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Gündlkofen ist ein Dorf mit etwa 900 Einwohnern in Niederbayern und Teil der Gemeinde Bruckberg. Die Ortschaft liegt rund neun Kilometer westlich des Stadtzentrums von Landshut. Bis 1978 war Gündlkofen eine eigene Gemeinde mit mehreren Ortsteilen, auf deren Gebiet heute circa 1.500 Einwohner (Stand: 2004) leben.

Gündlkofen
Gemeinde Bruckberg
Koordinaten: 48° 31′ 59″ N, 12° 1′ 42″ O
Höhe: 412 m ü. NHN
Einwohner: 870 (9. Mai 2011) Quelle
Eingemeindung: 1. Mai 1978
Postleitzahl: 84079
Vorwahl: 08765
Pfarrkirche St. Peter und Paul in Gündlkofen
Pfarrkirche St. Peter und Paul in Gündlkofen

LageBearbeiten

Das Dorf liegt am nördlichen Rand des Isartals etwa drei Kilometer von dem Fluss und dem angrenzenden Echinger Stausee entfernt. Die Besiedlung vom Bahnhaltepunkt Gündlkofen in den ehemaligen Isarauen bis auf die umliegenden Hügel. In Gündlkofen treffen zwei Seitentäler auf das Isartal, das des Osterbaches aus Richtung Widdersdorf und des Holzgrabens aus Richtung Tondorf.

GeschichteBearbeiten

Bereits im Jahr 880 wurde Gündlkofen erstmals erwähnt. Von der ehemals romanische Kirche aus dem 14. Jahrhundert sind noch die Altarflügel des Hochaltars erhalten. Die jetzige Kirche im Rokokostil wurde nach Plänen des Landshuter Hofmaurermeisters Johann Georg Hirschstötter zwischen 1746 und 1756 errichtet und ist den Heiligen Peter und Paul geweiht. Die Altarfiguren stammen von Christian Jorhan dem Älteren, der sie 1790 fertigte. Im Jahr 1875 wurde der Name der Gemeinde amtlich von Gindlkofen in Gündlkofen geändert.[1] Am 1. Juli 1972 erfolgte die Eingemeindung von Tondorf.[1] Am 1. Mai 1978 kam der Ort im Zuge der Gebietsreform zur erheblich vergrößerten Gemeinde Bruckberg im Regierungsbezirk Niederbayern im Landkreis Landshut.[2]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Die Einwohnerzahl der ehemaligen Gemeinde Gündlkofen ist in den letzten Jahrzehnten durch starken Zuzug kontinuierlich gestiegen. Dies ist auf die Nähe zur Autobahn A 92, zu den Städten Landshut und München und zum neuen Flughafen München im Erdinger Moos zurückzuführen. Waren es im Jahr 1900 noch 246 Einwohner, so hat sich deren Zahl bis 1950 auf 503 mehr als verdoppelt, während die ehemalige Gemeinde 1993 bereits 1.016 Einwohner besaß.[3]

InfrastrukturBearbeiten

Der Ort hat einen eigenen Haltepunkt an der Bahnstrecke München–Regensburg. Gündlkofen besitzt eine Grund- und Mittelschule[4] sowie eine Kindertagesstätte, bestehend aus Kindergarten und Kinderkrippe, jeweils mit ganztägiger Betreuung[5]. Gündlkofen ist auch an das Landshuter Busnetz angeschlossen (Linie 9), für Schüler besteht eine Busverbindung zum Gymnasium in Furth.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 508.
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 616.
  3. Heimatpflegeverein Bruckberg e.V.: Gündlkofen (Memento des Originals vom 4. März 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.heimatpflegeverein-bruckberg.de. Online auf www.heimatpflegeverein-bruckberg.de. Abgerufen am 3. Januar 2016.
  4. Schulen in Bruckberg. Abgerufen am 20. Oktober 2018.
  5. Kindertagesstätten in Bruckberg. Abgerufen am 20. Oktober 2018.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Gündlkofen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien