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ADAC Luftrettung

Luftrettungsdienst des deutschen Automobilclubs ADAC
ADAC Luftrettung gGmbH
Rechtsform gGmbH
Gründung 1982
Sitz München
Leitung Frédéric Bruder
Mitarbeiterzahl 300
Branche Luftrettung
Website www.luftrettung.adac.de

Die ADAC Luftrettung gGmbH ist Teil des öffentlich-rechtlichen Rettungsdienstsystems in Deutschland und wird über die europäische Notrufnummer 112 alarmiert. Als eine der größten Luftrettungsorganisationen Europas startet die ADAC Luftrettung von 36 Stationen aus zu rund 54.000 Einsätzen im Jahr. Dazu steht den Crews eine moderne Flotte mit rund 50 Rettungshubschraubern zur Verfügung.

OrganisationBearbeiten

 
Frédéric Bruder, Geschäftsführer der ADAC Luftrettung gGmbH, Einweihung des neuen Dachlandeplatzes von "Christoph 15" Straubing, 18. Juli 2014

Geschäftsführer der ADAC Luftrettung gGmbH und Accountable Manager gegenüber der Luftfahrtbehörde ist seit 2013 Frédéric Bruder. Die ADAC Luftrettung ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der ADAC Stiftung. Die notfallmedizinische Versorgung von Menschen in Notsituationen und die Rettung aus Lebensgefahr sind wichtige Förderschwerpunkte der Stiftung.

Gegründet wurde die ADAC Luftrettung am 25. November 1981 unter dem Namen Arbeitskreis des ADAC zur Förderung der Luftrettung und zur Hebung der allgemeinen Verkehrssicherheit (ADAC-Luftrettung) Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Am 29. März 2000 wurde die Gesellschaft umbenannt in ADAC-Luftrettung GmbH, am 26. August 2013 in ADAC Luftrettung gGmbH.[1]

Einsatz der ADAC LuftrettungBearbeiten

 
Einsatz des Rettungshubschrauber „Christoph 40“ – Augsburg.

Als die Zahl der Verkehrstoten 1967 in Westdeutschland 20.000 erreichte, verlangten Notfallmediziner eine bessere Versorgung von Verletzten. Ein neues Konzept der Erstversorgung entstand: Es brachte den Notarzt auf dem schnellsten Weg zum Patienten und nicht mehr umgekehrt. Der ADAC e.V. griff diese Idee auf und führte Ende der 1960er Jahre einen Probelauf mit angemieteten Hubschraubern durch. Der Weg durch die Luft bewährte sich, denn Unfallopfer konnten schneller qualifiziert versorgt und in eine geeignete Klinik gebracht werden. Mit Christoph 1 wurde am 1. November 1970 der erste zivile permanent betriebene Rettungshubschrauber in München-Harlaching stationiert – die Geburtsstunde der Luftrettung.

Als Pionier der Luftrettung hilft sie seit fast 50 Jahren Menschen in akuter gesundheitlicher Not. Durch den umgehenden Transport des Notarztes mit dem Rettungshubschrauber zum Einsatzort wird eine optimale Versorgung ermöglicht. Bei Bedarf wird der Patient unverzüglich mit dem Hubschrauber zu einem geeigneten Krankenhaus transportiert. Dafür wird die Flotte regelmäßig auf den neusten Stand der Technik gebracht.

Die erfahrenen Crews mit Pilot, Notarzt und Rettungsfachpersonal sind in rund 2 Minuten in der Luft und unterwegs zum Einsatzort. Oft schneller als jede Rettung erreichen sie auch die entlegensten Orte, Inseln, Bergtäler oder blockierte Autobahnen.

StationenBearbeiten

 
Die 36 Standorte der ADAC Luftrettung.

An 36 Stationen sind die Crews der ADAC Luftrettung täglich einsatzbereit. Die Rettungshubschrauber starten in der Regel von Sonnenaufgang (frühestens 7:00 Uhr) bis Sonnenuntergang. Ihr Einsatzradius beträgt 50–70 km. Drei Stationen sind rund um die Uhr in Betrieb. Für den Einsatz in unwegsamem Gelände sind vier weitere mit einer Rettungswinde ausgestattet. An ausgewählten Stationen stehen außerdem Intensivtransporthubschrauber zur Verfügung.

