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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Landkreises Landshut Deutschlandkarte, Position des Landkreises Landshut hervorgehobenKoordinaten: 48° 34′ N, 12° 12′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Verwaltungssitz: Landshut
Fläche: 1.347,89 km2
Einwohner: 158.698 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 118 Einwohner je km2
Kfz-Kennzeichen: LA, MAI, MAL, ROL, VIB
Kreisschlüssel: 09 2 74
Kreisgliederung: 35 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Veldener Straße 15
84036 Landshut
Website: www.landkreis-landshut.de
Landrat: Peter Dreier (Freie Wähler)
Lage des Landkreises Landshut in Bayern
Weiden in der OberpfalzStraubingWürzburgSchwabachSchweinfurtRegensburgRosenheimNürnbergNürnbergPassauLandshutMemmingenKaufbeurenKempten (Allgäu)IngolstadtFürthHofErlangenCoburgBayreuthBambergAugsburgMünchenAschaffenburgAmbergAnsbachLandkreis WürzburgLandkreis Wunsiedel im FichtelgebirgeLandkreis Weißenburg-GunzenhausenLandkreis Weilheim-SchongauLandkreis UnterallgäuLandkreis TraunsteinLandkreis TirschenreuthLandkreis Straubing-BogenLandkreis StarnbergLandkreis SchweinfurtLandkreis SchwandorfLandkreis Rottal-InnLandkreis RothLandkreis RosenheimLandkreis Rhön-GrabfeldLandkreis RegensburgLandkreis Pfaffenhofen an der IlmLandkreis RegenLandkreis PassauLandkreis OstallgäuLandkreis OberallgäuLandkreis Nürnberger LandLandkreis Neu-UlmLandkreis Neustadt an der WaldnaabLandkreis Neustadt an der Aisch-Bad WindsheimLandkreis Neumarkt in der OberpfalzLandkreis Neuburg-SchrobenhausenLandkreis MünchenLandkreis Mühldorf am InnLandkreis MiltenbergLandkreis MiesbachLandkreis Main-SpessartLandkreis Lindau (Bodensee)Landkreis LichtenfelsLandkreis LandshutLandkreis Landsberg am LechLandkreis KulmbachLandkreis KronachLandkreis KitzingenLandkreis KelheimLandkreis HofLandkreis HaßbergeLandkreis GünzburgLandkreis Garmisch-PartenkirchenLandkreis FürthLandkreis FürstenfeldbruckLandkreis Freyung-GrafenauLandkreis FreisingLandkreis ForchheimLandkreis Erlangen-HöchstadtLandkreis ErdingLandkreis EichstättLandkreis EbersbergLandkreis Donau-RiesLandkreis Dingolfing-LandauLandkreis Dillingen an der DonauLandkreis DeggendorfLandkreis DachauLandkreis CoburgLandkreis ChamLandkreis Berchtesgadener LandLandkreis BayreuthLandkreis BambergLandkreis Bad Tölz-WolfratshausenLandkreis Bad KissingenLandkreis AugsburgLandkreis AschaffenburgLandkreis AnsbachLandkreis Amberg-SulzbachLandkreis AltöttingLandkreis Aichach-FriedbergBodenseeSchweizÖsterreichBaden-WürttembergHessenTschechienSachsenThüringenKarte
Über dieses Bild

Der Landkreis Landshut liegt im Westen des bayerischen Regierungsbezirks Niederbayern. Die kreisfreie Stadt Landshut liegt als Enklave mitten im Kreisgebiet und teilt es ebenso wie die Isar in eine Nord- und eine Südhälfte.

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

LageBearbeiten

Das Gebiet des Landkreises Landshut umfasst ein Hügelland, das von der in west-östlicher Richtung fließenden Isar, ein rechter Nebenfluss der Donau, durchzogen wird. Der Fluss teilt es in zwei etwa gleich große Teile. Nördlich des Flusses, am linken Ufer, wird es als Donau-Isar-Hügelland bezeichnet, südlich des Flusses, am rechten Ufer, als Isar-Inn-Hügelland. Neben der Isar gibt es zwei weitere größere Flüsse: Im Süden des Kreises die Vils, ein bei Vilshofen außerhalb des Kreisgebiets mündender weiterer Nebenfluss der Donau. Die beiden Quellflüsse der Vils, die Große und die Kleine Vils, entspringen im Nachbarlandkreis Erding und vereinigen sich südlich der Kreisgemeinde Gerzen. Den Nordwesten des Kreises durchzieht die Große Laber (auch Laaber), die in nördlicher Richtung fließt und ebenfalls (in der Nähe von Straubing) in die Donau mündet.

NachbarkreiseBearbeiten

Der Landkreis grenzt im Uhrzeigersinn im Nordwesten beginnend an die acht Landkreise Kelheim, Regensburg, Straubing-Bogen, Dingolfing-Landau, Rottal-Inn, Mühldorf am Inn, Erding und Freising.

GeschichteBearbeiten

LandgerichteBearbeiten

Das Gebiet des Landkreises Landshut gehörte schon sehr früh zu Bayern. 1803 wurden die Landgerichte Landshut und Vilsbiburg errichtet, die zum Isarkreis gehörten. 1809 wurde die Stadt Landshut eine kreisunmittelbare Stadt. 1838 musste das Landgericht Vilsbiburg einige Gemeinden an das neu errichtete Landgericht Dingolfing abgeben. Ferner entstand das Landgericht Rottenburg. Sie alle kamen zum Unterdonaukreis, der gleichzeitig in Niederbayern umbenannt und dessen Sitz von Passau nach Landshut verlegt wurde. 1857 wurde das Landgericht Mainburg neu errichtet.

BezirksämterBearbeiten

Das Bezirksamt Landshut folgte im Jahr 1862 dem flächengleichen Landgericht älterer Ordnung Landshut.[2] Ebenso wurden die Landgerichte Mainburg und Rottenburg a.d.Laaber zum Bezirksamt Rottenburg a.d.Laaber zusammengefasst, während das Bezirksamt Vilsbiburg dem Landgericht Vilsbiburg folgte.

1901 wurde in Mainburg ein eigenes Bezirksamt errichtet.

