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Deggendorf

Kreisstadt im niederbayerischen Landkreis Deggendorf
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Deggendorf
Deggendorf
Deutschlandkarte, Position der Stadt Deggendorf hervorgehoben
Koordinaten: 48° 50′ N, 12° 58′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Deggendorf
Höhe: 314 m ü. NHN
Fläche: 77,2 km2
Einwohner: 33.373 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 432 Einwohner je km2
Postleitzahl: 94469
Vorwahl: 0991
Kfz-Kennzeichen: DEG
Gemeindeschlüssel: 09 2 71 119
Stadtgliederung: 7 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Franz-Josef-Strauß-Straße 3
94469 Deggendorf
Website: www.deggendorf.de
Oberbürgermeister: Christian Moser (CSU)
Lage der Stadt Deggendorf im Landkreis Deggendorf
Landkreis Dingolfing-LandauLandkreis Freyung-GrafenauLandkreis PassauLandkreis RegenLandkreis Rottal-InnLandkreis Straubing-BogenAholmingAuerbach (Landkreis Deggendorf)AußernzellBernried (Niederbayern)BuchhofenDeggendorfGraflingGrattersdorfHengersbergHunding (Niederbayern)IggensbachKünzingLallingMettenMoos (Niederbayern)NiederalteichOberpöringOffenbergOsterhofenOtzingPlattlingSchauflingSchöllnachStephansposchingWallerfingWinzer (Niederbayern)Karte
Über dieses Bild

Deggendorf ist eine Große Kreisstadt im niederbayerischen Landkreis Deggendorf. Die Hochschulstadt mit insgesamt über 37.000 Einwohnern[2] (Stand 2019) wird aufgrund ihrer Lage im Donautal, im Süden an der Mündung der Isar und am Fuße der Berge des bayerischen Waldes auch als Donaustadt und „Tor zum Bayerischen Wald“ bezeichnet und rühmt sich, auf der „Sonnenseite des Waldes“ zu liegen. Sie ist an zwei Punkten mit der Nachbarstadt Plattling verwachsen und bildet gemeinsam mit den Städten Plattling und Osterhofen das Oberzentrum Deggendorf. In Deggendorf fand 2014 die Bayerische Landesgartenschau statt.

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Das Gebiet der Stadt Deggendorf liegt einerseits im flachen Donautal, erstreckt sich linksseitig der Donau aber auch in die Vorläufer des bayerischen Waldes hinein. Deggendorf liegt mit seinen Stadtteilen rechts der Donau im Gäuboden und den Stadtteilen links der Donau im Naturpark Bayerischer Wald. Die Stadt wird von der Donau durchflossen, im Stadtteil Fischerdorf mündet die Isar an der Stadtgrenze zwischen Deggendorf und der Nachbargemeinde Moos in die Donau. In Deggendorf war der südwestliche Startpunkt des Böhmwegs, einem bedeutenden alten Handelsweg, der die bayerische Donau durch den Bayerischen Wald mit Böhmen verband. Außerdem lag Deggendorf an der römischen Militärgrenze Donaulimes entlang der bayerischen Donau. Das heutige Stadtzentrum liegt nordöstlich der Donau. Der Höhenunterschied im Gemeindegebiet beträgt 806 Meter vom niedrigsten Punkt an der Donau beim Stadtteil Seebach (310 m über NN) bis zum höchsten Punkt nahe dem Ortsteil Greising (1116 m über NN).[3] Das führt zu erheblichen klimatischen Unterschieden; während in den niedrigen Lagen oft schon der Frühling eingekehrt ist, herrscht in den bewohnten Höhenlagen wie Greising auf 780 m ü. NHN noch Winter. Der „Hausberg“ Deggendorfs ist der auf dem Gemeindegebiet von Grafling befindliche Dreitannenriegel mit einer Höhe von 1090,2 m ü. NHN.[4]

NachbargemeindenBearbeiten

Folgende neun Gemeinden grenzen im Uhrzeigersinn unmittelbar an das Stadtgebiet von Deggendorf: Metten, Grafling, Bischofsmais, Schaufling, Hengersberg, Niederalteich, Moos, Plattling und Stephansposching

StadtgliederungBearbeiten

Gemeindeteile sind:[5]

Gemarkung (*) Gemeindeteil
Deggenau Breitenberg, Deggenau, Elmering, Gailberg, Görgen, Goldberg, Gschnaidt, Hub, Leoprechtstein, Mietzing, Reinprechting, Sandweg, Steinriesl, Thanhof, Ucking, Ufersbach, Waldschaid, Weinberg
Deggendorf Deggendorf
Fischerdorf Fischerdorf
Greising Frohnreut, Greising, Greisingerhochwald, Hackermühle, Haidhäusl, Hochstraß, Irlmoos, Kreut, Mühlberg, Nest, Oberfrohnreut, Oberglasschleife, Parst, Ringelswies, Schellenberg, Tattenberg, Zwieslerbruck
Mietraching Baumgarten, Breitenbach, Bruck, Eiberg, Einkind, Großfilling, Großwalding, Hain, Haslach, Hofstetten, Itzling, Kleinfilling, Kleinwalding, Klotzing, Marienthal, Maxhofen, Mietraching, Obergrub, Paußing, Schwemmberg, Untergrub, Weiher
Natternberg Haidhof, Mainkofen, Mettenufer, Natternberg, Rettenbach, Stauffendorf
Schaching Aletsberg, Bruckhof, Kobelsberg, Kohlberg, Kohlhof, Lehmberg (PLZ 94526), Neumühle, Niederkandelbach, Oberdippling, Oberer Mühlbogen, Oberkandelbach, Oberperlasberg, Schalterbach, Scheuering, Schleiberg, Schluttenhof, Simmling, Thannberg, Unterdippling
Seebach Bucha, Burgstall, Eichberg, Graben, Grillenberg, Grimming, Halbmeile, Helming, Hintertausch, Hochreut, Kleineichberg, Konseehof, Krösbach, Ledersberg, Oberdorf, Pumpenberg, Scheidham, Seebach, Vordertausch

(*) Die Gemarkungen entsprechen in etwa den ehemaligen Gemeindegebieten außer bei Seebach, das teilweise nach Hengersberg umgegliedert wurde.

  • Fischerdorf ist am rechten Donauufer gelegen und wird von der alten Bundesstraße 11 durchlaufen. Mit dem Stadtzentrum Deggendorfs ist Fischerdorf durch die 1999 neu erbaute Maximiliansbrücke, die die alte Brücke aus den 1920er Jahren ersetzt, verbunden.

KlimaBearbeiten

Durch ihre Lage in Mitteleuropa befindet sich die Stadt Deggendorf in der kühlgemäßigten Klimazone mit Winterhärte 6–7. Dabei liegt die Stadt im Übergangsbereich zwischen dem feuchten atlantischen und dem trockenen Kontinentalklima.

Durchschnittliche Temperatur- und Niederschlagswerte
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 1 4 9 14 20 22 24 24 19 13 6 2 Ø 13,2
Min. Temperatur (°C) −4 −3 0 4 8 11 13 13 9 5 1 −2 Ø 4,6
Niederschlag (mm) 44,8 45,8 54,4 38,2 71,8 72,8 81,8 63,6 65,1 54,0 55,3 48,0 Σ 695,6
T
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m
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1
−4
4
−3
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14
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5
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1
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−2
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
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g
44,8
45,8
54,4
38,2
71,8
72,8
81,8
63,6
65,1
54,0
55,3
48,0
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

GeschichteBearbeiten

Frühgeschichtliche SpurenBearbeiten

Die ältesten nachgewiesenen Funde im Raum Deggendorf stammen von alt- und mittelsteinzeitlichen Jägern und Sammlern und sind mindestens 50'000 Jahre alt. Archäologen gehen davon aus, dass auf und um den Natternberg im heutigen gleichnamigen Stadtteil bereits eine jungsteinzeitliche Siedlung der Linearbandkeramik vor mehr als 5000 v. Chr. bestand, ähnlich wie sie auch in vielen weiteren Teilen Niederbayerns und besonders im Gäuboden durch Luftbildarchäologie und Bestattungsplätze nachgewiesen werden konnte. Im mittleren und jüngeren Abschnitt der Urnenfelderzeit zwischen dem 10. und 8. Jh. v. Chr. war auf dem ca. 70 Meter hohen Berg ein dauerhafter Siedlungsschwerpunkt einer Höhensiedlung, dies konnte durch Ausgrabungen von Siedlungsüberresten beim Bau der BAB 3 belegt werden. Archäologische Ausgrabungen belegten Siedlungen der Jungsteinzeit (mind. 5. Jh. v. Chr.), der älteren Urnenfelderzeit (10. Jh. v. Chr.) und der späten Hallsteinzeit (6. – 5. Jh. v. Chr.). Auch im heutigen Stadtteil Fischerdorf wurden ca. 6000 Jahre alte Siedlungsspuren nachgewiesen. Am Ort des heutigen Stadtzentrums wurden Anfang der 80er Jahre bei Ausgrabungen in der Stadtpfarrkirche keltische Siedlungsreste entdeckt, welche auf die Spätlatenezeit im 2. bis 1. Jh. v. Chr. datiert werden konnten. Es wird angenommen, dass die Kelten die damals für eine Überquerung der Donau günstige Lage nutzten, um den 1029 erstmals urkundlich erwähnten (Altweg) Handelsweg von Süden nach Böhmen zu kontrollieren.[6]

Gründung DeggendorfsBearbeiten

 
Grabkirche Deggendorf
 
1000 Jahre Deggendorf: deutsche Briefmarke von 2002

In einer am 20. November 1002 ausgestellten Urkunde König Heinrichs II. für das Kloster Niedermünster in Regensburg wird Deggendorf erstmals urkundlich erwähnt.

Deggendorf wurde an einem natürlichen Donauübergang gegründet, der die Straße entlang der Isar nach Norden fortsetzte. Für die in Bayern herrschenden Geschlechter war das immer ein Grund, hier präsent zu sein. Im 11. Jahrhundert Techindorf genannt, erschien es um 1212 bereits als Stadt.

MittelalterBearbeiten

Mit dem Aussterben der Babenberger und der Grafen von Bogen (1242) setzten sich die Wittelsbacher in den Besitz der ehemaligen Grafschaft Deggendorf. Die Stadt wurde neu geordnet und geplant angelegt. Im Jahr 1280 wird erstmals eine hölzerne Brücke bei Deggendorf über die Donau erwähnt, sie gehört damit zu einer der ersten Brücken über die Donau. Mit Privilegien und Vergünstigungen wurde Deggendorf gefördert, bis es 1316 und 1320 mit dem Stadtrecht ausgestattet und damit der Prozess der Stadtwerdung auch verfassungsmäßig abgeschlossen wurde. Damit war Deggendorf für das Umland zu einem Anziehungspunkt für Markt und Handel geworden. Unter Herzog Heinrich XV. war Deggendorf kurzzeitig Residenzstadt des selbständigen Herzogtums Niederbayern-Deggendorf (1331–1332), das außer der Hauptstadt die Orte Cham, Dingolfing, Landau und Vilshofen umfasste. Er erhielt den Beinamen „der Natternberger“, da er sich vorzugsweise in Natternberg bei Deggendorf auf der gleichnamigen Burg aufhielt. 1338 wurde im Verlauf eines Pogroms die jüdische Gemeinde Deggendorfs komplett vernichtet. Das angebliche Wunder, das der den verbrannten Juden vorgeworfenen Hostienschändung gefolgt sein soll, begründete die bis 1992 stattfindende Wallfahrt zur Grabkirche, die sogenannte Deggendorfer Gnad. Die Grabkirche war kurz nach dem Pogrom errichtet worden. Noch bis 1968 fanden Prozessionen und Veranstaltungen in Deggendorf statt, die den damaligen Judenmord verherrlichten.[7] Im Jahr 1429 kam Deggendorf zum Herzogtum Bayern-München, 1496 eröffnete die erste Apotheke der Stadt Deggendorf. In Deggendorf war im 16. Jahrhundert eine der 16 Mautstellen des bayerischen Herzogs an der Donau zwischen Neuburg und Passau.[8]

Ab dem 13. Jahrhundert war der heutige Deggendorfer Stadtteil Deggenau eines von vielen Weinanbaugebieten im Donautal. Auf dem Weinberg, dem Mühlberg und dem Geiersberg wurde für annähernd 400 Jahre an den Berghängen Wein angebaut. Hierbei handelte es sich um den "Baierwein". Der erste urkundliche Beleg für einen Weinberg im heutigen Stadtgebiet stammt von 1149 und belegt einen Weinberg auf dem Mühlberg in Deggendorf.[9]

Frühe NeuzeitBearbeiten

Schwere Bevölkerungsverluste brachte der Dreißigjährige Krieg. Zwei Drittel der Einwohner starben 1633/34 an der Pest. Während des Spanischen Erbfolgekriegs wurden Teile der Stadt in Brand gelegt und zerstört. Obwohl diese Ereignisse für Jahrzehnte ihre Spuren hinterließen, erstand Deggendorf als funktionierende Stadt mit Hilfe der Ressourcen des Umlandes schnell wieder. Ein barockes Zeichen des daraus erwachsenen städtischen Selbstbewusstseins wurde mit dem Bau des Grabkirchenturmes 1722 gesetzt, der von Kunsthistorikern als einer der schönsten Türme in Bayern beschrieben wird und dem Stadtplatz seinen unverwechselbaren Charakter gibt. Während des Österreichischen Erbfolgekrieges brannte 1743 fast die gesamte Stadt nieder.

