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GeographieBearbeiten

Lage und LandschaftBearbeiten

Die Kreisstadt Dachau liegt am südlichen Rand des Landkreises, der direkt nach Karlsfeld in die Stadt München übergeht. Der Landkreis Dachau liegt mit seinen Anbindungen per Straße oder Bahn verkehrstechnisch gut erschlossen direkt vor den Toren Münchens und zählt zum Großraum München.

Nördlich der Kreisstadt Dachau ist die Landschaft hügelig und wird intensiv landwirtschaftlich genutzt. Das zentral gelegene Markt Indersdorf ist nach Dachau das wichtigste Zentrum des Landkreises.

Im Kreisgebiet befinden sich im Süden noch Reste einiger Moore, wie das Dachauer Moos oder das Naturschutzgebiet „Schwarzhölzl“. Anfang des 19. Jahrhunderts begann nach der Entwässerung der letzten Moore ein systematisch betriebener Torfabbau. Ursprünglich dehnte sich diese Moor-Landschaft von Fürstenfeldbruck bis Freising aus. Noch heute ist das Moorgebiet bekannt für länger anhaltende Bodennebel.

Umgangssprachlich spricht man auch von Dachauer Land.

FlüsseBearbeiten

Die wichtigsten Flussläufe sind die Amper, die Glonn und die Ilm.

Die Amper bildet auf weite Strecken die natürliche Grenze zwischen dem Moorgebiet im Süden und dem nördlich daran anschließenden Hügelland, das die Landschaft im restlichen Kreisgebiet prägt. Dieser Fluss erreicht, vom Ammersee kommend, südwestlich von Dachau das Kreisgebiet und durchfließt dann in nordöstlicher Richtung den äußersten Südosten des Kreises. Östlich von Dachau, kurz vor Hebertshausen, mündet die Würm in die Amper. Sie entwässert den Starnberger See. Die Müller der Würmmühle in Dachau sind seit dem 10. Jahrhundert für den Übergang über die Würm-Amper-Aue, im Mündungsgebiet der Würm in die Amper, verantwortlich. Westlich von Dachau, in Mitterndorf, fließt der Amper die Maisach zu.

 
Dachauer Hügellandschaft nordöstlich Dachau mit Windrad
 
Blick von der Gündinger Höhe bei Bergkirchen auf Udlding und München

Die Mitte des Kreises durchfließt in west-östlicher Richtung die Glonn. Dieser kleine Fluss mündet im Landkreis Freising in die Amper, die weiter nordöstlich in Moosburg in die Isar mündet. Die Glonn entwässert rund 2/3 des Kreisgebietes.

Der Norden des Landkreises wird im Groben durch die Ilm geprägt, die einerseits in Tandern, anderseits am Altowald bei Altomünster entspringt und hinter Pipinsried zusammenfließt. Sie speist nach 75 Kilometern den Donau-Zufluss Abens.

Alle Flüsse entwässern in die Donau.

TopografieBearbeiten

Der Landkreis Dachau ist durch eine sanfte Hügellandschaft des Donau-Isar-Hügellandes gekennzeichnet, die im Süden ab Dachau in die Münchener Schotterebene ausläuft. Die Flussläufe bilden Senken mit Mooren, die überwiegend in west-östlicher Richtung den Landkreis durchziehen. Die eingeschnittenen Verläufe von Amper, Glonn und Ilm werden von Hügellandschaften abgegrenzt.

Topografisch gesehen liegen die höheren Erhebungen zwischen 535 und 520 Höhenmetern im Norden und Nordwesten des Landkreises, die höchste mit 557 Höhenmetern im Biberecker Holz unweit Kreuzholzhausen. Die höchstgelegene Ortschaft ist Hohenzell (537 Höhenmeter) bei Altomünster. Die tiefsten Landschaftspunkte liegen entlang der Abflüsse der Amper und der Glonn im Südosten bzw. Osten in den Landkreis Freising bei ca. 450 Höhenmetern.

NachbarkreiseBearbeiten

Der Landkreis grenzt im Uhrzeigersinn, im Norden beginnend, an die Landkreise Pfaffenhofen an der Ilm, Freising und München, an die kreisfreie Stadt München sowie an die Landkreise Fürstenfeldbruck und Aichach-Friedberg.