Am 1. April 1928 trat das Bezirksamt die Gemeinden Achdorf und Berg an die Stadt Landshut ab.

LandkreiseBearbeiten

Am 1. Januar 1939 wurde wie sonst überall im Deutschen Reich die Bezeichnung Landkreis eingeführt.[3] So wurden aus den Bezirksämtern die Landkreise Landshut, Mainburg, Rottenburg a.d.Laaber und Vilsbiburg.

Am 1. Januar 1972 trat der Landkreis die Gemeinde Münchnerau an die kreisfreie Stadt Landshut ab.

Landkreis LandshutBearbeiten

Bei der Gebietsreform in Bayern wurde der Landkreis am 1. Juli 1972 deutlich vergrößert. Neu zum Landkreis kamen

Der Landkreis Landshut seinerseits gab die Gemeinde Schönbrunn an die Stadt Landshut ab.[4]

Am 1. Juli 1974 trat der Landkreis auch die Gemeinde Frauenberg an die kreisfreie Stadt Landshut ab. Am 1. Mai 1978 wechselte die Gemeinde Bruckberg aus dem Landkreis Freising in den Landkreis Landshut. Gleichzeitig gab der Landkreis die Gemeinde Felizenzell an den Landkreis Mühldorf am Inn ab, die dort nach Buchbach eingemeindet wurde.

EinwohnerBearbeiten

Ende 2017 betrug der Ausländeranteil 9,3 %, welcher knapp unter dem Durchschnitt in Niederbayern mit 9,5 % liegt.[5] Der Anteil der Personen mit Migrationshintergrund betrug 13 Prozent im Jahre 2011.[6] Durchschnitt in Niederbayern waren hier 9,5 Prozent[7].

Altersstruktur der Bevölkerung des Landkreises gemäß Zensus 2011.
Alter Einwohner nach Alter[8]
jünger als 18 19,0 %
18 bis 29 13,4 %
30 bis 49 30,0 %
50 bis 64 20,4 %
älter als 65 17,1 %

Das Durchschnittsalter hat sich von 38,5 Jahren 2000 auf 41,7 Jahre 2010 erhöht.[9] 2011 setzte sich die Bevölkerung des Landkreises Landshut je zur Hälfte aus Männern und Frauen zusammen.[10]

Die Einwohnerzahlen haben sich wie folgt entwickelt:[11][12][13][14]

Jahr Einwohnerzahl Stand
1840 51.223 01.12.1840
1871 61.687 01.12.1871
1900 69.237 01.12.1900
1925 74.636 16.06.1925
1939 72.754 17.05.1939
1950 106.607 13.09.1950
1961 90.795 06.06.1961
1965 92.374 31.12.1965
1970 96.566 27.05.1970
97.386 31.12.1970
1975 104.540 31.12.1975
1980 109.153 31.12.1980
1987 115.644 25.05.1987
1990 122.638 31.12.1990
1995 133.531 31.12.1995
2000 142.442 31.12.2000
Jahr Einwohnerzahl Stand
2001 144.504 31.12.2001
2002 145.892 31.12.2002
2003 146.857 31.12.2003
2004 147 736 31.12.2004
2005 148.101 31.12.2005
2006 147.990 31.12.2006
2007 148.286 31.12.2007
2008 148.513 31.12.2008
2009 148.350 31.12.2009
2010 148.783 31.12.2010
2011 147.758 31.12.2011
2012 148.862 31.12.2012
2013 150.316 31.12.2013
2014 151.819 31.12.2014
2015 154.577 31.12.2015
2016 155.442 31.12.2016
Jahr Einwohnerzahl Stand
2017 157.239 31.12.2017

Mit dem Kriegsende 1945 stieg bis 1950 die Bevölkerung wegen der Flüchtlinge kurzfristig sprunghaft an, um bis Ende der Fünfziger Jahre wieder abzunehmen. Von den 1960er Jahren stieg die Bevölkerung kontinuierlich bis 2005 auf 148.101 Einwohner.

Der Demographie-Spiegel für Bayern[15] berechnet für den Regierungsbezirk Niederbayern eine relativ konstante Einwohnerentwicklung (−1,2 Prozent) bis 2029. Innerhalb des Regierungsbezirkes sieht er den Landkreis Landshut jedoch als eine Wachstumsregion mit einem potentiellen Anstieg der Bevölkerung von vier Prozent. Dieser Zuwachs würde sich aber auch hier nicht gleichmäßig verteilen.

PolitikBearbeiten

Acht Monate nach Kriegsende fanden am 27. Januar 1946 die ersten Kommunalwahlen (Gemeinderatswahlen) in den kreisangehörigen Gemeinden Bayerns und damit auch im Landkreis Landshut statt. In den Monaten April und Mai 1946 folgten dann noch die ersten Wahlen der Bürgermeister, Landräte sowie Kreistage. 2006 wurde diesbezüglich das 60-jährige Jubiläum begangen.[16]

LandratBearbeiten

Bei den Kommunalwahlen 2014 wurde Peter Dreier (Freie Wähler) zum Landrat gewählt.[17] Er trat sein Amt am 1. Mai 2014 an. Sein Vorgänger Josef Eppeneder (CSU) wurde erstmals 2002 gewählt und 2008 in seinem Amt bestätigt.[18][19][20] Er trat aus Altersgründen nicht mehr zur Wahl an.