19. JahrhundertBearbeiten

Im 19. Jahrhundert wurden verschiedene neue Verkehrsverbindungen wie die Ruselstrasse (1818) und die Eisenbahnlinie über die Donau in den Bayerischen Wald hinein (1877) geschaffen und in Betrieb genommen. Die hölzerne Donaubrücke wurde 1863 durch einen stabilen eisernen Übergang ersetzt und Straßen zur Erschließung des Umlandes gebaut. Das mittelalterliche Stadtbild verschwand durch das Auffüllen der Stadtgräben, die Stadttore und Stadtmauern wurden abgerissen. Der über 500 Jahre alte Stadtkern wurde verändert und aufgeweicht. Heute ist nur noch die Anlage der Stadt erkennbar, ein 27 m langes Stück der Stadtmauer ist erhalten geblieben. Von 1898 bis 1908 wurde der Bau des ersten Frachthafens in Deggendorf (heutiger Winter- und Schutzhafen) umgesetzt.

20. JahrhundertBearbeiten

Erst im 20. Jahrhundert erfuhr Deggendorf durch Eingemeindung der benachbarten Ortschaften einen entscheidenden Gebiets- und Bevölkerungszuwachs. Die Nachbargemeinde Schaching kam 1935 zur Stadt Deggendorf, in den Jahren 1972 bis 1978 folgten Deggenau, Fischerdorf, Mietraching mit Greising sowie Seebach und Natternberg. Von 1948 bis 1972 war Deggendorf eine kreisfreie Stadt.

1911 eröffnete das Bezirksklinikum Mainkofen, damals als Heil- und Pflegeanstalt in Mainkofen, im heutigen Stadtteil Natternberg in Deggendorf. Heute ist es mit rund 720 Betten eine von zwei großen Kliniken in der Stadt Deggendorf und eine der Größten Bezirkskliniken in Bayern.[10]

Deggendorf wird Garnisonsstadt. Die Stadt erhielt in der NS-Zeit eine Garnison, als ab 1935 die Riga-Kaserne der Wehrmacht (für das Infanterieregiment 85) errichtet wurde.

Am 5. Februar 1945 fielen die ersten alliierten Bomben auf Deggendorf, nach nur rund 5 Wochen bis 14. März wurden bereits insgesamt 300 Fliegeralarme in der Stadt gezählt. Nach zahlreichen schweren Luftangriffen auf den großen benachbarten Eisenbahnknotenbahnhof in Plattling, wurde auch der Hafen Deggendorf und die Sirius-Werke am 20. und 24. April 1945 in 2 Bombenangriffen auf die Öl-Depots zu großen Teilen zerstört.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde 1945 in Deggendorf ein DP-Lager für jüdische so genannte „Displaced Persons“ eingerichtet. Es beherbergte bis zu 2000 Bewohner und wurde im Juni 1949 aufgelöst.

Die letzte der insgesamt drei nach dem Krieg im Stadtgebiet eingerichteten US-Militäreinrichtungen wurde 1957 aufgelöst.

Deggendorf wird ab 1. Juli 1972 wieder Kreisstadt. Nachdem Deggendorf bereits für 8 Jahre von 1940 bis 1948 seine Kreisfreiheit verloren hatte, war sie nach dem Zweiten Weltkrieg von 1948 bis 1972 wieder kreisfreie Stadt.

Zum Gedenken an diejenigen Opfer des Nationalsozialismus, die in Deggendorf wohnten, verlegte Gunter Demnig am 2. Oktober 2012 Stolpersteine in Deggendorf.

In den Jahren seit dem Zweiten Weltkrieg dehnte sich die Siedlungsfläche Deggendorfs erheblich aus. Die altstadtnahen Hügel wurden dabei fast vollständig bebaut. Als eine Art neues Wahrzeichen der Stadt entstand seit 1976 das weithin sichtbare Klinikum Deggendorf mit heute 502 Betten.

21. JahrhundertBearbeiten

Von 1985 bis 2013 gedachte die Stadt auf dem Geiersberg der Opfer der Weltkriege. Nachdem im Frühjahr 2013 bekannt geworden war, dass sich auf dem als Heldenhain bezeichneten Areal auch Gedenktafeln für Angehörige der SS befanden, ließ die Stadt diese entfernen. Seitdem wird die Stätte an Gedenktagen unter dem Namen „Gefallenenhain“ genutzt.[11]

Anfang Juni 2013 wurde die Stadt Deggendorf von einem verheerenden Hochwasser heimgesucht. Mehr als 6000 Menschen mussten evakuiert werden oder wurden aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen, da die errichteten Dämme den Wassermassen nicht mehr standhalten könnten. Tiefliegende Ortsteile wie Fischerdorf und Natternberg wurden nach einem Bruch des Isardamms komplett überflutet.[12][13] Weitere starke Überschwemmungen im Deggendorfer Raum waren 1787, 1816, 1845, 1876, 1920, 1924, 1926 und 1954 in der alten Chronik der Stadt verzeichnet.[14]

Nach dem Hochwasser 2013 wurde der Hochwasserschutz auch in der Stadt und im Raum Deggendorf an Isar[15] und Donau[16] komplett überarbeitet und erneuert, um jetzt sogar einem hundertjährigen Hochwasser stand zu halten.

Schiffsbaugeschichte und SchifffahrtBearbeiten

Flusstransporte seit dem 1. JahrhundertBearbeiten

  • Römische Zeit

In den rund 400 Jahren des Rätische Donaulimes vom 1. Jh. bis zum 5. Jh., waren vor Allem Römische Schiffe in Deggendorf auf der Donau unterwegs und verbanden Truppenstandorte wie u. a. Regensburg[17] und Straubing[18] mit den anderen Städten und Legionslagern entlang der Donau bis zum schwarzen Meer. Die Schiffstypen an der oberen Donau unterschieden sich im Laufe der Zeit, je nach dem welche Anforderungen sie erfüllen mussten. Es gab kleine wendige 18 Meter lange Ruder-Kriegsschiffe vom Typ Navis Lusoria[19], aber auch größere Kriegs- und Frachtschiffe mit einer Länge von bis zu 40 Metern sollen auf dem Rhein und der Donau unterwegs gewesen sein, welche ebenfalls mit Rudermannschaften betrieben wurden.[20] Auch eine kleine Kriegsschiffversion vom Typ Liburne (Classis Germanica) wurde in unterschiedlichen Längen in dieser Zeit auf der Donau eingesetzt und verfügte ebenso wie der Schiffstyp Navis Lusoria ergänzend zum Antrieb durch eine Rudermannschaft auch über ein Segel.[21]

  • Nutzung von Flößen

Vom 13. Jh. bis zum 19. Jh. kamen auch Flöße von der Isar zum Waren- und Personentransport aus München und Landshut hinzu, welche entweder bis Deggendorf oder über Deggendorf weiter auf der Donau Richtung Österreich und Ungarn[22] fuhren.[23]

Deggendorfer WerftenBearbeiten

Seit 1885 wurden in Deggendorf bereits in einer Werft Raddampfschiffe und später Motorschiffe für die Donau gebaut. Von 1946 bis in die 70er Jahre bestanden zwei Werften und eine Reederei in der Stadt, wobei die älteste und letzte verbliebene Werft ihren Werftbetrieb 2001 aufgegeben hat.[24]

  • Von Übigau über Hitzler bis DWE

Bereits 1885 fertigte die Maschinenfabrik und Schiffswerft Übigau aus Dresden Schiffe für die Donau per Endmontage ausschließlich in Deggendorf, bis die Montage 1913 größtenteils nach Regensburg verlagert wurde. Um die deutschen Donaureedereien aufzustocken, kaufte die reichseigene Zentral-Einkaufs-GmbH 1915 eine größere Anzahl Schraubendampfer und ließ diese (ursprünglich in Regensburg geplant), letztendlich ab Februar 1916 durch die beauftragte Hamburger Hitzler-Werft in Deggendorf zusammenbauen. Neben dem Montageplatz erwarb die Hitzler-Werft einige angrenzende Grundstücke und errichtete dort eine provisorische Werft, welche im späteren Verlauf zur DWE Deggendorfer Werft und Eisenbau Gesellschaft wurde. Im November 1918 beendete der Ausgang des Ersten Weltkriegs vorübergehend die Schiffsproduktion und Hitzler verkaufte Ende 1918 seine Deggendorfer Werft an die Bayerische Lloyd Schifffahrts AG und diese verkaufte sie letztlich 1924 an die Gutehoffnungshütte AG. Ebenfalls im Jahr 1924 nahm die Werft als Tochtergesellschaft der Gutehoffnungshütte AG ihren Produktionsbetrieb unter dem Namen DWE Deggendorfer Werft und Eisenbau Gesellschaft wieder auf.[25]

Ein weiterer Schiffsbauplatz (Montageplatz) wurde 1892 von der Süddeutschen Donaudampfschifffahrtsgesellschaft unterhalb der Eisenbahnbrücke angelegt. Hier wurden in den Folgejahren Bagger- und Kranschiffe, sowie Schlepper und Dampfer zusammengebaut.[26]

  • Neue Entwicklungen im Schiffsbau

1930 wurde mit dem Stoßtreidler UHU in Deggendorf eines der ersten Motorschubschiffe in Europa mit einem Voith-Schneider-Antrieb gebaut.[27] Nachdem in den 40er Jahren der Produktionsschwerpunkt auf Tankkähne gelegt wurde, entstand 1951 in Deggendorf der erste seetaugliche Hopperbagger (Schwimmbagger), wonach diese in die Produktpalette integriert wurden.[28] Der Betriebsablauf bei einem Baggerschiff führte zu Überlegungen der vereinfachten Verklappung und 1958 zum Bau der ersten Klappschute.[29] In den 60er und 70er Jahren waren der Bau von Baggerschiffen und Klappschuten ein weltbekanntes Spezialgebiet der Deggendorfer Werft und wurden in die ganze Welt geliefert. Eine weitere Neuheit waren die beiden teilbaren Binnen-RoRo-Semikatamarane Han Asparuh und Han Tervel[30]. Nachdem die Werft 1987 das damals größte Flusskreuzfahrtschiff der Welt mit dem Namen Mozart als Semikatamaran gebaut hatte, fertigte sie 1998 mit der Delphin Queen den ersten und einzigen Flusskreuzfahrtkatamaran[31] der Welt. Zu den hunderten von Schiffen die in Deggendorf über mehr als ein Jahrhundert gebaut wurden, gehören neben alten Dampfschiffen auch Tankkähne, Fracht- und Schubschiffe unterschiedlicher Bauart, Passagier- und Ausflugsschiffe für Flüsse und Seen, kleine Fährschiffe, Baggerschiffe, Behördenboote, Schuten und Klappschuten. Viele dieser Schiffe sind noch heute im Einsatz oder dienen vereinzelt auch als Museumsschiff.

Seit der Übernahme der Gutehoffnungshütte AG durch MAN 1969, gehörte die Werft bereits zu MAN. Seit 2001 wurde der Werftbetrieb und somit der Schiffbau aufgegeben. Seit dem 1. Januar 2010 trägt die ehemalige Werft den Namen MAN Diesel & Turbo SE, später MAN Energy Solutions.

  • 1946 bis 70er Jahre zwei Werften

1946 wurde die Wallner-Werft in Deggendorf eröffnet. Sie war Teil der 1920 gegründeten bayerischen Wallner Hafenbetriebe in Deggendorf mit eigener Reederei und begann ihren Betrieb nach dem Zweiten Weltkrieg mit der Komponentenzerlegung von Donauschiffen und deren Transport zum Rhein.[32] Die Wallner Hafenbetriebe lagen auf dem 1923 gepachteten und 1938 selbst erworbenen Gebiet des heutigen Frachthafens und waren dessen Anfänge.[33] Im späteren Verlauf wurden von der Wallner-Werft auch eigene Motorschleppschiffe wie beispielsweise 1951 die MZS Helene[34] gebaut.

