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Bernried am Starnberger See

Gemeinde in Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Bernried
Bernried am Starnberger See
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Bernried hervorgehoben

Koordinaten: 47° 52′ N, 11° 18′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Weilheim-Schongau
Höhe: 600 m ü. NHN
Fläche: 13,8 km2
Einwohner: 2348 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 170 Einwohner je km2
Postleitzahl: 82347
Vorwahl: 08158
Kfz-Kennzeichen: WM, SOG
Gemeindeschlüssel: 09 1 90 115
Gemeindegliederung: 7 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorfstraße 26
82347 Bernried
Website: www.bernried.de
Bürgermeister: Josef Steigenberger (Überpart. Freie Wählergr.)
Lage der Gemeinde Bernried im Landkreis Weilheim-Schongau
AmmerseeLandkreis OstallgäuLandkreis Bad Tölz-WolfratshausenLandkreis Garmisch-PartenkirchenLandkreis StarnbergLandkreis Landsberg am LechWildsteigWielenbachWessobrunnWeilheim in OberbayernSteingadenSindelsdorfSeeshauptSchwabsoienSchwabbruckSchongauRottenbuchRaistingPremPolling (bei Weilheim)PenzbergPeitingPeißenbergPählObersöcheringOberhausen (bei Peißenberg)IngenriedIffeldorfHuglfingHohenpeißenbergHohenfurchHabachEglfingEberfingBurggenBöbingBernried am Starnberger SeeBernbeurenAntdorfAltenstadt (Oberbayern)Karte
Über dieses Bild

Bernried am Starnberger See ist eine kreisangehörige Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Weilheim-Schongau.

GeografieBearbeiten

Bernried liegt in der Region Oberland in leichter Hanglage am Westufer des Starnberger Sees. In der Nähe liegt der Hausstätter Weiher.

Die Gemeinde hat sieben amtlich benannte Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

GeschichteBearbeiten

Bis zur GemeindegründungBearbeiten

Otto und Adelheid von Valley hatten im Jahre 1120 ein Chorherrenstift in Bernried errichtet. Seit 1330 war der Ort Teil einer geschlossenen Hofmark des um 1803 aufgelösten Klosters Bernried.

Im Jahr 1818 wurde Bernried im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern eine selbstständige politische Gemeinde, die zum Landgericht Weilheim gehörte.

20. und 21. JahrhundertBearbeiten

Das Kloster wurde in ein Schloss im Renaissance-Stil umgestaltet. Die Missions-Benediktinerinnen von Tutzing erwarben es 1949 und verwendeten es als Noviziat bzw. heute als Bildungshaus.

Als künstlerische Gemeinde lockte Bernried einige Künstler an. 1998 kam es zum Bau des „Buchheim-Museums der Phantasie“ im Hirschgartengelände in Höhenried, das seit 1999 ein großer Anziehungspunkt für Besucher aus aller Welt ist.

Seit dem 1. Januar 2007 trägt die Gemeinde den Namenszusatz „am Starnberger See“.[3]

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. Mai 1978 wurden Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Haunshofen eingegliedert.[4]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Jahr 1840 1871 1900 1925 1939 1950 1961 1970 1987 1991 1995 2000 2005 2010 2015
Einwohnerzahl[5] 349 468 540 599 514 1.011 898 1188 1630 1806 1897 2015 2179 2232 2251

PolitikBearbeiten

BürgermeisterBearbeiten

Der aktuell amtierende Bürgermeister ist Josef Steigenberger (Überparteiliche Freie Wählergruppe). Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Walter Eberl Senior (Überparteiliche Freie Wählergruppe), der seit 1972 im Amt war.

GemeindepartnerschaftBearbeiten

Seit 1991 existiert eine Partnerschaft zwischen der Gemeinde Bernried und der französischen Gemeinde Samoreau, Département Seine-et-Marne (in der Nähe von Fontainebleau, ca. 50 km südlich von Paris). Die beiden Bürgermeister Excoffon und Eberl unterzeichneten am 27. Juli 1991 in Bernried die Partnerschaftsurkunde und weihten feierlich am Seeufer die Samoreau-Promenade ein. Zwischen den beiden Gemeinden findet ein regelmäßiger Austausch statt.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Kloster mit Sankt-Martins-Kirche
 
Hofmarkkirche

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Wirtschaft einschließlich Land- und ForstwirtschaftBearbeiten

Im Jahr 1998 gab es im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 28, im produzierenden Gewerbe 70 und im Bereich Handel und Verkehr zwölf sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 478 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 692. Im verarbeitenden Gewerbe gab es einen Betrieb, im Bauhauptgewerbe fünf Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 zwölf landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 400 ha. Davon waren 51 ha Ackerfläche und 348 ha Dauergrünfläche. Im Süden von Bernried wurden ab 1990 Flächen für Gewerbebetriebe ausgewiesen. Neben traditionellen Handwerksbetrieben haben sich hier mehrere Hochtechnologiebetriebe angesiedelt. So befinden sich etwa sieben Prozent der Biotechnologie-Arbeitsplätze des Großraums München im Bernrieder Gewerbegebiet.

Größter Arbeitgeber der Gemeinde ist die Rehabilitationsklinik Höhenried gGmbH der Deutschen Rentenversicherung Bayern Süd mit den Indikationen Herz-/Kreislauferkrankungen, Orthopädie und Psychosomatik. Bauliche Keimzelle der Klinik ist das Schloss Höhenried.

VerkehrBearbeiten

Bernried liegt an der Staatsstraße 2063 Starnberg–Tutzing–Seeshaupt und an der Kochelseebahn (München–)Tutzing–Kochel. Es wird vom RVO-Bus 9614 Tutzing–Penzberg angefahren. Weiterhin gibt es eine Anlegestelle der Bayerischen Seenschifffahrt.

BildungBearbeiten

Im Jahre 2011 gab es folgende Einrichtungen:

  • Kinderhaus: Krippe-Kindergarten-Hort 95 Plätze mit 84 Kindern
  • Waldkindergarten 19 Kindergartenplätze mit 19 Kindern
  • Volksschulen: eine mit vier Lehrern und 82 Schülern

PersönlichkeitenBearbeiten

 
Gustav Böss (rechts) und Karl Seitz (Bürgermeister Wien) 1929

LiteraturBearbeiten

  • Ursula Pechloff: Bernried am Starnberger See. Passau 1995: Kunstverlag Peda (Peda-Kunstführer 336). ISBN 3-930102-92-7.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Bernried am Starnberger See – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Bernried in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 5. September 2019.
  3. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2007
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 596.
  5. Kommunalstatistik von Bernried, abgerufen am 6. November 2010
  6. Eintrag im Verzeichnis Monumentaler Eichen. Abgerufen am 10. Januar 2017
  7. Die Märtyrer von Tokwon, Schwester M. Eva (Eugenie) Schütz (Memento des Originals vom 24. Dezember 2015 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.seligsprechung.ottilien.de – (Missionsbenediktiner)