Ehemalige Landräte:

Amtszeit Landrat
01.06.1948–30.04.1964 Franz Graf von Spreti (CSU)
01.05.1964–30.06.1972 Toni Beck (CSU)
01.07.1972–27.07.1985 Hans Geiselbrechtinger (CSU)
01.11.1985–03.08.1991 Ludwig Meyer (CSU)
26.09.1991–30.04.2002 Josef Neumeier (CSU)
01.05.2002–30.04.2014 Josef Eppeneder (CSU)
seit 01.05.2014 Peter Dreier (FW)

KreistagBearbeiten

Kreistagswahl 2014[21][22][23]
Wahlbeteiligung: 60,88 %
 %
40
30
20
10
0
35,5 %
26,7 %
12,7 %
8,2 %
5,7 %
5,3 %
3,2 %
2,7 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2008
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
-3,5 %p
+2,7 %p
-1,5 %p
+1,3 %p
-0,4 %p
-0,2 %p
+3,2 %p
-1,6 %p
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
e Junge Liste
g Junge Wähler

Der Kreistag besteht aus 60 Personen. Nach der Kommunalwahl 2014 (zum Vergleich: Kommunalwahl 2008) waren darunter 40 (46) Männer und 20 (14) Frauen.[21][24][25] Die Sitzverteilung im 2014[26] (2008) gewählten Kreistag ist wie folgt:

Partei Sitze
CSU 20 (−5)
Freie Wähler 17 (+2)
SPD 8 (±0)
GRÜNE 5 (+1)
Junge Liste 2 (−1)[27]
ödp 3 (±0)
FDP 2 (±0)
Junge Wähler 3 (+3)[27]

Bei der Wahl waren 120.662 (114.731) Bürger stimmberechtigt. 73.460 (75.301) davon haben als Wähler teilgenommen, was einer Wahlbeteiligung von 60,9 (65,6) Prozent entspricht. 70.657 (72.042) gültige und 2.803 (3.259) ungültige Stimmen wurden abgegeben.[21][22][23]

Die nächsten Kommunalwahlen finden 2020 statt. Mit dem Überschreiten der 150.000-Einwohner-Marke zum 31. Dezember 2013 mit 150.316 Einwohnern wären dann 70 anstatt wie bisher 60 Kreisräte zu wählen.[28]

Mit je acht Kreisräten sind die Stadt Rottenburg a.d. Laaber und der Markt Ergolding gefolgt von der Stadt Vilsbiburg mit sieben Kreisräten am stärksten im Kreisrat vertreten. Mit je fünf Kreisräten folgen die Märkte Pfeffenhausen und Essenbach sowie mit vier Kreisräten der Markt Ergoldsbach und mit je drei Kreisräten die Märkte Altdorf und Geisenhausen. 13 Gemeinden stellen keine Kreisräte.

Herkunft, Anzahl und
Parteizugehörigkeit der Kreisräte[26]
Herkunft Anzahl/Partei
CSU SPD Freie
Wähler
Grüne Junge
Liste
FDP Junge
Wähler
ÖDP
Aham 1 - - - - - - -
Altdorf 1 1 - 1 - - - -
Altfraunhofen 1 - - - - - - -
Baierbach 1 - - - - - - -
Bodenkirchen 1 - - - - - - -
Buch a.Erlbach - 1 - - - - 1 -
Ergolding 2 - 3 - 1 1 - 1
Ergoldsbach 1 1 1 - - - - 1
Essenbach 1 1 2 - - - - 1
Furth - - 1 - - - - -
Geisenhausen 1 - 1 - 1 - - -
Hohenthann 1 - 1 - - - - -
Kumhausen - - - 1 - - - -
Niederaichbach 1 - - - - - - -
Obersüßbach 1 - - - - - - -
Pfeffenhausen 1 2 1 - 1 - - -
Postau - - 1 - - - - -
Rottenburg a.d.Laaber 1 - 5 - - 1 1 -
Velden 1 1 - - - - - -
Vilsbiburg 2 1 1 3 - - - -
Weihmichl 1 - - - - - - -
Wörth a.d.Isar 1 - - - - - - -
Gesamt 20 8 17 5 3 2 2 3

Ausschüsse und GremienBearbeiten

Folgende Ausschüsse und Gremien gibt es im Landkreis Landshut[29]:

  • Kreisausschuss
  • Ausschuss für Wirtschaft, Energie und Regionalmanagement
  • Bauausschuss
  • Umweltausschuss
  • Jugendhilfeausschuss
  • Rechnungsprüfungsausschuss
  • Verwaltungsrat von LAKUMED
  • Zweckverband für berufliche Schulen

RegionalmanagementBearbeiten

Seit August 2014 betreiben die Stadt und der Landkreis ein gemeinsames Regionalmanagement und ist ein regionales Instrument der Landesentwicklung. Bisher gab es zwei Förderperioden mit den nachfolgend genannten Schwerpunktthemen:

  • 2014–2016: Bildung und Fachkräfte, Demografie, technisch soziale Infrastruktur, Energie
  • 2017–2018: Mobilität in der Region, Landshut innovativ, regionale Energie.[30]

KreispartnerschaftenBearbeiten

Partnerschaften bestehen mit der Provinz Vicenza in Italien (seit 1976) und dem Bezirk Nowosibirsk in Russland (seit 1991). Außerdem werden mit dem Landkreis Northeim (Niedersachsen) freundschaftliche Beziehungen unterhalten.[31]

GemeindenBearbeiten

Zugehörige Gemeinden seit der Gebietsreform 1972Bearbeiten

Der Landkreis Landshut besteht aus insgesamt 35 Städten und Gemeinden. Es gibt zwei Städte, Rottenburg an der Laaber und Vilsbiburg. Sieben Gemeinden haben den Status eines Marktes. Mit 11.774 Einwohnern ist der Markt Ergolding die einwohnerreichste Kommune im Landkreis. Die größte Fläche hat die Stadt Rottenburg an der Laaber mit 90,15 km², die höchste Einwohnerdichte weist Wörth a.d.Isar mit 545 Einwohnern pro km² auf. Mit 499 m ü. NN ist Adlkofen am höchsten und Wörth a.d.Isar mit 369 m ü. NN am niedrigsten gelegen.