GeschichteBearbeiten

Das Kreisgebiet Dachaus gehört zu den altbayerischen Gebieten. Dachau war spätestens seit dem 13. Jahrhundert Sitz eines landesherrlichen Herrschaftsbezirks, der zwar auch mit adlichen und geistlichen Niedergerichtsbezirken durchsetzt war, jedoch einen relativ abgerundeten Bezirk rechts und links der Amper unter Einschluß von Fürstenfeldbruck, bis an die Stadtgrenze von München und östlich begrenzt vom Landgericht Kranzberg einnahm.

Landgericht ab 1803Bearbeiten

Bei der ersten Neuordnung der bayerischen Verwaltung im Zuge der Säkularisation vieler Klöster und des Hochstifts Freising blieb das Landgericht Dachau fast unverändert, ihm wurde lediglich die Aufsicht über die Hofmark Indersdorf (bisher Landgericht Kranzberg) zusätzlich zugewiesen, dagegen wechselte das Gebiet Neuhausen zum damals neugebildeten Landgericht München. Ab 1808 gehörte das Landgericht Dachau zum Isarkreis bzw. ab 1838 zum Kreis Oberbayern. 1823 wurden einige Gemeinden dem neu errichteten Landgericht Fürstenfeldbruck zugeteilt.

Bezirksamt ab 1862Bearbeiten

Das Bezirksamt Dachau folgte im Jahr 1862 dem flächengleichen Landgericht Dachau.[2]

Landkreis ab 1939Bearbeiten

Am 1. Januar 1939 wurde wie überall im Deutschen Reich die Bezeichnung Landkreis eingeführt.[3] So wurde aus dem Bezirksamt der Landkreis Dachau.

Landkreis ab 1972Bearbeiten

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde der Landkreis am 1. Juli 1972 vergrößert. Neu zum Landkreis kamen

Der Landkreis Dachau gab seinerseits die Gemeinde Fahrenzhausen im Osten an den Landkreis Freising ab. Damit erreichte der Landkreis seine heutige Ausdehnung.[4] Faktisch wurden im Osten Gebiete abgegeben und im Westen und Südwesten Gebiete einbezogen.

Der Werbeslogan des Landkreises lautet aktuell: „Landkreis Dachau .... beste Gegend.“

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Der Landkreis Dachau gewann von 1988 bis 2018 über 47.000 Einwohner hinzu bzw. wuchs um 44,2 %.

Die Einwohnerzahlen ab 1840 beziehen sich auf den Gebietsstand vom 25. Mai 1987.

Jahr 1840 1871 1900 1925 1939 1950 1961 1970 1987 1991 1995 2000 2005 2010 2016
Einwohnerzahl[5] 23.714 26.494 32.869 38.810 47.261 69.865 75.708 88.699 104.280 114.714 122.144 129.547 134.382 138.547 150.839

WirtschaftBearbeiten

Wirtschafts- und StrukturdatenBearbeiten

Zahlreiche, zumeist mittelständige Unternehmen, verteilen sich über den Landkreis. Global agierende und hochinnovative HighTech-Betriebe finden sich neben wachstumsstarken Startups, zahlreichen Handwerks- und Gewerbebetrieben und Dienstleistern unterschiedlichster Art. Der stabile Branchenmix mit Fokus auf die Bereiche Automotive, Informations- und Kommunikationstechnologie, Dienstleistungen und Hightech sowie Gesundheit und Medizintechnik zeichnet den Landkreis Dachau besonders aus.[6] Die IHK gibt für den Landkreis 1890 Industriebetriebe, 1774 Einzelhandelsbetriebe, 1430 Großhandelsbetriebe, 582 Betriebe für Verkehr, Transport und Logistik, 473 gastronomische Betriebe, 5229 Dienstleistungsbetriebe an.[7]

Im Zukunftsatlas 2016 belegte der Landkreis Dachau Platz 55 von 402 Landkreisen und kreisfreien Städten in Deutschland und zählt damit zu den Orten mit „hohen Zukunftschancen“.[8]

