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Landkreis Starnberg

Landkreis in Bayern
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Landkreises Starnberg Deutschlandkarte, Position des Landkreises Starnberg hervorgehobenKoordinaten: 48° 1′ N, 11° 17′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Verwaltungssitz: Starnberg
Fläche: 487,71 km2
Einwohner: 135.545 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 278 Einwohner je km2
Kfz-Kennzeichen: STA, WOR
Kreisschlüssel: 09 1 88
Kreisgliederung: 14 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Strandbadstraße 2
82319 Starnberg
Webpräsenz: www.lk-starnberg.de
Landrat: Karl Roth (CSU)
Lage des Landkreises Starnberg in Bayern
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Über dieses Bild

Der Landkreis Starnberg liegt im Südwesten des bayerischen Regierungsbezirks Oberbayern.

Ilkahöhe bei Tutzing – Blick auf den Starnberger See

Mit einem Kaufkraftindex von 145,7 Prozent des Bundesdurchschnitts (100 Prozent) bzw. 31.850 Euro je Einwohner verfügt der Landkreis Starnberg über das höchste Pro-Kopf-Einkommen aller Landkreise in der Bundesrepublik Deutschland (Stand: 2016).[2]

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

LageBearbeiten

Der Landkreis Starnberg wird auch „Fünf-Seen-Land“ genannt, da er den nordwestlichen Landstrich des Starnberger Sees, den Weßlinger See, den Wörthsee, den Pilsensee und Teile des östlichen Ammersees einschließt. Zwischen dem Starnberger See (584 m) und dem Ammersee (533 m) erstrecken sich als Hügellandschaft würmeiszeitliche Seiten- und Endmoränen, die im Berndorfer Buchet (750 m) bei Obertraubing (westlich von Tutzing) ihre höchste Erhebung im Kreisgebiet haben.

Die Ilkahöhe (726 m) bei Tutzing ist ein bekannter Aussichtspunkt mit Blick auf den Starnberger See und die Alpen. An seinem Nordufer verlässt die Würm den Starnberger See. Sie hat sich ein enges Flussbett gegraben und verlässt bei Krailling das Kreisgebiet in Richtung München.

NachbarkreiseBearbeiten

Der Landkreis grenzt im Uhrzeigersinn im Norden beginnend an die Landkreise Fürstenfeldbruck, München, Bad Tölz-Wolfratshausen, Weilheim-Schongau und Landsberg am Lech.

SchutzgebieteBearbeiten

Im Landkreis gibt es zehn Naturschutzgebiete, sechs Landschaftsschutzgebiete, elf FFH-Gebiete und mindestens zwölf vom Bayerischen Landesamt für Umwelt ausgewiesene Geotope (Stand April 2016).

Siehe auchBearbeiten

GeschichteBearbeiten

LandgerichtBearbeiten

Das Gebiet des Landkreises Starnberg gehört lange zu Bayern. 1803 wurde das Landgericht Starnberg errichtet, das zum Isarkreis gehörte, der 1838 in Oberbayern umbenannt wurde.

BezirksämterBearbeiten

 
Landratsamt Starnberg

Im Jahr 1862 wurde das Gebiet des Landgerichts Teil des Bezirksamts München links der Isar und 1880 des Bezirksamtes München II. Am 1. Oktober 1902 wurde aus 40 Gemeinden des aufgelösten Bezirksamtes München II ein eigenes Bezirksamt Starnberg errichtet.

LandkreisBearbeiten

Am 1. Januar 1939 wurde die reichseinheitliche Bezeichnung Landkreis eingeführt.[3] So wurde aus dem Bezirksamt der Landkreis Starnberg.

Im Rahmen der Gebietsreform in Bayern wurde der Landkreis Starnberg am 1. Juli 1972 um die Gemeinden Bachhausen und Höhenrain sowie das gemeindefreie Gebiet Wadlhauser Gräben des aufgelösten Landkreises Wolfratshausen auf seine heutige Ausdehnung vergrößert.[4]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Der Landkreis ist als Naherholungskreis beliebt und hat eine starke Zuwanderung aus dem Raum München zu verzeichnen.

Der Landkreis Starnberg gewann von 1988 bis 2008 rund 19.000 Einwohner hinzu bzw. wuchs um ca. 17 %.

Die Einwohnerzahlen ab 1840 beziehen sich auf den Gebietsstand vom 25. Mai 1987.

