Pöcking

Gemeinde in Deutschland

Pöcking ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Starnberg in Deutschland mit mehr als 5500 Einwohnern. Das gleichnamige Pfarrdorf ist Sitz der Gemeindeverwaltung.

Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Pöcking
Pöcking
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Pöcking hervorgehoben

Koordinaten: 47° 58′ N, 11° 18′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Starnberg
Höhe: 672 m ü. NHN
Fläche: 20,96 km2
Einwohner: 5598 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 267 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 82343, 82319Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahlen: 08157, 08151
Kfz-Kennzeichen: STA, WOR
Gemeindeschlüssel: 09 1 88 137
Gemeindegliederung: 6 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Feldafinger Straße 4
82343 Pöcking
Website: www.poecking.de
Erster Bürgermeister: Rainer Schnitzler (Parteilose Wählergruppe Pöcking)
Lage der Gemeinde Pöcking im Landkreis Starnberg
AmmerseeStarnberger SeeLandkreis Bad Tölz-WolfratshausenLandkreis FürstenfeldbruckLandkreis Landsberg am LechLandkreis MünchenLandkreis Weilheim-SchongauMünchenAndechsBerg (Starnberger See)FeldafingGautingGilchingHerrsching am AmmerseeInning am AmmerseeKraillingPöckingSeefeld (Oberbayern)StarnbergTutzingWeßlingWörthsee (Gemeinde)Karte
Über dieses Bild

GeografieBearbeiten

Pöcking liegt in der Region München, etwa 25 km südwestlich vom Münchner Zentrum entfernt. Die Teilorte Possenhofen und Niederpöcking grenzen an den Starnberger See, so dass auch ein Anschluss an den überwiegend touristisch geprägten Seefahrtslinienverkehr im Starnberger See besteht. Nach Starnberg im Norden sind es etwa vier Kilometer.

Die Gemeinde hat sechs amtlich benannte Ortsteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

GeschichteBearbeiten

Bis zur GemeindegründungBearbeiten

Pöcking gehörte den Grafen La Rosée und war ein Teil der geschlossenen Hofmark Garatshausen-Possenhofen; sie war wiederum Teil des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. Juli 1972 wurde die Gemeinde Aschering eingegliedert.[3] Maising kam am 1. Januar 1978 hinzu.[4]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 5.382 auf 5.647 um 265 Einwohner bzw. um 4,9 %.

Verlauf der Bevölkerungsentwicklung[5]
Jahr 1840 1900 1939 1950 1961 1970 1987 1991 1995 2005 2010 2015
Einwohner 549 838 1184 2786 3213 3195 5272 5585 5543 5690 5618 5755

PolitikBearbeiten

Gemeinderatswahl 2020[6]
(in %)
 %
50
40
30
20
10
0
45,07
24,56
19,54
7,46
3,37
 
Rathaus der Gemeinde Pöcking

BürgermeisterBearbeiten

Erster Bürgermeister ist Rainer Schnitzler (Parteilose Wählergruppe). Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Konrad Krabler (Parteilose Wählergruppe). Bei der Kommunalwahl vom 15. März 2020 wurde er mit 79,91 % der Stimmen wiedergewählt.[7]

GemeinderatBearbeiten

Sitzverteilung im Gemeinderat
Jahr CSU SPD Grüne FDP PWG UWG ges. Wahlbeteiligung
2020 5 1 4 1 9 0 20 65,95 %
2014 5 2 3 1 9 0 20 64,08 %
2008 5 2 2 0 10 1 20 68,8 %
2002 6 2 1 1 8 2 20 67,4 %

PWG = Parteilose Wählergruppe Pöcking     UWG = Unabhängige Wählergemeinschaft

Bei der Kommunalwahl vom 15. März 2020 haben von den 4.449 stimmberechtigten Einwohnern in der Gemeinde Pöcking, 2.934 von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht, womit die Wahlbeteiligung bei 65,95 Prozent lag.[6]

WappenBearbeiten

Blasonierung: „Über blauem Wellenschildfuß in Silber eine auffliegende, golden bewehrte rote Eule.“[8]

seit 1980.

BaudenkmälerBearbeiten

Öffentliche EinrichtungenBearbeiten

Kultur und BildungBearbeiten

 
Skulptur der Kaiserin Elisabeth vor dem Museum

WirtschaftBearbeiten

Hauptsächlich lebten die Einwohner vor dem zwanzigsten Jahrhundert vom Fischfang im nahe gelegenen See. Einzelne Fischer begannen mit dem Bau von Fischerbooten. Die Bootswerft der Familie Glas in Possenhofen produziert heute Boote der Drachenklasse. Nach 1945 kamen Maschinenbau-, Motorrad- und ein Pharmaunternehmen sowie Bauhaupt- und Baunebengewerbe hinzu. Dort waren zeitweise über 200 Leute beschäftigt. Heute (2012) findet man in Pöcking Unternehmen der Dienstleistungsbranche und Leasingunternehmen.

VerkehrBearbeiten

Durch das Gebiet der Gemeinde Pöcking führt die Bundesstraße 2, die Starnberg mit Weilheim verbindet und quer durch das sogenannte Fünfseenland verläuft.

Ein heute unter Denkmalschutz stehender Bahnhof befindet sich im Ortsteil Possenhofen an der Bahnstrecke München–Garmisch-Partenkirchen. Der Bahnhof wurde 1865 von König Maximilian II. für den hohen Adel errichtet (Architekt Georg von Dollmann). Er ist unter dem Namen Kaiserin-Sisi-Bahnhof bekannt, sein Pavillonbau mit Flachwalmdach und seitlichen Flügeln ist ein Zeugnis für die privilegierte Benutzung der Eisenbahn durch Hof und Hochadel. 2008 wurde der Bahnhof renoviert, er wird heute von der Linie S6 der S-Bahn München bedient. Eine Buslinie sorgt für den öffentlichen Verkehrsanschluss der Ortsmitte.

PersönlichkeitenBearbeiten

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

Personen mit Bezug zur GemeindeBearbeiten

EhrenbürgerBearbeiten

VereineBearbeiten

  • Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft, Ortsverband Pöcking-Starnberg e. V.
  • SCPP Sportclub Pöcking-Possenhofen
  • SG „Die Wildschützen e. V.“ Pöcking
  • PFC „Pöckinger Faschingsclub e. V.“
  • Sportschützen Stamm Pöcking e. V.
  • Blaskapelle Pöcking e. V.

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Pöcking – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Pöcking – Reiseführer

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Pöcking in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 9. September 2019.
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 576.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 591.
  5. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung, abgerufen am 16. Juli 2014.
  6. a b Wahl des Gemeinderats - Kommunalwahlen 2020 in der Gemeinde Pöcking - Gesamtergebnis. Abgerufen am 10. Januar 2021.
  7. Wahl des ersten Bürgermeisters - Kommunalwahlen 2020 in der Gemeinde Pöcking - Gesamtergebnis. Abgerufen am 10. Januar 2021.
  8. Eintrag zum Wappen von Pöcking in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  9. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 184