AdlkofenAhamAltdorfAltfraunhofenBaierbachBayerbach bei ErgoldsbachBodenkirchenBruckbergBuch a.ErlbachEchingErgoldingErgoldsbachEssenbachFurthGeisenhausenGerzenHohenthannKröningKumhausenNeufahrnNeufraunhofenNiederaichbachObersüßbachPfeffenhausenPostauRottenburg a.d.LaaberSchalkhamTiefenbachVeldenVilsbiburgVilsheimWeihmichlWengWörth a.d.IsarWurmshamLandshutLandkreis Dingolfing-LandauLandkreis ErdingLandkreis FreisingLandkreis KelheimLandkreis Mühldorf am InnLandkreis RegensburgLandkreis Rottal-InnLandkreis Straubing-Bogen 
Städte im Landkreis Landshut
Stadt Wappen Fläche
km²
Einwohner
31. Dezember 2015
EW-Dichte
EW je km²
Höhe
über NN
Rottenburg a.d.Laaber   000000000000090.150000000090,15 000000000008267.00000000008.267 000000000000092.000000000092 000000000000453.0000000000453
Vilsbiburg   000000000000068.850000000068,85 000000000012074.000000000012.074 000000000000175.0000000000175 000000000000449.0000000000449
Märkte im Landkreis Landshut
Markt Wappen Fläche
km²
Einwohner
31. Dezember 2015
EW-Dichte
EW je km²
Höhe
über NN
Altdorf   000000000000023.050000000023,05 000000000011215.000000000011.215 000000000000487.0000000000487 000000000000399.0000000000399
Ergolding   000000000000037.160000000037,16 000000000012571.000000000012.571 000000000000338.0000000000338 000000000000392.0000000000392
Ergoldsbach   000000000000057.060000000057,06 000000000008036.00000000008.036 000000000000141.0000000000141 000000000000416.0000000000416
Essenbach   000000000000083.570000000083,57 000000000012027.000000000012.027 000000000000144.0000000000144 000000000000391.0000000000391
Geisenhausen   000000000000062.540000000062,54 000000000007321.00000000007.321 000000000000117.0000000000117 000000000000460.0000000000460
Pfeffenhausen   000000000000071.790000000071,79 000000000005096.00000000005.096 000000000000071.000000000071 000000000000436.0000000000436
Velden   000000000000049.400000000049,4 000000000006576.00000000006.576 000000000000133.0000000000133 000000000000477.0000000000477
Weitere Gemeinden im Landkreis Landshut
Gemeinde Wappen Fläche
km²
Einwohner
31. Dezember 2015
EW-Dichte
EW je km²
Höhe
über NN
Adlkofen   000000000000047.820000000047,82 000000000004321.00000000004.321 000000000000090.000000000090 000000000000499.0000000000499
Aham   000000000000038.000000000038 000000000001912.00000000001.912 000000000000050.000000000050 000000000000420.0000000000420
Altfraunhofen   000000000000024.280000000024,28 000000000002393.00000000002.393 000000000000099.000000000099 000000000000466.0000000000466
Baierbach   000000000000016.760000000016,76 000000000000781.0000000000781 000000000000047.000000000047 000000000000418.0000000000418
Bayerbach b.Ergoldsbach   000000000000025.420000000025,42 000000000001921.00000000001.921 000000000000076.000000000076 000000000000409.0000000000409
Bodenkirchen   000000000000062.000000000062 000000000005284.00000000005.284 000000000000085.000000000085 000000000000470.0000000000470
Bruckberg   000000000000051.110000000051,11 000000000005547.00000000005.547 000000000000109.0000000000109 000000000000427.0000000000427
Buch am Erlbach   000000000000026.710000000026,71 000000000003868.00000000003.868 000000000000145.0000000000145 000000000000441.0000000000441
Eching   000000000000030.100000000030,1 000000000004119.00000000004.119 000000000000137.0000000000137 000000000000405.0000000000405
Furth   000000000000020.970000000020,97 000000000003619.00000000003.619 000000000000173.0000000000173 000000000000428.0000000000428
Gerzen   000000000000017.000000000017 000000000001838.00000000001.838 000000000000108.0000000000108 000000000000433.0000000000433
Hohenthann   000000000000068.320000000068,32 000000000004170.00000000004.170 000000000000061.000000000061 000000000000487.0000000000487
Kröning   000000000000039.610000000039,61 000000000002053.00000000002.053 000000000000052.000000000052 000000000000458.0000000000458
Kumhausen   000000000000037.070000000037,07 000000000005421.00000000005.421 000000000000146.0000000000146 000000000000418.0000000000418
Neufahrn i.NB   000000000000038.760000000038,76 000000000004176.00000000004.176 000000000000108.0000000000108 000000000000404.0000000000404
Neufraunhofen   000000000000017.940000000017,94 000000000001092.00000000001.092 000000000000061.000000000061 000000000000495.0000000000495
Niederaichbach   000000000000034.060000000034,06 000000000003982.00000000003.982 000000000000117.0000000000117 000000000000376.0000000000376
Obersüßbach   000000000000023.580000000023,58 000000000001744.00000000001.744 000000000000074.000000000074 000000000000472.0000000000472
Postau   000000000000034.840000000034,84 000000000001654.00000000001.654 000000000000047.000000000047 000000000000388.0000000000388
Schalkham   000000000000022.710000000022,71 000000000000922.0000000000922 000000000000041.000000000041 000000000000430.0000000000430
Tiefenbach   000000000000024.720000000024,72 000000000003813.00000000003.813 000000000000154.0000000000154 000000000000454.0000000000454
Vilsheim   000000000000021.700000000021,7 000000000002575.00000000002.575 000000000000119.0000000000119 000000000000467.0000000000467
Weihmichl   000000000000032.160000000032,16 000000000002518.00000000002.518 000000000000078.000000000078 000000000000440.0000000000440
Weng   000000000000015.620000000015,62 000000000001445.00000000001.445 000000000000093.000000000093 000000000000379.0000000000379
Wörth a.d.Isar   000000000000004.84000000004,84 000000000002947.00000000002.947 000000000000609.0000000000609 000000000000369.0000000000369
Wurmsham   000000000000028.140000000028,14 000000000001400.00000000001.400 000000000000050.000000000050 000000000000480.0000000000480

Verwaltungsgemeinschaften

  1. Altfraunhofen
    (Gemeinden Altfraunhofen und Baierbach)
  2. Ergoldsbach
    (Markt Ergoldsbach und Gemeinde Bayerbach b.Ergoldsbach)
  3. Furth
    (Gemeinden Furth, Obersüßbach und Weihmichl)
  4. Gerzen
    (Gemeinden Aham, Gerzen, Kröning und Schalkham)
  5. Velden (Vils)
    (Markt Velden und Gemeinden Neufraunhofen und Wurmsham)
  6. Wörth a.d.Isar
    (Gemeinden Postau, Weng und Wörth a.d.Isar)