Deggendorfer ReederBearbeiten

Der Schiffsverkehr auf der Donau spielte seit dem Mittelalter eine wichtige Rolle in Deggendorf. In noch existierenden Passauer Mautbüchern aus der Zeit um 1400, sind bereits viele Einträge von Deggendorfer Kaufleuten und Schiffseignern verzeichnet. Die in der Neuzeit bekannteste und größte Deggendorfer Fluss-Reederei war die Reederei Wallner von Josef Wallner.[35]

  • Reederei Wallner

Ab 1927 begann die Ära der Wallner-Reederei durch eine Zusammenarbeit mit der rumänischen Firma Creditul Minier und einem langjährigen Frachtvertrag. Das erste Schiff der (DRMT) Deutsch-Rumänische Tankschifffahrts GmbH erhielt den Namen Deggendorf. 1971 zog sich das Familienunternehmen aus der Donauschifffahrt zurück.[36] Eine geschichtliche Besonderheit ist das am 11. April 1942 in der Deggendorfer Werft fertig gestellte Motorzugschiff Anna Wallner der ebenfalls zur Wallner Hafenbetriebe gehörenden Reederei Wallner, es gehörte zum Typ "N" des Sofortprogramms des Reichsverkehrsministeriums für Schiffsneubauten und wurde am 29. Dezember 1943 beschlagnahmt. Nach dem Umbau in der Marine-Ausrüstungsstelle Linz, wurde das Schiff unter dem Namen Balmung am 7. April 1944 als eines von nur insgesamt 4 bewaffneten Wachschiffen für die untere Donau und das Eiserne Tor erneut in Dienst gestellt. Am 22. Juni 1946 wurde die durch eine britische Grundmine am 11. September 1944 schwer beschädigte und nicht einsatzfähige Balmung von der US-Armee in Deggendorf an den Bayerischen Lloyd zur weiteren Verwertung übergeben.[37] Viele Schiffe der Reederei wurden in Deggendorf, Korneuburg und Linz gebaut und umfassten eine große Anzahl an Tankkähnen, Motorfrachtschiffen und Schlepper.[38]

EingemeindungenBearbeiten

Ehemalige
Gemeinde
Einwohner
(1970)
Datum Anmerkung
Schaching[39] 31.03.1935
Greising[39] 497 01.01.1972 Eingemeindung nach Mietraching
Deggenau[39] 1708 01.07.1972
Fischerdorf[39] 844 01.07.1972
Mietraching[40] 1771 01.01.1974
Seebach[40] 1067 01.04.1976 Eingliederung von 831 der 1067 Einwohner,
Umgliederung von 236 Einwohnern nach Hengersberg
Natternberg[40] 2998 01.05.1978

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

 
Einwohnerentwicklung von Deggendorf von 1840 bis 2017
Datum Einwohner
01.12.1840 7.612
01.12.1871 9.726
01.12.1900 11.922
16.06.1925 14.125
17.05.1939 17.606
13.09.1950 23.555
Datum Einwohner
06.06.1961 24.755
27.05.1970 27.892
25.05.1987 28.560
31.12.1991 30.445
31.12.1995 31.113
31.12.2001 31.558
Datum Einwohner
31.12.2005 34.154
31.12.2010 31.661
31.12.2015 32.189
31.12.2017 33.373

Am 1. Januar 2013 waren 64,6 Prozent der Bevölkerung römisch-katholisch, 13,8 Prozent evangelisch und 21,6 Prozent gehören einer anderen oder keiner Glaubensgemeinschaft an. Deggendorf hat einen Ausländeranteil von 7,3 Prozent.[41]

PolitikBearbeiten

Stadtratswahl 2014[42]
Wahlbeteiligung: 39,97 %
 %
50
40
30
20
10
0
47,99 %
15,01 %
13,67 %
7,34 %
6,24 %
5,86 %
1,28 %
2,62 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2008
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
+6,54 %p
-1,35 %p
-1,11 %p
-0,60 %p
-0,09 %p
+0,80 %p
-3,60 %p
-0,57 %p

StadtratBearbeiten

Sitzverteilung im Stadtrat nach der Kommunalwahl am 16. März 2014 (und zum Vergleich 2002 und 2008):

CSU SPD FW GRÜNE JL WAN* REP FDP Gesamt
2014 19 6 5 3 2 3 1 1 40
2008 17 7 6 3 2 2 2 1 40
2002 23 7 5 2 2 1 40

* Wählerliste Altgemeinde Natternberg

BürgermeisterBearbeiten

Seit 1. August 2012 ist Christian Moser (CSU) Oberbürgermeister. Er wurde bei vier Gegenkandidaten mit 56,73 Prozent der abgegebenen Stimmen zum Oberbürgermeister gewählt, nachdem Anna Eder aus Altersgründen nicht mehr kandidiert hatte. Christian Moser amtiert bis 2020, damit Oberbürgermeister- und Stadtratswahl wieder gemeinsam stattfinden.

Deggendorf wurde von 2000 bis 2012 von Anna Eder (CSU) regiert. Damals wurde außer der Reihe eine Oberbürgermeisterwahl nötig, weil ihr Vorgänger Dieter Görlitz (ebenfalls CSU) aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten war.

Zweiter Bürgermeister ist Günther Pammer (CSU), Herrmann Wellner (CSU) ist dritter Bürgermeister der Stadt Deggendorf.

Partnerstädte und PatenschaftenBearbeiten

Osterreich  Partnerstadt von Deggendorf ist seit 1978 Neusiedl am See, Österreich.

Tschechien  Am 24. November 2008 wurde mit Písek, Tschechien, ein Freundschaftsvertrag geschlossen. Seit 10. Juni 2012 ist Písek ebenfalls Partnerstadt Deggendorfs.

Weiterhin besteht seit 2003 eine Patenschaft zum abgesetzten Technischen Zug 133 (Spezialeinheit der Luftwaffe, die die Radaranlage am Großen Arber betreut).

Zum Tender „Donau“ übernahm Deggendorf die Patenschaft von 1964 bis zu seiner Außerdienststellung am 1. Dezember 1994.

Der Airbus A320-211 der Lufthansa mit dem Kennzeichen D-AIPF ist Namensträger der Stadt "Deggendorf".

In der Geschichte trugen bereits mehrere Schiffe unterschiedlicher Typen den Namen der Stadt und wurden teilweise sogar vor Ort hergestellt. Aktuell ist noch das in Österreich registrierte Binnen-Schubschiff "Deggendorf" als Namensträger der Stadt vorwiegend auf der unteren Donau unterwegs.

Politischer AschermittwochBearbeiten

Die Partei der "Freien Wähler" hält jedes Jahr ihren Politischen Aschermittwoch in der Stadthalle Deggendorf ab.

BürgerbegehrenBearbeiten

  • Initiative zum Erhalt des Freibades im Stadtpark:
    Der erste Bürgerentscheid fand am 26. März 2000 statt. Dabei forderte die Bürgerinitiative den Erhalt des zentrumsnahen Freibades im Deggendorfer Stadtpark. Dagegen bot die Stadt Deggendorf in ihrem Ratsbegehren die Schließung des bisherigen Freibades und den Neubau eines Ganzjahresbades mit Hallen- und Freibad sowie diversen Erlebniseinrichtungen im Ortsteil Natternberg auf. Bei der Abstimmung erhielt das Begehren der Initiative 18,61 %, das Ratsbegehren 16,92 % der Stimmen aller Wahlberechtigten. Beide Begehren verfehlten somit das notwendige Quorum von 20 % der Stimmen aller Wahlberechtigten. Am 18. April 2000 beschloss der Deggendorfer Stadtrat die Auflösung des bisherigen Freibades und den Neubau des Ganzjahresbades.[43]
  • Initiative zur Höhenbegrenzung im Bebauungsplan „Die Bogen“:
    Das zweite Bürgerbegehren in der Stadt Deggendorf wendete sich gegen ein Bürohochhaus („Karl-Turm“) der Unternehmensgruppe Karl mit 36 m Höhe nahe dem südlichen Rand der historischen Altstadt. Durch das Bürgerbegehren sollte die zulässige Wandhöhe laut Initiative auf maximal 22 m beschränkt werden. Am 20. Oktober 2014 stimmte nahezu der gesamte Stadtrat im Rahmen eines Bebauungsplanes für das Hochhaus. Ab 3. Dezember 2014 wurde von drei Stadträten der Freien Wähler eine Unterschriftensammlung für ein Bürgerbegehren zur Verhinderung des Hochhauses begonnen. Am 13. Januar 2015 konnte die Initiative 2217 Unterschriften im Rathaus Deggendorf übergeben, mindestens 1800 gültige Unterschriften waren erforderlich. Der Deggendorfer Stadtrat (einmütig bis auf die drei Stadträte, die das Bürgerbegehren initiierten und einem Stadtrat der Grünen) stellte dem Bürgerbegehren mit Ratsbeschluss vom 9. Februar 2015 ein Ratsbegehren entgegen. In dem Ratsbegehren wurde wie im Stadtratsbeschluss eine Gebäudehöhe von maximal 36 Metern den Wahlberechtigten zur Abstimmung angeboten. Der Bürgerentscheid fand am 22. März 2015 statt. Dabei erreichte das Ratsbegehren 68 %, das Bürgerbegehren 51 %. Die Stichfrage wurde mit 60 % für das Ratsbegehren entschieden. Beide Begehren konnten jedoch das notwendige Quorum von 20 % nicht erreichen (Stadtrat: 19 %, Bürger: 12 %; bei einer Wahlbeteiligung von 32 %) und es blieb bei der Vorgabe von 36 m Höhe für das geplante Gebäude.[44][45][46][47][48][49]

Wirtschaft und BildungBearbeiten

UnternehmenBearbeiten

Hauptindustriezweige sind Textilindustrie (z. B. TWD Fibres), Leichtmetallbau, Reaktorbau (z. B. MAN DWE), Eisen-, Gummi-, Kunststoff- und Holzverarbeitung, Hoch- und Tiefbau sowie Wachswarenfabrikation. Die Streicher Unternehmensgruppe, ein international tätiges Tiefbauunternehmen, und die ERL Immobiliengruppe, Spezialist für Pflegeimmobilien, Betreutes Wohnen, barrierefreier Wohnungsbau, Studentenwohnbau und Mikroappartements, haben ihren Sitz in Deggendorf. 2012 verlagerte die Laschinger Seafood ihren Sitz nach Deggendorf. Auch die Sparkasse Deggendorf (Geschäftsbereich ist der Landkreis Deggendorf) hat ihren Sitz in Deggendorf. Seit 2016 fertigt Liebherr Mikropräzisionsteile für verschiedene Anwendungen der Firmengruppe in Deggendorf. Einige weitere namhafte Firmen mit Sitz oder Niederlassung in Deggendorf sind die Rile Group, Innstolz Frischdienst, DBV, Kies-Hacker, Kerzenfabrik Wiedemann, Caverion, Medtronic, Semperit, Kontron, Huntsman, Dobler Metallbau, SAINT-GOBAIN Deutsche Glas GmbH und die Nerlich & Lesser KG. Die Stadt gilt durch ihre enge Zusammenarbeit mit der Technischen Hochschule Deggendorf als Gründerzentrum und ist sowohl Teil der Wirtschaftsregion der Donaustädte,[50] als auch der Europaregion Donau-Moldau und liegt im Zentrum der bayerischen Planungsregion 12 Donau-Wald.[51]

Es gibt drei Einrichtungen der "Innovations Technologie Campus GmbH" ITC1, ITC2 und ITC3, das Gründerzentrum befindet sich neben anderen Firmen und dem Sitz des Regionalfernsehsenders Donau TV am Standort des ITC1[52]. Das gegenüber der Hochschule angesiedelte ITC2[53] wird teilweise von der THD, aber auch von anderen Unternehmen genutzt.

Touristische Lage und TourismusBearbeiten

Aus touristischer Sicht liegt Deggendorf an der Schnittstelle der beiden ostbayerischen Tourismusregionen "Bayerisches Golf- und Thermenland"[54] westlich, welches sich über weite Teile des Gäubodens erstreckt und "Bayerischer Wald" östlich, welche durch die Donau als grobe Grenze getrennt sind. Die Stadt selbst wird auf Grund ihrer Lage[55] am vorderen Bayerischen Wald zu diesem gerechnet und gilt hierfür durch sein Autobahnkreuz und mehrerer Hauptzufahrtsstrassen in diesen, sprichwörtlich auch als Tor zum Bayerischen Wald. Als direkte Anlaufstelle gibt es eine moderne "Tourist Information" im Alten Rathaus.

