Hauptmenü öffnen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Weßling
Weßling
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Weßling hervorgehoben

Koordinaten: 48° 5′ N, 11° 15′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Starnberg
Höhe: 592 m ü. NHN
Fläche: 22,6 km2
Einwohner: 5476 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 242 Einwohner je km2
Postleitzahl: 82234
Vorwahl: 08153
Kfz-Kennzeichen: STA, WOR
Gemeindeschlüssel: 09 1 88 144
Gemeindegliederung: 7 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Gautinger Straße 17
82234 Weßling
Website: www.gemeinde-wessling.de
Bürgermeister: Michael Muther (FW)
Lage der Gemeinde Weßling im Landkreis Starnberg
AmmerseeStarnberger SeeLandkreis Bad Tölz-WolfratshausenLandkreis FürstenfeldbruckLandkreis Landsberg am LechLandkreis MünchenLandkreis Weilheim-SchongauMünchenAndechsBerg (Starnberger See)FeldafingGautingGilchingHerrsching am AmmerseeInning am AmmerseeKraillingPöckingSeefeld (Oberbayern)StarnbergTutzingWeßlingWörthsee (Gemeinde)Karte
Über dieses Bild

Weßling ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Starnberg.

GeographieBearbeiten

 
Weßlinger See und Weßling

Die Gemeinde liegt ca. 25 km südwestlich von München, etwas nördlich zwischen Ammersee und Starnberger See. Der Altort von Weßling lag am westlichen Ufer des Weßlinger Sees, des kleinsten Sees im Fünfseenland, mittlerweile wird der See von dem Ort komplett umschlossen.

Die Gemeinde hat drei Gemarkungen, die den ehemaligen Gemeinden entsprechen, und hat sieben amtlich benannte Ortsteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

GeschichteBearbeiten

Bis zum 19. JahrhundertBearbeiten

Die Geschichte von Weßling reicht bis zur bajuwarischen Landnahme zurück. Nach dem Abzug der Römer, die seit 15. v. Chr. als Legionen über die Alpen gezogen waren und ihre Kultur mitgebracht hatten, versank das nun herrenlose, aber keineswegs entvölkerte Land für fast ein Jahrhundert im Dunkel der Geschichte. Erst in der Mitte des 6. Jahrhunderts nahmen die Bajuwaren das Land zwischen Enns und einem dem Lechrain vorgelagerten Bereich in Besitz. Mindestens seit dieser Zeit kann also von einer kontinuierlichen Besiedlung gesprochen werden.

Weßling ist ein alter Pfarrort. Im Mittelalter gehörte Weßling zunächst zur andechsischen Vogtei Neufahrn; diese hatte ihren Sitz in Mamhofen. Nach dem Ende der Andechser im Jahre 1248 gelangte das Dorf Weßling in den Besitz der Herrschaft von Seefeld. Das 19. Jahrhundert brachte große Veränderungen der politischen Struktur und damit auch eine Veränderung der Besitzverhältnisse. Im Jahre 1848 erfolgte die Auflösung der Hofmarken, so auch der von Seefeld, so dass Weßling nunmehr zum Landgericht Starnberg gehört.

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. Januar 1972 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Hochstadt eingegliedert.[3] Am 1. Januar 1976 kam Oberpfaffenhofen hinzu.[4]

PolitikBearbeiten

BürgermeisterBearbeiten

Amtierender Erster Bürgermeister ist Michael Muther (FW). Er wurde im Jahr 2014 in seinem Amt bestätigt. Das Amt des Zweiten Bürgermeisters bekleidet Michael Sturm (FW), das der Dritten Bürgermeisterin Sieglinde Wastian (CSU).[5]

GemeinderatBearbeiten

Gemeinderatswahl 2014
Wahlbeteiligung: 67,09 %
 %
40
30
20
10
0
27,92 %
20,37 %
18,62 %
33,09 %

Der Gemeinderat von Weßling besteht aus 21 Mitgliedern (mit dem 1. Bürgermeister) und setzt sich nach der Kommunalwahl 2014 wie folgt zusammen:[6]

BaudenkmälerBearbeiten

VerkehrBearbeiten

 
Bahnhof Weßling

Die Länge aller Straßen der Gemeinde beträgt Stand 2019 insgesamt 99,5 Kilometer, davon sind 57 km Feld- und Waldwege.