DeutschlandBearbeiten

Rufname Stadt Einsatzbereitschaft Internet
Christoph 1 München Tagstation, mit Winde zu Christoph 1
Christoph 5 Ludwigshafen am Rhein Tagstation zu Christoph 5
Christoph 6 Bremen Tagstation zu Christoph 6
Christoph 8 Lünen Tagstation zu Christoph 8
Christoph 10 Wittlich Tagstation zu Christoph 10
Christoph 15 Straubing Tagstation, mit Winde zu Christoph 15
Christoph 16 Saarbrücken Tagstation zu Christoph 16
Christoph 18 Ochsenfurt Tagstation zu Christoph 18
Christoph 19 Uelzen Tagstation zu Christoph 19
Christoph 20 Bayreuth Tagstation zu Christoph 20
Christoph Europa 1 Würselen Tagstation zu Christoph Europa 1
Christoph 22 Ulm Tagstation zu Christoph 22
Christoph 23 Koblenz Tagstation zu Christoph 23
Christoph Europa 2 Rheine Tagstation zu Christoph Europa 2
Christoph 25 Siegen Tagstation zu Christoph 25
Christoph 26 Sande 24h-Station, mit Winde zu Christoph 26
Christoph 28 Fulda Tagstation zu Christoph 28
Christoph 30 Wolfenbüttel Tagstation zu Christoph 30
Christoph 31 Berlin Tagstation zu Christoph 31
Christoph 32 Ingolstadt Tagstation zu Christoph 32
Christoph 33 Senftenberg Tagstation zu Christoph 33
Christoph 39 Perleberg Tagstation zu Christoph 39
Christoph 40 Augsburg Tagstation zu Christoph 40
Christoph 46 Zwickau Tagstation zu Christoph 46
Christoph 48 Neustrelitz Tagstation zu Christoph 48
Christoph Hansa Hamburg Tagstation, Intensivtransport zu Christoph Hansa
Christoph 61 Leipzig Tagstation zu Christoph 61
Christoph 63 Leipzig Tagstation zu Christoph 63
Christoph 65 Dinkelsbühl-Sinbronn Tagstation zu Christoph 65
Christoph 66 Eßweiler Tagstation, Dual-Use Datenblatt
Christoph 70 Jena Tagstation zu Christoph 70
Christoph Brandenburg Senftenberg 24h-Station, Intensivtransport zu Christoph Brandenburg
Christoph Murnau Murnau Tagstation, mit Winde, Intensivtransport zu Christoph Murnau
Christoph Rheinland Köln Tagstation, Intensivtransport zu Christoph Rheinland
Christoph Westfalen Greven 24h-Station, Intensivtransport zu Christoph Westfalen
Christoph 77 Mainz Tagstation, Dual-Use zu Christoph 77

Europäisches AuslandBearbeiten

Rufname Stadt Einsatzbereitschaft Internet
Christophorus Europa 3 Suben Tagstation zu Christoph Europa 3

RettungseinsätzeBearbeiten

Mit über 50 Hubschraubern an 36 Stationen bringt die ADAC Luftrettung Hilfe auf dem schnellsten Weg zum Patienten. Die Crews sind an 365 Tagen im Jahr, von früh morgens um 07:00 Uhr bis Sonnenuntergang, innerhalb von 2 Minuten startbereit. Drei der ADAC Luftrettungsstationen sind rund um die Uhr in Betrieb und für den Nachtflug ausgerüstet. Andere besitzen eine Rettungswinde für Einsätze, bei denen der Hubschrauber nicht landen kann. Weiterer Schwerpunkt ist der Transport von kritisch kranken Patienten von einem Krankenhaus in eine Spezialklinik.

Luftrettung in der NachtBearbeiten

 
Im Gegensatz zu Einsätzen bei Tag besteht die Crew eines Rettungshubschraubers bei Nacht aus zwei statt nur einem Piloten sowie einem Notarzt und einem Notfallsanitäter (TC HEMS).

Für die notärztliche Versorgung in der Nacht betreibt die ADAC Luftrettung drei spezialisierte Stationen, die rund um die Uhr in Betrieb sind. Bei Dunkelheit finden überwiegend Verlegungsflüge von einem Krankenhaus in eine Spezialklinik statt – von einem beleuchteten Landeplatz zum anderen. Darüber hinaus können jedoch auch Notfalleinsätze erfolgen, die eine Landung in einem unbekannten und unbeleuchteten Gebiet verlangen.

Technisch möglich sind Nachtflüge durch hochmoderne Rettungshubschrauber wie etwa dem neuesten Muster der ADAC Luftrettung: der H145. Dieser Helikopter ist, neben der EC135, bestens für den Nachtflug mit speziellen Nachtsichtgeräten geeignet.