2017 hatte die Stadt selbst laut Kommunalstatistik rund 87'000 Übernachtungsgäste, wobei hier für den Tourismus die zahlreichen innerstädtischen Veranstaltungen, wie auch die Infrastruktur und die verkehrsgünstige Lage der Stadt als Ausgangspunkt für kurze Ausflugsstrecken in die Region eine tragende Rolle spielen.

Die auch touristisch immer beliebter werdenden Auenlandschaften der Isarmündung, teilt sich die Stadt Deggendorf mit der Nachbarstadt Plattling und der Nachbargemeinde Moos mit zugehörigem Infohaus auf einer Länge von ca. 18 km bis zur Mündung. Der Stadtteil Fischerdorf liegt an der Donau und der Isar und beinhaltet einen Teil der geschützten Isarauen. Das Gebiet beherbergt hunderte teils geschützter Arten von Fischen, Amphibien, Pflanzen und Vögeln.

2015 wurde der bayerische Teil des Donau-Limes in die deutsche Vorschlags-Liste für das Unesco-Weltkulturerbe aufgenommen. Am 1. Februar 2018 wurde der über 2.300 Seiten starke Antrag auf Nominierung des länderübergreifenden Donau-Limes als UNESCO-Welterbe bei der UNESCO in Paris eingereicht[56]. Neben Bayern als Donauanrainer, beteiligen sich auch noch die Donauländer Österreich, Slowakei und Ungarn.

Die Donaustrände von Deggendorf flussaufwärts bis Bogen und flussabwärts bis Vilshofen, gehören zu den schönsten Uferabschnitten der bayerischen Donau, was neben der 93,5 km Flussfreiheit ohne Donauschleusen ebenfalls zur Entscheidung für den Antrag bei der UNESCO beitrug.

Neben zahlreichen Veranstaltungen und der Ausflugsschifffahrt, sowie Rad- und Wanderwegen, haben an warmen Sommertagen vor allem die Wassersportmöglichkeiten eine große Anziehungskraft auf Touristen und Tagesgäste. Zu den Badeseen und dem Ganzjahresbad, kommen weitere Badestellen an der Donau und der Isar. Wegen des großen barrierefreien Donauabschnitts ohne Schleusen und mit noch relativ vielen rechtlichen Freiheiten im Vergleich zu anderen Wasserstrassen[57], steigt auch zunehmend die Zahl von Besuchern mit eigenen Jetskis oder Booten aller Art. Auch das Paddeln auf der Isar wird immer beliebter. Im Winter bietet die Stadt neben einem Skilift im Ortsteil Greising, auch Einstiegsmöglichkeiten in das sich über 10 Loipen und 90 km erstreckende Langlaufgebiet (Deggendorf – Rusel – Bischofsmais)[58] ab der Rusel und Greising.

Neben den Möglichkeiten der Kategorie "Freizeit", einem täglichen Wochenmarkt (werktags), einem wöchentlichen Bauernmarkt (samstags) und im Sommer mind. zwei großen Flohmärkten pro Woche, hält Deggendorf traditionell jedes Jahr auch vier große Warenmärkte (Fastenmarkt, Maimarkt, Septembermarkt, Herbstmarkt) in der Innenstadt ab. Mit Ausnahme des Maimarkt handelt es sich um Sonntagsmärkte, die mit einem verkaufsoffenen Sonntag einhergehen.[59] Der Afrikanische Markt findet jährlich zur Zeit des Afrikafestes statt.

AuszeichnungenBearbeiten

Im Jahr 2015 ist Deggendorf wegen seiner Wirtschaftsfreundlichkeit mit dem Bayerischen Qualitätspreis 2015 ausgezeichnet worden. Ein Jahr zuvor war die Stadt bereits als Bayerns „Kommune des Jahres“ beim „Großen Preis des Mittelstands“ prämiert worden.[60]

Behörden und Öffentliche EinrichtungenBearbeiten

Neben den regulären Ämtern im Rathaus und Landratsamt gibt es ein Gesundheitsamt, ein Veterinäramt und eine Außenstelle des Amtes für Digitalisierung. Des Weiteren besitzt die Stadt einen Baubetriebshof, eine Stadtgärtnerei, ein Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, eine große Bundespolizeiabteilung der Bundesbereitschaftspolizei, eine Außenstelle des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, ein Amtsgericht, eine Kammer des Arbeitsgerichts Passau, ein Finanzamt, ein Schulamt, ein Jobcenter, eine Arbeitsagentur, eine Karriere-Beratungsstelle der Bundeswehr, ein Landgericht, eine Staatsanwaltschaft, eine Servicestelle des Bauamts Passau, sowie eine Dienststelle der Autobahndirektion Südbayern. Es gibt ergänzend zu der Polizeiinspektion Deggendorf, auch eine Verkehrspolizeiinspektion und eine Kriminalpolizeistation.

Für die regionalen Gewässer verfügt die Stadt über eine Wasserschutzpolizeigruppe[61] (mit einer Zuständigkeit für 88,5 Flusskilometer an der Donau und 19,4 Flusskilometer an der Isar) und über eine Wasser- und Schifffahrtsverwaltungsstelle WSV, Außenbezirk Deggendorf (mit einer Zuständigkeit für 45 Flusskilometer an der Donau). Das Wasserwirtschaftsamt Deggendorf ist seit 1. Januar 2006 zuständig für wasserwirtschaftliche Fachfragen in den Landkreisen Straubing – Bogen, Regen, Deggendorf, Freyung – Grafenau, Passau und Rottal – Inn, sowie in den kreisfreien Städten Straubing und Passau[62].

Die Stadt besaß während der Flüchtlingskrise eine Erstaufnahmeeinrichtung für über 500 Asylbewerber. Am 2. Januar 2015 zogen die ersten Flüchtlinge ein.[63][64] Seit 17. Juli 2017 galt es als ein bayerisches Transitzentrum und seit 1. August 2018 ist es ein Ankerzentrum mit einer Gesamtkapazität von 1300[65] Plätzen, welche sich auf den Hauptort Deggendorf mit ca. 590 Plätzen und drei Außenstellen in Osterhofen, Stephansposching und Hengersberg verteilen. In Deggendorf bestand von 1993 bis Ende 2003 bereits eine Aufnahmeeinrichtung mit 500 Plätzen.[66]

BildungBearbeiten

Technische HochschuleBearbeiten

1994 wurde in Deggendorf eine Fachhochschule gegründet. Hauptfachrichtungen sind Betriebswirtschaft (u. a. mit den Spezialisierungen Wirtschaftsinformatik, Internationales Management, Tourismusmanagement, Wirtschaftsingenieurwesen), Bauingenieurwesen, Ressourcen- und Umweltmanagement, Elektro- und Medientechnik sowie Maschinenbau und Mechatronik. 2013 wurde der Name in Technische Hochschule Deggendorf geändert. Im Jahr 2019 sind etwa 7.230[67] Studenten aus über 100 Ländern immatrikuliert, davon rund 6.500 am Hauptstandort Deggendorf.[68] Im Jahr 2019 bestehen rund 190 Partnerschaften zwischen der THD und anderen Universitäten und Hochschulen in über 50 Ländern weltweit.[69] Seit 2011 existiert in Deggendorf die 1860 in Wien gegründete Studentenverbindung "Markomannia Wien zu Deggendorf".

Schulen im StadtgebietBearbeiten

 
Comenius-Gymnasium bei Nacht

Die Stadt hat zwei Gymnasien (Comenius-Gymnasium, Robert-Koch-Gymnasium), eine Berufsober- und Fachoberschule (Aloys-Fischer-Schule), eine Realschule für Mädchen (Maria-Ward-Schulstiftung), eine Wirtschaftsschule, zwei Berufsschulen (gewerblich-technisch und kaufmännisch), Berufsfachschulen für Krankenpfleger, Krankengymnastik und Fremdsprachenberufe, eine Landwirtschaftsschule, eine Fachakademie für Sozialpädagogik (seit 2019 in Plattling), ein Berufsbildungs- und Technologiezentrum der Handwerkskammer, sechs Grundschulen, zwei Mittelschulen sowie zwei Förderschulen. Ergänzend gibt es neun Bildungseinrichtungen für Erwachsenenbildung, darunter das Deutsche Erwachsenen Bildungswerk e.V., das Kolping Bildungswerk und die Volkshochschule für den Landkreis Deggendorf e.V.[70]

Schulzentrum DeggendorfBearbeiten

Deggendorfer Berufsschulen: 2123 Schüler[71] (2018/2019) werden in 22 gewerblich-technischen Hauptberufsgruppen an der Staatlichen Berufsschule I in Deggendorf über die gesamte Ausbildungszeit unterrichtet. Rund 840[72] Schüler werden in 7 kaufmännischen Hauptberufsgruppen an der Staatlichen Berufsschule II in Deggendorf über die gesamte Ausbildungszeit unterrichtet. Neben den Berufsschulen befinden sich das Robert Koch Gymnasium und die staatliche Wirtschaftsschule im Schulzentrum. In dem gesamten Schulkomplex werden ca. 4500 Schüler unterrichtet und damit ist es der zweitgrößte Bildungsstandort im Stadtgebiet, nach der Technischen Hochschule Deggendorf.

Seit September 2015 wird das gesamte Schulzentrum in sechs Bauabschnitten durch Neubauten ersetzt, diese sollen bis September 2022 vollständig fertiggestellt sein. Dabei wird jeweils ein Gebäudebereich fertiggestellt, bezogen, das bisher genutzte Gebäude abgerissen und das so frei werdende Gelände für den nächsten Bauabschnitt genutzt. Dies ermöglicht den Neubau ohne Beeinträchtigung des laufenden Betriebs.[73]

MedienBearbeiten

  • Donau TV

In Deggendorf hat der Regionalfernsehsender DONAU TV seinen Sitz und eines von zwei Sendestudios. Das betreute Sendegebiet umfasst die Gebiete (Landkreis und Stadt Deggendorf, Landkreis und Stadt Straubing, Landkreis und Stadt Regen, sowie die Stadt Landau, Vilshofen und Bad Kötzting).[74] Übergeordnet ist seit 2018 in Deggendorf auch das gemeinsame Sendezentrum Niederbayern[75] für alle mit Donau TV zusammengeschlossenen Partnersender, wie Isar TV mit dem Sendegebiet für (Landkreis und Stadt Landshut, sowie Mainburg, Dingolfing, Moosburg a.d. Donau, Vilsbiburg, Rohr Niederb. und Wartenberg)[76], oder dem Partnersender TRP1 mit dem Sendegebiet für (Landkreis und Stadt Passau, Landkreis und Städte Freyung-Grafenau, Eggenfelden, Falkenberg, Kirchdorf, Pfarrkirchen, Simbach a. Inn, sowie in Oberösterreich die Orte Schärding, Suben und Freinberg)[77], unter gleicher Geschäftsführung der Donau TV Verwaltungs GmbH angesiedelt. Donau TV ist ebenfalls Partner von TV Bayern in Nürnberg und nutzt zusätzlich auch einen You Tube Kanal.

  • Bildschnitt TV

Das zu Donau TV gehörende Werbeunternehmen Bildschnitt TV mit Sitz in Deggendorf, bietet u. a. Dienstleistungen wie Werbespots, Imagefilme und Sportübertragungen an, ebenso wie Werbeunterstützung über TV und Social Media.[78]

  • Bayerischer Rundfunk

Seit Februar 2019 betreibt der Bayerische Rundfunk sein BR Stern-Studio Niederbayern für die Städte und Landkreise Deggendorf und Straubing, sowie für Teile des Bayerischen Waldes in Deggendorf[79]. Hier werden auf zwei Etagen die Onlineseiten "Niederbayern" für BR24 sowie Audios und Videos für Hörfunk und Fernsehen erstellt, auch die Möglichkeit einer Live-Schalte und ein livefähiges Übertragungsfahrzeug sind vorhanden.