Mit einem Kaufkraftindex von 122,7 Prozent des Bundesdurchschnitts (100 Prozent) bzw. 27.291 Euro verfügt der Landkreis über das neunthöchste Pro-Kopf-Einkommen aller Landkreise in der Bundesrepublik Deutschland (Stand: 2017).[9]

Im Landkreis Dachau wohnen ca. 136.000 Einwohner, davon rund 41.000 in der Stadt Dachau. Im Landkreis herrscht mit einer Arbeitslosenquote von 2,8 % nahezu Vollbeschäftigung.[10]

Ein hoher Pendlerstrom aus dem Dachauer Land arbeitet in der Region München. Der Auspendlerüberschuss liegt bei 25.997 Personen (Stand 2017).[11]

Eine Besonderheit neuerer Zeit in der Gemeinde Hebertshausen ist die Erdölförderung. Bei der Ortschaft Prittlbach befindet sich eines von derzeit zwei Ölfeldern in Bayern, bei denen das schwarze Gold tatsächlich auch gefördert wird. Auch die Windenergie wird mit Windkraftanlagen genutzt.

BrauereiwesenBearbeiten

Übers Dachauer Land verteilen sich sieben Brauereien, gegründet zwischen 1561 und 2014:

VerkehrBearbeiten

Den Landkreis Dachau durchzieht im Osten die Hauptbahn München – Treuchtlingen mit zwei Zugangsstellen im Kreisgebiet. Unmittelbar daneben verläuft bis Petershausen eine in München-Laim beginnende elektrifizierte Hauptbahn mit sechs Zugangsstellen im Kreisgebiet, auf der vor allem die S-Bahn-Linie 2 der DB Regio AG verkehrt. Diese Linie erschließt den Landkreis im Norden und Osten.

Seit 1912/13 zweigt in der Kreisstadt Dachau eine 2014 elektrifizierte und umgebaute Lokalbahn über Markt Indersdorf nach Altomünster ab (S-Bahn-Linie 2 des MVV). Diese Linie erschließt den Landkreis im Zentrum und im Nordwesten.

Als dritte Eisenbahnstrecke führt eine Hauptbahn vom Bahnhofsteil München Nord Rbf Forstweg nach Karlsfeld in den Landkreis hinein.

Die Bundesautobahnen A 8, A 92 und A 99 berühren das Kreisgebiet. Durch den Kreis und die Kreisstadt verläuft die Bundesstraße 471; die Bundesstraße 304 beginnt in Dachau und führt durch Karlsfeld nach München und Freilassing.

Kultur und MuseenBearbeiten

Kulturelle Bedeutung erhielt das Dachauer Land als Objekt der Landschaftsmalerei. Die Künstlerkolonie Dachau bildete sich ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Vor allem ab 1875 drängten bedeutende deutsche Maler nach Dachau und Umgebung, um sich dort von Menschen, Wetter und Landschaft im Dachauer Moos inspirieren zu lassen und sich vor Ort mehrere Monate oder Jahre niederzulassen.

Über die Stadt Dachau und den Landkreis verteilen sich 14 Museen. Sie fächern sich thematisch breit auf zwischen weltlichen (wie z. B. Brauerei) und kirchlichen Aspekten (Augustiner Chorherren), zwischen Land- (das Schaudepot) und Finanzwirtschaft (das Bankenmuseum), zwischen Arbeitswelt (Furthmühle) und reiner Kunst (Neue Galerie Dachau).

Alle Museen zeichnet der enge regionale Bezug aus, beispielsweise das Dachauer Bezirksmuseum oder die Heimatmuseen in Haimhausen und Karlsfeld – und auch die Gemäldegalerie Dachau spiegelt in ihren Landschaftsbildern den Zauber des Dachauer Mooses. Das stärkste internationale Besucherinteresse verzeichnet die KZ-Gedenkstätte Dachau.