Weßling ist durch die Autobahn A 96 mit den Ausfahrten Wörthsee und Oberpfaffenhofen erschlossen. Die verkehrlich gut angebundene Gemeinde ist noch immer stark vom Durchgangsverkehr belastet, vor allem von der A 96 zum Ammersee. Die Ortsumfahrung, Baubeginn Januar 2015, Fertigstellung am 28. November 2016, brachte nur einen Teilerfolg. Mit Freigabe des Verkehrs auf der Umgehungsstraße wurde die Hauptstraße bis zur Einmündung in die Gautinger Straße zur Gemeindestraße zurückgestuft.[7] Zudem wurde die Attraktivität der Durchfahrt, insbesondere für Lkw im reinen Durchgangsverkehr, zunächst durch Hindernisse, nachfolgende durch eine verkehrsrechtliche Maßnahmen (Beschluss im Feb. 2018, finale Umsetzung im Okt. 2018) gemindert.[8]

1903 nahmen die Königlich Bayerischen Staatseisenbahnen die Bahnstrecke Pasing–Herrsching mit dem Bahnhof Weßling in Betrieb.[9] Seit 1972 ist der Bahnhof an das Netz der S-Bahn München angeschlossen. Die Linie S8 verkehrt von Herrsching zum Flughafen München. Weßling ist in den Münchner Verkehrs- und Tarifverbund integriert. Buslinien verbinden den Ort mit Stegen, Herrsching, Seefeld, Gilching, Starnberg und München.[10]

TourismusBearbeiten

Die Gemeinde vermarktet sich als „Künstlerdorf“ und verweist dabei auf eine lange Liste von Malern (u. a. Pierre-Auguste Renoir), die den See besucht haben. Die am Seeufer stehenden Skulpturen stammen von einem Bildhauer-Wettbewerb.

Söhne und Töchter der StadtBearbeiten

PersönlichkeitenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Hans Porkert: Am Weßlinger See – Ein Heimatbuch in Wort und Bild. 1986 Gemeinde Weßling
  • Hans Porkert, Maria Wolleschak, Ludwig Ostermayer, Walter Follner, Franz Hasler: Weßling Oberpfaffenhofen Hochstadt – Alte Bilder erzählen aus unserer Heimat. Geiger-Verlag, Horb am Neckar 1999; ISBN 3-89570-590-X
  • Kirchen der Pfarrei Weßling. PDA-Kunstführer Nummer 473/1999. Kunstverlag, Passau 1999, ISBN 3-89643-131-5
  • Der Pfarrstadel Weßling. CD-ROM mit Vereins-Chronik von 1990 bis 2002 von UNSER DORF e. V.; März 2002
  • Diözese Augsburg: St. Georg – Oberpfaffenhofen
  • Roland von Rebay: Anstatt beschämt zu schweigen – Anekdoten aus dem Leben eines Weßlingers. Eulenspiegel Verlag Uli Singer, 1986
  • Helmut Bender: Die römische Siedlung von Wessling-Frauenwiese: Untersuchungen zum ländlichen Siedlungswesen während der Spätantike in Rätien (Passauer Universitätsschriften zur Archäologie, 7). Verlag Marie L. Leidorf GmbH, 2002; ISBN 3-89646-175-3, ISSN 0945-327X
  • Franz Schaehle: Chronik der Pfarrgemeinde Oberpfaffenhofen. Geschichte des Dorfes Oberpfaffenhofen, erforscht 1936 von Franz Schaehle, Überarbeitet 1993 von Rudi Eder. Weßling
  • Manfred X. Schneider: Das Glück der Waisenkinder – Eine Kindheit in Bayern. Husum Verlagsgesellschaft, 2004; ISBN 3-89876-174-6

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Weßling in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 8. September 2019.
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 576.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 591.
  5. Gremien der Gemeinde Weßling
  6. Ergebnis Gemeinderatswahl 2014 von Weßling
  7. Gemeinde-Website: Umfahrung Weßling - Informationen. 28. November 2016
  8. Gemeinde-Website: Verkehrsrechtliche Anordnung Hauptstraße. 26. April 2018
  9. Robert Bopp: 100 Jahre Bahnstrecke Pasing – Herrsching. Von der Königlich Bayerischen Lokalbahn zur S-Bahn-Linie 5. Germering 2003, ISBN 3-00-011372-X, S. 68.
  10. Münchner Verkehrs- und Tarifverbund: Verkehrslinienplan Landkreis Starnberg (PDF) auf mvv-muenchen.de, Dezember 2018, abgerufen am 1. Februar 2019