  • Campus-Media

Die Technische Hochschule Deggendorf besitzt mit (doschauher.tv und Radio WebWelle) einen eigenen Fernseh- bzw. Rundfunksender um die Öffentlichkeitsarbeit zu verbessern und die hochschulinterne Kommunikation noch effektiver zu gestalten.[80]

  • Radio

Die Funkhaus-Passau GmbH & Co. KG betreibt ein Sendestudio des Radiosenders (Unser Radio) in Deggendorf[81], wo auch der zweite Radiosender dieser Gruppe (Radio Galaxy UKW 89,9) für das jüngere Publikum im Raum Deggendorf vertreten ist.[82]

  • Zeitungen

In der Stadt gibt es eine Redaktion der Deggendorfer Zeitung[83] (PNP Passauer Neue Presse) und eine Lokalredaktion des Donau-Anzeiger[84] / Deggendorf aktuell (Mediengruppe Straubinger Tagblatt)

GesundheitswesenBearbeiten

Die Stadt hat mehrere große und kleine Kliniken mit stationären Abteilungen in unterschiedlichen Fachbereichen, darunter zwei Lehrkrankenhäuser. Die Technische Hochschule Deggendorf bietet mehrere Gesundheitsstudiengänge der Fakultät für Angewandte Gesundheitswissenschaften an. Die Stadt hat in Kliniknähe eine Schule für Krankenpflege und Pflegehilfe, sowie eine Schule für Krankengymnastik und Physiotherapie. Seit 2018 gibt es am Ort auch eine Radiologische Gemeinschaftspraxis außerhalb eines Klinikums. Neben zwei klinischen MVZ im Donau Isar Klinikum und der Klinik Angermühle, gibt es auch noch zwei weitere Medizinische Versorgungszentren für verschiedene Fachbereiche in der Innenstadt. Der Hauptteil des MVZ aus dem Degg's Einkaufszentrum ist seit 2019 in neuen Räumlichkeiten im Isarpark in Plattling zu finden. Sowohl die Kliniken selbst, als auch die THD und die Fachschulen arbeiten in einigen Fachbereichen zusammen.

  • Das Donau-Isar-Klinikum[85] in Deggendorf mit 465 Betten, sowie 20 Betten im Palliativ. -und Dialysebereich, ist aus dem 1976 eröffneten Krankenhaus Deggendorf hervorgegangen. Ursprünglich Lehrkrankenhaus der Technischen Universität München, ist die Klinik heute ein Lehrkrankenhaus der 2. Versorgungsstufe der Medizinischen Hochschule Hannover. Der Standort Deggendorf verfügt heute über 17 Stationen (inkl. Intensivstationen), 9 Funktionsabteilungen, eine Palliativstation, sowie eine Dialyseabteilung und eine Akutgeriatrische Hauptabteilung. Der gesamte Standort ist KTQ-zertifiziert. Das Onkologische Zentrum (Mammazentrum, Darmzentrum, Magenzentrum, Bauchspeicheldrüsenzentrum, Prostatazentrum, Harnblasenzentrum, Neuroonkologisches Zentrum) ist nach den Vorgaben der Bayrischen Krebsgesellschaft und nach DIN EN ISO zertifiziert. Das Klinikum ist Sitz der Donau Isar Kliniken Gruppe mit den angeschlossenen Kliniken Dingolfing und Landau. Alle drei Standorte verfügen über insgesamt rund 2000 Beschäftigte. Unweit zum Klinikum angrenzend ist eine Krankenpflegeschule und eine Fachschule für Krankengymnastik, so wie ein Dialysezentrum des KfH Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation e.V. angesiedelt. Als Unfallklinik mit einem überregionalen Traumazentrum ist das Klinikum mit zwei Hubschrauberlandeplätzen auf einer Plattform für einen 24 Stunden Betrieb ausgestattet[86]. Der nächstgelegene für die Region unmittelbar zuständige Rettungshubschrauber ist der Christoph 15 des ADAC, weitere Stammgäste sind der Christophorus Europa 3 des ADAC und der Christoph Regensburg der DRF, aber auch von überregionalen Maschinen wird das Klinikum angeflogen.[87] Seit einigen Jahren wird die Klinik in fast allen Bereichen umfangreich modernisiert, erweitert und weiterentwickelt. In einer Kooperation zwischen niedergelassenen Ärzten und dem DONAUISAR Klinikum besteht in Räumlichkeiten des Klinikums Deggendorf seit Januar 2016 eine Allgemeinmedizinische Bereitschaftspraxis, welche einen hausärztlichen Besuch außerhalb der regulären Sprechstundenzeiten an Feiertagen ermöglicht. Die Praxis wird durch einen Zusammenschluss mehrerer Ärzte betrieben und ist für eine bessere Versorgung, samstags, sonntags, feiertags und an den Vorfesttagen jeweils Mittags und Abends für jeweils 3 Stunden, sowie Mittwoch und Freitag Abends für 3 Stunden geöffnet.[88]
  • Das Bezirksklinikum Mainkofen in Deggendorf mit aktuell 727 Betten (davon rund 700 in Deggendorf) wurde 1911 als Heil- und Pflegeanstalt eröffnet, bietet sieben Fachbereiche und ist Lehrkrankenhaus der Deutschen Akademie für Gerontopsychiatrie und -Psychotherapie.[89] Am Standort Deggendorf befinden sich die Fachbereiche Psychiatrie und Psychotherapie, Psychiatrie und Psychosomatik, Forensische Psychiatrie und Psychotherapie, Neurologie, Neurologische Frührehabilitation, sowie die Rehabilitationsklinik ALKURE. Das Klinikgelände beinhaltet auch ein Angehörigenhotel. Das Neurologische Zentrum beinhaltet eine Zertifizierte Stroke-unit (Schlaganfallspezialstation) und ein Zentrum für Multiple Sklerose. Die Psychiatrie hat eine große Sektion für Sucht. -und Abhängigkeitserkrankungen. Die Klinik wird seit einigen Jahren umfangreich modernisiert.[90]
  • Die Klinik Angermühle im Palais im Stadtpark hat 22 stationäre Betten für die Psychosomatische und Psychotherapeutische Abteilung und das Schlafmedizinisches Zentrum[91]. Im nicht-stationären Bereich gibt es noch weitere Fachbereiche.[92]
  • Die Klinik Aeskul im Stadtpark ist eine 2009 im Stadtpalais am Stadtpark eröffnete Privatklinik. Sie ist ein Kompetenzzentrum für Orthopädie. In der Klinik werden sowohl ambulante Operationen durchgeführt, als auch eine kleine Anzahl stationärer Betten zur Beobachtung und Nachbehandlung angeboten.[93]
  • Das Kinderwunschzentrum Niederbayern in der ehemaligen Ebner Frauenklinik ist heute ein kleines Kinderwunschzentrum mit 6 Zimmer für stationäre Aufenthalte und einem hauseigenen OP. Neben der Kinderwunschabteilung bietet die zugehörige Gynäkologische Praxis nahezu das gesamte Spektrum der Frauenheilkunde.[94]

Infrastruktur und VerkehrBearbeiten

Deggendorf liegt verkehrsgünstig am Autobahnkreuz der A 3 Emmerich–Köln–Frankfurt a. M.–Passau und A 92 München–Deggendorf mit der Fortsetzung als Bundesstraße 11 nach Bayerisch Eisenstein und Tschechien.

Die Stadt besitzt einen Donauhafen und mehrere Schiffsanlegestellen für Fahrgastschiffe. Der uralte Donauübergang in Form einer Furt wurde schon um 1280 durch eine hölzerne Donaubrücke ersetzt, 1863 in eine eiserne Brücke umgewandelt und letztmals 1999 durch eine moderne Donaubrücke zu einem sowohl den Erfordernissen des Straßenverkehrs als auch der Schifffahrt entsprechenden Übergang ausgebaut.

StraßenverkehrBearbeiten

Bundesautobahnen
Bundesstraßen
Weitere bedeutende Hauptzufahrtsstrassen in den Bayerischen Wald
  • Staatsstraße 2135 (Ruselstrasse): Deggendorf – Regen (B11) – Langdorf – Einmündung in (St2132: Bad Kötzting – Bodenmais – Zwiesel – Grafenau)
  • Staatsstraße 2133: Deggendorf – Schaufling – Lalling – Einmündung in (B533: Hengersberg – Auerbach – Schönberg – Grafenau – Freyung)
  • Landstraße DEG2 (im weiteren Verlauf als – DEG3 – REG11 – REG14): Deggendorf – Viechtach – Einmündung in (B85: Viechtach – Cham – Schwandorf – Amberg)
Tunnel/Einhausungen

Die Bundesstraße 11 wurde im Stadtgebiet Deggendorf am Ende der Bundesautobahn 92 zuerst in zwei richtungsgetrennten Röhren (Länge je 310 m) mit jeweils zwei Fahrstreifen und anschließend mit einer weiteren, dreistreifigen Röhre (in Fahrtrichtung bayerischer Wald zwei Fahrstreifen, Länge 480 m) eingehaust.

Sechsspuriger Ausbau der A3

Im Bundesverkehrswegeplan wurde verankert, dass die Bundesautobahn 3 zwischen Deggendorf und Hengersberg bis 2030 auf sechs Spuren erweitert werden soll.[95]

EisenbahnverkehrBearbeiten

Die Eisenbahnlinie Plattling–Bayerisch Eisenstein („Bayerische Waldbahn“), eine der landschaftlich schönsten Eisenbahnstrecken Deutschlands, verbindet Deggendorf mit dem Bayerischen Wald und Tschechien sowie mit dem deutschen Fernverkehrsnetz im Taktknoten Plattling mit ICE-Verkehr. In Fahrtrichtung Bayerisch Eisenstein bestehen am Regionalbahnknoten Zwiesel Umstiegsmöglichkeiten nach Bodenmais und Grafenau. Hier liegt mit Deggendorf Hauptbahnhof der einzig verbliebene Bahnhof der Kreisstadt. Der auf dem Gemeindegebiet liegende Ausweichbahnhof Ulrichsberg an dieser Strecke wurde im Dezember 2003 geschlossen. Die Eisenbahnverkehrszeiten (Abfahrten) ab Deggendorf sind werktags von 05:00 Uhr bis 01.10 Uhr und an den Wochenenden von 06:45 Uhr bis 01:10 Uhr. In den Hauptverkehrszeiten wir die Kurzstrecke zwischen Deggendorf und Plattling im 30 Minutentakt per Bahn bedient und von VLD-Bussen verstärkt.

Durch Umsteigen am deutschen Endbahnhof der Linie in Bayerisch Eisenstein, bestehen Anschlussmöglichkeiten per Zug nach Pilsen und Prag.

Von Deggendorf aus zweigt die Bahnstrecke Deggendorf–Hengersberg ab. Über diese ehemals bis Kalteneck verlaufende Bahnlinie werden heute nur noch Güter von und zum Hafen, sowie zu einem der größten deutschen Sägewerke in Hengersberg transportiert. Mit Deggendorf Hafen, Halbmeile, Seebach und Deggendorf Textilwerke lagen bis zur Einstellung des Personenverkehrs 1972 vier weitere Verkehrshalte auf dem Gemeindegebiet. 2016 schlug die Stadt eine Reaktivierung der Strecke Deggendorf – Hengersberg mit einer Haltestelle für die Donaupromenade und Hochschule für den Personenverkehr vor und versicherte dieses Ziel weiter zu verfolgen.[96]

Die privat errichtete und betriebene Stichstrecke Deggendorf–Metten, verband bis 1991 die Stadt mit der Nachbargemeinde.

BusverkehrBearbeiten

Das Innenstadtgebiet Deggendorf wird seit dem 1. Januar 2014 von vier Stadtbuslinien bedient. Vorher existierten 11 Linien. An diversen Haltestellen in der Stadt halten auch Busse der 34 von insgesamt 68 VLD Linien (Verkehrsgemeinschaft Landkreis Deggendorf) die Deggendorf mit den Orten im Landkreis und darüber hinaus verbinden. Die Busse der VLD können somit auch je nach Stadtteil und Haltestelle innerorts als Stadtbusergänzung gesehen und genutzt werden. Vom Zentrum entferntere Stadtteile werden vollständig von VLD Linien mitbedient.

Die Stadt hat zwei Busbahnhöfe, einer am Hauptbahnhof und einer bei den Stadthallen in der Innenstadt. Der 24h Fernbusverkehr fährt fast ausschließlich ab dem Hauptbahnhof, während Reisebusse für die große Anzahl an Busreise-Zustiegsmöglichkeiten ab Deggendorf, den Busbahnhof in der Innenstadt nutzen. Innenstadtbusse, sowie die meisten VLD-Busse halten an beiden Busbahnhöfen. Die meisten Schulbusse halten zusätzlich auch noch an einem 3. großen Busbahnhof für Schulbusse am Schulzentrum.

Ausgewählte Städte in folgenden Ländern können per Fernbus zum Stand 2019 ab Deggendorf mit verschiedenen Anbietern regelmäßig in unterschiedlichen Intervallen direkt erreicht werden: Deutschland, Österreich, Ungarn, Rumänien, Bulgarien und Bosnien. Weitere ausländische Anbieter und kleinere Shuttlebusbetreiber bieten im Charterdienst vereinzelte Möglichkeiten in die Slowakei, sowie nach Serbien, Tschechien und Polen an.