BildungBearbeiten

Im Landkreis Dachau gibt es ein weitreichendes Spektrum an öffentlichen und privaten Schulen, bestehend aus Grundschulen, Hauptschulen (auch mit M-Zweig), Montessorischule (Grund- und Hauptschule), einem sonderpädagogischen Förderzentrum, Realschulen, drei Gymnasien (Josef-Effner-Gymnasium Dachau, abgekürzt JEG, Ignaz-Taschner-Gymnasium Dachau, abgekürzt ITG und Gymnasium Markt Indersdorf, abgekürzt GMI), der Bavarian International School in Haimhausen, der staatlich anerkannten Wirtschaftsschule Scheibner e.V. (abgekürzt WSS), einer staatlichen Berufsschule, die Fachoberschule Karlsfeld sowie eine griechische Schule. In Planung sind der Bau zweier Gymnasien in Karlsfeld und Bergkirchen, um mit der ansteigenden Bevölkerungsentwicklung Schritt zu halten.

PolitikBearbeiten

LandräteBearbeiten

KreistagBearbeiten

Kreistagswahl 2014
Wahlbeteiligung: 54,11 %
 %
50
40
30
20
10
0
43,9 %
18,5 %
16,2 %
8,8 %
5,6 %
5,1 %
1,7 %

Die Kommunalwahlen 2002, 2008 und 2014 führten zu folgenden Sitzverteilungen im Kreistag:

CSU SPD FW/ÜB GRÜNE FDP ödp FW Dachau REP Gesamt
2002 29 12 11 4 1 2 1 60
CSU SPD FW/ÜB GRÜNE FDP ödp FW Dachau REP Gesamt
2008 28 10 11 6 2 3 60
CSU SPD FW/ÜB GRÜNE FDP ödp FW Dachau REP Gesamt
2014 26 11 10 5 1 4 3 60

WappenBearbeiten

Blasonierung: „Unter mit bayerischen Rauten belegten Schildhaupt in Silber ein roter Zickzackbalken.“[12]
Wappenbegründung: Die bayerischen Rauten im Schildhaupt weisen auf die lange Tradition des altbayerischen Gerichtsbezirks Dachau hin und unterstreichen die enge Verbindung zum Haus Wittelsbach seit dem 12. Jahrhundert. Der Zickzackbalken ist das von 1216 bis um 1230 in herzoglichen Siegeln nachweisbare Allodzeichen der Wittelsbacher als Grafen von Scheyern, das später in verschiedenen Farben in den Wappen landesherrlicher Hausklöster auftaucht.

GemeindenBearbeiten

Gemeinden des Landkreises vor der Gebietsreform 1971/78Bearbeiten

 
Pfarrkirche St. Johannes Baptist in Bergkirchen

()

Bis zur Gebietsreform von 1971 bis 1978 hatte der Landkreis Dachau 55 Gemeinden (siehe Liste unten) auf einer Fläche von 438,42 km².[17] Im Jahr 1900 hatte der Landkreis noch 56 Gemeinden.[17] Die Gemeinden Augustenfeld und Etzenhausen wurden zusammen mit einigen Ortsteilen von Nachbargemeinden der Stadt Dachau im Jahr 1939 in die Stadt eingemeindet. Karlsfeld wurde erst im Jahr 1939 zu einer eigenständigen Gemeinde.

Im Norden grenzte der Landkreis an den Landkreis Pfaffenhofen a.d.Ilm, im Nordosten an den Landkreis Freising, im Südosten an den Landkreis und die Stadt München, im Süden an den Landkreis Fürstenfeldbruck, im Südwesten an den Landkreis Friedberg und im Nordwesten an den Landkreis Aichach.

Die Gemeinden des Landkreises Dachau vor der Gemeindereform 1971 bis 1978.[18][19] Die Gemeinden, die es heute noch gibt, sind fett geschrieben.

