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Achdorf ist ein Stadtteil der kreisfreien Stadt Landshut in Niederbayern. Bis 1928 bildete Achdorf eine selbstständige Gemeinde.

Achdorf
Kreisfreie Stadt Landshut
Koordinaten: 48° 31′ 27″ N, 12° 8′ 38″ O
Höhe: 420 m ü. NN
Fläche: 4,59 km²
Einwohner: 6650 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 1.449 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. April 1928
Postleitzahl: 84036
Vorwahl: 0871
Pfarrkirche St. Margareta
Pfarrkirche St. Margareta

Inhaltsverzeichnis

LageBearbeiten

Der Stadtteil liegt im Südwesten von Landshut, direkt südlich der Isar. Der von Süden kommende Roßbach durchfließt den Ort und mündet am nördlichen Ende in die Isar.

GeschichteBearbeiten

Im Jahr 1140 wurde der Ort erstmals genannt. Hier herrschte das Ortsadelsgeschlecht der Achdorfer, bis Andreas Achdorfer und seine Schwester Dorothea ihren Rittersitz im Jahr 1395 an die Herzöge Stephan, Friedrich und Johann verkauften. Achdorf stand nun als herzogliches Tafelgut unmittelbar unter dem herzoglichen Kastner, bevor Rentmeister Stephan Schleich um 1583 die Hofmark kaufte. Besitzer der Hofmark waren nacheinander die Schleich, Planck, Dürnitz, Hagen, Arco und Leyden. Im 19. Jahrhundert folgte auf die Hofmark das Gräflich von Leydensche Patrimonialgericht II. Klasse Achdorf, welches bis 1848 existierte.

Anfang des 19. Jahrhunderts war Achdorf ein vom Stadtgebiet abgesetztes Straßendorf entlang der heutigen Bachstraße und des daneben verlaufenden Rossbaches.[1] Der Stadtteil galt in früheren Jahren als Arbeitersiedlung. Seit den 1970er Jahren hat sich das nach der Ausweisung neuer Baugebiete geändert.

Aus dem gleichnamigen Steuerdistrikt entstand 1818 die Gemeinde Achdorf. Zu der ehemals selbständigen Gemeinde gehörten neben dem Hauptort die Einöde Aign und die Weiler Klausenberg und Metzenthal. Am 1. April 1928 wurde sie zusammen mit der Gemeinde Berg nach Landshut eingemeindet.[2]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Pfarrkirche St. Margareta. Sie wurde von 1909 bis 1911 nach den Plänen des Regensburger Architekten Heinrich Hauberrisser im neubarocken Stil erbaut. Die Inneneinrichtung kam erst allmählich in den Jahren zwischen den beiden Weltkriegen dazu.
  • Alt-St. Margaret-Kirche. Die spätgotische ehemalige Pfarrkirche von ca. 1440 wurde in der Barockzeit teilweise verändert.
  • Schloss Achdorf. Das ehemalige Hofmarkschloss, eine frühere Wasserburg, ist eine stattliche Anlage aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts.
  • Ruffinischlösschen. Der doppelstöckige Bau mit Ziergiebel aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts wurde um 1730 verändert.

Öffentliche EinrichtungenBearbeiten

In Achdorf befinden sich das Landratsamt Landshut, das Kreiskrankenhaus Landshut-Achdorf mit angegliedertem Ärztehaus und Schwesternwohnheim, die Grundschule „Karl Heiß“ und der Kindergarten St. Margaret.

Als regionales Unternehmen hat die Brauerei C. Wittmann ihren Firmensitz in Achdorf.

Achdorf der einzige Stadtteil Landshuts, der über einen eigenen Bahnhof verfügt; er trägt den Namen „Landshut-Süd“.

LiteraturBearbeiten

  • Marianne Mehling (Hg.): Knaurs Kulturführer in Farbe. Niederbayern und Oberpfalz, Droemer Knaur, München 1995, ISBN 3-426-26647-4
  • Alois Staudenraus: Topographisch-statistische Beschreibung der Stadt Landshut in Bayern, 1835

WeblinksBearbeiten

  Commons: Achdorf (Landshut) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Historische Karte auf BayernAtlas
  2. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 601.