Des Weiteren hält an den Wochenenden der Casino-Bus von München nach Zelezna Ruda für Zustiege ab Deggendorf in das tschechische Casino nahe der Grenze.

FahrradverkehrBearbeiten

Die Stadt Deggendorf ist an folgende sechs Fahrradfernwege angeschlossen. An den länderübergreifenden Donauradweg entlang der Donau durch alle Anrainerstaaten, den länderübergreifenden europäischen Fernradweg EuroVelo 6 Flüsseroute von der französischen Atlantikküste bis ans Schwarze Meer und über den Stadtteil Natternberg an den bayerischen viaDanubia Radweg[97]. Auf einigen Abschnitten verlaufen diese drei Radwege deckungsgleich entlang der Donau, unterscheiden sich aber bei der Gesamtlänge, den Anfangs. -und Endpunkten, sowie bei der vorgeschlagenen Donauseite auf dem bayerischen Abschnitt je nach Radweg. Des Weiteren ist die Stadt an den Isar-Radweg über Landshut und München bis zum Isarursprung in den Alpen, an den Waldbahn-Radweg[98] in den Bayerischen Wald und an den Tour de Baroque Radweg[99] angeschlossen. Zusätzlich besteht die Kombinationsmöglichkeit südlich der Stadtgrenze von den Donauradwegen auf dem angrenzenden Gemeindegebiet von Niederalteich direkt auf den Donau-Ilz-Fernradweg[100] in den Bayerischen Wald zu wechseln.

Zwischen Deggendorf und Metten (Alte Mettener Straße) entstand zudem 2019 die erste reine Fahrradstraße Niederbayerns und die erste interkommunale Fahrradstraße Bayerns, wodurch auch das Pendeln von Schülern per Fahrrad von und zum St.-Michaels-Gymnasium nach Metten auf dieser Kurzstrecke zur angrenzenden Nachbargemeinde bedeutend sicherer wurde. Die offizielle Eröffnung fand am 19. Juni 2019 statt.[101]

Am 1. August 2019 ist Deggendorf Etappenort der Jubiläums-Radltour des Bayerischen Rundfunks für die 30. BR-Radltour mit abendlichem Open-Air-Konzert.[102]

FlugverkehrBearbeiten

Der Flugplatz Deggendorf liegt am Stadtrand westlich vom Ortszentrum Deggendorf auf dem Gebiet der Nachbargemeinde Stephansposching. Er hat eine asphaltierte Start- und Landebahn mit einer Länge von 550 m. Vom Landeplatz dürfen Helikopter, Sportflugzeuge, Motorsegler und Segelflugzeuge starten. Rundflüge können gebucht werden.

Der nächste internationale Flughafen ist der Flughafen München, welcher per Pkw in ca. 45 Min. und auch per Bahn ab Plattling mit Umstieg in Landshut erreichbar ist.

DonauhäfenBearbeiten

Der Hafen Deggendorf an der Donau ist ein Frachthafen für alle Frachtarten mit 28 regulären Be- und Entladeplätzen für Frachtschiffe[103] und wird durch den Zweckverband Donau-Hafen Deggendorf betrieben. Als einziger Donauhafen in Bayern besitzt er seit 1992 einen Freihafen. Außerdem hat er eine Anlegestelle für Öltanker. Durch den langen schleusenfreien Donauabschnitt, wird die Kaimauer des Hafens auch regelmäßig zusätzlich von Kapitänen für einen Nachtstop ohne Ladevorgang genutzt, so auch von dem seetauglichen Küstenmotorschiff Danube 43, welches hier am 18. Februar 2014 einen Nachtstop auf seinem Weg ins Schwarze Meer eingelegt hat und als Küsten-Seeschiff eher zu den besonderen Gästen auf der oberen schiffbaren Donau zählt.[104] Daneben gibt es im Stadtgebiet noch verschiedene Kurzzeitliegeplätze, sowie Notankerplätze und Ankerplätze im Fluss. Die Firma (MAN Energy Solutions SE) hat eine eigene Kaimauer zur Verladung von Schwerlastprodukten auf dem eigenen Firmengelände. Ein weiterer Hafen ist der Schutzhafen Deggendorf, welcher von Behörden (Wasserschutzpolizei, Wasser- und Schifffahrtsamt, Wasserwacht) und von Freizeitkapitänen genutzt wird. Durch seine Ausmaße wird der Schutzhafen Deggendorf neben der Marina Saal bei Kelheim, auch gerne für einen Zwischenhalt bei Boots- und Yachtüberführungen, oder einfach als Nachtliegeplatz eingeplant.

Daneben existieren am Fluss mehrere Anlegestellen für Personenschiffe. Eine wird hauptsächlich von der Firma Wurm & Noé für die Ausflugsschifffahrt genutzt, eine weitere wird u. a. von Uniworld River Cruises, Avalon Waterways und Viking River Cruises für Flusskreuzfahrten bedient. Viking hat seit 2019 eine eigene zusätzliche Anlegemöglichkeit errichtet.

Die Stadt hat zwei Sportboothäfen, einer befindet sich im Schutzhafen Deggendorf, einen weiteren gibt es in Metten mit eigener Slipanlage. Sie beherbergen 5 Donau-Yachtclubs mit insgesamt ca. 80 – 85 regulären Liegeplätzen. Die vom Schutzhafen nächstgelegene Slipanlage mit Service liegt am Rande der Donaupromenade. Als weiterer Bootsclub hat sich der Segelclub Deggendorf mit Steg und einigen Liegeplätzen am Burgsee in Deggendorf angesiedelt. Es können alle Bootsführerscheine in der Stadt gemacht werden.

2017 wurden Pläne für den Neubau eines Yachthafens an einem zentraleren Standort und die damit verbundene Verlegung des größeren aktuell im Schutzhafen befindlichen Sportboothafens bekannt.[105]

Brücken über die DonauBearbeiten

In Deggendorf überqueren sechs Brücken die Donau:

  • Autobahnbrücke bei Metten: Flusskilometer 2290,12; A3; Baujahr 1981.
  • Eisenbahnbrücke: Flusskilometer 2285,89; Bahnstrecke Plattling–Bayerisch Eisenstein; Baujahr 2010.
  • Donausteg: Flusskilometer 2285,87; Fuß- und Radweg; Baujahr 2013,
  • Autobahnbrücke bei Fischerdorf: Flusskilometer 2285,49; A92; Baujahr 1991,
  • Maximiliansbrücke: Flusskilometer 2284,59; Staatsstraße 2074; Baujahr 1999. (2017 wurde auf Grund des ständig wachsenden innerstädtischen Verkehrsaufkommens zwischen beiden Donauseiten in einem offenen Brief der CSU eine weitere Donaubrücke zur Entlastung der Maximiliansbrücke gefordert).[106]
  • Autobahnbrücke bei Deggenau: Flusskilometer 2282,52; A3; Baujahr 1975. (Im Zuge des sechsspurigen Ausbaus der A3 vom Autobahnkreuz Deggendorf nach Hengersberg bis 2030, wird die alte Donaubrücke im Stadtteil Deggenau abgerissen und durch eine neue größere Zugseilbrücke mit zwei rund 100 Meter hohen Pylonen ersetzt).[107]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Altes Rathaus

AltstadtBearbeiten

 
Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt

Die Deggendorfer Altstadt ist eine hochmittelalterliche Planstadt, 1242 von den Wittelsbachern angelegt.

StadtplatzBearbeiten

Wie viele bayrische Stadtgründungen jener Zeit wird sie in ganzer Länge von einem großzügig angelegten Stadtplatz durchzogen, einem angerartig breiten Straßenmarkt.[108] Hier erstreckt er sich in Nordsüdrichtung und damit in einem Winkel von etwa 60° zur 400 m entfernt südlich vorbei fließenden Donau.

Das nördlich der wichtigsten Querstraße mitten auf dem Platz errichtete Rathaus und die von Osten hineinragende Grabkirche St. Peter und Paul gliedern den Platz in drei unterschiedlich große Teile, den Oberen Stadtplatz im Norden, den fast doppelt so langen Luitpoldplatz in der Mitte und den deutlich kleineren Michael-Fischer-Platz im Süden.

Benannt ist der kleine Platz nach dem Baumeister Johann Michael Fischer, der mehrere Kirchen im Rokokostil errichtet hat, unter anderem im Gebiet des heutigen Landkreises Deggendorf.

Altes RathausBearbeiten

Das spätgotische Rathaus besteht aus drei Teilen. Der Südtrakt mit dem Treppengiebel wurde 1535 als Rathaus errichtet, der markante Turm in der Mitte schon um 1450. Der schmalere Nordtrakt ist die ehemalige Martinskirche und wurde erst 1888 zum Amtsgebäude umgebaut. Erst 1907 erhielt der historische Festsaal im Südtrakt seine heutige Ausstattung.[109]

StadtpfarrkircheBearbeiten

Die Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt steht südlich außerhalb der Altstadt. Die erste Kirche an dieser Stelle wurde im frühen Mittelalter gegründet, lange vor der Stadt. Nach romanischen und gotischen Vorgängerbauten entstand das heutige Gotteshaus in mehreren Phasen von 1656/57 bis ins 19. Jahrhundert.

Pferdemarkt und KatharinenspitalBearbeiten

Die halbe Strecke vom Rand der Planstadt bis zur Pfarrkirche nimmt der südlich durch den Torbogen beim Katharinenspital begrenzte langgezogen dreieckige Pferdemarkt ein. Er wurde 1337 hier eingerichtet, nachdem die vorher in diesem Bereich wohnenden Juden aus Deggendorf vertrieben worden waren. Das besagte ehemaligen Spital hat eine barocke Kapelle.

KulturviertelBearbeiten

Das Deggendorfer Kulturviertel beiderseits der Straße Östlicher Stadtgraben besteht aus dem Stadtmuseum, dem Handwerksmuseum, dem Kapuzinerstadl (1802 entwidmete Kirche) und der Stadtbibliothek.[110]

 
Deggendorfer Stadtmuseum
  • Das Deggendorfer Stadtmuseum präsentiert über 10.000 Exponate zur kulturellen, wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung der Stadt und ihrer Region. Die frühe Besiedlung des Donauraumes belegen archäologische Funde aus dem Landkreis von der Steinzeit bis zum frühen Mittelalter. Eine Abteilung Stadtgeschichte vermittelt das mittelalterliche Stadtleben. Der Verkaufsraum einer Biedermeierapotheke mit Laborzubehör und ein Tante-Emma-Laden sind weitere Zeugnisse der Vergangenheit. Ein eigener Bereich ist der sakralen Kunst, der Wallfahrt „Deggendorfer Gnad“ und der Volksfrömmigkeit gewidmet.
 
Handwerksmuseum
  • Das benachbarte Handwerksmuseum widmet sich dem regionalen und überregionalen Handwerk. Sechs Abteilungen geben einen Überblick über die reiche niederbayerische Handwerkskultur: Die Geschichte der handwerklichen Ausbildung ist dabei ebenso ein Thema wie z. B. das Handwerk am Wasser, die Rolle der Frau im Handwerk, das Holzhandwerk im Bayerischen Wald oder die Entwicklung des Handwerks im Industriezeitalter.
Ein Museumskino und wechselnde Sonderausstellungen in den Museen komplettieren das Angebot. Beide Museen und die Museumswerkstätten bieten ein Begleitprogramm für Familien, Kinder und Schulklassen.
  • Die Deggendorfer Stadtbibliothek im Kulturviertel verfügt auf einer Fläche von 2000 m² über mehr als 80'000 Medien.
  • Der Kapuzinerstadl, eine 1802 profanierte Kapuzinerkirche, ist Veranstaltungs- und Kongressgebäude für verschiedenste kulturelle Ereignisse. Kunstausstellungen finden hier ebenso statt wie Konzerte und Tagungen. Das vierte Glied im Kulturviertel ist die 1990 erbaute Stadtbibliothek.

StadthalleBearbeiten

Deggendorf hat zwei miteinander verbundene Stadthallen. Sie liegen südwestlich der Altstadt zwischen der Einkaufsmeile und der Technischen Hochschule. Konzerte, Messen, Ausstellungen und Tagungen finden hier ebenso statt wie Tanzveranstaltungen oder Feste. Ende 2008 wurde die Halle 2 fertiggestellt, die sich direkt an die alte Stadthalle anschließt. Die neue Halle 2 bietet rund 3700 Zuschauern stehend, oder 2240 Zuschauern sitzend Platz. Die ältere Halle 1 bietet 2040 Zuschauern stehend, oder 935 Zuschauern sitzend Platz. Direkt an die Stadthallen grenzt der Stadthallenpark mit Grünanlagen und großem Teich, sowie ein Hotel.