Keine gemeindefreien Gebiete

Gemeinden des AltlandkreisesBearbeiten

Vor dem Beginn der bayerischen Gebietsreform umfasste der Landkreis Landshut in den 1960er Jahren 60 Gemeinden:[32]

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

MuseenBearbeiten

Im Landkreis Landshut gibt es diverse Museen. Hierzu gehören:

  • Adlkofen: Niederbayerisches Automobil- und Motorrad-Museum[33]
  • Ahrain: Schulmuseum Ahrain[34]
  • Altdorf: Heimatmuseum – Adlhoch-Haus[35][36]
  • Neufahrn i.NB: Heimatmuseum Neufahrn[37]
  • Niederaichbach: Heimatmuseum Niederaichbach[38]
  • Velden: Georg-Brenninger-Freilichtmuseum[39][40]
  • Velden: Heimatmuseum[41]
  • Vilsbiburg: Heimatmuseum Vilsbiburg/Kröninger Hafnermuseum[42]

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Im Zukunftsatlas 2016 belegte der Landkreis Landshut Platz 123 von 402 Landkreisen, Kommunalverbänden und kreisfreien Städten in Deutschland und zählt damit zu den Regionen mit „hohen Zukunftschancen“.[43]

BeschäftigungBearbeiten

Viele Bewohner des Landkreises Landshut arbeiten in den Werken von BMW in der Stadt Landshut, im Markt Ergolding sowie Dingolfing.

2013 (2012) gab es 31.904 (30.829) Einpendler und 49.462 (48.606) Auspendler. Dies sind 7.256 (+29 Prozent) Einpendler bzw. 6.818 (+16 Prozent) Auspendler mehr als vor zehn Jahren. Der Pendlersaldo des Landkreises ist negativ und zum 30. Juni 2013 (2012) betrug der Auspendlerüberschuss 17.559 (17.777) Personen. Er schwankte die letzten zehn Jahre zwischen 17.000 und 21.000 Personen.[44] Lediglich der Markt Ergolding und die Stadt Vilsbiburg hatten die letzten fünf Jahre einen positiven Pendlersaldo.[45]

 
Darstellung der Pendlerströme aus den Gemeinden des Landkreises Landshut in die Stadt Landshut und umgekehrt. Stand: 30. Juni 2016
 
Darstellung der Pendlerströme aus den Gemeinden des Landkreises Landshut in die Stadt Vilsbiburg und umgekehrt. Stand: 30. Juni 2016
 
Darstellung der Pendlerströme aus den Gemeinden des Landkreises Landshut in den Markt Essenbach und umgekehrt. Stand: 30. Juni 2016
 
Darstellung der Pendlerströme aus den Gemeinden des Landkreises Landshut in den Markt Geisenhausen und umgekehrt. Stand: 30. Juni 2016

FinanzenBearbeiten

SchlüsselzuweisungenBearbeiten

Nachdem im Jahr 2015 die Schlüsselzuweisungen an die Städte und Gemeinden in Bayern stark rückläufig waren, sind diese 2016 wieder gestiegen. Insgesamt erhalten diese 17,429 Millionen Euro. Das ist ein Plus von 925.000 Euro. Der Landkreis erhält 18,114 Millionen Euro (+2,815 Millionen Euro). Insgesamt belaufen sich damit die Zuweisungen auf 35,543 Millionen Euro (+3,74 Millionen Euro).[46]

Schlüsselzuweisungen
in Millionen Euro[46]
Zuweisungen an Jahr
2015 2016 2017[47] 2018[48]
Städte und Gemeinden 16,504 17,429 17,277 18,84
Landkreis 15,299 18,114 18,49 21,161
Gesamt 31,803 35,543 35,767 40,001

KreisumlageBearbeiten

Mit 15 Prozent bzw. rund 14 Millionen Euro trägt der Markt Ergolding über die Kreisumlage zum Haushalt bei.[49]

Wohnen und BauenBearbeiten

WohnenBearbeiten

Gemäß Volkszählung 2011 wurden etwas mehr als zwei Drittel des Gebäudebestandes im Landkreis Landshut zwischen 1970 und 2011 errichtet (siehe nachfolgende Tabelle). Knapp 62 Prozent der verfügbaren Wohnungen wird durch deren Eigentümer/-innen bewohnt. Etwa 34 Prozent sind Mietwohnungen. Es gibt einen Leerstand von 2.154 Wohnungen (siehe nachfolgende Tabelle).

Jahr Gebäude nach Baujahr[50]
vor 1950 12,8 %
1950 bis 1969 18,1 %
1970 bis 1989 33,9 %
1990 und später 35,2 %
Jahr Wohnungen nach Nutzungsart[51][52]
bewohnt durch Eigentümer/-in 61,8 % bzw. 39.339 Wohnungen
vermietet zu Wohnzwecken 34,2 % bzw. 21.766 Wohnungen
Ferien- und Freizeitwohnungen 0,6 % bzw. 397 Wohnungen
leer stehend 3,4 % bzw. 2.154 Wohnungen

EnergieBearbeiten

Heute (Stand: 21. Februar 2014) liegt der Stromverbrauch im Landkreis Landshut bei etwa 1.096.583 MWh/Jahr. Dem stehen etwa 466.460 MWh/Jahr im Kreisgebiet produzierten Stromes aus regenerativen Energiequellen (erfasst über das EEG – Erneuerbare Energien Gesetz) entgegen. Damit liegt der Anteil an Strom aus erneuerbaren Energien im Landkreis bei 43 %. Zu den Spitzenreitern in Sachen Strom aus erneuerbaren Energien (EE) im Landkreis Landshut mit einem Anteil größer 75 Prozent zählen:

Der größte Zubau fand in den Jahren 2009 bis 2013 statt.[53]

BiomasseBearbeiten

Zirka 141.619 MWh/Jahr werden in 100 Biomasseanlagen auf dem Gebiet des Landkreises erzeugt. Die installierte elektrische Leistung beträgt knapp 22 MW(Peak).[53]