Diese sind seit 2011 im Einsatz und verstärken natürliches Restlicht elektronisch und bilden mit dementsprechend abgedunkelten Cockpit ein perfekt abgestimmtes Nachtflugsystem. Hindernisse wie Windräder oder Hochspannungsleitungen lassen sich dadurch frühzeitig erkennen. Damit können Piloten aber auch bei minimalen Lichtverhältnissen an Unfallorten landen, deren Geländebesonderheit mit bloßem Auge und bei Scheinwerferlicht nicht erkennbar und so eine Landung zu gefährlich wäre.

PrimäreinsatzBearbeiten

Bei einem Primäreinsatz wird der Notarzt auf dem schnellsten Weg zum Einsatzort geflogen. Hier wird der Patient notfallmedizinisch versorgt und, wenn es sein Gesundheitszustand erfordert, direkt in ein optimal geeignetes Krankenhaus geflogen.

SekundäreinsatzBearbeiten

Bei Sekundäreinsätzen handelt es sich um Interhospitalflüge, das sind Flüge von einem Krankenhaus zum anderen. Dabei werden Intensiv- oder Notfallpatienten für ihre optimale Versorgung und unter medizinischer Begleitung von einer Klink in eine Spezialklinik verlegt. Der schnelle und vibrationsarme Luftweg minimiert das Transportrisiko und verbessert die therapeutischen Chancen der meist kritisch kranken Patienten. Zu einem Interhospitalflug zählt auch der Transport von wichtigen Medikamenten, Blutkonserven oder Organen.

WindenrettungBearbeiten

 
Einsatz der ADAC Luftrettung an der Seilwinde

Mit der Rettungswinde können Patienten auch in unwegsamem Gelände geborgen und durch den Notarzt versorgt werden. Die Winde ermöglicht es, die Crew sicher am Boden abzusetzen, während der Hubschrauber weiter über der Einsatzstelle schwebt. Vier Stationen der ADAC Luftrettung sind dafür mit allen technischen Voraussetzungen ausgestattet und verfügen über die spezielle Ausbildung und Erfahrung. So ist bei diesen Einsätzen neben dem Piloten, Notarzt und Rettungsfachpersonal in der Regel auch ein Windenoperator mit an Bord. Die Winde wird im Alpenraum, an der Küste und über dem Meer oder bei der Inselrettung eingesetzt. Darüber hinaus ist sie in Waldgebieten oder im Katastrophenfall wie zum Beispiel bei Hochwasser nötig.

CrewBearbeiten

Die Crews der ADAC Luftrettung sind qualifiziert und fachbezogen ausgebildet. Sie besteht immer aus Piloten, Notarzt und Rettungsfachpersonal. Für besondere Einsätze ist als viertes Mitglied ein Windenoperator an Bord.

PilotBearbeiten

Die Piloten der ADAC Luftrettung sind dafür verantwortlich, die medizinische Crew und den Patienten auf dem schnellsten Weg sicher ans Ziel zu bringen. Das heißt immer wieder unter Zeitdruck zu entscheiden, wo gelandet werden kann und auch in kritischen Situationen eine ruhige Hand und einen kühlen Kopf zu bewahren. Nicht umsonst gehören die Anforderungen an einen Rettungshubschrauberpiloten zu den höchsten in der Luftfahrt. Viele Piloten der ADAC Luftrettung wurden bei der Bundeswehr oder bei der Polizei für den Hubschrauber-Einsatz ausgebildet und haben ihr fliegerisches Können dort schon unter Beweis gestellt.

Nur wer mindestens 1.000 Flugstunden vorweisen kann und davon wenigstens die Hälfte im Luftrettungsdienst, kommt zum Einsatz. Denn für die anspruchsvolle Aufgabe im Cockpit ist ausreichend Erfahrung nötig – insbesondere für das Fliegen bei extremen Wetter- oder Geländebedingungen.

NotarztBearbeiten

Die Notärzte der ADAC Luftrettung sind Fachärzte aus den Bereichen Anästhesie, Chirurgie oder Innere Medizin. Sie sind hauptberuflich in den Kliniken tätig, die an Luftrettungsstationen angebunden sind. Alle Notärzte verfügen über eine umfangreiche intensiv- und notfallmedizinische Expertise sowie fundierte Erfahrungen in der bodengebundenen Rettung. Bei den Einsätzen werden sie besonders gefordert, da sich die Patienten zum Teil in einem lebensbedrohlichen, kritischen Zustand befinden. Sowohl auf dem Boden als auch in der Luft führen sie die Versorgung unter Zeitdruck und meist ungünstigen Bedingungen sicher durch.