Palais im StadtparkBearbeiten

 
Palais am Stadtpark

Das Palais im Stadtpark wurde von 1863 bis 1868 als „Kreisirrenanstalt“ errichtet. Es diente ab 1933 als Wehrmachtskaserne und ab 1941 zusätzlich als Unteroffiziers-Vorschule. 1945 war es kurzzeitig Unterkunft für Flüchtlinge, bis 1949 wurde das Palais zum „DP-Camp 7“ Deggendorf für heimatlose Menschen, jüdische KZ-Überlebende und polnische Juden. Danach diente es als Wohnanlage für deutsche Flüchtlinge. Heute wird das Palais u. a. als Arzt-, Selbsthilfe-, Therapie- und Kommunikationszentrum genutzt.[111]

Burgruine NatternbergBearbeiten

Die ehemalige Residenz des Herzogtums Niederbayern-Deggendorf und heutige Ruine wurde erstmals 1145 erwähnt und wurde am 19. Mai 1743 im österreichischen Erbfolgekrieg zerstört.[112]

WallfahrtskirchenBearbeiten

Deggendorf hat drei Wallfahrtskirchen, die etwa gleichzeitig errichtet wurden:

  • Auf dem Geiersberg die Wallfahrtskirche zur Schmerzhaften Mutter Gottes in der Rose
  • Wallfahrtskirche in Greising
  • Wallfahrtskirche in der Halbmeile

Weitere Kirchen und Gebetshäuser im StadtgebietBearbeiten

Deggendorf verfügt neben der Grabkirche, der Stadtpfarrkirche und den 3 Wallfahrtskirchen über 20 weitere öffentliche Kirchen oder betretbare Gebetshäuser im Stadtgebiet.

  • St. Erasmus Kirche im Stadtteil Deggenau
  • Pfarrkirche St. Martin im Stadtteil Schaching
  • Pfarrkirche Seebach im Stadtteil Seebach
  • Heilig Grab Kapelle
  • Spitalkirche St. Katharina
  • Evangelisch Lutherische Pfarrkirche
  • Pfarrkirche Mietraching im Stadtteil Mietraching
  • Friedenskirche im Palais des Stadtpark
  • Schachinger Kirche im Stadtteil Schaching
  • Neuapostolische Kirche Deggendorf
  • Pfarrkirche Rettenbach im Stadtteil Rettenbach
  • Oswald-Kapelle (Kriegergedächtnisstätte)
  • Fischerdorfer Kapelle im Stadtteil Fischerdorf
  • Christliche Brüdergemeinde Deggendorf
  • Freie Christliche Gemeinde Deggendorf
  • Christuszentrum Ostbayern
  • Adventgemeinde Deggendorf
  • Königreichsaal der Jehovas Zeugen
  • 2 Moscheen, (davon ein großer 2016 eröffneter Neubau im Stadtteil Fischerdorf)

Deggendorf befindet sich hinsichtlich der Verwaltungsbezirke an der Schnittstelle der beiden Bistümer Regensburg und Passau, wodurch je nach Stadtteil beide im Stadtgebiet vertreten sind. Der Stadtteil Seebach mit der Wallfahrtskirche Mater Dolorosa in Halbmeile und der Pfarrkirche Seebach gehört zum Verwaltungsgebiet des Bistum Passau[113], während alle anderen katholischen Kirchen im Stadtgebiet dem Verwaltungsgebiet des Bistum Regensburg angehören[114].

KulturlebenBearbeiten

Zahlreiche Vereine engagieren sich auf den Gebieten der Musik, Malerei und Kunst und beleben damit das Kulturleben der Stadt. Jedes Jahr findet eine "Lange Kultur und Einkaufsnacht" mit freiem Eintritt in Museen, verschiedenen Veranstaltungen und Einkaufsmöglichkeiten bis Mitternacht im Stadtzentrum statt.[115]

In Deggendorf wurde von Karl Eckert der Bärwurzschnaps erfunden und 1919 entstand in der Stadt die erste Bärwurzdestille der Welt.[116] Heute erinnert ein kleines Bärwurz-Museum am Firmensitz in Deggendorf an diese Zeit.

Zur Präsentation der multikulturellen Donaustadt bei verschiedenen Anlässen, wird seit 2017 vor jedem Donaufest in einem Rhythmus von 2 Jahren traditionell eine Donaukönigin gewählt.[117]

  • Genussort Deggendorf

Auf Grund seiner verschiedenen Knödelvarianten ist Deggendorf einer von 100 Genussorten[118] in Bayern und somit Teil der Genussregion in Niederbayern. Durch die Knödelgeschichten der Stadt, wurde im westlichen Stadtgraben der Innenstadt sogar ein "Brunnen zur Knödelwerferin" errichtet und erinnert an die Bedeutung dieser Speise in der Stadtgeschichte.

FreizeitBearbeiten

 
Blick vom Maxfelsen bei Mietraching nach Deggendorf
 
Fußgänger- und Radbrücke, die für die Landesgartenschau Deggendorf erbaut wurde

Die Lage der Stadt zwischen der Ebene des Gäubodens und dem Bayerischen Wald eröffnet viele Möglichkeiten der Freizeitgestaltung. Fernwanderwege (via nova), sowie Rund- und Streckenwanderwege führen durch Deggendorf oder haben hier ihren Ausgang. Viele Wanderungen können in den nahen umliegenden Bergen gemacht werden. Fahrradfahren an der Isar oder der Donau, bis zum Mountainbiken im Bayerischen Wald (z. B. Rusel) ist ebenso möglich, wie Wassersport auf Baggerseen, der Isar und der Donau. Im Winter wird auf den umliegenden Bergen des nahen Bayerischen Waldes Skilanglauf und Abfahrt betrieben, im Ortsteil Greising liegt das Skigebiet Deggendorf-Greising mit Langlaufloipen und einem Skilift. Darüber hinaus bestehen z. B. das Ganzjahresbad „elypso“, ein Golfplatz auf der Rusel und ein Bogenparcours. 2019 wurde ein umfangreicher Sanierungsplan für das Elypso im Jahr 2020 beschlossen, dabei ergab sich nach einer Umfrage der Bürgerwunsch nach einem zusätzlichen Warmwasser-Wellnessbecken mit Massagedüsen.[119] Im Januar 2018 wurde die größte Kletterhalle Niederbayerns mit Außenkletterwand und Boulderbereich auf Initiative der Alpenvereinssektion Deggendorf eröffnet.

FernwanderwegeBearbeiten

Deggendorf liegt u. a. an drei bedeutenden Fernwanderwegen. An dem Internationalen Pilgerweg "Via Nova", welcher Deutschland, Tschechien und Österreich verbindet, an dem 220 km langen Donau-Panoramaweg[120] von Neustadt an der Donau bis Passau entlang der Donau und an dem Böhmweg-Wanderweg[121] entlang der alten Handelsroute von Deggendorf durch den Bayerischen Wald nach Böhmen. Hinzu kommt die Möglichkeit jedes Jahr am Pilgermarsch[122] von Deggendorf nach Altötting teilzunehmen, oder die jährliche Pilgerstrecke selbst zu erkunden. Zusätzlich besteht die Kombinationsmöglichkeit, etwas unterhalb der Stadtgrenze in Niederalteich ab der Donau auf den Gunthersteig[123] durch den Bayerischen Wald nach Tschechien zu wechseln.

StadtparkBearbeiten

Der Stadtpark[124] beinhaltet Kinderspielplätze, Sportanlagen, Minigolf mit Kiosk, einen Skatepark, einen zugänglichen Bachlauf, sowie ein öffentliches Kneippbecken und gilt als eine grüne Lunge der Stadt.

Regelmäßige VeranstaltungenBearbeiten

Jährlich bietet die Stadt neben zahlreichen kleineren Veranstaltungen das VDK-Frühlingsfest und ein im wechselnden Turnus stattfindendes Bürgerfest, eine Bayerisch-Böhmische Woche und eine Sommertraumparty an der Donaupromenade. Als Ersatz für das Volksfest[125], findet seit 2015 im jährlich wechselnden Turnus das Deggendorfer Donaufest[126] und die Deggendorfer Donauroas (Enten- und Drachenbootrennen)[127] statt. 2019 findet das nächste Donaufest statt[128]. Neben den vier großen Stadtplatz-Warenmärkten sind folgende größere regelmäßige Veranstaltungen noch ergänzend zu erwähnen: Afrikafest[129], Bayern 3 Partyschiff[130], Sea and Sound Clubboat, Flugtage am Sportflugplatz, Campus Open Air der THD[131], ein Hinterhof Musikfestival[132], ein Internationales Gitarrenfestival[133], sowie zwei mal pro Jahr eine der größten Ü30 Partys[134] Bayerns. In der Adventszeit wird der Christkindlmarkt auf dem oberen Stadtplatz abgehalten.

Gut AiderbichlBearbeiten

Seit Dezember 2006 ist eines von 3 besuchbaren Gütern des Tiergnadenhof Gut Aiderbichl auch im Deggendorfer Stadtteil Seebach (Eichberg) mit ca. 15 Tierarten und mehreren hundert Tieren zu finden. In der Adventszeit wird ein eigener Weihnachtsmarkt abgehalten.

ErlebnisbauernhofBearbeiten

Direkt an der Stadtgrenze in unmittelbarer Nähe zum Tiergnadenhof befindet sich ein Alpaka- und Erlebnisbauernhof mit verschiedenen Tierarten in Sicking auf dem Gemeindegebiet Schaufling. Es handelt sich bei dem Alpakahof Schreiber auch um den einzigen Erlebnisbauernhof im Landkreis, der als solcher betrieben wird und neben Führungen auch diverse Veranstaltungen anbietet.[135]

DonaupromenadeBearbeiten

An der Donau laden die für die Landesgartenschau Deggendorf 2014 angelegten Freizeit- und Erholungsflächen im Donaupark[136], mit Donaustränden, Promenade mit barrierefreien Zugängen, unterschiedlicher Gastronomie, Ausflugsschifffahrt, Wasser. -und Kletterspielplätzen, Sportanlagen, einer Fussgängerbrücke über die Donau und einer Strandbar direkt am Wasser zum Verweilen ein. Am angrenzenden Campingplatz besteht gegen Gebühr eine gut zugängliche Boot-Slipanlage mit optionaler technischer Unterstützung, das Anlanden mit Booten an den Stadtstränden ist erlaubt.

SchutzgebieteBearbeiten

Innerhalb der Stadtgrenze befinden sich sieben Schutzgebiete und sieben geschützte Geotope, sowie rund 50 Bodendenkmäler.

  • 2 Naturschutzgebiete: Isarmündung[137] und Himmelreich[138]
  • 2 Landschaftsschutzgebiete: Naturpark Bayerischer Wald[139] und Isarauen[140]
  • 3 FFH Gebiete: Donauauen[141], östliche Extensivwiesen[142] und Isarmündung[143]
  • 2 Vogelschutzgebiete: Isarauen und zwischen Stauffendorfer Weiher und Donau[144]
  • 7 Geotope: Martinswand (Deggenau)[145], Gneisaufschluss (Halbmeile)[146], Maxfelsen (Hackermühle)[147], Straßenaufschlüsse Ruselstraße[148], Sauloch-Schlucht (Tattenberg)[149], Natternberg[150], Geiersberg[151].
  • Rund 50 Bodendenkmäler[152]

PersönlichkeitenBearbeiten

Deggendorf als FilmkulisseBearbeiten

Diverse Stadtszenen der aus vier Teilen bestehenden ARD Krimiserie "Das Verschwinden" von 2017 wurden in Deggendorf gedreht.