frühere Gemeinde heutige Gemeinde heutiger Landkreis
Ainhofen Markt Indersdorf Landkreis Dachau
Ampermoching Hebertshausen Landkreis Dachau
Amperpettenbach Haimhausen Landkreis Dachau
Arnbach Schwabhausen Landkreis Dachau
Asbach Petershausen Landkreis Dachau
Bergkirchen Bergkirchen Landkreis Dachau
Biberbach Röhrmoos Landkreis Dachau
Dachau Dachau Landkreis Dachau
Eichhofen Markt Indersdorf Landkreis Dachau
Einsbach Sulzemoos Landkreis Dachau
Eisenhofen Erdweg Landkreis Dachau
Eisolzried Bergkirchen Landkreis Dachau
Fahrenzhausen Fahrenzhausen Landkreis Freising
Feldgeding Bergkirchen Landkreis Dachau
Frauenhofen Markt Indersdorf Landkreis Dachau
Giebing Vierkirchen Landkreis Dachau
Glonn Markt Indersdorf Landkreis Dachau
Großberghofen Erdweg Landkreis Dachau
Großinzemoos Röhrmoos Landkreis Dachau
Günding Bergkirchen Landkreis Dachau
Haimhausen Haimhausen Landkreis Dachau
Hebertshausen Hebertshausen Landkreis Dachau
Hirtlbach Markt Indersdorf Landkreis Dachau
Karlsfeld Karlsfeld Landkreis Dachau
Kollbach Petershausen Landkreis Dachau
Kreuzholzhausen Bergkirchen Landkreis Dachau
Langenpettenbach Markt Indersdorf Landkreis Dachau
Lauterbach Bergkirchen Landkreis Dachau
Markt Indersdorf Markt Indersdorf Landkreis Dachau
Niederroth Markt Indersdorf Landkreis Dachau
Oberbachern Bergkirchen Landkreis Dachau
Obermarbach Petershausen Landkreis Dachau
Oberroth Schwabhausen Landkreis Dachau
Odelzhausen Odelzhausen Landkreis Dachau
Pasenbach Vierkirchen Landkreis Dachau
Pellheim Dachau Landkreis Dachau
Petershausen Petershausen Landkreis Dachau
Pipinsried Altomünster Landkreis Dachau
Prittlbach Hebertshausen Landkreis Dachau
Puchschlagen Schwabhausen Landkreis Dachau
Ried Markt Indersdorf Landkreis Dachau
Röhrmoos Röhrmoos Landkreis Dachau
Rumeltshausen Schwabhausen Landkreis Dachau
Schönbrunn Röhrmoos Landkreis Dachau
Schwabhausen Schwabhausen Landkreis Dachau
Sigmertshausen Röhrmoos Landkreis Dachau
Sulzemoos Sulzemoos Landkreis Dachau
Taxa Odelzhausen Landkreis Dachau
Unterweikertshofen Erdweg Landkreis Dachau
Unterweilbach Hebertshausen Landkreis Dachau
Vierkirchen Vierkirchen Landkreis Dachau
Weichs Weichs Landkreis Dachau
Welshofen Erdweg Landkreis Dachau
Westerholzhausen Markt Indersdorf Landkreis Dachau
Wiedenzhausen Sulzemoos Landkreis Dachau

Städte- und GemeindepartnerschaftenBearbeiten

Schutzgebiete und NaturdenkmälerBearbeiten

Im Landkreis gibt es zwei Naturschutzgebiete, vier Landschaftsschutzgebiete, drei FFH-Gebiete und mindestens ein ausgewiesenes Geotop (Stand April 2016).

Allein in der Stadt Dachau stehen 30 Naturdenkmäler: die Linden am Widerstandsplatz und der Gottesackerstraße etwa, die Rotbuchen am Wasserturm und dem Rotkreuzheim, die Kastanien am Bahnhof und im Wirtsgarten des "Stadtkellers" oder die Pappel an der Amperbrücke.