Jahr 1840 1871 1900 1925 1939 1950 1961 1970 1987 1991
Einwohnerzahl[5] 11.048 13.011 19.020 29.363 36.449 65.463 73.704 86.674 108.889 116.082
Jahr 1995 2000 2005 2010 2015
Einwohnerzahl 119.523 124.956 129.091 130.283 133.621

BaudenkmälerBearbeiten

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

WirtschaftBearbeiten

Der Kaufkraftindex des Landkreises beträgt 145,7 Prozent des Bundesdurchschnitts (100 Prozent) bzw. 31.850 Euro pro Einwohner (Stand: 2016).[6] Somit verfügt der Landkreis Starnberg über das höchste Pro-Kopf-Einkommen aller Landkreise in der Bundesrepublik Deutschland.[2]

13,5 Prozent der Beschäftigten im Landkreis Starnberg haben einen Hochschul- oder Fachhochschulabschluss – doppelt so viele wie im Bundesschnitt.

Im Zukunftsatlas 2016 belegte der Landkreis Starnberg Platz 8 von 402 Landkreisen, Kommunalverbänden und kreisfreien Städten in Deutschland und zählt damit zu den Regionen mit „Top Zukunftschancen“.[7]

VerkehrBearbeiten

Der Landkreis Starnberg wird durch zwei S-Bahnlinien und zwei Autobahnen erschlossen.

Die S 6 erreicht auf der 1854 von der Pasing-Starnberg Eisenbahn erbauten Strecke von München her über Gauting in Starnberg das Westufer des Sees; dann führt sie auf dem Abschnitt bis Tutzing weiter, der 1865/66 ebenso wie die Verlängerungen nach Weilheim und Penzberg von der Eisenbahn der Stadt Weilheim hinzugefügt worden ist.

Die S 8 benutzt die Bahnlinie, die 1903 durch die Bayerische Staatsbahn von Pasing nach Herrsching in Betrieb genommen wurde.

Die Autobahn A96 (München-Lindau) erschließt den westlichen Landkreis und die Autobahn A952 (München-Starnberg) erschließt den östlichen Landkreis.

PolitikBearbeiten

KreistagBearbeiten

Kreistagswahl 2014
Wahlbeteiligung: 59,0 % (–4,1 %p)
 %
40
30
20
10
0
39,1 %
17,4 %
15,1 %
14,6 %
10,0 %
3,9 %
Die Sitzverteilung im Kreistag:
Jahr CSU SPD GRÜNE FDP FW ÖDP gesamt WB in %
2014 24 9 10 6 9 2 60 59,0
2008 23 9 10 7 9 2 60 63,1
2002 28 11 6 4 9 2 60 63,8

LandratBearbeiten

Landrat ist seit dem 1. Mai 2008 Karl Roth (CSU).

WappenBearbeiten

Blasonierung: „Dem bayerischen Rautenschild aufgelegt oben ein schreitender goldener Löwe, unten ein einköpfiger goldener Adler.“[8]
Wappenbegründung: Das Wappen geht auf die Grafen von Andechs-Meranien zurück.

GemeindenBearbeiten

(Einwohner am 31. Dezember 2017)[9]

Stadt

  1. Starnberg (23.339)

Keine Märkte

Keine Verwaltungsgemeinschaften

Gemeindefreies Gebiet

  1. Starnberger See (57,16 km²)

Weitere Gemeinden

  1. Andechs (3686)
  2. Berg (8218)
  3. Feldafing (4269)
  4. Gauting (20.556)
  5. Gilching (18.843)
  6. Herrsching am Ammersee (10.577)
  7. Inning am Ammersee (4723)
  8. Krailling (7697)
  9. Pöcking (5653)
  10. Seefeld (7489)
  11. Tutzing (9941)
  12. Weßling (5535)
  13. Wörthsee (5019)
AmmerseeStarnberger SeeLandkreis Bad Tölz-WolfratshausenLandkreis FürstenfeldbruckLandkreis Landsberg am LechLandkreis MünchenLandkreis Weilheim-SchongauMünchenAndechsBerg (Starnberger See)FeldafingGautingGilchingHerrsching am AmmerseeInning am AmmerseeKraillingPöckingSeefeld (Oberbayern)StarnbergTutzingWeßlingWörthsee (Gemeinde) 

Gemeinden des Landkreises vor der Gebietsreform 1971/78Bearbeiten

Bis zur Gebietsreform 1971/78 hatte der Landkreis Starnberg 40 Gemeinden (siehe Liste unten).[10]

Im Westen grenzte der Landkreis an den Landkreis Landsberg am Lech, im Norden an den Landkreis Fürstenfeldbruck, im Osten an die Landkreise München und Wolfratshausen und im Süden beziehungsweise im Südwesten an den Landkreis Weilheim in Oberbayern.