PhotovoltaikBearbeiten

Fast 303.101 MWh/Jahr Solarstrom werden im Landkreis Landshut mit etwa 12.571 Anlagen auf Dächern von privaten wie gewerblich oder landwirtschaftlich genutzten Gebäuden sowie auf diversen Freiflächen produziert.[53]

WindkraftBearbeiten

Am 8. Februar 2014 wurde der Regionalplan Landshut um Vorrang-, Vorbehalts- und Ausschlußgebiete für Windkraftanlagen ergänzt (Kapitels B VI Energie/Teilbereich Wind). Für die Gemeinden Altfraunhofen, Bodenkirchen, Buch am Erlbach, Furth, Geisenhausen, Hohenthann, Kumhausen, Obersüßbach, Schalkham, Tiefenbach, Vilsheim, Weihmichl, die Märkte Pfeffenhausen und Velden, sowie die Städte Rottenburg und Vilsbiburg sind darin Vorranggebiete für die Errichtung und den Betrieb raumbedeutsamer Windkraftanlagen ausgewiesen. Der größte Teil des Landkreises fällt jedoch unter die Kategorie Ausschlussgebiet für Windkraftanlagen. Damit ist die Errichtung raumbedeutsamer Windkraftanlagen in diesen Bereichen unzulässig.[54][55][56] 2016 scheiterte die Errichtung einer Windkraftanlage in Geisenhausen in Ermangelung eines entsprechenden Bebauungsplanes.[57] War 2013 die Ausweisung von Gebieten für die Windkraftnutzung noch Teil der Planungen, beschloss der Markt Ergolding im Januar 2017 mit seinem neuen Flächennutzungsplan eine Windkraftnutzung nicht mehr weiter zu verfolgen.[58]

Etwa 417 MWh/Jahr Windstrom wurden 2014 in zwei Anlagen im Landkreis Landshut erzeugt.[53] Zwei weitere Windräder wurden 2015 (bei Weihbüchl/Gemeinde Kumhausen)[59] und 2017 (bei Wachelkofenreuth/Gemeinde Hohenthann)[60] errichtet.

In den Gemeinden Ergolding, Essenbach, Geisenhausen, Hohenthann und Kumhausen gibt es Bürgerinitiativen gegen Windkraftanlagen.[61]

WasserkraftBearbeiten

Ungefähr 3.960 MWh/Jahr Wasserkraftstrom werden in 41 Anlagen auf dem Gebiet des Landkreises produziert.[53]

KernenergieBearbeiten

Der Forschungsreaktor Kernkraftwerk Niederaichbach ist das erste Kernkraftwerk, das bis zur grünen Wiese 1995 abgerissen wurde. In Betrieb ist noch der Reaktorblock 2 (KKI 2) des Kernkraftwerkes Isar (KKI – KernkraftWerkIsar) Isar I und Isar II in der Gemarkung Essenbach. Der Reaktorblock 1 (KKI 1) wurde am 17. März 2011 im Rahmen der Abschaltung von insgesamt acht Kernkraftwerken in Deutschland als Folge des Reaktorunglücks in Fukushima/Japan vom Netz genommen. Mit Beschluss der Bundesregierung vom 30. Juni 2011 verlor der Reaktorblock 1 die Berechtigung zum Leistungsbetrieb.[62]

VerkehrBearbeiten

StraßenverkehrBearbeiten

FernverkehrBearbeiten

Das Straßennetz im Landkreis Landshut wird von drei Hauptverkehrsadern geprägt:

A 92: Sie verbindet München mit Deggendorf und ist Hauptroute für den Fernverkehr von München Richtung Tschechien. Durch die EU-Osterweiterung hat sich das Verkehrsaufkommen im niederbayerischen Abschnitt der A 92 stark erhöht.

B 299: Auf einer Achse von Nordwest nach Südost verbindet sie Altenmarkt an der Alz mit Amberg.

B 15: In Nord-Süd-Richtung verbindet sie Hof mit Rosenheim.

Eine weitere Verkehrsader in Nord-Süd-Richtung ist derzeit im Bau bzw. in der Planung:

B 15n: Sie soll als „Gelbe Autobahn“ von Regensburg über Landshut bis Rosenheim führen. Fertiggestellt ist sie bis Ergoldsbach. Der Anschluss an die A 92 bei Essenbach soll bis 2024 erfolgen.[63] Die Isarquerung östlich von Landshut und der Weiterbau südlich von Landshut sind strittig. Als Ost-Süd-Umfahrung Landshut (mit Anbindung B 15n/A 92 an B 15 und B 299) wurde sie in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans 2030 aufgenommen.[64]

Nah- und RegionalverkehrBearbeiten

Die Staatsstraße 2045 schafft in west-östlicher Richtung eine Verbindung vom an die Gemeinde Bruckberg angrenzenden Moosburg an der Isar (Landkreis Freising) über die Stadt Landshut bis zur Gemeinde Aham. Über die Staatsstraßen 2074 (südlich der A 92) ausgehend von der Stadt Landshut in östlicher Richtung der Isar folgend und die Staatsstraße 2141 (nördlich der A 92) ausgehend von Essenbach in nordöstlicher Richtung verlaufend wird der Landkreis Landshut mit dem Landkreis Dingolfing-Landau verbunden.

Mit der „Osttangente Landshut“, die seit mehr als einem Jahrzehnt im Gespräch ist, sollte ein zusätzlicher Isarübergang in Höhe der Stadt Landshut in den südlichen Teil des Landkreises geschaffen werden. Ein Verkehrsgutachten des Freistaats Bayern sollte den entsprechenden Bedarf klären.[65] Mit der Aufnahme des Bundesfernstraßenprojektes einer Ost-Süd-Umfahrung Landshut in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans 2030 wird dieses Projekt nicht weiter verfolgt. Mit einer bis zur Bundesstraße 15 bei Hachlstuhl verlängerten Westtangente Landshut soll ein zusätzlicher Isarübergang im Westen der Stadt Landshut geschaffen werden.

SchienenverkehrBearbeiten

Der Abschnitt im Landkreis Landshut der Hauptstrecke München–Landshut–Regensburg wurde in den Jahren 1858/59 von der AG der Bayerischen Ostbahnen erbaut. Ursprünglich führte sie von Neufahrn in Richtung Mallersdorf und Geiselhöring, seit 1873 aber auch direkt über Eggmühl.