Über den Landkreis verteilt finden sich rund 150 Naturdenkmäler, um die meisten ranken sich Legenden. Die Hohle Linde in Obermarbach bei Petershausen stand schon zur Zeit des Dreißigjährigen Kriegs und gilt wegen ihrer skurrilen Gestalt als einzigartig. Die Schlosseiche von Eisolzried bringt mehr als 600 Jahre auf die Borke und die zwölf Eschen der Lauterbacher Allee waren bereits zur Regierungszeit von Kaiser Wilhelm an Ort und Stelle.[20]

Siehe auchBearbeiten

Freizeit, Rad- und WanderwegeBearbeiten

Die Flussläufe an Amper, Glonn oder Ilm laden zu Radtouren ein. Der 7-Klöster-Weg verbindet auf drei Routen von insgesamt knapp 100 km sieben Klosteranlagen im Landkreis Dachau und dem Wittelsbacher Land westlich davon, für Radtouristen. Zahlreiche größere oder kleinere Badeseen, Schwimmbäder und ein Naturbad laden zum Schwimmen ein.[21]

BrauchtumBearbeiten

Im Landkreis Dachau gehören zum traditionellen Brauchtum im Jahreslauf beispielsweise die Jaudusfeuer vor Ostern, die drei lokalen Volksfeste in Dachau, Markt Indersdorf und Karlsfeld, Feste, Tanz und Märkte zu Kirchweih, das Aufstellen von Maibäumen in den Ortschaften, Freinacht, Laternenumzüge am Martinstag im November und zahlreiche Adventssingen in den Kirchen zur Vorweihnachtszeit. Die Dachauer Tracht zählt zu den charakteristischen Bayerischen Trachten. Eine Beschreibung der Dachauer Tracht findet sich auf der Webseite des Trachtenverein "D'Ampertaler".[22]

Kfz-KennzeichenBearbeiten

Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen DAH zugewiesen. Es wird durchgängig bis heute ausgegeben.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 443.
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 97.
  4. Verordnung zur Neugliederung Bayerns in Landkreise und kreisfreie Städte vom 27. Dezember 1971
  5. Statistik für den Landkreis Dachau, abgerufen am 7. Januar 2011.
  6. IHK Bayern: Landkreis Dachau. In: https://standortportal.bayern/de/BayStandorte/Oberbayern/Dachau/landkreis.html. IHK Bayern, 19. April 2019, abgerufen am 19. April 2019.
  7. IHK Bayern: Firmenstandorte. In: https://standortportal.bayern/de/BayStandorte/Oberbayern/Dachau/landkreis.html. IHK Bayern, 18. April 2019, abgerufen am 18. April 2019.
  8. Zukunftsatlas 2016. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 2. Oktober 2017; abgerufen am 23. März 2018.
  9. Kaufkraft in Deutschland steigt 2017 um 1,7 Prozent. 13. Januar 2017, abgerufen am 26. März 2018.
  10. IHK Bayern: Landkreis Dachau. In: 2019-04-19. IHK Bayern, 19. April 2019, abgerufen am 19. April 2019.
  11. Landkreis Dachau: Dachauer Land – Sozioökonomische Strukturdaten. In: https://www.dachauer-land.com/de/standortinformation/strukturdaten. Landkreis Dachau, 18. April 2019, abgerufen am 18. April 2019.
  12. Eintrag zum Wappen des Landkreises Dachau in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte, abgerufen am 4. September 2017.
  13. Ministerrats-Beschluss vom 19. September 2016 zur Auflösung, abgerufen am 6. November 2016.
  14. Landtags-Drucksache mit dem Gesetz-Entwurf
  15. Aus eins mach drei: Verwaltungsgemeinschaft Odelzhausen aufgelöst. In: Aichacher Zeitung. 1. Dezember 2016. (aichacher-zeitung.de, abgerufen am 9. Dezember 2016)
  16. Bayer. Gesetz- und Verordnungsblatt S. 349/2016.
  17. a b Seite über den Landkreis Dachau auf gemeindeverzeichnis.de (abgerufen am 25. August 2010)
  18. Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Landkreis Dachau. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  19. BayernViewer der Bayerischen Vermessungsverwaltung (abgerufen am 25. August 2010)
  20. Naturdenkmäler im Dachauer Land. (PDF) Regionalentwicklungsverein Dachau AGIL Amper-Glonn-Ilm-Land e. V, abgerufen am 12. Juli 2019.
  21. Der 7KlösterWeg. Regionalentwicklungsverein Dachau AGIL Amper-Glonn-Ilm-Land e. V, abgerufen am 12. Juli 2019.
  22. Sitt und Tracht. D´AMPERTALER DACHAU e. V, abgerufen am 5. April 2019.