LiteraturBearbeiten

  • Georg Bauer: Chronik der kgl. bayerischen unmittelbaren Stadt Deggendorf. Deggendorf 1894. (Digitalisat)
  • Klaus Rose: Deggendorf. In: Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern. 27. München 1971.* Erich Kandler: Deggendorf – Stadt zwischen Gäu und Wald. Von den Anfängen bis zur Gegenwart. Grafenau 1976.
  • Konrad Held: Prachtwerk des Hofbildhauers (Matthias) Seybold. Das Schicksal des barocken Hochaltars des Eichstätter Doms. In: Historische Blätter, 37 (1988), Nr. 2, S. 1–4, Nr. 3, S. 3f
  • Da schau her Deggendorf. Bilder und Texte vom Leben einer Stadt, ihrer Geschichte und Kultur, ihrer Häuser, Straßen und Plätze, von der Arbeit und den Festen ihrer Bürger. Deggendorf 1991.
  • Johannes Molitor: Deggendorf. Stadt zwischen Donau und Bayerischem Wald. Stuttgart 1994, ISBN 978-3-09-303806-8.
  • Manfred Eder: Die „Deggendorfer Gnad“. Entstehung und Entwicklung einer Hostienwallfahrt im Kontext von Theologie und Geschichte. Mit einem Geleitwort von Franz Mußner. Deggendorf/Passau 1992.
  • Brückenschlag ins Jahr 2000. Die Geschichte der Deggendorfer Donaubrücke. In: Deggendorf. Archäologie und Stadtgeschichte, 8. Deggendorf 2000.
  • Siedler – Nonnen – Bürger. In: Deggendorf. Archäologie und Stadtgeschichte, 10. Deggendorf 2002.
  • Johannes Molitor (Hrsg.): Deggendorf 1002 – 2002. In: Deggendorfer Geschichtsblätter, Band 24, Deggendorf 2003.
  • Gerald Huber: Kleine Geschichte Niederbayerns. 2. Aufl. Verlag Friedrich Pustet, Regensburg 2010, ISBN 978-3-7917-2048-7.
  • Lutz Dieter Behrendt: Deggendorf – Kleine Stadtgeschichte. Verlag Friedrich Pustet, Regensburg 2017, ISBN 9783791726465.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Deggendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 13. September 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. https://www.deggendorf.de/index.php?id=364
  3. https://www.deggendorf.de/index.php?id=364
  4. https://www.bayerischer-wald.de/Media/Attraktionen/Dreitannenriegel-Hausberg-von-Deggendorf
  5. Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, hg. vom Bayerischen Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung, München 1987 (Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns), S. 165/166
  6. https://www.landkreis-deggendorf.de/landkreis/kreisarchaeologie/
  7. Die Juden zu Deggendorf: Ein niederbayerisches Volkslied, auf: hagalil.com, 31. März 2009.
  8. http://www.hdbg.de/magazin/flip/ausgabe-20/index.html#39/z
  9. https://www.deggendorf.de/fileadmin/media/pdf/umwelt/broschuere.pdf
  10. http://www.mainkofen.de/209.html
  11. Heldenhain heißt jetzt Gefallenenhain, In: Deggendorfer Zeitung, 14. November 2013.
  12. Hochwasser: Lage in Dillingen entspannt sich – A8 bald wieder auf, auf augsburger-allgemeine.de, 4. Juni 2013.
  13. Flutopfer begutachten die Schäden. auf: spiegel.de
  14. http://www.hdbg.de/magazin/flip/ausgabe-20/index.html#41/z
  15. https://www.wwa-deg.bayern.de/hochwasser/hochwasserschutzprojekte/li_isardeich/index.htm
  16. https://www.lebensader-donau.de/verbesserung-hochwasserschutz-straubing-vilshofen/geplante-massnahmen-im-hochwasserschutz/polder-steinkirchen-natternberg-fischerdorf/
  17. https://www.regensburg.de/buergerservice/stadtgeschichte/regensburg-in-der-antike
  18. http://www.gaeubodenmuseum.de/index.cfm?resid=0&res=1024&sid=2&skt=4018&pid=4042
  19. https://www.planet-schule.de/wissenspool/das-roemer-experiment/inhalt/hintergrund/wie-sichern-die-roemer-ihr-imperium.html
  20. https://www.uni-regensburg.de/philosophie-kunst-geschichte-gesellschaft/alte-geschichte/navis-lusoria/index.html
  21. https://www.classis-augusta-germanica.de/c-a-g-1/schiffstypen/
  22. https://diepresse.com/home/schaufenster/reise/5318300/Bayern_Mit-den-Fichtenstaemmen-die-Isar-entlang
  23. https://www.tirolbayern.de/2018/06/14/isarfloesser-im-wandel-der-zeiten-vom-last-zum-lustschiff/
  24. http://www.hdbg.de/magazin/flip/ausgabe-20/index.html#67
  25. http://www.hdbg.de/magazin/flip/ausgabe-20/index.html#67/z
  26. http://www.hdbg.de/magazin/flip/ausgabe-20/index.html#40/z
  27. https://dwe.man-es.com/about-us/history
  28. https://www.dredgepoint.org/dredging-database/sites/default/files/attachment-equipment/areindamar.pdf
  29. https://www.binnenschifferforum.de:7081/showthread.php?11950-KP-1841-05018410
  30. https://www.binnenschifferforum.de/showthread.php?11894-Han-Asparuh-RoRo-47000168
  31. https://www.binnenschifferforum.de/showthread.php?48268-Delphin-Queen-KFGS-09240010
  32. http://www.hdbg.de/magazin/flip/ausgabe-20/index.html#72/z
  33. http://www.online-beilage.idowa.de/beilagen/archiv/20160625_heimatDEG/index.html#56-57/z
  34. https://www.binnenschifferforum.de/archive/index.php/t-62408.html
  35. http://www.hdbg.de/magazin/flip/ausgabe-20/index.html#40/z
  36. http://www.hdbg.de/magazin/flip/ausgabe-20/index.html#71/z
  37. https://www.historisches-marinearchiv.de/sonstiges/artikel/donaumonitore.php
  38. http://www.hdbg.de/magazin/flip/ausgabe-20/index.html#71/z
  39. a b c d Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 601.
  40. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 605.
  41. Einwohner. Statistik. (Nicht mehr online verfügbar.) Stadt Deggendorf, archiviert vom Original am 3. Januar 2014; abgerufen am 3. Januar 2014.
  42. Wahlergebnis 2014@1@2Vorlage:Toter Link/www.deggendorf.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. auf deggendorf.de
  43. Bürgerinitiative Erhaltung des Freibades im Stadtpark. hans-feichtinger.de, abgerufen am 20. Januar 2015.
  44. Stadtrat für neues Stadtviertel – einschließlich Hochhaus. PNP, 20. Oktober 2014, abgerufen am 25. November 2014.
  45. Bürgerbegehren gegen das Karl-Hochhaus. PNP, 3. Dezember 2014, abgerufen am 4. Dezember 2014.
  46. Bürgerbegehren gegen Deggendorfer Hochhaus kommt. br.de, 13. Januar 2015, archiviert vom Original am 20. Januar 2015; abgerufen am 13. Januar 2015.
  47. Hochhaus-Bürgerbegehren: 2217 Unterschriften übergeben. PNP, 13. Januar 2015, abgerufen am 15. Januar 2015.
  48. Hochhaus: Bürgerentscheid am 22. März. In: www.pnp.de. PNP, 9. Februar 2015, abgerufen am 10. Februar 2015.
  49. Bürgerentscheid: 36 Meter Hochhaus kann in Deggendorf gebaut werden. In: www.pnp.de. PNP, 22. März 2015, abgerufen am 22. März 2015.
  50. http://www.donaustaedte.com/
  51. http://www.region-donau-wald.de/region-donau-wald/index.html
  52. https://www.itc-deggendorf.de/
  53. https://www.dobak-immopartner.de/gewerbeimmobilien/itc2/
  54. https://www.ostbayern-tourismus.de/Info-Service/Presse/Urlaubsthemen/Natur-Aktiv/Bayerisches-Golf-und-Thermenland/Himmlisch-Neuer-Genuss-Radweg-vereint-die-Schmankerl-Niederbayerns
  55. https://www.bauernhofurlaub-bayerischerwald.de/Bayerischer-Wald/Der-Bayerische-Wald/Attraktive-Staedte-und-Ortschaften
  56. https://www.stmwk.bayern.de/kunst-und-kultur/meldung/5746/weiterer-schritt-in-richtung-welterbe-status-getan.html
  57. https://www.wsa-donau-mdk.wsv.de/SharedDocs/Downloads/DE/Publikationen/_GDWS/Sportschifffahrt_Sued.pdf?__blob=publicationFile&v=9
  58. https://www.skigebiete-test.de/langlauf/deggendorf-rusel-bischofsmais_loipenplan.html
  59. https://www.deggendorf.de/fileadmin/media/pdf/rathaus/marktkalender2019.pdf
  60. Kommune des Jahres und Bayerischer Qualitätspreis: Preisträger, abgerufen am 7. Januar 2015.
  61. https://www.polizei.bayern.de/wir/organisation/dienststellen/index.html/91809
  62. https://www.wwa-deg.bayern.de/wir/index.htm
  63. Start in Deggendorfer Erstaufnahmeeinrichtung, pnp.de
  64. Asylbewerber in Bayern, sueddeutsche.de
  65. https://www.pnp.de/lokales/landkreis_deggendorf/deggendorf/3030675_Asyl-Transit-Ankerzentrum-Das-steckt-hinter-den-Begriffen.html
  66. Pressemitteilungen zur Aufnahmeeinrichtung (Memento vom 25. November 2014 im Internet Archive), bayern.de
  67. https://studiengaenge.zeit.de/hochschule/284/technische-hochschule-deggendorf
  68. siehe Artikel Technische Hochschule Deggendorf
  69. https://www.th-deg.de/de/international-office/thd-studierende-weltweit/partneruniversitaeten
  70. https://www.deggendorf.de/index.php?id=91&no_cache=1
  71. https://www.bs1deg.de/zahlen-fakten-39.html
  72. https://www.km.bayern.de/schule/3026.html?re=1
  73. https://www.landkreis-deggendorf.de/aktuelles/plusplusplus-neubau-schulzentrum-plusplusplus/
  74. https://www.donautv.com/empfang/
  75. http://www.trp1.de/gemeinsame-niederbayern-sendung-von-trp1-donau-tv-und-isar-tv/
  76. https://www.isar-tv.com/empfang/
  77. www.trp1.de/
  78. https://bildschnitt.tv/
  79. https://www.br.de/nachrichten/bayern/heute-eroeffnung-das-neue-br-studio-in-deggendorf,RHGs4bo
  80. https://campusmedia.th-deg.de/
  81. https://www.unserradio.de/radio/
  82. https://www.radioszene.de/117292/radio-galaxy-deggendorf.html
  83. https://www.pnp.de/service/kontakt/redaktion/deggendorf/
  84. https://markt.idowa.de/abteilung/redaktion/tageszeitungen/donau-anzeiger.html
  85. https://www.donau-isar-klinikum.de/unser-klinikum/standort-deggendorf/wir-in-deggendorf.html
  86. https://www.donau-isar-klinikum.de/aktuelles/2015-07-24-traumazentrum.html
  87. https://www.rth.info/news/news.php?id=1947
  88. https://www.donau-isar-klinikum.de/aktuelles/2015-12-24-bereitschaftspraxis.html
  89. http://www.mainkofen.de/233.html
  90. https://www.wochenblatt.de/gesundheit/deggendorf/artikel/247025/meilenstein-in-der-modernisierung-mainkofens
  91. https://klinikradar.de/kliniken/deggendorf/klinik-angermuehle/
  92. https://www.klinik-angermuehle.de/
  93. http://www.aeskul-klinik.de/
  94. https://kinderwunsch-niederbayern.de/
  95. https://www.pnp.de/lokales/landkreis_deggendorf/deggendorf/2988740_Neue-A3-Bruecke-mit-zwei-Pylonen.html
  96. https://www.pnp.de/mobile/?cid=2135089
  97. https://www.bayerischer-wald.me/de/touren/detail/5825418d975a1f2bc9c43139
  98. http://www.bayerninfo.de/rad
  99. http://www.radtourist.com/tour-de-baroque.html
  100. https://www.donau-ilz-radweg.de/media/23064/flyer_2016_druckdatei_red_.pdf
  101. https://www.idowa.de/inhalt.deggendorf-erste-interkommunale-fahrradstrasse-bayerns.2d642833-9be7-45a0-91ac-dd55a801267c.html
  102. https://www.br.de/presse/inhalt/pressemitteilungen/anmeldestart-br-radltour-beginnt-100.html
  103. https://www.hafen-deggendorf.de/html/service.html
  104. https://www.binnenschifferforum.de/showthread.php?61820-Danube-43-IMO-8806084/page2
  105. https://www.pnp.de/lokales/landkreis_deggendorf/deggendorf/2387872_Plaene-zur-Verlegung-des-Motorboothafens.html
  106. https://www.wochenblatt.de/news-stream/deggendorf/artikel/202171/csu-fordert-weitere-donaubruecke-in-deggendorf
  107. https://www.pnp.de/lokales/landkreis_deggendorf/deggendorf/2988740_Neue-A3-Bruecke-mit-zwei-Pylonen.html
  108. Bayrisches Landesamt für Denkmalpflege: Deggendorf – Baudenkmäler – Ensemble Stadtplatz
  109. Stadt Deggendorf – Vermietung Altes Rathaus
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  111. Die Alte Kaserne in Deggendorf nach dem Zweiten Weltkrieg S. Michael Westerholz, hagalil.com
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