Die Bayerische Staatsbahn führte 1880 eine Strecke von Landshut isarabwärts nach Landau und Plattling. Die Verbindung nach Mühldorf über Vilsbiburg besteht seit 1883.

Den Knoten Landshut vervollständigte im Jahre 1900 das „Bockerl“ der Bahnstrecke Landshut–Rottenburg. Diese Strecke wird seit 1998 nicht mehr planmäßig befahren und wurde 2002/03 nördlich von Unterneuhausen abgebaut. Seit Juni 2011 führt die BayernBahn auf dem verbliebenen Abschnitt einen Museumsbahnbetrieb durch.[66][67]

Der Markt Velden an der Vils war seit 1898 durch eine Stichbahn nach Dorfen an die Hauptbahn München–Mühldorf angeschlossen.

Das Eisenbahnnetz im Landkreis umfasst heute insgesamt 100 km Strecke; weitere 32 km sind stillgelegt worden:

  • Dorfen–Babing–Velden 4 km (Stilllegung Personenverkehr 1968, Güterverkehr 1992)
  • Landshut Hbf–Altdorf–Rottenburg 28 km (Stilllegung Personenverkehr 1974, Güterverkehr 1998)

ÖPNVBearbeiten

Seit dem 1. Januar 2019 gibt es den Zweckverband Landshuter Verkehrsverbund (LAVV), einen Tarifverbund von Stadt und Landkreis Landshut. Somit können Stadt- und Landkreisbusse mit nur einem Ticket benutzt werden.

BildungBearbeiten

Im September 2015 erhielten die Stadt und der Landkreis Landshut vom Bayerischen Kultusministerium den Status als Bildungsregion Landshut. Koordiniert wird sie durch einen ständigen Arbeitskreis, der beim Regionalmanagement von Stadt und Landkreis Landshut angesiedelt ist.[68][69]

Im Juni 2018 fand zum ersten Mal die Bildungskonferenz der Stadt und des Landkreises Landshut statt, um ein kommunales Bildungsmanagement in der Region zu etablieren. In diesem Rahmen wurde die Landshuter Denkfabrik ins Leben gerufen, in der neben der staatlich-kommunalen Ebene auch private Partner eingebunden sind. Zuvor war bereits eine gemeinsame Stabsstelle für Bildungsmanagement geschaffen worden.[70][71]

Grund- und MittelschulenBearbeiten

In den Gemeinden des Landkreises gibt es insgesamt 38 Grund- und Mittelschulen. 36 davon befinden sich in öffentlicher und zwei (in Geisenhausen und in Oberroning) in privater Trägerschaft. Zehn Schulen haben den Status einer Grund- und Mittelschule (in Bodenkirchen, Bruckberg, Buch am Erlbach, Ergolding, Furth, Gerzen, Kronwinkl, Pfeffenhausen, Rottenburg und Velden) und vier Schulen sind Haupt- bzw. Mittelschulen (in Altdorf, Ergoldsbach, Oberroning und Vilsbiburg). Die übrigen sind Grund- und Volksschulen und liegen in den Gemeinden Adlkofen, Aham, Ahrain, Aich, Altdorf, Altfraunhofen, Bayerbach, Ergolding, Ergoldsbach, Essenbach, Gündlkofen, Hohenthann, Kirchberg, Kumhausen, Neufahrn, Neuhausen, Niederaichbach, Obersüßbach, Pauluszell, Piflas, Postau, und Vilsbiburg.[72][73][74][75][76]

GymnasienBearbeiten

Gemäß Zensus 2011 besuchten in Bayern durchschnittlich 25,3 Prozent der Schüler das Gymnasium. Im Regierungsbezirk Niederbayern lag dieser Anteil bei 21,6 Prozent und bezogen auf den Landkreis Landshut bei 20,7 Prozent (Stadt Landshut 29,4 Prozent). Der Anteil der Personen über 15 Jahre mit Hochschulreife (Abitur oder Fachabitur) lag in Bayern im Durchschnitt bei 26,1 Prozent; in Niederbayern lag diese Quote bei 17,5 Prozent.[77]

Im Landkreis gibt es drei Gymnasien[78]:

Neben den Landkreis-Gymnasien besuchen die Kinder des Landkreises auch die drei Gymnasien im Stadtgebiet Landshut:

Schulen in kirchlicher TrägerschaftBearbeiten

Im Schuljahr 2015/2016 besuchen 1.251 (2014/2015: 1.378) Jungen und Mädchen aus dem Landkreis kirchliche Schulen in der Stadt Landshut und in Oberroning. Es handelt sich dabei um folgende Einrichtungen (Anzahl der Landkreiskinder im Schuljahr 2014/2015):

  • Gymnasium Seligenthal (442)
  • Wirtschaftsschule Seligenthal (159)
  • Realschule Oberroning (104)
  • Ursulinen-Realschule Landshut (546).

Hierfür erhalten die Schulen vom Landkreis einen Betriebskostenzuschuss von 824.260 € (850.000 €). Für die Nutzung des Landkreis eigenen Schulgebäudes in der Seligenthaler Straße gewährt der Landkreis der Schulstiftung Seligenthal einen monatlichen Zuschuss in Höhe von 8888,55 €. Für das Maristen-Gymnasium in Furth im Landkreis Landshut übernimmt er eine jährliche Geldrente von 87.000 €.[79][80]

Das Maristen-Gymnasium in Furth wurde im Schuljahr 2015/2016 von 617 und das Gymnasium Rohr von 61 Schülern des Landkreises besucht. Insgesamt besuchten 1.929 Landkreiskinder kirchliche Schulen.[80]

GesundheitswesenBearbeiten

Der Landkreis verfügt über folgende, durch das Landshuter Kommunalunternehmen für medizinische Versorgung (La.KUMed) geführte, medizinische Einrichtungen[81][82]:

  • Krankenhaus Landshut-Achdorf
  • Krankenhaus Vilsbiburg
  • Hospiz Vilsbiburg
  • Schlossklinik Rottenburg
  • Schloss-Reha Rottenburg
  • Ärztehaus Landshut-Achdorf.

