von 1623 e. V. Abgerufen am 13. Oktober 2017.
  207. forum.nordbayerischer-kurier.de (Memento vom 12. August 2014 im Internet Archive)
  208. tipbt.de
  209. Baugebiet „Saas – Narzissenweg“ (Memento vom 12. August 2014 im Internet Archive)
  210. Kein Gipfel der Fröhlichkeit in: Nordbayerischer Kurier vom 28. Mai 2018, S. 8.
  211. stgeorgen-swingt.de
  212. Nordbayerischer Kurier vom 7. August 2012, S. 19.
  213. „Iron Maiden“ durften nicht auftreten in: Nordbayerischer Kurier vom 25. Juli 2015, S. 14
  214. Zukunftsatlas 2016. Archiviert vom Original am 2. Oktober 2017; abgerufen am 23. März 2018.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.prognos.com
  215. Herbert Popp: Bayreuth – neu entdeckt. S. 72.
  216. Bus Stadtverkehr Bayreuth
  217. Neue Parkverordnung für den Hofgarten (Memento vom 12. März 2012 im Internet Archive)
  218. Fahrradmitnahme, vgn.de.
  219. tierklinik-bayreuth.de (Memento vom 1. April 2014 im Internet Archive)
  220. bayreuth.de (Memento vom 23. April 2015 im Internet Archive)
  221. laut IVW, drittes Quartal 2018, Mo–Sa (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
  222. Dispositiv (Memento vom 14. Juli 2010 im Internet Archive)
  223. www.regierung.oberfranken.bayern.de Behördenaufsicht, Rechts- und Fachaufsicht. Aufgerufen am 4. März 2011.
  224. Karl Müssel: Bayreuth in acht Jahrhunderten, S. 55 f.
  225. Karl Müssel: Bayreuth in acht Jahrhunderten, S. 100 ff.
  226. Bernd Mayer: Bayreuth im zwanzigsten Jahrhundert, S. 102.
  227. Karl Müssel: Bayreuth in acht Jahrhunderten, S. 147 f.
  228. Rainer Trübsbach: Geschichte der Stadt Bayreuth, S. 220.
  229. Herbert Popp: Bayreuth – neu entdeckt, S. 328.
  230. elitenetzwerk.bayern.de: Elitestudiengänge An der Universität bayreuth
  231. http://gmg-bayreuth.de/das-gmg-stellt-sich-vor/zahlen-fakten/
  232. Kurt Herterich: Im südöstlichen Bayreuth, S. 152 ff
  233. Bernd Mayer: Geheimnisvolles Bayreuth. S. 19.
  234. Kurt Herterich: Im östlichen Bayreuth, S. 155 ff
  235. Kurt Herterich: Durchs südwestliche Bayreuth, S. 152 f
  236. Das Herz Oberfrankens in: Nordbayerischer Kurier vom 10. Oktober 2018, S. 14.
  237. siehe Liste der Korporativ Fördernden Mitglieder der Max-Planck-Gesellschaft (Memento vom 14. Januar 2011 im Internet Archive) (PDF; 445 kB)
  238. „Ruge bei den Berliner ‚Freien‘ (1842)“. Marx-Engels-Werke. Bd. 27, gegenüber S. 400.
  239. Satzung über Auszeichnungen der Stadt Bayreuth
  240. Erst die Frau, dann das Schiff in: Nordbayerischer Kurier vom 18. Mai 2013, S. 20
  241. Lufthansa-A340 fliegen nun im Iran bei aerotelegraph.com, abgerufen am 24. August 2017
  242. Friedrich Nietzsche. Sämtliche Briefe. Kritische Studienausgabe. Band 4. Nr. 297 S. 126: Friedrich Nietzsche: Sämtliche Briefe. Walter de Gruyter, 2003, ISBN 978-3-423-59063-1, S. 126 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  243. a b Bayreuth ist nichts für Anfänger im Nordbayerischen Kurier vom 1. September 2014, S. 9.
  244. Dennis Sand: Warum Bayreuth die urdeutsche Hölle auf Erden ist. In: welt.de. 29. August 2014, abgerufen am 10. Februar 2015.