Am 1. Oktober 1937 wurde die Gemeinde Kempfenhausen nach Berg eingemeindet.[11] Am 8. Juli 1952 wurde der Name der Gemeinde Oberalting in Oberalting-Seefeld geändert und die Gemeinde Erling wurde am 30. April 1956 in Erling-Andechs umbenannt.[12]

Die Gemeinden des Landkreises Starnberg vor der Gemeindereform 1971/78 [13][14]. (Die Gemeinden, die es heute noch gibt, sind fett geschrieben.)

frühere Gemeinde heutige Gemeinde heutiger Landkreis
Argelsried Gilching Landkreis Starnberg
Aschering Pöcking Landkreis Starnberg
Berg Berg Landkreis Starnberg
Breitbrunn am Ammersee Herrsching a.Ammersee Landkreis Starnberg
Buch am Ammersee Inning a.Ammersee Landkreis Starnberg
Buchendorf Gauting Landkreis Starnberg
Drößling Seefeld Landkreis Starnberg
Erling-Andechs Andechs Landkreis Starnberg
Etterschlag Wörthsee Landkreis Starnberg
Feldafing Feldafing Landkreis Starnberg
Frieding Andechs Landkreis Starnberg
Gauting Gauting Landkreis Starnberg
Gilching Gilching Landkreis Starnberg
Hadorf Starnberg Landkreis Starnberg
Hanfeld Starnberg Landkreis Starnberg
Hechendorf a.Pilsensee Seefeld Landkreis Starnberg
Herrsching a.Ammersee Herrsching a.Ammersee Landkreis Starnberg
Hochstadt Weßling Landkreis Starnberg
Inning a.Ammersee Inning a.Ammersee Landkreis Starnberg
Krailling Krailling Landkreis Starnberg
Leutstetten Starnberg Landkreis Starnberg
Machtlfing Andechs Landkreis Starnberg
Maising Pöcking Landkreis Starnberg
Meiling Seefeld Landkreis Starnberg
Oberalting-Seefeld Seefeld Landkreis Starnberg
Oberbrunn Gauting Landkreis Starnberg
Oberpfaffenhofen Weßling Landkreis Starnberg
Percha Starnberg Landkreis Starnberg
Perchting Starnberg Landkreis Starnberg
Pöcking Pöcking Landkreis Starnberg
Söcking Starnberg Landkreis Starnberg
Starnberg (Stadt) Starnberg Landkreis Starnberg
Steinebach am Wörthsee Wörthsee Landkreis Starnberg
Traubing Tutzing Landkreis Starnberg
Tutzing Tutzing Landkreis Starnberg
Unering Seefeld Landkreis Starnberg
Unterbrunn Gauting Landkreis Starnberg
Wangen1 Starnberg Landkreis Starnberg
Weßling Weßling Landkreis Starnberg
Widdersberg Herrsching a.Ammersee Landkreis Starnberg

1: war erst seit 1952 eigenständige Gemeinde

PartnerlandkreiseBearbeiten

Kfz-KennzeichenBearbeiten

Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen STA zugewiesen. Es wird durchgängig bis heute ausgegeben. Seit dem 10. Juli 2013 ist auch das Unterscheidungszeichen WOR (Wolfratshausen) erhältlich.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Landkreis Starnberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 13. September 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. a b GfK Kaufkraft Deutschland 2016. 13. Januar 2017, abgerufen am 24. März 2018.
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 97.
  4. Verordnung zur Neugliederung Bayerns in Landkreise und kreisfreie Städte vom 27. Dezember 1971
  5. Statistik für den Landkreis, abgerufen am 12. August 2016
  6. Kaufkraft 2014: Deutsche haben durchschnittlich 586 Euro mehr. Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Pressemitteilung vom 3. Dezember 2013. Abgerufen am 7. April 2014.
  7. Zukunftsatlas 2016. Abgerufen am 24. März 2018.
  8. Eintrag zum Wappen des Landkreises Starnberg in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte, abgerufen am 4. September 2017.
  9. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 13. September 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  10. Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern 1964
  11. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 576.
  12. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 576.
  13. Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Landkreis Starnberg. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  14. BayernViewer der Bayerischen Vermessungsverwaltung (abgerufen am 20. Juli 2010)