Nach derzeitigem Berechnungsmaßstab wird die medizinische Versorgung im Mittelbereich Landshut mit 119,8 Prozent und im Mittelbereich Vilsbiburg mit 85 Prozent bewertet. In Stadt und Landkreis Landshut gab es 2014 insgesamt 125 Hausärzte.[83]

SchutzgebieteBearbeiten

Kfz-KennzeichenBearbeiten

Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis bei der Einführung der aktuell gültigen Kfz-Kennzeichen das Kürzel LA zugewiesen. Es ist auch Unterscheidungskennzeichen für die kreisfreie Stadt Landshut. Für den Landkreis Landshut sind die Buchstabenfolgen AA bis ZZ und die Zahlenfolgen 100 bis 999 sowie 5000 bis 9999 vorgesehen, ebenso Kennzeichen, die mindestens einen der Buchstaben B, F, G, I, O oder Q enthalten. Auf die Stadt Landshut entfallen die sonstigen Buchstabenkombinationen und Zahlenfolgen.

Bis in die 1990er Jahre erhielten Fahrzeuge aus den Altkreisen besondere Erkennungsnummern:

Gebiet Buchstaben Zahlen
Altkreis Landshut AA bis CZ 100 bis 999
HA bis HN
JA bis JZ
LA, LH, LL
Altkreis Vilsbiburg DA bis DZ
HP bis HZ
LD, LJ
Altkreis Rottenburg an der Laaber EA bis EZ
KA, KC
LC, LE

Seit dem 25. Juli 2014 sind auch die Unterscheidungszeichen MAI, MAL, ROL und VIB erhältlich, die den Altlandkreisen Mainburg, Mallersdorf, Rottenburg a.d. Laaber und Vilsbiburg entstammen, welche bei der Gebietsreform 1972 teilweise im Landkreis Landshut aufgegangen sind.

LiteraturBearbeiten

  • Landratsamt Landshut: Der Landkreis Landshut. Landshut 1996.
  • Landratsamt Landshut: Landkreis Landshut – Eine Informations- und Image-Broschüre des Landratsamtes Landshut. 2. überarbeitete und aktualisierte Auflage, Landshut Mai 2005.
  • Johann Schober (Hrsg.): Sagen und Legenden aus dem Landkreis Landshut – Teil I. 2. überarbeitete Auflage, Maristen Druck und Verlag GmbH, Furth 1996.
  • Johann Schober (Hrsg.): Sagen und Legenden aus dem Landkreis Landshut – Teil II. 1. Auflage, Maristen Druck und Verlag GmbH, Furth 199.7
  • Johann Schober und Bernhard Stör: „Die mundartlichen Formen der Siedlungsnamen in Stadt und Landkreis Landshut“, in „Blätter für oberdeutsche Namenforschung“, 53. Jahrgang (2016), S. 90–230, ISSN 0172-0872

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 508.
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 97.
  4. Verordnung zur Neugliederung Bayerns in Landkreise und kreisfreie Städte vom 27. Dezember 1971
  5. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: Bevölkerungsstand Kreise 2013 bis 2017
  6. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: Personen nach Migrationshintergrund für Landshut, Landkreis (Kreis) –in %– PDF. Online auf ergebnisse.zensus2011.de.
  7. Landshuter Zeitung: Meist wenig Migrationshintergrund: Anteil in Ostbayern unter dem Schnitt, 1. Juli 2014.
  8. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: Personen nach Alter (5 Altersklassen) für Landshut, Landkreis (Kreis) –in %– PDF. Online auf ergebnisse.zensus2011.de.
  9. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: Durchschnittsalter der Bevölkerung: Gemeinde, Geschlecht, Stichtage PDF. Online auf statistikdaten.bayern.de.
  10. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: Personen nach Geschlecht für Landshut, Landkreis (Kreis) –in %– PDF. Online auf ergebnisse.zensus2011.de.
  11. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell), Stichtag PDF. Online auf statistikdaten.bayern.de.
  12. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (ab 1960, 10er-Schritte) PDF. Online auf statistikdaten.bayern.de.
  13. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinde, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell), Stichtage PDF. Online auf statistikdaten.bayern.de.
  14. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) PDF. Online auf statistikdaten.bayern.de.
  15. Hrsg. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: Demographie-Spiegel für Bayern – Berechnungen für Gemeinden mit weniger als 5 000 Einwohnern bis 2021 – Gemeinde Adlkofen. Mai 2011 Online auf https://www.statistik.bayern.de/.
  16. INFORMATION (An alle Haushaltungen!); Hrsg. Gemeinde Adlkofen, Nr. XX/04 - 2006
  17. Landkreis Landshut: Der Landrat. Online auf www.landkreis-landshut.de. Aufgerufen am 16. Januar 2016.
  18. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: Kommunalwahlen in Bayern am 16. März 2014 – Wahl der ersten Bürgermeister/Oberbürgermeister in Gemeinden mit mehr als 10 000 Einwohnern, Wahl der Landräte – Vorläufige Ergebnisse –. Online auf kommunalwahl2014.bayern.de, 17. März 2014
  19. Landkreis Landshut: Vorläufiges Ergebnis zur Landratswahl 2014 am 16.03.2014 (Memento des Originals vom 23. März 2014 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/wahl.landkreis-landshut.de. Online auf wahl.landkreis-landshut.de, 20. März 2014 09:20:51
  20. Landkreis Landshut: Vorläufiges Ergebnis zur Landratswahl 2014 am 16.03.2014 (Memento des Originals vom 23. März 2014 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/wahl.landkreis-landshut.de. Online auf landkreis-landshut.de, Stand: 20. März 2014 09:20:51
  21. a b c Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: Wahl der Stadträte in den kreisfreien Städten Wahl der Kreistage. Online auf statistikdaten.bayern.de.
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  23. a b Landkreis Landshut: Ergebnis zur Kreistagswahl 2014 am 16. März 2014 (Memento des Originals vom 23. März 2014 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/wahl.landkreis-landshut.de. Online landkreis-landshut.de, Stand: 21.03.2014 07:57:39
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