RettungsfachpersonalBearbeiten

Die Rettungsassistenten und Notfallsanitäter sind wie die Piloten auch bei der ADAC Luftrettung angestellt oder kommen von ortsansässigen Hilfsorganisationen, Feuerwehren oder Kliniken. Ihre mehrjährige Erfahrung und die Ausbildung zum Helicopter Emergency Medical Services Technical Crew Member – kurz TC HEMS – qualifiziert sie optimal für Einsätze auf dem Luftweg.

Ihr Verantwortungsbereich ist vielseitig und sorgt für einen reibungslosen Ablauf: Sie unterstützen den Notarzt bei der Versorgung des Patienten und prüfen die medizinische Ausstattung sowie die Vorräte an Bord. Darüber hinaus übernimmt ein TC HEMS als rechte Hand des Piloten auch fliegerische Aufgaben. Er kontrolliert den Luftraum und dirigiert bei Bedarf den Piloten beim Landen. Vor dem Abflug prüft er u. a., ob alle Türen geschlossen sind und der Hubschrauber startbereit ist. Deshalb geht er als Letzter an Bord.

WindenoperatorBearbeiten

Bei einem Windeneinsatz kann der Hubschrauberpilot die Einsatzstelle über der er schwebt nicht selbst sehen. Daher agiert der Windenoperator an der geöffneten Tür als „Auge“ und Navigator für den Piloten. Er dirigiert den Hubschrauber in die richtige Position und seilt die medizinische Crew über dem Einsatzort ab.

Die Kommunikation mit der medizinischen Crew am Seil oder an der Einsatzstelle am Boden ist mittels Sprechfunk oder festgelegter Handzeichen möglich. Sobald Patient und Rettungskräfte wieder nach oben gezogen wurden, hilft er dabei, den Verletzten an Bord zu bringen. In der Regel wird die Aufgabe des Windenoperators von einem zweiten TC HEMS mit Zusatzqualifikation Winde (TC HHO für Helicopter Hoist Operator) ausgeführt.

Aus- und WeiterbildungBearbeiten

Damit im Notfall alle Bewegungen und alle Handgriffe sitzen, absolvieren die Crews der ADAC Luftrettung regelmäßig maßgeschneiderte Trainingsprogramme in der ADAC HEMS Academy in Bonn Hangelar. Die Besatzungen erfahren in der Academy den neuesten Stand der Forschung im Flug- und Rettungsbetrieb. Sie können das intensive Zusammenspiel zwischen den einzelnen Crewmitgliedern verbessern und in sicherem Rahmen wichtige Einsatzabläufe in Extremsituationen perfektionieren. Hier werden die Crews außerdem für Nacht- und Windeneinsätze fit gemacht und die Piloten leisten turnusmäßig Prüfungen für die Verlängerung ihrer Fluglizenzen.

FlotteBearbeiten

50 Hubschrauber fliegen im Dienst der ADAC Luftrettung. Mit dieser Flotte zählt sie zu einer der größten Luftrettungsorganisationen in ganz Europa. Das oberste Ziel ist der sichere Transport und die beste Versorgung der Patienten. Um das zu gewährleisten, setzt sie auf hohe Qualitätsstandards und moderne Maschinen. Ihre Rettungs- und Intensivtransporthubschrauber sind nicht nur flugtechnisch, sondern auch mit ihrer umfangreichen medizinischen Ausstattung auf dem neuesten Stand. Für extreme Einsatzbedingungen in den Bergen oder auf See, aber auch für eine notärztliche Versorgung in schwer zugänglichem Gelände, sind einige Hubschrauber mit Rettungswinden ausgestattet.

H145Bearbeiten

 
H145

Die H145 ist das neueste Hubschraubermodell in der Flotte der ADAC Luftrettung, welche das Vorgängermodell BK117 abgelöst hat. Die Maschine zeichnet sich durch ihre Leistungsstärke mit 1.072 PS bei gleichzeitig geringer Lärmemission aus. Die Einsatzgeschwindigkeit der H145 beträgt ca. 220 km/h, ihre Reichweite ca. 650 km. Der ummantelte Heckrotor erhöht die Sicherheit sowohl für die Passagiere als auch für die Einsatzkräfte. Die neue medizinische Ausstattung sowie ein völlig neuartiges modulares Ausstattungskonzepts, das speziell für diesen Hubschrauber entwickelt wurde, kommen Notärzten und Patienten gleichermaßen zugute. Aus diesem Grund ist die H145 besonders für weite Strecken bei Intensivverlegungen oder für Einsätze im Hochgebirge geeignet.

EC135/H135Bearbeiten

 
EC135

Die EC135 mit den Typenreihen P2, P2e und P2+ und P3 (H135) ist der in der deutschen Luftrettung am häufigsten eingesetzte Rettungshubschrauber. Er hat eine Reisegeschwindigkeit von ca. 220 km/h, ist dabei jedoch emissionsarm und kosteneffizient. Sein Fenestron-Heckrotor macht diesen genau wie bei der H145 besonders sicher und leise. Aufgrund seines geräumigen Innenbereichs, des höheren Abfluggewichts und der stärkeren Triebwerke kann die EC135 auch als Intensivtransporthubschrauber (ITH) eingesetzt werden. Bei der H135 hat jedes Triebwerk eine maximale Leistung von ca. 818 PS. Die maximale Flughöhe beträgt 6.060 Meter und die Reichweite etwa 611 km bei einer Kraftstoffzuladung von 700,5 Litern. Das maximale Abfluggewicht beträgt 2.980 kg.

WartungBearbeiten

Um die Funktionsfähigkeit der Flotte der ADAC Luftrettung sicherzustellen, werden die Hubschrauber regelmäßig von der ADAC Luftfahrt Technik gewartet. 130 Spezialisten betreuen alle ADAC Rettungshubschrauber. Rund um die Uhr sorgen sie dafür, dass diese stets sicher abheben können. Des Weiteren stehen bei eventuellen Wartungen gleichwertige Ersatzmaschinen aus dem Einsatzpool bereit.

AusstattungBearbeiten

Damit die Crews bei den Einsätzen ihr Bestes geben können, ist eine optimale Ausstattung der Hubschrauber unerlässlich. Deshalb sorgt die ADAC Luftrettung stets dafür, dass sowohl die medizinische als auch die technische Ausrüstung ihrer Flotte auf dem neuesten Stand ist. Dadurch gewährleistet sie eine sichere und schnelle Versorgung der Patienten und – wenn notwendig – ihren weiteren Transport in eine geeignete Klinik.

Technische AusstattungBearbeiten

Die Hubschrauber besitzen eine Zulassung nach CAT A und sind mit allen Geräten für einen Instrumentenflug ausgestattet. Die Abstimmung mit den Kliniken oder der Leitstelle erfolgt via Satellitentelefon oder Digitalfunkgerät. Damit die Hubschrauber noch schneller und effizienter eingesetzt werden können, nutzen wir das Flight-Following-System „Rescuetrack“: Es übermittelt den genauen Standort an die Leitstelle und unterstützt den Piloten bei der Bestimmung des Zielortes. Der Einsatzort kann so exakt und ohne Zeitverlust angeflogen werden.

Medizinische AusstattungBearbeiten

Für eine optimale Behandlung des Patienten sind die Rettungshubschrauber der ADAC Luftrettung mit einer umfangreichen medizinischen Ausstattung ausgerüstet. Das sind Monitorsysteme zur Überwachung von Herzrhythmus, Blutdruck und Sauerstoffgehalt des Blutes, aber auch ein Defibrillator oder moderne Beatmungsgeräte. Darüber hinaus stehen Systeme zur Kreislaufsicherung und Traumaversorgung zur Verfügung. Für die Betreuung des Patienten außerhalb des Hubschraubers sind alle notwendigen Medikamente, Materialien und Geräte zusätzlich in Notfallrucksäcken griffbereit.

LiteraturBearbeiten

  • ADAC-Stationsatlas „Christoph – bitte kommen!“, Ausgabe 2011/12, Hrsg. ADAC-Luftrettung GmbH, Verlag/Realisation Werner Wolfsfellner MedizinVerlag, München 2011, ISBN 978-3-933266-71-2; mit Vorwort der Herausgeber Friedrich Rehkopf, Susanne Matzke-Ahl
  • Holger Scholl, Handbuch Luftrettung: Organisation, Einsatz, Taktik und Technik, S + K, Verlagsgesellschaft Stumpf + Kossendey mbH, 2018, ISBN 978-3-943174-93-9; mit Inhaltsverzeichnis, S. 87 ff

WeblinksBearbeiten

  Commons: ADAC Luftrettung – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Handelsregister beim Amtsgericht München, HRB 7637.