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Lalling

Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Deggendorf
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Lalling
Lalling
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Lalling hervorgehoben
Koordinaten: 48° 51′ N, 13° 8′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Deggendorf
Verwaltungs­gemeinschaft: Lalling
Höhe: 446 m ü. NHN
Fläche: 27,94 km2
Einwohner: 1564 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 56 Einwohner je km2
Postleitzahl: 94551
Vorwahl: 09904
Kfz-Kennzeichen: DEG
Gemeindeschlüssel: 09 2 71 130
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstr. 28
94551 Lalling
Website: lalling.de
Bürgermeister: Josef Streicher (SPD / Unabhängige Bürger)
Lage der Gemeinde Lalling im Landkreis Deggendorf
Landkreis Dingolfing-LandauLandkreis Freyung-GrafenauLandkreis PassauLandkreis RegenLandkreis Rottal-InnLandkreis Straubing-BogenAholmingAuerbach (Landkreis Deggendorf)AußernzellBernried (Niederbayern)BuchhofenDeggendorfGraflingGrattersdorfHengersbergHunding (Niederbayern)IggensbachKünzingLallingMettenMoos (Niederbayern)NiederalteichOberpöringOffenbergOsterhofenOtzingPlattlingSchauflingSchöllnachStephansposchingWallerfingWinzer (Niederbayern)Karte
Über dieses Bild
Blick auf Lalling im Lallinger Winkel von Langfurth aus
Die Pfarrkirche St. Stephanus

Lalling ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Deggendorf, der Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Lalling und ein staatlich anerkannter Erholungsort.

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

LageBearbeiten

Lalling liegt in der Region Donau-Wald im südwestlichen Bayerischen Wald, genauer im Lallinger Winkel.

GliederungBearbeiten

Ortsteile sind:[2]
Datting, Dösing, Durchfurth, Durchfurtherschuß, Euschertsfurth, Frohnmühl, Gerholling, Ginn, Kapfing, Kaußing, Lalling, Oisching, Ranzing, Ranzingerberg, Stritzling, Urding, Watzing und Woiding.

Es existiert nur die Gemarkung Lalling.

GeschichteBearbeiten

Bis zur GemeindegründungBearbeiten

Lalling und der Gemeindeteil Ranzing wurden im Jahre 1148 in einem Schutzbrief von Papst Eugen III. erstmals urkundlich erwähnt. Größter Grundherr war von Beginn des 13. Jahrhunderts bis zur Säkularisation in Bayern 1803 das Kloster Niederalteich. Lalling gehörte zum Rentamt Straubing und zum Landgericht Hengersberg des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

EinwohnerentwicklungBearbeiten

  • 1970: 1205 Einwohner
  • 1987: 1393 Einwohner
  • 1991: 1501 Einwohner
  • 1995: 1530 Einwohner
  • 2000: 1623 Einwohner
  • 2005: 1601 Einwohner
  • 2010: 1579 Einwohner
  • 2015: 1545 Einwohner

PolitikBearbeiten

BürgermeisterBearbeiten

Bürgermeister ist seit 1996 Josef Streicher (SPD/Unabhängige Bürger). Er gewann die letzte Bürgermeisterwahl 2014 mit 57,39 % gegen seinen Herausforderer Michael Reitberger (CSU). Dieser hatte 42,61 % der Wählerstimmen erhalten.

GemeinderatBearbeiten

Die Kommunalwahlen vom 16. März 2014 ergaben bei einer Wahlbeteiligung von 69,14 % folgendes Ergebnis:

  • CSU 6 Sitze (43,7 %)
  • SPD/Unabhängige Bürger 4 Sitze (35,8 %)
  • FW 1 Sitz (10,9 %)
  • Junge Liste 1 Sitz (9,6 %)

SteuereinnahmenBearbeiten

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 2012 insgesamt 851 T€, davon betrug die Gewerbesteuer (netto) 100 T€.

WappenBearbeiten

Die Wappenbeschreibung lautet: In Silber ein grüner Schrägbalken, dem eine wachsende goldene Lanze aufgelegt ist, beseitet oben von einem schwarzen Stein, unten von einem roten Apfel mit zwei grünen Blättern.

GemeindepartnerschaftenBearbeiten

  • Tschechien  Tschechien: Am 10. April 2005 schlossen Lalling und Remy mit Běšiny (deutsch Bieschin – Region Pilsen, Böhmen) offiziell einen Freundschaftsvertrag.

KircheBearbeiten

Erstmals urkundliche Erwähnung fand die Lallinger Kirche 1149. Die Erhebung der Filiale Lalling zur Pfarrei fand im Jahre 1718 statt. Die katholische Pfarrkirche St. Stephanus wurde 1722/23 erbaut.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Zehentstadel des Klosters Niederalteich
  • Fahrzeug- und Kunstmuseum Streicher in Stritzling
  • Dorfensemble in Datting und Gerholling
  • Kapelle am Ranzingerberg mit Totenbrettergruppe
  • Lallinger Stephanuskirche
  • Erster Feng Shui-Kurpark Deutschlands

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Wirtschaft einschließlich Land- und ForstwirtschaftBearbeiten

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 50 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 76 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 685. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe vier Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 71 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 784 ha, davon waren 216 ha Ackerfläche und 552 ha Dauergrünfläche.

BildungBearbeiten

2013 gab es folgende Einrichtungen:

  • Kindertageseinrichtungen: 66 Plätze mit 72 Kindern, davon fünf Kinder unter drei Jahren
  • Volksschulen: zwei mit 19 Lehrern und 242 Schülern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 13. September 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. hrsg. vom Bayerischen Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung, München 1987 (Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns), S. 167.
  3. Festakt zum 15jährigen Bestehen der Gemeindepartnerschaft. Gemeinde Lalling, abgerufen am 29. Juni 2015.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Lalling – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien