Neuhaus an der Pegnitz

Marktgemeinde im Landkreis Nürnberger Land in Deutschland

Neuhaus an der Pegnitz (amtlich: Neuhaus a.d.Pegnitz) ist ein Markt im mittelfränkischen Landkreis Nürnberger Land.

Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Neuhaus a.d.Pegnitz
Neuhaus an der Pegnitz
Deutschlandkarte, Position des Marktes Neuhaus a.d.Pegnitz hervorgehoben

Koordinaten: 49° 38′ N, 11° 33′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Nürnberger Land
Höhe: 395 m ü. NHN
Fläche: 23,31 km2
Einwohner: 2837 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 122 Einwohner je km2
Postleitzahl: 91284
Vorwahl: 09156
Kfz-Kennzeichen: LAU, ESB, HEB, N, PEG
Gemeindeschlüssel: 09 5 74 140
Marktgliederung: 11 Gemeindeteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Unterer Markt 9
91284 Neuhaus a.d.Pegnitz
Website: www.neuhaus-pegnitz.de
Erster Bürgermeister: Josef Springer[2] (CSU)
Lage des Marktes Neuhaus a.d.Pegnitz im Landkreis Nürnberger Land
NürnbergNürnbergLandkreis RothLandkreis Erlangen-HöchstadtLandkreis BayreuthLandkreis ForchheimLandkreis Neumarkt in der OberpfalzLandkreis Amberg-SulzbachEngelthaler ForstZerzabelshofer ForstSchönberg (gemeindefreies Gebiet)Rückersdorfer ForstLaufamholzer ForstGünthersbühler ForstForsthof (gemeindefreies Gebiet)Fischbach (gemeindefreies Gebiet)Feuchter ForstBrunn (gemeindefreies Gebiet)Behringersdorfer ForstFeucht (Mittelfranken)Offenhausen (Mittelfranken)Alfeld (Mittelfranken)Altdorf bei NürnbergBurgthannEngelthalHappurgHenfenfeldHersbruckKirchensittenbachLauf an der PegnitzLeinburgOttensoosPommelsbrunnReichenschwandRöthenbach an der PegnitzRückersdorf (Mittelfranken)Schwaig bei NürnbergSchwarzenbruckVelden (Pegnitz)VorraWinkelhaidSchnaittachNeunkirchen am SandSimmelsdorfWinkelhaid (gemeindefreies Gebiet)Haimendorfer ForstNeuhaus an der PegnitzKarte
Über dieses Bild
Neuhaus mit Burg Veldenstein

GeografieBearbeiten

Der Markt gehörte vor der Gemeindegebietsreform zum Landkreis Eschenbach in der Oberpfalz.

NachbargemeindenBearbeiten

Nachbargemeinden sind (im Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Auerbach in der Oberpfalz, Königstein, Hirschbach (alle Landkreis Amberg-Sulzbach/Oberpfalz), Hartenstein, Velden (beide Landkreis Nürnberger Land), Pegnitz (Landkreis Bayreuth/Oberfranken)

GemeindegliederungBearbeiten

Der Markt hat 11 Gemeindeteile:[3]

Folgende Ortsteile wurden zwischen 1960 und 1991 abgebrochen:

GeschichteBearbeiten

Rothenbruck und KrottenseeBearbeiten

Am 1. Januar 1972 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Rothenbruck eingegliedert. Am 1. Juli 1972 kam Krottensee hinzu.[5]

HöfenBearbeiten

Höfen, früher eine Gemeinde im oberfränkischen Landkreis Pegnitz, wurde am 1. Mai 1978 eingemeindet. Es war als Rodungsdorf in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts entstanden. Im Januar 2006 hatte es 136 Einwohner.

MosenbergBearbeiten

Mosenberg, ein Rodungsdorf aus dem 15. Jahrhundert, war früher ein Teil der Gemeinde Höfen. Es liegt in einem schmalen Landstreifen an der Pegnitz und wird als „Wurmfortsatz des Nürnberger Landes“ bezeichnet. Westlich dieses Landstreifens liegt Oberfranken, zu dem es ursprünglich gehörte, das östliche Pegnitzufer gehört zur Oberpfalz. Auf dem Gebiet von Mosenberg befindet sich der 1992 aufgelassene Bahnhof Ranna, von dem früher eine Nebenbahnstrecke nach Auerbach in der Oberpfalz abzweigte. Mosenberg hatte im Januar 2006 288 Einwohner.

PolitikBearbeiten

MarktgemeinderatBearbeiten

Der Marktgemeinderat besteht aus 14 Gemeinderäten und dem Ersten Bürgermeister. Bei den Kommunalwahlen 2008, 2014 und 2020 ergaben sich folgende Sitzverteilungen:

CSU SPD Bürgergemeinschaft Neuhaus und Umgebung Grüne Gesamt
2008 6 5 3 14 Sitze
2014 6 5 3 14 Sitze
2020 6 3 3 2 14 Sitze

BürgermeisterBearbeiten

Erster Bürgermeister ist seit Mai 2008 Josef Springer (CSU). Dieser wurde bei der Kommunalwahl am 15. März 2020 mit 77,43 % der gültigen Stimmen im Amt bestätigt. Die Wahlbeteiligung betrug 72,79 %. Der Bürgermeister gehört als weiteres Mitglied dem Gemeinderat an. Vorgängerin war Heidi Suttner (SPD).

WappenBearbeiten

Blasonierung: „Geteilt von Blau und Rot, oben ein an der Teilungslinie wachsender rot bewehrter und rot gezungter goldener Löwe, unter auf grünem Dreiberg ein runder, vierzinniger, silberner Turm mit in silberne Steine gefasstem schwarzem Bogentor mit halb gezogenem, goldenem Fallgatter.“[7]

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Blick auf Kirche St. Peter und Paul

BauwerkeBearbeiten

Sehenswert sind die Burg Veldenstein über der Marktgemeinde sowie die katholische Kirche St. Peter und Paul.

Natur und FreizeitBearbeiten

 
Talaue im Naturschutzgebiet

Der Ort ist Ausgangspunkt zahlreicher Rad- und Wanderwege.

Geologische Ziele sind:

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

VerkehrBearbeiten

In Neuhaus an der Pegnitz gibt es einen zentral gelegenen Bahnhof an der Bahnstrecke Nürnberg–Cheb. Mehrmals stündlich halten Züge in Richtung Nürnberg sowie stündlich in Richtung Bayreuth und Hof.

Ansässige UnternehmenBearbeiten

Größter Betrieb ist die Großbrauerei Kaiser. Das Kommunalbraurecht ist bis in die Gegenwart erhalten. Mit einem am Haus hängenden Bierstern wird angezeigt, in welcher Gaststätte das Kommunbier ausgeschenkt wird. Zurzeit gibt es noch drei Kommun-Gaststätten, von denen nur zwei regelmäßig aktiv sind. Auch Kaiser Bräu besitzt das Kommunbraurecht und schenkt einmal im Jahr zu Gunsten der lokalen Sportvereine das typische Märzenbier aus.

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt habenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Neuhaus an der Pegnitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Marktgemeinderat. Gemeinde Neuhaus an der Pegnitz, abgerufen am 27. September 2020.
  3. Gemeinde Neuhaus an der Pegnitz in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 25. Dezember 2019.
  4. nur das ehemalige Bahnhofsgelände, nicht identisch mit dem benachbarten Ranna (Auerbach) in der Oberpfalz
  5. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 459.
  6. Kommunalwahlen in Bayern am 15. März 2020, abgerufen am 15. August 2020.
  7. Eintrag zum Wappen von Neuhaus an der Pegnitz in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte